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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Anhieb gelungen: die heikle Balance des historischen Romans
Ich muss gestehen, auch die suggestiven Wort- und Bildanreize des Buchcovers haben mich verführt: Die Scheinromantik der großen Entdeckungsreisen, noch dazu jener in tropischen Gewässern, verfehlt ihre Wirkung nicht. Aber als Leser wurde ich nicht etwa enttäuscht. Im Gegenteil: Ich war bald gefesselt und blieb es bis zum Schluss, und das auf drei...
Vor 16 Monaten von Radulf veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen *+* Mehr Sachbuch als Roman *+*
Inhaltsangabe:
Sie ist die einzige Frau unter 114 stinkenden, fluchenden, onanierenden und leidenden Männern an Bord des Dreimasters Ètoile. 1767 wagt Jeanne Baret die Reise ins Ungewisse und umsegelt als erste Frau die Welt. Sie erlebt das Abenteuer ihres Lebens und ist dabei ständig in Gefahr, entdeckt zu werden: denn sie verkleidet sich als Mann...
Vor 15 Monaten von irve veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Anhieb gelungen: die heikle Balance des historischen Romans, 12. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
Ich muss gestehen, auch die suggestiven Wort- und Bildanreize des Buchcovers haben mich verführt: Die Scheinromantik der großen Entdeckungsreisen, noch dazu jener in tropischen Gewässern, verfehlt ihre Wirkung nicht. Aber als Leser wurde ich nicht etwa enttäuscht. Im Gegenteil: Ich war bald gefesselt und blieb es bis zum Schluss, und das auf drei Ebenen:
Das Buch liest sich durchaus "spannend", (vor allem, wenn man voraussetzungslos dran geht und nicht schon vorher das Nachwort plus einschlägige Wikipedia-Artikel heranzieht). Eine Weltumsegelung im 18. Jahrhundert war nun einmal ein gefährliches Abenteuer. Man muss dieses Abenteuer aber auch erzählen können, und packend erzählen kann der Autor ohne jeden Zweifel.
Zweitens steht im Mittelpunkt eine Frau, deren Schicksal wahrlich erstaunen kann. Es beginnt "ganz unten", in einer dreckigen Bauernkate, und führt über mehrere vom Glück begünstigte Stufen hinauf in die Pariser Gelehrtensalons und von dort auf ein Schiff mit seiner Zweiklassengesellschaft aus Offiziersherren und Matrosensklaven. Alle diese Milieus werden mit äußerster Drastik, Plastizität und Farbigkeit geschildert: vielleicht die stärkste Seite des Buches. Enormer Rechercheaufwand, glänzende Umsetzung dieser Recherche. Verblüffend reicher, authentischer Wortschatz, glaubhafte wörtliche Reden und Äußerungen aller Figuren, vom grobschlächtigen Maat bis hinauf zum Kapitän, vom zynischen Aristokraten über die "Philosophen" Rousseau oder Diderot bis hinab zum einfältigen Gärtnergehilfen.
Damit sind wir bei der dritten Ebene:
Das Buch ist Literatur, und es ist historischer Bericht. Ist es mehr Roman oder mehr Bericht? Gerade weil ich diese Frage nicht beantworten kann, vergebe ich 5 Sterne.
Wolfgang Ebert hat mit seinem Romandebüt die heikle Balance des historischen Romans geschafft: das Gleichgewicht zwischen dokumentarischer Quellentreue,mit Wissen u n d Fantasie ausgemaltem Zeitbild und unmittelbar anrührender Menschenschilderung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen *+* Mehr Sachbuch als Roman *+*, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
Inhaltsangabe:
Sie ist die einzige Frau unter 114 stinkenden, fluchenden, onanierenden und leidenden Männern an Bord des Dreimasters Ètoile. 1767 wagt Jeanne Baret die Reise ins Ungewisse und umsegelt als erste Frau die Welt. Sie erlebt das Abenteuer ihres Lebens und ist dabei ständig in Gefahr, entdeckt zu werden: denn sie verkleidet sich als Mann. Zwei Jahre fährt sie durch die Hölle und landet im Paradies. Der historische Roman Die erste Frau (456 Seiten, 19,95 ) von Wolfgang Ebert entführt in die Zeit der großen Entdeckungen. Die Tochter von Leibeigenen arbeitet sich mit großer Zähigkeit hoch. Sie wird Gärtnerin, darauf Assistentin und Geliebte des Naturforschers Philibert Commerson, durch den sie mit den führenden Köpfen der Aufklärung zusammenkommt. Sie nimmt schließlich mit ihm unter dem Pseudonym Jean Bonnefoy an einer wissenschaftlichen Expedition teil. Unter dem Kommando von Louis-Antoine de Bougainville macht sich eine französische Flotte auf die Suche nach dem legendären Südland und erforscht nach der Höllenfahrt um Kap Horn die Südsee. Jeanne übersteht Stürme, brutale Überfälle, Hungersnöte und begegnet dem »Edlen Wilden«, - dabei entdeckt sie auch die Exotik und Faszination einer neuen Welt. Die Botanikerin verlässt das absolutistisch regierte Königreich des ancien régime. Als sie zurückkommt, gerät sie in den Sog der Französischen Revolution und folgt dem Demagogen Camille Desmoulins, dessen Ruf »Zu den Waffen« das Volk aufputscht. Am Ende ihres Lebens vor die Frage gestellt, ob sie all die Gefahren noch einmal auf sich nehmen würde, antwortet Jeanne: Gewiss doch! Meine Welt war so eng, nun ist sie unendlich weit geworden." (Quelle: lovelybooks.de)

Das Cover:
Ein in weißer Farbe skizziertes Schiff fährt auf dem Meer. Im Vordergrund sieht man den Zweig einer tropischen Pflanze.

Meine Meinung:
Zu Beginn war ich völlig begeistert von diesem Roman. Abwechselnd wird das Leben der Jeanne Baret aus ihren Kinder- und Jugendtagen und von ihrer Zeit auf dem Schiff Etoile geschildert. Die ersten Jahre der Frau waren alles andere als ein Zuckerschlecken. Als sie durch Zufall mit der Botanik in Berührung kam, begann ihr Leben erst wirklich. Diese Passagen waren ebenso wie die ersten Schilderungen über die Schiffsfahrt für meinen Geschmack sehr interessant geschildert. Ein wenig konnte ich mich mit der jungen Frau identifizieren und ich war sehr gespannt, was sie mit ihrem Begleiter Phile auf der langen Reise alles erleben würde. Da die beiden nur mitgefahren sind, um die fremden Pflanzenwelten zu erforschen und festzuhalten, freute ich mich sehr über ein botanisches Feuerwerk auf den nächsten vielen Seiten. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Der Erzählstrang aus Jeannes Leben vor der Schiffsfahrt endete ziemlich bald. Somit wurde ich dann überschüttet mit den Berichten über die Sitten und Gepflogenheiten an Deck eines Schiffes. Umgangston und Hackordnung hatte ich schon sehr schnell verstanden, sodass ich diesen Abschnitt schon bald nicht mehr sehr interessant fand. Also freute ich mich auf die Exkursionen von Phile und der zum Jean umgewandelten Jeanne. Leider wurden diese Ausflüge in die Pflanzenwelten sehr knapp gehalten, auch die Aufbereitung und Konservierung der Funde wurden sehr stiefmütterlich behandelt. Ausführlichst berichtet der Autor hingegen von der politischen Situation sowie den sozialen Gepflogenheiten der Anlege-Stellen der Etoile.
Der anfängliche zarte und emotionale Schreibstil des Buches wich zunehmend einer Aneinanderreihung von Fakten. Ein gefundenes Fressen für alle historisch interessierten Leser, aber nicht für mich. Ich hatte bei dem Titel Die erste Frau" erwartet, dass der Roman, der eher ein Sachbuch ist, diese Frau und ihre Beiträge zur Botanik im Vordergrund stehen und nicht wie es zu dieser Zeit in Tahiti aussieht oder wie das Leben der Edlen Wilden" aussieht.

Mein Fazit:
Leider gab es recht schnell einen Stilbruch zu Ungunsten der Hauptperson und der Stimmung des Buches. Ich vergebe 2 Sterne.

Infos zum Buch:
Die erste Frau" von Wolfgang Ebert ist unter der ISBN-Nr. 9783831204014 im Komplett-Media-Verlag erschienen. Es umfasst 448 Seiten und ist auch als eBook verfügbar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abenteuer, Entdeckung, Revolution, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
Jeanne Baret war eine französische Naturforscherin. Sie war Mitglied der zwischen 1766 und 1769 stattfindenden Expedition von Louis Antoine de Bougainville mit den Schiffen La Boudeuse und L’Étoile in den Südpazifik. Sie ist vermutlich die erste Frau, die die Welt umsegelt hat; mit Sicherheit ist sie die erste Frau, die als Mann verkleidet um die Welt segelte. (Auszug aus Wikipedia)

***ZUM INHALT DES BUCHES:***
Die Lebensgeschichte dieser beeindruckenden und mutigen Frau, sowie die Expedition, sind der Hintergrund zu dem historischen Roman „Die erste Frau“ des Autors Wolfgang Ebert.

Jeanne Baret durchlebt nach dem Tod ihrer Eltern bei der Familie ihres Onkels eine sehr schwere Kindheit unter härtesten Bedingungen. Sie wird geschlagen, muß auf dem Hof bis zur Erschöpfung arbeiten und lebt und übernachtet in einem Stall. Die Kuh Marie schenkt dem Mädchen in den kalten Wintern nicht nur Wärme, sondern bei ihr schüttet Jeanne auch ihr Herz aus. In dieser schweren Zeit sind Marie und die Puppe Bébé der einzige Halt für das bedauernswerte kleine Mädchen.
Diese harte Lebensschule ist Jeanne Baret eine große Hilfe bei der abenteuerlichen Expedition, an der sie später als einzige Frau teilnimmt. Unter dem Pseudonym „Jean Bonnefoy“ gilt sie auf der Étoile als Assistent des Botanikers Philibert (Phile) Commerson, der in Wahrheit ihr Lebensgefährte ist.

Die Expedition ist für die wissbegierige junge Frau nicht nur ein Abenteuer, sondern sie will lernen, helfen, arbeiten und leistet dadurch einen ganz erheblichen Beitrag auf dieser langen Seereise voller Eindrücke und Gefahren. Sie ist seit ihrer Kindheit der Pflanzenwelt sehr zugetan und liebt deshalb ganz besonders die Erkundungen an Land, wenn sie endlich mit Phile Commerson botanisieren kann.
Allerdings muss Jeanne bei dieser Seefahrt ständig darauf bedacht sein, dass niemand ihre wahre Identität entdeckt. Sie erkennt bald, dass dies nicht nur ein schwieriges Unterfangen ist, sondern mit der Zeit leidet sie auch physisch und psychisch unter dem anstrengenden Versteckspiel. Wie lange kann das gutgehen??? ....

***MEIN FAZIT:***
Wolfgang Ebert hat mit seinem Romandebüt nicht nur eine sehr interessante und abwechslungsreiche Geschichte geschrieben, sondern auch viele historische Sachverhalte eingearbeitet. Auf diese Art und Weise werden Zeitalter, Gesellschaftsstruktur und Lebensbedingungen in der Erzählung sehr gut veranschaulicht. Der angenehme Schreibstil ist gut und flüssig lesbar.
Die Kombination im Roman aus Erzählung und geschichtlichen Hintergründen hat mir sehr gut gefallen. Nur in der Mitte des Buches nehmen in meinen Augen die historischen Fakten und Ereignisse etwas überhand, das störte dann mitunter doch den Lesefluss und lenkte von der eigentlichen Handlung ab. Auch der Erzählstil wurde mir hier teilweise etwas zu sachlich.

Sehr positiv fand ich den großzügigen und informativen Anhang mit Nachwort, Personenregister, Glossar und Quellenverzeichnis. Spätestens hier wird deutlich, dass hinter dem Buch viel Recherchearbeit steckt. Das sehr ansprechende Cover gibt dem Roman den passenden Rahmen.
Abenteuer, Entdeckung und Revolution werden auf dem Cover angekündigt und diese Ansage wird mit dem Buch erfüllt. Der historische Roman ist vor allem eine Leseempfehlung für Leserinnen und Leser, die nicht nur die Unterhaltung wünschen, sondern auch gerne etwas Sachkenntnis vermittelt bekommen. Ganz nach einem Zitat von Richard de Bury: „Wer gern liest und Belehrung liebt, und wer gern Weisheiten hört, der gewinnt Wissen.“
Gerne vergebe ich hier 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Roman-Sachbuch-Spagat, 4. Juni 2014
Von 
DieBuchpiraten - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
Der Autor ließ sich, wie er im Nachtrag schreibt, durch Recherchearbeiten von einem Expeditionsbericht Louis-Antoine de Bougainvilles zu dem vorliegenden historischen Roman inspirieren. Der französische Offizier beschrieb darin die Entlarvung der Jeanne Baret alias Jean Bonnefoy, die als Mann verkleidet viele Monate an Bord eines Weltumseglers verbrachte, um ihrem Geliebten und Lehrer nah zu sein.

Die unvorstellbaren Härten der Verhältnisse auf See zu dieser Zeit (1767-1769) - auf allerengstem Raum, zusammen mit über einhundert ausnahmslos männlichen Offizieren, Mannschaftsmitgliedern und Gästen und in ständiger Furcht vor Entdeckung - das war der Zündfunke für Wolfgang Ebert. Seine Erzählung ist überbordend detailliert und gepimpt mit Begebenheiten, die zwar zeitgleich stattfanden, jedoch nicht der "ersten Frau" widerfuhren. In mehrgleisigen Rückblenden erfährt der Leser von der Zeit vor der Abenteuerreise und wie Jeanne Baret den Botaniker Philibert de Commerson, dessen Gehilfin sie wurde, kennenlernte. So manches Kapitel endet in prophetischen Fragestellungen " ... hätte ... gewusst, dass Jahre später ...".

Fantasie und wahre Geschichte verwirbeln und über den Leser ergießt sich der gesamte dreiseitige Quelleninhalt des Anhangs. Ich bin noch immer uneins mit mir, ob ich voll des Lobes über soviel Recherche und den daraus resultierenden Input sein soll oder finde, dass weniger mehr gewesen wäre! Die Entscheidung hätte möglicherweise schon zu Beginn der Schreibarbeit konkreter fallen müssen: Soll es ein Roman oder ein Sachbuch werden. Der Untertitel "Abenteuer. Entdeckung. Revolution." verrät den seltsamen Spagat. Für einen Roman hat die Erzählung deutlich zu wenig empathisch intensive Kraft (in der zweiten Hälfte verstärkt sich diese Distanz). Vieles wird nüchtern aufreihend berichtet und nur viel Vorstellungskraft ließ mich da durchhalten. (Von den hygienischen und sexuellen Mankos und/oder Praktiken erfährt der Leser anfänglich nahezu pathologisch voyeuristisch too much!) Der Autor öffnete sozusagen bei Sturm ein Zeitfenster und ließ erst einmal ALLES hinein wehen!

Auf Buchseite 398(!) verlassen die beiden französischen Dreimaster gerade Tahiti (mal kurz auf den Globus oder in den Atlas geschaut), doch dreiunddreißig Seiten später sind wir mit Madame Baret schon längst über Mauritius zurück in Paris und haben die französische Revolution hautnah miterlebt und den letzten Satz gelesen. "Häh?" Dieses Timing wirkte auf mich sehr unglücklich gewählt.

Der Verlag scheint ein echter Sparfuchs zu sein. Dem Lektorat witschten (sogar mir) auffallend viele Rechtschreib- und Trennungsfehler durch; Schriftarten, die mal normal und, wo notwendig, kursiv sein sollte, gerieten fehlerhaft beide hintereinander (zuweilen sogar innerhalb eines Wortes). Überkapiteln mit Headline in Versalien sollte man einen eigenen Seitenanfang gönnen und sie nicht mitten auf der Seite beginnen lassen. Auch manche Dialoge wären logisch schlüssiger, spendierte man Dialogpartnern einen eigenen Absatz. Alles hintereinander im Fließtext irritierte mich zuweilen.

Wenn ich Cover-Diskussionen auch nicht immer für übertrieben wichtig erachte, so will ich dennoch abschließend den individuell gestalteten Bougainvillea-Umschlag löblich erwähnen. Das Auge isst doch immer mit!

Insgesamt betrachtet, unter Berücksichtigung eines Fleißsternchens, lande ich bei "gefällt mir", aber Leser sollten die Geschichte wirklich wissen wollen und Fiktion und Wahrheit im Nachgang trennen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die erste Weltumseglerin Jeanne Baret, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
Im 18. Jahrhundert wächst die spätere Naturforscherin Jeanne Baret als Waise in sehr bescheidenen Verhältnissen in Frankreich zur Zeit der Revolution auf. Ein Gärtnerehepaar hat sie aufgenommen und aufgezogen. Jeanne unterstützt ihre Zieheltern in der Gärtnerei. Als sie den Botaniker und Arzt Philibert Commerson kennenlernt, schließt sie sich ihm an und wird fortan seine Assistentin und auch Lebensgefährtin. Beide begleiten sie den Seefahrer Louis Antoine de Bougainville auf seinem Schiff L`Étoile in südpazifische Gefilde. Für die Reise auf dem Schiff verkleidet sich Jeanne als Mann, nennt sich fortan Jean Bonnefoy und unterstützt Philibert als wissenschaftlicher Assistent bei einer sehr abenteuerlichen Reise in unbekanntes Terrain und gilt bis heute als die erste Frau, die die Welt umsegelt hat.

Wolfgang Ebert hat mit seinem historisch-sachlichen Roman Die erste Frau" eine interessante Geschichte vorgelegt. Der Schreibstil ist eher nüchtern und sachlich, als Leser fällt es einem daher etwas schwer, eine persönlichere Verbindung zu den Protagonisten herzustellen. Der wechselnde Einsatz von Vor- und Rückblenden vermitteln dem Leser einen guten Überblick über das Leben von Jeanne. Der historische Hintergrund wurde vom Autor sehr gründlich recherchiert und in seine Geschichte eingefügt. Die detailliert beschriebenen Reisen des Herrn Bourgainville sind zwar nicht uninteressant, haben aber im eigentlichen Sinn mit dem Leben der Hauptperson Jeanne Baret nur als Begleiterscheinung zu tun und lassen die Geschichte deshalb leider etwas langatmig wirken. Hier wird dem Leser einiges an Konzentration abverlangt. Die Person Jeanne Baret bleibt allerdings innerhalb des ganzen Romans leider nicht greifbar, dazu wurde ihrem Wesen zu wenig Leben eingehaucht. Dabei ist sie eigentlich eine schillernde Persönlichkeit und hat doch einiges gewagt, um ihre Ziele zu erreichen. Dies hätte mehr herausgearbeitet und die Person Jeanne lebendig machen können.

Für alle Leser von historischen Romanen, die eher ihr geschichtliches Wissen erweitern oder auffrischen wollen, ist dieses Buch besonders zu empfehlen, da es im Anhang auch noch ein Literaturverzeichnis, ein Personenverzeichnis und ein Glossar zum Nachschlagen bereit hält. Ungeeignet für alle, die eher ein Buch zum hineinträumen erwarten.
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4.0 von 5 Sternen Eine etwas andere Biographie, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
"Die einzige Frau" von Wolfgang Ebert ist ein historischer Roman, der sich vor allen Dingen durch seine Informationsfülle auszeichnet. Aber gerade diese Informationsfülle geht dann doch des Öfteren zu Lasten der Emotionalität, die dann in diesem Roman doch ein wenig in den Hintergrund gerät.

Worum es laut Klappentext geht: " Die Tochter von Leibeigenen arbeitet sich mit großer Zähigkeit hoch. Sie wird Gärtnerin, darauf Assistentin und Geliebte des Naturforschers Philibert Commerson, durch den sie mit den führenden Köpfen der Aufklärung zusammenkommt. Sie nimmt schließlich mit ihm unter dem Pseudonym Jean Bonnefoy an einer wissenschaftlichen Expedition teil. Sie ist die einzige Frau unter 114 stinkenden, fluchenden, onanierenden und leidenden Männern an Bord des Dreimasters Ètoile. 1767 wagt Jeanne Baret die Reise ins Ungewisse und umsegelt als erste Frau die Welt. Sie erlebt das Abenteuer ihres Lebens und ist dabei ständig in Gefahr, entdeckt zu werden: denn sie verkleidet sich als Mann. Zwei Jahre fährt sie durch die Hölle und landet im Paradies. Unter dem Kommando von Louis-Antoine de Bougainville macht sich eine französische Flotte auf die Suche nach dem legendären Südland und erforscht nach der Höllenfahrt um Kap Horn die Südsee. Jeanne übersteht Stürme, brutale Überfälle, Hungersnöte und begegnet dem »Edlen Wilden«, - dabei entdeckt sie auch die Exotik und Faszination einer neuen Welt."

Wohl ganz bewusst hat sich der Autor gegen ein streng chronologisches Vorgehen entschieden. Immer wieder werden Rückblicke und Vorausdeutungen in den Roman eingebaut, der aber stets verständlich bleibt.
Die Protagonisten selbst, können als Querschnitt der damaligen (französischen) Gesellschaft angesehen werden. So finden sich vielfältige Ansichten und Meinungen, traditionelle und revolutionäre. Inwiefern diese einem sympathisch sind, ist eine andere Frage.
Welch immenses Wissen und welch ein Rechercheaufwand hinter diesem Roman stehen, darüber gibt ein wenig das ausführliche Literaturverzeichnis Auskunft. Um den Leser das inhaltliche Verstehen zu erleichtern finden sich am Ende des Romans sowohl ein Glossar als auch ein Personenverzeichnis, denn bei der Lektüre trifft man die ein oder andere bekannte historische Persönlichkeit.

Insgesamt ein Roman der viel Wissen interessant vermittelt...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die erste Frau, die die Welt umsegelt hat, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
"Die erste Frau" von Wolfgang Ebert erzählt das Leben der Jeanne Baret, einer
französischen Naturforscherin, die zur Zeit der französischen Revolution lebte und die erste Frau war, die die Welt umsegelt hat. Jeannes Geschichte ist nicht streng chronologisch aufgebaut. Nach der ersten Szene kurz vor der Besteigung des Schiffes kommen verschiedene Rückblicke in die Kindheit und Jugendzeit. Hier erfährt man von Jeannes Aufwachsen in ärmlichen Verhältnissen und der Chance, als Helferin eines Gärtners einen neuen Lebenssinn zu bekommen. Durch die Arbeit als Assistentin des begeisterten Botanikers Philibert (Phile) Commerson wird ihre Liebe zur Natur noch vertieft und so fasst sie den Entschluss, als Mann verkleidet an der wissenschaftlichen Expedition teil zu nehmen, die sie rund um die Welt führt.
Mir hat "Die erste Frau" gut gefallen. Jeannes Leben und ihre Zeit wurden sehr ausführlich und mit vielen Hintergrundinformationen dargestellt. Im Vergleich zu anderen historischen Romanen lag der Schwerpunkt eindeutig auf der Historie als auf der Erzählung einer schönen Geschichte mit Gefühlen und liebevollen kleinen Szenen.
Mein Fazit: eine interessante Geschichte, aber kein Schmöker zum Abtauchen.
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5.0 von 5 Sternen Gelungener Titel, 16. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist sehr informativ und spannend.
Wer an Geschichte und Seefahrt interesse hat, dem ist es sehr zu empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Spannend. Lehrreich. Schöne Sprache., 15. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die erste Frau (Gebundene Ausgabe)
Was für ein tolles Buch!
Man lernt nicht nur etwas über Geographie, Geschichte und grosse Segler, sondern auch etwas über das Reisen um die Welt - Inspiration pur. Klasse geschrieben und voller Überraschungen.
Empfehlenswert!

Die erste Frau: Abenteuer, Entdeckung, Revolution
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Die erste Frau
Die erste Frau von Wolfgang Ebert (Gebundene Ausgabe - 1. August 2013)
EUR 19,95
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