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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Dezember 2010
Jamie Olivers neuestes Kochbuch 'Jamies 30 Minuten Menüs' ist schon jetzt das meist verkaufte Kochbuch aller Zeiten. Doch wird es seinem Titel und dem Nachsatz 'Genial geplant ' blitzschnell gekocht' auch gerecht? Ich habe das Buch in den letzten Wochen einmal eingehend getestet und die eindeutige Antwort lautet: Jein!

Um es gleich vorweg zu nehmen: dieses Buch ist nichts für Gelegenheitsköche oder gestresste Mitbürger, die ganz schnell was auf den Tisch bekommen wollen. Dieses Buch setzt einiges an Kochwissen und vor allem auch an Kochutensilien voraus. Nur unter Einsatz diverser Küchenmaschinen und mit reichlich (Koch-)Übung sind die Menüs in den avisierten 30 Minuten zu schaffen. Aber mal ehrlich: will man das? Ich persönlich finde es furchtbar unter (Zeit-)Stress zu kochen. Und richtig gut werden die Gerichte meist erst mit etwas Ruhe. Jamie Oliver ist so freundlich dies auch einzugestehen und erwähnt in seinem Vorwort, dass es ihm in erster Linie um die Vermittlung von Tipps und Tricks rund um einfache Gerichte geht. Und dass die Geschwindigkeit dann mit der Übung kommt. Ich habe bisher zusammen mit Freunden fünf der Menüs aus dem Buch ausprobiert und dabei zwischen 45 und 100 Minuten gebraucht.

Die einzelnen Menüs, die meist aus zwei Gängen bestehen, sind dabei sehr gut erklärt und bebildert. Die jeweiligen Schritte sind klar verständlich und in der richtigen zeitlichen Abfolge dargestellt. Probleme tauchen nur dann auf, wenn man eben keine Mikrowelle oder Küchenmaschine benutzt ' dann muss man zeitlich etwas experimentieren und abschätzen. Alle bisher getesteten Menüs waren geschmacklich sehr gut: wie immer bei Jamie Oliver war insbesondere die Würzung hervorragend und machte den Unterschied. Gleichwohl muss ich sagen, dass viele der ausgewählten Gerichte nicht besonders außergewöhnlich sind. So war etwa die 'superschnelle Hackfleischpfanne' als Gericht schon fast zu banal und mit herkommlichen Rezepten wäre sie sogar noch schneller zubereitbar gewesen. Um das zu kaschieren kitzelt Jamie Oliver an manchen Stellen etwas zu viel aus dem Hobbykoch heraus: da werden Steaks aufrecht stehend gebraten (für die Kruste), was aber eher zu Zeitverlust und Frust als zu einem Extra an Geschmack führt. So bleibt das ganze Buch ein Balance-Akt zwischen gut gemacht, viel gewollt und manches verkannt. Als Herausforderung kommt hinzu, dass einige Gerichte durch die englische Küche geprägt sind, so dass manche Zutaten nicht einfach im Supermarkt, sondern im Spezialitätengeschäft erworben werden müssen.

Wer sich aber zu den ambitionierten Hobbyköchen zählt, kann hier trotzdem einige Rezepte ausprobieren und einige zusätzliche Tipps mitnehmen. Den Fuhrpark an Küchenmaschinen brauch man dabei sicherlich nicht, nur dauert es dann eben auch länger als 30 Minuten. Aber das macht nichts: dafür macht es mehr Spaß!
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am 2. November 2010
Jamies Olivers zwölftes Kochbuch ist wieder ein reines KOCHbuch.

Das war für mich erstmal etwas irritierend, denn ich war es aus den Vorgängern gewohnt, bei einem Rezept namens "Jool's Pasta" eine einleitende Erklärung zu lesen, warum dieses Gericht so heisst. Aber der neue Stil passt zum Thema des Buches.

- Thema -
Es geht einen Schritt weiter als die Vorgänger und thematisiert die Abläufe und Organisation in der Küche. Aber keine Angst, es geht nicht um dröge Ablaufschemata sondern ganz einfach um das Kochen ganzer Menüs. Man erfährt also, was man wann und in welcher Reihenfolge zu erledigen hat, damit alles nach 30 Minuten fertig ist.

Letzten Endes funktioniert das sehr gut, denn die Abläufe werden nicht nach Gerichten sortiert, sondern nach der sinnvollen Reihenfolge. Und hierin liegen die beiden einzigen Schwächen, die ich gefunden habe: Zum einen wird es dadurch schwieriger, einzelne Rezepte aus den Menüs herauszulösen. Vom neu-zusammen-stellen rät sogar Jamie für den Anfang ab. Zum anderen gibt es immer dann Probleme, wenn Garzeiten eingehalten werden müssen und man für den folgenden Schritt mehr Zeit benötigt, als eingeplant. So gelang es mir nicht auf Anhieb, beim Versuch "Orecchiette mit Brokkoli, Zucchini-Mozzarella-Salat & Salat mit Melone und Schinken" die beiden Salate innerhalb der 12 Minuten Garzeit der Nudeln hinzubekommen. Im Allgemeinen schafft man es aber, auch wenn ich natürlich noch nicht jedes Gericht ausprobiert habe.

- Fakten -
Zu den Fakten: Auf 287 Seiten versammelt sind 50 Menüs wie "Spaghetti alla Puttanesca, Fenchel-Radieschen-Salat, Knoblauchbrot und Schokoladencreme" oder "Superschnelle Hackfleischpfanne, Ofenkartoffeln, ein Traum von Salat und weisse Bohnen mit Speck". Wenigstens die blumige Sprache ist gleich geblieben :)

Die Bilder sind von gewohnt hervorragender Qualität, der Einband ist ebenfalls auf dem hohen Niveau seiner Vorgänger, Lesezeichen inklusive.

- Neues & Zielgruppe -
Neu ist, dass Mr Oliver nun erstmal die Mikrowelle mit einsetzt. Daraus ergibt sich, dass ich mir etwas einfallen lassen muss, wie ich das ohne hinbekomme, denn wir besitzen kein solches Gerät. Insgesamt setzt das Buch eine voll ausgestattete Küche voraus. Mixer, Küchenmaschine, Wasserkocher, Handrührgerät, Mikrowelle,... Nicht alles ist in einer Studentenbude vorhanden.

Allein an diesem Umstand sieht man die Zielgruppe: Es sind eher erfahrene Hobbyköche, auch wenn der Autor dies etwas abzuschwächen versucht, indem er unter [...] Videos einstellt. In diesen wird von einem seiner Mitarbeiter eine schwierige Stelle eines Gerichts genauer gezeigt. Nett. Auf das Video wird im Buch mit einem kleinen Symbol im Text dezent hingewiesen.

Ebenfalls neu ist, dass der Autor sich Gedanken über "Stilvolles Genießen" macht. Hier geht es um den sinnvollen Gebrauch von Servierplatten, Schneidbrettern und "Pfannen & Töpfen, die hübsch genug sind, um auf den Tisch zu kommen". Die eine Seite ist sicher gut investiert.

- Bewertung -
Mir als Fan hat das Buch richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf weiteres Ausprobieren. Sicher, die 30 Minuten schaffe ich noch nicht durchgängig, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag gebaut. Die knappe, präzise Sprache ist erstmal ungewohnt und stört beim Schmökern, hilft dafür aber in der Küche. Insgesamt holt mich das Buch da ab, wo ich stehe. Denn sind erstmal mehr als zwei Flammen und der Ofen in Gebrauch, werde ich hektisch. Eigentlich müsste ich - ausgehend vom persönlichen Gebrauchswert - einen Stern abziehen, da wir keine Mikrowelle haben. Aber da ich damit sicher nicht zur Mehrheit gehöre:
5 Sterne.

P.S.: Wer mitzählt und sich wundert - es ist das zwölfte Buch in England, allerdings das elfte in Deutschland. Laut Auskunft des Verlages kommt das eigentlich elfte (engl. Titel "Jamie Does") im Frühjahr 2011 in Deutschland auf den Markt.
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am 3. Januar 2011
Zunächst zu Konzept und Inhalt:

In seinem 12ten Buch legt JO den Schwerpunkt auf das organisierte (zeiteffiziente) Kochen. In einer kurzen Einführung gibt er seinen Lesern zunächst einen Vorschlag zur geeigneten Ausstattung mit Küchengeräten und Werkzeugen, sowie - kurz - einige Hinweise zu deren möglichst effizienter Platzierung und Lagerung in der Küche.

Danach folgen Kochanleitungen für 50 einfache Menus. Unter einem Menu werden dabei 2-3 Gänge verstanden; typischerweise ein Hauptgericht mit mehreren Beilagen, Salat und einem Nachtisch. Will man zeiteffizient ein Menu kochen, kann die Zubereitung der einzelnen Teilgerichte eines Menus nicht hintereinander erfolgen. Deshalb sind die 50 Kochanweisungen so aufgebaut, dass alle Speisen möglichst zeitlich parallel erstellt werden. Der Koch muss daher multi-tasking betreiben und ständig zwischen den einzelnen Teilgerichten hin- und herwechseln. Und so ist auch der Text der Rezepte gestaltet.

Soweit so gut. Ich hatte mich aufgrund der Konzeptes sehr auf das Buch gefreut.

Leider ist die Umsetzung meines Erachtens nicht gut gelungen.

Vorrangige Kritikpunkte meinerseits:
- Zu wenig Text, zu viel - zu Teilen auch leider wenig bis nicht brauchbare - Bebilderung.
Regelmäßig werden pro Rezept 4 Seiten aufgewendet - doch nur auf einer einzigen davon findet sich der komplette Text für die Zubereitung des Menus.

- Handwerklich schlechte Qualität der Kochanleitungen.
Der Text der Anleitungen ist minimalistisch, oft ungenau. Von der Art der Notizen her denke ich dabei an abgetippte Versionen der Kurzmmitschriften, wie sie ein Koch als bloße Gedankenstütze für sich selbst machen würde. Oder eben eine minimalistische Kurzdokumentation, wie sie ein Helfer als Ergänzung zur Kochsendung für den Internetauftritt uninspiriert zusammentippen würde...

Tipps und Tricks, Hinweise zu denkbaren Variationen, zum Ersetzen von schwer erhältlichen Zutaten oder zu typischen Problemen wie man sie von JO aus anderen Büchern gewohnt ist, finden sich kaum. Für mich macht aber gerade das aber nun einmal einen wesentlichen Teil der Qualität eines Kochbuchs aus der Hand eines Experten aus - und in bisherigen Werken von Jo bin ich insoweit auch nicht enttäuscht worden.

Dieser Minimalismus geht zudem so weit, dass er des öfteren geradezu schlampig wirkt. So wird mehrfach verdeutlicht, die Gerichte seien für das Bekochen einer Familie gedacht - mehrere Rezepte setzen aber Alkohol und Kaffee ein, ohne dass auch nur ein Gedanke auf alternative Zutaten für Kinder verwendet wird.

- Massive Schwächen der Zeitsparkonzepts
Man sehe es mir nach, ABER es sind nicht einmal die für sehr erfahrene Laien regelmäßig beim ersten Kochen nicht erreichbaren 30 Minuten pro Menu. Das wäre mir nicht sonderlich wichtig. Das Hauptproblem liegt in den von JO bei seiner Rechnung unterschlagenen "versteckten" Zeitkosten: Ein Teil der Frischzutaten sind exotisch genug, dass man sie weder in GB noch in Dt. im regulären Sortiment der Supermärkte oder gar Discounter findet. Wenn dann bezieht man sie von Märkten oder Fachhändlern und das garantiert nicht überall, nicht an jedem Tag der Woche ohne Vorbestellung und nicht ohne einigen Zeitaufwand. Damit nicht genug - der Zeitaufwand für das Bereitstellen der Küchengeräte und Zutaten sowie vor allem des Aufräumens und Abwaschens nach dem Kochen wird völlig unterschlagen.

Was bitte bringen mir ersparte 10 Minuten Zeit beim Kochen, wenn ich dafür danach 20 Minuten zusätzlich per Hand abwaschen muss weil das Rezept eine endlose Palette Behälter und Werkzeuge einschmutzt? Von denen ein nennenswerter Teil nicht in der Spülmaschine sauber wird?

- Rezeptzusammenstellung
Viele der Einzelgerichte und Kniffe sind aus den bisherigen Kochbüchern bzw. Sendungen bekannt.

- Zutatengestaltung
wie schon oben angedeutet sind viele der Zutaten - vor allem auch der Frischzutaten - auch im Ursprungsland England nicht ohne weiteres zu bekommen. Vorschläge für Alternativen fehlen nicht immer, aber meistens. Gleichzeitig drängt der Text dieses Mal dazu möglichst nicht vom Originalrezept abzuweichen.

Darüber hinaus sind die Zutaten oftmals unterm Strich erstaunlich teuer, wenn man bedenkt, dass JO mit dem Buch "eigentlich" englischen Familien eine Alternative für "alle Tage" zu Take Away- und ungesundem Fastfood bieten will. Ich sehe ehrlich gesagt die Menus nicht als realistische Werktagsgerichte für die englische Mittelstands- oder gar Unterschichtsfamilie - weder zeitlich, noch organisatorisch-logistisch, noch finanziell.

Fazit: Das in meinen Augen erste JO-Kochbuch mit deutlichen Schwächen. Das macht die Gerichte nicht schlecht. Aber es macht das Buch auch nicht zur ersten Wahl für eine Neuanschaffung, so lange man z.B. seine übrigen Bücher bzw. Rezepte noch nicht "durch" hat.
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am 27. November 2010
Ich finde das neue Kochbuch von Jamie Oliver einfach genial!

Allerdings koche ich auch, um mich von der Arbeit zu entspannen, mache mir also nicht den Druck, die Menus jeweils in 30 Minuten fertig zu haben.

Die Mengen sind großzügig gemessen. Wenn man die Rezepte auf 2 Personen herunterrechnet, reicht es nach meinen bisherigen Erfahrungen meist noch für den nächsten Tag. Man kann also z.B. wenn das Menu zwei verschiedene Salate vorsieht, auch mal einen Salat weglassen und sich die Sache so leichter machen. Oder man verzichtet im Alltag das Dessert - sonst ist echt zu viel.

Mich regt das Buch an, neue Gerichte und Zusammenstellungen auszuprobieren. Und ich liebe die Art, wie Jamie durch kleine Tricks einfache Gerichte in Raffiniertes verzaubert.

Leider hat das Buch mich auch zur Anschaffung neuer Kochutensilien angespornt (Grillpfanne und Auflaufform, die sich sowohl auf dem Herd als auch im Backofen verwenden lässt). Hoffentlich bewähren sich diese Anschaffungen!

Ich werde das Buch in nächster Zeit häufiger verschenken.
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Jamie Oliver hat aus verschiedenen Gründen einen Platz in meiner Heldensammlung. Er schickte die biederen, belehrenden und blassen Kochsendungen in die Wüste, sorgt in den angelsächsischen Küchen für eine Ausweitung des Angebots, wertet die Texterarbeit in Kochbüchern auf, betrachtet Fotografen als gleichwertige Partner, bricht mehr als eine Lanze für Inszenierungen, hat mehr als die meisten deutschen Köche von der italienischen Lebens- und Essensart begriffen und wirkt auf mich oft inspirierend. Kurz: Ich bin ein Fan und daher alles andere als neutral.

Das zehnte, elfte oder zwölfte (?) JO-Kochbuch ist nun gleichzeitig sein erstes, das mich nicht begeistert. Und das liegt wohl vor allem daran, dass er sich nicht entscheiden konnte, für wen er sein 30-Minuten-Menüs-Kochbuch konzipieren will. Für Anfänger, Zeitmanager, Leistungssportler, Engländer, Kosmopoliten, Familienfrauen, Preisbewusste, Schlemmer oder Berufskollegen? Und wenn ein klares Konzept fehlt, kommt es eben, wie es kommen muss: Der Durchschnitt gewinnt und Spitzenleistungen bleiben aus.

Der 30-Minuten-Koch soll eine Komplettgebrauchsanweisung für fünfzig klassische Menüs erhalten, um seine Familie und seine Freunde gut, mit Stil und ohne großen Zeitaufwand bekochen zu können. Möglichst preisgünstig muss es nicht zwingend sein, aber meist Bio, was ich ja an JO schätze. Mehr Mühe habe ich allerdings mit dem Verkaufsargument, alle Rezepte seien so durchkomponiert, dass keine einzige Minute verschwendet wird. Mit dieser Einstellung kann man gleich ein paar Eier in die Pfanne hauen. Denn selbst in einer Sterne-Küche ist nicht alles so durchrationalisiert, wie es Effizienzfanatiker gerne hätten. Aber, und an dieser Kritik halte ich fest, die versprochene halbe Stunde ist eine Fiktion. Denn JO lässt die Zeiger seiner Uhr einfach anhalten, wenn es um so banale Dinge wie Warenbeschaffung, Abwasch, Entsorgung, Suche nach passenden Küchengeräten, Töpfen, Messern und Behältern oder andere Kleinigkeiten beim Kochen geht. Nicht eingerechnet sind natürlich auch die empfohlenen Ausflüge ins Internet, wo JOs Videos auf die gehetzten Köche warten.

Bevor es mit einem meiner Lieblingsgerichte losgeht, präsentiert JO auf einer Doppelseite, wie eine Küche aussehen und was sie enthalten sollte, damit die 30 Minuten eingehalten werden können. Dumm nur, dass dies wahrscheinlich gerade bei denen nicht der Fall sein wird, die sich vom Titel angesprochen fühlen. Orecchiette mit Brokkoli, dazu einen Zucchini-Mozzarella-Salat mit Melone und Schinken, damit startet Jamie Oliver. Exemplarisch möchte ich an diesem Rezept kurz zeigen, warum JO mit diesem Buch bei mir nicht wie gewohnt punkten konnte.

Ich fühle mich nicht ernst genommen, wenn man mir sagt, ich solle den Wasserkocher einschalten. Ich komme mir unnötig gegängelt vor, wenn ich 125 Gramm Parmesan in der Küchenmaschine und nicht von Hand reiben muss. Ich möchte eine Erklärung, warum ich nebst großen Brokkoli auch 200 Gramm violetten Brokkoli verarbeiten soll. (Schmeckt nämlich auch vorzüglich ohne die violette Ergänzung). Ich möchte aber vor allem wissen, warum gerade bei einem der einfachsten, traditionellsten und schmackhaftesten Gerichte der italienischen Küche so viele Geräte zum Einsatz kommen müssen. Denn dort, wo es erfunden wurde, standen keine Küchenmaschinen mit Impulstasten, die man drücken und Wasserkocher, die man einschalten muss. Dafür rösteten sie noch Pinienkerne sowie Rosinen und fügten diese am Schluss zu. Das Menü ist übrigens auch mit Penne zu empfehlen. Man muss also seine kostbare Zeit nicht damit verschwenden, verzweifelt nach den Orecchiette zu suchen.

Mein Fazit: Gewohnt schöne Bilder, wenn auch etwas viele oder austauschbare - Texte, die manchmal zu lang, dann wieder zu kurz sind - rare Hinweise auf Alternativprodukte - keine Erwähnung versteckter Zeiträuber - beschränkte Originalität bei der Menüauswahl - Kochaufführungen für ein Allerweltspublikum. Wäre das Buch nicht von Jamie Oliver konzipiert und verfasst worden, hätte es sicher einen Stern mehr gegeben. Aber da meine Helden hohen Ansprüchen genügen müssen, finde ich meine Bewertung bereits wohlwollend.
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am 21. Januar 2011
Ich bin unentschlossen, was ich von diesem Kochbuch zu halten habe. Im Grunde gefallen mir die Rezepte von Jamie Oliver sehr gut, weil man auch mit wenig Vorwissen zu überraschend guten Resultaten kommen kann. Auch finde ich die Idee einleuchtend: das 3-Gänge- Menü ist bereits zusammengestellt, man kriegt eine Einkaufsliste in die Hand, und die Schritte sind so aufgebaut, dass sie sinnvoll und zeitsparend ineinandergreifen. Auch die Idee, teilweise auf Convinience-Produkte zurückzugreifen und sie zeitsparend einzusetzen, finde ich in einem Kochbuch charmant.

Aber: Von 30 Minuten kann hier kaum die Rede sein. Selbst wenn man die Zutaten ausgepackt vor sich liegen hat, bräuchte ich als okaye Köchin mindestens drei Trainingsläufe, um derart dicht zu arbeiten. Den Stress, den andere hier bemängelt haben, sehe ich auch, finde das aber nicht so belastend, ich mag die Konzentration. Trotzdem, manchmal gehen die Rezepte auch schief, wenn man langsamer ist: Z.B. habe ich die Nudeln leicht verkocht, weil die Salate nicht rechtzeitig fertig wurden. Und der Supertipp, alles mit der Küchenmaschine zu zerhäckseln ist m. E. ein Boomerang, weil man dann das Gebatze nach dem Essen wieder mühsam sauber machen muss.

Und was mich aber am meisten irritiert ist die Auswahl der Menüs, man kann sie wirklich nur als "englisch" bezeichnen. Offenbar scheint die Wurst eine große Rolle in der Oliver'schen Ernährung zu spielen. "Schweinefilet mit Wurstschnecke"? "Wurstspirale"? "Würstchen im Schlafrock"? Nudeln mit zerteilter Wurst? So etwas isst doch kein Mensch mehr, für mich sieht zeitgemäße Ernährung anders aus, namentlich fleischärmer. Aber in fast jedem Rezept ist Fleisch enthalten, für Menschen, bei denen die Wurst und Fleisch keine so prominente Rolle in der Ernährung spielt, ist die Auswahl der vegetarischen Gerichte stark limitiert (grobe Schätzung: 7 von 50, höchstens).

Mein Fazit: Superidee, vielleicht einfach ehrlicherweise sagen, dass es ca. eine Stunde braucht, um die Menüs zu kochen (ist ja auch kein Beinbruch, finde eine Stunde für ein 3-Gänge-Essen immer noch recht wenig) und vielleicht die Menüs etwas gemüselastiger gestalten.
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am 28. Juli 2015
Jamies Kochbuch ist eines der meist-verkaufen Kochbücher aller Zeiten. Ich habe das Buch einige Wochen getestet und komme zum Fazit: ja es ist wirklich sehr gut, aber nur sehr geübte Köche können die Rezepte wirklich in 30min auf den Tisch bringen.

Gelegenheitsköche werden sehr schnell überfordert sein, da oftmals mehrere Handgriffe gleichzeitig nötig sind. Auch müssen alle Küchenhelfer stets parat und in Griffweite sein - viele haben vielleicht nicht einmal alle Küchenhelfer zuhause.
Und mal ehrlich, wer will sich schon in 30min abhetzen und dann gestresst am Mittagstisch sitzen?

All jene Gerichte, die ich ausprobiert habe - ca. 10 - haben bei mir ~45min gedauert. Bei 2 davon war es sogar ~60min.

Das Buch ist grundsätzlich aber sehr systematisch aufgebaut, erklärt die einzelnen Schritte ganz einfach und bildhaft. Man kann Jamie gut folgen. Meine Gerichte haben mir sehr gut geschmeckt. Jamie kocht natürlich immer mit frischen Kräuter der Saison - dem muss man sich etwas anpassen. Vieles gibt es auch nicht ganz einfach im Supermarkt zu kaufen und müssen in einem Spezialgeschäft besorgt werden.

Geübte und begeisterte Köche können aber vom Kochbuch (neue Rezepte, Tipps und Tricks, etc.) etwas mitnehmen, weshalb ich es mir wieder besorgen würde.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. März 2015
Habe jetzt mehrere Rezepte aus dem Buch gekocht, aber in 30 Minuten ist das definitiv als Hobbykoch nicht machbar ! Macht mir nichts aus, der Geschmack ist wichtiger - und der ist super bei den bisher getesteten Rezepten.
Um die 30 Minuten einhalten zu können (viele 2-3 Gänge Rezepte) bräuchte man eine Profi-Restaurantküche - natürlich mit Vollausstattung, bräuchte mindestens 6 Hände und man(n) muß multi-tasting-fähig sein sowie Profikoch-Schneidkünste haben.
Ich habe pro Menü/Gericht eher 1 Stunde gebraucht - manchmal auch mehr was aber nie gestört hat. Die Rezepte sind abwechslungsreich, vielseitig und gesund und haben - was ja eigentlich viel wichtiger ist - super geschmeckt ! Aus 50 Menüs kann man sich so auch tolle eigene Gerichte zusammenstellen.
Fazit: tolles Kochbuch - aber in 30 Minuten für Ottonormalverbraucher nicht machbar.
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am 23. April 2015
Jamie Olivers neuestes Kochbuch 'Jamies 30 Minuten Menüs' ist schon jetzt das meist verkaufte Kochbuch aller Zeiten. Doch wird es seinem Titel und dem Nachsatz 'Genial geplant ' blitzschnell gekocht' auch gerecht? Ich habe das Buch in den letzten Wochen einmal eingehend getestet und die eindeutige Antwort lautet: Ja, aber nicht in den 30 Minuten!! So flott geht das Nachkochen nur bei einem Koch.

Das jeweilige Rezept sollte man sich vorher gründlich durchlesen. Einfach die Zutaten beschaffen und dann loskochen klappt so nicht.

Die einzelnen Menüs, die meist aus zwei Gängen bestehen, sind sehr gut erklärt und bebildert. Die jeweiligen Schritte sind klar verständlich und in der richtigen zeitlichen Abfolge dargestellt. Probleme tauchen nur dann auf, wenn man eben keine Mikrowelle oder Küchenmaschine benutzt ' dann muss man zeitlich etwas experimentieren und abschätzen.

Bei manchen Rezepten wird es aufgrund der Vielfalt des englischen Commonwealth hier in Deutschland schwierig. Denn manche Zutaten gibt es bei uns einfach nicht. Zum Beispiel "eingelegte Zitronen". Das hat auch nicht der Asia Markt "um die Ecke". Aber wofür gibt es das Internet? Wir legen als Versuch mal die Zitronen ein und warten ab ob es uns im jeweiligen Gericht schmeckt.
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am 30. April 2015
Wir haben uns das Buch gekauft, um mal wieder etwas mehr Abwechslung in den Speiseplan der 4-köpfigen Familie zu bringen. Jeder durfte sich also nach dem Zufallsprinzip (Zahl zwischen 100 und 260) nennen und begannen dann, die Rezepte zu kochen.
Selbst wenn man Dinge wie "Wasserkocher füllen und anstellen" schon alles vorher erledigt, schafft man es nicht in einer halben Stunde. Es sei denn, es ist einem egal, wie danach die Küche aussieht. Aber dazu müßte man dann wohl auch Jamie Oliver heißen und einen großen Mitarbeiterstab haben ;)
Die Rezepte sind lecker und das Buch hat sich dennoch für uns gelohnt.
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