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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen19
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Über das Thema Trauma herrschen sowohl unter Betroffenen als auch professionellen Anwendern sehr viele falsche Meinungen. Am wichtigsten erscheint mir die Nicht- bzw. Nicht-sofort-Notwendigkeit einer Traumakonfronation. In weiten Teilen des Buchs ging es um die Dissoziation, unter welcher ich selbst sehr leide. Diese ist hier in Deutschland relativ neu. Im internationalen Vergleich hinken wir 10 Jahre hinterher. Das erste Lehrbuch zu diesem Thema von Peter Fiedler stammt aus dem Jahr 1999(!) -> Daher verstehen viele Psychotherapeuten in Klinik und Praxis davon noch immer nicht genug. Das vorliegende Buch ist eine(bis jetzt) 2012 zuletzt vollständige überarbeitete Fassung zum Thema, welche von zwei Expertinnen auf dem Gebiet der Traumabehandlung vorgelegt wird (Die vorigen Fassungen des Buchs erschienen unter dem Titel "Trauma - Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen"). Dabei stellen sie nicht nur ihren eigenen Ansatz kurz vor, sondern geben auch einen Blick auf andere Behandlungsansätze.

Vor allem die umfangreiche Palette möglicher Sofort-Hilfe-Möglichkeiten hat mir als Betroffener sehr weiter geholfen. Gerade die Möglichkeit, sich selbst helfen zu können und nicht nur den passiven Part des Patienten zu spielen, dessen Probleme der Anwender für ihn löst, erscheint mir und den beiden Autorinnen bei Trauma-Patienten als sehr wichtig. Für Patienten erscheint mir dieses Buch so wichtig, weil man sich auf ein ausreichendes Wissen von Ärzten, Psychotherapeuten und Co. absolut nicht verlassen kann(Diesen ist ihre Unwissenheit leider seltenst selbst bewusst). Es werden auch eine Vielzahl wichtiger Ratschläge zum Finden eines richtigen Behandler bzw. einer Behandlung gegeben.

Im deutschen Raum gibt es kaum Menschen, die in diesem Bereich ausreichend ausgebildet sind bzw. auch viele, die(leider) nur glauben, eine ausreichende Ausbildung für die Behandlung eines komplexen Traumas zu haben. Das Buch sollte Pflichtlektüre für alle im sozialen Bereich arbeitende Menschen sein, einige grundlegende Kenntnisse beziehen sich nicht nur auf Traumatas und sind aus meiner Erfahrungen vielen Menschen nicht bekannt(z. B. sollte der Therapeut an der Bewältigung des Problems interessiert sein statt den Patient verändern zu wollen).

Die gute Gestaltung des Buchs macht sein Lesen sehr einfach und rechtfertigt den Preis des Buchs absolut. Es ist sehr farbenfroh gestaltet und wird immer wieder durch Fotos von Menschen aufgelockert. Wen die Aufmachung nicht interessiert oder wer mehr am Inhalt & praktischen Nutzen interessiert ist, für den werden die Infos(gerade für Betroffene) eine unbezahlbare Hilfe sein.

Vielen Dank an Prof. Dr. Luise Reddemann und Dr. med. Cornelia Dehner-Rau, Ihr Buch hat mir sehr geholfen!

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Am Wichtigsten erscheint mir die im Buch besprochene Trennung von Trauma und anderen Krankheitsbildern(wie Psychosen). Denn wenn ein Trauma etwa wie eine Psychose behandelt wird, kann das für den Betroffenen fatale Folgen haben... Die Symptome überschneiden sich teils, sodass man hier auf die Kompetenz einer(sich dafür selbst haltenden) Autorität absolut nicht vertrauen sollte... Verwechslungen sind hier schnell passiert!
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am 27. Januar 2015
Bei diesem Buch bin ich ein bisschen gespalten. (Passt gut zum Thema Trauma) Über die Hauptautorin, Frau Reddemann, muss nichts gesagt werden, sie ist eine anerkannte Fachfrau auf ihrem Gebiet. Und dieses Buch mag für Menschen, die an einem Trauma leiden, insofern eine wirklich segensreiche Lektüre sein, als sie ihnen hilft, ihre Symptome erstmals als Solche zu erkennen, als Ausdruck einer möglicherweise vorliegenden traumatischen Erfahrung zu verstehen, einzuordnen und so einen eventuellen "Verrücktheitsverdacht" wieder gerade zu rücken. Das kann durchaus eine erste Hilfe sein. Dann aber sollten Betroffene das Buch zur Seite legen und sich professionelle Hilfe suchen. Dass dort nun aber - zumindest implizit - der Eindruck erweckt wird, Betroffene könnten sich quasi selbst, alleine und ohne professionelle Hilfe mittels der vorgestellten Übungen "heilen", erscheint doch mehr als fragwürdig, naiv und ist eben auch gefährlich, weil Betroffene schnell in eine Retraumatisierung abrutschen können, aus der ihnen dann niemand so schnell heraushilft. Dass Frau Reddemann dies nicht als problematisch anmerkt und als Autorin ihren Namen dafür hergibt, kann ich nur mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen. Im Übrigen ist es ein Buch, das nach meinem Dafürhalten eindeutig für den interessierten Laien geschrieben worden ist und den professionellen Anwender schnell ermüdet, weil es an der Oberfläche bleibt und nicht tiefer in die Problematik einsteigt. Würde die Ankündigung mehr den tatsächlichen Inhalt repräsentieren und so keine Erwartungen erwecken die dann enttäuscht werden, könnte die Rezension besser ausfallen. Ich hatte aus der Bewerbung jedenfalls ein anderes Buch erwartet. Dafür ist es aber ein Hochglanzprodukt, wenn man das mag.Ich nicht !
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am 23. Juli 2014
Der Vorrednerin kann ich mich nur anschließen. Wenig hilfreich, weil ein Buch zur Selbsthilfe versprochen wird. Es handelt sich um eine ermüdende, lange Abhandlung zu einem Traumatherapieverfahren (dem von Frau Prof. Reddemann). Es gibt auch noch viele Andere. Schade, aus dem Thema hätte man mehr machen können.
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am 26. Oktober 2012
Dieses Buch ist die Neuauflage des 2007 erschienen Buches "Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen".

Über Luise Reddemann:

Geboren 1943 in Württemberg. Nach dem Studium in Freiburg, München und Köln lebte sie nach der Ausbildung zur Nervenärztin im Rheinland. In Düsseldorf bildete sie sich zur Psychoanalytikerin weiter.

Sie ging 1985 nach Bielefeld und leitete dort bis Ende 2003 die Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin des Ev. Johannes-Krankenhauses. Ihr Interesse galt dort von Anfang an der Behandlung von Menschen mit schweren Traumatisierungen und sie entwickelte gemeinsam mit dem Behandlungsteam der Klinik die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie, PITT.

Ihr Interesse galt stets einer integrativen Psychotherapie, weshalb sie sich sowohl in verschiedensten imaginativen wie in körpertherapeutischen Verfahren fortbildete. Luise Reddemann versteht PITT als angewandte Psychoanalyse und legt Wert darauf, dass Traumatherapie im Rahmen eines anerkannten Verfahrens ausgeübt wird. Luise Reddemann setzt sich seit Jahren insbesondere für eine Frauengerechte Psychotherapie ein. Dafür erhielt sie einen Gedenkstein im Frauengedenklabyrinth und den Berta von Pappenheim Preis der ISSD (International Society for the Studies of Dissociation).

Seit Juni 2007 ist sie Honorarprofessorin für Psychotraumatologie und psychologische Medizin an der Universität Klagenfurt.

Sie ist eine begeisterte Großmutter und tankt in der Natur und durch Musik, vor allem der von J.S. Bach auf. Sie orientiert sich an einem Satz von Erich Fried: Es gibt nur ein Gegengewicht gegen Unglück ... und das ist Glück.

Kopiert von Fr. Reddemanns Homepage - [...] - Dort können Sie noch weitere Informationen über sie erhalten.

Rezesnsion:

Das Buch ist nur wenig verändert, vor allem das Layout. Im Vergleich zu der früheren Auflagen findet man jetzt etwas mehr zu traumatisierten Kindern und zu kriegstraumatisierten Menschen.

Es ist eine große Hilfe, sich und seinen Körper besser zu verstehen.
Oft versteht man nicht, was mit einem los ist. "Trauma heilen" hilft dabei, zu verstehen wodurch bestimmte Reaktionen ausgelöst werden.. Außerdem zeigt es einem den Weg, wie man sich selbst dabei helfen kann, diese Reaktionen besser und früher zu erkennen und was man dagegen tun kann.

Jedem Menschen, der jemals im seinem Leben eine oder mehrere traumatische Erlebnisse hatte, kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

Der erste und wichtigste Schritt um gesund zu werden ist, zu wissen warum man krank ist...
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am 26. Januar 2015
Die Autorinnen geben im ersten Teil einen guten Überblick, wodurch Traumatisierungen entstehen (Menschen, Katastrophen usw.) und in welchen Symptomen sie sich äußern (Bindungsverhalten des Menschen, körperliche Folgen usw.). Sie widmen sich auch umfangreich der einfachen und der viel häufiger auftretendenden komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD, kurz für Posttraumatic Stress Disorder) durch Beschreibung und Einordnung der Symptome, die dem Einsteiger ins Thema so manchen Aha-Effekt vermitteln werden, darum auch die 4 Sterne. Vom Wissen der Autorinnen kann man hier viel profitieren, wenn man eine erste Einordnung oder Einschätzung des Themas Trauma braucht und Zusammenhänge wie z. B. Trauma und Dissoziation oder Trauma und Störungen der Affektregulation im Überblick kennenlernen und verstehen möchte.

Der Teil zur Gesundung ist allerdings sehr allgemein gehalten. Hier bieten die Autorinnen Handhaben wie Imagination, positives Denken oder Achtsamkeit an, die auch bei einer akuten Depression, Psychosen usw. angewendet werden. Dies ist sehr unspezifisch, was natürlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass nicht jedes individuelle Traumaerlebnis mit seinen ebenso individuellen Folgen durch solch ein Buch abgehandelt werden kann und nun einmal Überschneidungen in diesen Bereichen auftreten. Hier fehlt daher die spezifische Hilfe zur Identifikation der Verbindung zwischen Traumatisierung und Behandlung. Dieser Teil des Buchs wirkt eher wie ein Bauchladen, bei dem "für jeden was dabei" ist, kann also besser als Überblick dienen, was generell als Hilfen bei seelischen Leiden herangezogen werden kann. Für den Leser bleibt die Frage, was ihm persönlich am besten helfen wird, offen, er kann sozusagen wählen. Als Möglichkeit, die für die Leserin/den Leser günstigste Therapie zu identifizieren und zu durchlaufen, kann man das Buch also nicht ansehen, sicherlich soll auch die ausdrückliche und ausführliche Empfehlung, traumaadaptierte fachkundige Hilfe aufzusuchen, hierdurch nicht geschmälert werden. Die Autorinnen versuchen jedoch schon, der Leserin/dem Leser die notwendige positive Einordnung des Traumas in ihr Leben zu erleichtern.
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am 3. Mai 2016
Frau Reddemann hat hier ganze und beste Arbeit geleistet.
Sehr gut verständlich und fachlich extrem kompetent.
Ein konstruktiver und wirklich effektiver Ratgeber.
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am 5. Juni 2013
Dieses Buch (wie auch viele andere zu diesem Thema) gehört sicherlich nicht in die Hände von komplex traumatisierten Menschen, ohne dass ein qualifizierter Traumatherapeut sie dabei begleitet. Ich zitiere hier eine Rezension eines Amazon-Users, die auch für dieses Buch gilt:

'Zuallererst fehlte mir auf den ersten Seiten ein ausführlicher Hinweis darauf, dass die Arbeit mit dem Buch bzw. das Lesen dieses Buches für traumatisierte Personen
gefährlich sein kann aufgrund der Gefahr der Retraumatisierung. Weiterhin wäre dann hilfreich, dem Leser aufzuzeigen, an welchen Symptomen er eine Retraumatisierung erkennt und was zu tun wäre, wenn diese auftritt und wo er sich dann Hilfe holen könnte. Dieser Hinweis gehört einfach in ein Buch, welches Menschen mit einem Trauma konfrontiert.'

Ich kann es kaum glauben, dass eine dermassen gut informierte Frau wie Prof. Dr. Reddemann diesen Hinweis nicht gross und fett auf die Rückseite des Buches drucken lässt. Denn nach dem 'Durcharbeiten' von 'Trauma heilen' ist mein Therapeut nun dabei, mich wieder zusammenzuflicken: Retraumatisierung vom Schlimmsten. Danke, Frau Reddemann! (Und ein genauso zynisches Danke an die 'Freundin', die mir dieses Buch in die Hand gedrückt hat mit der Bemerkung, es sei jetzt an der Zeit, mich meinen Traumatas anzunehmen und dieses SelbsthilfeBuch sei bestens dazu geeignet...)
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am 1. April 2014
Auch wenn ich Frau Reddemanns Arbeit im großen und ganzen sehr schätze fand ich dieses Buch eher überteuert. Inhaltlich bleibt es oberflächlich wie ein GU-Ratgeber. Der Textteil ist insgesamt sehr kurz, und weder besonders lehrreich noch wissenschaftlich.

Für einen vollkommen uninformierten Leser allerdings kann dieser in kleine "Häppchen" zerteilte Einstieg sinnvoll sein. Sollte man allerdings schon Hintergrundinformationen oder gar wissenschaftlichen Backround haben erscheint dieses Buch eher wie eine sehr lange Broschüre. Dafür ist es natürlich viel zu teuer.

Besonders an konkreten Ratschlägen, Strategien und Übungen hatte ich mehr erwartet. Auf etwa 20 Seiten sind relativ knapp einige konkrete Übungen, aber vor allem Anekdoten und Märchen mir nicht ganz verständlich aneinander gereiht.

FAZIT: Meine Erwartungen wurden enttäuscht, wenig Inhalt für viel Geld (auch wenn die Ansätze grundsätzlich intelligent und ehrenhaft sind)

Hätte ich nicht von Beginn an Markierungen gemacht hätte ich es zurückgeschickt.
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am 16. Juni 2014
Ein Buch, Endlich versteht man Dinge und kann nachvollziehen, weshalb vieles nicht so gelaufen ist, wie gedacht. Sehr interessant auch für die Angehörigen von Betroffenen.
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am 20. Juli 2015
Ich hatte mir das Buch in der Bibliothek geholt um es mal querzulesen, hab es aber dann doch ganz gelesen. Sehr gut und leicht geschrieben, gibt kompakten Überblick.

Da gebe ich den Kritiken hier recht, dass es nur bedingt zur Selbsthilfe reicht, aber ich hätte das auch gar nicht erwartet. Ich finde das Buch sehr gut zur Information, dass man einordnen kann, wo man steht um sich dann selbst besser verstehen zu können. Für Anleitung, wie man aus dem Trauma herauskommt, hätte es wohl doppelt so dick sein müssen, mindestens.

Mehr zum Thema "Woran erkenne ich, wenn ich in einer Therapiestitzung retraumatisiert wurde" wäre noch schön gewesen.
Sehr gut fand ich, die Punkte, woran man eine gute Therapeut/in erkennt.
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