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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die unwahrscheinliche Psyche eines Morders, 21. Januar 2001
Von Ein Kunde
Ist er nur ein klassischer , kaltblutiger Morder , der sich selbst beweisen will , dass er auch ein "Napoleon" sein kann , oder ist er das Opfer seiner eigenen Idee und muss er am Ende doch zugeben dass er nur ein gewohnlicher Mensch , eine "Laus" ist ? Es ist unglaulich wie der Autor sich so tief in die Psyhe seines "Helden" versetzen kann. Obwohl er totet und in jeder Hinsicht ein Verbrechen begeht , wachst er dem Leser an's Herz und merkwurdiger Weise wird er zu einer positiven Person interpretiert . Aber um das autentische Unmogliche zu verstehen muss man es selber lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk des Realismus., 22. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Schuld, Sühne, Mord, Auferstehung, der alte, amoralische, der neue, reine, geläuterte Mensch : Diese nicht alltägliche und ohne bemühten Pathos kaum glaubwürdig zu vermittelnde Wandlung steht im Mittelpunkt des Romans von Fjodor Dostojevski. Darf der neue Mensch das Alte, Zurückbleibende vernichten oder töten? Ist dies moralisch legitim? Diese grundsätzlichen, sich eher im Abstrakten denn im Realen bewegenden Fragen nutzt Dostojevski als Ansatzpunkt seines Romans. Von ihnen ausgehend spinnt er eine unglaublich anmutende Kriminalgeschichte, die bis heute ihre Nachahmer findet. Man denke hier nur an "Ein Cocktail für die Leiche" von Alfred Hitchkock, die von der insbesondere im Psychologischen meisterlichen Darstellung Dostojevski maßgeblich beeinflusst zu worden sein scheint. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der größten Bücher, 13. August 2000
Mit Schuld und Sühne, Dostojewskij bekanntestes Buch, zeigt er, dass er zu den größten Romanciers gehört, die in der Literaturgeschichte sowie in der Gegenwart jemals hervorgekommen sind. Was diesen Roman so besonders macht: Dostojewskij läßt seine Hauptfigur Rodion Romanowitsch Raskolnikow ein Meer der Gefühle durchleben, welche derartig brillant beschrieben werden, dass der Leser diese aufs kleinste begreift und daraus folgende Handlungen nachvollziehen kann. Ferner Gewährt Dostojewkij einen Einblick in die Psyche Raskolnikows die detaillierter nicht beschrieben werden könne. Die komplizierten Gedankengänge die Dostojewskij Raskolnikow einverleibt, können Dank kompakten und inhaltsreichen Sätzen gut begriffen werden. Dadurch, dass der Leser die Hauptfigur derartig begreifen, ihn verstehen kann, durchlebt er dieses Buch als Raskolnikow.
Nicht umsonst nannte Thomas Mann Schuld und Sühne "den größten Kriminalroman aller Zeiten".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In die seelischen Abgründe eines Mörders tauchen..., 1. Juli 2013
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rodion Raskolnikoff, ehemaliger Jura-Student in Sankt Petersburg, entschließt sich zu einem Mord an einer Pfandleiherin, um sie auszurauben und damit sein Studium weiterhin finanzieren zu können. Als ihm ihre Schwester in die Quere kommt, tötet er sie ebenfalls mit einem Beil. Nach der Tat hat er zunehmends ein schlechtes Gewissen, plaudert doppeldeutig über seine Tat mit Studienkollegen, Familie und Bekannten, er kapselt sich von der Gesellschaft ab und bemerkt letztendlich nur durch Sühne seine Schuld abtragen und als völlig freier Mensch leben zu können, der er schließlich auch nur wird als er mit der Prostituierten Sonja zusammenkommt, welche ihm (neben dem Arbeitslager) sein gutes Gewissen wieder zurückgibt...

Dostojewskis Roman ist eine psychologische, philosophische, religiöse und zugleich soziale Studie. Der Roman ist eine Wucht, bedenkt man die Zeit in der jener verfasst und das prekäre Thema, das nie zuvor so einprägsam für Leser geschrieben wurde. Es könnte als Psychothriller und guter Kriminalroman aus dem 19. Jahrhundert bezeichnet werden. Das Buch wirft Fragen auf, bringt (für damalige Zeiten) neue Themen an die Oberfläche, die debattiert werden müssen und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Die Situationen in denen Raskolnikoff sich als Mörder nahezu preisgibt, es dennoch niemand bemerkt, weil es so unglaublich wirken würde diese These anzunehmen und die engen Dialoge zwischen Raskolnikoff und den Polizeibeamten, seinen Bekannten etc. in denen er als Verrückter agiert, sich aber keiner erklären kann warum er so wirres, ja nahezu komisches Zeug redet sind schlicht phänomenal. Man fiebert als Leser mit und denkt sich: "Warum merken die Menschen denn nicht, dass er der Mörder ist?" Eben weil er weiß wie er in letzter Sekunde den Verdacht von sich abzuwenden hat, und doch hinterlässt er einen Schimmer an Wahnsinn bei den anderen Figuren, die letztendlich alle nicht mehr wissen was sie glauben sollen und nicht. Obwohl Dostojewski, der dieses Werk an autobiographischen Einflüssen nicht unbefriedigt ließ, für dieses Werk nur etwa 100 Bögen bzw. die Form einer Novelle vorgesehen hat, wurde der Sühne-Teil fünfmal länger als der Schuld-Teil und erst so gereicht dieses Werk einem Meisterwerke. Ja, obwohl es ein langwieriges Buch ist, ist die Spannung und die Atmosphäre da, die eine Dichte konzipiert, wie ich sie aus Poes Novellen kenne: Novellen des Todes.

~Bücher-Liebhaberin~
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psychologischer Realismus im Selbstversuch, 22. November 1999
Von Ein Kunde
Zum Versuchsaufbau: Sie sind bevorzugt Student, im besten Fall in den Rechtswissenschaften. Es ist Winter und durch sparsames Heizen in ihrer Wohnung können sie Schüttelfrost simulieren. Jetzt nehmen sie "Schuld un Sühne" zur Hand. Spätestens nach 100 Seiten sind Sie Rodion Raskolnikow, der Mörder. Oder Doppelmörder? Und wo haben Sie das blutige Beil versteckt? Wer weiß wieviel? Psychologischer Realismus a la Dostoiewski bedeutet genau das. Die unglaublichsten Wendungen der Geschichte erscheinen dem Leser zwangsläufig; und allein deshalb kann das Buch nicht zur Seite gelegt werden, weil ja hier der eigene Fall verhandelt wird. Erst wenn man sich von der Lektüre erholt hat, kann man Alternativen entwickeln und für sich selbst vielleicht doch die Zwangsarbeit in Sibirien verhindern. Natürlich: The best book i ever read. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5.0 von 5 Sternen Dostojewski sagt, was zu sagen ist., 5. April 1999
Von Ein Kunde
Die Welt wäre besser, wenn mehr Leute Dostojewski läsen. Ich weiß, es klingt lächerlich und so ist es auch, es entspricht übrigens meinem Naturell. Man kann es nicht besser ausdrücken, den Zustand des zerrissenen Individuum, damals wie heute, als er es vermochte. Letztendlich zählt nur eines, die Liebe. Nur sie läßt uns überleben und genau dieses bringt Dostojewski auf den Punkt. Und nichts, wirklich nichts gibt uns Grund zu Leben, außer der Liebe, aber das ist meine eigene Meinung und die gehört auch hier hin. Wohin auch sonst. Gut und Böse ist nicht nur auf der Ebene der Logik anzugehen und Dostojewski beschreibt genau dieses, den Streit zwischen Herz und Ratio. Strafe kann sühnen, aber heilen kann nur die Liebe.
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5.0 von 5 Sternen Bester Sprecher, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Rodion Raskolnikoff. Schuld und Sühne: Ungekürzte Ausgabe (Audio CD)
Über das Buch muss ich nix sagen. Aber was Herr Wameling aus diesem Stoff macht, ist grandios. Er liest vor, als ob er schauspielern würde. So entsteht ein wundervolles Kopfkino. Mein Lieblingssprecher von Hörbüchern war bis jetzt Friedrich Schönfelder, nun hat sich Gerd Wameling dazu gesellt. Dieser herrliche Bass-Bariton geht direkt unter die Haut. Es sind ca. 30 Stunden Hörbuch, und eine ist schöner als die nächste.
Falls man es sich nicht leisten kann, dieses Hörbuch zu kaufen, dann bei Youtube reinschaun. Dort gibts das umsonst.

Unbedingte Kaufempfehlung und alles Gute für Herrn Wameling und noch viele, viele Hörbücher mit ihm.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann man mit einem Mord leben?, 10. August 1999
Von Ein Kunde
Im Mittelpunkt des Romanes steht der völlig verarmte Student Rodion Romanowitsch Raskolnikow, der sich weder regelmäßiges Essen leisten, geschweige denn die Miete seiner kleinen, armseligen Dachkammer, zahlen kann. Durch einen Brief der Mutter erfährt er, daß seine Schwester Dunja einen sehr viel älteren Mann, den Hofrat Pjotr Petrowitsch, heiraten will - offensichtlich nur, um so Raskolnikows Karriere voranzubringen. Ihm wird klar, daß seine Mutter Dunja für ihn opfern will. Doch dieses Opfer will er nicht. Er möchte sich mit einem Schlag aus dieser erniedrigenden Situation zu befreien und die Armut und Abhängigkeit abschütteln. Deshalb nimmt ein lang gehegter Plan in ihm immer mehr Gestalt an: der Mord an der alten Pfandleiherin Aljona Iwanowna. Zufällig wird er Zeuge eines Gespräches zwischen einem Offizier und einem Studenten, über die Bedeutungs- und Nutzlosigkeit des Lebens dieser Pfandleiherin. Dies veranlaßt Raskolnikow dazu, seinen Plan durchzuführen: Heimtückisch ermordet er die Pfandleiherin und deren Schwester, er erbeutet nur eine Handvoll kleiner Pfandstücke. Dieser Roman erzählt die Geschichte eines Mordes, aber anders, als wir es von anderen Krimis kennen. Wir werden Zeuge eines Experimentes: Kann ein Mensch mit einem Mord leben oder bricht er unter dieser Belastung zusammen? Wohin führt es, wenn ein Mensch sich über das Gesetz stellt, wenn er eine bestimmte Grenze überschreitet. Dieser wohl bekannteste Roman Dostojewskis entstand in ungewöhnlich kurzer Zeit und unter denkbar ungünstigen Bedingungen. Trotzdem gelang ihm damit einer der besten Romane der Weltliteratur. Unbedingt lesenswert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Rodion Raskolnikoff. Schuld und Sühne: Ungekürzte Ausgabe
Rodion Raskolnikoff. Schuld und Sühne: Ungekürzte Ausgabe von Fjodor M Dostojewskij (Audio CD - September 2002)
Gebraucht & neu ab: EUR 69,90
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