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142 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2013
Zunächst das Positive: das Buch greift ein wichtiges Thema auf – es beschreibt Aspekte der Finanzkrise und der Fehlentwicklungen im Bankenwesen der letzten 5-10 Jahre. Das leistet es kurzweilig und verständlich, ohne Angst vor offenen Worten und klaren Ansagen.
Obwohl ich die Problematik außerordentlich behandelnswert finde und es mich immer freut, wenn auch ein allgemeineres Publikum angezielt wird und nicht alles in Fachterminologie ertrinkt, habe ich mich über „Der größte Raubzug der Geschichte“ trotzdem eher geärgert. Warum?
Der Band will offensichtlich nicht orientieren und informieren, sondern Empörung erzeugen. Deshalb fehlen ihm auch einige Dinge, die ein gutes Sachbuch eigentlich benötigt, damit Leserinnen und Leser langfristig damit etwas anfangen können. Wenn man alles gelesen hat, dann ist man zwar irgendwie auf Banker schlecht zu sprechen, kann aber wenig Substanzielles zum Finanzsystem sagen.
Was fehlt diesem Band?
- Ein Literaturverzeichnis (!)
- Ein Glossar der Fachbegriffe
- Eine Zeitlinie oder zumindest eine wie auch immer geartete geordnete Darstellung der Entwicklung und Struktur der Finanzkrise
Eigentlich ist es ein ziemlich schmales Pamphlet, das sich künstlich aufbläht. Dickes Papier lässt den Band gewichtig wirken und ein großzügiger Satz (mit wenig Text pro Seite) ermöglichen einen Umfang von 381 Seiten. Auch die anstrengend unwitzigen Karikaturen nehmen viel Raum ein… Lange Zitate (z.T. bis zu 10 Seiten) helfen auch. Es wird tatsächlich sehr großzügig zitiert. Die Autoren geben dabei jeweils brav ihre Quellen an, aber dennoch ist man ein bisschen erstaunt, seitenweise Artikel aus Zeitschriften und Zeitungen zu lesen. Die Inhalte dieser Artikel hätten jeweils auch kurz referiert werden können – nur wäre der Band dann deutlich dünner ausgefallen. Erfreulich wäre es auch gewesen, wenn wenigstens gelegentlich Fachliteratur eine Rolle spielen würde – aber die Weisheiten der Autoren stammen aus Zeitungen und Fernsehsendungen. Als Quelle für Einzelfakten ist das z.T. ausreichend – aber die größeren Zusammenhänge bleiben auf der Strecke wenn man konsequent jede Stellungnahme von Ökonomen und Finanzwissenschaftlern vermeidet. Ohne Zweifel hat sich die Ökonomenzunft nicht mit Ruhm bekleckert in Bezug auf die Finanzkrise, aber ein paar kritische und umsichtige Geister gibt es in diesem Bereich ja doch.
Irritierend ist, dass der Band zwar von zwei Autoren verfasst wurde, im Text wird aber durchgehend die „Ich-Form“ verwendet. Natürlich soll auch das der Lebendigkeit und Lesbarkeit dienen – ebenso wie die ständig wiederholten Wendungen wie „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ u.ä. Aber diese ganzen Teaser und Appetitmacher gehen einem mit der Zeit auf die Nerven. Immer wieder wird ein Vorhang aufgezogen und die Autoren brüllen einem ins Ohr „Das hast du noch nicht gesehen – so eine unglaubliche Schweinerei“. Permanent wird einem so vermittelt, wie unglaublich das alles ist und wie haarsträubend. „Jawohl, Sie haben richtig gehört“ kommt mehrfach vor (auch wenn man die Unfassbarkeiten natürlich nicht gehört, sondern gelesen hat).
Das wichtige Anliegen, über Ursachen und Folgen der Finanzkrise zu informieren, geht in alarmistischem Stammtischgeschrei unter. Anstatt dass sie sich einmal intensiv und seriös mit einem Thema wie der der Subprime-Problematik beschäftigen, springen sie gleich weiter zum nächsten Aufreger und der nächsten haarsträubenden Geschichte über Banker-Boni. Natürlich gibt es da vieles, das einen aufregen kann. Aber Aufregung genügt eben nicht. Wenn es um Erkenntnisse zu den Strukturen des Finanzsystems geht (wozu volks- und betriebswirtschaftliches Wissen ebenso gehören würde wie ein solider historischer Hintergrund), dann wird das Autorenduo kleinlaut. Die Lösungsvorschläge sind recht unbedarft: mehr Regulierung in allen Bereichen, staatliche Aufsicht und Begrenzung der Bezüge. Die Politik wird es schon richten (wie das Beispiel der Landesbanken ja auch wundervoll belegt...). Wie und wo das Geforderte umgesetzt werden soll und welche Nachteile oder Vorteile welche Maßnahme im Einzelnen hat, das möchte man offenbar nicht so genau wissen. Auch die konkreten Tipps für Anlagen auf den letzten paar Seiten fallen dürftig aus – den Banken soll man möglichst nicht vertrauen, Gold bzw. Immobilien sind u.U. OK… Alles bleibt aber im Unbestimmten, weil man vor allem eins will: Empörung erzeugen und Angst machen.
Und die Autoren verdienen mit der Angst der Menschen wohl ganz gut. Sie werben offensiv für ihre eigene Firma, die Beratungen zur „Vermögenssicherung“ anbietet. Deren Homepage lohnt einen Besuch, da man dort mitbekommt, wie einfach es ist, Plattitüden in Geld zu verwandeln.
Es gibt meiner Meinung nach einige gute Veröffentlichungen zur Finanzkrise, die sachlicher und kritischer sind. Man kann Max Ottes „Der Crash kommt“ lesen, Rajans „Fault Lines“, den Band „Kasino-Kapitalismus“ von Sinn oder sogar das reißerische SPIEGEL-Buch „Billionenpoker“. Jedesmal wird man am Ende besser orientiert und gründlicher informiert über die Probleme reden können. Sogar der Film „Let’s make money“ hilft weiter.
Aber dieses Buch von Weik und Friedrich ist nur sinnvoll, wenn man sich ärgern will, nicht wenn man etwas begreifen möchte.
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215 von 247 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juli 2012
***** JUNI 2014 *****

DAS NEUE BUCH Der Crash ist die Lösung: Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten DER BEIDEN AUTOREN IST VERÖFFENTLICHT - ABSOLUT EMPFEHLENSWERT! JETZT SCHON EIN BESTSELLER UND DAS VÖLLIG ZURECHT. ICH HABE ES SCHON AUSFÜHRLICH REZENSIERT.

***** INFO APRIL 2014 *****

ES GIBT DAS BUCH NUN ALS AKTUALISIERTES UND ÜBERARBEITETES TASCHENBUCH für 9,99 Euro

___________

Endlich, weil Ich lange nach einem Buch wie diesem gesucht habe!
Es ist ein rein faktenbasiertes Buch und fast schon ein Lexikon zur Finanzkrise.
Sozusagen ein Guide zur Krise.

Am Anfang war ich wegen des reißerischen Titels eher skeptisch, aber da es in den Rubriken Finanzbücher und Business und Karriere eine sehr gute Platzierung hat, habe ich es doch gekauft und bin begeistert. Wenn man das Buch dann gelesen hat, gibt es auch kein passenderen Titel als der größte Raubzug der Geschichte, denn es ist tatsächlich der größte Raubzug der Geschichte der gerade vor unseren Augen abläuft.

In diesem umfassenden und überraschend unterhaltsam geschriebenen Buch ist alles enthalten.

Es sind eigentlich mehrere Bücher in einem:

1. Geldtheorie: Es wird anschaulich und deutlich erklärt was Geld ist und wie Geld heutzutage geschaffen wird (aus dem Nichts)
Dies wurde mir seltsamerweise in meinem Studium nicht erklärt wobei es eigentlich so essentiell ist.
Richtig und wichtig finde ich das Zitat im Buch von Henry Ford: Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.
Und in diesem Buch wird das Geldsystem einfach und für jedermann verständlich erklärt.

2. Die Gründe und die Entstehung der Finanzkrise wird akribisch beschrieben und detailliert aufgegliedert.
Egal ob USA, HRE, PIIGS oder Commerzbank. Nichts wird ausgelassen und zum ersten Mal wird aus den einzelnen Nachrichtenfetzen die einem die letzten Jahre in Randnotizen in der Tagespresse,
in der Tagesschau oder im Internet begegnet sind ein komplexes aber deutliches Bild.
Die Autoren haben es geschafft, ein sehr schwieriges und hochkomplexes Puzzle zusammenzufügen, so dass man nun das Gesamtbild erkennen kann.

3. Die Situation in der wir uns nun befinden und was uns noch erwartet wird erschreckend genau beschrieben und es trifft leider fast täglich ein. Die Autoren sind bestimmt keine Hellseher, sondern
nehmen einfach die verfügbaren Quellen und zählen 1 und 1 zusammen.

4. Alle Investmentmöglichkeiten werden erläutert und erklärt mit Vor- und Nachteilen - ohne Beschönigungen.

5. Die Autoren vertreten ein nachvollziehbares und deutliches Fazit auf das jeder nun selber kommt wenn er dieses Buch gelesen hat. Schon deshalb weil es sich aus der aufgezeigten Faktenlage nicht anderes entwickeln kann. Sie schreiben wie es ist: Tacheles. Legen auch gerne den Finger in die Wunde und nehmen kein Blatt vor den Mund. Das wirkt erfrischend!

Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Buches ist die schier unendliche und unglaubliche Faktensammlung wie ich sie zuvor noch nicht gesehen habe aber mir immer gewünscht habe.

Sehr gut gefällt mir die Matrix in der gezeigt wird, wie sich verschiedene Investments (Immobilien, Aktien, Lebensversicherungen etc.) in den unterschiedlichen Wirtschaftszyklen entwickeln aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit. Insgesamt beziehen sich die Autoren immer auf die Vergangenheit und bezeichnen diese als einen "guten Ratgeber". In die Zukunft blicken kann niemand aber zurück schauen können wir alle, wieso also nicht daraus lernen.

Dieses Buch gehört ab sofort in meiner TOP 5 Liste, denn es ist durch seinen ungewöhnlichen, erfrischenden Stil leicht zu lesen ' schwere Kost leicht zu verdauen. Für mich ein wichtiges Buch ' ein kleines Meisterwerk. Toll!

UPDATE Frühjahr 2013:

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, daß mir so nach gegangen ist. Jeden Tag muß ich an das Buch denken. Und zwar ungewollt. Denn entweder kommt im Radio oder TV etwas zur Krise und ich denke "Ja, stand so auch in dem Buch".
Ich habe das Buch jetzt nochmals gelesen. Immer noch extrem spannend, wieder viel neues entdeckt und ins Gewissen gerufen. Erschreckend, daß vieles schon Realität ist was die beiden Autoren geschrieben haben.

Die Enteignung der Bankkunden in Zypern ist nur ein weiterer Puzzlestein den die beiden Autoren folgerichtig prophezeit haben.
Im Fazit auf Seite 333/334 prophezeien die beiden Autoren folgerichtig: "Eine weitere Bankenrettung kann nur noch auf Kosten der Allgemeinheit geschehen."....."Die Übeltäter - Banken und Versicherungen - werden geschützt, gedeckt und von den Politikern und Notenbankchefs weltweit unterstützt."......"Bedenken Sie: Bevor der Staat pleite geht, wird er alle, aber auch alle Register ziehen, um den Staatsbankrott so weit wie möglich hinauszuzögern bzw. auf Sie abzuwälzen. Dies hat er in der Vergangenheit immer getan, und dies wird er auch in der Zukunft tun."

Leider haben sie mit allem bis jetzt recht behalten. Erschreckend!
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2014
Was ist eigentlich Geld und wie entsteht es, respektive, woher erhalten eigentlich die Banken ihr Geld?

Das sind die Einstiegsfragen in diese umfassende, fundierte und sehr nachvollziehbar in Sprache und Form Betrachtung der Autoren. Eine Betrachtung, die zwar die Finanzkrisen der letzten Jahre zum Anlass nimmt, aber sich darauf nicht beschränkt , sondern einen weiten, sehr grundsätzlichen Bogen um die Probleme des Geldes und der (böswillig) „ungerechten Verteilung“ desselben schlägt. Was sich phasenweise dann wie ein Thriller liest, bietet sich umfassend gut recherchiert und aufeinander bezogen als ein Bild der Wirklichkeit des Geldes und des Finanzwesens dar, das den Leser nur mehr erschreckt und verärgert zurücklässt.

Nicht ob des Buches, sondern ob der darin geschilderten Erkenntnisse.

Allein schon dem Weg der Finanzwirtschaft nachzufolgen, zu sehen, wie sehr hier „Partys auf Kredit“ in bester Laune gefiert werden und, vor allem, wie sehr die politische Rahmensetzung alle Signale auf „freie Fahrt“ ohne Rücksicht auf Verluste der Bürger gesetzt hat, ist kaum zu glauben.

Allein schon die Einlassungen zu vielfachen Deregulierungen, bis hin zu den „neuen Bilanzregeln“ für Banken lassen gar keinen anderen Begriff als den des „legalen Betruges“ zu, den die Autoren für dieses Vorgehen finden.

Ein Zustand, eine „Wirtschaftsordnung“ deren Perversität sich allein schon darin ausdrückt, dass hier ganz und gar nicht konstruktiv die Wirtschaft, das Wohl der Firmen und der Gesellschaften im Blick steht, sondern nur die reine Vermehrung eines Profits. Und zwar gewusst und gezielt zum Schaden anderer.
„Die Spekulanten profitieren von dem Finanzprodukt, wenn einem das Haus abbrennt. Auf diesem kranken Prinzip basieren zahlreiche Produkte der Finanzbranche“.
Naheliegend ist dann doch, zu vermuten, dass jene Spekulanten, die sich mit entsprechenden Kreditausfallversicherungen eingedeckt haben, so ziemlich jede Schraube versuchen zu drehen, die zum eigenen Erfolg und damit zum Misserfolg des anderen führt.

Ein krankes System ist es, wenn man die Ausführungen der Autoren nachvollzieht und diese spiegelt am kulturellen und gesellschaftlichen Ziel einer Welt, die nicht unbedingt alle gleich versorgen kann und muss, in der aber zumindest Fairnis und Chancengleichheit anzustreben wären. Das Buch öffnet überzeugend die Augen dafür, dass ein konstruktives Miteinander auf diesem Planenten von den entscheidenden Kräften für die Verwaltung und Nutzung der Finanzmittel weder umgesetzt noch angestrebt wird. Und dies geschieht nicht in polemischer Weise, sondern wird von den Autoren sachlich erwiesen und schlüssig argumentiert. Genauso, wie die fundamentale Kritik gegen den Euro sachlich und nicht überzogen im Buch vorliegt. Wie auch die Tatsache, dass auf den Aktienmärkten beileibe kein „freies Spiel der Kräfte“ herrscht, sondern nach Herzenslust Kurse manipuliert werden.

Ein Finanzsystem, dass gezielt und nachweisbar die produktiven Bürger immer höher belastet und sich dort die „Beute“ holt, letztlich einfach gestohlen wird unter Komplizenschaft der Rahmen gebenden politischen Kräfte (in „alternativloser“ Politik, wie es heißt).

„Weshalb wird immer noch nichts geändert? Ganz einfach, weil die Profiteure des Systems alles dafür tun, damit sich nichts ändert“. Und das noch nicht einmal allzu verdeckt, dafür aber sehr erfolgreich, wie das Buch nachweist.

Neben diesem sicherlich erschreckenden, aber fundiert dargelegten Hauptteil der Betrachtungen bieten die Autoren, zum Glück, auch konstruktive Möglichkeiten an, das eigene Kapital sinnvoller zu nutzen und zu schützen, als es über langfristige „Spekulationen“ (wozu auch Riester u.a. gehören) „denen da“ weiter zur Verfügung zu stellen.

Eine klare, verständliche und umfassende Betrachtung einer aktuellen Finanzwirtschaft, gegen die Raubritter des Mittelalters doch recht humane und zahme Gesellen waren. Unbedingt empfehlenswert für ein tieferes Verständnis dessen, was vorgeht und für den Blick auf den Schutz des eigenen Geldes.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2014
...wie ein Krimi, enthält aber traurigerweise nur Fakten (traurigerweise nicht wegen des Buches, sondern weil es unglaublich ist, was auf der Welt so alles passiert). Das Buch ist mit vielen ZDF's (Zahlen, Daten, Fakten) hinterlegt. Einen Stern habe ich abgezogen, weil dieses Buch aufgrund der Daten immer älter wird und nicht zeitlos geschrieben wurde - was bei diesem Buch mit so vielen Fakten auch nicht möglich ist. Das Buch liest sich sehr kurzweilig - könnte nur sein, dass man nach dem Lesen des Buches einen ordentlichen Grant auf Bank- und Finanzwesen hat (noch mehr als zuvor). Kurz, sehr interessant und kurzweilig.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2014
Den beiden Autoren und Ökonomen M. Weik und M. Friedrich gelang mit dem Buch "Der größte Raubzug der Geschichte" vielleicht das beste und vollständigste Werk zur Finanz- und Schuldenkrise. In verständlicher Sprache werden knapp 900 quellengestützte Fakten verknüpft, um dem Leser ein Gesamtbild über unser Finanzsystem zu vermitteln. Im Vergleich zu anderen "Experten" gehen die Autoren nicht nur auf die Chronologie der Finanzkrise seit 2001 ein, sondern widmen sich der so oft vergessenen Thematik unseres Geldsystems. Ebenso positiv zu bewerten ist die Analyse der Eurokrise, die nicht nur Folge der Finanzkrise ist, denn "[r]ein volkswirtschaftlich gesehen ist der Euro ein absoluter Irrsinn" (S.247). Warum die Aussage: "Der Euro ist gut für Deutschland" nicht stimmt, wird in einem separaten Kapitel erörtert. Wie bereits erwähnt, nähern sich die beiden Ökonomen auch den tieferen und systembedingten Ursachen der immer wiederkehrenden Krisen, dem Geldsystem. Nicht ausschließlich Finanzspekulationen sind verantwortlich für die heute Situation, sondern ebenso die Problematik der (Giral-)geldschöpfung und des Zinssystems, das zudem eine ständige Umverteilung von "Fleißig nach Reich" bewirkt.

Fazit:

Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über die derzeitige Krise. In teils sarkastischer und verständlicher Sprache wird dem Leser aufgezeigt, weshalb der Finanzcrash rein mathematisch unvermeidbar ist. Absolut empfehlenswert für jede Zielgruppe!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2014
Dass die massiven Schulden der Staaten dieser Welt, vor allem aber der USA, Japans und der Staaten in der EU, die sich in den letzten 20 Jahren nicht nur durch die diversen Finanzkrisen aufgetürmt haben, letztlich nur dadurch abgebaut werden können, indem durch niedrige Zinsen und Inflation das Kapital des kleinen Mannes vernichtet wird, während die großen Vermögen noch wachsen, diese ökonomische Weisheit haben schon in der Vergangenheit kritische Ökonomen verbreitet, leider ohne großen Nachhall bei der Mehrheit der Bevölkerung.

Die ist weiter auf die Renditeversprechungen der Banken mit ihren zweifelhaften Anlagenprodukten hereingefallen, und so mancher hat seine Rücklagen, die er für sein Alter angespart hatte, ganz oder teilweise verloren. Wer eine Rendite von mehr als 2-3 Prozent in den letzten Jahren für sicher gehalten hat, hat wenig Klugheit bewiesen, sondern nur seine Gier. Denn die gibt es nicht nur bei den Großen und Reichen.

Dennoch sind es die einfachen Bürger und der Mittelstand, die seit einigen Jahren auch ohne sich auf gewagte Spekulation einzulassen, vor der immer schneller werdenden Vernichtung ihrer Rücklagen stehen, wie die beiden Autoren des vorliegenden Buches überzeugend nachweisen.

Ihr zum Bestseller avanciertes Buch „Der grösste Raubzug der Geschichte“ ist eine gerade auch für Laien sehr verständliche, mit überaus reichem Material versehene Einführung in die Geschichte des Geldes und die Funktionsweise der Finanzmärkte und ihre Ungerechtigkeit.

Das Buch versucht, verunsicherten Anlegern Antworten zu geben und bewertet die verschiedenen Produkte der Finanzindustrie. Den Anlegern geben sie den Rat, ihre Finanzen in Realgüter umzuschichten. Das ist übrigens etwas, was die Reichen schon seit Jahrzehnten begriffen haben. Wer sonst ist für die drohende Immobilienblase in unseren Großstädten verantwortlich?

Das Buch besticht durch seinen systematischen Aufbau, durch verständliche Sprache und übersichtliche Gliederung. Es wäre an der Zeit, dass die sich kritisch gebenden Magazine der Fernsehsender solche kritischen Bücher zur Kenntnis nehmen und in ihren Beiträgen entsprechend würdigen.

„Jede Krise hat auch ihre Chance. Sorgen Sie dafür , dass Sie nicht zu den Verlierern gehören.“ Das ist der Rat der Autoren. Doch was , erlaubt sich der Rezensent zu fragen, geschieht mit den Verlierern, jenen die nicht so clever sind?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Genauso wie ihr Buch "Der Crash ist die Lösung" ist dieses Buch empfehlenswert und hilfreich.

Zuerst wird das Gelddsystem anschaulich erklärt um dann die Gründe der Finanzkrise akribisch zu beschreiben.

Zusätzlich gibt es durchaus nützlich Tipps für den Anleger wie er sein Geld retten kann.

Im Gegensatz zum neuen Buch ist dieses nicht so ausgereift aber trotzdem stimmig und schnell zu lesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2014
Dieses Buch ist sehr sachlich recherchiert, sehr ausführlich erklärt und hochinteressant geschrieben - es fängt mit der Bedeutung von Geld an, geht und berichtet daraufhin ausführlichst über die jüngste Finanzkrise mit all den Ursachen, Geschehnissen und Folgen. Dabei ist alles gründlich mit Quellen belegt, und mit vielen einfachen Beispielen untermauert; ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Negativ muss ich leider die Einstellung des Autors beurteilen: Auch wenn alle Sachverhalte möglichst objektiv dargestellt werden ist dies ein typisches Exempel mit Schimpfen auf die bösen Banker / Lobbyisten / Politiker, ohne irgendeinen Verbesserungsvorschlag darzulegen; es vermittelt eine deprimierende Stimmung von der nächsten Krise, die wohl jeden betreffen wird. Dabei sind die "Prophezeiungen" des Autors bisher noch nicht aufgetreten. Immerhin liefert er am Ende kurz ein paar Investmentvorschläge bei Krisenszenarien. Negativ muss ich auch die Länge des Buches bewerten, da das letzte Viertel rein aus Quellenangaben besteht.
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116 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2012
Es ist ein umfangreiches Buch mit einer Fülle an zusammengetragenen Daten. Dieses Material wurde dann genommen um eine ganze Menge an Kapiteln zu erstellen: Man findet viele interessante Gedankengänge, die immer mit zum Thema passenden Zitaten unterstützt wurden.

Leider, und das ist das große Manko dieses Buches, wirkt es in den meisten Kapiteln nicht ausgereift, d.h. es wird nur oberflächlich betrachtet, vereinfacht oder nicht zu Ende gedacht. Durch häufiges Ignorieren von konträren Fakten kommen die Autoren zwangsweise nur zu einem polemischen/unsachlichen/unausgewogenen Resümee. So kann man ein Comedyprogramm oder eine Büttenrede gestalten aber bitte kein Sachbuch!

Die größten Schwächen

- Zu viel Polemik in fast allen Kapiteln; das ganze garniert mit einem sarkastischen Zitat pro Kapitel (zB "Nicht Kinder bloß speist man mit Märchen ab"), runden den streitsüchtigen Eindruck ab. Merke: Zynismus ersetzt keine sachliche Argumentation!

- Fakten werden zurechtgebogen: wenn bspw. der Zins nach unten manipuliert wird, dann werden die Sparer & Lebensversicherte kalt enteignet => Finanzelle Repression! Schlimm!! Dass aber dieselbe Maßnahme die wirklich Vermögenden genauso trifft, davon kein Wort.

- Erklärung der Geldentstehung ist viel zu oberflächlich! V.a. fehlt der Hinweis, dass Banken für "Ihr" gezeugtes Geld auch Verantwortung tragen - d.h. es gibt vom Gesetzgeber (!) formulierte Regularien & Ausfälle sind mit Eigenmitteln zu kompensieren. Klar, so ein störender Fakt lässt man gern mal unter den Tisch fallen, wenn's den eigenen Thesen nicht dienlich ist. (Bem.: wie ist eine derart oberflächliche & naive Betrachtung mit der Ausbildung ("Ökonomen") der Autoren vereinbar? Und wer glaubt einen solchen Unsinn? Doch nur jemand, der sowas glauben will!?)

- Staat hat 18 Mrd bei Commerzbank "versenkt". Falsch, das waren vergleichsweise solide Garantien, die mittlerweile zu 90% zurückgezahlt (!) sind. Zwar ohne Zinsen, was aber viel weniger sensationell ist, wie die publizierte Behauptung.

- Umverteilung von den Fleißigen zu den Reichen. Dies ist ja DIE Kernthese des Buches und sollte entspr. ausgearbeitet sein. Dieser Gedankengang hat mich auch wirklich interessiert. Leider gibt es in dem Kapitel kaum mehr Handfestes als ein kleines Beispiel, anhand dessen illustriert wird, wie eine Familie mehr Zinsen zahlt als sie Zinsen erhält. Wie man aufgrund dieser Tatsache nun darauf schließt, dass daher die Familie immer ärmer wird, bleibt das Geheimnis der Autoren. Bsp.: Wenn ich 100 verdiene, 80 verkonsumiere, 10 Zinsen zahle, dann werde ich doch um 10 reicher!
Im selben Kapitel steht auch die Behauptung dass nur dann Wohlstand entsteht, wenn der Zins kleiner als das Wirtschaftswachstum. Auch falsch! Was ist der Zins und was ist der zugehörige Nominalwert? Entscheidend für Wohlstandsverlust ist doch nicht die Tatsache dass man Zinsen zahlt, sondern dass man immer mehr Zinsen zahlt (bzgl. Einkommen). Dieses müsste man dann begründen, falls man es kann, ansonsten ist die These des Wohlstandsverlusts unbewiesen.
In diesem Kontext wird von den Autoren das Faktum ignoriert, dass nun im Zuge der Finanzkrise die Zinsen dauerhaft niedrig und sogar unter der Inflationsrate bleiben werden (Finanzelle Repression, s.o.). Dies läuft doch der Umverteilungsmaschine "Zins" maximal effektiv entgegen! Wie schon zuvor, wird dieses wesentliche Merkmal einfach ignoriert, da es nicht in die eigene Argumentationskette hineinpasst (bzw. diese partiell zerbrechen würde).

- Exponentielles Wachstum ist nicht möglich. Um diese These zu illustrieren wird der Vergleich mit dem Schachbrett und den Reiskörnern angebracht (pro Feld immer die doppelte Menge an Körnern als im vorherigen Feld --- d.h. am Ende 2^64 Reiskörner!). Dieser Vergleich ist ein math. Taschenspielertrick, denn diese Exponentialfunktion hat die Basis 2, während Zinssysteme eine viel kleiner Basis (zB 1,04 bei 4% Verzinsung) haben, die zudem variabel (=> Zinssenkung!!) ist. Folglich ist auch die Aussage dieses Kapitels einfach falsch.
Diese Aussage lässt sich auch durch einfachere Ideen in Frage stellen, zB Betrachtung einer Welt mit 2% Zins und 2% Inflation.

Fazit: ein interessantes und auch sehr anregendes Buch; obwohl ich hier viel kritisiere, habe ich es gerne gelesen. Ich ärgere mich hauptsächlich darüber, dass von der Idee und vom Material her mehr drin gewesen wäre, wenn man sorgfältiger gearbeitet und weniger reißerisch formuliert hätte.

Edit (01/2013): bei nochmaliger Reflexion über das Thema und v.a. über die Botschaft des Buches muss ich es noch kritischer beurteilen. Die Gründe hierfür sind wie folgt:
- Das Buch ist formal, stilistisch und inhaltlich nicht ausgereift
- Es preist Ursachen der Malaise (permanente Staatseingriffe, Manipulation, Aushebelung von Regeln => Vermengung Finanzindustrie & Politik statt klare Regeln, minim. Eingriffe und Separation von Finanzindustrie & Politik) als deren Heilmittel an => DAS ist der Hauptgrund, warum das Buch eine falsche Botschaft liefert: es verschleiert nicht nur die Rolle der Politik und deren Eingriffe (Gesetze oder via Notenbank), sondern es verwechselt Ursachen mit Wirkung und leitet daraus falsche Handlungsanweisungen ab.

Dieses Buch ist also dann, und nur dann ein Erkenntnisgewinn, wenn man eine kritische Distanz zu den Thesen der Autoren wart. Wenn man hingegen sich vereinnahmen lässt, was anscheinend die überwiegende Leserschaft betrifft (vgl. die Vielzahl an 5* Rezensionen), so ist man danach nicht schlauer sondern nur radikalisierter als zuvor. Erstaunlicherweise gelingt dies auch bei anscheinend besonnenen Zeitgenossen.

Die Missinformation des Buches trägt also offensichtlich erfolgreich Früchte, sodass aus aufklärerischen Gründen m.E. sogar eine Abwertung auf 1* gerechtfertigt wäre. Da es aber nicht nur die Schuld der Autoren ist, dass zu viele Leser derart unkritisch sind, bleibt es bei 3*.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juli 2014
Leider ein sehr gutes Buch, weswegen ich alle 100 Seiten mal Pause machen musste, denn die Abzocke wird einem so klar vor Augen geführt, dass ich das Ganze erst mal verarbeiten musste und mir überlegen musste, wie ich meine Finanzen umplane. Habe schon mehrere Bücher über Finanzkrisen gelesen, bin VWL und arbeite mit Finanzen, vor allem in Entwicklungsländern und manchmal tut einem die Wahrheit nur weh.
Es kann einen schon runterreissen, wenn man sich vorstellen kann, was da auf einen zukommt. Ich hoffe natürlich, dass das alles nur Quatsch ist und Matthias Weil, Roubini, Max Otto und wie sie alle heissen (ich auch) einfach nur falsch liege, aber für den Fall dass nicht, dann sollte man sich schon mal darauf vorbereiten und dafür ist es ganz gut zu verstehen, was da passiert.
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