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5.0 von 5 Sternen 400 Seiten Grenz-Denken! - "Aufregende Physik,verpackt in mühelose Prosa - Greene hat es wieder einmal geschaft" (New Scientist)
Nach seinem populärwissenschaftlichen Weltbestseller DAS ELEGANTE UNIVERSUM und dem guten DER STOFF, AUS DEM DER KOSMOS IST war es eine Frage der Zeit bis Brian Greene wieder ein adäquates Werk in deutscher Sprache vorlegt. Mit DIE VERBORGENE WIRKLICHKEIT tut er dies und es war klar, dass das Buch in kürzester Zeit verschlungen wird. Die englische...
Veröffentlicht am 9. März 2012 von Retro Kinski

versus
39 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verborgene Wirklichkeit oder eher Greene's Märchen?
Mit seinem jüngsten Buch hat Brian Greene definitiv die Welt der Physik verlassen und sich den Weiten mathematischer Exzesse ergeben; die absurdesten Ergebnisse verschiedener Gleichungssysteme sind für neuere Spekulationen gerade gut genug.
Hier einige Beispiele:

Zur Inflation im Urknall:
Es ist richtig, dass es eine inflationäre...
Vor 19 Monaten von casey-san veröffentlicht


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75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 400 Seiten Grenz-Denken! - "Aufregende Physik,verpackt in mühelose Prosa - Greene hat es wieder einmal geschaft" (New Scientist), 9. März 2012
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos (Gebundene Ausgabe)
Nach seinem populärwissenschaftlichen Weltbestseller DAS ELEGANTE UNIVERSUM und dem guten DER STOFF, AUS DEM DER KOSMOS IST war es eine Frage der Zeit bis Brian Greene wieder ein adäquates Werk in deutscher Sprache vorlegt. Mit DIE VERBORGENE WIRKLICHKEIT tut er dies und es war klar, dass das Buch in kürzester Zeit verschlungen wird. Die englische Originalausgabe THE HIDDEN REALITY ist auch schon ein Bestseller. Wobei Bestseller oder nicht mir völlig egal ist in der Beurteilung, im Gegenteil, ich bin oft von Natur aus skeptisch gegenüber Hypes und Kult um Personen oder Themen.

Das vorliegende Buch und der Autor Brian Greene überzeugen mich aber erneut und es reiht sich ganz oben in die Topliste ähnlich gelagerter Bücher und Autoren ein. Wie kaum ein anderer Autor versteht es Greene komplexe Zusammenhänge nicht nur einfach und anschaulich zu beschreiben, sondern er strahlt auch über die fast 400 Seiten stets eine hohe Motivation und Begeisterung für die Themen aus die einem beim Lesen mittragen und auch bei erfahrenen Lesern immer wieder zu schönen "Aha-Effekten" führen. Dagegen liest sich selbst das sehr gute und ein klein wenig ähnlich gelagerte John Barrow Werk DAS BUCH DER UNIVERSEN wie ein nüchternes Fachbuch, Barrows Buch ist natürlich - um dies auch noch zu betonten - mehr in der wissenschaftlich gesicherten Welt verhaftet.

Fachlich bewanderten Kritikern die sagen, dass alle von Greene angesprochenen Themen angefangen von der Stringtheorie, über die Parallelwelten Interpretation bis hin zu den Grenzthemen im letzten Teil des Buches weitestgehend Spekulation darstellen bzw. von der Sache her ggfs. niemals beweisbar sein können gebe ich uneingeschränkt Recht. Auf Greene's Argumentation welche die Stringtheorie und damit zusammenhängenden weiterführenden Theoriegebäude wie Branen und Parallelwelten muß man sich schon gedanklich einlassen können um sich nicht völlig freischwebend von wissenschaftlich überprüfbaren Tatsachen zu bewegen. Dies tut Greene in gewisser Weise selbst schon, aber es er tut es sehr belesen und in gut verständlicher und begeisternder Weise, so dass das Buch ein wahres Geistesfest ist für alle, die schon immer einmal über die Grenzen der Realität hinaus denken wollten.

Am besten hat mir an dem Buch gefallen, dass Greene bewusst und auch im Unterschied zu seinen früheren Büchern keine Einleitungskapitel zur systematischen Darlegung von Grundlagenwissen über z.B. die Relativitäts- oder Quantentheorie vorangestellt hat. Es wird sicherlich den erfahrenen Lesern unter den Interessenten gefallen, dass man sich nicht durch hunderte von Seiten zu Grundlagen der Relativitäts- oder Quantentheorie zum x-ten Mal durchlesen muß. Für fachlich versierte Leser hat er am Ende einiger Kapitel vertiefende oder besonders aktuelle Informationen eingefügt. Insgesamt besonders hervorheben muß ich seine zusammen über 60 Seiten gehenden Beschreibungen über simulierte und letztmögliche Multiversen und die Grenzen der Forschung an sich. Diese Themen wurde zwar auch schon in anderen Werken über ein paar Seiten angeschnitten, aber in solcher Breite und Konsequenz bislang selten in deutscher Sprache in populärwissenschaftlicher Form veröffentlicht.

Weiterhin gehören seine brandaktuellen Ausführungen in Kapitel 9 "Schwarze Löcher und Hologramme" meines Wissens nach zu der ausführlichsten populärwissenschaftlichen Beschreibung im deutschen Sprachraum der Theorie von insbes. Susskind und 't Hooft, dass unsere dreidimensionale Realität nur eine holographische Projektion weit entfernter zweidimensionaler physikalischer Prozesse ist. Wem diese im Rahmen von mathematischen Untersuchungen an schwarzen Löchern untermauerte Interpretation nicht den Mund offen stehen lässt ist nicht zu helfen, auch wenn dies fast ausschließlich auf Überlegungen beruht, die - wie viele von Greene im Buch angesprochene Theorien - nicht experimentell überprüfbar sind.

Brian Greene und seine ganze Präsenz in der Presse mit entsprechenden Video- und TV-Dokumentation muß man anerkennend schon als klar positionierte kommerziell getriebene Marketing Maschine verstehen. Das stößt sicherlich manch faktengebundenen Interessenten ab. Allerdings sind seine Dokumentationen didaktisch wirklich sehr gut gelungen ohne auf wissenschaftliche Korrektheit in der gegebenen Tiefe zu verzichten. Weiterhin ist Greene ein überzeugter Stringtheoretiker und das merkt man natürlich stark in seinen Begründungen und Herleitungen. Wie Greene selbst im Vorwort schreibt, setzt er "beim Leser keinerlei Fachkenntnisse in Physik oder Mathematik voraus".

Dies ist zwar korrekt, ich möchte aber ergänzen, dass eine höhere Bildung bzw. zumindest populärwissenschaftlich geprägtes Vorwissen zum Verständnis der oft abstrakten und theoretischen Bilder der Multiversen und sonstiger Theorien schon von großem Vorteil sind. Leser mit entsprechender fachlicher Vorbildung finden dennoch umfassende weiterführende Anmerkungen im Schlußteil des Buches (siehe unten). Die rund 380 reinen Textseiten des dicken und wertig aussehenden Buches gliedern sich in 11 relativ gleichgewichtige Kapitel deren Namen bei Interessierten wie mir schon das populärwissenschaftliche Wasser im Munde zusammenlaufen lassen:

1 Die Grenzen der Wirklichkeit: Über Parallelwelten
2 Endlos Doppelgänger: Das Patchwork-Universum
3 Ewigkeit und Unendlichkeit: Das Inflations-Multiversum
4 Vereinheitlichung der Naturgesetze: Auf dem Weg zur Stringtheorie
5 Schwebende Universen gleich nebenan: Das Branen- und das zyklische Multiversum
6 Neue Gedanken über eine alte Konstante: Das Landschafts-Multiversum
7 Naturwissenschaft und Multiversum: Über Vermutungen, Erklärungen und Vorhersagen
8 Die viele Welten der Quantentheorie: Das Quanten-Multiversum
9 Schwarze Löchen und Hologramme: Das holografische Multiversum
10 Universen, Computer und mathematische Wirklichkeit: Simulierte und letztmögliche Mulitversen
11 Die Grenzen der Forschung: Multiversen und die Zukunft

Sehr hilfreich sind auch die umfassenden und aktuellen Anhänge über weiterführende (populärwissenschafltiche) Literatur zu den besprochenen Themen als auch die rund 40 Seiten Anmerkungen. Kenntnisreichere Leser finden dort Klarstellungen oder Erweiterungen die Greene für wichtig hält, die aber im Haupttext im Buch zu weit geführt hätten und richten sich auch eher an Leser mit mathematischer oder physikalischer Vorbildung.

5/5 Parallel-Sternen
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungenes Sachbuch, 10. März 2012
Von 
Viking "TU-Student" (Leipzig / Berlin / Kourou / Sydney / München / Sao Paulo) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos (Gebundene Ausgabe)
Während Brian Greene's erstes Buch noch in etwa vergleichbar war mit einer aufgebesserten Version von Stephan Hawking's "Eine kurze Geschichte der Zeit", sein zweites Buch, "Der Stoff aus dem der Kosmos ist" ganz im Zeichen der Stringtheorie steht, beschäftigt sich der Author in seinem neuestem Werk ganz eindringlich mit den Fragen des Ist und des Seins. Was ist Realität?, was bedeutet Unendlichkeit?, was sind versteckte Dimensionen?, was ist der Unterschied zwischen einem Universum und einem Multiversum?, welche Arten von Multiversen sind denkbar?, gibt es simulierte Realitäten?, könnten wir vielleicht auch in einer Simulation leben?, welche Form hat unser Universum?, kann es Doppelgänger von uns geben?.
Das Buch schlendert entlang der Grenzen der heutigen theoretischen Physik. Ab einem gewissen Punkt, mit dem heutigen Stand der Technik, kommt man nicht umhin, ins philosophische abzudriften. Viele theoretisch mögliche, aus mathematischen Gleichungen abgeleiteten Beziehungen, sind fern und noch weiter von unserer alltäglichen Vorstellungswelt entfernt. Ebenso weit weg sind sie davon, mit den heutigen technischen Möglichkeiten überprüft und nachgewiesen zu werden. Viele Theorien scheinen auch noch in ferner Zukunft unüberprüfbar zu sein. Trotzdem ist es die Aufgabe eines Wissenschaftlers, sich dieser Aufgabe anzunehmen. Und genau das realisiert der Author in diesem Buch in äußerst interessanten Ansätzen. Neben schwarzen Löchern, Hologrammen, Einsteins kosmologischer Konstanten, der Stringtheorie, der Welt der Quanten und noch einigen anderen Aspekten, entwickelt Greene in seinem Buch nach und nach verschiedene Theorien für Multiversen, in denen unser Universum nur ein kleiner Bestandteil sein könnte. Auf sehr interessante und spannende Art und Weise und mit durchgehend anschaulichen Beispielen, wie in seinen anderen beiden Büchern auch, vermittelt er dem Leser den heutigen Stand der verschiedensten Theorien zu den oben erwähnten Fragen. Am Ende des Buches stehen 9 differente und theoretisch mögliche Multiversen, das:
- Quilted Multiverse
- Inflationary Multiverse
- Brane Multiverse
- Cyclic Multiverse
- Landscape Multiverse
- Quantum Multiverse
- Holografic Multiverse
- Simulated Multiverse
- Ultimate Multiverse,
deren Überprüfung, Ausschluß, Nachweis oder Ausbau ihrer Theorie die Arbeit heutiger Wissenschaftler auf diesem Gebiet darstellt.
Ein wirklich lesenswertes Buch, und bietet für Interessenten in diesem Gebiet eine Menge Diskussionsstoff für kurzweilige lange Nächte mit ebenfalls interessierten Diskussionspartnern.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind wir vielleicht nur eine Blase "in einem gewaltigen Stück kosmischen Käses"?, 18. Mai 2012
Von 
HG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos (Gebundene Ausgabe)
"Zwischen 0 und 0,000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000001 besteht, so könnte man meinen, kein großer Unterschied. (...) Und doch mehren sich die Anzeichen, dass dieser winzige Unterschied die Ursache für einen radikalen Wandel unserer Sichtweise auf die Realitäts-Landschaft sein könnte.", meint Brian Greene. Immer mehr Indizien deuten darauf hin, dass es sich bei dieser winzig kleinen Zahl von 10 hoch -123 um Einsteins kosmologische Konstante handelt, die er bereits 1917 in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie postulierte, aber 1929 wieder revidierte und als seine größte Eselei bezeichnet haben soll. Genau dieser Wert ungleich Null scheint ein entscheidendes Indiz zu sein, dass wir mal wieder nicht allein sind. Will heißen: Wir leben in einem von vielen Universen. Aus der Traum von der Einzigartigkeit.

Genau um dieses Thema geht es in "Die verborgene Wirklichkeit". Bereits Platon verglich unsere Sichtweise auf die Welt in seinem berühmten Höhlengleichnis als matten Abglanz einer viel reichhaltigeren Wirklichkeit, die sich außerhalb unserer Reichweite abspielt. "Zwei Jahrtausende später könnte Platons Höhle mehr als nur eine Metapher sein.", stellt der amerikanische Professor für Mathematik und Physik und einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Superstrings fest. Vielleicht, so Greene, ist die Wirklichkeit gar nur etwas wie ein holographischer Film? Wie auch immer: Der "mit Abstand beste Erklärer komplexer Konzepte in unserer Welt", wie die Washington Post den Astrophysiker titulierte, berichtet in seinem jüngsten Werk wieder einmal von den neuesten Umwälzungen unseres Wissensstandes.

Dass das Thema Paralleluniversum ein höchst spekulatives sei, verleugnet Brian Greene keineswegs. Trotzdem geht er auf alle möglichen Varianten ein. Sei es nun ein unendliches Patchworkuniversum, ein Inflations-Multiversum oder vielleicht gar eine Art Schweizer Käse, in dessen Löchern sich vielleicht unser eigenes Universum befindet, immer legt er die gedanklichen Schritte und die Kette theoretischer Erkenntnisse klar und prägnant dar. Drei Kapitel hat er seinem ganz persönlichen "Steckenpferd" - der Stringtheorie - eingeräumt. Denn auch diese insistiert drei Multiversumsvarianten: das Branen-, das zyklische Universum und das Landschafts-Multiversum. Vier weitere lässt Greene noch folgen und stellt sich gar solch spekulative Frage wie: "Können wir Menschen die kosmischen Abläufe manipulieren und selbst willentlich Paralleluniversen schaffen?" Man mag gar nicht näher darüber nachdenken... Mitunter stößt er damit an die Grenze der Aufnahmefähigkeit des Lesers. Aber vielleicht "muss der Optimist einfach nur mehr Fantasie aufbringen.", kontert Greene. Denn die "Grenzen unseres Wissens über die Grundlagen der Welt immer weiter hinauszuschieben, (...) ist ein Respekt einflößendes Projekt, das wir nicht über Nacht vollenden werden."

Brian Greenes sorgfältige und durchaus kritische Reise durch die wichtigsten Konzepte über Paralleluniversen richtet sich gleichermaßen an den Leser mit fortgeschrittenen Kenntnissen als auch an den weniger Sachkundigen. Aber selbst wenn er in diesem Buch keinerlei Fachkenntnisse in Physik und Mathematik voraussetzt und "mithilfe von Metaphern, Analogien und eingestreuten historischen Episoden einige der seltsamsten und - sollten sie sich als richtig erweisen - aufschlussreichsten Erkenntnisse der modernen Physik allgemein verständlich" darstellt, so ist der Text alles andere als leichte Kost. Aber wenn man die eigene bequeme Denkweise ad acta legt und bereit ist, sich mit unerwarteten Bereichen der Realität auseinanderzusetzen, ist "Die verborgene Wirklichkeit" ein Lesegenuss auf allerhöchstem Niveau und äußerst unterhaltsam dazu. Letztendlich ist es dem Autor einmal mehr gelungen, den eigenen Sinn für das, was sein könnte, zu schärfen und ein anschauliches Bild der reichhaltigen Möglichkeiten zu vermitteln. Denn, so Greene: "Aus meiner Sicht macht die Tiefgründigkeit unserer Erkenntnisse, die wir von unserem einsamen Standpunkt in der pechschwarzen Stille eines kalten, unwirtlichen Kosmos aus gewonnen haben, das aus, was über die Weiten der Wirklichkeit hinweg widerhallt und unser Dasein kennzeichnet."

Fazit: Bereits Isaak Newton hielt das Universum für viel reichhaltiger und rätselhafter, als seine Gesetze nahelegten. 300 Jahre später wissen wir zwar schon deutlich mehr, aber seine berühmten Worte, die er in späteren Jahren äußerte, haben ihre Gültigkeit nicht verloren: "Ich weiß nicht, wie ich der Welt erscheinen mag, aber mir selbst komme ich nur wie ein Junge vor, der an der Meeresküste spielt und sich hier und da daran erfreut, einen glatteren Kiesel oder eine hübschere Muschelschale als gewöhnlich zu finden, während der große Ozean der Wahrheit noch unentdeckt vor ihm liegt." Das endgültige Urteil, ob Paralleluniversen "im nächsten Kapitel der physikalischen Erzählung vorkommen werden, werden erst zukünftige Generationen fällen können.", stellt Brian Greene folgerichtig fest. Dies schmälert allerdings keineswegs die Lust und Wissbegier, sich an diese Themen heranzuwagen. Zumal, wenn sie so hervorragend aufbereitet wurden, wie in diesem Buch.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brian Greene - Die verborgene Wirklichkeit, 30. Juli 2012
Von 
Hanspeter Ruegsegger (Bottmingen, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Brian Greene
Die verborgene Wirklichkeit

Wer wie ich etwas mehr über die Entstehung und die Grenzen unseres Universums wissen möchte, vielleicht auch etwas mehr darüber, wer wir eigentlich sind, der findet in Brian Greenes Buch auf all die damit verbundenen Fragen die klassische Antwort: Wir wissen, dass wir nichts wissen. Faszinierend, atemberaubend ist aber, WIE wir nichts wissen, WAS wir nicht wissen und WARUM das. Trotz Brian Greenes Bestreben, auch dem Mathematik- und Physik-Laien kosmische Zusammenhänge und die Methoden ihrer Erforschung so allgemeinverständlich wie möglich näher zu bringen, wird der geneigte Leser sein ganzes Vorstellungsvermögen mobilisieren - und strapazieren - müssen, um einigermassen zu verstehen was gemeint ist, wenn von sich in einem expandierenden Multiversum stets neu generierenden Paralleluniversen die Rede ist - von Dingen also, jenseits unseres kosmischen Horizonts, auf die der Mensch mit Sicherheit nie Zugriff haben, die er nie wird weder erkennnen noch gar beeinflussen können, an deren Existenz uns aber mathematische Berechnungen und eine Reihe atemberaubender Theorien glauben lassen. Falls Sie also nicht wissen, was die kosmischen Landschaften der Stringtheorie sind, dann zögern Sie nicht, dieses Buch zu lesen. Wenn Sie gerne einen Blick in die Werkstatt der Mathematiker und Physiker werfen, halten Sie mit diesem Buch den Schlüssel zu einem hochinteressanten Rundgang in der Hand, der Sie übrigens auch mit Herrn Albert Einstein und seinem Weltbild bekanntmachen wird. Machen Sie sich auf grosse Zahlen und wirklich kleine Masse gefasst, betrachten Sie die beeindruckenden Experimente aber mit Gelassenheit. Ueber all diese Theorien führen Wissenschaftler aus allen Wissensbereichen einen endlosen Streit - endlos eben im Sinne von: solange die Menschheit nach ultimativen Antworten sucht, die es möglicherweise gar nicht gibt.
Hans Peter Ruegsegger
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Überblick über Multiversum-Theorien, 17. März 2014
Das Buch gibt einen guten und interessanten Überblick über aktuelle Multiversum-Theorien.
Jede davon wird hinreichend detailliert erläutert, so dass auch Leser ohne große Vorkenntnisse in Kosmologie dem Inhalt gut folgen können.
Der Autor schafft es dabei (wie auch schon in seinen anderen Büchern) einen interessanten und gleichzeitig informativen Schreibstil umzusetzen, so dass das Buch bis zum Ende lesenswert bleibt.

Interessant finde ich dabei auch die Tatsache dass Brian Greene inzwischen wohl selbst nicht mehr ganz so von der Richtigkeit der Stringtheorie überzeugt zu sein scheint, wie das in seinen ersten Büchern noch der Fall war. Das hat wohl etwas mit den 10^500 neuen Möglichkeiten für die Dimensionen der Raumzeit zu tun...?!? ;-)
Jedenfalls sorgt das dafür, dass seine Aussagen dazu wesentlich 'neutraler' klingen, und auch anderen Theorien eine Daseinsberechtigung eingeräumt wird, was dem ganzen Buch letztendlich zugute kommt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wissenschaftliche Tatsachen unerhaltsam erklärt, 19. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos (Gebundene Ausgabe)
Brian Greene gelingt es immer wieder, höchst interessante Forschungen über das Wesen unserer Realität genau so spannend zu schildern, wie sie auch in Wirklichkeit sind .
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kosmologie selbst für "Dummies", 16. September 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos (Gebundene Ausgabe)
Ich gehöre zu den unglücklichen Menschen, die nie das Glück hatten, eine umfassende Bildung zu genießen, die sogar in einem abgeschlossenen Studium mündet. Dennoch treibt auch mich die Frage, in welcher Welt ich eigentlich lebe – über den Tellerrand des alltäglich Erfahrbaren hinaus. Von der Theorie multipler Universen hatte ich schon mal gehört, aber die gelieferten Erklärungen nicht verstanden. Denn dies setzte ein Vorwissen voraus, das mir abging – leider.

Auf der Suche nach Antwort auf die Frage: Wie kommen gestandene Wissenschaftler eigentlich dazu, derartigen Sciencefiction-Quark zu produzieren?, bestellte ich mir dennoch das Buch von Greene aufgrund der vielen positiven Bewertungen hier. Als es mich erreichte, sank mir erst einmal gründlich der Mut, angesichts des Umfangs des Wälzers in relativ kleinem Druck und fragte mich seufzend, weshalb ich mir das überhaupt angtan habe. Wieder einmal erwartete ich Seiten um Seiten weitschweifiger Erklärungen in einer mir unverständlichen Wissenschaftssprache, die mir so fremd ist wie Mandarin, gespickt mit krausen Diagrammen und ellenlangen Formeln, die mir so undurchsichtig bleiben würde wie magische Sigille. Und so konnte ich bestenfalls hoffen, mit neuen Weisheiten wie: „Relativität und Quantenfeld gehen nicht zusammen“ in meinem mentalen Ordner „Schon mal irgendwo gehört“ ablegen zu können, die ich einfach hinnehmen müsste, ohne den Anspruch erheben zu dürfen, das Warum auch nur ansatzweise zu verstehen.

Ich erwartete demnach geballte Langeweile, während ich mich Seite für Seite auf der Suche nach für mich verdauliche Informationskörnchen durch dieses Buch-Trumm kämpfen müsste.

Was aber dann passierte, lässt sich nur mit einem Wow-Erlebnis beschreiben: Von der ersten Seite an packte mich ein Lesefieber, das mich von Kapitel zu Kapitel, von Seite zu Seite trieb, gierige nach der Antwort auf die Frage: Und was passierte dann? Und wie ging es weiter? Ein Effekt, den ich eigentlich nur von spannend geschriebener Belletristik kannte, aber nie von einem wissenschaftlichen Fachbuch!

Greene schreibt spannend, lebendig, er reißt den Leser mit – in endlose Weiten, wo die Strings vibrieren, sich zusätzliche Raumdimensionen im Allerkleinsten verstecken und Blasenuniversen durch einen sich endlos inflationär dehnenden Raum treiben, die wiederum Patchwork- Universen in sich bergen. Ein Gefühl kommt auf, als ob man als Star Trek Captain aus Mittelerde die Welten von Harry Potter durchstreift. Und auf dem Weg zum Verstehen liefert der Erzähler, ganz nebenbei, anhand von Analogien aus der Alltagswelt Antwort auf die Fragen, warum z. B. Relativität und Quantenfeld nicht zusammengehen, so dass man sich wie eine Comicfigur mit einer riesigen Aha-Glühbirne über dem Kopf fühlt, wenn man „es“ endlich, endlich kapiert!

Würden doch viel mehr Wissenschaftler von ihrem hohen, wissenschaftlichen Ross heruntersteigen und ihre Fachgebiete dem Normalbürger auf diese Weise nahe bringen. Man könnte auf so manches Stückchen Trivialliteratur verzichten, trotzdem einen vergnüglichen, kuscheligen und gebannten Leseabend verbringen, und ganz nebenbei, ganz mühelos und ohne Qual auch noch das Eine oder Andere lernen. Aber Vorsicht, das Lesen dieses Buches hat riesige Nebenwirkungen. Denn wenn man am Ende angekommen ist, wird einem die Wirklichkeit – obwohl sie sich oberflächlich offensichtlich nicht verändert hat – nie wieder mit den gleichen Augen betrachten können wie vorher.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sachbuch - selbst für Laien gut verständlich, 25. März 2012
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch wird als Sachbuch beworben, für mich der ich kein Physiker bin war dieses Buch eine spannende, gut verständlich geschriebene Lektüre, die eben nicht nur unsere Welt, sondern Paralleluniversen so beschreibt, dass sie ihre Existenz für möglich hält und sogar sehr realistisch klingende Beschreibungsversuche liefert.

Gleich mehrere theoretische Möglichkeiten von Multiversen präsentiert Brian Greene. Die kann, um es wirklich auch nur halbwegs verstehen zu können, nur mit Fachwissen verstanden werden. Da gelingt es dem Professor für Physik dieses Wissen so mitzuliefern, dass ich als Laie es verstehen kann und ich ihn nicht als notwendigen Ballast mitschlucken muss. Dieses Buch ist das Erste welches ich zu diesem Thema lese, verstehe und mir dabei der Autor auf Augenhöhe begegnet.

Greene vermittelt viel Wissen mit sprachlichen Bildern und der Erwähnung geschichtlicher Episoden. Diese erzählt er nicht, um auf seine 450 Buchseiten zu kommen, sondern um bei seinen Lesern die Vorstellungskräfte zu fördern, die mach braucht um Greene in seiner Dreidimensionalität folgen zu können.

Sehr schön empfand ich beim Lesen auch Greenes Ausflüge in das Nachdenken mit seinem Leser über Realität oder auch nicht unserer Welt.

Das Buch des Brian Greene spricht über schwarze Löcher, Parallelwelten, Sein und Nichtsein und steckt seine Leser sofort mit seinem Thema an, weil jeder wissen will was hinter der Welt liegt!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die verborgene Wirklichkeit aufgedeckt, 13. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos (Gebundene Ausgabe)
Seit meiner Kindheit, und die liegt mittlerweile fast 70 Jahre zurück, gehören die von Brian Greene behandelten Themen zu meinen ausserberuflichen Interessengebieten, denen ich stets ein besonderes Maß an Pflege zukommen ließ. Dutzende von Büchern zu Themen dieser Wissensgebiete bevölkern mittlerweile meine Bücherwand.
Eigentlich wurde zu diesem Buch "Die verborgene Wirklichkeit" von den anderen Rezensoren schon alles gesagt.
Eine kurze Bemerkung darf ich jedoch noch hinzufügen: Alle, auch die völligsten Laien, die bezüglich des von Greene behandelten Fachgebiets total Ahnungslosen, Unwissenden und im Übrigen hinsichtlich wissenschaftlicher Themen Ungebildeten sollten dieses Buch unbedingt dann lesen, wenn sie trotz aller naturwissenschaftlicher Enthaltsamkeit an den sogenannten "letzten Dingen" interessiert sind.
Greene erklärt alles so anschaulich und leicht zu verstehen, dass so gut wie überhaupt keine Vorkenntnisse erforderlich sind. Dieses Buch gehört zu den besten, die ich je zu diesem Themenkreis gelesen habe. Einfach großartig und vorbehaltlos jedem zu empfehlen, insbesondere auch dem "blutigsten Laien", soweit das Thema interessiert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Spekulationen, 8. August 2012
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Sind wir allein im Universum? - Diese uralte Menschheitsfrage wurde in den letzten Jahren immer mehr von einer anderen Frage überlagert: Umfasst unser Universum tatsächlich alles, was existiert, oder ist es nur ein Universum unter vielen, ein (relativ) kleiner Bestandteil eines unvorstellbar großen Multiversums?

Brian Greene stellt in diesem Buch Möglichkeiten zur Beantwortung der zweiten Frage vor. Er erklärt, wie neue Erkenntnisse in der theoretischen Physik dazu geführt haben, dass immer mehr Wissenschaftler die Existenz von Paralleluniversen für wahrscheinlich halten und zeigt, auf welch vielfältige Weisen diese verwirklicht sein könnten.

Während der Autor sich in seinen bisherigen Werken (Das elegante Universum: Superstrings, verborgene Dimensionen und die Suche nach der Weltformel und Der Stoff, aus dem der Kosmos ist: Raum, Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit), vor allem der Stringtheorie gewidmet hat, unternimmt er hier einen viel weiter gefassten Streifzug durch die Welt der Physik. Zwar nehmen die Strings auch hier wieder eine prominente Rolle ein, viele Überlegungen kommen aber zumindest in ihren Grundzügen auch ohne Rückgriff auf diese doch sehr umstrittene Theorie aus.

Generell ist natürlich vieles in diesem Werk Spekulation - was der Autor aber auch eingesteht und sogar ein ganzes Kapitel der Frage widmet, ob es wissenschaftlich gerechtfertigt sein kann, nicht beobachtbare Universen zu postulieren. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass es sogar unwissenschaftlich wäre, sie von vornherein abzulehnen, obwohl es wissenschaftliche Befunde gibt, die in ihre Richtung weisen, und zeigt, dass die Annahme von Multiversen durchaus auch zu prinzipiell überprüfbaren Vorhersagen führen könnte.

Ich muss zugeben, dass ich vor der Lektüre dieses Buches bisweilen den Verdacht hatte, dass manche Wissenschaftler vor allem deshalb die Idee eines Multiversums propagieren, weil dieses sie von der Notwendigkeit entheben würde, die Eigenschaften unseres eigenen Universums zufriedenstellend zu erklären (denn wenn es eine Vielzahl verschiedener Universen gibt, die jeweils unterschiedliche Naturkonstanten, Elementarteilchen etc aufweisen, ist es nicht mehr so schwer zu zeigen, dass eben auch eines darunter ist, das genau die Eigenschaften unseres Universums hat).
Brian Greene legt aber sehr gut dar, dass die meisten vorgeschlagenen Multiversen nicht dadurch entstanden sind, dass sich jemand hingesetzt und bewusst danach gesucht hat, sondern dass sie sich ganz automatisch aus der genauen Analyse von Theorien ergeben, die aus ganz anderen Gründen zur Erklärung ganz anderer Phänomene entwickelt wurden. Egal, welches große Thema der Physik man betrachtet - ob Relativitätstheorie oder Quantenmechanik, ob die Inflationsmodelle zur Beschreibung des Urknalls oder die Stringtheorie - sie alle scheinen auf die Existenz der einen oder anderen Form eines Multiversums hinzudeuten.
Dies spricht meiner Meinung nach doch deutlich dafür, dass irgendetwas an den Ideen von Mulitversen, Parallelwelten, oder welchen Begriff man auch immer dafür verwenden möchte, dran sein muss.

Fazit: Ich kann dieses Werk nur weiterempfehlen! Es gelingt dem Autor vortrefflich, auch komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie für Laien zumindest in ihren Grundzügen nachvollziehbar werden. Grundsätzlich sind Paralleluniversen natürlich ein Thema, bei dem vieles noch im Fluss und unter Experten umstritten ist, sodass hier keine gesicherten Forschungsergebnisse präsentiert werden können. Gerade das macht aber auch einen gewissen Reiz aus, man kann hier einen ersten Einblick in aufregende neue Gedanken erhaschen, die vielleicht eines Tages unser Weltbild grundlegend verändern werden.
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Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos
Die verborgene Wirklichkeit: Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos von Brian Greene (Gebundene Ausgabe - 12. März 2012)
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