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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine sehr vielfältige Reise durch die Physik und diverser Grenzgebiete aus Sicht eines überzeugten Physikers
Das Werk mit dem urphilosophisch geprägten Titel WAS KÖNNEN WIR WISSEN? stellt sich als kleines handliches Büchlein im A5 Format aus dem renommierten Spektrum Verlag dar. Der sehr erfahrene Autor Josef Honerkamp hat mehr als 30 Jahre Theoretische Physik gelehrt. Im Wissenschaftsbetrieb kennt man ihn von seinen Lehrbüchern KLASSISCHE THEORETISCHE PHYSIK...
Veröffentlicht am 11. Januar 2013 von Retro Kinski

versus
5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Ritt durch die moderne Physik
Das Buch von Josef Honerkamp behandelt in 43 kurzen Kapiteln die moderne Entwicklung der Physik in Verbindung mit geisteswissenschaftlichen Themen. Die Kapitel wurden dabei durch den Autor fünf großen Kernbereichen zugeordnet: 1. Verlässliches über Raumzeit und Quanten; 2.Verlässliches angesichts Komplexität und Zufall; 3. Wege um...
Veröffentlicht am 3. Januar 2013 von Henning B.


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine sehr vielfältige Reise durch die Physik und diverser Grenzgebiete aus Sicht eines überzeugten Physikers, 11. Januar 2013
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Das Werk mit dem urphilosophisch geprägten Titel WAS KÖNNEN WIR WISSEN? stellt sich als kleines handliches Büchlein im A5 Format aus dem renommierten Spektrum Verlag dar. Der sehr erfahrene Autor Josef Honerkamp hat mehr als 30 Jahre Theoretische Physik gelehrt. Im Wissenschaftsbetrieb kennt man ihn von seinen Lehrbüchern KLASSISCHE THEORETISCHE PHYSIK und im populärwissenschaftlichen Bereich von dem guten Werk DIE ENTDECKUNG DES UNVORSTELLBAREN. In WAS KÖNNEN WIR WISSEN? lotet Honerkamp die Grenzen der Physik und die Ränder der Wirklichkeit aus. Es geht um den Beginn der Zeit, die Zeit an sich, die kleinsten Bestandteile der Materie sowie "gibt es Zufall" und "was ist Realität eigentlich". Wie weit kann die Erkenntnisfähigkeit des Menschen und der Physiker überhaupt gehen?

In diese so spannenden Themenstellungen, auf die es natürlich keinen einfachen und oft vielleicht auch niemals abschließenden Antworten gibt, bringt er all seine Erfahrung aus der Wissenschaft ein. Der Untertitel "Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis" fasst dies gut zusammen, was allerdings eine verlässliche Erkenntnis ist.....schon darüber lässt sich trefflich streiten. In nicht immer einfach zu verstehender, aber meist einfach gehaltener Sprache und vielen schönen Grafiken bringt Honerkamp eine schier unglaubliche und selten so zahlreiche Ansammlung von breit gefächerten Gedanken in diesem kleinen Büchlein zusammen was dadurch gar nicht so klein wirkt. Man merkt, dass hier neben der jahrzehntelangen fachlichen Erfahrung auch viel Herzblut und Gedankenschmalz in seine Ausführungen eingegangen ist und dass den Autor diese Randthemen und die Abgrenzung zur Philosophie und Religion immer stark beschäftigt haben.

Die einzelnen Aufsätze sind stets fundiert auf dem Boden der jeweiligen Erkenntnisse – zumindest aus Sicht eines Physikers – gestaltet, um dann aufzufächern in die gut gewählten Grenzgebiete der u.a. Raumzeit, Quantentheorie, Spieltheorie, freier Wille, "Religion und Gott". Man spürt seine klare und in diesem Sinne auch "voreingenommene" Sicht als Physiker auf die angrenzenden Bereiche und seine klare Dominanz dieser Einstellung in Bezug auf seine diversen Argumentationen. Hier wäre etwa Offenheit und vielleicht auch Gelassenheit in der Sichtweise hilfreich gewesen. Deswegen sehe ich einmal von einer absoluten Höchstnote ab, obwohl die reine so gut strukturierte Themenvielfalt und Expertise des Autors viel geballte Erkenntnis und Spaß beim Lesen verschafft hat. Dennoch vergebe ich gerne 5/5 Sternen für ein klares "Gefällt mir sehr".

Die rund 330 reinen Textseiten ohne Anhang sind in folgende Kapitel eingeteilt die einen guten Überblick über den zu erwarteten spannenden Inhalt geben. Diese sind in noch weitere Unterkapitel strukturiert. An ihrer Formulierung sieht man schon, dass das Buch für den normalen, leicht vorgebildeten Leser populärwissenschaftlicher Bücher zugeschnitten ist. Aber er bietet auch für Fachleute eine schöne wissenschaftlich geprägte Diskussion an den Rändern des wissenschaftlich Gesicherten aus Sicht eines von seiner Fachrichtung und Expertise überzeugten Physikers:

TEIL I: Physik: Verlässliches über Raumzeit und Quanten
Was ist der Urknall eigentlich?
Raum und Zeit
Über die Zeit
Was bedeutet eigentlich Einsteins Formel E=mc²?
Realität und Nichtseparabilität in Quantenmechanik und Buddhismus
Individualität und Ununterscheidbarkeit der Quanten
Wandlungen des Materiebegriffes
Werner Heisenberg: "Physik und Philosophie"

TEIL II: Physik: Verlässliches angesichts Komplexität und Zufall
Zur Physik komplexer Systeme
Emergenz
Emergente Phänomene
Reduktionismus
Der Informationsbegriff in der Physik
Quanteninformation
Der Zufall
Wie man mit dem Zufall rechnet – stochastische Prozesse
Wie man dem Zufall trotzt – optimale Voraussagen
Vorurteile und Vorwissen
Aus Daten Schlüsse ziehen
Ein erster Einblick in die Spieltheorie – vom Beobachten zum Handeln

TEIL III : Wege zum verlässlichen Wissen
Die Natur der Physik und der kritische Rationalismus
Die Sprache der Physik
Warum können wir Gesetzmäßigkeiten in der Natur mathematisch erfassen?
Stephen Hawking: "Der große Entwurf – Eine neue Erklärung des Universums"
Über das Entstehen physikalischer Theorien
Schneller als Licht?
Strukturenrealismus und Evolution
Nicht beim Sein, beim Sosein – da stellen sich die Fragen

TEIL IV: Auf dem Weg zum verlässlichen Wissen
Vom Geschichtsbewusstsein
Unser geschichtliches Erbe in Europa
Keine Angst vor neuen Deutungsversuchen
Die dritte Form der Naturforschung
Über das Verhältnis von Wissenschaft und Technik

TEIL V: Jenseits verlässlichen Wissens
Über einen Aspekt der Schönheit bei physikalischen Theorien und Inventionen von J.S. Bach
Das Heilige und das Profane
Der "freie Wille" eines Agenten
Zweierlei Unvorstellbares
Innenwelt und Außenansicht
Gefühle eines Physikers beim Lesen eines philosophischen Artikels
Was kann ein Philosoph zu einer Fachwissenschaft beitragen?
Brauchen wir Gott? Gedanken zu einer Sammlung religions-kritischer Texte
Physik aus der Gottesperspektive?
Gedanken zu einem Artikel von Patrick Becker: "Naturwissenschaftliches Glauben als Herausforderung für den Gottesglauben"

4,5/5 Sternen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bis zur Grenze verlässlichen Wissens, 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
In seinem Buch „Was können wir wissen?“ setzt sich Josef Honerkamp mit der Frage
auseiander, wie weit die Menschheit ihre Erkenntnis über die Natur treiben kann.
Der Untertitel des Buches, „Mit Physik bis zur Grenze zur verlässlichen
Erkenntnis“ deutet schon an, dass man es hauptsächlich mit Phänomenen aus der
Natur zu tun hat.

Wie in der Einleitungi des Buches beschrieben wird, ist das Buch eine
Zusammenstellung von Beiträgen, die zuerst im Blog von Josef Honerkamp
erschienen sind. Für das Buch wurden sie teilweise umgeschrieben und in einer
sinnvollen Reihenfolge angeordnet. Die Herkunft aus einem Blog ist einerseits
vorteilhaft, weil die Beiträge für sich alleine stehend auch Sinn ergeben. So
kann man zwischendurch ein Kapitel lesen, ohne dafür die anderen Kapitel zu
kennen. Andererseits fällt es auf, wenn einige Zusammenhänge mehrmals in der
selben Art und Weise erklärt und wiederholt werden.

Das Buch besteht aus über 40 Kapiteln die — der Blogherkunft entsprechend —
oftmals nur wenige Seiten lang sind. Zur groben Strukturierung ist das Buch in
fünf Teile unterteilt.
In den ersten beiden Kapiteln geht es um Erklärungen und Theorien, hauptsächlich
aus der Physik, von denen man heutzutage annimmt, dass man sie "verlässlich"
erklären kann. Die einzelnen Kapitel schneiden jeweils Themen an, die heutzutage
am Rande unseres Wissens liegen und die uns als Menschen nicht sehr intuitiv
erscheinen (z.B. Quantenmechanik, Relativitätstheorie, „Was ist Zeit?“).
Im zweiten Teil wird dargelegt, wie man trotz des Einflusses von Zufall und
extremer Komplexität verlässliche Schlüsse ziehen kann. Als Beispiel wird z.B.
erklärt, wie man mit dem Zufall in der Statistischen Mechanik umgeht oder wie
man mithilfe der Spieltheorie komplexe Systeme beschreiben kann.
Im dritten Teil, den Honerkamp selbst als „das eigentliche Herzstück des Buches“
darstellt, geht es um die Mathematik und die Erklärung, warum genau die
Mathematik diese wundervolle Eigenschaft hat, Phänomene der realen Welt so
kompakt und doch eindeutig zu definieren.
Der vierte Teil ist nochmal ein kleiner Abstecher in die Geschichte der
„Wissensgenerierung“.
Im fünften Teil setzt sich Honerkamp noch einmal mit Problemen auseinander, die
er „jenseits [des] verlässlichen Wissens“ angesiedelt sieht, beispielsweise mit
Fragen philosophischer religiöser Natur.

Ich würde das Buch nur Leuten empfehlen, die bereits Vorwissen in Physik
mitbringen, da Josef Honerkamp Dinge oftmals nicht erklärt, sondern nur Verweise
auf andere Literatur bzw. Wikipedia gibt. Im hinteren Teil des Buches ist eine
Literaturliste gegeben, die für jedes Kapitel einige Vorschläge zum Nachlesen
gibt. Das Buch ist also mehr als grobe Übersicht zu den Themen zu sehen, dass
zum Nachdenken und vor allem Nachlesen anregt.

Insgesamt fand ich das Buch als Physikstudent äußerst interessant. Natürlich
lernt man in physikalischer Hinsicht nichts mehr neues, aber man setzt sich
einmal mit den Fragen auseinander, die über die Physik hinausgehen und schon
eher mehr Richtung Philosophie gehen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch für den interessierten Laien verständlich, 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Josef Honerkamp zeigt in seinem Buch die physikalisch-naturwissenschaftliche Sicht jener Begriffe wie „Zufall“, „Zeit“, „Materie“ und „Realität“, die auch schon die Philosophie seit Urzeiten bestimmt haben. Diese sind in der Physik typischerweise sehr genau definiert, sodass der Autor auch genaue Schlussfolgerungen ziehen kann - hin und wieder aber auch wieder die Grenzen der physikalischen Ansätze aufzeigt.

Da Honerkamp den Leser nicht mit einer Reihe ausufernder Formeln belasten möchte, sondern quasi gänzlich auf Mathematik verzichtet, werden einige Gedankengänge für den Laien etwas sprunghaft bis unverständlich erscheinen. Dies ist aber halb so schlimm: da das Buch aus vielen kleinen Blog-Artikeln des Autors zusammengestellt wurde, sind die Kapitel nicht direkt aufeinander aufbauend und viele Begriffe tauchen mehrfach auf und werden erneut erläutert. Dadurch kann man auch mal ein paar Absätze überspringen und wird auch ein Kapitel verstehen wird, ohne die anderen gelesen zu haben. Die Wiederholungen sorgen dafür, dass mindestens die Grundzüge auch bei Nicht-Physikern hängen bleiben werden.

Wer sich für „alpha centauri“ mit Harald Lesch begeistern konnte, sollte mal in „Was können wir wissen?“ hineinschauen, auch wenn Honerkamp in seinen Ausführungen deutlich nüchterner bleibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweilige Episoden zwischen Physik und Philosophie, 29. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
„Mit Physik bis zur Grenze der verlässlichen Erkenntnis“ lautet der Untertitel des Sachbuches von Josef Honerkamp. Der Autor versucht Brücken zwischen Philosophie und Wissenschaft zu schlagen. Anhand seines Fachgebietes, der theoretischen Physik, beschäftigt er sich mit der Frage in wie weit unser Wissen verlässlich ist und ob es Fragen gibt, auf die die Physik nie eine Antwort finden wird.

Sehr spannend fand ich die kritische Auseinandersetzung mit beliebten physikalischen Themen wie der Urknalltheorie, Relativistik und Wahrscheinlichkeit. Dazu sind viele populärwissenschaftliche Bücher auf dem Markt – dem Laien ist nicht bekannt in wie weit die Autoren vereinfachen, veranschaulichen, spekulieren. Dabei gerät einiges durcheinander.
Josef Honerkamp räumt auf. Er stellt die wissenschaftlichen Fakten klar und verdeutlicht besonders, was NICHT bekannt ist. Von dieser Grundlage des verlässlichen Wissens aus schlägt er die Brücke zur Philosphie. Honerkamp gibt einen Einblick in Wissenschaftsphilosophie und die Geschichte der wissenschaftlichen Forschung.

Leider ist das Buch eine Sammlung von Blogeinträgen, die der Autor im Laufe mehrerer Jahre verfasst hat. Das hat Vor- und Nachteile: Jedes Kapitel ist eine abgeschlossene Episode, wichtige Themen werden mehrmals erklärt und immer wieder zusammengefasst. Das stört den Lesefluss allerdings erheblich. Zum Vertiefen ist „Was können wir wissen?“ nicht geeignet. Dafür kann man hervorragend immer wieder mal ein Kapitel lesen, ohne auf bereits erlesenes Vorwissen angewiesen zu sein.
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4.0 von 5 Sternen Mit grundlegendem Vorwissen ein empfehlenswertes Buch, 11. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Insgesamt bietet das Buch eine gute Zusammenfassung über den Stand der aktuellen Forschung; allerdings ist es für mich als Studienanfänger an einigen Stellen zu knapp gefasst, um zu verstehen, was gemeint ist, ohne andere Literatur heranzuziehen.
An einigen Stellen merkt man, dass der Text nicht zusammenhängend geschrieben wurde, sondern aus mehreren Blogbeiträgen zusammengeschnitten wurde. Das ist an den Stellen, an denen man weiß, wovon geredet wird auch nicht weiter tragisch, aber als populärwissenschaftliches Buch zur Einführung in ein Gebiet würde ich vom Kauf dieses Buches eher abraten.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Ritt durch die moderne Physik, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Josef Honerkamp behandelt in 43 kurzen Kapiteln die moderne Entwicklung der Physik in Verbindung mit geisteswissenschaftlichen Themen. Die Kapitel wurden dabei durch den Autor fünf großen Kernbereichen zugeordnet: 1. Verlässliches über Raumzeit und Quanten; 2.Verlässliches angesichts Komplexität und Zufall; 3. Wege um verlässlichen Wissen; 4. Auf dem Weg zum verlässlichen Wissen; 5. Jenseits verlässlichen Wissens.
Josef Honerkamp ist seit mehr als 30 Jahren Professor für Theoretische Physik an der Universität Bonn. Dieses merkt man anhand von zwei wesentlichen Punkten.
Einerseits schafft es Herr Honerkamp innerhalb seiner fünf großen Bereiche wesentliche Punkte moderner Physik und Geisteswissenschaften aus der Sicht eines gestandenen Physikers für ein breites Publikum zu verbinden und fassbar zu machen. Er erläutert die wesentlichen physikalische Begriffe, Prinzipien usw., sodass man im Großen und Ganzen dem Autor folgen kann. Die Verbindung von Physik und Geisteswissenschaft schafft dem interessierten Leser guten Einstieg in eine mögliche Diskussion mit anderen Lesern.
Andererseits merkt man leider an manchen Stellen, dass Herr Honerkamp als Naturwisssenschaftler zum Teil überlegen auf bestimmte Themenbereiche wie z.B. den Geschichtswissenschaften schaut. Die Thesen wirken an manchen Stellen schon recht plakativ, sodass man sich als Geschichts- und Physikstudent die Frage stellen muss, ob der Autor nicht zum Teil doch einen anderen Blickwinkel einnehmen sollte. Diese Haltung des Autors und dessen Meinung trüben den im Großen und Ganzen positiven Eindruck des Buches leider ein.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solide, 15. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Angenehm zu lesen, aber kein lockerer "Journalistenstil". Mitdenken unbedingt erforderlich. Die relativ kurzen Kapitel sorgen aber dafuer, dass man bei der Stange bleibt.
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1 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Wahrheit der Physik, 28. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Dem Autor meinen herzlichsten Dank für dieses Buch. Es zeigt die Herkunft und den Zustand der heutigen Physik in bewundernswert klarer Weise auf. Genau das führt aber zur Erkennung der Schwachpunkte der heutigen Physik.
Von den leider zu vielen verwendeten Fremdworten (der Autor unterschätzt die Potenz der deutschen Sprache) ragt eines als roter Faden heraus. Es ist der Begriff “Stringenz“, grob mit “Regeleinhaltung“ übersetzbar. Die Physik hat aber noch nicht alle Regeln, so daß verbale stringente theoretische Entwicklungen von Theorien bisher schwierig sind.
Auf dieser Grundlage unterbreitet der Autor, jedoch nur stellvertretend für alle Physiker im Mainstream, daß Physik nur mathematisch gemacht werden könne. Denken mit Begriffen sei nicht stringent möglich. Die Frage “Was ist Materie? ginge z. B. ins Leere, da sich Begriffe wandeln können. Ein Vorschlag: Materie ist alles, was sich mit Trägheit einer Bewegungsänderung widersetzt. Der Autor vergißt, daß sich mathematische “Begriffe“, das sind für die Physik Formeln, auch wandeln. Z. B. die Berechnungen der Planetenbahnen von der Berechnung mittels Zykloiden, später Ellipsen und heute mittels sogar mehreren nebeneinander existierenden Mathematiken wie mit den Kraft-, Feld, Minimalweg- und Relativitätstheorien, was physikalisch sogar unzulässig ist, es kann nur eine oder keine davon zutreffen.
Physik ist genau so stringent (Regeln gehorchend) wie die Mathematik. Benötigt werden dazu nur explizite Definitionen der benötigten Begriffe, die der Autor aber nicht für möglich hält. Er hat es aber wohl noch nie versucht, da er von der Mathematik kommt. In mathematischer Sicht sei Physik eine glasklare Sache, nur diese verbal ausdrücken zu können, wäre oft nicht möglich und läßt überdies mehrere Deutungen zu.
Physik sei weiter eine “harte“ Wissenschaft. Das muß sie auch sein, nur verwechselt der Autor etwas: Mathematik ist “hart“, Physik, selbst noch nicht einmal definiert, in ihrem heutigen Zustand ist dagegen weich, schwammig, das genaue Gegenteil von hart: sie kann insbesondere weder richtig noch falsch sagen, weshalb das in physikalischen Publikationen faktisch auch verboten ist. Richtig und falsch sagen zu können ist aber nach der Stringenz der Rede die Voraussetzung, um überhaupt eine Wissenschaft zu sein, wobei selbst Wissenschaft noch nicht definiert ist.
Für die Stringenz der Physik ein Beispiel: Absolut ist FÜR DIE PHYSIK als wahr zu definieren, relativ als unwahr. Also ergibt sich, daß es eine “Relativitäts“-Theorie gar nicht geben kann, sie wäre unwahr. Einstein war auch gegen diesen Namen. Nach seinem Verständnis ist sie nämlich eine Absolutitätstheorie, denn er hat einen Bezugspunkt definiert, dem gegenüber sich ein absolut definiert. Nach mathematischer Stringenz entstand daraus die Interpretation der Raumzeit, die heutige heilige Kuh der Physik des Großen. Diese mathematische Interpretation ist aber trotz der Absolutheit der Theorie falsch, weil Einsteins Fixpunkt, ein kräftefreier Körper auf seiner Geodäten, die physikalische Regel (Stringenz) verletzt, daß ein Fixpunkt keine Newton’sche Geschwindigkeit haben darf. Einsteins Bezugspunkt, der kräftefreie Körper, ist aber nicht frei von Newtonschen Bewegungen (siehe [...], “Das Aus der allgemeinen Relativitätstheorie“).
Daß es den von Einstein “entfernten“ Äther nicht gäbe führt zur physikalischen Stringenz, daß die auch vom Autor gelobten Maxwellschen elektromagnetischen Formeln in die Tonne geklopft werden MÜSSEN, denn die Existenz von Ätherbewegungen ist ihre Grundlage! Deswegen sind diese Formeln auch invariant gegenüber Lorentztransformationen. Maxwells Formeln sind damit ein physikalisch stringenter Beweis für die Existenz des Äthers. Neben diesem beweisen aber auch das Hafele-Kaeting Experiment und die Beobachtungen von Elektronen im Vakuum durch Willis Lamb und die Erscheinungen in der Kerntechnik, daß es den Äther geben muß. Nur der Äther kann endlich auch die Frage von Ernst Mach beantworten, ob das Wasser in einem Eimer bei seiner Drehung an den Wänden hoch steigt, ohne daß eine Drehung in einem vollkommen materiefreien Kosmos überhaupt festgestellt werden kann: er dreht sich gegenüber dem Äther.
Auch der Autor vertritt die Auffassung, daß mit seinen Worten “zwei Uhren, die nebeneinander stehend im Gleichtakt gelaufen sind, außer Takt geraten, wenn eine davon auf Reisen geht, d. h., die Beobachter, die jeweils neben einer Uhr stehen bleiben, stellen fest, daß die andere Uhr, die sich von ihrer Warte aus bewegt, langsamer tickt“ (Ste 24). Danach könnte also von keinem Standort aus ein schneller ablaufender Vorgang beobachtet werden. Wie kann dann Einsteins zu Hause gebliebener Zwilling älter werden als der reisende auf z. B: einer großen Kreisbahn um die Erde, wenn der reisende dieses Älterwerden aus SEINEM langsameren Zeitablauf heraus gesehen nicht an öfteren Erdumdrehungen erkennen könnte? Wie würde sich weiter erklären, daß sich die Erde aus Sicht nicht relativistisch korrigierter Uhren in den GPS-Satelliten pro Tag etwas zu weit dreht, was aus Sicht der Satelliten eine höhere Rotationsgeschwindigkeit bedeutet? Und wie erklärt sich die tatsächlich gemessene ZeitablaufVERSCHNELLERUNG beim Hafele/Kaeting Experiment im Flugzeug nach Osten? Die Mathematik beginnt sich mit solchen Interpretationen wie nur langsamer möglichen Beobachtungen in der Physik lächerlich zu machen. Übrigens funktioniert das GPS-System nicht DURCH die Zeitdilatation der Uhren in den Satelliten, wie es auch der Autor vertritt, sondern gerade die müssen weg korrigiert werden, DAMIT es funktioniert. Selbst Ursache und Wirkung kann die Stringenz der Mathematik nicht unterscheiden, von wahr und unwahr physikalischer Theorien ganz zu schweigen. Physikalisch falsche Interpretationen aus mathematischen Stringenzen (Regeln) bestehen auch in der speziellen Relativitätstheorie. Aus der Formel für den Impuls führt die Mathematik zu Interpretationen von höheren Geschwindigkeiten wie höheren Massen wie geringeren Längen, obwohl der relativistische Faktor nur aus der Veränderung der Zeit durch die Zeitdilatation entsteht. Wie kommt dieser physikalisch zeitgebundene Faktor dann zu Masse und Länge? Ein klassischer Verstoß gegen physikalische Stringenzen: Massenerhöhungen und Längenkontraktionen sind definitiv falsch, es gibt sie nicht.

Dieses Buch kann exzellent eine große Aufgabe erfüllen, indem es dazu führt, daß die wesensfremden Stringenzen der Mathematik aus der Physik entfernt werden. Die Natur hat ihre eigenen Funktionismen wie es Richard Feynman in “Vom Wesen physikalischer Gesetze“ schon voraussagte.
Die Hauptaussage des Buches, daß Physik verbal mangels terminologisch-physikalischer Stringenzen (regelgebundend) nicht dargestellt werden kann, sondern nur in mathematischen Formulierungen, ist falsch.
Meine Bewertung von nur einem Punkt bezieht sich nicht auf den Autor, der dieses unter Berücksichtigung der vorgenannten physikalischen Fehler trotzdem lesenswerte Buch, sondern auf den Wahrheitsgehalt der aus mathematischen Stringenzen enthaltenen physikalischen Aussagen.
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Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis
Was können wir wissen?: Mit Physik bis zur Grenze verlässlicher Erkenntnis von Josef Honerkamp (Gebundene Ausgabe - 11. Oktober 2012)
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