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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was das Lesen mit und in unserem Kopf macht
Maryanne Wolf ist Sprachforscherin und Dozentin für kindliche Entwicklung und kognitive Neurowissenschaft. In ihrem Buch wird der große Bogen geschlagen, wie die Schriftsprache überhaupt entstand und warum es für Kinder so elementar wichtig ist, schon sehr früh damit in Berührung zu kommen.

Ich möchte hier nur ein paar Zitate...
Veröffentlicht am 10. September 2010 von Alexandra Graßler

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kulurgeschichte des Lesens mit neurophysiologischen Verbindungen
Hatte mir eigentlich erhofft, etwas mehr und verständlicher über die Prozesse im Hirn informiert zu werden, die am Leseprozess beteiligt sind. Dies erfüllt das Buch nur bedingt. Alles ist nach meinem Geschmack zu unübersichtlich dargestellt und setzt sehr viele Vorinformationen voraus. Der erste Teil, in dem die Entwicklung von Schriften beschrieben...
Veröffentlicht am 22. März 2013 von Wilhelm Pickenhahn


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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was das Lesen mit und in unserem Kopf macht, 10. September 2010
Von 
Alexandra Graßler (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Maryanne Wolf ist Sprachforscherin und Dozentin für kindliche Entwicklung und kognitive Neurowissenschaft. In ihrem Buch wird der große Bogen geschlagen, wie die Schriftsprache überhaupt entstand und warum es für Kinder so elementar wichtig ist, schon sehr früh damit in Berührung zu kommen.

Ich möchte hier nur ein paar Zitate aus dem Buch bringen, die ich persönlich als absolut zentral empfinde:

"Lesen lernen beginnt, wenn man zum ersten Mal ein baby auf den Schoß nimmt und ihm eine Geschichte vorliest. Der spätere Leseerfolg hängt zu einem erheblichen Maße davon ab, wie oft dies in den ersten fünf Jahren der Kindheit geschieht oder auch nicht geschieht."

"Kinder mit einem großen Repertoire an Wörtern und ihren Assoziationen erleben jeden Text und jedes Gespräch auf völlig andere Weise als Kinder, die nicht über den gleichen Fundus an Wörter und Vorstellungen verfügen."

"Geschichten und Bücher sind ein sicherer Ort, Emotionen an sich selber zu erproben, und tragen daher entscheidend zur Entwicklung des Kindes bei. So ergibt sich eine wechselseitige Beziehung zwischen emotionaler Reifung und Lesen."

"Kinder, denen man viel vorgelesen hatte, verwendeten in ihren Geschichten nicht nur mehr von der speziellen 'literarischen' Büchersprache als andere Kinder, sondern auch komplexere syntaktische Elemente, Phrasen und Nebensätze. Bedeutsam daran ist, dass Kinder, die selber vielfältige semantische und syntaktische Formen verwenden, auch die gesprochene und geschriebene Sprache anderer Menschen besser verstehen. Dieses sprachliche und kognitive Vermögen ist eine unschätzbare Basis für zahlreiche Verständnisfähigkeiten, die einige Jahre später, wenn die Kinder selber zu lesen beginnen, gefragt sind."

Faszinierend ist zu lesen, wie genau der Leseprozess abläuft. Welche Stufen nacheinander erklommen werden und wieso das Hören dabei eine so zentrale Rolle spielt. Enthalten ist ebenfalls ein Kapitel, das sich mit Leseschwächen beschäftigt und Wege aufzeigt, diese zu überwinden.

Lesen ist uns nicht angeboren, sondern eine erlernte Leistung. Und auch wenn sich inzwischen viel in virtueller Welt abspielt, hat die Bedeutung des Lesen können, Textverständnis zu haben und die Fähigkeit der Abstraktion und eigenen Ableitungen in keinster Weise abgenommen.

Ein überaus wertvolles Buch, das ich nur sehr empfehlen kann. Meines Wissen gibt es momentan kein anderes Werk, dass die Wichtigkeit des Vorlesens, des Lesen- und Schreibenlernens besser herausarbeitet und die Wichtigkeit darstellt. Fast schon eine Pflichtlektüre für alle, die sich mit Kindern und lesen lernen beschäftigen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das zweckentfremdete Gehirn, 1. September 2010
Wenn Sie diesen Satz lesen, dann tun sie tatsächlich viel mehr, als nur Buchstabe für Buchstabe zu entziffern. Sie nehmen zum Beispiel gleichzeitig etwa 14 bis 15 Buchstaben rechts von ihrem Fokus wahr. Damit bekommen Sie schon einen Überblick auf das was kommt, nur ein paar Millisekunden bevor Sie diese Buchstaben fixieren werden, doch ausreichend, um sie dann besser zu verstehen. Überhaupt spielen sich beim Lesen innerhalb von 500 Millisekunden eine Vielzahl von motorischen und kognitiven Prozessen ab.

Ein geübter Leser ist sich dessen allen natürlich nicht bewusst, seine Augen gleiten schwebend über die Buchstaben und Zeilen, er erkennt mühelos Wörter und verbindet sie mit seinem ganzen Wissen über Zeichen, Laute und Bedeutungen. Tatsächlich ist das alles keine Selbstverständlichkeit, denn unser Gehirn wurde von der Evolution nicht darauf vorbereitet, so eine komplexe Kulturtechnik wie Lesen auszuführen. Einen Eindruck von der faszinierenden Welt des Lesens vermittelt die Psychologin Maryanne Wolf in ihrem Buch Das lesende Gehirn - Wie der Mensch zum Lesen kam und was es in unseren Köpfen bewirkt".

Jeder, der sich mit Medien beschäftigt, sollte genau über die im Untertitel genannten Punkte einmal nachdenken. Wolfs Buch eignet sich gut dazu: Sie liefert eine abwechslungsreiche Mischung aus Neuropsychologie, Evolutionstheorie, Sprach- und Schriftgeschichte, persönlichen Erlebnissen und literarischen Zitaten und Anekdoten. Der erste Teil des Buches zeigt auf, wie aus Keilschrift und Symbolen die ersten Alphabete entstanden sind - eine Leistung, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann.

Denn durch ein nahezu perfektes Alphabet wie dem griechischen war es erstmals möglich, Laute mit Buchstaben zu verknüpfen und jedes Wort der gesprochenen Sprache auch aufzuschreiben - der Start einer Explosion des Wissens und des gesellschaftlichen Fortschritts. Im zweiten Teil wird mit neuropsychologischer Genauigkeit rekonstruiert, was beim Lesen im Gehirn passiert und wie Kinder Lesen lernen. Tatsächlich arbeitet eine Vielzahl von Gehirnarealen beim Lesen mit - sie alle haben sich ursprünglich für ganz andere Aufgaben entwickelt, etwa der Objekterkennung in der physischen Welt, und wurden für das Lesen zweckentfremdet.

Sieht man die Komplexität der Vorgänge im lesenden Gehirn, dann erscheinen einem die simplen Wahrheiten der Neuromarketing-Literatur so grob und einfach, so dass die Frage bleibt, ob sie tatsächlich eine adäquate Beschreibung komplizierter Verstehens- und Verhaltensprozesse sein können. Das wird im letzten Teil noch einmal verstärkt, der sich mit Lesestörungen wie Legasthenie befasst - ein Leiden, dessen neuronalen Grundlagen trotz intensiver Bemühungen bis heute nicht zweifelsfrei geklärt wurden.

Auch wenn die Autorin in einigen Abschnitten tief in die neuropsychologische Fachsprache eintaucht, so ist doch ihr Buch für Psychologie-Interessierte verständlich und leicht zu lesen. Die Behandlung eines Themas, dass Wolf in ihrem Vorwort anschneidet, bleibt sie jedoch schuldig: Über die Auswirkungen, die Bildschirmmedien wie Internet und Fernsehen auf die Struktur unseres vom Lesen geprägten Denkens haben, findet man außer einiger eher spekulativer Befürchtungen wenig Erhellendes. Immerhin sind Lesen und Schrift noch die dominanten Kommunikationstechniken im Internet - obwohl Fernsehkritiker vor Jahrzehnten schon eine Zukunft des Analphabetismus an die Wand malten. Lesen ist also nach wie vor aktuell, weshalb es lohnt, sich mit seinen Grundlagen auseinander zu setzen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaft, die Spass macht, 10. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das lesende Gehirn: Wie der Mensch zum Lesen kam - und was es in unseren Köpfen bewirkt (Taschenbuch)
Eines muss vorweg gesagt werden. In den letzten Jahren ist kaum ein wissenschaftliches / populärwissenschaftliches Buch veröffentlicht worden, das eine breite Allegemeinheit so sehr beeindrucken kann wie das Buch Das lesende Gehirn" der Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf. Denn sie vermag es nicht nur, komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge verständlich zu erklären, sondern schafft es immer wieder, den Leser für das Lesen an sich zu begeistern. Und vor allem schafft es Maryanne Wolf, dem vermeintlichen Defizit Legasthenie das Stigmatisierende und Hemmende zu nehmen.
Wer dies nicht glaubt, sollte sich auf die vielen wissenschaftlichen Touren mit der Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf einlassen. Wolf schafft es auch, Hoffnung zu verbreiten, wenn sie schreibt: Wir Menschen des 21. Jahrhunderts stehen womöglich kurz vor der Lösung eines Rätsels. Weil wir altbekannte und vernachlässigte Indizien aus der früheren geschichte der Legasthenie mit frischeren Informationen aus neueren bildgebenden Untersuchungen kombinieren, zeichnet sich allmählich ein umfassenderes Bild von den Prozessen ab, die ablaufen, wenn das Gehirn nicht lesen kann .... Doch wenn ich richtig liege, wird sich herausstellen, dass Legasthenie ein fesselndes Beispiel für die Strategien ist, die das Gehirn zur Kompensation nutzt - wenn es eine Funktion auf eine bestimmte Weise nicht erfüllen kann, restrukturiert es sich, um buchstäblich einen anderen Weg zu finden ..."
Im Kapitel Gene, Talente und Legasthenie" schlüsselt Maryanne Wolf auf, wie wichtig die Legasthenie ist. Die meisten Legastheniker verfügten nicht über so spektakuläre Talente wie Edison oder Leonardo (denen Legasthenie nachgesagt wird, der Rezensent), aber dennoch scheine es unzählige Menschen mit Legasthenie zu geben, die ungewöhnlich begabt seien. Deshalb ermuntert sie: Was die Legasthenieforschung uns vor allem zu sagen hat, ist nicht, dass wir die Entwicklung eines neuen Leonardo oder Edison fördern sollen. Vielmehr sollen wir alles daran setzen, das Püotential eines Kindes ans Licht zu bringen." Wenn diese Verantwortung in Familie, Schule und Gesellschaft wahrgenommen würde, wäre der Alltag für Kinder und Jugendliche in der Gegenwart sicherlich ein anderer.
Wer das Buch Das lesende Gehirn" von Maryanne Wolf gelesen hat, der hat verstanden, wie es zum Lesen kommt und welche Bedeutung das Lesen hat. Es ist ein faszinierender Tauchgang in die Tiefen einer Grundkompetenz des menschlichen Lebens. Und so wissenschaftlich gründlich sie es geschrieben hat (mit grosser Liebe zu Studiendetails), so allgemeinverständlich hat sie es auch getan. Wenn Wissenschaft so daherkommt, macht sie jedem Spass.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenlernen - ein komplizierter Prozess - einfach zu unterstützen, 29. Oktober 2010
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
"Ich bin mir sicher, wenn ich mit prüfendem Blick in umgekehrter Reihenfolge durch die Bücher meiner Kindheit hindurchlesen könnte, würde sich mir meine gesamte Entwicklung erschließen. Das Kind lebt im Buch; doch genauso sehr lebt das Buch im Kind." Elizabeth Bowen

Maryanne Wolf ging als Kind in eine einklassige Schule. Alle Schüler saßen im gleichen Raum, die erste Klasse in der ersten Reihe, die zweite in der zweiten Reihe usw. Für das Weiterrücken in die nächste Reihe mussten bestimmte Leistungen erbracht werden. Am Beispiel eines Jungen, dem das Lesenlernen besonders schwer fiel, konnte die kleine Maryanne erkennen, mit wieviel Geduld die Lehrerin jeden Tag nach dem Unterricht mit diesem Schüler übte. Wolfs Kindheitserinnerung enthält bereits einen großen Teil dessen, was sie als Professorin für die kindliche Entwicklung und Neurowissenschaftlerin später über den Leselernprozess herausfinden sollte. Das Lesenlernen ist ein komplizierter Prozess, für den nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung steht - wichtig ist die Zuwendung der Person, die das Lesen fördert - Kinder brauchen eine persönliche, individuelle Leseförderung.

Die Autorin geht zunächst zu den Sumerern, den Erfindern des Leselernprozesses, zurück. Die Sumerer ließen ihre Kinder Wortgruppen in Keilschrift in feuchte Tontäfelchen pressen. Nur weil unser Gehirn durch Erfahrung formbar ist, waren die Menschen damals flexibel genug, um Lesen zu lernen. Wolfs Forschungen an Legasthenikern haben ihr gezeigt, welche Voraussetzungen für den Prozess des Lesenlernens nötig sind. Lange bevor ein Kind in die Schule geht, braucht es einen Erwachsenen, mit dem es gemeinsam Bilder ansieht, der ihm Geschichten erzählt und Reime vorspricht, bis es schließlich erkennt, dass die kleinen schwarzen Zeichen in Büchern eine Bedeutung haben. Vorlesen ist Grundlage der emotionalen Reifung; denn Geschichten erzählen Kindern über Gefühle. Mit dem Vorlesen von Geschichten entwickelt sich Verständnis für andere; denn wer selbst eine reiche Sprache hat, versteht andere besser. Kindern lernen aus Geschichten, auch aus dem Ungesagten Schlüsse zu ziehen und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Die Fähigkeit und die Schnelligkeit eines Kindes Dinge zu benennen, weisen bereits früh darauf hin, wie erfolgreich später das Lesenlernen verlaufen wird.

Der Wortschatz, den ein kleines Kind entwickelt, entscheidet darüber welche Bedeutung es in einem Text finden kann. Für unseren Wortschatz gilt, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer. Ein geringer Wortschatz bei 5-Jährigen ist später kaum wieder aufzuholen. Wortarmut zeigt sich in der 6. Klasse als Rückstand um 3 Schuljahre, ein ungeheure Verschwendung von Resourcen. Kinder, die den Schritt vom entziffernden zum verstehenden Lesen bis zur dritten Klasse noch nicht vollzogen haben oder einfach zu langsam lesen, sind in unserem Schulsystem nicht vorgesehen. Wie Luke, der selbst feststellte, dass er die Texte seiner Arien nicht schnell genug lesen konnte, um sie singen zu können, bleiben sie meist unentdeckt.

Ein Legastheniker ist nach Wolf eine Person, die Probleme mit dem Rhythmus von Sprache oder eine geringe Verarbeitungsgeschwindigkeit für Texte hat. Aus dieser Definition die richtige Folgerung zu ziehen, dass mit Witzen, Sprachspielen und Kinderreimen die Bereitschaft zum Lesenlernen gefördert wird, sollte nicht schwer fallen.

Die Bedenken, die Sokrates gegen die Entwicklung einer Schriftsprache vorbrachte, vergleicht Wolf mit den Sorgen heutiger Eltern, ihre IT-versierten Kinder könnten Informationen zukünftig nur noch in winzigen Häppchen verarbeiten und deren Wahrheitsgehalt nicht mehr beurteilen. Sokrates fürchtete, der Übergang zu einer Schriftkultur würde die Menschen glauben lassen, etwas zu wissen, während sie erst über einen Bruchteil des Wissens verfügen. Für ihn war das Memorieren Fundament persönlichen Wissens, das im Dialog mit einem Lehrer weiter verfeinert werden muss. Auch Maryanne Wolf befürchtet, dass wir zu einer Generation von Informationsdekodierern werden könnten, die ihr geistiges Potenzial nicht ausschöpfen, weil sie glauben, schon alles verstanden zu haben. Ob Schüler erfolgreicher sein werden, die wieder mehr Texte auswendig beherrschen, wird aktuell gerade wieder temperamentvoll diskutiert.

Weshalb sollten alle Eltern das engagierte Plädoyer für das Vorlesen im Kleinkindalter von einer auf Legasthenie spezialisierten Neurowissenschaftlerin lesen?

* Weil aus jeder Zeile ihres Buches geradezu ansteckend Wolfs Liebe zu Büchern spricht

* Weil Maryanne Wolf uns anhand vieler Zitate und Anekdoten zeigt, wie wir frühzeitig die Bereitschaft zum Lesenlernen, Medienkompetenz und Kritikfähigkeit unserer Kinder fördern können.

* Weil sie zu einem komplizierten Problem eine plausible Lösung bereit hat, die kaum Kosten verursacht:

Kinder brauchen für ihre normale Entwicklung ein gemeinsames Gespräch am Familientisch, Bücher und (vor-)lesende Menschen, die ihnen ein Vorbild sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kulurgeschichte des Lesens mit neurophysiologischen Verbindungen, 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das lesende Gehirn: Wie der Mensch zum Lesen kam - und was es in unseren Köpfen bewirkt (Taschenbuch)
Hatte mir eigentlich erhofft, etwas mehr und verständlicher über die Prozesse im Hirn informiert zu werden, die am Leseprozess beteiligt sind. Dies erfüllt das Buch nur bedingt. Alles ist nach meinem Geschmack zu unübersichtlich dargestellt und setzt sehr viele Vorinformationen voraus. Der erste Teil, in dem die Entwicklung von Schriften beschrieben wird, ist sehr erhellend. Die nächsten Kapitel sind, wie gesagt, sehr unsystematisch dargestellt.
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5.0 von 5 Sternen Daumenhoch, 23. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein im angenehmen Stil geschriebenes Buch zum Mehr-Wissen. Transluzent, gut recherchiert, und nicht zuletzt persönlich. Außerdem gut lesbar. Mein Exemplar wie brandneu. Bin zufrienden.
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4.0 von 5 Sternen Interessante Aufarbeitung, 22. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das lesende Gehirn: Wie der Mensch zum Lesen kam - und was es in unseren Köpfen bewirkt (Taschenbuch)
leicht zu lesen trotz fachlicher Ausarbeitung
interessantes Kapitel zum Thema Legasthenie
gut auf zur Verarbeitung in wissenschaftlichen Arbeiten
sehr empfehlenswert
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenlernen ist vom Gehirn nicht vorgesehen, 7. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das lesende Gehirn: Wie der Mensch zum Lesen kam - und was es in unseren Köpfen bewirkt (Taschenbuch)
Dieses Buch war sehr aufschlussreich. Wir verfügen in unseren Anlagen über Mittel zum Spracherwerb, nicht jedoch zum Erlernen des Lesens. Das muss von jedem Menschen ganz individuell und mühevoll erlernt werden. Hier bietet sich eine ganz andere Sicht auf die Art und Weise, wie Kinder sich durch das Erlernen dieser Fähigkeit kämpfen müssen, um sie im Erwachsenenalter einmal zu einer Fertigkeit zu bringen, die noch Raum zum Denken gibt. Wer ein Kind mit Schwierigkeiten beim Lesenlernen oder auch lesefaule Kinder betreut, sollte hier einmal nachschlagen.
Ein sehr gutes Buch, welches mir die Sicht auf meinen Sohn noch einmal ganz neu eröffnet hat. Nichts in unseren Genen und der Entwicklung unseres Gehirns im Laufe der Evolution hat uns auf das Erlernen des Lesens vorbereitet. Diese Anlage kann nicht vererbt werden, wie das Sprechenlernen und auch durch Spiegelneuronen nicht nachgeahmt werden. Jedes Kind muss sich Schritt für Schritt im Gehirn die Ausstattung dafür schaffen, sie sind nicht vorhanden. Ein Aha-Effekt. Ebenso wird im jeweiligen Sprachraum der Unterschied erklärt, wie das Gehirn Zeichen (Bilder in Buchstaben umwandelt) und warum Asiaten andere Teile des Gehirns zum Lesen nutzen als Europäer. Die Geschichte der Entstehung des ersten Alphabets und viele Errungenschaften der Griechen, Sumerer und anderer Völker werden sehr unterhaltsam erzählt, unbedingt lesenswert.
Gehört in jede Schule, damit Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen nicht mehr als faul oder dämlich abgestempelt werden und Erwachsene mit Legasthenie ein anderes Selbstbild von sich bekommen. Ihr Gehirn arbeitet nicht schwächer sondern anders und von den besonderen Fähigkeiten dieser Menschen profitieren wir als Gesellschaft der Lesefähigen mit.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fehlende Seiten im Taschenbuch, 26. November 2011
Von 
M. Rüter (Sprockhövel, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das lesende Gehirn: Wie der Mensch zum Lesen kam - und was es in unseren Köpfen bewirkt (Taschenbuch)
In der Taschenbuchausgabe 1. Auflage 2009, Taschenbuch 2010, Nachdruck 2011 sind die Seiten 111-142 doppelt und die Seiten 143-175 fehlen!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht lesenswert, 13. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Das lesende Gehirn: Wie der Mensch zum Lesen kam - und was es in unseren Köpfen bewirkt (Taschenbuch)
Wie der irreführende Titel (das Gehirn liest ja nicht) schon andeutet, ist das Buch mit neurologischen Spekulationen angefüllt, wie man sie heute überall als vermeintliche Ergebnisse der Hirnforschung antrifft. Forschungen werden ganz unkritisch und oberflächlich wiedergegeben. Waghalsige Behauptungen über chinesische Gehirne, die von angeblichen Eigenschaften der chinesischen Schrift geprägt sind. Und dann liest man etwas wirklich Niederschmetterndes:
„In meinem Graduiertenseminar entdeckte ich einen weiteren Aspekt, der Chinesisch von den anderen alten Schriften unterscheidet. Als ich meine chinesischen Studenten an der Tufts University fragte, wie sie in so jungen Jahren so viele Schriftzeichen hätten lernen können, lachten sie und meinten, sie hätten ein „Geheimsystem“ – Pinyin. Leseanfänger lernen die phonetische Umschrift Pinyin, damit sie leichter begreifen, worum es beim Lesen und Schreiben geht, und um sie darauf vorzubereiten, dass sie sich bis zur fünften Klasse 2000 Schriftzeichen einprägen müssen. Was ist das Geheimnis des Pinyin? Es ist ein kleines Alphabet. Indem es den Leseanfängern das Gefühl vermittelt, dass sie eine kleine Teilmenge von Zeichen beherrschen, bereitet es den Boden für das eigentlicheLesen und die Leser gehen die vor ihnen liegenden Aufgaben mit mehr Zuversicht an.“
Wie kann man nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Gegenstand einen solchen Unsinn schreiben?
Die Verfasserin hat auch linguistisch sehr naive Ansichten, worauf ich hier nicht eingehen kann.
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