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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Buch für Praktiker
Viele bemängeln hier ja die Einfachheit des Tiplers und behaupten er wäre allenfalls etwas für Nebenfächler und Oberstufenschüler. Dieser Meinung kann ich mich allerdings nur teilweise anschließen.
Sicher ist der Tipler sehr einfach gehalten und sehr bunt, aber gerade das macht ja den Reiz dieses Buches aus: Es ist sehr...
Veröffentlicht am 26. September 2007 von F. Hahner

versus
61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Basiswissen - aber keinen Deut mehr!
Der "Tipler" ist ohne jeden Zweifel ein Klassiker unter den Hochschullehrbüchern der Physik. Es ist ein typisch amerikanisches Werk, das in seiner Darstellung den einfachen Weg zum Ziel sucht - allerdings nicht den elegantesten. Für Hauptfachphysiker ist der "Tipler" in den meisten Kapiteln deutlich zu oberflächlich, Bücher wie...
Veröffentlicht am 28. März 2006 von Christoph Kulgemeyer


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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Buch für Praktiker, 26. September 2007
Von 
F. Hahner (OL) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Viele bemängeln hier ja die Einfachheit des Tiplers und behaupten er wäre allenfalls etwas für Nebenfächler und Oberstufenschüler. Dieser Meinung kann ich mich allerdings nur teilweise anschließen.
Sicher ist der Tipler sehr einfach gehalten und sehr bunt, aber gerade das macht ja den Reiz dieses Buches aus: Es ist sehr übersichtlich gestaltet und versucht in erster Linie die Sachverhalte der einzelnen Themengebiete anschaulich zu erklären. Und gerade hier ist der Tipler dem Demtröder zum Beispiel deutlich überlegen. Hier wird nich viel mit Formeln rumgeworfen sondern es werden klar und deutlich Erklärungsmodelle geliefert und die wirklich wichtigen Formeln gezeigt.
Viele Beispielaufgaben bringen einem zudem die Anwendung der Formeln näher, wodurch der Tipler auch für "richtige" Physikstudenten sehr gut zur Klausurvorbereitung geeignet ist. Mein Tipp: Zur Vorlesungs Vor- und Nachbereitung den Demtröder und bei Verständinsproblemen und zur Klausurvorbereitung den Tipler.
Zum Halliday: Er ist annähernd deckungsgleich mit dem Tipler, hier sollte man mal beide Probelesen und das Buch wählen, das einem persönlich am besten gefällt.
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verständlich und sogar fast unterhaltsam., 26. April 2005
Mit Tiplers Abhandlung über die Experimentalphysik ist man während des Grundstudiums sicherlich auf der richtigen Seite. Die eingesetzte Mathematik wird geradezu narrensicher erklärt und als Rezept dargelegt, was alle Analysis und LA-Geschädigten, die das Wort "Beweis" nicht mehr hören können, dankbar aufnehmen werden. Der Umfang ist beachtlich, auf den über 1300 Seiten wird ein großer Teil des für das Grundstudium relevanten Stoffes abgedeckt. Vor allzu überzogenen Erwartungen kann ich aber nur warnen: Viel mehr als die wichtigsten Grundlagen der einzelnen Themengebiete werden nicht behandelt, sobald es etwas in die Tiefe geht (z.B. wie entstehen Ebbe und Flut "wirklich", was genau (!) passiert bei einem Laser,...), muss man sich nach weiterer Literatur umsehen.
Für einen ersten Überblick auf die (nicht nur am Anfang) geradezu erschlagende Vielfalt der Physik ist das Buch aber ideal, da die recht flotte Schreibweise und das sehr bunte, bilderreiche Layout das Lesen - im Vergleich zum sonst häufig vorkommenden sterilen und sterbenslangweiligen Stil - wesentlich vereinfacht.
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61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Basiswissen - aber keinen Deut mehr!, 28. März 2006
Der "Tipler" ist ohne jeden Zweifel ein Klassiker unter den Hochschullehrbüchern der Physik. Es ist ein typisch amerikanisches Werk, das in seiner Darstellung den einfachen Weg zum Ziel sucht - allerdings nicht den elegantesten. Für Hauptfachphysiker ist der "Tipler" in den meisten Kapiteln deutlich zu oberflächlich, Bücher wie "Gerthsen" oder "Demtröder" sind hier deutlich hilfreicher. Für Nebenfachstudenten hingegen ist der Tipler ohne Zweifel ausreichend. Wem es nur darum geht, Prüfungen zu bestehen, der liegt mit dem "Tipler" richtig.
Der größte Nachteil des "Tipler"s ist seine langatmige Darstellungsform, konsequent wird die Mathematisierung der Physik auf ein Minimum reduziert, dabei wird jedoch an manchen Stellen der Gesamtzusammenhang, das Systemwissen, nicht deutlich. Die Darstellung des "Gerthsen"s ist hier beispielsweise in der Thermodynamik hoch überlegen.
Zu empfehlen ist allersdings auch Hauptfachstudenten die umfangreiche Aufgabensammlung im "Tipler", die Lösungen dieser Aufgaben stellen ein Minimum des Lernerfolges dar und geben Sicherheit. Zur Kontrolle ist allerdings ein Lösungsheft vonnöten, das unverständlicherweise extra gekauft werden muss. Im Vergleich sind die Aufgaben im "Gerthsen" deutlich schwieriger und unmotivierender, weil sie eigentlich erst lösbar werden, wenn der Lernstoff des gesamten Physikstudiums sinnvoll verinnerlicht wurde. Dann allerdings sind sie weit interessanter als die des "Tipler"s.
Als Fazit kann also festgehalten werden, dass das besondere Verdienst des "Tipler"s in seiner Aufgabensammlung liegt, während die Lektüre der Aufgabenlösungen sowie der Lehrtexte des "Gerthsen"s sinnvoller und effektiver ist. Eine Kombination der beiden Werke ist zu empfehlen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Bibel der Physik mit manchen Schwächen, 30. März 2009
Von 
M. Zimmermann "zimmar1983" (Knittelfeld, Steiermark) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Am Tipler führt kein Weg vorbei..." so oder so ähnlich hat der Professor für die Einstiegsvorlesungen der Physik den Tipler empfohlen. Und um die Wirtschaft zu stärken haben sich daraufhin rund 80% der Studenten, darunter ich, dieses Standardwerk der Grundlagenphysik gekauft.
Sehr positiv fand ich die übersichtliche Aufbereitung der Themen. Viele Lehrbücher wie z.B. Gerthsen Physik steigen bereits so hoch ein, dass einem Studenten ganz anders wird, der Tipler beginnt bei den Basics und führt einen Studenten Step bei Step an die Physik heran. Auch die Mathematik dahinter wurde bewusst einfach gehalten, damit nicht schon nach ein paar Seiten totale Frustration aufkommt. Auch die zahlreichen mehrfarbigen Abbildungen tragen sehr zum Verständnis bei.

Dennoch ist auch dieses Werk nicht ganz ohne Schwächen: Einerseits gibt es viel Prosa zu einem Thema man liest es also wie einen Roman, auf der anderen Seite fehlen jedoch oft wichtige Herleitungen wie z.B. Maxwell-Boltzmann-Verteilung etc. Manche Kapitel sind sehr langatmig geschrieben, und man muss sich erstmals durch den Text kämpfen damit man die Info findet nach der man sucht. Zum schnell mal eine Formel nachschlagen ist dieses Werk also nicht wirklich geeignet. Wenn man Physik im Hauptfach studiert wird man mit dem Tipler auch schnell an Grenzen stoßen, da der Tipler trotz seiner über 1500 Seiten bei manchen Kapiteln keinen wirklichen Tiefgang bietet. Hier ist also noch zusätzliche Literatur erforderlich.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tipler - Physik, 25. Mai 2004
"Der Tipler" ist ein gut strukturiertes und leicht verständliches Lehrbuch zur Allgemeinen Physik, sowohl für Nebenfächler als auch für Physiker (im Grundstudium). Er umfaßt breit gefächert alle Gebiete der Physik, mit demselben Aufbau, den man auch in Nebenfach-Physik-vorlesungen findet.
Hervorzuheben ist, daß Tipler auch das notwendige "mathematische Handwerk" grundlegend erklärt und nicht davon ausgeht, man wäre der Held der Volumenintegralrechung ;-)
Nicht so gut finde ich, daß es weder im Anhang noch im Internet Lösungen zu den Übungsaufgaben gibt. Nur in der Bibliothek findet man das dazugehörige Arbeitsbuch und das ist meist vergriffen.
Fazit: Auch für Physikmuffel ein mit etwas Motivation recht gut verständliches Gesamtwerk über die Physik - sehr empfehlenswert für jeden Naturwissenschaftler, der sich mit physikalischen grundlagen auseinandersetzen will.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grundlagen der Physik - für angehende Physiker nicht genug, 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Physik: für Wissenschaftler und Ingenieure (Gebundene Ausgabe)
Zusammenfassung:
+ weitreichendes verständlich formuliertes Kompendium
+ sehr viele und hilfreiche Grafiken
+ hilfreiche durchgerechnete Beispielaufgaben
- sehr viel Text
- sehr stark reduzierte Mathematik
o sehr groß / schwer und dennoch fehlen die Lösungen für die wirklichen Aufgaben -> es ist ein Nachschlagewerk für zu Hause!
-> für Physikstudenten im 1-2 FSM sicherlich zu gebrauchen, danach bei weitem nicht detailliert genug; ob das Buch z.B. für Chemiestudenten oder Ingenieure bis zum Bachelor -wie auf dem Buchcover versprochen- reicht kann ich nicht beurteilen….

Rezension:

Warum ich dieses Buch rezensiere:
Mir, als Physikstudent im 5 FSM, wurde dieses Buch freundlicherweise vom Springer-Verlag zur Rezension zu Verfügung gestellt, dennoch habe ich versucht den folgenden Text möglichst objektiv zu verfassen. Aber er spiegelt natürlich auch meine Meinung und subjektive Bewertung der Argumente wieder.

Eigenschaften des „Tiplers“ Auflage 6:
Mit 3.5kg und den Abmessungen eines DinA4-Blattes mit 7cm Dicke gehört dieses Buch sicherlich nicht mehr zu den Taschenbüchern, sondern ist klar als Nachschlagewerk einzuordnen. Die Blattdicke ist erfreulicherweise weder zu dick noch zu dünn gewählt, sodass die Haptik sehr gut ist und sich der Inhalt der vorherigen Seite kaum erkennen lässt. Auch die Bindung ist eine wirkliche Bindung und nicht -wie leider oft vorhanden- nur geklebt, welches sonst nach ein paar Jahren meist zu einem allmählichen auflösen des Buches führt. Somit ist der Leseeindruck sehr klar und durchweg positiv.
Auf dem Buchrücken bzw. Cover prangt in großen Buchstaben „Physik“ und das ist auch eine gute Beschreibung des Inhalts ;) , schließlich gibt das Buch einen weitgefächerten Bereich der Physik wieder. Auch ist in einem Aufkleber-Design der Text „Der Begleiter bis zum Bachelor“ zu lesen, dies kann wohl nur für Studenten gelten, die die Physik lediglich als Erweiterungsfach belegen - die Begründung dieser Aussagen folgt später.
Lieder besitzt er keinerlei Kapitelbänder, dies wäre bei dem Umfang und der Aufteilung sehr hilfreich gewesen (naja man kann sich auch einfach ein paar Bändchen selber einkleben, allerdings bei dem Preis…)

Inhaltlicher Aufbau:
Dieses Nachschlagewerk fasst die gesamten Grundlagen der Physik auf knapp 1600 Seiten zusammen, was schon eine Leistung ist, bedenkt man, dass dennoch viele Abbildungen und Aufgaben enthalten sind. Dies wird in 6 großen Themenblöcken +mathematischer Anhang mit insgesamt 41 Kapiteln und jeweils einigen Unterkapiteln umgesetzt. Die Inhaltliche Abfolge ist logisch strukturiert und fördert so das Verständnis. Es werden erst die grundlegenden physikalischen Grundlagen inkl. kleiner geschichtlicher Exkurse behandelt, bevor näher auf speziellere Themen eingegangen wird. Alle „wichtigen“ Formeln sind hinterlegt und es gibt passend zum Thema jeweils Aufgaben, die das Verständnis fördern sollen und dazu auch nötig sind (eine Formel + Anwendung sag meist mehr als eine Seite Text). Zusätzlich sind Verständnisfragen im Text enthalten, die den Lernerfolg überprüfen sollen; die Antworten, werden aber leider erst am Ende des Kapitels gegeben, dies bedeutet ein häufiges hin und her blättern, auch wären etwas ausführlichere Antworten wünschenswert gewesen. Als etwas zu ausführlich hingegen empfinde ich den Text, da er häufig die dazugehörige Formel nochmals mit Worten beschreibt. Auch sind teils etwas komische Formulierungen gewählt, wie „Massenmittelpunkt“ als -zumindest mir neues und irreführendes- Wort für „Massenschwerpunkt“ eines makroskopischen Körpers, welcher aus einzelnen Punktmassen zusammengesetzt ist.
Wirklich negativ ist mir nur der häufig stiefmütterliche Umgang mit dem Thema „Vektoren“ aufgefallen. So wird besonders in Aufgaben die Lösung mit Hilfe der Vektorrechnung vermieden oder umgangen. Warum werden Formeln als wichtig markiert, welche nicht vektoriell geschrieben sind und ungefähr eine Seite später findet man dann die allgemeingültigere unmarkierte vektorielle Form? Als einzige Begründung fällt mir hier ein, dass schon im Vorwort steht, dass man die Studenten im Abitur-Grundkurs abholen will und das mathematische Gerüst möglichst klein halten möchte… an sich eine löbliche Idee, aber selbst für mich als jemand der eher in der praktischen Physik zu Hause ist, ist die Umsetzung zu radikal. Somit ist der Tipler nicht für Physikstudenten als Lehrbuch zu empfehlen, hier bieten sich die Reihen Demtröder bzw. Nolting deutlich besser an (welche jedoch auch deutlich mehr kosten) ; gut eignet er sich hingegen -auch durch den starken Praxisbezug- als Buch zum schnellen Nachschlagen oder als kurze Vorbereitung zu einem Experiment im Grundlagenpraktikum; auch als Ideengeber beim bearbeiten von Hausaufgaben kann er sich durch die große Anzahl an Aufgaben als sehr nützlich erweisen.
Am Ende eines Kapitels findet sich eine wirklich kurz gehaltene Zusammenfassung, die mir sehr gut gefällt, da man hier auf die Schnelle ohne den vielen Text die Informationen findet und -zumindest gefühlt- häufiger die Vektorschreibweise nutzt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne IHN wäre ich verloren..., 16. Juli 2009
Ich bin Lehramtsstudentin (gymnasiale Oberstufe; Mathe und Physik) und habe mir für die Physik den Tipler gekauft (man muss natürlich nicht studieren um sich diesen zu kaufen!). Von der Aufmachung her hat er mir einfach gefallen, des weiteren habe ich vom Spektrumverlag auch den großen Wälzer für die Mathematik und bin einfach restlos begeistert!
Nur weil ich bspw. sehr gute Erfahrungen mit dem Tipler gemacht habe (schöne Bilder, gute Aufgaben, tolle Zusammenfassungen, verständliche Texte), sollte sich jeder, der im Begriff ist, so viel Geld für ein Nachschlagewerk auszugeben, erst einmal in die Bibliothek gehen und den Tipler einen Monat "Probetesten". Es gibt viele, die mit ihm klar kommen und viele, die ihn hassen, das sind einfach meine Erfahrungen. Es gibt ja auch noch andere tolle Nachschlagewerke!
Hoffentlich konnte ich behilflich sein und entschuldige mich dafür, dass ich nicht ausführlich schildere, was alles im Tipler steht, aber dafür gibt es ja noch andere Rezessionen!
Ich will nur, dass ihr nicht die Fehler wie meine Mitstudenten macht!
Liebe Grüße
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ideale Lehrbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene, 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Physik: für Wissenschaftler und Ingenieure (Gebundene Ausgabe)
"Der Tipler" (wie man dieses knapp 3,5 kg schwere Buch an Hochschulen gerne nennt) ist äußerst umfangreich.
Das Buch richtet sich in erster Linie an Studentinnen und Studenten der Natur- und Ingenieurwissenschaften, die "Physik" als Lehrbuch benötigen, kann aber auch (problemlos?) bereits von SchülerInnen und anderen Personen gelesen werden, die sich für Physik interessieren.
Man benötigt für ein Universitäts-Lehrbuch erstaunlich wenige Vorkenntnisse: Mathematik auf Matura, bzw. Abitur-Niveau reichen vollkommen aus - in alles weitere wird man im "Tipler" Schritt für Schritt eingeführt. Und selbst, wenn die Schulzeit schon etwas länger ist und man sich in Mathematik nicht mehr ganz so trittfest fühlt, werden einem zu Beginn (Messung und Vektoren) und in einem kleineren Anhang (Gleichungen, Potenzen, Logarithmen, Geometrie, Komplexe Zahlen, Differential-, Integralrechnung) die wichtigsten Fingerfertigkeiten noch einmal nahe gebracht.
Und schon geht's los: Das Buch ist grob gesagt in sechs Abschnitte gegliedert: Mechanik, Schwingungen und Wellen, Thermodynamik, Elektrizität und Magnetismus, Licht, Moderne Physik (Quantenmechanik, Relativitätstheorie und die Struktur der Materie). Wobei man sagen muss, dass die Kapitel "Mechanik" und "Elektrizität und Magnetismus" eindeutig am umfangreichsten sind. Jedes dieser Themenkapitel ist in weitere Abschnitte unterteilt.
Der "Tipler" ist ein sehr grafisches Buch - von der ersten Seite an wird man mit Skizzen und Bildern überhäuft. Das ist man so von anderen Physik-Lehrbüchern weniger gewohnt: So wird eine eindimensionale Bewegung in den meisten Büchern, die ich kenne, einfach als gerade (x-Achse) dargestellt, mit einem schwarzen Punkt darauf (Massenpunkt), ein paar Intervallen und einem Richtungsvektor. Das ist gut, verständlich und auch recht anschaulich. Doch beim Tipler ist "gut" nicht gut genug.
Dieselbe Skizze wird hier mit einem kleinen gezeichneten Radfahrer dargestellt, der auf der x-Achse entlang fährt.
Und so zieht sich das durch das ganze Buch: Bei einem Pendelvorgang etwa ist die Pendelmasse im Vergleich zu anderen Büchern nicht bloß eine einfacher in schwarz gezeichneter Kreis an einem - ebenfalls in schwarz dargestellten - schlichten Faden, sondern es hängt eine schöne, dreidimensionale gefärbte Kugel, die noch dazu schattiert ist, an einem silbernen Stahlseil.
Es gibt zwar einige Leute, die das sehr schön finden, aber ich persönlich finde, dass die amerikanischen Autoren an manchen Stellen sehr exzessiv mit Grafiken, Fotos und anderen Bildern umgegangen sind. Es ist teilweise wirklich unnötig, denn natürlich kann man sich so die Sachen vielleicht etwas besser vorstellen, andererseits wirken diese ganzen Grafiken hin und wieder sehr kindlich - fast wie in einem Schulbuch - und sprechen nicht wirklich universitäres Niveau an.
Ebenso verhält es sich mit den zahlreichen Beispielen, die immer wieder in allen Unterkapiteln auftauchen und den zuvor behandelten Inhalt rechnerisch noch einmal veranschaulichen: Sehr oft finden sich unnötige Informationen in den Angaben dieser Beispiele. Damit sollen die Beispiele etwas alltäglicher wirken. Prinzipiell ist auch das sehr ansprechend, aber es wohl auch keinen Studenten stören, wenn das fehlen würde.
Nichtsdestotrotz sind die Beispiele sehr hilfreich. Alle Beispiele (zwischen den Texten) sind vollständig durchgerechnet und Schritt für Schritt erklärt. Hält man die Lösungen zu, kann man schnell sein bisher erlerntes Wissen überprüfen, anwenden und festigen.
Am Ende jedes Unterkapitels findet sich eine Zusammenfassung, mit den wichtigsten Formeln, Begriffen und deren Definitionen der letzten paar Seiten - quasi wie eine kleine Formelsammlung.
Danach gibt es weitere Seiten mit Übungsbeispielen: Diese behandeln verschiedene Themen und sind zusätzlich noch in drei Kategorien unterteilt: Leicht, mittel, schwer. Es gibt auch durchgerechnete Lösungen, die sind aber in einem eigenen Buch zusammengefasst, das man separat kaufen muss.
Viele Lehrbücher haben auch das Problem, dass sie oft, auch an wichtigen Stellen, von Fehlern durchzogen sind. Auch bei diesem Buch gibt es Fehler, es sind relativ wenige, aber immerhin. Dazu gibt es von den deutschsprachigen Autoren des Buches eine sogenannte Errata-Lise, also eine Liste, in der die Fehler aufgelistet werden. Diese ist im Internet aufrufbar. Ich habe einmal die Liste der 6. Auflage aufgerufen und merkwürdigerweise waren alle Fehler dieser Liste in meiner Version bereits korrigiert. Also offenbar gibt es da bereits aktualisierte Versionen.
Generell gesagt ist dieses Lehrbuch keine allzu schwere Lektüre. Auch Schüler höherer Klassen könnten dieses Buch mit etwas mathematischem Wissen problemlos lesen und auch verstehen.
Der "Tipler" ist generell nicht besonders mathematisch. Natürlich, Physik funktioniert eben ohne der Sprache der Mathematik nicht, und hin und wieder werden Formeln auch hergeleitet, im Vergleich zu anderen Lehrbüchern enthält "Physik" relativ wenige Herleitungen, und wenn doch, dann sind sie meistens sehr gut erklärt.
Das Buch kann man wirklich "lesen". Sie werden sich jetzt fragen, welches Buch man nicht lesen kann. Aber wenn man sich andere Physik-Lehrbücher für Hochschulen ansieht, hat man oft zu wenig Text und Erklärungen, und zu viele Formeln, die nicht gut genug erklärt sind. In diesem Buch erkennt man wirklich eine Kontinuität zwischen den einzelnen Formel. Es gibt in jedem Kapitel auf eine Seite mit Fragestellungen, die nachfolgend behandelt werden. Von dieser Einleitung aus wir langsam die Welt der Physik aufbauend erklärt. Wie schon gesagt, es geht nicht ganz ohne Mathematik, auch wenn man zum Lesen dieses Buches relativ wenige Vorkenntnisse der Mathematik braucht: Aber interessant ist, dass man eigentlich keinerlei physikalisches Wissen brauchen, all das wird einem wirklich Schritt für Schritt näher gebracht. Das ist schon sehr erstaunlich und auch sehr hilfreich für Einsteiger im Studium, aber auch für Hobby-Physiker. Der einzige Nachteil der dadurch entsteht: Sucht man schnell nach einer guten Erklärung, muss man teilweise schon etwas länger lesen, bis einem einmal klar ist, was die vielen Indizes in der Formel, die man braucht, eigentlich bedeutet. Denn teilweise kommen wirklich sehr viele Indizes bei Formeln vor. Aber, was mich anfänglich etwas gestört hat, gefällt mir nun. Denn diese Indizes, die man vor allem aus der Schulzeit kaum gewohnt sind, sind wirklich notwendig, um die Physik exakt zu machen.
Mit einfach auswendig zu lernenden Formeln wie "v=s/t" wird man im Studium nicht weit kommen. Denn Geschwindigkeit ist nicht gleich Geschwindigkeit und um dieses Differenzieren in den Begriffen und Formeln von Anfang an zu lernen, wird im "Tipler" so viel Wert auf korrekte Index-Schreibweise gelget.
Auf dem Deckel des Buches steht: "Der Begleiter bis zum Bachelor". Ich habe die Themen mit dem Curriculum unserer Universität verglichen und muss dem zustimmen. Dennoch: nur mit einem einzigen Physik-Buch wird wahrscheinlich kein StudierendeR auskommen. Aber es stimmt schon: Dieses Lehrbuch ist wirklich ein Begleiter. Und deswegen sind die hohen Kosten, vor denen manche zurückschrecken, auch gerechtfertigt: Denn die vier-bändige Reihe "Experimentalphysik" vom Deutschen Wolfgang Demtröder (ebenfalls im Springer-Verlag erschienen) kommt gemeinsam auf etwa 4*40,-€ = 160,-€. Die Reihe ist damit doppelt so teuer und enthält im Wesentlichen dieselben Inhalte.
Ich würde das vorliegende Buch "Physik: für Wissenschaftler und Ingenieure" definitiv empfehlen. Als Physik-StudentIn sammelt man mit der Zeit einige Lehrbücher an und ich denke, dass der "Tipler" auf jeden Fall ein guter Begleiter ist und auch später, wenn der Tipler, der ja doch "nur" ein Lehrbuch für den Einstieg ins Studium ist, wird man sicherlich hin und wieder hineinschauen, um etwas nachzulesen.
Ich gebe dem "Tipler" fünf von fünf Sternen. Denn auch wenn mich gewisse unnötigen Grafiken und Informationen etwas nerven und auch vom wesentlichen Inhalt ablenken, gibt es für mich kein besseres Physik-Buch. Meiner Meinung nach ist kein Buch (ich rede von einem einzigen Buch, nicht von einer Reihe) so umfangreich, wie der "Tipler" und noch dazu so gut erklärt.
Dieses Buch spricht eine einfachere Sprache als manche andere, dennoch muss man sich gut beim Lesen konzentrieren, und wer das schafft und auch noch die Übungsbeispiele mitrechnet, bzw. selbst rechnet, der hat dieses Wissen wohl für längere Zeit gefestigt.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leicht verständlich, 22. Mai 2005
Von Ein Kunde
Tiplers Physik bietet eine sehr gelungene Einführung in die Physik. Das optische Layout ist sehr gut gelungen, da die vielen farbigen Abbildungen und Hervorhebungen zum Weiterlesen anspornen.
Zu beachten ist aber: Der Tipler sollte durch ein 2., ergänzendes Physiklehrbuch ergänzt werden, da die einzelnen Themen ein wenig zu oberflächlich sind... Die Feynman-Reihe oder der Demtröder sind hierfür geeignet.
Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, das die Physik sehr klar aufzeigt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prima zum Selbststudium, 11. April 2009
Da ich ein Ingenieursstudium absolviere kam ich um Physik im Nebenfach leider nicht herum. Bevor ich mir dieses Buch geholt habe hatte ich sogut wie keine Ahnung von Physik - trotz Vorlesungen, Übung etc. Dann hab ich mich 2 Wochen lang intensiv mit diesem Buch beschäftigt und es hat mir die Physik sehr verständlich und logisch nahe gebracht, sodass ich meine Klausur mit "Gut" bestehen konnte, obwohl ich wie gesagt 2 Wochen vorher noch garantiert durchgefallen wäre.

Fazit: Das Buch ist für all diejenigen geeignet die Physik im Nebenstudium betreiben. Fürs Hauptstudium schätze ich geht das Buch nicht tief genug in die Materie, da der Tipler bewusst auf verwirrende und (vllt.) unnötig komplexe mathematische Formeln verzichtet.

/5 Sterne
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Physik: für Wissenschaftler und Ingenieure
Physik: für Wissenschaftler und Ingenieure von Gene Mosca (Gebundene Ausgabe - 24. August 2009)
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