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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von den Bienen lernen?
Immer wieder gibt es neue spannende Forschungsliteratur, die äußerst praktische Alltagshinweise enthält und diese mit anschaulichen Fotos ergänzt. Dieses Buch, Phänomen Honigbiene rechne ich dazu. Wer weiß zum Beispiel schon, dass reife Bananen Isopentyl-Acetat enthalten, eine chemische Verbindung, die gleichzeitig das Alarmpheromon, den...
Veröffentlicht am 1. Juni 2007 von M. Weber

versus
3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fernsehdokumentation als Buch
Dieses Buch ist weder wissenschaftlich noch praktisch, noch Literarisch interessant. Bunte Bilder und Sätze wie nur der Stärkere überlebt und Fortpflanzung heißt sich selbst möglichst oft zu kopieren, deuten schon auf die zunehmende Verrohung der Herrn Biologen hin. Wer es gelesen hat, wird sicher das Gefühl haben viel neues über Bienen...
Vor 12 Monaten von Jony585 veröffentlicht


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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von den Bienen lernen?, 1. Juni 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Immer wieder gibt es neue spannende Forschungsliteratur, die äußerst praktische Alltagshinweise enthält und diese mit anschaulichen Fotos ergänzt. Dieses Buch, Phänomen Honigbiene rechne ich dazu. Wer weiß zum Beispiel schon, dass reife Bananen Isopentyl-Acetat enthalten, eine chemische Verbindung, die gleichzeitig das Alarmpheromon, den Duftstoff einer Bienenkolonie darstellt. Wer also in der Nähe eines Bienenstocks reife Bananen verzehrt (und das ist kein Scherz!), muss damit rechnen, dass sich Bienen plötzlich auf ihn stürzen, um ihren Stock zu verteidigen ? also liebe Bananenesser - aufgepasst!!!

Mein Respekt vor unseren kleinen ?Arbeitskolleginnen? ist jedenfalls gewaltig gestiegen, seit ich gelesen habe, was sie alles für Berufe ausüben. Da gibt es nicht nur Ammen-, Wächter- und Sammelbienen, sondern auch Heizerbienen, die ihre Flugmuskulatur im Leerlauf (wie die Nachtfalter) aufheizen und so einzelne ausgesuchte Brutwaben anwärmen. Aus den warmen Zellen schlüpfen besonders empfindsame Bienen, die auf die kleinsten Veränderungen im Stock sofort reagieren und wissen, was zu tun ist. Wenn die Heizerinnen erschöpft sind, erhalten sie dann von Tankstellenbienen eine Ladung Honig, um ihre Energiereserven wieder aufzufüllen.

Wenn die Luft im Stock zuviel Kohlendioxid enthält, bilden sich Ketten von Ventilatorbienen, um die Luft auszutauschen, und wenn es zu heiß ist, gibt es die Wasserholerinnen, die einen dünnen Wasserfilm auf den Waben verteilen, der dann von den Fächlerinnen zur Kühlung benutzt wird.

Grundsätzlich kann jede Biene alles, habe ich durch die Lektüre gelernt, aber manche Bienen reagieren schnell, andere eher etwas schlafmützig. Wie wir Menschen halt auch...

Dass unser Gemeinwesen in mancher Hinsicht nicht so gut funktioniert wie ein Bienenstaat, liegt sicher auch daran, dass uns die Bienen ein paar Millionen Jahre ?Teamtraining? voraus haben...

Im Ernst: ich möchte allen an ihrer Umwelt interessierten Leuten dieses Buch empfehlen. Es zeigt nämlich, wie wenig Grund wir haben, uns gegenüber unseren Mitgeschöpfen überheblich zu verhalten. Und da haben wir Menschen noch viel aufzuholen. Beruhigt hat mich allerdings die eine Tatsache, dass Bestechung auch bei den Bienen vorkommt, ein gerade besonders aktuelles Thema! Eine stockfremde Biene wird nämlich eingelassen, wenn sie der Wächterin einen Nektartropfen überreicht. Der kann allerdings eine bestimmte Größe nicht übersteigen.
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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaft aus Begeisterung für Bienen, 18. April 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein echter Hammer! Seit Jahren kommen aus der "Würzburger Küche" der BEEgroup um Prof. Tautz einzelne sensationelle Entdeckungen, die jeden Imker und Naturfreund elektrisieren müssen. Nun hat Prof. Tautz das gegenwärtige Wissen um die Bienen zusammengefasst und in einem faszinierenden Buch vorgelegt. Als Stichworte seien beispielshalber genannt: die Tanzsprache der Bienen erzeugt Schwingungen auf den Waben; diese Schwingungen werden von den anderen Bienen mit Hilfe ihrer Rezeptoren an den Bienenbeinchen wahrgenommen und "verstanden", das konnte man rausmessen. Die Waben sind also der "Marktplatz" der Bienenkommunikation. Oder: auf den Brutwaben bleiben einzelne Zellen frei, damit "Heizerbienen" hineinschlüpfen können und die Brut auf 35°C halten - für Imker: vielleicht der Abschied vom "lückenlosen" Brutnest als Zuchtziel? Belegt werden diese Erkenntnisse mit Thermoaufnahmen, die zeigen, dass die Brustmuskulatur der Bienen durch "Zittern" Wärme erzeugt. Oder ein Drittes: das Bild von den fleißigen Bienen stützt sich nur auf die Bienen, die man schaffen sieht, die schwerbeladen im Taumelflug emsig zurück in ihr Volk purzeln. Die Wissenschaftler haben aber mit Hilfe von winzigen Sendern, die die Bienen auf dem Rücken tragen gezeigt, dass es auch viele träge Bienen gibt, die einfach auf den Waben herumlungern und stundenlang nichts Rechtes anfangen! Diese Hinweise sind nur zum Appetitanregen, die Fülle der Darstellung ist schlicht überwältigend!! Was früher der Nobelpreisträger und Entdecker der Bienentanzsprache Karl von Frisch und sein Nachfolger Martin Lindauer in jahrzehntelangen Forschungen rausgekriegt haben, ist heute die Basis für neues Wissen, das erst durch modernste Messmethoden und Erkenntnisse in verwandten Wissenschaften möglich wurde.
Ich habe das Buch in wenigen Tagen "verschlungen" und schaue immer wieder rein, weil dem Text auch wunderbare Fotos von Helga R. Heilmann beigegeben sind, die neben ihrem Detailreichtum auch eine einzigartige Ästhetik von der Schönheit der Bienen entfalten.
Bei diesen Buchumfang mit 250 Farbfotos, davon 50 ganzseitig, ist auch der Preis des Buches nur als sehr fair zu bezeichnen!
Ich finde, das Buch ist gleichermaßen für "Anfänger" als auch für "Fortgeschrittene" eine Schatztruhe, aus der jeder nicht nur dazulernen kann, sondern auch Begeisterung für die Bienen entwickelt - wenn man ohnehin nicht schon "gepackt" ist, wie ich es bin!
Leute, schnappt Euch dieses Buch, lest es, verschenkt es, das rät Euch ein begeisterter Imker und Honigjäger! Niemand wird es bereuen!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein atemberaubendes Buch!, 23. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Die Lektüre von "Phänomen Honigbiene" ist fesselnd von der ersten bis zu letzten Seite. Wissenschaftlich fundiert und dennoch für jeden Naturinteressierten verständlich. Man hat das Gefühl, einen Blick in eine Welt voller Geheimnisse und Wunder zu tun, der Puls steigt, der Atem stockt. Mir ist kein Buch bekannt, welches auch nur annähernd so viele, so aktuelle und so detaillierte Einblicke in die faszinierende Welt der Bienen liefert. Und es erzeugt Ehrfurcht und Demut vor einem hochentwickelten Insekt, das in seiner Perfektion und Lebensorganisation unübertroffen ist. Manches könnten wir Menschen von den Bienen lernen...
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 'Phänomen Honigbiene': Zu lesen so spannend und phantastisch wie eine Abenteuerbericht, 7. Juli 2007
Von 
Gunter May (Gernlinden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Prof. Tautz spannt den Bogen vom altbekannten 'Bienenfleiß' über die vielfältigien Sinnesfunktionen der Bienen, die dahinter liegende Physik, deren Fortpflanzungsstrategien, den Superorganismus Bien und vieles andere mehr bis hin zu deren Bedeutung in der Evolution und unserer menschlichen Gesellschaft. Und dies alles klar verständlich, flüssig geschrieben und herrlich bebildert.

So erfährt man z.B., dass die Sechseck-Form der Waben keineswegs einer besonderen Baufertigkeit der Bienen zuzuschreiben ist, sondern dass sich diese eher aus den physikalischen Gesetzen der Oberflächenspannung des sich wie eine Flüssigkeit verhaltenden Wachses ergibt. Diese steuern die Bienen allerdings wieder über dessen Zusammensetzung und über die Temperatur, wie auch spezifische Fähigkeiten von Bienen durch die Temperatur während der Entwicklung von der Larve über die Puppe zum erwachsenen Insekt.

Das Buch behandelt das 'Phänomen Honigbiene' umfassend und interdisziplinär bis hin zu aktuellen Forschungen. Ich konnte es beim ersten Lesen kaum aus der Hand legen und geniesse es jetzt ein zweites Mal - langsam.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszination Honigbienen - die Süße des Verstehens., 4. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Honigbienen sind seit Urzeiten von den Menschen wegen ihres Honigs geschätzt und wegen ihrer Wehrhaftigkeit respektiert. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die biologische Wissenschaft intensiv mit sozialen Insekten und besonders Honigbienen auseinandergesetzt und ein reiches Detailwissen zum Zusammenwirken der Einzeltiere und seinen evolutiven Hintergründe zusammengetragen. Mit dem vorliegenden Buch Phänomen Honigbiene" hat sich nun ein Biologe aufgemacht, dieses Wissen aus den Fachkreisen hinaus für ein breiteres Publikum darzustellen. Prof. Tautz hat mit seiner produktiven Arbeitsgruppe viele Jahre auf das Studium von Honigbienen verwendet und eine Reihe wichtiger wissenschaftlicher Beiträge geliefert. Hier gelingt es ihm, fern von der Trockenheit fachlicher Pedanterie in packender Sprache dem Leser mit alltagsbezogenen Analogien die Fremdartigkeit der Existenzform Bienenvolk nahe zu bringen und die Verwunderung zu erzeugen, aus der heraus vertiefte Fragen erst entstehen können.

Mit ansteckender Begeisterung wird in den zehn Kapiteln des Buches ein weiter Bogen geschlagen, der die detailreiche Schilderung einzelne Themenkomplexe zu einem Gesamtbild bündelt. In diesem wird die moderne Sicht von Bienenvölkern als eigener Lebensform Superorganismus" und ihre interne Organisation auf die Aktivitäten der Einzeltiere zurückbezogen. Die einzelnen Themen werden durch die zahlreichen und hervorragenden Fotografien der Mitautorin H. Heilmann eindrucksvoll und plastisch hinterlegt. Seine besondere Lebendigkeit schöpft dieses Buch aus der sehr persönlichen Sicht des Autors, mit der er aktuellen Wissensstand mit eigenen Gedanken und Hypothesen verbindet. Auch wenn die Grenzen zwischen gesichertem Wissen und Vermutungen nicht immer völlig deutlich werden, stellen die kreativen Überlegungen auch für Fachwissenschaftler einen wichtigen Anstoß zur Klärung neu aufgeworfener Fragen dar.

Über Honigbienen, ihre Haltung und Nutzung ist schon viel geschrieben worden. Diesem Buch gelingt es, die biologische Sicht der Lebensform Honigbiene lebendig zu vermitteln und vom Nachdenken über Bienen zum Nachdenken über das Leben an sich und über das Leben der Menschen anzuregen. Den Bienen, von denen wir in vielfältiger Weise profitieren, wird es Freunde gewinnen.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstaunlicher Einblick ins Bienenvolk - vom Wissenschaftler einfach erklärt., 9. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, auf das nicht nur die Imkerwelt wartet! Aussagestarke Bilder verbunden mit spannendem Text. Der Autor macht seinem Ruf, die Wissenschaft einfach zu erklären, alle Ehre.

Sowohl Imker als auch interessierte Bienen- und Naturfreunde, Lehrer und Schüler erhalten Einblick in eine äusserst komplexe Welt: Die faszinierende Dunkelheit im Bienenstock. Komplizierteste Abläufe werden in zeitgemässer Sprache einfach erklärt. Auch mit 30 Jahren intensiver Bienenerfahrung konnte ich noch nicht so viel Neues über das Phänomen Honigbiene lernen wie in diesem Buch.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein bestes Buch seit langem!, 11. Juli 2007
Von 
Erhard Schultze (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Phänomen Honigbiene ist ein großartiges Buch, für das ich dem Autor mit seinen Mitarbeitern und der Fotografin vielmals danke. Ich bin ein 68-jähriger "Jungimker". Was in diesem Buch mit klarer Struktur und verständlicher Ausdrucksweise beschrieben wird, hat meinen Blick auf die Leistungen der Bienen verändert und erweitert. Und die Fotos sind sensationell!

Leider trifft dies in meinem Exemplar nicht zu für das Lektorat. Eine Fülle von Fehlern macht das Lesen zu einer Holperstrecke. Dies soll in der aktuellen Ausgabe aber behoben sein.

Dennoch, die Lektüre ist ein Genuss. Auch "Nichtimker" können m.E. vielerlei Gewinn daraus ziehen, weil Aspekte von Naturphänomenen für jedermann verständlich und doch wissenschaftlich korrekt beschrieben werden.

Vielen Dank für dieses Buch!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superbuch, 2. September 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Manche mögen durch die Hobbyimkerei auf dieses Buch stoßen - manche aus reiner Neugier an diesem phänomenalen Insekt. Das Buch enttäuscht niemanden. Einmal abseits vom üblichen werden hier jede Mengen Informationen aus der aktuellen Wissenschaft mit wunderbaren Bildern aufbereitet. Fachwissen ist dabei nicht notwendig - es gelingt den Autoren alles plastisch und wie schon erwähnt, toll bebildert, darzustellen. Alleine für die Bilder müßte es schon sechs Sterne geben.
Also - bei näherem Interesse an Bienen - ein absoluter Kauftip!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Honigbiene - ein Superorganismus?, 4. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Wer sich mit der Lehre vom Leben (Biologie) beschäftigt, stößt auf die Honigbiene - fast überall! So gesehen ist das meisterlich geschriebene Buch "Phänomen Biene" von Jürgen Tautz eigentlich ein spannend und verständlich verfasstes Lehrbuch der Allgemeinen Biologie - und dazu noch glänzend bebildert: Über Organisationsformen des Lebens erfährt man etwas im Kapitel, das den Bienenstaat als Superorganismus beschreibt. Erstaunliches berichtet der Autor über die (Blüten)-Ökologie und das mutualistische Geben und Nehmen beider Partner in dieser Zweierbeziehung, in der jeder auf seinen Vorteil bedacht ist, aber dabei nicht gegeneinander sondern zu gegenseitigem Nutzen agiert ("Tausche Energie gegen Sex"). Wer sich je mit Bienen beschäftigt hat, war beeindruckt von ihrem effektiven Informationssystem. Was im Buch darüber zu lesen ist, geht weit über das allgemeine Wissen über dieses Thema hinaus. Die Leistung, die das kleine Bienengehirn dabei vollbringt, ist - so erfahren wir - äußerst beeindruckend: Es erkennt die Güte der Nahrung, vergleicht verschiedene Angebote und wichtet diese, merkt sich Himmelsrichtungen, Entfernungen, Landschaftsstrukturen, kann all diese Informationen im dunklen Stock an Artgenossinnen weitergeben (wobei der dort nicht sichtbare Sonnenstand in Schwerkraftwerte "übersetzt" wird). Die Information wird im Gewusel des Stockes von interessierten Artgenossinnen wahrgenommen, verstanden und in erfolgreiches Aufsuchen guter Nahrungsquellen umgesetzt. Wir erfahren, dass die Effektivität der Energiebeschaffung im Tierreich ihresgleichen sucht, denn von der Tätigkeit verhältnismäßig weniger Sammlerinnen lebt eine ganze Heerschar von Stockbienen. Der Autor zeigt uns, wie mit modernsten Methoden z.B. der Mikro-Thermographie die erstaunlichen physiologischen Leistungen der Einzelbiene und des gesamten Superorganismus erforscht werden. Wer wusste schon vor der Lektüre des Buches etwas über "Heizerbienen", die durch Wärmeregulation gestaltend z.B. in das Fortpflanzungsgeschehen und den Wabenbau eingreifen? Spannend wird es beim Kapitel Sexualität und Genetik: Wie kann sich ein unbefruchtetes Ei zu einem Organismus entwickeln? Wie wird das Geschlecht der Bienen bestimmt? Wie sichert die Königin ein jahrelanges Überleben der nur einmal aufgenommenen Spermien? Warum gibt es keine nennenswerte Konkurrenz unter den Drohnen um die wenigen fortpflanzungsfähigen Weibchen? Fragen, die sich insbesondere bei den Hautflüglern - und dort vor allem bei den staatenbildenden - stellen und beantworten lassen. Evolutionäre Gesichtspunkte werden bei der Frage diskutiert "wie wird erreicht, dass sich der Großteil des Volkes nicht selbst fortpflanzt, sondern dies einigen wenigen überlässt"? Gibt es bei den Bienen doch den von Darwin immer verneinten Altruismus?
Vor der Lektüre des Buches waren bei mir viele Fragen bezüglich dieser außergewöhnlichen Insektengruppe offen. Nach dem Lesen auch ... nun aber neue! Kann man einem Buch ein besseres Kompliment machen?
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lohnend und erkenntnisreich, 21. September 2009
Von 
Lulu "Penny" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Phänomen Honigbiene (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein wunderbares und lohnendes Buch, und zwar meiner Meinung nach für jeden, der sich für Biologie und unsere Umwelt interessiert. Mich haben als Biologin ganz besonders die späten Kapitel begeistert, die sich mit der Organisationsform und auch den emergenten Eigenschaften des Superorganismus Bienenstaat (Bien) beschäftigen. Hier erfährt man doch sehr viele interessante Aspekte, wie Evolution funktioniert, und wie sich entsprechende Arbeitsteilungen in der Natur ausbilden konnten. Allerdings wird dabei die populärwissenschaftliche Grundausrichtung des Buches ein wenig verlassen: Es kommt die Verwandtenselektion zur Sprache, wobei die im Bienensozialstaat vorherrschenden Verwandtschaftsverhältnisse im Detail vorgerechnet werden. Ferner fallen Begriffe wie Selbstorganisation, Emergenz, Homöostase, Homöodynamik und komplexe adaptive Systeme (CAS), die nicht ganz einfach zu verstehen sind. Hier fiel mir die große Übereinstimmung mit den Konzepten der Systemischen Evolutionstheorie auf, wie sie in Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem (bzw. auf der Google-Wissensplattform Knol) vorgestellt wird, zumal Jürgen Tautz deutlich macht, dass der Superorganismus Bienensozialstaat mit den aktuellen Evolutionsprinzipien (inkl. Verwandtenselektion) nicht wirklich schlüssig erklärt werden kann (zu komplex sind die inneren Verwandtschaftsverhältnisse). Womöglich kommt man am Ende nur mit einem systemtheoretischen Ansatz weiter, wie ihn anscheinend auch Tautz zu präferieren scheint.

Sehr schön, wie immer wieder herausstellt wird, auf welche Fragen die Wissenschaft aktuell noch keine Antwort hat. Interessant fand ich auch den Einblick in die Forschungstechnik der Bienenwissenschaft, z. B. das Verfolgen der einzelnen Bienen mittels Mikrochip (RFID = radio frequency identification).

Vorbildlich die aufwendige Gestaltung des Buches mit zahlreichen exzellenten Farbfotos. So kann Wissenschaft Spaß machen und auch Laien vermittelt werden.
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Phänomen Honigbiene
Phänomen Honigbiene von Helga R. Heilmann (Gebundene Ausgabe - 28. März 2012)
EUR 24,99
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