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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine radikale aber sehr spannende Idee.
Der Autor Richard Dawkins führt den Leser in dreizehn Kapiteln an eine gewagte, extreme These heran. Er beginnt mit der biologischen Selektion und erläutert wie weitreichend Charles Darwin's Entdeckung war. Zu recht wird auch kritisiert, das dieses Wissen von den Wissenschaften bis heute noch nicht so gewürdigt wird, wie dies von seiner Bedeutung her...
Veröffentlicht am 6. Februar 2004 von Lothar Hitzges

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas zäh im Abgang
Das Buch von RoRoRo ist ein dickeres Taschenbuch. Leider kein Hardcover. Ein Einband hätte gar nicht geschadet.
Taschenbuchtypisch ist das Papier in leicht gelblichem Stich gehalten. Aber alles in Allem ist es sehr leserlich.
Dies ist die 4. Auflage. Im Gegensatz zur ersten Auflage ist der Inhalt um ordentliche 200 Seiten erweitert worden.
Davon...
Vor 5 Monaten von Herr Klarsicht veröffentlicht


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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine radikale aber sehr spannende Idee., 6. Februar 2004
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Gebundene Ausgabe)
Der Autor Richard Dawkins führt den Leser in dreizehn Kapiteln an eine gewagte, extreme These heran. Er beginnt mit der biologischen Selektion und erläutert wie weitreichend Charles Darwin's Entdeckung war. Zu recht wird auch kritisiert, das dieses Wissen von den Wissenschaften bis heute noch nicht so gewürdigt wird, wie dies von seiner Bedeutung her richtig wäre.
Moleküle, die als Replikatoren sich selbst kopieren konnten, waren die notwendigen Erfindung, um die Selektion in Gang zu setzen. Ein extrem unwahrscheinlicher Zufall auf den ersten Blick. Rechnet man allerdings in Jahrmillionen arbeitet die Statistik eher für ein solches Ergebnis.
Die Aggregate wurden komplizierter, legten sich Hüllen zu und schlugen verschiedene Wege ein. Die so entstandenen Überlebensmaschinen erreichten irgendwann den Zustand knapper Ressourcen und die natürliche Auslese begünstigte Effizienz.
Nach den notwendigen einführenden Kapiteln kommt es zur Betrachtung des Kernthemas, das egoistische Gen. Ein Gen das fremde Gene zu verdrängen versucht und das verwandte Gene begünstigt. Zum Beispiel in Form von Altruismus gegenüber Verwandten und besonders zu den eigenen Kindern.
Nach Dawkins Ausführungen sind die Gene die eigentlichen Macher auf diesem Planeten. Pflanzen, Tieren und auch Menschen sind lediglich die Überlebenshüllen der unsterblichen Ur-DNA. Dieser Gedanke ist schon extrem und gewöhnungsbedürftig. Die Aussagen und Beispiele dazu leisten gute Überzeugungsarbeit. Die radikale Idee hat außergewöhnlich schnell ihren seriösen Platz in den Regalen der anerkannten Wissenschaften gefunden. Leider ist ihr ein breites öffentliches Interesse bisher versagt geblieben. Diese Idee so über unsere Gene zu denken, gehört in die Schulbücher und sollte auch zur Pflichtlektüre eines jeden Biologiestudenten gehören.
Das Buch enthält neben einem kurzen übersichtlichem Inhaltsverzeichnis, ein gutes Literaturverzeichnis mit weiterführender Literatur und einen nützlichen Index. Etwas umfangreich mit einhundertzehn Seiten schlagen die Nachbemerkungen zu Buche.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Ausgabe, 18. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (German Edition) (Taschenbuch)
Auf den Inhalt des Buches wurde in den vielen Rezensionen bereits genug eingegangen. Ich möchte kurz auf die Jubiläumsausgabe zu sprechen kommen.
Das Buch ist angenehmer Schrift und sehr hellen Seiten gedruckt. Die Aufmachung ist stabil. Das Buch ist sowohl mit dem Vorwort der ersten Ausgabe als auch mit einem aktuellen Vorwort versehen worden, sowie einigen Einleitungen von Kritikern. Das vermittelt schon vor dem eigentlichen Buch sehr viel darüber was auf den Leser nun zukommt. Vor allem das aktuelle Vorwort Dawkins nimmt einem die Angst ein veraltetes Buch zu lesen.

Diese Ausgabe wurde auch großzügig durch aktuelle Kommentare ergänzt und zwar nicht als störende Fußnoten sondern jeweils nummeriert und nach Kapiteln geordnet am Ende des Buches. Diese Ergänzungen fand ich mitunter das Beste an dieser Ausgabe. Wann immer Dawkins eine strittige These aufstellt geht er im Kommentar dazu kurz auf die danach entstandene Kritik ein und wie er darauf reagiert. Ausserdem gibt es Dawkins die Möglichkeit veraltete Sachverhalte, z.B. Computertechnologien kurz um aktuelle Informationen zu ergänzen.

Für diese Ausgabe gibt es ganz ohne Beachtung des Inhalts (obwohl ich auch diesen hoch bewerte) auf jeden Fall 5 Sterne, vor allem im Preis/Leistungsvergleich mit anderen Büchern.
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54 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und überzeugend, 5. August 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Taschenbuch)
Als Naturwissenschaftler ist man es ja gewöhnt, daß Begriffe normalerweise nur im Bereich der Gültigkeit einer Theorie bestimmter Aspekte der Realität sinnvoll verwendet werden können - man denke nur an die Charakterisierung eines Massepunktes durch Aufenthaltsort und Geschwindigkeit in der klassischen Mechanik und den Übergang zur Quantenmechanik.
Der eine Teil dieses Buches handelt von Realitäten, die uns alle angehen, nämlich denen des tierischen und menschlichen Verhaltens - Eltern-Kind-Beziehung, Sexualität, Feindschaft, Kooperation, usf. - und baut eine schlüssige Theorie dieser Realität auf, in welcher, anders als in den meisten Philosophien, Religionen und alternativen Theorien, der Begriff "Individuum" nicht gebraucht wird, sondern ebenso nutzlos ist wie im obigen Beispiel "Aufenthaltsort+Geschw." in der Quantenmechanik - eine Schlussfolgerung aus Darwin's Evolutionstheorie, welche dem Buch seinen revolutionären Touch verleiht.
Stattdessen wird die Theorie auf dem Begriff "Gen" - einer Art im Medium DNA kodifizierten Programm - aufgebaut, welches seine Umwelt ( im weitesten Sinne: Das "Individuum" ist auch "nur" noch Umwelt ) so modifiziert, daß die Wahrscheinlichkeit seiner Replikation maximiert wird.
Der zweite Teil führt die "klassischen" Individuen wieder ein, die unter bestimmten engen Vorraussetzungen durchaus auch "Spielgemeinschaften" bilden könn(t)en, in welchen die Durchführung ihres Programmes nicht Leid, Tod, Krieg etc. für sie bedeutet.
Dawkins weist darauf hin, daß Menschen auch durch nicht in DNA kodierte Programme gesteuert werden (Meme nennt er diese), welche denselben evolutionären Gesetzmäßigkeiten unterliegen wie die in Genen kodifizierten Programme - es läßt einen ein bißchen für Popper's Vorschlag "Laßt unsere Theorien sterben, nicht uns an unseren Theorien." bangen.
Fazit: Der kühle und klare Reduktionismus, welcher einem aus diesem Buch entgegenweht, ist erfrischend. Das Buch ist spannend zu lesen und öffnet einen Blick auf Darwin's Theorie, der diese erst richtig verständlich macht.
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23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschende neue Perspektiven - ein Klassiker, 26. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Taschenbuch)
Evolution, Darwin, ja, hat man mal gehört, kennt man aus der Schule.
Tja. Sollte man meinen. Umfragen zufolge sind eine Menge Deutsche überzeugt, daß in Lebensmitteln keine Gene drin sind, wenn sie nicht von bösartigen Biologen manipuliert wurden, und was in deutschen Schulbüchern drin stand und steht, ist oft hoffnungslos veraltet.
Nicht ganz neu, aus den 70ern, aber aktualisiert und immer noch mit Gewinn zu lesen ist Dawkins Einführung in die moderne Evolutionsforschung. Überraschend ist seine Perspektive: Nicht von Menschen, Tieren und Pflanzen, sondern aus der Sicht der Gene schreibt Dawkins. Nach langer Auslese sind die übriggeblieben, die es am besten verstanden haben, sich in einer wechselnden Umgebung zu vermehren und verbeiten. Tiere wie Pflanzen sind hier "nur" Vehikel, Überlebens- und Vermehrungsmaschinen der Gene. Die Farb- und Formenvielfalt der Botanik und Zoologie, tierisches und oft selbst menschliches Verhalten ist Ausdruck dieses Überlebenswillens der Gene. So manche biologische Absonderlichkeit und so manches Verhalten wird erst vor diesem Hintergrund verständlich.
Dawkins flott hingeschriebenem, verständlichen Buch ist eigentlich nur eines vorzuwerfen: Man glaubt danach, die gesamte Evolutionsforschung verstanden zu haben. Tatsächlich hat man gerade erst einmal ein paar Skizzen des Gebiets verdaut - aber auch das provoziert Gedanken genug.
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31 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Popular science, rather correct, 23. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Taschenbuch)
(I'm sorry, my English is better). When comparing the German (or better European) and US comments on this book, I must say, the boys on the other side of the pond are very religious. It seems, they want to hang on to the bible's way of explaining our creation. Most people on the continent don't understand this. The Americans have the same problem vice-versa.
Are we in a grid-lock? No. We must understand first that Darwinism is a protest (just like Maarten Luther) against conventional thinking. Religion dominated our knowledge for centuries and Darwin like Dawkins opposes this view. That is why these books often read as a Bob Dylan protest song. On the other hand, evolution is not simple. Most books on the subject are difficult and there is a need to get lots of people in on the subject. That is why they call it popular science. It will not be written in full detail, it will present difficult theories in easier models. This clears up the third point: it cannot be absolutely right. Models are general and it can't be 100%.
I personally think, Dawkins has made a correct statement in bringing the evolution theory one step closer to laymans. We can grasp his theories quickly without too much formula stuff.
Whether you agree with the evolution theory or not, the information is laid out more clearly and anybody can understand it.
Personally, I'm an evolutionist and Dawkins' books are on the right track. There are other readings - also called popular science - who continue at the same pace. They may divert a little, putting Dawkins mostly in the extremist Darwinism corner. But still, his explanations are the basis of what we define as evolution theory.
A MUST-READ for anyone interesting in evolutionary science.
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29 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Enstehung von Leben ist so genial!, 17. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Taschenbuch)
...und dabei doch so einfach und logisch. Bevor ich dieses Buch gelesen hatte, habe ich mich immer wieder gefragt, wie überhaupt Leben entstehen konnte. Die Anwort auf diese Frage wurde mir bereits in den ersten 50 Seiten detailliert und dennoch einfach gegeben. Faszinierend sind auch alle anderen Beschreibungen und Antworten auf Fragen, welche ich mir so wohl nie gestellt hätte zum Beipiel zum Territorialverhalten von Tieren oder wieso sich 2 Geschlechter herausgebildet haben oder wieso Männer eher weniger treu sind als Frauen. Das Buch vermittelt einem ein neues Denken über die Natur und seitdem hinterfrage ich jedes Verhalten und jedes physische Merkmal, welches mir bei Lebewesen auffällt. Ich finde dieses Buch ist ein guter Einstieg um sich die "Strategien" der Evolution näherzubringen. Zwischenzeitlich sind die mathematischen Berechnungen bzw. Herleitungen etwas langwierig und trocken - am Ende aber bringen sie einem doch immer zu einem verblüffenden und einleuchtenden Ergebnis.
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das muss man gelesen haben!, 21. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Taschenbuch)
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil Dawkins DNAs (Douglas Adams') Lieblingsautor war.
Und was soll ich sagen -- es wurde mein absolutes Lieblingsbuch. Nicht nur, dass es einen Seite für Seite mit neuen Blickwinkeln auf bekannte Dinge überrascht, sondern es ist auch ausnehmend gut geschrieben und sehr unterhaltsam. Vorallem die "Fußnoten" der zweiten Ausgabe erlauben sozusagen einen "Blick hinter die Kulissen" und auf den Autor, der das Leseerlebnis noch spannender werden läßt. (Was dachte der Autor 10 Jahre später darüber?)
Wenn sie in ihrem Leben nur ein Buch kaufen UND lesen: es sollte von Dawkins sein!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "kopernikanische Wende" der Evolutionstheorie, 28. November 2014
Von 
H. Schneider (Aichtal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (German Edition) (Taschenbuch)
Galten bisher das Individuum oder gar die gesamte Art als maßgebliche Selektionseinheit der natürlichen Auslese, so legte Dawkins in diesem seinem Buch erstmals seine radikale Neuinterpretation der Evolutionstheorie einer breiten Öffentlichkeit vor: die natürliche Auslese und damit auch die Evolution als solche wirkt hauptsächlich auf der Ebene des einzelnen Gens als Replikator welches somit erstmals in den Fokus der Evolutionsbiologen rückte; die bewusst provokativ gewählte Metapher des "egoistischen Gens" spielt auf den erläuterten Zusammenhang an, dass durch die Auslese, bedingt durch die Konkurrenz der Genvarianten in Form von Allelen untereinander, jene Gene bevorzugt werden und sich erfolgreich in der Population ausbreiten können welche im Zusammenwirken mit den Genen ihrer unmittelbaren Umgebung die positivsten Auswirkungen für ihren "Träger" zeigen, der ihnen aber nur als "Einwegbehälter" zur Verbreitung ihrer eigenen Kopien dient, so dass die Gene indem sie ihrem Träger helfen letztlich nur "egoistisch" ihrer eigenen Verbreitung als Ziel folgen. Das Ziel jeden einzelnen Gens ist es dabei, so viele Kopien seiner selbst als nur irgend möglich anzufertigen, dieses im Grunde genommen simple Prinzip fungiert dabei zusammen mit der daraus notwendig resultierenden Konkurrenz der Gene untereinander welche sie zur Kooperation mit anderen Genen zwingt unter Vorkommen regelmäßiger Mutationen welche hin und wieder mal dem ein oder anderen Gen- Verband einen Vorteil verschafft und damit "alle Karten durcheinandermischt" als Antriebsmotor und Existenzgrundlage der Evolution überhaupt.
In 13 großartig und leicht lesbaren Kapiteln führt Dawkins seine Hypothese auch anhand vieler nachvollziehbarer Beispiele aus,
wobei v. a. die Kapitel zum Konkurrenzverhältnis zwischen Eltern und Nachwuchs, zum "Krieg der Geschlechter", zum versteckten Egoismus im scheinbaren (meist reziproken) Altruismus sowie natürlich die beiden Abschlusskapitel zum "Mem" als Replikator der kulturellen Evolution und dem "erweiterten Phänotyp", d. h. der Wirkung der Gene auch außerhalb ihres Trägers, sehr aufschlussreich und besonders zu empfehlen sein dürften.
Alles in allem eines der großen Lehrbücher der Evolutionsbiologie, und wohl einer der bedeutendsten des zwanzigsten Jahrhunderts, welches bis heute nichts an Aktualität einbüßen musste.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas zäh im Abgang, 17. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Taschenbuch)
Das Buch von RoRoRo ist ein dickeres Taschenbuch. Leider kein Hardcover. Ein Einband hätte gar nicht geschadet.
Taschenbuchtypisch ist das Papier in leicht gelblichem Stich gehalten. Aber alles in Allem ist es sehr leserlich.
Dies ist die 4. Auflage. Im Gegensatz zur ersten Auflage ist der Inhalt um ordentliche 200 Seiten erweitert worden.
Davon befinden sich knapp 110 Seiten in den Nachbemerkungen und knapp 100 Seiten in den neuen Kapiteln 11 und 12.

Man sollte vom Inhalt nicht erwarten, dass einem Richard Dawkins sachkundig und vor allem fachkundig genau erklärt was es mit den Genen auf sich hat. Damit will ich nicht andeuten Dawkins würde sich weigern den Aufbau von Chromosomen und Genen zu erklären, nein dies tut er natürlich recht einfach anschaulich mit dem Beispiel von Bibliotheken (Chromososmen) und Bänden/Seiten (Genabschnitte/Gene). Vielmehr geht Richard Dawkins oft mit Beispielen an Erklärungen heran, wie Gene funktionieren. Aber da muss ich auch direkt Kritik einbringen. Viele Beispiele sind etwas mühsam und meiner Meinung nach wirklich zäh ausgewählt. Meist scheint es dem Leser extrem willkürlich vom Autor gewählt zu werden, doch sollte man auch nicht ausser Acht lassen, dass Dawkins ständig widerholt, dass seine Angaben willkürlich sind und lediglich der bildlichen Vorstellung dienen. So erhält man mit diesen Exemplaren im Endeffekt ein Gesamtbild von der Thematik, warum Gene nun egoistisch sind und nicht altruistisch (die Worte Egoismus und Altruismus werden sehr oft gelesen). Vielleicht liegt es auch nur an der Übersetzung, aber die Sprache scheint doch etwas trocken und langatmig gestaltet zu sein. Als Leser von Dawkins Buch 'Der Gotteswahn' erkenne ich ihn hier nicht so wie ich ihn schon aus zahlreichen Videos erkannt habe. Ich muss aber auch erwähnen, dass die erste Auflage dieses Buches 1978 erschienen ist und auch Dawkins sich natürlich evolutionstechnisch im Ausdrücken seiner Gedanken zweifelslos gewandelt hat.
Richard Dawkins bringt aber auch zahlreiche Beispiele, die das Allgemeinwissen ordentlich aufstocken. Egal ob aus der Pflanzen- oder Tierwelt, man schliesst das Buch ab indem man einiges gelernt hat.

Es fällt mir etwas schwer dem Buch eine bessere Bewertung zu geben. Hauptsächlich ist dies dem etwas unbeholfenem Auswählen von, aus meiner Sicht, befremdlichen Beispielen und Berechnungen geschuldet, doch hat die literarische Qualität mich leider zu einem weiteren Abzug eines Bewertungssternes bewogen.
Nichtsdestotrotz, kann ich jedem nur empfehlen es zu lesen, wenn man sich auch nur im Geringsten mit dem Thema Evolution ausseinandersetzen will und auch jedem der grundsätzlich etwas über die Natur in Erfahrung bringen will. Da es in dieser Auflage nicht mehr erhältlich ist als Neudruck, kann man sehr günstig eine gebrauchte Kopier ergattern. Man sollte zugreifen!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Evolutionsbiologisches Grundlagenwissen, 5. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (German Edition) (Taschenbuch)
In dieser umfassenden und allgemeinverständlichen Einführung in die Evolutionsbiologie beschreibt Dawkins die Mechanismen der Evolution aus der Perspektive eines (strikt metaphorisch verstandenen) 'Egoismus' von Genen als Replikatoren. Im Einzelnen erforscht er die Biologie von Egoismus und Altruismus.

Dargestellt werden die vor ca. 3-4 Mrd. Jahren abgelaufenen Prozesse, durch die in der 'Ursuppe' erstmals ein Replikator entstand, der die Fähigkeit besaß, Kopien seiner selbst herzustellen; die vier Charakteristika der Evolution - Langlebigkeit, Reproduktionsgeschwindigkeit, Kopiergenauigkeit und Konkurrenz -; Aufbau und Funktionsweise der DNA; lang- und kurzlebige, letale und semiletale Gene; der maßgebliche Einfluß von Umwelteinflüssen auf die Wirkungsweise von Genen und die Vorteile sexueller Reproduktion.

Hervor brachte die Evolution Mobilität (Tiere), Lernfähigkeit (Gehirne), wodurch Simulationen und Modelle für Voraussagen möglich wurden, Kommunikation und Verständigung mit Lüge und Täuschung als Folgekosten und Rivalitätskämpfe, in denen unbewußte 'Kosten-Nutzen-Rechnungen' zu 'evolutionär stabilen Strategien' führten. Doch stets ist der Genpool die langfristige Umwelt der Gene. Dort befindet sich ein evolutionär stabiler Satz von Genen, bis eine erfolgreiche Mutation stattfindet. Vor diesem Hintergrund erläutert Dawkins innerfamiliären Altruismus und Verwandtschaftsselektion, die subtilen Wege, auf denen in der Natur Familienplanung betrieben und die Populationsdichte beschränkt wird, das Phänomen des 'Elternaufwandes' im 'Krieg der Generationen', Brutparasitismus am Beispiel des Kuckucks, die divergierenden Strategien in sexuellen Partnerschaften mit interessanten Einzelphänomenen von der unterschiedlichen Geschlechterverteilung über die Tötung potentieller Stiefkinder bis zum Fehlen des Penisknochens beim Menschen.

Am Beispiel der Gruppenbildung bei Tieren läßt sich zeigen, daß Genegoismus und reziproker Altruismus selbst im Falle einer Verzögerung kein Widerspruch sind. Zwischen Betrügern und Betrogenen bildet sich eine evolutionär stabile Strategie heraus. Möglicherweise haben sich Zerebralisation und mathematisches Denken aus einem Mechanismus immer ausgefalleneren Betrügens und dessen Aufdeckung entwickelt!

Dawkins postuliert einen mit der Anthropogenese entstandenen neuartigen Replikator, nämlich das 'Mem': "Beispiele für Meme sind Melodien, Gedanken, Schlagworte, Kleidermoden, die Art, Töpfe zu machen oder Bögen zu bauen." (S. 321) Meme verbreiten sich von Gehirn zu Gehirn vermittels Imitation. Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergabetreue verschaffen ihnen einen hohen Überlebenswert. Sie konkurrieren wie Gene untereinander, und zwar um Aufmerksamkeit im menschlichen Gehirn, um Zeit und Raum in den Medien, um Platz auf den Bücherregalen. Dawkins veranschaulicht dies an Genen für den religiösen Glauben. Er besitzt die optimistische Überzeugung, daß Menschen sich gegen die Tyrannei egoistischer Replikatoren (Gene/Meme) auflehnen können.

Sodann wird in spieltheoretischen Berechnungen dargelegt, daß evolutionär stabile Strategien in der Natur 'Nichtnullsummenspiele' sind, in denen es weder Sieger noch Verlierer gibt. Ein abschließendes Kapitel stellt die Theorie des 'erweiterten Phänotyps' vor. "Gene in einem Organismus können erweiterte phänotypische Effekte auf den Körper eines anderen Organismus haben." (S. 393) Veranschaulicht wird dies an Wirten und Parasiten, 'rebellierenden' DNA-Fragmenten, Bibern und Ameisen.

Das Werk stellt eine für alle interessierten Laien bestens geeignete und breit angelegte Einführung in zahlreiche interessante Probleme und Fragestellungen der Evolutionsbiologie dar. Es gilt völlig zu Recht als Grundlagenwerk und Klassiker, aus dem auch heute noch etwas Tüchtiges zu lernen ist.
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Das egoistische Gen (German Edition)
Das egoistische Gen (German Edition) von Richard Dawkins (Taschenbuch - 16. September 2010)
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