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90 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 500 spannende Seiten über Gehirnforschung
Ein Buch über Neurobiologie, Gehirnforschung und Lernen, 500 Seiten stark, von einem Psychiatrie-Professor, der Medizin, Psychologie und Philosophie studiert hat. Uff. Die Überraschung: Man kann das Buch kaum weglegen. Manfred Spitzer zeigt auf, wie man mit Hilfe der Gehirnforschung das Lernen besser verstehen kann: "Lernen findet im Kopf statt (...) Daher sind...
Veröffentlicht am 1. Februar 2007 von Thomas Mauch

versus
76 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele Details, einfache Botschaft
Spitzers Buch ist sicher flüssig geschrieben und enthält eine Vielzahl von Informationen zum Thema "Lernen". Die Kapitel sind übersichtlich und einheitlich aufgebaut: Auf eine kurze Einführung in die Problematik folgt die Darstellung verschiedener einschlägiger Experimente im Hinblick auf deren praktischen Erkenntniswert. Abgerundet werden die...
Veröffentlicht am 22. März 2009 von Manfred Luger


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90 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 500 spannende Seiten über Gehirnforschung, 1. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens (Taschenbuch)
Ein Buch über Neurobiologie, Gehirnforschung und Lernen, 500 Seiten stark, von einem Psychiatrie-Professor, der Medizin, Psychologie und Philosophie studiert hat. Uff. Die Überraschung: Man kann das Buch kaum weglegen. Manfred Spitzer zeigt auf, wie man mit Hilfe der Gehirnforschung das Lernen besser verstehen kann: "Lernen findet im Kopf statt (...) Daher sind die Ergebnisse der Erfoschung des Gehirns für das Lernen etwa so wichtig wie die Astophysik für die Raumfahrt oder die Muskel- und Gelenkphysiologie für den Sport." Diese Ergebnisse wendet der Autor Spitzer konsequent an. Sein Buch ist reich an Beispielen, Geschichten, Illustrationen oder persönlichen Anekdoten. Diese 'gehirngerechte' Aufbereitung des Buches ist Beispiel und Beweis seiner Thesen. Lernen geschieht, in dem wir Einzelnes aufnehmen und das Allgemeine daraus ableiten und abspeichern. Spitzer legt anschaulich dar, wie Lernen in unserem Kopf geschieht, was es mit diesen Synapsen auf sich hat, welche Karten wir im Kopf anlegen oder was Traum und Schlaf mit Lernen zu tun haben. Weitere Teile des Buches befassen sich mit Einflussfaktoren des Lernens wie Aufmerksamkeit, Motivation und Emotionen. Gegen Ende formuliert Manfred Spitzer seine Schlüsse aus den Ergebnissen der Gehirnforschungen. Wie müsste etwa Schule heute aussehen, wenn gehirngerecht unterrichtet werden würde. Das sind durchaus persönliche Stellungnahmen, streitbar und diskussionswürdig, die aber viel Engagement für die Sache erkennen lassen.

Für mich neurobiologischen Neuling bietet das Buch einen Einstieg in ein spannendes Thema. Ein Thema, das uns gerade dieses Jahr noch häufig entgegenkommen wird - die Disziplin der Neuroökonomie etwa beherrscht gerade die Diskussionen der Volks- und Betriebswirtschafter. Für die Tätigkeit als Ausbilderin oder Trainer kann man Konkretes mitnehmen. Obwohl Manfred Spitzer kein Kochbuch schreiben wollte, lassen sich mit etwas Vorstellungskraft genügend Ideen und Anregungen für den gehirngerechten Unterricht ableiten. Unterricht und Kurse, die berücksichtigen wie Lernen nach Spitzer funktioniert: "Aus Erlebnissen der Seele werden Spuren im Gehirn."
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64 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir können gar nicht anders, unser Gehirn lernt immer. Fragt sich nur - was?, 20. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens (Taschenbuch)
Es wäre verkehrt, von diesem Buch ein schematisches Rezept zu erwarten, wie wir effektiv lernen können. Im Gegenteil, es geht darum: Über die Prinzipien des Lernens nachzudenken, um sie bei verschiedenen Lebensaufgaben anwenden zu können - als Lehrender und Lernender. Der Autor erhebt aber immerhin den Anspruch, uns eine Anleitung in die Hand zu geben, wie wir unser Gehirn auf optimale Weise benutzen können. Er leitet daraus Prinzipien ab, die man bei der Gestaltung unseres Bildungssystems berücksichtigen sollte. Manfred Spitzer ist Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm, hat ein Diplom in Psychologie und promovierte in Medizin und in Philosophie. Er ist Autor mehrerer Bücher, ist medial präsent und kann jedes Jahr eine beachtliche Publikationsliste von Fachartikeln vorweisen.

Ich fand das Buch einfach spannend zu lesen. Es sollte eigentlich ein "Muss" sein für jeden Bildungspolitiker, für alle die in irgendeiner Form von Lehre tätig sind, und für diejenigen, die sich dafür interessieren, wie ihr Gehirn arbeitet.

Wie wir lernen und was Lernen beeinflusst.

Aufmerksamkeit, Emotionen und Motivation. Ohne Aufmerksamkeit geht gar nichts. Immerhin, so, wie ein Albatros für das Fliegen optimiert ist, ist das Gehirn des Menschen zum Lernen optimiert (leuchtet ein; vermutlich deshalb müssen wir nicht mehr als Hominiden durch die afrikanische Savanne laufen). Wir lernen vor allem aus Geschichten (nicht Fakten), weil uns Emotionen antreiben. Nicht stumpfsinnige Regeln sollten wir Kindern beibringen, sondern Beispiele zeigen und vorleben (unser Gehirn ist ziemlich gut darin, aus Beispielen die Strukturen zu extrahieren; es gibt sogar Neuronen für Kategorien). Üben, üben, üben: wer viel Geige übt, vergrößert ein bestimmtes Hirnareal. Im Träumen optimieren wir vermutlich unsere Informationsverarbeitung. Was wohl nicht so viele wissen: Auch die Ratte träumt - und wir können sehen, wovon sie träumt.

Lebenslanges Lernen.

Unser Gehirn ist für das Lesen nicht optimiert (wie auch? Wir sind sieben Millionen Jahre ohne Lesen ausgekommen). Deshalb müssen wir üben, üben, üben. Mit zunehmendem Alter wird unsere Lernfähigkeit langsamer. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist dies jedoch kein pathologischer Prozess, sondern eine sinnvolle Anpassung: Während schnelles Lernen meist auch schnelles Vergessen bedeutet, gibt langsames Lernen mehr Gewähr, das Gelernte zu behalten. In einer Gemeinschaft brauchen wir beides.

Wir lernen in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft.

Ein funktionierendes Frontalhirn ist wesentlich für ein funktionierendes Sozialverhalten. Und mit 12-Jährigen über Ethik zu reden macht hirnphysiologisch keinen Sinn; Beispiele vorleben und einüben dagegen schon. Das Gehirn lernt immer, es kann nicht anders - es lernt also auch von Gewaltvideos, von Gewalt im Fernsehen und von gewalttätigen Computerspielen.

Schule (PISA), Werte, Lebensinhalte.

Es kommt weniger auf die Technik der Lernvermittlung an, als darauf, wie Lehrer und Schülern miteinander klarkommen. Optimales Lernen heißt: Beispiele sehen, es selber tun, es anderen erklären. Dasselbe gilt auch für die Wertevermittlung (beispielsweise Religionsunterricht). Menschen lernen aus Beispielen, nicht aus Predigten.

Das Buch kommt mit 511 Seiten ziemlich umfangreich daher. Eine ausführliche Literaturliste mit vielen Originalartikeln öffnet dem Interessierten (wie beispielsweise dem Kritiker, der meint, das mit den Gewaltvideos ist doch nicht so schlimm) ein weites Feld. Merkwürdig, dass ausgerechnet einige der wenigen Zitate, die ich nachschlagen wollte, in der Literaturliste nicht enthalten waren. Ich hoffe, der Rest ist vollständig.

Was gute Pädagogik aus Erfahrung schon länger weiß, stellt die Hirnforschung auf ein wissenschaftliches Fundament. Manche pädagogische Überlieferung und mancher Lehrplan gehört auf Grund der von Manfred Spitzer zusammengestellten Ergebnisse der Hirnforschung auf den Müll. Dieses Buch ist jedoch, wie schon gesagt, kein Rezeptbuch. Es ist ein Buch zum Nachdenken darüber, wie wir unser Gehirn richtig einsetzen und wie wir unseren Kindern dazu die Möglichkeiten schaffen. Es hat ganz viel mit Bildung und mit unserem Bildungssystem zu tun. Ein ganz wichtiges Buch!
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104 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaft fesselnd wie ein Krimi, 6. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer kennt das nicht?:
Nächtelang für Klausuren gepaukt, passable Note geschrieben aber nach einiger Zeit ist fast alles in den Tiefen des Gedächtnisses verschüttet. Schulwissen, welches man sich oft von unmotivierten Lehrern vortragen lassen musste, geprüft in ( Kurzzeitgedächtnis- ) Tests, von Eltern immer wieder abgefragt - nahezu verschwunden.
Jedem der sich schon immer mal gefragt hat, was hier wohl schiefgelaufen ist und was man bei sich oder (wenn es schon soweit ist) bei seinem Nachwuchs besser machen kann, sei das Buch besonders ans Herz gelegt.
In äußerst kurzweiliger Form werden jedem der sich für sein wichtigstes Organ interessiert wichtige Forschungsergebnisse, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für sein tägliches Leben gegeben.
Von gehirngerechter Kindererziehung, Entwicklung von Moral, Umgang mit Gewalt im Fernsehen bis zu Auswirkungen moderner Gehirnforschung auf unser Schulsystem werden so spannend und fesselnd vermittelt, dass ich das ca. 500 Seiten starke Buch in 4 Tagen durchgelesen haben.
Interessanter Nebeneffekt: Die Glotze blieb aus - und damit hat der Autor sozusagen eine seiner Zentralforderungen ( kritischer, sparsamer Umgang mit dem TV ) selbst erfüllt.
Jeder der sich selbst noch nicht für Festgefahren sondern noch entwicklungsfähig hält, jeder der noch bereit ist zu lernen ( was laut Autor jeder und immer ist ), jeder der jüngere Kinder hat oder mit Kindern arbeitet wird hier eine umfangreiche Anleitung finden. Glücklicherweise aufbauend auf Erkenntnisse der Forschung und nicht auf Ideologien.
Ein klarer Kauf - zum Nachmachen empfohlen - und in einer Sprache erklärt die klar und verständlich ist.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzer zeigt, was Neuro-Pädagogik sein könnte!, 24. Februar 2007
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens (Taschenbuch)
Dieses Buch ist im Spektrum-Verlag erschienen, der meines erachtens beste Verlag für wissenschaftliche Fachbücher (zumindest im Bereich Psychologie/Hirnforschung), und unter allen Verlagen derjenige mit den anspruchsvollsten populärwissenschaftlichen Publikationen. Zu letzteren zählt auch Manfred Spitzers Werk "Lernen", dass sich sowohl an Professionelle (Psychologen, Pädagogen, Lehrer, u.a...) wie an Laien richtet. Ich habe es nach "Geist im Netz" und "Nervensachen" gelesen; "Lernen" erhebt deutlich mehr Anspruch als "Nervensachen", bleibt aber näher am nicht-fachkundigen Publikum als "Geist im Netz".

Auch in "Lernen" legt der Autor Wert darauf, die von ihm vorgestellten Sachverhalte immer mit Rückgriff auf besonders exemplarische und aussagekräftige Experimente zu durchleuchten.

Kernaussage des Buches ist, dass Lernen ein im wörtlichen Sinne universeller Prozess des Lebens ist, da das Gehirn gar nicht anders kann, als fortwährend Erfahrungen zu sammeln, zu speichern und auf Regelhaftigkeit hin zu analysieren.

Die ersten Kapitel beginnen mit den grundlegenden Funktionen der Nervenzellen, und das Buch endet mit den letzten (höherstufigen) Themen der Werte- und Sinnfindung. Auf jeder Ebene der Darstellung des Gehirns und seiner Prozesse wird Bezug genommen auf die Relevanz der Ergebnisse für den Lern- und Lehralltag, für Erziehung und Didaktik.

Das Buch ist sowohl für Laien als auch für das Fachpublikum interessant. Spitzers Stil ist wie immer flüssig, und auch wer schon einige Publikationen von Spitzer kennt, kann daran seine Freude haben. Für mich ist es die bislang beste Darstellung dessen, was Neuro-Pädagogik sein könnte. Dass Spitzer, wie immer, hier und da die Gelegenheit nutzt, seine eigenen Erziehungs- und Medienpolitischen Standpunkte zu propagieren, schmälert den Reiz des Buches nicht.
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76 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele Details, einfache Botschaft, 22. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens (Taschenbuch)
Spitzers Buch ist sicher flüssig geschrieben und enthält eine Vielzahl von Informationen zum Thema "Lernen". Die Kapitel sind übersichtlich und einheitlich aufgebaut: Auf eine kurze Einführung in die Problematik folgt die Darstellung verschiedener einschlägiger Experimente im Hinblick auf deren praktischen Erkenntniswert. Abgerundet werden die Kapitel jeweils durch eine prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte.
Trotz Spitzers Fähigkeit, spezielle Inhalte auch für Laien anschaulich darzustellen, wird mir der Autor über die ganzen 500 Seiten nicht recht sympathisch, so dass zumindest bei mir kein rechter Spaß beim Lesen aufkommen mochte und sich manchmal sogar Befremdung einstellte. Das hatte zwei Gründe:
Zum einen störte es mich, dass der Autor sehr häufig und ohne Not auf seine eigenen Werke verweist, bei denen es sich meist nicht um originäre Forschungsergebnisse (die es auch gibt) handelt, sondern um populärwissenschaftlich aufbreitete Zusammenfassungen der Arbeiten anderer Kollegen handelt. Der Autor erweckt hierdurch unglücklicherweise den Eindruck, sich für die einzige maßgeblich Quelle zum Thema zu halten, oder stets die Absatzzahlen seiner anderen Bücher im Hinterkopf zu haben (was ich ihm jedoch beides nicht unterstelle).
Zum anderen macht der Autor keinen Hehl daraus, dass die neuen bildgebenden Verfahren (Magentresonanztomographie etc.) sein Lieblingsspielzeug sind. Entsprechend preist er deren Nutzen für meine Begriffe etwas über Gebühr. Sieht man sich nämlich den Erkenntnisgewinn der einschlägigen Forschungen (soweit sie hier Erwähnung finden) nüchtern an, dann stellt man fest, dass bei all der Lokalisiererei von Hirnfunktionen häufig nur Trivialitäten in Bezug auf das praktische Lernen herauskommen, denen sich ein halbwegs erfahrener Pädogoge auch ohne teure Apparate bewusst ist: Dass Lernen am besten funktioniert, wenn man motiviert ist, dass aktives Tun effektiver ist als passives Berieseltwerden, dass Angst und Nervosität den Lerneffekt hemmen usw.
Schließlich fühlt sich der Autor gegen Ende des Buches noch zu einem ausführlichen Diskurs über Sinn und Zweck von Religionsunterricht und richtiger Kindererziehung im Allgemeinen genötigt bevor er seine pädagogische Botschaft im Rahmen einer 25 Seiten langen Science-Fiction-Geschichte, die im Jahre 2018 spielt, nochmals neu verpackt.
Das alles wirkt etwas deplatziert und erweckt mitunter den Eindruck einer bildungstheoretischen Streitschrift, die sich wissenschaftliche Seriosität geben will.
Kurz gesagt frage ich mich im Nachhinein, ob man tatsächlich ein derartig umfangreiches Buch lesen muss, um auf die Erkenntnis zu kommen, dass das, was viele andere schon längst vermuten, auch durch die leuchtenden Felder eines Tomographen bestätigt wird.
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46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitze!, 17. Mai 2007
Von 
O. März (Bonn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manfred Spitzers Schreibstil hat mich schon in anderen Werken beeindruckt. Er schreibt anschaulich, bringt Beispiele und kann sogar noch zum Schmunzeln bringen. Er zeigt, wie Lernen sein sollte: Mit Spaß und ohne das Gefühl eines Zwangs, der ohnehin nicht nötig ist, da wir ja sowieso ständig lernen. Lediglich die Beweggründe des Lernens machen hier die Musik. Während ein Kind sich Sammelkarten wie Pokemon oder Yu Gi Oh merken kann, hat es Probleme mit dem Einmaleins.

Als Referendar bot das Buch für mich sehr interessante und wichtige Erkenntnisse über das Lernen, nicht nur das der Schüler, sondern auch mein eigenes.

Die gewonnenen Erkenntnisse und die neuen Möglichkeiten, bereits vorhandenes Wissen auszudrücken, werden mir hoffentlich in meinem Alltag helfen.

Das Buch ist absolut empfehlenswert für alle, die fernab der stautrockenen Theorie auf hohem Niveau etwas über das Lernen lernen wollen. Noch dazu ist der Preis mehr als angemessen.
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lernen ist sexy!, 12. Februar 2004
Ich habe selten ein Sachbuch gelesen, das so unterhaltsam und dabei doch so informativ war. Spitzer beschreibt in einer gut verständlichen Sprache die komplizierten Mechanismen im menschlichen Gehirn. Während wir die Reize, die andauernd aus der Umwelt auf uns eintreffen, auswählen, und die ausgewählten Reize schließlich verarbeiten - der Vorgang, den wir gemeinhin als "Lernen" bezeichnen - passieren in unseren Gehirnen rätselhafte Dinge. Genau diese Rätsel versucht Spitzer zu entschlüsseln. Seine Darstellung ist mit zahlreichen Abbildungen angereichert, die dem Leser das Verständnis, der manchmal etwas komplizierten Zusammenhänge erleichtern.
Spitzer verdeutlicht, wie unsinnig die Frage "Wie motiviere ich jemanden zum Lernen?" eigentlich ist, da jeder Mensch von Natur aus - ein evolutionäres Erbe unserer Gattung - mit einem internen Belohnungssystem ausgestattet ist, das uns belohnt, wenn wir etwas dazulernen. Dieses Dopaminsystem (Dopamin ist ein opiatähnlicher Stoff) sorgt nicht nur dafür, dass wir die Umweltreize dahingehend bewerten, ob sie interessant, also beachtenswert, sind, sondern sorgt auch für ein Glücksgefühl im Falle eines Erkenntniszugewinns. Sie kennen doch sicher das gute Gefühl bei einem sogenannten "AHA-Erlebnis".
Spitzer beschreibt aber nicht nur die Funktionsweise des Gehirns, sondern zieht auch praktische Schlußfolgerungen aus alledem. So ist sein Buch auch als Plädoyer an Lehrer zu verstehen, ihre übliche Unterrichtsgestaltung zu überdenken, um den Schülern nicht die Freude am Lernen zu nehmen. Gerade bezüglich der Defizite im deutschen Schulsystem gibt das abschließende Kapitel "Terra II" - eine sehr unterhaltsame Utopie - Anregungungen, wie das Lernen an deutschen Schulen vonstatten gehen könnte.
Mein einziger Kritikpunkt sind die zahlreichen Rechtschreibfehler, die besonders im ersten Teil des Buches gehäuft auftreten, doch das ist ob des Inhalts durchaus zu verschmerzen. 5 Sterne für ein sehr gutes Sachbuch.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lerndiät, 2. Januar 2003
Prof. Spitzer erklärt nicht nur, „wie Lernen am besten geht", nein er lässt es den Leser unmittelbar erleben.
So gerät sein „Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens„ zu einem eindringenden „Lehrstück/Lehrbuch" und einer praktischen Demonstration gelungenen Lernenlassens ohne dröge Belehrung.
Mit Freude, Witz, Besinnlichkeit, Charme und Persönlichkeit, mit Spontaneität, Ideenreichtum und Kompetenz, mit Geschichten, Visionen und vor allem mit seiner eigenen Begeisterung erweist er sich als ein Magier der Aufmerksamkeitslenkung des Lesers, als Generator von Faszination und Motivation beim Leser.
Der neurophysiologische Diätberater und psychophilosophische Sternekoch Spitzer lässt den Leser die katalytische Wirkung von erhaltener Begeisterungsfähigkeit und wachsender Begeisterung für einen nicht belastenden Prozess des Lernens erleben. Dies wird nicht nur beim Eleven sondern auch beim Didakten zu einem sich selbst befruchtenden und sich selbst positiv rückkoppelnden Prozess.
Der didaktische Prozess wird von Spitzer mit Leben erfüllt, erlebbar gemacht , nicht doziert. Lernen findet fast automatisch statt, lustvoll, interessant, sinnlich, spannend, fesselnd.
Mehr noch: Interesse an mehr von dieser „Droge" wird geweckt, Spitzer dealt geradezu mit Lese- und Lernfreude, mit der psychostimulierenden Wirkung des Lernerfolges. Des Lesers Belohnungsnetzwerke arbeiten auf Hochtouren, er erlebt erfülltes, sinnhaftes Lernen für die Lebenswirklichkeit und in der Folge die heilsame Wirkung der körpereigenen Glückshormone.
Bei allem Forschungsinteresse bleibt Spitzer so ganz Kliniker und Praktiker.
Und gleichzeitig erinnert die Lektüre an die Wirklichkeit mit gespenstischem Gepauke und schaurigem Büffeln für den Augenblick der Prüfung, nur allzu oft verbunden mit Stress, Angst und Misserfolg.
Nebenbei hat Spitzer auch noch eine Botschaft, die lautet:
- Homo sapiens ist von der Evolution auf Lernen optimiert.
- Kinder und ihre Gehirne lernen immer, sie können gar nicht anders.
- Lernen „geht" mit Neugier und mit Motivation am besten.
- Es ist nicht artgerecht, uns die Freude am Lernen zu verderben.
- Es ist ein Frevel, ja ein Verbrechen, uns die Freude daran schon in der Kindheit zu nehmen.
- Achtet allzeit auf „gutes, verdauliches, lernphysiologisch wertvolles" Lernfutter für Kinder!
- Kinder wollen lernen. Lasst Kinder lernen.
Jedem Schüler sind Lehrer wie Prof. Spitzer zu wünschen.
Der Schule bleibt nach PISA zu wünschen, dass Lernen sich wieder an seiner neurobiologischen Basis orientieren darf, nämlich der kindlichen Neugier, dem individuellen Interesse, den persönlichen Stärken und der motivierenden Macht des Lernerfolges.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesen Sie, Lernen Sie, 23. März 2005
Manfred Spitzer hat ein sehr interessantes und vor allem informatives Buch geschrieben.
Spitzer präsentiert neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften in einer sehr gelungen Art und Weise. Er formuliert Fakten, unterstreicht diese mit des dazugehörigen Experimenten, zitiert die experimentierenden Wissenschaftler und kommentiert das Dargebotene. Zum Ende des Kapitels fasst Spitzer die Inhalte kurz und prägnant zusammen.
Leider nur vier Punkte, weil: Spitzer fängt sehr stark an, wird aber zum Ende etwas schwächer. Er beherrscht über den Großteil des Buchs die Fähigkeit, dem Leser die Neurowissenschaft und deren Erkenntnisse auf verständlichste Art nahe zu bringen. Allerdings verlässt Spitzer zum Ende hin mehr und mehr die Wissenschaft und verliert sich in seiner eigenen Haltung zu bestimmten Themen. Letztlich krönt er die Abschweifung noch mit einem belletristischen Ausflug zur Verdeutlichung seiner eigenen Position.
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53 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Unser Gehirn ist für das Lesen nicht gebaut.", 30. Januar 2003
Von 
Frohmut Menze (Lichtenau-Scherzheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
so leitet der Autor das Kapitel 13 ein: Lesen. Und belegt diesen Satz auch gleich mit dem bekannten Experiment, über das auch geübte Leser stolpern: Links stehen in wechselnder Reihenfolge die Wörter weiß, schwarz und grau (und sind auch in eben diesen Farben geschrieben), rechts daneben stehen die gleichen Wörter, aber dieses Mal ist das Wort grau in der Farbe weiß geschrieben etc. - und schon stolpert unser Gehirn.
In 24 Kapiteln auf knapp 500 Seiten nimmt uns Professor Dr. Dr. Spitzer mit zu einer Entdeckungsreise in unser Gehirn. Wir lernen, wie die Neuronen feuern (und können nachvollziehen, wie Forscher nur anhand der aktiven Gehirnregionen einer Laborratte feststellen können, in welcher Ecke des Käfigs sie sich gerade bewegt); wir trommeln eine Zahlenfolge mit der rechten Hand - und merken auf einmal, dass es die Melodie von "Freude schöner Götterfunke" ist, die uns zur schnellen Adaption bringt (Seite 65 oben); wir erfahren, das sich im Spiel nachweisen lässt, dass wir Kooperationen und Altruismus belohnen und leiden mit dem Autor beim Trolley-Problem, bei dem wir eine Weiche stellen müssen, um zu entscheiden, ob der Trolley einen oder 5 Menschen töten soll, die auf den Schienen sitzen und ins Tal sehen und nichts von dem herannahenden Trolley hören oder sehen.
5 große Teile gliedern die 24 Kapitel:
Teil 1: Wie wir lernen.
Teil 2: Was Lernen beeinflusst;
Teil 3: Lebenslang lernen.
Teil 4: Gemeinschaft Lernen.
Teil 5: Von PISA bis Pisa.
Im letzten Kapitel tobt sich der Autor noch einmal richtig aus und löst die meisten Probleme dieser Welt. Sein Fazit: "Vom Frontalhirn zum Grundgesetz" - nutzt die ausgebreiteten Erkenntnisse zu einem kleinen Aufruf zur Trennung von Schule und Religionsunterricht.
Ein Buch für qualfizierte, selbstbewusste Lehrer, belesene Eltern, engagierte Studenten. Leider noch nicht das Buch für die vielleicht nicht einmal hinreichend guten Eltern und den durchschnittlichen Lehrer. Das muss noch geschrieben werden. Es ist bitter nötig. In Zeiten von PISA und in Zeiten der "Achse des Bösen".
Es könnte fast so wichtig werden wie "Stupid White Men" von Michael Moore. Eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit.
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Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens
Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens von Manfred Spitzer (Taschenbuch - 13. April 2007)
EUR 20,00
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