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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafte Darstellung..., 17. Januar 2009
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Ist Biologie: Die Wissenschaft des Lebens (German Edition) (Taschenbuch)
Ernst Mayr, der 2005 mit 101 Jahren verstorbene Darwin des 20. Jahrhunderts, war bis kurz vor seinem Tod noch überaus produktiv und veröffentlichte dieses für den Laien verständliche Einführungswerk in die Biologie 1997. Sein Buch "Das ist Evolution" hatte mich begeistert, und so nahm ich mir nun dieses ebenfalls gelobte Buch Mayrs vor.
Es hat keine Bilder, dies vorweg. Dennoch ist es keine trockene Lektüre, sondern eine sehr interessante, den Überblick über das Fach Biologie herleitende und die Gedankenwelt und Ausreifung dieser "Wissenschaft vom Leben" nahebringende Abhandlung.
Mayr entfaltet in 12 Kapiteln ein immer genaueres Bild dieser Lebenskunde. Im ersten Teil wird dargestellt, was das denn eigentlich ist, das "Leben". Kapitel 2 führt uns zudem vor Augen, was Wissenschaft ist, und ob die Biologie sich auch als solche bezeichnen kann. Wie Wissenschaft und dann eben auch Biologie die Natur erklärt, handeln die beiden folgenden Kapitel ab. Macht Wissenschaft eigentlich Fortschritte, oder bleiben wir mit dem Wissen immer hinter der Wirklichkeit zurück? Darauf antwortet der 5. Teil, bevor es an die differenzierte Darstellung der Biologieinhalte geht. Was alles zu dieser Wissenschaft des Lebens gehört, wird im 6. Kapitel entfaltet. Die sich ergebenden W-Fragen werden dann in den Folgekapiteln genauer in ihren Fachgebieten und ihrer historischen Entwicklung dargestellt: Das Was?, nämlich die Erforschung der biologischen Vielfalt in Arten und Gruppen als Forschungsauftrag der Taxonomie (Kap. 7); das Wie?, die Art und Weise, wie sich Leben im Werden eines Individuums entfaltet, also Entwicklungsbiologie und -genetik und der Zusammenhang mit der Evolutionsbiologie (Kap.8); das Warum?, die Frage nach der Evolution der Organismen (Kap.9). Im 10. Teil wird die Disziplin Ökologie in ihrer Beschäftigung mit dem Individuum, der Art und schließlich der größeren Gemeinschaft dargestellt. Kapitel 11 und 12 behandeln schließlich die Stellung des Menschen in der Evolution (Menschwerdung und kulturelle Evolution) wie auch das Heraufkommen einer Ethik in der Evolution mit der schließlichen Frage, ob Altruismus oder ethisches Handeln evolutionär sinnvoll sich entwickelt hat.
Es ist wieder ein spannendes und sehr gut lesbares Werk Mayrs, das einen guten Überblick der wichtigsten Fragen zur Biologie in ihrer historischen Entwicklung gibt. Lobenswert auch hier ein Begrifflexikon und ausführliche Sach- und Literaturverzeichnisse. (16.01.08)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert, 27. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Ist Biologie: Die Wissenschaft des Lebens (German Edition) (Taschenbuch)
Wenn Ernst Mayr, einer der wichtigsten Architekt der Synthetischen Theorie der Evolution, ein neues Werk vorlegte, so war das in vielerlei Hinsicht ein faszinierendes Erlebnis. Denn Mayrs Bücher lassen sich als Resümee lesen, als Geschichte seiner eigenen wissenschaftlichen Laufbahn und der Themen, mit denen die Biologen des zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts gerungen haben. Zugleich sind sie zukunftsweisende und eindrucksvolle Plädoyers für eine Biologie, die auch in Zukunft mehr ist als Biochemie und Molekularbiologie. Mayr wollte so der zunehmenden Spezialisierung innerhalb der Biologie entgegenarbeiten, Gemeinsamkeit zwischen der verschiedenen biologischen Disziplinen aufzeigen und das Selbstverständnis der Biologen fördern.

Während sein letztes größeres Werk Eine neue Philosophie der Biologie (München: Piper Verlag, 1991) eine Zusammenstellung von früher veröffentlichten Artikel war, wurde Das ist Biologie völlig neu konzipiert und geschrieben. Der Band beginnt mit einem einführenden Kapitel über den Gegenstand den Biologie, das Phänomen Leben". Ausführlich setzt er sich in den folgenden fünf Kapiteln mit der Fragen der Wissenschaft auseinander, mit ihrer Definition, ihren Erklärungsweisen und Strukturen, wobei er stets auf die besonderen Verhältnisse in der Biologie und die Unterschiede zu Physik und Chemie eingeht. Ein eigener Abschnitt ist der Frage gewidmet, inwiefern man in der Wissenschaft von Fortschritt sprechen kann. Er kommt zu dem Schluß, daß die Phänomene, die von der Biologie untersucht werden, sich grundlegend von denen der anorganischen Welt unterscheiden, und so eine eigenständige wissenschaftliche Disziplin Biologie nicht nur ermöglichen sondern auch notwendig machen.

Im zweiten Teil des Bandes geht Mayr dann genauer auf die wichtigsten der spezifisch biologischen Phänomene und ihre wissenschaftliche Erforschung ein. In den einzelnen Kapiteln wird die biologische Vielfalt, die Entwicklung der einzelnen Individuen, die Evolution der Organismen und die Ökologie behandelt. Abschließend diskutiert er die seit Darwin umstrittene Frage, welche Konsequenzen die biologischen Evolution für das Selbstverständnis der Menschen hat. In einem eigenen Kapitel wird die faszinierende Frage untersucht, ob ethische Vorstellungen evolutionär erklärbar sind. Bei der Behandlung der einzelnen Themen vernetzt Mayr historische und systematische Aspekte, die sich so gegenseitig erhellen.

Mayrs Fähigkeit, auch schwierige Themen verständlich darzulegen, ohne an Tiefe zu verlieren, macht den Band zu einer anspruchsvollen Einführung für Studenten und zu einer anregenden Lektüre für Historiker, Philosophen und Fachbiologen. Besonders zu erwähnen ist die ausgezeichnete Übersetzung, die durch begriffliche Präzision und literarische Qualität besticht. Das ist Biologie ist ein möglichst breites Publikum zu wünschen und es ist zu hoffen, daß Mayrs Anliegen, eine intensivere Reflexion über das Selbstverständnis der Biologie anzuregen, auf Resonanz stößt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte der Entwicklung der "Wissenschaft des Lebens", 14. September 2006
Von 
C. Thiele (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Ist Biologie: Die Wissenschaft des Lebens (German Edition) (Taschenbuch)
Mayr erklärt gut die Entwicklung der Biologie in den Vergangen Jahrhunderten, wobei es etwas unglücklich ist, dass er am Ende des Jahrhunderts ein Buch schreibt und ständig vom zwanzigsten Jahrhundert als "unserem Jahrhundert" die Rede ist.

Er betont die Wichtigkeit von Konzepten in der Biologie gegenüber Entdeckungen, die in der Physik eine wichtigere Bedeutung haben und weißt nicht ganz bescheiden auf seinen Beitrag zur Enwicklung der Gedankenwelt der Biologie hin, wobei er aber auch Fehler eingesteht.

Dennoch ist dieses Buch nicht wirklich ausgewogen, so gibt Mayr zu, dass er in den molekularen Biowissenschaften nicht kompetent genug ist, um sie angemessen darzustellen.

An manchen Stellen denke ich, dass durch die Übersetzung einige Unklahrheiten entstanden sind; z.B: "... weil man heute begriffen hat, dass die Population die EINHEIT der Evolution ist", während an anderer Stelle erklärt wird, dass es nicht sinnvoll ist von der EINHEIT der Evoluton zu sprechen. Dieses Problem wird aber häufig vermieden, indem bei einigen Begriffen der englische Ausdruck in Klammern dahinter steht.

Für Laien sind die Begriffserklährungen sehr hilsreich, für Experten die Literaturangaben. Dagegen finde ich die Anmerkungen zu den Kapiteln meist wenig hilfreich, denn einige sind zusätzliche Erklärungen oder vertiefende Erläuterungen, meist sind es aber nur Literaturangaben, auch an vielen Stellen, an denen ich mir eine Erklärung gewünscht hätte.

Beim Blick in die Zukunft ist Mayr mir zu vorsichtig, er erzählt von seinen Hoffnungen, die er auf dem evolutionären Humanismus gründet und dass die Menschheit sich genetisch nicht verbessern könnte, ohne auf Gentechnik einzugehen (nur auf Eugenik!). Auch auf Manipulationen oder Weiterentwicklungen des Gehirns geht er nicht ein, da er sich auch in der Biologie neuronaler Vorgänge im Vorwort als nicht kompetent genug betrachtet.

Fazit: Mayr blickt aus der Perpektive eines Evolutionsbiolgen auf die Biologie, was er auch zugibt, oft ist er auch parteiisch (z.B: "jeder weiß, dass der Mensch keine Maschine ist" - ohne auf Dawkins oder Blackmore einzugehen).
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachtrag zu "eine Geschichte der Biologie", 20. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Ist Biologie: Die Wissenschaft des Lebens (German Edition) (Taschenbuch)
Nachdem ich 2001 eine wirklich sehr knappe Zuasmmenfassung dieses Buches von Ernst Mayr hier bei Amazon gepostet habe, möchte ich, auch nach der Lektüre von C. Thiele doch noch etwas mehr Text hinzufügen.
Dieses Buch war für mich in vielerlei Hinsicht ein „Augenöffner“ von einem der grossen Wissenschaftler des 20. Jh. Mit Superlativen muss man immer vorsichtig sein, dessen bin ich mir wohl bewusst, allerdings genügt ein Blick auf die Vita und die Referenzen des Autors, um Respekt vor seinem Werk bekommen. Ich selbst bin ausgebildeter Biologe und habe dieses Buch kurz nach Ende meines Studiums gelesen, als ich mich mit während meiner Phd Zeit mit molekularer Biophysik und Festkörperspektroskopie auseinandergesetzt habe. Soviel kurz zu dem Hintergrund. Tatsächlich war Mayrs Lektüre der Beginn einer Neubeschäftigung mit meiner eigenen Wissenschaft. Eine selbtsbewusste Definition der Biologie. Deutlich arbeitet er grundlegende Unterschiede zwischen der Biologie und den „exakten“ Naturwissenschaften wie Physik und Chemie heraus und schafft dabei nicht weniger als eine grundlegende Philosophie der Lebenswissenschaften. Tatsächlich war und ist das ein Hauptverdienst des Autors, nachdem er in den 1930 und 1940iger Jahren entscheidend an der sogenannten Synthese der Evolutionsbiologie insbesondere mit der Genetik beteiligt war. Natürlich muss an dieser Stelle als Referenz sein vielleicht größtes Werk „The Growth of Biological Thought“ erwähnt werden, das ich jedem Leser nach Lektüre dieses Einstiegsbuches nur wärmsten empfehlen kann.
Der Grund warum die Biologie jahrhundertelang stiefmütterlich von der Wissenschaftsphilosophie behandelt wurde liegt daran, dass hier Ungleiches mit gleichem Maß beurteilt wurde. Insbesondere die Evolutionsbiologie, das Hauptforschungsfeld des jungen und mittleren Ernst Mayr, hat neben ihren naturwissenschaftlich exakten Methoden, darüber hinaus die Dimension einer historischen Wissenschaft. Das aufkommen der modernen Genetik hat gezeigt, dass Populationen aus Individuen bestehen, die einzigartig sind. Eine Gruppe von Tieren oder Pflanzen kann deshalb nicht behandelt werden wie eine Gruppe von Atomen oder Molekülen, die identisch sind, und für die es möglich ist exakte Gesetzmäßigkeiten zu formulieren (die Unbestimmtheit der Quantenmechanik ändert an der Argumentation auf dieser Ebene nichts). Mayr spricht daher von Konzepten, die in vielen Bereichen der Evolutionsbiologie an die Stelle der Naturgesetze treten. Auch ist hier eine klare Ursache-Wirkung-Beziehung oft nicht einfach herstellbar.
Natürlich treten gerade in den „neueren“ Disziplinen wie Molekularbiologie, Genetik, Zellbiologie und Biophysik starke Synergien mit den Nachbardisziplinen Chemie und Physik auf. Deshalb ist auch innerhalb der Biologie eine Unterscheidung sinnvoll, da sich ein Prozess wie beispielsweise eine osmotische Diffusion durchaus in Formel fassen lässt. Ganz zu schweigen von den vielfältigen spektroskopischen Methoden mit denen sich die Struktur und Dynamik von Proteinen und untersuchen lassen. Mayr weiss das und grenzt die Fragen der Evolutionsbiologie deshalb von diesen Bereichen aus.
Als Fazit bleibt zu sagen, das diese Buch vielleicht der beste Starter in das Werk des Autors ist, da es in zusammengefasster Form das bietet womit er sich die letzten Jahrzente seines hundertjährigen Lebens beschäftigt hat. Nicht alle seine Bücher sind ins deutsche übertragen worden. Sein oben genanntes Meisterwerk ist im Springer Verlag „Die Entwicklung der biologischen Gedankenwelt“ erschienen. Seine früheren Texte sind weitaus technischer. Wer allerdings einen biologischen Hintergrund mitbringt der sei auf „Systematics and the origin of species from a viewpoint of a zoologist“ hingewiesen.
Obwohl sich Mayr in seinen späteren Schriften zur Biophilosophie und Geschichte teilweise wiederholt, und sein Standpunkt durchaus etwas selbstherrlich ja fast schon zynisch wirkt, ist es schwer sich dem klaren Stil und der Orginalität seiner Argumentation zu entziehen.
Alles andere als 5 Sterne deshalb undenkbar.
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5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Geschichte der Biologie, 15. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Ist Biologie: Die Wissenschaft des Lebens (German Edition) (Taschenbuch)
Ernst Mayr gibt hier eine außerordentlich informative und spannende Einführung in die Geschichte der biologischen Wissenschaften. Besondere Beachtung finden Entwicklungsbiologie Ökologie und Evolution.
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Das Ist Biologie: Die Wissenschaft des Lebens (German Edition)
Das Ist Biologie: Die Wissenschaft des Lebens (German Edition) von Ernst Mayr (Taschenbuch - 9. Februar 2000)
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