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Soso, Herr Blanchard rechnet also ab. Das ist gut so. Denn jahrelang vertrat auch er die Meinung, selbst der Zufall liesse sich planen. Dumm ist nur, dass er dies vergessen hat. Aber immerhin, in seinem neusten Buch geht er eine Ebene höher. Nun definiert er Führung folgendermassen: "Führung ist die Fähigkeit, andere zu beeinflussen, indem wir ihre Kräfte und Möglichkeiten zum Einwirken auf das grössere Ganze freisetzen." Es geht ihm also nicht mehr in erster Linie um das Erreichen von Zielen und konkreten Ergebnissen. Wer Führungsverantwortung übernimmt, muss höhere Zwecke verfolgen, muss Opfer verlangen sowie durch und durch redlich sein. Reisen nach Südafrika und die Beschäftigung mit Menschen wie Nelson Mandela haben Ken Blanchard ganz offensichtlich verändert. Aus Marketinggründen ist er zwar noch immer "Der One Minute Manager", aber liest man sein neustes Buch, spürt man eine Freude am Menschen, die keine schnellen Rezepte mehr zulässt.

Über 13 Millionen Mal verkaufte sich sein Minuten-Manager. Daher finde ich es natürlich grossartig, wenn der gleiche Autor nun etwas leisere und sinnlichere Töne anschlägt und so zu einer Melodie kommt, die einige seiner treuen Leser umstimmen könnte. Zum Komponisten esoterischer Sphärenklänge wurde der amerikanische Management-Guru natürlich nicht. Unternehmen müssen noch immer Gewinne erzielen, und Mitarbeiter müssen noch immer mitarbeiten. Aber die Schwerpunkte werden anders gesetzt. Eine moderne Führungskraft muss Menschen zu mehr Verantwortung befähigen, Kunden mit erstklassigem Service überzeugen und langfristige Perspektiven verfolgen. Das klingt gut und ist es auch. Zweifel habe ich allerdings, ob Ken Blanchard schon alle Instrumente kennt, mit denen sich dies erreichen lässt. Denn mit Absichtserklärungen allein ist noch gar nichts gewonnen. Und an zentralen Stellen hatte ich sogar das Gefühl, er schütte jetzt das Bad mit dem Kinde aus. Als ob er sich und seinen Lesern den Wandel beweisen müsse, zeichnet er Menschenbilder, die der harten Realität nicht standhalten. So treffen wir dann auf Formulierungen wie "Den Mitarbeitern Flügeln verleihen", "Alte Hierarchien durch selbstbestimmte Personen und Teams ersetzen" oder "Informationen an alle weitergeben". Doch der Schaden hält sich in Grenzen, weil Ken Blanchard im Kapitel "Strategien zur Bewältigung einer Änderung" auch immer auf die Frage eingeht, warum Änderungsbemühungen oftmals scheitern. Diese Passagen finde ich besonders wertvoll.

Mein Fazit: Wenn ein Oberguru der Managertrainer zur Einsicht kommt, das Input-Output-System sei doch nicht das Gelbe vom Ei, ist dies ein bemerkenswertes und freudiges Ereignis. Das macht dieses Buch zwar noch nicht zum unverzichtbaren Begleiter aller seienden und werdenden Führungskräfte, aber immerhin zu einer Stimme, die selbst Ohren von Hardlinern erreicht.
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