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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Lektüre!
Eigentlich war ich schon länger irritiert, dass man in diversen öffentlichen „Expertenzirkeln" ungeachtet verschiedener Nebensächlichkeiten wie Konjunkturzyklen, weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und binnenwirtschaftlichen Entwicklungen oder auch im Kontrast zu fundierten Überlegungen gelernter Volkswirte aus anderen Ländern stets nur...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2004 von schellus

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überflüssig
Dieses Buch krankt wie so viele andere an eklatanter Unwissenschaftlichkeit. Dieses Buch ist ein politisches Statement, im Grunde der Gegenpol zu den Büchern von Miegel. Von einem Buch von einem Wissenschaftler erwarte ich aber etwas mehr: Theorie und Empririe. Beides ist im Buch von Bofinger nicht erkennbar. Es wird heiter gedeutet, postuliert und interpretiert um...
Veröffentlicht am 3. Juni 2011 von Christoph Seufert


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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Lektüre!, 14. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich war ich schon länger irritiert, dass man in diversen öffentlichen „Expertenzirkeln" ungeachtet verschiedener Nebensächlichkeiten wie Konjunkturzyklen, weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und binnenwirtschaftlichen Entwicklungen oder auch im Kontrast zu fundierten Überlegungen gelernter Volkswirte aus anderen Ländern stets nur eine „Therapie" für den „Deutschen Patienten" diskutiert: „Sparen"!
In dieser Wüste intellektueller Monokultur, die sich in „unseren" Massenmedien und vielen Köpfen auch außerhalb der Fernsehstudios breit gemacht hat, bietet Peter Bofingers Beitrag einen angenehmen Kontrapunkt, der zum Mitdenken anregt.
„Wir sind besser, als wir glauben" ist ein Buch, das Optimismus nährt, statt ihn immer nur fordern. Dabei erschöpft sich Bofinger keineswegs in Schönrednerei. Auf der Basis einer umfassenden Analyse des „Ist-Zustandes" empfiehlt er eine differenzierte Medikation gegen die „Krankheiten", die in Wirklichkeit eben nicht das ganze, sondern Teilsysteme der Volkswirtschaft befallen haben. Wo „Sparen" Hilfe verspricht, empfiehlt auch der angeblich so „ausgabenlastige" Wirtschaftsweise einschlägige Maßnahmen. Allerdings weiß der Fachmann, dass angebotsseitige Eindimensionalität nicht ausreicht und zudem großen Schaden anrichten kann.
International mag es sich schon länger herum gesprochen haben, dass „reine Lehren" (ob nun „Angebot" oder „Nachfrage") nicht immer „realitätskompatibel" sind. Hoffentlich stößt Peter Bofingers Buch auch hierzulande eine solche Diskussion an.
Alles in Allem ein gelungenes Sachbuch, das zu allem Überfluss auch Lesegenuss bietet!
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal volkswirtschaftliche Wahrheit..., 18. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
...statt die u.a. in diesem Buch widerlegten Falschbehauptungen und Denkfehler eines Professor Sinn, der leider auch noch wirtschaftlicher Berater von Edmund Stoiber ist.
Der Keynesianer Peter Bofinger wehrt sich gegen neoliberale Ökonomen und deren Wende zum Weniger.
Dass Peter Bofinger ein guter Ökonom ist und sich mithin nicht um Parteigrenzen schert, beweist er in Kapitel 20 seines neuen Buches. Überzeugender, als es Angela Merkel je vermochte, eleganter als Bert Rürup in tausendundeiner Fernsehnacht, entwickelt er auf wenigen Seiten die Gründe für eine echte Gesundheitsprämie - im Gegensatz zur Karikatur, auf die sich die CDU mit ihrer Schwesterpartei verständigt hat.
Den Ausgleich zwischen Arm und Reich solle der Staat durch Steuereinnahmen schaffen, schreibt Bofinger. Umverteilung gehört nach dieser Logik nicht in die sozialen Versicherungssysteme - deren Funktion ist es, Menschen gegen Lebensrisiken zu sichern. Und doch verteilt die heutige Gesundheitskasse kreuz und quer um, sodass kein Beitragszahler die Gesamtwirkung versteht. Begünstigt werden beispielsweise Ehepaare mit nur einem Verdienst. Schlimmer noch: Die Solidarität endet bei einem Monatseinkommen von 3825 Euro. Allenfalls die »Halbstarken« werden also zur Kasse gebeten, die »Starken« gehen zur Privatversicherung - von Selbstständigen und Beamten zu schweigen.
Dagegen will auch die SPD mit ihrer Bürgerversicherung vorgehen - aber nur bis zu einer Einkommensgrenze und nur für bestimmte Einkommensarten. Anders als die Bürgerversicherung, die sich zum großen Teil weiter auf Arbeitseinkommen stützt, koppelt die Gesundheitsprämie den Beitrag vollkommen vom Gehalt ab. Der Würzburger Professor will noch mehr. Als Ordnungspolitiker plädiert er dafür, dass sich der Staat auf solche Leistungen beschränkt, die der Privatsektor nicht angemessen erledigen kann. Die Versicherung gegen Krankheit könnten nachgewiesenermaßen aber private Unternehmen erledigen: ein weiterer Vorteil für die Prämienlösung.
Ein linker Staatsfreund klingt anders. Bofinger ist souverän genug, in dieser Frage mit seinen Kollegen aus dem Sachverständigenrat zu stimmen, denen er doch in Konjunkturfragen gerade erst ein Minderheitsvotum vorgehalten hat. Bofingers Buch ist denn auch voller Hinweise, Beobachtungen und Warnungen.
Bofinger ist ein hochbefähigter Makroökonom, der seine Antworten aus dem Blick von oben auf den volkswirtschaftlichen Kreislauf ableitet. Zweitens glaubt er als bekennender Keynesianer, dass mehr Kaufkraft und mehr Nachfrage zu neuem Wohlstand führen, nicht aber verbesserte Bedingungen für das Angebot - sprich: für die Unternehmen. Peter Bofinger grenzt sich ab. Laien könnten die Wirrungen der Volkswirtschaftslehre nicht verstehen, meint er und schimpft auf die »Hobby-Ökonomen«, die jeden Abend die Talkshows bestreiten. Ihn nervt der »sich als Ökonom aufspielende Jurist« Meinhard Miegel. Vollkommen zurecht!
Der zu neoliberalen Propagandazwecken hochgejubelte »Star-Ökonom« Sinn wird ständig angegangen - sei es, weil er Importe und Exporte verwechselt oder weil er eine »Kulturrevolution« fordert, die ähnlich negativ wirken könnte wie einst Maos Volksunterwerfung gleichen Namens. Es ist wohl nicht ganz falsch, Bofingers Buch als Anti-Sinn zu verstehen.
Bofinger nimmt die Rolle des Lehrers an, der im Grundkurs für den eiligen Leser das »wichtigste Prinzip der Makroökonomie« erläutert. Und das lautet seiner Meinung nach: Was für den Einzelnen sinnvoll ist, kann als Massenphänomen der Volkswirtschaft schaden. Wenn zum Beispiel ein Bürger spart, um sein Konto auszugleichen, ist das durchaus rational. Wenn aber alle sparen, wächst die Wirtschaft nicht mehr, und die Schulden der Gemeinschaft können sogar noch steigen.
Immer wieder beruft sich der Autor auf diese Einsicht, der unter anderem der britische Nachfrageökonom John Maynard Keynes zum Durchbruch verhalf.
Bofingers Argumente sind wertvoll für die deutsche Reformdebatte sind. Er macht klar: Die demografische Entwicklung kann man auch optimistischer sehen als der Mainstream der Warner. Er hat Recht: Der Staat darf nicht mit Bildungsinvestitionen geizen. Die Wirtschaftslobby will die Steuern ihrer Klientel weiter senken - der Professor hält ihr mit Recht die geringe deutsche Steuerquote vor. Viele Ökonomen reden die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft in Grund und Boden; falsch, wie Bofinger belegt.
Unternehmen in Deutschland können zu viele Steuerschlupflöcher nutzen, aber - das muss auch gesat werden - für Neuinvestoren zählen die Steuersätze. Erstere zu stopfen, um Letztere zu senken, ist sinnvoll und gerecht. Und so groß die Exporterfolge sind, so entschieden hat die Industrie doch Jobs durch profitablere Maschinen ersetzt. Entsprechend hoch ist nicht nur die Arbeitsproduktivität, sondern auch die Arbeitslosigkeit.
Daher wäre sicher eine EU weite Arbeitszeitverkürzung auf die 30-Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich zu begrüssen, um die gesteigerte Produktivität infolge des technischen Fortschrittes aufzufangen. So könnte man in Deutschland nach Schätzungen 6 - 8 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen und sogar Vollbeschäftigung erreichen. Natürlich müsste man das Ganze auf die Gesamt-EU übertragen, damit es funktioniert.
Ich empfehle weiterhin "Die neoliberale Illusion" von Emmanuell Todd (der Statistiker und Politologe plädiert für eine vorsichtig protektionistische Schutzollpolitik der EU nach Vorbild des deutschen Nationalökonomen Friedrich List) und "Anti-Globalisierung. Zurück zur Vernunft! Das Ende eines Irrweges" von Manfred Julius Müller, sowie "Die Kultivierung des Kapitals. Grundlagen für eine gerechtere Weltordnung" (hierin wird u.a. bis zur Angleichung der Lohn- und Sozialstandards in der EU über einen Schutz des Binnenmarktes über die Mehrwertsteuer und nach skandinavischem Vorbild plädiert).
Bofinger hat schon Recht: Reform darf nicht bloß immer neue Einschnitte und Sparappelle bedeuten. Doch ebenso wenig darf sie am Reißbrett der Keynesianer entstehen. Gute Reformpolitik folgt vielmehr der pragmatischsten aller Fragen: Was funktioniert?
Und deswegen empfehle ich die von mir genannten Bücher hinsichtlich der Globalisierungsproblematik und dem krankhaften "Standortwettbewerb" des deregulierten Freihandels als Ergänzung!
Insgesamt eine gut lesbare und leicht verständliche überzeugende Widerlegung des Monetarismus der Chikagoer Schule (Neoliberalismus, der BWLer Denkweisen auf den VWLer Bereich überträgt).
Kaufempfehlung!
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränkt wettbewerbsfähig, 20. Juni 2006
Von 
C. Holst (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
In fünf größeren Teilen sowie einer Einleitung und einem Ausblick beschreibt Peter Bofinger seine Einschätzung der Lage der Nation. Und die fällt wesentlich optimistischer aus, als die üblichen Talkshow-Diagnosen.

In Teil 1 beschreibt Bofinger die Wettbewerbssituation Deutschlands im internationalen Vergleich und belegt z.B. anhand Exportstatistik, Leistungsbilanzüberschuss, ausländischer Investitionen, durchschnittlicher Arbeitszeit usw. dass die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich sehr wohl konkurrenzfähig ist und die Globalisierung mitnichten zu fürchten hat.

In Teil 2 beschreibt er in aufschlussreicher Weise die wirtschaftspolitischen Fehler, die in den 90er Jahren, insbesondere im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung, gemacht wurden und deren Auswirkungen auf die heutige Situation.

Teil 3 widmet sich der Doktrin, mit rigorosem Sparen könne man wieder auf einen grünen Zweig kommen. Insbesondere die Ausführungen, wie die angeblich horrenden Schuldenberge volkswirtschaftlich einzuschätzen und zu bewerten sind, sind ausgesprochen instruktiv. Wer sich angesichts der allgemeinen Hysterie mal gefragt hat, warum Deutschland trotz angeblich hoffnungsloser Verschuldung immer noch günstige Kredite bekommt, erhält hier eine Antwort.

Teil 4 widmet sich dem Sinn und Unsinn der zahllosen Reformen, die in der vergangenen und derzeitigen Legislaturperiode auf der Tagesordnung standen bzw. stehen, insbesondere in den Bereichen Rente, Gesundheit, Steuern, Arbeitsmarkt.

In Teil 5 werden die wirtschaftspolitischen Grundsätze aufgezeigt, deren Einhaltung dem ständigen Refomieren ein Ende bereiten könnte. Auf eine griffige Formel gebracht fordert Bofinger einen »dynamischen Durchbruch nach vorn«.

Der Vorwurf, Bofinger sei gewerkschaftsnah oder würde wirtschaftspolitische Glaubenssätze der SPD runterbeten, wie er in einer anderen Kundenrezension des Buches zu lesen war, wird weder dem Buch noch der (mittlerweile deutlich neoliberal eingefärbten) SPD gerecht und lässt vermuten, dass das Buch nicht in Gänze und nur mit talkshow-kompatiblen Feindbildern im Kopf gelesen wurde. Immer wieder beruft Bofinger sich auf Ludwig Erhards und Walter Euckens wirtschaftspolitischen Grundsätze, beides Persönlichkeiten, die unverdächtig sind, sozialdemokratische oder gewerkschaftsnahe Wirtschaftspolitik zu vertreten. Auch Bofingers ausführlich dargelegte Sympathie für die „Kopfpauschale“ zur Finanzierung des Gesundheitswesens zeigt die Fragwürdigkeit dieser Behauptung. Tatsächlich zeichnet sich Bofingers Buch in besonderem Maße dadurch aus, dass hier jemand jenseits der besagten Feindbilder zu denken und zu argumentieren versteht. Bofingers Stil hebt sich damit sehr positiv von dem rauen Tonfall der politischen Debatte ab: Er ist klar, sachlich und weitgehend frei von der Kampfrhetorik, die in der politischen Auseinandersetzung und in den Talkshows gepflegt wird. Lediglich in bezug auf Hans-Werner Sinn gehen bei Bofinger die Lampen aus und er kann sich einen scharfen Tonfall nicht verkneifen. In mancher vorangegangen Rezension wurde das moniert, ich finde es sehr unterhaltsam, mit welcher spielerischen Leichtigkeit Bofinger die Behauptungen von Deutschlands angeblich klügsten Professor (Bild-Zeitung) demontiert.

Alles in allem ein brillantes, aufschlussreiches Buch also, dass jeder lesen sollte, der am aktuellen politischen Geschehen Anteil nimmt. Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, habe ich es innerhalb weniger Tage »verschlungen«.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundiert aber dennoch leicht verständlich, 17. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger liefert mit seinem Buch "Wir sind besser, als wir glauben" eine
fundierte und sehr aktuelle Analyse der gesamtwirtschaftlichen Situation Deutschlands. Der Titel
mag sehr optimistisch klingen, Bofinger geht in seinem Buch dennoch detailliert auf die derzeitigen
wirtschaftlichen Probleme Deutschlands ein. Er bleibt aber nicht bei einer Bestandsaufnahme stehen,
sondern untersucht insbesondere die Ursachen der Probleme und räumt so mit vielen Vorurteilen
sogenannter "Experten", die die derzeitige Medienmeinung dominieren, auf. Er macht auch
Lösungsvorschläge dafür, wie Deutschland in wirtschaftlicher Hinsicht wieder auf den richtigen
Weg gebracht werden kann. Diese mögen vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluß sein, sie sind
aber auf jeden Fall wichtige Denkanstöße für die aktuelle wirtschaftspolitische Debatte, von denen
man nur hoffen kann, daß sie möglichst große Beachtung finden.
Das Buch ist sehr aktuell, es werden neueste Daten und Erhebungen verwendet, und so setzt sich
Bofinger auch mit den aktuellsten Statements zur derzeitigen Reformdebatte auseinander. An diesem
hohen Maß an Aktualität mag es liegen, daß dem Autor bzw. dem Verlag ein paar
Flüchtigkeitsfehler bei dem Buch unterlaufen sind. Diese mindern aber in keinster Weise den
hervorragenden Gesamteindruck des Buches.
Maßgeblich für diesen Gesamteindruck ist, daß das Buch bei aller wirtschaftswissenschaftlicher
Tiefe auch für den Fachfremden sehr leicht zu verstehen ist. Das liegt z.B. daran, daß der Autor
komplexe Zusammenhänge meistens mit einfachen Beispielen aus dem täglichen Leben illustriert.
Insgesamt ist das Buch sehr flüssig und gut geschrieben. Es ist für jeden an der wirtschaftlichen
Zukunft Deutschlands interessierten Leser sehr zu empfehlen.
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23 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und endlich mal eine andere Meinung, 12. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
Ständig lesen wir, dass unsere Wirtschaft nur noch dann zu retten ist, wenn wir erstens als Angestellt oder Arbeiter kein Geld mehr verdienen, zweitens viel konsumieren und drittens auf jegliche Form von sozialer Sicherheit verzichten. Was mir bei den bisherigen Ratschlägen zur Rettung Deutschlands fehlt, ist die Konsequenz: Woher nimmt ein Kranker eigentlich das Recht die Gemeinschaft der Gesunden zu belasten? Sollte jemand, der keine Arbeit findet, nicht dafür zusätzlich noch bestraft werden? Alle, die Arbeit haben, zeigen doch, dass es möglich ist, auch in der jetzigen Situation noch Arbeit zu finden. Ja, so wird gedacht in diesem Land.
Erfrischend sind dagegen die Thesen von Peter Bofinger, der sich Gedanken macht, die dem Mainstream widersprechen. Das ist schön, anregend und lobenswert.
Ich kann nicht beurteilen, ob seine Thesen richtig sind oder falsch. Ich habe aber mit seiner Logik wesentlich weniger Schwierigkeiten als mit den Thesen der angebotsorientierten Wirtschaftwissenschaftler, die mir einreden wollen, dass es das Beste sei, für kein Geld zu arbeiten.
Warum aber nun 5 Sterne? Das Buch ist leicht zu lesen. Es ist als Antithese zu dem Werk von Sinn geschrieben und gibt einem die Möglichkeit es eigentlich als permanente Diskussion zu verstehen. Es fördert die Kritikfähigkeit. Dies ist gut so. Doch der eigentliche Grund ist, dass es momentan einfach zu wenig Bücher gibt, die eine Gegenthese zu der herrschenden Meinung formulieren. Doch solche Werke sind notwendig, damit überhaupt die Möglichkeit besteht, dass auch wir, die sich nicht ständig mit Wirtschaftswissenschaft beschäftigen, eine Meinung bilden können. Deshalb also 5 Sterne.
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen H e r v o r r a g e n d, 27. Dezember 2004
Von 
Christian (Wittmund Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Wir sind besser als wir glauben" vom Mitglied des Sachverständigenrates "die 5 Weisen" Peter Bofinger gibt einen eindrucksvollen Überblick über den Zustand der deutschen Witschaft und der Sozialsysteme, sowie Stellungnahmen zu den Reformprojekten und Gegenvorschläge. Als dies wird sehr anschaulich und nachvollziehbar erklärt bzw. bewiesen.
In fünf Überkapiteln wird zuerst auf den aktuellen Zustand der Wettbewerbfähigkeit Deutschlands eingegangen, der nicht so schlecht ist, wie in der Öffentlichkeit dargestellt (was er z.B. mit den hohen Exporten und ebenfalls hohen Investitionen von ausländischen Firmen in Deutschland belegt).
Im Weiteren beschreibt er die Ursache der Probleme denen sich Deutschland momentan gegenübersieht (v.a. durch die "unfaire" Finanzierung der dt. Einheit über die Sozialsysteme, also nur über die Beiträge der abhängig Beschäftigten aber auch durch egoistische Finanzpolitik der Bundesbank).
Darauf folgt ein Exkurs in die Volkswirtschaftslehre, genauer ins "Sparparadoxon". Welches besagt, dass sparen für eine Einzelperson erstmal gut ist. Wenn aber alle sparen, dies negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft hat. Womit Bofinger die Finanzpolitik des Bundes und der Länder anprangert.
Im vierten Kapitel analysiert Bofinger die bisherigen Reformanstrengungen sehr präzise, dabei deckt er u.a. die Fehler bei der Hartz-Reform auf.
Im letzten Kapitel bietet Bofinger selber konkrete Reformvorschläge für eine Verbesserung der Deutschen Wirtschaft an. Die darauf abzielen die Finanzierung der Sozialsysteme zu ändern, was aber nicht mit Sozialabbau einhergeht! Außerdem sollten, wie vielfach gefordert, klare Ziele für die Reformen formuliert werden.
Alles in allem ein Buch aus einem Guss. Es wird mit vielen falschen Vorstellungen aufgeräumt (wie in der Buchbeschreibung erwähnt), die in der Öffentlichkeit gängig sind. Wobei Bofinger seine Behauptungen immer eindrucksvoll belegt. Er gibt Hoffnung, dass aus der derzeitigen Krise kein Staat angloamerikanischer Prägung herauskommen muss, sondern dass die soziale Marktwirtschaft durchaus ein Zukunftsmodell ist!
Zudem spart er nicht mit Kritik an Ökonomen, wie Hans-Werner Sinn, dessen falsche Schlussfolgerungen und Behauptungen Bofinger gnadenlos aufdeckt.
Dies Buch ist jedem zu empfehlen, der sich für Wirtschafts- und Sozialpolitik interessiert. Es ist so geschrieben, dass auch Laien kein Problem haben dürften es zu verstehen. Die vorgestellten Volkswirtschaftlichen Theorien werden immer sehr gut mit Beispielen aus dem täglichen Leben veranschaulicht.
Noch ein paar Worte zu den Kritikpunkten des Rezensenten frank8681. Zu (1); Die wirtschaftliche Nachfrage setzt sich immer aus Binnen- und Außennachfrage zusammen. Die Außennachfrage läuft blendend, wie die Zuwächse bei den Exporten eindrucksvoll belegen. Die Binnennachfrage hingegen lahmt seit mehreren Jahren, weshalb ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum nicht in Gang kommt. Ein Vergleich mit dem nicht sehr dynamischen Euroraum ist nicht angebracht. Länder wie die USA, Großbritannien und sogar Japan entwickeln eine sehr viel höheres Wachstum der Binnennachfrage.
Zu (2): Die Philipskurve besagt genau das Gegenteil!!! Bei hoher Arbeitslosigkeit sinkt die Inflation tendenziell, weil die Löhne nicht mehr stark steigen (ein Arbeitkräfteüberschuss ist vorhanden)und die Firmen die Preise konstan halten können! Außerdem ist ein Umkehrschluss von der Inflationsrate auf die Arbeitslosenrate absurd, da diese vielfältigen Einflüssen untersteht. Ein Beispiel: Mensche die rauchen bekommen häufig eine Krebserkrankung, aber ein Mensch der an Krebs erkrankt muss deshalb nicht Raucher werden.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In seiner Kernaussage absolut zutreffend!, 3. Mai 2007
Von 
Dominic Ressel (Ingolstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Titel an sich ist schon ein Volltreffer.

Wer den Glauben an sich oder an die Leistungsfähigkeit dieses Landes verloren hat, weil er den überwiegen pessimistischen Medien vertraut und sich konsequent der Miesmachermentalität hingibt, der durch dieses Buch hier eventuell doch wieder ein Licht am Horizont erkennen können.

Mir persönlich spricht dieses Buch aus tiefstem Herzen, mir ist immer schon bewusst gewesen dass dieses Land nicht nur ein sehr schönes, sondern auch leistungsfähiges und lebenswertes ist.

Ich war schon in zu vielen anderen Ländern und habe auch durch mein Betriebswirtschaftsstudium genug Fakten über andere Länder gehört, um zu wissen, dass Deutschland insgesamt betrachtet absolut hervorragend dasteht. Man muss nur alle Aspekte auf einmal begutachten, und kommt zu dem Gesamtergebnis, dass bis auf einige Mängel im Detail Deutschland ein starkes Land war, ist, und wenn nicht allzu viele Fehler gemacht werden auch bleibt.

Thema Export"lüge": Deutschland ist Exportweltmeister. Das liegt daran, dass wir im Maschinenbau, der Chemie, dem Automobilbau, erneuerbare Energie und noch zig anderen Branchen Spitzenarbeit abliefern.

Natürlich wird das ein Arbeitsloser nicht so empfinden, da er an diesem Erfolg nicht (direkt) teilnimmt. Und Herr Sinn hätte wohl mit einer so absurden Behauptung, dass wir nicht Exportweltmeister wären, wohl kaum so viel Anklang gefunden, wenn diese Behauptung nicht so provozierend falsch wäre.

Natürlich entspricht dieses Buch nicht dem akademischen Standard einer Volkswirtschaftslehre, und der Eindruck wurde aber auch nicht vermittelt. Ein Varian (der bei mir übrigens direkt neben dem Bofinger steht) ist selbstverständlich anspruchsvoller und professioneller, aber die Massen wird man mit ihm nie ansprechen können. Und was bringt es, wenn die allermeisten Begrifflichkeiten und Zusammenhänge ewig einer kleiner elitären Kaste von VWLern vorenthalten bleibt?

Es geht mir beim Bofinger letztlich auch nicht um die 100%ige fachliche Präzision, sondern einfach um einen Gegenpol zu ewigen Schlechtrednern und Leute, die allen Ernstes behaupten, Deutschland sei am Ende, so wie das bis vor 1 1/2 Jahren noch schlechter Brauch war in der deutschen Medienlandschaft.

Zur Zeit wagt das niemand zu behaupten, warum bloß?! Weil manche Leute ihre Meinungen eben der Konjunktur anpassen, während ein Keynsianer sich von solchen temporären Entwicklungen nicht beeindrucken lässt.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mutmachlektüre, 7. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich war ich schon länger irritiert, dass man in diversen öffentlichen „Expertenzirkeln" ungeachtet verschiedener Nebensächlichkeiten wie Konjunkturzyklen, weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und binnenwirtschaftlichen Entwicklungen oder auch im Kontrast zu fundierten Überlegungen gelernter Volkswirte aus anderen Ländern stets nur eine „Therapie" für den „Deutschen Patienten" diskutiert: „Sparen"!
In dieser Wüste intellektueller Monokultur, die sich in „unseren" Massenmedien und vielen Köpfen auch außerhalb der Fernsehstudios breit gemacht hat, bietet Peter Bofingers Beitrag einen angenehmen Kontrapunkt, der zum Mitdenken anregt.
„Wir sind besser, als wir glauben" ist ein Buch, das Optimismus nährt, statt ihn immer nur fordern. Dabei erschöpft sich Bofinger keineswegs in Schönrednerei. Auf der Basis einer umfassenden Analyse des „Ist-Zustandes" empfiehlt er eine differenzierte Medikation gegen die „Krankheiten", die in Wirklichkeit eben nicht das ganze, sondern Teilsysteme der Volkswirtschaft befallen haben. Wo „Sparen" Hilfe verspricht, empfiehlt auch der angeblich so „ausgabenlastige" Wirtschaftsweise einschlägige Maßnahmen. Allerdings weiß der Fachmann, dass angebotsseitige Eindimensionalität nicht ausreicht und zudem großen Schaden anrichten kann.
International mag es sich schon länger herum gesprochen haben, dass „reine Lehren" (ob nun „Angebot" oder „Nachfrage") nicht immer „realitätskompatibel" sind. Hoffentlich stößt Peter Bofingers Buch auch hierzulande eine solche Diskussion an.
Alles in Allem ein gelungenes Sachbuch, das zu allem Überfluss auch Lesegenuss bietet!
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutmachbuch, 8. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich war ich schon länger irritiert, dass man in diversen öffentlichen „Expertenzirkeln" ungeachtet verschiedener Nebensächlichkeiten wie Konjunkturzyklen, weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und binnenwirtschaftlichen Entwicklungen oder auch im Kontrast zu fundierten Überlegungen gelernter Volkswirte aus anderen Ländern stets nur eine „Therapie" für den „Deutschen Patienten" diskutiert: „Sparen"!
In dieser Wüste intellektueller Monokultur, die sich in „unseren" Massenmedien und vielen Köpfen auch außerhalb der Fernsehstudios breit gemacht hat, bietet Peter Bofingers Beitrag einen angenehmen Kontrapunkt, der zum Mitdenken anregt.
„Wir sind besser, als wir glauben" ist ein Buch, das Optimismus nährt, statt ihn immer nur fordern. Dabei erschöpft sich Bofinger keineswegs in Schönrednerei. Auf der Basis einer umfassenden Analyse des „Ist-Zustandes" empfiehlt er eine differenzierte Medikation gegen die „Krankheiten", die in Wirklichkeit eben nicht das ganze, sondern Teilsysteme der Volkswirtschaft befallen haben. Wo „Sparen" Hilfe verspricht, empfiehlt auch der angeblich so „ausgabenlastige" Wirtschaftsweise einschlägige Maßnahmen. Allerdings weiß der Fachmann, dass angebotsseitige Eindimensionalität nicht ausreicht und zudem großen Schaden anrichten kann.
International mag es sich schon länger herum gesprochen haben, dass „reine Lehren" (ob nun „Angebot" oder „Nachfrage") nicht immer „realitätskompatibel" sind. Hoffentlich stößt Peter Bofingers Buch auch hierzulande eine solche Diskussion an.
Alles in Allem ein gelungenes Sachbuch, das zu allem Überfluss hohen Lesegenuss bietet!
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Worte: Spannende Lektüre zum Standort Deutschland, 4. Februar 2005
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) (Gebundene Ausgabe)
Peter Bofinger schwimmt gegen den Strom. Während Politiker jeder Couleur den Wirtschaftsstandort Deutschland in Gefahr sehen und ein Sparappell den nächsten jagt, lautet das Credo des Wirtschaftsweisen: Wir sind besser, als wir glauben! Das gilt für die internationale Wettbewerbsfähigkeit ebenso wie für die Flexibilität und Produktivität der Arbeitnehmer. Woran Deutschland kranke, sei die schleppende Binnennachfrage. Alle bisherigen Reformen führten daher in die falsche Richtung: Nicht Einschnitte ins soziale Netz, sondern planvoller Umbau sei gefragt; nicht reale Lohnkürzung, sondern moderate Lohnsteigerung; nicht drastische Senkung der Staatsausgaben, sondern Investitionen. Kurz: eine konsequent nachfrageorientierte (keynesianische) Politik. Nach einer Bestandsaufnahme liefert Bofinger eine detaillierte Ursachenanalyse und einen Gegenentwurf zur aktuellen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund: Hans Eichel wird da schon mal zum „König der Sparschweine", Bofingers Kollege Hans-Werner Sinn zum „Prophet der Apokalypse". Wir empfehlen das Buch allen an der Debatte um den Standort Deutschland Interessierten - denn wenn sich auch über den Inhalt trefflich streiten lässt: So verständlich hat sich lange kein Wirtschaftsaugur mehr geäußert.
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Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL)
Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle (Pearson Studium - Economic VWL) von Peter Bofinger (Gebundene Ausgabe - 1. November 2004)
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