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am 10. Januar 2007
Das Herausgreifen einzelner geologischer Ereignisse oder auch die Geschichte um die Entdeckung des Quastenflossers, eines bekannten "lebenden Fossils", bevor die chronologische Schilderung der Evolution durch die Jahrmilliarden erfolgt, sensibilisieren den Leser für die Faktoren, die sich auf die Entwicklung einzelner Arten auswirken. Nur wenige Menschen sind sich der Tatsache bewusst, dass Lebewesen ihre Umwelt schon immer in gewaltigem Umfang gestaltet und den gesamten Lebensraum mehrmals fast vernichtet hätten, zum Beispiel durch das Aufkommen der Photosynthese, die den für die damaligen Organismen sehr giftigen Sauerstoff als Abfallprodukt freisetzte und zudem vermutlich für eine lange andauernde Vereisung des Planeten verantwortlich war.

Vor allem jedoch ist diese Art des Herangehens an das zentrale Thema, nämlich die auffallende Diskontinuität der Evolution, sehr spannend nachzuvollziehen. Der flüssige Stil sowie die Anschaulichkeit und Klarheit der Argumentation machen den Text gut verständlich – dennoch ist das Niveau für ein populärwissenschaftliches Buch durchaus beachtlich, es handelt sich um keine seichte Lektüre. Zusatzinformationen werden abseits des eigentlichen Textes in Kästen oder auch tabellarischen Übersichten angeboten. Außerdem findet man zahlreiche Skizzen von bedeutenden ausgestorbenen Tieren und Pflanzen sowie "Weltkarten" der Vorzeit (bekanntlich spielte auch die durch die Plattentektonik hervorgerufene Verschiebung der Kontinente eine wichtige Rolle für Klima und Evolution). Die dargestellten Fakten und Forschermeinungen sind erfreulich aktuell; widersprüchliche Theorien werden sachlich gegeneinander abgewogen.

Der Schluss orientiert sich eng an der derzeitigen Sicht der Klimaänderung, wobei möglicherweise zu wenig berücksichtigt wird, dass wir viele Zusammenhänge der Klimaentstehung sowohl in der Vorzeit als auch heute gar nicht kennen. Die aufgeworfenen Fragen zur Zukunft der vom Menschen dominierten Welt sind auf jeden Fall von großer Relevanz.

Ein gut geschriebenes, aktuelles und faktenreiches Buch, das dem Leser eine tiefe Einsicht in die Höhen und Tiefen der Erdgeschichte gibt, deren Zusammenspiel zu Recht im Titel als Achterbahnfahrt bezeichnet wird.
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am 20. Januar 2007
Spannendes Thema, interessante Fakten, aber: will die Autorin den Kreationisten in die Hände arbeiten? Man könnte es meinen! Im Buch wimmelt es von Sätzen wie z.B.: Sie "setzten auf eine leichtere Bauweise mit gezielten (!) Öffnungen, die einen grösseren Bewegungsspielraum etwa für das Kauen erlaubten ... Ausserdem bevorzugten (!) sie eine flexiblere Muskulatur" (p.60). Was soll das?

Die Popularisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse ist eine enorm wichtige Arbeit und jedes Buch, das zeigt wie faszinierend die Natur funktioniert, ist wärmstens zu begrüssen. Die Art und Weise aber, wie die Erkenntnisse der Wissenschaft präsentiert werden, ist gerade gegenwärtig, mit dem Wiedererstarken fundamentalistischer Strömungen, von allergrösster Bedeutung und kann sich völlig kontraproduktiv auswirken! Im hier besprochenen Buch gibt es ausgezeichnete Passagen, z.B. über die Geschichte der Flutbasaltausbrüche. Sobald das Thema aber zu biologischen oder Aspekten anderer Wissenschaften wechselt, werden die Formulierungen mehr als zweifelhaft und sind oft schlicht falsch. Wie kann man das Besetzen und zeitweise Halten einer ökologischen Nische mit "Kein Wunder, dass Dimetrodon . . . eine sehr gute Zeit erlebte" beschreiben? (p.61). Was sollen Sätze wie: "Die Diapsiden, . . . , waren seinerzeit recht klägliche Wesen, denen niemand (wer?) zugetraut hätte, dass aus" ihnen "die Herrscher des Erdmittelalters kommen würden" (p.59)? Oder die Behauptung, dass Sonnen "mit dem Alter immer besser funktionieren" (p.139)?

Noch etwas: Der Begriff "Saurier" bezeichnet echsenartige Lebewesen und darf nicht mit "Dinosaurier" gleichgesetzt werden. Pelycosaurier waren deshalb sehr wohl "Saurier", aber nicht direkt verwandt mit den Dinosauriern (p. 60)!

Schade, da hätte sich mehr aus der Idee zum Buch machen lassen!
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