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Kundenrezensionen

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am 23. November 2013
Aufgrund des Titels hätte ich eher mit einer Schmonzette gerechnet. Ich habe mir das Buch dann trotzdem wegen der positiven Rezension in einer Literaturbeilage des Spiegels gekauft... und war hingerissen. Die ganze Geschichte ist so wunderlich, voller seltsamer Wendungen und daher so spannend, dass ich das Buch in wenigen Tagen zu Ende gelesen hatte. Außerdem ist der Schreibstil so schön und stimmig, dass ich nirgendwo unangenehm aus dem Fluss der Erzählung gerissen wurde. Das war endlich mal wieder ein ungetrübter Lesegenuss.
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am 29. Oktober 2013
Elisabeth Gilbert legt mit ihrem neuen Roman tatsächlich einen wahrhaften Jahrhundertroman vor. Über 80 Jahre begleitet der Leser die Heldin des Buches auf knapp 700 Seiten durch eine Zeit, die mit ihren Entdeckungen und Forschungen die modernen, rasanten und monströsen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts in allen Facetten förderte und prägte, und deren Folgen bis in unsere Zeit hinein andauern.
Alma Whittaker ist fünf Tage jünger als das Jahr 1800 und in eine Familie hinein geboren, die sich vor allem auf Botanik, Geschäftssinn und Bildung versteht. Ihr Vater, Henry Whittaker, konnte sich durch die richtige Portion Abgebrühtheit und einer ordentlichen Schauffel Glück von seiner ärmlichen Herkunft befreien, umsegelte die Welt und verdiente sich mit seinem grünen Daumen eine goldene Nase. Nach der Wahl einer zu ihm passenden Ehefrau mit botanischem Familienhintergrund kehrte er Europa den Rücken und ließ sich in der neuen Welt, in den Vereinigten Staaten nieder. In Philadelphia erwarb er ein großzügiges Stück Land, baute ein ebenso großzügiges Anwesen darauf sowie diverse Gewächshäuser und fuhr fort, seinen Reichtum zu vermehren. Almas Mutter Beatrix, eine geborene van Devender, ließ ihre mit der Hochzeit unzufriedene Sippschaft in Holland zurück und nahm aus der Heimat nur ihr Dienstmädchen Hanneke de Groot, zahlreiche seltene Tulpenzwiebeln sowie ihre tadellosen Erziehungsansichten mit. So lernte Alma von klein auf holländisch, botanisieren und ihren Verstand zu benutzen.
Das mag als Einführung zu Gilberts Roman dem ein oder anderen nicht ganz genügen, doch was, wie viel und wie genau soll man herauspicken oder zusammenfassen aus dem reichhaltigen Leben der Whittakers? Almas Begeisterung für die Welt der Pflanzen ist bemerkenswert und faszinierend, ihr Verstand muss den Dingen auf den Grund gehen und sie lässt nicht locker, wenn sie das Interesse gepackt hat. Zwischenmenschlich betrachtet ist jedoch für sie als Frau des Verstandes die Zeit des 19. Jahrhunderts eine Katastrophe. Während sich die Wissenschaften begründen und jeden Tag neue Entdeckungen publiziert werden, erfährt Alma keine Aufklärung im warmherzigen Umgang mit Menschen. Ihr wird beigebracht, sich ihres Verstandes zu bedienen. Gefühlsäußerungen lässt die Mutter nicht gelten und so findet Alma nur schwer Zugang zu Menschen außerhalb gelehrter Themen, weil sich Gefühle für sie nicht so selbstverständlich erschließen lassen wie wissenschaftliche Thesen und Abhandlungen. Die zeitgenössischen gesellschaftlichen Ansichten und Vorstellungen über Tugend und Moral tragen zudem verstärkt dazu bei, dass Alma sowie ihre Ziehschwester Prudence vor allem im Verborgenen lieben und begehren, unnötige Opfer bringen und verletzt werden, ohne Trost zu finden. In Gilberts Roman lebt aber ebenso die Hoffnung. Eine Hoffnung und der Appell, das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Sich nicht allen Gegebenheiten klaglos und unabänderlich hinzugeben, sondern ab und zu mutig zu sein und nicht nur die Welt in Frage zu stellen, sondern auch sich selbst. Als Alma dies verstanden hat, wird sie belohnt. Sie teilt sich eine im Laufe ihres Lebens mühsam und schmerzlich errungene Ansicht mit einigen wenigen beispiellosen Denkern ihrer Zeit, wenn auch eine kleine Leerstelle bis zum heutigen Tag nicht wissenschaftlich zu erschließen scheint.
Vom Wesen der Dinge und der Liebe ist ein Roman in epischer Breite. Er umfasst ein ganzes Jahrhundert, nimmt viele, viele zeitgenössische Ströme und Entwicklungen in sich auf, führt den Leser zweimal um die ganze Welt und findet seine wahre Schönheit in einem Mikrokosmos, der schließlich die ganze Welt erklärt. Im Erzählen trifft die Autorin genau den Ton der Zeit, bleibt dennoch leicht verständlich und hat sich von den großen Autoren des 19. Jahrhunderts die Atmosphäre abgeschaut, während sie sich dankenswerterweise an langatmigen, verschachtelten Sätzen kein Beispiel nahm. Gilberts Beschreibungen lassen farbenfrohe, lebendige Bilder im Kopf entstehen, die einen interessanten Kontrast zu den teilweise eintönigen Lebensumständen der Figuren samt ihren einsam machenden Leidenschaften bilden. Alma Whittaker ist mir eine gute Freundin geworden und ich habe noch nie schöner und auf so vielen Seiten über Botanik gelesen.
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am 26. Dezember 2014
Um es vorweg zu nehmen: das 700-Seiten Buch ist für mich eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Elizabeth Gilbert, die ich schon als Autorin von Eat, Pray, Love kenne, widmet sich hier einem gänzlich anderen Thema. Sie erzählt die Geschichte von Alma, die im Jahre 1800 geboren wird. Ihr Vater ist durch ein botanisches Unternehmen zu großem Wohlstand gekommen und Alma wächst in einem für eine Frau der damaligen Zeit gänzlich ungewöhnlichen Umfeld auf. Von früher Kindheit erhält sie eine umfassende Bildung und hat Kontakt zu verschiedenen Persönlichkeiten, die in ihrem Elternhaus zu Besuch sind. So überrascht es kaum, dass sie selbst zu einer anerkannten Botanikerin wird. Doch so erfolgreich sie in diesem Bereich ist, so unerfüllt bleibt (zunächst) ihre Sehnsucht nach der großen Liebe und körperlicher Zärtlichkeit. Die weitere Handlung, die noch einige Überraschungen bereithält, möchte ich hier nicht vorwegnehmen um andere Lesern nicht den Lesegenuss zu trüben.

Ich jedenfalls war von der Geschichte ganz und gar gefesselt und habe mich immer sehr auf die abendliche Lektüre gefreut (zum Unterwegslesen ist das Buch aufgrund seines Umfangs leider nicht wirklich geeignet). Zu verdanken ist dies vor allem der fesselnden, aber keineswegs trivialen, Sprache der Autorin. Und der Tatsache, dass sie neben der ganz persönlichen Geschichte von Alma, auch zahlreiche Bezüge zu zeitgeschichtlichen Themen (etwa der Frage der Rassendiskriminierung, aber auch der Entwicklung der Naturwissenschaften) in diesen großartigen Roman eingeflochten hat. So kommt man als Leser der damaligen Zeit sehr nahe und hat den Eindruck, dass Alma auch eine reale Person gewesen sein könnte (was sie aber wohl nicht war).

Ein absolutes Must-Read für Fans opulenter Romane!
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am 17. Dezember 2013
Es gibt Romane, die kann man aus der Hand legen, ein paar Tage ruhen lassen und findet sofort den Einstieg wieder. Das mag an der Überschaubarkeit der Handlung und der Personen liegen. Oder aber auch am Erzählstil. Auf "Das Wesen der Dinge und der Liebe" trifft jedenfalls beides zu. Allerdings sei hier gleich zu Beginn angemerkt, dass ich es für ausreichend erachtet hätte, den originalen Buchtitel "The Signature of All Things" ohne das Hinzufügen "der Liebe" in der Übersetzung zu verwenden, weil es die Vermutung hervorrufen könnte, es handelte sich um eine Liebesgeschichte. Das ist der Roman von Elizabeth Gilbert - jedenfalls in der sonst üblichen Form - definitiv nicht. Diesbezüglich halte ich auch den Umschlagtext für irreführend. Das Cover spricht mich sehr an. Gelungen finde ich auch die Gestaltung mit Pflanzentafeln, die sich zu Beginn einen jeweiligen Teils des Romans wiederfinden.

Der Roman erzählt vom Schicksal der brillanten Alma Whittaker, Tochter eines verschrobenen englischen Botanikers und einer ehrbaren Holländerin. Alma wird am 5. Januar des Jahres 1800 geboren. Ihr Vater notiert hierzu mit der ihm eigenen willkürlichen Rechtschreibung in seinem Wirtschaftsbuch "Eine ehrbare noia mittreisende ist Zu uns geschtossen". Und da die ersten fünf Jahre ihrer "Mitreise" uninteressant zu sein scheinen, lernt der Leser auf den ersten gut 60 Seiten zunächst Henry Whittaker genauer kennen. Er hat es mit Spürsinn, Geschick und Durchhaltevermögen zu Wohlstand gebracht und kann damit seiner Familie ein sorgenfreies Leben bieten.

Alma ist die Tochter ihres Vaters. Sie sieht nicht nur so aus wie er, nein sie ist genauso klug und robust, störrisch, forsch, rastlos. Von Anbeginn will sie die Welt verstehen und das dafür notwendige Wissen finden. Unermüdlich fragt sie, und sie hat diesbezüglich Glück mit ihren Eltern, die keine geistige Trägheit dulden und den Wissensdurst ihrer Tochter fördern.

Alma wird eine Spezialistin im Bereich der Bryologie, der Erforschung der Moose. Darüber vergehen die Jahre. Sie ist über fünfzig, als Ambrose kennenlernt. Beide verbindet die gemeinsame Leidenschaft für das Wissen, das Bedürfnis, die Funktionsweise der Welt zu verstehen und den Mechanismus des Lebens zu erkennen. Doch Alma ist eine klar denkende Wissenschaftlerin, Ambrose dagegen Künstler, der Orchideen voller empfindsamer Schönheit malt, weil er in ihnen und anderen Pflanzen göttliche Hinweise über ihr Wesen sieht und sich wünscht, ein Engel Gottes zu sein. Dem kann Alma nicht folgen. Trotzdem bleibt sie stets weiter auf der Suche nach dem Wesen der Dinge und gelangt wie Charles Darwin und Alfred Russel Wallace zu ihrer eigenen Theorie über die Umbildung der Arten. Am Ende ihres Lebens ist sie, die nie etwas anderes kennenlernen wollte als die Welt, glücklich...

Ich mochte Alma, deren Namen im Spanischen/Portugiesischem die Bedeutung von Seele, Geist oder auch Verstand hat, von Anfang an. Diese ungewöhnliche Person, die eben mit einem ausgezeichneten, intelligenten, präzisen Verstand ausgestattet ist, deren Kopf zwar nicht schön, aber vollgestopft mit Wissen ist, das sie aufsaugt wie ein Moospolster. Dazu hat wesentlich beigetragen, dass sich der Roman nicht nur eine bildhafte Sprache auszeichnet, sondern sich auch philosophische Momente entdecken lassen und vor allem eine warmherzige, humorvolle Ausdrucksweise findet. Hier ein Beispiel, ein Gespräch zwischen Alma und der Hanneke de Groot, der holländischen Hauswirtschafterin:

"Jeder Mensch erlebt Enttäuschungen, Kind...
Mir ist durchaus bewusst, dass jeder Mensch Enttäuschungen erlebt, Hanneke...
Da bin ich mir nicht so sicher. Du bist noch jung, deshalb denkst du nur an deine eigene Person Du merkst nichts von den Kümmernissen anderer... Die Jugend ist nun einmal selbstsüchtig... Schade, dass wir einen alten Kopf nicht auf junge Schultern setzen können, dann wärest du jetzt schon klug. Irgendwann wirst du freilich verstehen, dass niemand imstande ist, ohne Leid durchs Leben zu gehen - wie auch immer du das vermeintliche Glück der anderen einschätzen magst...
Aber was tun wir mit unserem Leid?...
Nun Kind, mit deinem Leid kannst du tun und lassen, was du willst...Es gehört dir. Doch ich will dir sagen, was ich mit meinem tue. Ich packe es an den Haaren, werfe es zu Boden und zermalme es unter den Absätzen meiner Stiefel. Ich schlage vor, dass du lernst, es genauso zu halten."
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am 18. November 2013
In diesem Buch erzählt Elizabeth Gilbert die Geschichte der Naturforscherin Alma Whitakker und ihrer Familie. Im Prolog wird Almas Geburt im Jahre 1800 geschildert und ihre Familie sowie ihre Lebensumstände umrissen. Dann springt das Buch viele Jahre zurück und erzählt von der Kindheit und der Entwicklung von Henry, Almas Vater. Er ist als Sohn eines Gärtners von Kew Gardens in London aufgewachsen und hat den gründen Daumen und ein Händchen im Umgang mit exotischen Pflanzen von seinem Vater geerbt. Schon recht früh hat Henry die Gelegenheit zu reisen. Auf einer Expedition lernt er die ganze Welt kennen und bringt exotische Pflanzen mit nach London. Er macht seinen Weg, indem er sehr erfolgreich mit Pflanzen handelt und schafft es zu großem Reichtum. Mit seiner holländischen Frau Beatrix, und einer Hausangestellten Hanneke zieht er nach Philadelphia, wo er ein großes Herrenhaus bauen lässt und ein wahres Imperium von einer Gärtnerei erschafft. Henry und Beatrix sind sehr aufgeschlossen allem Neuen gegenüber. Sie laden immer wieder Forscher aus allen möglichen Gebieten zu sich ein und unterstützen diese auch bei ihren Projekten. So wächst die kleine Alma in einer sehr inspirierenden Umgebung auf. Auch sie hat den grünen Daumen ihres Vaters geerbt und wendet sich vor allem den Moosen zu, die sie über Jahrzehnte hinweg erforscht.

Das Buch zieht Almas persönliche Entwicklung sehr detailliert nach. Man kann nachvollziehen wie ihre sexuelle Neugier erwacht. Sie will allem auf den Grund gehen, aber leider klappt es im sozialen Bereich etwas weniger. Mit ihrer Schwester ……….. kann sie nie wirklich ein Vertrauensverhältnis aufbauen und auch im Umgang mit Männern hat sie nicht so wirklich eine glückliche Hand. Eines Tages erscheint ein sehr begabter Maler mit dem sie ein Buch über Orchideen herausgeben möchte. Es scheint auch ihr Töpfchen hat ein passendes Deckelchen gefunden.

Mir hat vor allem der Einstieg, der Henrys Leben erzählt, sehr gut gefallen, weil der Roman in diesen Abschnitten viele Züge eines historischen Reiseromans aufweist. Da ich sehr interessiert in Botanik bin, hat mich natürlich auch die Entdeckung und Kultivierung der Pflanzen sehr fasziniert. Alma mit ihrer Neugierde und ihrem Bestreben dem Wesen der Dinge auf den Grund zu gehen, stand mir deshalb anfangs sehr nahe, vor allem teile ich auch ihre Vorliebe zu Moosen und Farnen. Aber ihre zeitweilige Fixierung auf die Entdeckung ihrer eigenen Sexualität anhand von schlüpfrigen Büchern hat mich dann eher gelangweilt oder sogar abgestoßen.

Die Liebe entdeckt Alma erst recht spät und ist darüber blind, dass vielleicht auch andere Menschen in ihrer Umgebung lieben und gefühlsmäßige Bedürfnisse haben. Um der Liebe zu einem Mann auf den Grund zu gehen, tritt auch Alma eine längere Seereise in die Südsee an. Sie begibt sich nach Tahiti, wo ihr Vater einer Vanilleplantage betreibt. Diese Seereise sowie das Leben auf Tahiti haben mir sehr gut gefallen. Die unheimliche Stimmung auf See, die eigenartige Mischung aus freudiger Erregung über die neue exotische Welt, die Alma als Botanikerin natürlich das Herz erwärmt, aber auch das Unbehagen, das Alma angesichts der sehr anders artigen Mentalität der Menschen befällt, ist sehr gut nachvollziehbar dargestellt, dass man schön in diese fremde Welt eintauchen kann.

Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zum Zuhören. Die Übersetzung ist aus meiner Sicht wirklich gelungen. Da das Hörbuch mit 1600 Minuten Länge schon sehr lange ist, war ich sehr angetan, dass es von Suzanne von Borsody gelesen wurde. Ich fand, dass das Buch selber durchaus seine Längen hat und die eine oder anderen naturphilosophischen Gedankengänge auch etwas kürzer hätten sein können. Aber ich war zu keiner Zeit müde, Suzanne von Borsodys Stimme zuzuhören. Sie verleiht dem Hörbuch einen unnachahmlichen Charme.

Ich bin mir nicht so ganz sicher, in welches Genre das Buch einzuordnen ist. Es weist einerseits wissenschaftshistorische Elemente auf. In anderen Abschnitten ist es eher ein Reiseroman. Aber insgesamt ist es die fiktive Geschichte einer Frau, die auf der Suche nach der Liebe oder vielmehr dem Wesen der Liebe ist. Für mich sind etwas viele Aspekte an Genres aufgegriffen, was für mich zu einer gewissen Langatmigkeit geführt hat.

Meine Ausgabe war die ungekürzte Lesung auf 20 AudioCDs, die einzeln in Plastikhüllen verpackt in einer wunderschön gestalteten Kartonbox angeboten werden. Ergänzt ist das Hörbuch durch ein Booklet mit sehr schönen Zeichnungen und farbigen Bildern von Blumen und Moosen sowie Informationen zur Autorin und Interpretin, zu historischen Vorbildern, nach denen Alma ausgestaltet ist, zum wissenschaftlichen Hintergrund und zur Recherche. Das Booklet stimmt einem sehr schön auf das Hörbuch ein. Wer das Buch auf einem mp3 Player oder einem Smartphone hört, greift vielleicht besser gleich zur mp3 Version, da das Aufziehen auf PC von 20 CDs doch recht langwierig ist.

Der Roman selber konnte mich nicht durchgehend überzeugen, da er für mich recht viele Längen aufweist. Aber da das Hörbuch sehr schön gelesen und gestaltet ist, erhält es von mir dennoch gute 4 Sterne und eine Lauschempfehlung.
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am 21. Januar 2014
Dicke Bücher können so manchen Leser erst einmal abschrecken. Auch bei dem hier vorliegenden Roman von Elizabeth Gilbert braucht man beim Lesen eine Unterlage oder seine Knie, denn man kann es kaum über jene Stunden lang halten, die es einen, sofort nachdem man es begonnen hat, in seinen faszinierenden Bann zieht.

Es ist ein historischer Roman und beschreibt das Leben der im Jahr 1800 in Philadelphia geborenen Alma Whittaker. Aus wohlhabendem Haus stammend und mit großer und umfassender Bildung versehen, wird diese bewundernswerte Frau zu einer brillanten Wissenschaftlerin.

Ihre Arbeit bringt sie rund um die Welt und Elizabeth Gilbert lässt den Leser nicht nur teilhaben an einer spannenden und lehrreichen Entdeckungsreise rund um die Erde, sondern auch an der großen Liebe ihrer Protagonistin zu einem Mann, die sie nicht mit wissenschaftlichen Methoden angehen kann.

Denn das Wesen der Dinge und das Wesen der Liebe sind doch sehr unterschiedlich. Ein großes Buch, in das sicher auch viele persönliche Erfahrungen der Autorin eingeflossen sind und ein Porträt einer beeindruckenden Frau, die in der männerdominierten Welt der Wissenschaft ihren Platz erkämpft und behauptet. Elizabeth Gilbert schreibt mit viel hintergründigem Humor und zeichnet Alma Whittaker mit einer großen Wärme und Liebe.
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am 7. Januar 2016
Alma Whittaker, die Hauptfigur des Romans, wird zu Beginn eines neuen Jahrhunderts geboren. Almas Eltern, die Mutter eine calvinistische Holländerin, die sich gegen den Willen ihrer Familie mit Henry Whittaker, einem Engländer aus sehr ärmlichen Verhältnissen, der aber zu großem Reichtum gekommen ist, vermählt und mit ihm nach Amerika auswandert.
Die strenge Erziehung durch die Mutter und die Leidenschaft des Vaters zur Botanik prägen sehr früh schon das Leben von Alma, die lediglich von der Hauswirtschafterin Hanneke de Groot etwas Liebe und Geborgenheit erfährt. Sie wächst heran in dem Bewusstsein, dass sie keine schöne und begehrenswerte Frau ist. Ihre erste große Liebe wird nicht erwidert und so widmet sich Alma, die eine intelligente und sehr leidenschaftliche Frau ist, ganz der privaten Wissenschaft und Forschung. In einer von Männern dominierten Welt des Aufbruchs in ein neues Jahrhundert wird Alma zur Expertin für Moose und Farne und findet so auch Anerkennung.
Im reiferen Alter von 50 Jahren glaubt sie, in Ambrose die große Liebe gefunden zu haben........
Ein nicht alltägliches Frauenschicksal und ein hervorragend recherchierter Roman über Botanik und Wissenschaft des 19. Jahrhunderts.
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am 6. August 2014
liest man nicht alle Tage! Genau solche Bücher sprechen mich an. Da steckt so viel drin an, eine Prise Abenteuer, Historie, sooo viel Wissen und Recherche, auch Phantasie und phantastisches und immer spannend, obwohl gar nicht so viel aufregendes passiert. Für mich ein Meisterwerk, das ich verschenken und empfehlen werde (was ich ja hiermit auch schon mache...)!
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am 19. Oktober 2013
Das Buch erzählt die mitreißende, aufregende Lebensgeschichte der Alma Whittaker, die in Philadelphia wohlbehütet bei ihrem Vater Henry und der Mutter Beatrix aufwächst.

Es beginnt im Jahr 1760, wo Henry Whittaker knapp der Todesstrafe entgeht! Er hatte im Obstgarten von Kew, wo sein Vater als Obstgärtner arbeitet, gestohlen und sein Vater will gegenüber Sir Joseph Banks die ganze Schuld auf sich nehmen, um seinen Sohn zu retten. Daraufhin wird Henry mit Kapitän Cook zur See geschickt, erlebt dort viele Abenteuer, überlebt Kaptain Cook und auch noch einen weiteren Kapitän, bevor er nach mehr als vier Jahren nach England zurückkehrt. Banks schickt ihn danach nach Peru auf eine Forschungsreise, wo er mit Mr. Ross Niven den Chinarindenbaum erforschen soll. Ross stirbt und Henry macht daraufhin diese Expedition alleine. Er schmuggelt Samen und verschiedene Ableger nach England, um diese gewinnbringend unter die Leute zu bringen. Er will Mitglied der Royal Society werden, aber Banks lacht ihn nur aus und will nicht mit ihm zusammen arbeiten. Dies prägt Henry für sein komplettes weiteres Leben und er weiß, dass er niemals ein Gentleman wird und er fasst den Entschluss, es ginge in Zukunft nur noch darum, was er erreichen könne, nämlich REICHTUM! Er begibt sich in die Gärten von Kew, wo er in früher Jugend sein ganzes Vermögen vergraben hatte, gräbt sein Silber aus, begibt sich nach Holland, wo ihn die Ostindien-Kompanie mit offenen Armen empfängt und sechs Jahre später ist er ein reicher und angesehener Mann! Er besitzt eine Chinarindenplantage auf Java und er heiratet Beatrix, die er in Holland kennen gelernt hat. Sie wird von ihrer Familie verstoßen und begibt sich mit ihrem Mann nach England. Sie heiraten nicht aus Liebe, sondern einfach nur wohl überlegt. Hanneke de Groot, ihr Dienstmädchen, wandert mit nach England aus. Es ist das Jahr 1792 als sie Philadelphia erreichen und sie errichten White Acre, eine Villa mit herrschaftlichem Ausmaß.

Alma kommt 1800 zur Welt und ihr Äußeres kommt ganz nach ihrem Vater. Sie sieht aus wie er, ist klug und robust wie er. Sie ist ein forsches kleines Mädchen und ihre Eltern fördern den Wissensdurst der kleinen Tochter, vor allem die Mutter! Mit vier Jahren kann sie schon die Zahlen in vier verschiedenen Sprachen. Alma wünscht sich oft, eine Pflanze zu sein, um von ihrem Vater so richtig geliebt zu werden, denn als Botaniker liebt er seine Pflanzen über alles und verbringt viel Zeit mit ihnen. Als Alma sechs Jahre alt ist, bekommt sie ihr Pony Soames, das zu ihrem ständigen Begleiter wird. Ihr Kosename von ihrem Vater lautet Plum (Pflaume). Alma bewundert ihre Mutter sehr, aber ihren Vater betet sie förmlich an! Sie sammelt Pflanzen wie ihr Vater und mit neun Jahren lernt sie vom Öffnen und Schließen der Blüten selbstständig die Uhrzeiten. Sie ist eine Einzelgängerin, hat Angst vor den Kindern der Angestellten und meidet diese. Oft plagen sie Alpträume. Dann geht sie zu der Haushälterin Hanneke, die seit vielen Jahren bei ihnen arbeitet und ist immer sehr dankbar, wenn sie sich zu ihr ins Bett legen darf. Leider ist das sehr selten der Fall!

Dann kommt der 10. November 1809 und Prudence taucht auf! Sie ist die Tochter eines Gemüsegärtners und ihre Mutter ist eine stadtbekannte Hure. Ihr Mann war durchgedreht und hatte ihr im Streit die Kehle durchgeschnitten., bevor er sich selbst erhängte! Prudence wird von den Whittakers adoptiert und von da an verändert sich Almas Leben drastisch! Sie bekommt nicht mehr die ungeteile Aufmerksamkeit der Eltern, sondern muss diese mit ihr teilen. Die beiden Mädchen sind völlig unterschiedlich in ihrer Natur und auch in ihrem Wissensgeist.

Alma unterstützt ihre Mutter in der Bibliothek des Hauses, als diese es gesundheitlich nicht mehr schafft alles alleine zu erarbeiten und findet eines Tages ein Buch „Mit einer Prise Salz“, indem es um wollüstige Abenteuer und Sinneslust geht. Dieses Buch ist der Auslöser einer geheimen Seite Almas, die sie in ihrer Bindekammer der Bibliothek auslebt und ihre geheime Leidenschaft wieder spiegelt.

Ihre eigentliche Leidenschaft indessen gilt der Natur, und sie studiert ihr ganzes Leben lang, vor allem erforscht und studiert sie die verschiedenen Moosarten. Aber sie dürstet auch nach Liebe, heiratet ihren Mann, die Liebe und das Leben der beiden nimmt einen unerwarteten Verlauf. Mit ihrer Schwester Prudence verbindet sie leider sehr wenig und man erfährt im Buch auch viel über diese, die so anders als Alma ist. Sie setzt sich für die Sklaven ein, ist selbstlos und braucht nicht viel für das eigene Leben. Sie hat eine Fassade um sich herum aufgebaut, die Alma nicht durchdringen kann und sie kann nicht in ihr Innerstes schauen, weshalb sie ihre Schwester zeit ihres Lebens nicht wirklich verstehen wird. Ihre Mutter geht schon früh von ihnen und nimmt ihr das Versprechen ab, dass sie sich zeit ihres Lebens um den Vater kümmert!

Das Buch ist hinreißend geschrieben, das Leben von Alma nimmt ständig andere, unerwartete Verläufe an, so dass es nie langweilig wird und am Ende schaut sie auf eine bewegende, aber auch erfüllende eigene Lebensgeschichte. Mich hat das Buch sehr bewegt, es gab Phasen, da konnte ich nicht aufhören zu lesen, da es mich interessierte und fesselte, wie es weiter gehen würde. Es war wirklich eine wunderbare Geschichte von Leidenschaft und Liebe, aber auch von Selbstzweifeln, Trauer und außergewöhnlichen Lebensmomenten! Ein Genuß für alle, die dieses Buch mit Liebe und Verständnis für die Natur lesen.
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am 15. Mai 2014
Ich habe das Buch verschlungen!!!! Es stillt den Durst nach Wissen in fernen Ländern und zeigt wie stark Frauen seien können. Es ist zwar etwas schnell durchsichtig, und etwas zu romanhaft - aber manchmal braucht man gerade das für die Seele.
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