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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außergewöhnlicher, spannender Roman über unsere Zeit
Debüts gibt es ja wie Sand am Meer und meistens fragt man sich, wieso man sich nun schon wieder einem neuen Autor zuwenden soll. Im Fall von Kevin Kuhn gibt es darauf jedoch eine eindeutige Antwort: WEIL ER ETWAS ZU ERZÄHLEN HAT.
Die meisten jungen Autoren betrachten nur ihren Bauchnabel, Kevin Kuhn beschäftigt sich in Hikkikomori jedoch mit unserer...
Vor 22 Monaten von Dschungelkind veröffentlicht

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Computer - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Irgendwie hat es mich gestört, dass eine Computermaus konsequent Mouse genannt wird. Es erinnert mich an die Neunziger, in denen man „Mouse“ sagen musste um zu unterstreichen, um welch eine technische Revolution es sich bei diesem futuristischen Bediengerät handelt, aber meinetwegen, nennen wir es ein stilistisches Mittel des Autors...
Vor 12 Monaten von Markus veröffentlicht


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außergewöhnlicher, spannender Roman über unsere Zeit, 10. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Hikikomori: Roman (Gebundene Ausgabe)
Debüts gibt es ja wie Sand am Meer und meistens fragt man sich, wieso man sich nun schon wieder einem neuen Autor zuwenden soll. Im Fall von Kevin Kuhn gibt es darauf jedoch eine eindeutige Antwort: WEIL ER ETWAS ZU ERZÄHLEN HAT.
Die meisten jungen Autoren betrachten nur ihren Bauchnabel, Kevin Kuhn beschäftigt sich in Hikkikomori jedoch mit unserer Gesellschaft, mit unserer Zeit und mit der Frage, wie es ist, heutzutage aufzuwachsen – eingesperrt zwischen tausenden von Möglichkeiten.
Im Zentrum steht ein Junge, der eigentlich alle Chancen und Möglichkeiten hat, dennoch vor dem Druck der Gesellschaft kapituliert, sich immer weiter zurückzieht und seine eigene Parallelwelt aufbaut, ohne sein Zimmer zu verlassen.
Was langsam anfängt, entwickelt sich bald zu einem rasend-spannenden Thriller, in der die Hauptfigur ihr eigener größter Feind ist – ein Kammerspiel, das mit klarer Sprache und ohne Schnörkelei erzählt wird.
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass sich so klug mit dem Thema Internet, mit Einsamkeit in der Zeit der globalen Vernetzung und mit der Frage nach Grenzen und Freiheit auseinander. Das Buch ist nicht nur zeitgemäß, das Buch hilft mit der Geschichte der Hauptfigur Till, unsere Zeit mit anderen Augen zu sehen. Es entwickelt einem Sog, dem man sich nicht entziehen kann, und ich muss sagen, mir stand beim Lesen oft die Gänsehaut zu Berge, weil ich so gefangen war von der Geschichte.
Eine unbedingte Empfehlung für alle, die neugierig auf ein echt außergewöhnliches Debüt sind, weil der Autor richtig Mut hat, etwas ganz eigenes zu machen. Bin schon gespannt, was er als nächstes schreibt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sind das Hyazinthen?, 2. November 2012
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hikikomori: Roman (Gebundene Ausgabe)
Till Tegetmeyer hat das zweifelhafte Glück, ambitionierte Eltern zu haben - ambitioniert vor allem in Bezug auf sich selbst und die persönliche Entfaltung. Was die Kinder - Till und seine jüngere Schwester Ann-Marie - treiben, wird unter "sie müssen ihre Erfahrungen sammeln" subsummiert, was letztlich bedeutet, dass der vermögende Vater, Schönheitschirurg, und die egozentrische Mutter, die eine Art Möbelgalerie namens "SchauRaum" betreibt, das nötige Geld bereitstellen, die Jugendlichen aber ansonsten tun lassen, was auch immer diese tun wollen.

Es ist vermutlich diese anleitungs- und prinzipienfreie Umgebung, die Till ins Taumeln kommen lässt, als am Ende seiner schulischen Laufbahn plötzlich sämtliche Lebensplanungen platzen: Er wird nicht für das Abitur zugelassen. Till sieht sich seines Umfelds beraubt, muss eine Abzweigung nehmen, während alle anderen voranschreiten, nicht selten in den Fußstapfen der Eltern. Und so kommt er ins Grübeln. Seine Antwort lautet: Rückzug. Selbstfindung. Isolation. Hinterfragung.

Aus dem Zimmer, das Till von allen Möbelstücken bis auf Matratze und Computerarbeitsplatz befreit, wird die Box, die ganz persönliche, freie und neu auszufüllende Projektionsfläche für das Projekt Selbstauslotung. Der Erkenntnis, die Schablonen nicht zu verstehen, folgt der Versuch, eigene Ideale zu finden, aus der von anderen schablonierten Welt auszubrechen. Zunächst hält Till losen Kontakt nach außen, begegnet auch hin und wieder noch der Familie, geht sogar auf eine Party, aber sein Unvermögen, das Geschehen um sich herum zu verstehen, gar dort die eigene Position zu finden, zwingt ihn immer weiter in die innere Isolation. Er spielt tagein, tagaus am Computer den Shooter "Medal of Honor", nimmt über Facebook-Statusmeldungen zur Kenntnis, was die Schwester im Nebenzimmer treibt, und entwickelt eine stark reduzierte Kommunikation mit der Mutter, die zur stummen Versorgerin wird.

Währenddessen lebt die Restfamilie weiter, als wäre nichts geschehen. Till mauert sich ein, verklebt das Fenster, verlässt den Raum überhaupt nicht mehr, bestellt sich aber über das Internet einen Leguan, der nachts an Tills Finger nagt. Der junge Mann bemerkt auch kaum, dass sein "Hikikomori" - japanisch für "gesellschaftlicher Rückzug" - inzwischen per Livestream ins Netz gestellt und von Tausenden verfolgt wird. Nach Monaten entdeckt er das Simulationsspiel "Minecraft", mit dem riesige, völlig freie Welten gestaltet und bevölkert werden können, zusammengebaut aus simplen Blöcken und einfachen Prinzipien folgend. Die von Till geschaffene "Welt 0 (Null)", reduktionistisch und endlos zugleich, markiert die Katharsis. Er glaubt, seine Lebensaufgabe, einen persönlichen Sinn gefunden zu haben; die Grenzen zwischen Virtualität und Realität sind aufgehoben. Was mit ihm selbst geschieht, wird bedeutungslos.

Dieser sehr bemerkenswerte und intelligent konstruierte, in eigenwilligem, doch angemessenem Duktus verfasste Roman erzählt vordergründig vom Entstehen und dem Verlauf einer psychischen Störung, aber er zeichnet zugleich ein Sitten- und Gesellschaftsbild. Kuhn thematisiert Werteverfall, die Sucht nach einer Kommunikation, die keine ist, jene egozentrische Elterngeneration, die Anfang des neuen Jahrtausends damit begann, Kinder zu zeugen, und - natürlich - auch Freundschaft und Liebe. "Hikikomori" ist ein spannendes, packendes, unkonventionelles Buch, streng komponiert, präzise und feingeistig erzählt, und mit viel Empathie für seine exemplarische Hauptfigur ausgestattet. Wenn es etwas Negatives anzumerken gäbe, dann höchstens, dass sich der Stoff auch als Kurzgeschichte oder Novelle hätte wiedergeben lassen - "Hikikomori" wirkt zuweilen etwas gedehnt, was auch die Perspektivwechsel nicht auszugleichen in der Lage sind.

Meine Lieblingsstelle ist jene, als Till am Anfang des Experiments eine Party besucht. Sein persönlicher Fokuswechsel wird überdeutlich, als alle auf das Geschehen konzentriert sind, er jedoch Dinge wahrnimmt, die niemanden sonst interessieren. Daher auch der Titel dieser Rezension.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückzug, 20. Februar 2014
Von 
Benjamin Klein "bvonklein" (Gevelsberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hikikomori: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch fiel mir erstmal aufgrund seiner an ein Manga erinnernde Aufmachung ins Auge, ein Blick auf den Klappentext rechtfertigte einen Blindkauf. Und der hat sich gelohnt!

Anfangs war ich irritiert. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und es dauert eine Weile, bis man versteht, wohin die Reise gehen soll. Ich hatte vorher noch nie von Hikkikomori gehört und war überrascht, als ich das mir nicht bekannte Wort googelte, dass es in Japan über 1 Millionen Jugendliche gibt, die sich den Anforderungen der Leistungsgesellschaft nicht stellen wollen und sich daher in ihrem Zimmer verkriechen, welches sie manchmal, von ihren peinlich berührten Eltern gedeckt, über Jahre nicht verlassen. Sick!

Das Buch verlegt dieses Szenario nach Deutschland: Der 18jährige Till wird nicht zum Abitur zugelassen und schottet sich komplett von seiner Außenwelt ab, indem er erst alle Möbel aus seinem Zimmer wirft und sich danach, nur mit Kippen, Rechner und Monitor, im selbigen einschließt. Seine Eltern, ein Schönheitschirurg und Backpacker der ersten Stunde und seine Mutter die sich mit hippen Kunstausstellungen auslebt, fördern ihn in jedem Bereich und wissen auf fast alle Probleme des Daseins eine kluge Lösung. Er muss nur das geringste Interesse an einer Sache zeigen und schon steht kostspieliges Equipment bereit. So sehen sie auch seinen Rückzug anfangs als ein Selbstfindungsprojekt und sehen sich genötigt ihn zu unterstützen.

Die Geschichte mischt immer wieder die Realität mit surrealen und virtuellen Welten, die Till in seinem abgedunkelten Zimmer auf dem Computermonitor und in seinem Kopf durchlebt.

Während sein bester Freund Jan die Welt bereist, der Route von Tills Vater folgt und exotische Orte entdeckt, die von vielen Weltenbummlern weit vor ihm bereits entdeckt wurden, strebt Till danach, eine Welt zu erschaffen, in der es wirklich etwas Neues zu entdecken gibt und sich selbst in sich selbst zu finden. Dabei verliert er allmählich jegliche Bodenhaftung.

Über weite Strecken fand ich das Buch sehr seltsam, was sowohl Geschichte als auch Schreibstil betrifft. Manchmal war ich gar versucht, es beiseite zu legen. Gut, dass ich es nicht getan habe, denn dieses Buch ist schon etwas Besonderes, was man so noch nicht gelesen hat und man vergisst es so schnell nicht. Wer sich für abgedrehten Stoff, ungewöhnliche geistige Zustände und virtuelle Welten interessiert, sollte ein Auge riskieren. In anderen Rezensionen las ich, dass es sich um einen Thriller handelt, wer mit dieser Erwartungshaltung an das Buch geht, wird definitiv enttäuscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine andere Welt, 18. Juni 2014
Von 
miradea - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hikikomori (Kindle Edition)
Ich habe durch dieses Buch zum ersten Mal von dem neuen Trend des Hikikomori gehört. Irgendwie faszinierend. Ich fand den Roman sehr berührend und er hat mich nachdenklich gemacht.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Roman, 29. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Hikikomori: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Mittelpunkt von Kevin Kuhns Roman steht Till Tegetmeyer, für dessen Verhalten seine Angehörigen lange Zeit keine Diagnose, keine Sprache, keine Worte finden. Bis sie auf das Phänomen der Hikikomori stoßen. Till wächst auf den ersten Blick wunschlos glücklich auf; seine Eltern haben die finanziellen Verhältnisse, um Till viele Dinge zu ermöglichen und ihn zu fördern. Sein Vater ist Schönheitschirurg und seine Mutter Kuratorin in ihrem eigenen Ausstellungsraums. In Till erkennen sie alle möglichen Talente und doch hat er immer wieder Schwierigkeiten. Er besucht eine "freie Waldorfschule" und als er nicht zum Abitur zugelassen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen.
Till zieht sich in sein Zimmer zurück und beginnt, sich sonderbar zu verhalten. Entfernt seine Möbel, bricht den Kontakt zu seinen Freunden und zu seiner Freundin Kim ab, verbringt viel Zeit vor seinem Computer, hört auf, sich um sich selbst zu kümmern. Von einem Tag auf den anderen weigert er sich am Familienleben weiter teilzunehmen. Stattdessen begibt er sich in eine fiktive Onlinewelt, spielt ein Spiel namens Medal of Honor, in dem er sich verliert, das für ihn der einzige Inhalt seiner immer gleich verlaufenden Tage wird. Die reale Welt hat Till fallen gelassen, deshalb begibt er sich in eine Welt, die auf einem Server zu Hause ist, mitten hinein in ein V2-Raketen-Szenario. Aus dem Computerspiel heraus entsteht etwas Größeres: Till erschafft sich eine Parallelwelt, die nach seinen Regeln, nach seinen Wünschen funktioniert. Welt 0. Ein Ort, an den Till und seine Online-Freunde vor der realen Welt flüchten können, ohne ihr Zimmer verlassen zu müssen. Ein Ort, an dem Träume wahr werden können, ohne, dass man dafür wirklich etwas riskieren muss. Ein Ort für all diejenigen, die an den Anforderungen des Alltags, dem Druck, den Verpflichtungen, den Erwartungen zerbrechen. Auch Till spürt dieses "Gefühl eines permanenten, sich nur langsam lösenden Druck", der schon so lange auf ihm lastet, dass er ein Teil von ihm geworden ist. Diese Gefühle haben Till in die Isolation getrieben.

Gemeinsam mit Till erlebt der Leser, was passieren kann, wenn man aus dieser Parallelwelt nicht mehr zurückkehrt, wenn man sich immer stärker in einer Traumwelt verstrickt und den Weg zurück nicht mehr findet.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich eine ganze Reihe an Debütromanen von jungen Autorinnen und Autoren gelesen. Kevin Kuhn hebt sich mit seinem Roman "Hikikomori" wohltuend von dieser Masse an Neuerscheinungen ab. Im Mittelpunkt seines Romans steht die virtuelle Welt, ihre Grenzen, ihre Gefahren, aber auch der Reiz und die Fluchtmöglichkeiten die dieser Ort für Menschen bietet, die an der Gesellschaft, am Druck, an den Anforderungen zerbrechen. Till glaubt in seiner neuen Onlinewelt wieder jemand zu sein, "ein besonderer Mensch" zu sein. Er ist irgendwann nicht mehr in der Lage dazu zu sehen, dass es auch in der Realität Menschen gibt, die sich um ihn sorgen, die sich für ihn interessieren.

Kevin Kuhn beschäftigt sich in seinem Roman mit einem hochaktuellen Thema unserer Gesellschaft und es gelingt ihm mithilfe seiner Hauptfigur Till einige sehr greifbare Einblicke in mögliche Gefahren und Risiken unserer global vernetzten Welt zu geben.

Ich habe "Hikikomori" sehr gerne und mit viel Interesse gelesen. Die Sprache von Kevin Kuhn ist schnörkellos und lässt sich flüssig lesen. Sprachlich stechen sicherlich Tills Briefe und E-Mails an Kim heraus, die mich besonders begeistert haben. "Hikikomori" ist anders, ungewöhnlich, löst stellenweise die Grenzen zwischen Fiktion und Realität auf, aber es lohnt sich, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Kevin Kuhn rückt Menschen in den Mittelpunkt, die es unter uns heutzutage zu Dutzenden gibt: Menschen, die sich in der virtuellen Welt verloren haben. Ich habe das Buch mit der Hoffnung zugeklappt, dass Till vielleicht irgendwann einen Weg zurück finden wird.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Computer - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, 16. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Hikikomori: Roman (Gebundene Ausgabe)
Irgendwie hat es mich gestört, dass eine Computermaus konsequent Mouse genannt wird. Es erinnert mich an die Neunziger, in denen man „Mouse“ sagen musste um zu unterstreichen, um welch eine technische Revolution es sich bei diesem futuristischen Bediengerät handelt, aber meinetwegen, nennen wir es ein stilistisches Mittel des Autors.

Unbequeme Satzbauten wie „Jan, eine untertassengroße Uhr am schmalen Handgelenk, drückt die Haustür auf, ein kurzes Klacken, und er ist aus dem Regen.“ oder „Auf dem Tisch steht ein Toaster, sind Wurst- und Käseplatten, mit Oliven, Artischocken und Peperoni gefüllte Schälchen verteilt.“ machen das Lesevergnügen in regelmäßigen Abständen ein wenig holprig. Zumindest für mich. Grammatikalische Totalschäden verschweige ich an dieser Stelle.

Aber nun zum Inhalt, ohne zu viel zu verraten. Generell finde ich die Idee gut, weshalb ich das Buch auch gekauft habe (und wegen den guten Bewertungen hier). Der Junge hat interessante Vorstellungen von seiner Welt und es werden viele Dinge schön umschrieben. Die Welt 0 – die auch im Klappentext erwähnt wird, kommt aber erst im letzten Viertel des Buches zur Sprache. Und wirklich spannend war eigentlich nur das Ende, weil man erfahren will wie die Sache mit dem Jungen denn nun ausgeht. Unterhaltsam ist das Buch dennoch. Immerhin so viel, dass ich es bis ans Ende geschafft habe. In Anbetracht der Tatsache, dass man bei diesem Thema bestimmt Gefahr läuft den Leser zu Langweilen, war ich Überrascht wie schnell ich das Buch gelesen hatte.
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Debut, 10. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Hikikomori: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Buch, dass gerade der jungen Generation zeigt wohin wir steuern mit der Gesellschaft. Kritisch und sehr genau beschreibt der Auto das Leben des Protagonisten hin zum Hikikomori, ein wahrer Weckruf an unsere heutige Gesellschaft. Lesen!!!!
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Hikikomori: Roman
Hikikomori: Roman von Kevin Kuhn (Gebundene Ausgabe - 10. September 2012)
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