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am 4. August 2011
Paul Greenberg stellt sich in seinem Buch 'Vier Fische' die Frage:

1. Wie viele Fische brauchen wir zum Leben und
2. Wie viele Fische gibt es draußen im Meer?

Zu 1: jährlich werden zurzeit 85 Millionen Tonnen Fisch gefangen.
Zu 2: ging man in den 1970er Jahren von jährlich 450 Millionen Tonnen Fisch aus, liegt die Schätzung an 'verfügbaren' Fisch bei derzeit 90 Millionen Tonnen.

Anhand von vier ausführlich geschilderten Beispielen (Lachs, Wolfsbarsch, Kabeljau und Thunfisch) und weiteren Fischarten (Pangasius, Buntbarsch und Thunfisch) erzählt Greenberg über die Anstrengungen der Menschen, die unternommen wurden, um den Ertrag der Fischmenge künstlich zu erhöhen. Aquakulturen, DNA-Manipulation, "Biofischmehl" sollen hier als Stichwörter genügen.
Der Autor macht dem Leser klar, dass die meisten Zuchtfische eine schlechte Wahl sind. So ist der Wolfsbarsch schwierig zu züchten, nur schwer durch sein Larvenstadium hindurch zu füttern und benötigt als Futter mehr Fisch aus Wildbeständen, als er letztendlich als Ertrag erbringt.
Tatsächlich war man in den 1970er Jahren davon überzeugt, dass die Aquakulturen das Potential besitzen, ein Pfund Fleisch mit weniger als einem Pfund Futter zu erzeugen. Heute weiß man es besser: Lachs und Wolfsbarsch verbrauchen drei Pfund Futter, um ein Pfund Fischfleisch zu erzeugen, beim Thunfisch ist das Verhältnis sogar noch schlechter: zehn Pfund Futter ergeben ein Pfund Fleisch.
Positiv finde ich, dass Greenberg aus seiner Sicht der Dinge keine Ideologie macht. Ihm geht's um die Frage: Was schadet weniger? Und er möchte das Thema der Überfischung ins Bewußtsein der Öffentlichkeit bringen.
Neben aller Kritik an der aktuellen Situation, bietet der Autor auch Ideen für einen Ausstieg.
Greenberg schlägt z.B. als neuen '"guten"' Fisch den Barramundi vor. Er ist ein in Südostasien beheimateter Fisch, der im Süßwasser laicht und dann sein Leben im Salzwasser des Meeres verbringt. Er lässt sich leicht züchten und kann überwiegend von vegetarischer Nahrung leben. Außerdem bringt er das Kunststück fertig die Omega-3-Fettsäuren aus Pflanzenfett herzustellen.
Etwas störend fand ich die langatmigen Berichte der Erlebnisse des Autors, beispielsweise seine Schilderung seines Aufenthaltes in New York während dem 11. September 2001. Auch seine kreatonistischen Auslassungen über die Evolution der Thunfische (Seite 213) fand ich deplaziert.

Alles in Allem ein gute, leicht lesbares Einführung zum wichtigen Thema der Überfischung der Meere.
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am 8. Oktober 2014
Lachs, Barsch, Kabeljau und Thunfisch – diese vier stehen hier stellvertretend für jene Fischarten, die in den letzten Jahrzehnten am häufigsten auf unseren Tellern landeten. Paul Greenberg lässt an ihrem Beispiel eine Ahnung von den Auswirkungen menschlicher Ernährungsgewohnheiten auf diese Fischpopulationen im Besonderen sowie auf das Ökosystem unserer Gewässer im Allgemeinen entstehen und gibt darüber hinaus zu bedenken, welche Bedeutung der Umgang mit dieser Nahrungsquelle für die Zukunft unserer Existenz auf der Erde haben kann. Er vermittelt ein Verständnis für die ureigensten Bedürfnisse dieser Lebewesen, ihre Schönheit, Einmaligkeit und unübertreffliche Angepasstheit an einen Lebensraum. Wir erhalten Einblick in das umfassende Ineinandergreifen natürlicher Lebensabläufe innerhalb einer gewachsenen Umwelt. Und es wird klar erkennbar, dass übermäßige Eingriffe in diese ausbalancierten Systeme der Natur unweigerlich zu Störungen führen müssen und unabsehbare Folgen zeitigen können.

Der Autor – selbst leidenschaftlicher Angler und Fischesser – möchte sensibilisieren für das rechte Maß und gegen unverantwortlichen Konsum. Wenn er auf der Grundlage eines überaus breit gefächerten Wissens- und Erfahrungsschatzes berichtet, wie diese Kreaturen vom Menschen wegen kurzfristiger wirtschaftlicher Vorteile für immer aus ihrer angestammten Umgebung verdrängt oder durch Überfischung und rigorose Fangmethoden dezimiert werden, dann stellt sich Mitgefühl für diese Geschöpfe ein und auch die Einsicht, dass es hier wie in vielen anderen Bereichen eines weitgehenden Umdenkens bedarf, um nicht unsere eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören. Es gibt bereits hoffnungsvolle Ansätze in diese Richtung und der Autor klärt gut nachvollziehbar und einleuchtend über Möglichkeiten auf, unseren Umgang mit Fisch als Nahrungsquelle nachhaltig zu gestalten und diese so auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

Obwohl „Vier Fische“ ein Sachbuch ist, trägt es den sehr persönlichen Stempel des Autors. Sein profundes Wissen, lebenslange Erfahrung mit den Wasserbewohnern und leidenschaftliches Interesse für sie haben sich hier zu einem ansprechenden, überzeugenden, interessanten, kurzweiligen Werk vereint, einem klugen Plädoyer ohne Anklagen, Schuldzuweisungen oder Larmoyanz. Es kann Anstoß sein, eigenes Konsumverhalten zu korrigieren und sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Nahrungsgrundlagen einzusetzen.
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am 14. Juli 2011
Greenberg beschreibt detailliert - diverse Abenteuer sind für manche Leser vielleicht zu detailliert - alles was man zu der vom Autor definierten Fischgruppe wissen muss. Er liefert sehr interessantes Hintergrundwissen, betrachtet die verschiedenen Fischgruppen aus den verschiedensten Perspektiven und zeigt mögliche Lösungsalternativen auf. Greenberg schafft es Fische, Business und den Wandel unserer Gesellschaft in einem Buch zu verknüpfen.
Einfach genial.
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