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am 23. Februar 2009
Schuld und Schulden, Vertrauen und Gläubiger. Begriffe, die nicht nur im deutschen Sprachgebrauch nahe beieinander liegen, sondern die Konzepte darstellen, die in allen Kulturen bekannt sind. Nur wird klar, dass wir uns lange nicht mehr damit beschäftigt haben oder die Gedanken und möglichen Folgen unseres Handelns so verinnerlicht hätten, dass uns Vernunft und klarer Verstand zurückgehalten hätten. Dies lässt die letzten Jahre zu einer Flucht erscheinen vor dem Gedanken, dass wir zwar Schulden machen und Schuld auf uns nehmen, aber der Kelch noch irgendwie an uns vorübergehen mag, an dem es heisst: Es ist Zahltag.

In fünf Essays, die als Vorlesungen gehalten wurden, führt uns Margaret Atwood durch die Geschichte und Geschichten um Schuld und Schulden hin zu einem Panorama apokalyptischen Ausmasses - dem Ende des Übermasses an Ressourcen- und Weltverbrauch, Verschwendung und zerstörerischer Gier und dem Blick für die absehbaren Folgen, den unsere Zeit kennzeichnet. Sie macht dies nüchtern, humorvoll, mit leichter Hand und einer imponierenden Bildung. Sie sucht nach Bildern und Antworten in den Quellen der Kulturgeschichte und Literatur bis hin zur Bibel hin - und wo Gott ist, ist natürlich auch der Teufel nicht weit. So zeigt sich zum Einen, das nicht die menschliche Gier neu wäre und so vieles, was in diesen Monaten noch nach letzter Antwort klingt, das Ausmass und die Lösung der Probleme noch immer nicht beschreibt. Auch Schulden und übermässige Schulden hat es immer wieder gegeben und die Staaten haben verschiedene Rezepte, sie an jemanden anderen - Sündenböcke - weiter zu geben. Das Problem ist der Komplex, das absurde Ausmass der menschlichen Probleme, für die wir noch lange zahlen werden und für die die Schuldenkrise nur der Prolog ist.

Margaret Atwood nimmt uns mit auf einer Reise durch die Geschichte hin zu Gedanken, die wir vielleicht viele haben, wenn sie über diese Zeit nachdenken. Wie sie aber im letzten Kapitel mit literarischer Kraft die Fäden aus den vier Essays zusammenführt, löst bei mir Bewunderung für dieses Buch und die Autorin aus. Ich kann mir gut vorstellen, dass es eines der Bücher ist, dass wir in ein paar Jahren noch in die Hand nehmen, um uns zu erinnern und beginnen zu lernen, nicht alle Fehler noch einmal zu machen.
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am 14. Juni 2013
Wie immer bei M. Atwood eine sehr ansprechende Lektüre, trotz des trockenen Themas sogar vergüglich, interessante Verbindungen aus der Geschichte, deutliche Beispiele - sehr empfehlenswert!
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am 17. Februar 2015
Es lohnt sich nicht, zur Rezension meines Vorredners inhaltsmäßig noch etwas hinzuzufügen,
darum nur ein kleiner Aspekt. Auch die Literaturliste dieses Buches habe ich geplündert und mit Schrecken
festgestellt, daß der Ramschladen von Öffentlicher Bibliothek weder "Wasserkinder" von Kingsley
noch "Pilgrims Progress" von Bunyan im Angebot hat. (Nur Tonnen gecopypasteter
Frauenmysterypornos. 'Swird hat gelesen.) Und die Canterbury Tales habe ich auch noch nie
gelesen! GASP!
Und daran erkennt man eben *auch* ein gutes Buch: Die Literaturliste ist genauso tiptop.
Das ist übrigens jetzt *kein* Argument dagegen, "Der Report der Magd" (****1/2) oder "Oryx und Crake" (***)
der gleichen Autorin nicht zu lesen, die naturgemäß als Belletristik keine aufweisen :-)

Ich bin versucht, auch die Nicht-SF (Häresie! Blasphemie! :-) der Autorin auszuprobieren...
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