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Kundenrezensionen

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am 8. Januar 2009
Wer die Diagnose Krebs erhält, gerät in einen psychischen Ausnahmezustand, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt. Heilungsversuche und Todesfurcht halten sich die Waage.
Dieser Roman zum Thema Krankheit und Tod könnte auf einem Tatsachenbericht beruhen.

Helen lebt in Melbourne, ist um die sechzig Jahre alt und ist geschieden. Eines Tages bekommt sie Besuch von ihrer alten Freundin Nicola. Sie hat Krebs und will sich von einem Heiler und Guru, der in Melbourne arbeitet, behandeln lassen.
Als Helen ihrem guten Freund Leo, einem Psychiater, von dem bevorstehenden Besuch und von der Krankheit der Freundin erzählt, meint der, dass sie möglicherweise dazu ausersehen ist, ihr zu vermitteln, dass sie sterben wird.
Als Helen ihre Freundin vom Flughafen abholt, ist sie entsetzt über deren Zustand. Sie ist abgemagert, zusammen gefallen, wirkt uralt und krumm.

Helen nimmt ihre Freundin ins Gästezimmer auf, und eine entsagungsvolle und aufreibende Pflegezeit beginnt für sie. Von nächtlichen Schwächeanfällen, Schweißausbrüchen und starken Schmerzen ist die Rede. Nicola bedarf ständiger Pflege und ist sichtbar schwer krank. Die vorsichtigen Einwände Helens gegen die obskuren Behandlungsmethoden bei dem Guru wischt Nicola schnell vom Tisch.
Helen betritt einen Pfad, der sie in zwiespältige Gefühle treibt. Da ist die Praxis des Gurus, in der alles oberflächlich und chaotisch, vor allem aber unseriös aussieht. Helen ist voller innerer Abwehr gegen den offensichtlich Missbrauch, der mit der Hoffnung, dem Geld und dem guten Willen der Patienten betrieben wird. Sie hält nichts von dem Hokuspokus, zumal es der Freundin immer schlechter geht. Helen erlebt den Verfall, sieht die unglaublich abartigen Behandlungsmethoden, ist wütend darüber und erlebt ihre Ohnmacht, Nicola die Wahrheit zu sagen.

Wie die Autorin den Zweifel und die Hoffnung der zwei Antipoden beschreibt, das zeigt ihre Kenntnis über Scharlatane und die Sucht, die Panik und den Fehlglauben, mit denen Menschen sich diesen anvertrauen. Zugleich stellt Helen Garner die Vernunft, den Geist und das Wissen dem Glauben an irrationale Hilfen und der Verleugnung des Todes gegenüber. In einem Exkurs mit der Nichte von Nicola, die von ähnlich irritierenden Erfahrungen mit ihrer Tante berichtet, wird klar, dass in einer Art Gegenübertragung im psychoanalytischen Sinn die Umgebung von Nicola deren Wut, Angst und die Todesfurcht übernehmen, die sie selber verdrängt hat. Wenngleich diese Erkenntnisse unter Lachen zwischen den Protagonisten ausgetauscht werden, ist in allem doch eine vertrackte Bitternis zu spüren. Die Gläubigen und die Ungläubigen werden keinen Weg zu einander finden!
Wie Nicola in einem irrwitzigen Tanz mit ihren Verwandten und Freunden den Tod zu überlisten trachtet, das ist glanzvoll beschrieben.
Die Autorin berührt ein sensibles Thema, das jeden angeht. Sie schreibt anspruchsvoll in Stil und Ausdruck und wirft mit ihrer Romankonzeption Fragen nach der unterschiedlichen Verarbeitung von Tod und Sterben auf. Die Wut und die Ohnmacht der Helfenden stehen dem Anspruchsdenken der Gepeinigten gegenüber. Jeder scheint überfordert und Lösungen sind kaum in Sicht.

Helen Garner ist in Australien eine preisgekrönte Autorin, die mit diesem Buch nach 15 Jahren zum ersten Mal wieder einen Roman vorlegt. Er ist ihr bestens gelungen!
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am 16. April 2009
Dieses Buch ist eines der besten Bücher über die Auseinandersetzungen mit dem Sterben und dem Tod, das ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Die australische Schriftstellerin Helen Garner hat sie in eine Geschichte verpackt, in der sie von Helen erzählt ( ist die Protagonistin mit der Autorin identisch ?), die ihre langjährige Freundin Nicola wieder trifft. Nicola hat sich quasi selbst eingeladen, um in Melbourne, dem Wohnort Helens, eine dreiwöchige spezielle Krebstherapie zu machen.

Sie hat sich einem Arzt anvertraut, der ihr für viel Geld verspricht, durch seine spezielle Therapie würde der Krebs innerhalb dieser Zeit verschwinden. Helen merkt recht bald, dass sich Nicola etwas vormacht. Vor allen Dingen ist sie darüber erschüttert, wie desolat Nicolas Zustand jetzt schon ist.

Unbändiger Zorn, gepaart mit Liebe und Respekt für die Freundin kämpfen in Helen einen erbitterten Kampf, den viele Menschen kennen, die selbst von dieser Krankheit betroffen sind als Patienten oder auch als Angehörige. Insbesondere diese Menschen werden dieses Buch verschlingen, hält es doch neben seiner entwaffnender Wahrhaftigkeit durch seinen Witz und Humor, insbesondere aber durch die von einer tiefen Menschlichkeit durchtränkte Sprache, einen großen Trost bereit.

Das Buch ist nicht nur für Betroffene eine bewegende Lektüre, die die Tiefen menschlichen Leids und freundschaftliche Liebe auslotet und ein überzeugendes Zeugnis eines barmherzigen und liebevollen Umgangs mit Todgeweihten und Sterbenden bereithält.
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am 18. Februar 2009
Ich lese viel und bin deshalb sehr kritisch und auch wählerisch. Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Viele Menschen weichen den Themen "Krebs","Tod","Pflegebedürftigkeit" permanent aus, zu ihrem eigenen Schaden. In diesem Buch findet eine sensible, ehrliche, sprachlich feinfühlige und immer realistische Annäherung an diese Themen statt. Gerade auch pflegende Angehörige können sich in dem sich anbahnenden Drama von Überforderung und einer gewissen Hassliebe gut wiederfinden und sich verstanden fühlen. Sogar die überlebensnotwendige sarkastischen Spitzen, die die Angst vor dem Tod oft am deutlichsten spiegeln sind hervorragend herausgearbeitet.
Vom Thema her ein typisches Buch für Frauen, aber auch Männer sollten sich auf den Weg machen, dieses Meisterwerk zu lesen.
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TOP 500 REZENSENTam 14. Januar 2010
"Das Zimmer " von Helen Garner, ein autobiographisch durchzogenes Buch, braucht einen starken Leser, denn obwohl das Buch streckenweise sehr sachlich und schonungslos geschrieben ist, geht es dem Leser doch mehr unter die Haut, als wenn man auf Rührseligkeit gesetzt hätte.

Helen und Nicola, Freundinnen seit 15 Jahren , werden auf eine harte Probe gestellt, als die totkranke Nikola ihre Freundin bittet, für 3 Wochen bei ihr unterkommen zu dürfen, um sich einer alternativen Krebstherapie zu unterziehen.
Lange Zeit haben sie sich nicht gesehen und so ist Helene doch sehr erschrocken, als sie ihre Freundin am Flughafen abholt und sie in einem körperlich desolaten Zustand antrifft.Doch sie läßt sich nicht abschrecken und ist guter Hoffnung, dass sie beide das schaffen werden.Doch was sie in diesen kommenden drei Wochen erwartet, ist mehr als sie verkraften kann. Die intensive Pflege ihrer Freundin bringt sie an körperliche Grenzen, doch am schwersten zu ertragen ist die Tatsache, dass Nikola ihre Krankheit und dessen fortschreitendes Stadium negiert.Helen merkt, da sie ihre Freundin teilweise zu den Therapien begleitet, dass Nikola einem Scharlatan aufgesessen ist, der das Leiden und die damit verbundene große Hoffnung auf Heilung seiner Patientin schamlos ausnutzt , um sich zu bereichern. Doch der nach den Therapien ausgesprochen schlechte Zustand ihrer Freundin macht ihr am meisten zu schaffen und so entscheidet sie sich zu einem drastischen Liesesdienst.

Über die aufwendige Pflege und Betreuung eines Sterbenden ist sicherlich schon viel geschrieben worden, doch was mich an diesem Buch so faziniert hat war, dass hier die Not eines Angehörigen geschildert wird, der die brutale Konfrontation mit der Wahrheit als einziges Mittel sieht, um einem schwerkranken Menschen zu helfen.

Sich mit der Entgültigkeit des Todes auseinander zu setzten, ist eine der schwersten Aufgaben ,der sich ein Mensch stellen muss.Das mit diesem Zustand ein jeder anders umgeht, ist, denke ich, auch normal. Der Eine stellt sich diesem Zustand, nimmt ihn an und versucht den Rest der verbleibenden Zeit so gut wie möglich zu verbringen. Es gibt aber auch durchaus viele Menschen, die durch Ausblenden der Realität für sich einen Raum schaffen, der es ihnen möglich macht, mit diesem Zustand weiterzuleben. Die kämpfen und alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen, um am Ende doch zu siegen.
Welcher Umgang mit dem Sterben der Richtige ist, mag ich nicht beurteilen , ich glaube , dass muss ein Jeder auch selbst entscheiden. Aber sowohl das Eine , alsauch das Andere,ist für Angehörige eine schwer auszuhaltende Situation und ich fand den Mut,den Helen hier bewiesen hat,um ihre Freundin aus ihrem realitätsfremden Zustand herauszuholen, bewundernswert. Auch wenn es auf den ersten Blick brutal erscheint, so hat sie doch ihre Beziehung zu Nikola aufs Spiel gesetzt, um ihrer Freundin zu helfen.

Ein Buch das nachhallt und absolut lesenswert ist.
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am 13. Mai 2009
Dieses Buch ist eines der besten Bücher über die Auseinandersetzungen mit dem Sterben und dem Tod, das ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Die australische Schriftstellerin Helen Garner hat sie in eine Geschichte verpackt, in der sie von Helen erzählt ( ist die Protagonistin mit der Autorin identisch ?), die ihre langjährige Freundin Nicola wieder trifft. Nicola hat sich quasi selbst eingeladen, um in Melbourne, dem Wohnort Helens, eine dreiwöchige spezielle Krebstherapie zu machen.

Sie hat sich einem Arzt anvertraut, der ihr für viel Geld verspricht, durch seine spezielle Therapie würde der Krebs innerhalb dieser Zeit verschwinden. Helen merkt recht bald, dass sich Nicola etwas vormacht. Vor allen Dingen ist sie darüber erschüttert, wie desolat Nicolas Zustand jetzt schon ist.

Unbändiger Zorn, gepaart mit Liebe und Respekt für die Freundin kämpfen in Helen einen erbitterten Kampf, den viele Menschen kennen, die selbst von dieser Krankheit betroffen sind als Patienten oder auch als Angehörige. Insbesondere diese Menschen werden dieses Buch verschlingen, hält es doch neben seiner entwaffnender Wahrhaftigkeit durch seinen Witz und Humor, insbesondere aber durch die von einer tiefen Menschlichkeit durchtränkte Sprache, einen großen Trost bereit.

Das Buch ist nicht nur für Betroffene eine bewegende Lektüre, die die Tiefen menschlichen Leids und freundschaftliche Liebe auslotet und ein überzeugendes Zeugnis eines barmherzigen und liebevollen Umgangs mit Todgeweihten und Sterbenden bereithält.
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am 8. Juli 2009
Ein besonderes Buch, aber auch ein Buch nicht für jede Leserin/jeden Leser.
Hier wird ein schwieriges, tabubehaftetes Thema sehr emotional angegangen.
Eine Frau richtet liebevoll ein Zimmer für Ihre Freundin her, die sich für 3 Wochen bei ihr aufhalten möchte um eine alternative Krebstherapie durchführen zu lassen.
Schnell wird uns Lesern klar, diese Frau ist unheilbar krank und greift nach "dem Strohhalm des Scharlatans", ihr wird das Geld aus der Tasche gezogen, sie wird nicht betreut, es geht ihr schlechter und schlechter und eine Heilung ist unmöglich.
Die Gefühle der Freundin, die vergeblich versucht Einfluß zu nehmen um ihre alte Freundin vor falschen Hoffnungen zu bewahren, die Hilflosigkeit der schweren Krankheit gegenüber, die Wut und Verzweiflung kann man so nur schreiben, wenn man ähnliches erlebt hat.
Gerade die schonungslose Offenheit macht dieses Buch so schwer. Hier gibt es keinen "schnellen Tod in Schönheit", hier ist die nackte Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit einer pflegenden Angehörigen beschrieben.
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt, wegen der oft sehr radikalen Beschreibungen ziehe ich einen Stern ab.
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am 1. August 2009
ein hervorragendes Buch zum Thema Tod und Freundschaft.

ein Buch, das man nicht aus der Hand legen will. Es beschreibt die Hilfsbereitschaft einer Frau sich um ihre Krebskranke Freundin zu kümmern, diese bei sich aufzunehmen. Doch sie merkt schnell, das ihre Vorstellung wie die Zeit mit der Kranken ablaufen soll nicht der Realität entspricht. Dass Jemand, der dem Tod nahe ist, anders handelt, denkt fühlt und sich für Dinge entscheidet, die für Gesunde nicht nachvollziehbar sind. Dies führt zu Mißverständnissen, Kränkungen und Unverständnis. Dies berührt den Leser angesichts der knappen Lebenszeit, die noch bleibt.
Für mich ein Buch, dass nochmal deutlich gemacht, wie Sterben und Abschied von Betroffenen anders gelebt als erwartet wird. Ein Buch zum Nachdenken ohne Tabus.
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am 5. Oktober 2009
Helen und Nicola sind Mitte 60 und enge Freundinnen, als Nicola an Krebs erkrankt. Als alle konventionellen Behandlungsmethoden gescheitert sind, nistet sich Nicola für drei Wochen in Helens Gästezimmer ein, um in deren Heimatstadt Melbourne eine alternative Krebstherapie zu durchlaufen. Die bodenständige Helen steht den fragwürdigen Methoden des "Instituts" skeptisch gegenüber. Mit ihr erfährt der Leser schon bald, dass Nicola einem Scharlatan auf den Leim gegangen ist, dessen angebliche Wundermittelchen ihre Leiden nur noch verschlimmern. Doch die hinfällige, todkranke Frau klammert sich nicht nur an jeden Strohhalm, sie verdrängt auch völlig die Realität und weigert sich, ihr nahendes Ende zu akzeptieren. Helen, die Tag und Nacht für die Patientin da ist und die Rolle einer unentgeltlichen Pflegerin übernimmt, ist fassungslos. Wird die Freundschaft diese schwere Belastungsprobe überstehen? Und vor allem: Wird Nicola zu später Einsicht gelangen?

Helen Garner, die aus der Sicht der Ich-Erzählerin Helen schreibt, hat sich "den letzten Dingen" mit Menschlichkeit und manchmal schockierender Offenheit angenommen. Sie schont den Leser weder bei ihrer Beschreibung des Krankheitsverlaufs noch bei der Schilderung der Gefühle der beiden Frauen, die alle Höhen und Tiefen bis zur Neige durchlaufen. Dennoch überwiegt nie Bitterkeit. Der Leser fragt sich ganz automatisch, wie er als Betroffener oder Angehöriger/enger Freund eines Todgeweihten mit der Situation umgehen würde.

Der gekonnt geschriebene Kurzroman hat mich in seiner unbedingten Wahrhaftigkeit tief beeindruckt. Aber ich kann einfach nicht übergehen, dass ich eine der beiden Hauptpersonen unerträglich finde. Welche, verrate ich nicht, der geneigte Leser möge sich sein eigenes Urteil bilden.
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Nicola ist schwer Krebskrank. Anstatt der Schulmedizin zu vertrauen, vertraut sie dubiosen alternativen Heilmethoden. Sie erfährt von einer Behandlung, die in der Stadt durchgeführt wird, in der Helen wohnt. Sie bittet Helen, während der drei Wochen bei ihr wohnen zu dürfen. Helen stimmt zu.

Drei Wochen, die für Helen zu einer Geduldsprobe werden, die Helen alles abverlangen, sowohl körperlich als auch psychisch.

Ein Buch, das eindeutig unter die Haut geht. Zum einen die abgebrühte Art, mit der sogenannte alternativen Behandler einem Schwerstkranken eine Heilung versprechen. Das hat mich wütend gemacht. Wütend auf diese Gurus, diese Scharlatane, die dieses Elend ohne mit der Wimper zu zucken, mit ansehen. Dann Nicola, die alles schön redet, keine Hilfe annehmen will, und diesen Scharlatenen auch noch glaubt. Sehr gut beschrieben die Art, wie Angehörige und Freunde mit einer solchen Erkrankung umgehen. Was wird von einer Person erwartet? Mitleid, Aufopferung, Verständnis, Mitgefühl ' oder was geht tatsächlich in einer Person vor? Darf man auch wütend sein?

Mich hat dieses Buch sehr berührt. Der Schreibstil ist gerade heraus, Gefühle spielen eine Rolle, aber es rührt auch nicht zu Tränen. Gerade die Rolle der Helen hat mir sehr gut gefallen. Ihr Verhalten ist sehr realistisch dargestellt.

Ich denke, dass Buch ist nicht für jeden geeignet. Gut lesbar, aber ein schweres Thema.
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am 7. Januar 2012
Als Helen von ihrer krebskranken Freundin Nicola gebeten wird, sie für drei Wochen aufzunehmen, damit sie sich einer neuen Krebstherapie unterziehen kann, ist das für Helen selbstverständlich. Und so treffen wir sie am Anfang des Romans "Das Zimmer" Helen wie sie liebevoll das Gästezimmer für ihre schwerkranke Freundin vorbereitet.
Aber schnell kommt Helen sowohl physisch als auch psychisch an ihre Grenzen. Nicolas Krebstherapie stellt sich als Scharlatanerie heraus, die Nicola eher schadet als nutzt. Jede Nacht leidet sie unter unerträglichen Schmerzen, verweigert aber schwere Schmerzmittel und hält auch mit eisener Kraft an der Therapie fest. Es ist die letzte Chance den Krebs zu besiegen, und diese aufzugeben und dem Tod ins Auge zu blicken ist Nicola unmöglich.
Helen Garners Buch beschreibt eine Krebserkrankung aus einer ungewöhnlichen Perspektive, nicht aus Sicht der Betroffenen, sondern mit dem Blickwinkel einer Angehörigen. Dabei ist das Buch schonungslos offen und beschreibt auch Gefühle wie Wut und Agressionen, die sich abwechseln mit wunderbaren Momenten der Zärtlichkeit und der Nähe. Trotz der schweren Thematik ist das Buch im Grunde optmistisch und unglaublich lebensbejahend.
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