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am 25. Dezember 1999
Das Lehrbuch der Psychotraumatologie von Gottfried Fischer und Peter Riedesser ist äußerst empfehlenswert. Die deutsche Forschung hat seelische Verletzungen bisher eher wenig beachtet - im Gegensatz zur Situation in den Vereinigten Staaten, wo vor allem der Vietnam Krieg zu intensiverer Befassung damit führte. Das Werk ist ein großer Schritt dahin, die Psychotraumatologie aus ihrem Schattendasein hinauszuführen. Der Begriff Psychotraumatologie - psychologische und psychosomatische Traumatologie - wurde von den beiden Autoren neu geprägt, in Abgrenzung zur chirurgischen Traumatologie. Das Lehrbuch ist eine umfassende Darstellung sämtlicher Aspekte, sehr gut strukturiert und höchst informativ. Nach dem allgemeinen Teil über Verlaufsmodelle und Therapie geht es um die spezielle Traumatologie mit Kapiteln über Holocaust, Folter und Exil, Kindheitstrauma, Vergewaltigung, Gewaltkriminalität etc. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 20. Dezember 2010
Das Werk von Fischer / Riedesser ist ein gutes Übersichtswerk zum Thema Psychotraumatologie. Sehr verständlich (auch für Nicht-Experten) aber dennoch wissenschaftlich fundiert geben sie einen guten und allumfassenden Überblick zum Thema.

Zunächst geben sie eine allgemeine Erklärung und Einordnung der Störung und der zugrundeliegenden Modelle mit dem Plädoyer für die Entwicklung eines eigenständiges Fachgebietes der Psychotraumatologie neben der chirurgischen Traumatologie.
Weiterhin gehen sie auf das Verlaufsmodell und kurz auf einige Traumatherapien ein.
Im Teil II geht es um spezielle Traumatologie. Hier werden einige Gebiete von Traumaursachen wie zum Beispiel Kindheitstrauma oder Gewaltkriminalität erläutert.

Sehr positiv zu bemerken sind der ausführliche Glossar zur Erläuterungen einiger psychotherapeutischer Fachbegriffe sowie die zwischendurch eingestreuten Abbildungen und Skizzen zum genaueren Verständnis der beschriebenen Modelle.
Es sind nicht 5 Sterne, da mir das Buch teilweise zu allgemein und theoretisch bleibt.
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am 3. April 2014
Das Lehrbuch erläutert alle Ebenen einer traumatischen Erfahrung : Das Ereignis - psychobiologische Prozesse - situative Bedingungen während der traumatischen Erfahrung - (soziale) Erfahrungen nach dem Ereignis - der persönliche Bewältigungsstil des Betroffenen - gesellschaftliche Rahmenbedingen.

Hierbei stehen m.E. drei Prozesse im Mittelpunkt :
1. Ein Trauma wird als eine unterbrochene (elementare Flucht- oder Kampf-) Handlung interpretiert, die nach Vollendung strebt. Dieser Versuch das Trauma abzugrenzen ist ein Grund für intrusive / dissoziative Errinnerungsbilder und begründen den Traumawiederholungsszwang. Dieser wird als Selbstheilungsversuch angesehen : Fragmente der traumatischen Erfahrungen werden unbewußt wiederholt, um die Erfahrung als Ganzes bzw. Gestalt abzugrenzen und in die Biographie zu integrieren. Diese abgewandelten reproduzierten Sequenzen der Traumarealität repäsentieren das minimal kontrollierbare Ausdrucksfeld des Klienten, das im Therapieansatz der Autoren als Ressource aufgegriffen wird.
Hierbei berücksichtigen die Autoren ausführlich die Lebensgeschichte der betroffenen Personen. Die Art der Symptomatik einer Traumafolgestörung ist daher sowohl durch das Ereignis selbst als auch durch persönliche, situative und gesellschaftliche Merkmale (z.B. Opferbeschuldigung) bestimmt.
2. Da der Selbstheilungsversuch sich oftmals zu Beginn als symptommildernd erweist, kann das traumakompensatorische Konzept des Betroffenen mit seiner individuellen Ursachen-, Vorbeugungs- und Heilungsvorstellung dysfunktional auf weitere Lebensbereiche bis hin zum "Weltmodell" generalisieren und den Lebensweg des einzelnen (massiv) einengen.
3. Langfristige Folge einer Traumatisierung sind körperliche und kognitive Veränderungen; v.a. der Zusammenbruch des bisherigen Selbst- und Weltverständnisses der Person : Ein radikaler Verlust an Vertrauen in sich und die Welt (z.B. "Sicherheit und Gerechtigkeit sind eine Illusion"). Die Autoren erklären dies über eine Verletzung angeborener Orientierungsschemata wie sicher/unsicher; freundlich/feindlich u.a. Zwischen der prä- und posttraumatischen Identität entsteht so ein Riß in der Kontinuität der Persönlichkeitswahrnehmung.

Dementsprechend wird ein Trauma definiert als ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den indiviuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt.

Die zentralen Ziele des traumatherpeutischen Konzepts der Autoren sind daher : (das Therapiemanual ist aktuell nur im störungsübergreifenden Therapiebuch "Kausale Psychotherapie" veröffentlicht)
1. Wie bei allen anderen Ansätzen auch wird eine neuropsychologische Integration der traumatischen Erfahrung angestrebt. Allerdings berücksichtigen die Autoren neben Übungsangeboten hierbei weniger Ressourcen als Gegengewicht zur Traumaerfahrung bzw. Affektstabilisierung, sondern mehr therapeutische Beziehungsangebote, die leicht über den Bewältigungsmöglichkeiten der Klienten liegen.
2. Den Entwurf eines alternativen Verständnissen von sich und der Welt, der nicht instruiert werden kann, sondern vom Klienten in einem psycho-philosophischen Prozess schöpferisch entwickelt werden muß. In dieser oft langandauernden Behandlungsphase versucht der Therapeut den Klienten dabei zu unterstützen, die Gegensätze der prä- und postraumatischen Erfahrung/Identität auf einer höheren Ebene dialektisch in ein neues stimmiges Weltbild zu integrieren.

Das Vorgehen unterscheidet sich daher deutlich von dem zweiten deutschsprachigen psychodynamischen Ansatz nach Reddemann. Es ist jedoch mit allen mir bislang bekannten Ansätzen und Expositionsverfahren kompatibel.

Das Buch ist nicht leicht lesbar. Ich habe das Konzept erst verstanden, nachdem ich mehr über (auch eigene) traumatische Erlebniszustände erfahren habe. Dies liegt
1. an der Komplexität des Mehr-Ebenen-Modells
2. der psychoanalytischen Grundausrichtung der Autoren. Als 1. deutschsprachiges Lehrbuch mußten die Autoren eine ausführliche Auseinandersetzung mit zentralen psychoanalytischen Konzepten führen, um eine Psychotraumatologie zu begründen bzw. zu legitimieren. Man verliert daher als Leser zeitweise entweder den "roten Faden" oder glaubt irrtümlich "Wenn ich die analytischen Konzepte nicht kenne, kann ich das Konzept nicht nutzen"
3. Da die Autoren eine neue Fachrichtung gründeten mußte eine Reihe neuer Begrifflichkeiten entwickelt werden, die teilweise aus der Philosophie (v.a Hegel) abgeleitet wurden.
4. Den wissenschaftstheoretischen Überlegungen

Dennoch sind beide Autoren um einen klaren und prägnanten Darstellungsstil ihrer Theorie bemüht, die durch wenige, dafür exemplarische Fallbespiele veranschaulicht wird.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen empfehle ich folgendes :
1. Das Patientenbuch von G. Fischer lesen, da hier bereits das Konzept grundlegend dargestellt wird.
2. Die Zusammenfassung in K.Augst : Auf dem Weg zu einer traumagerechten Theologie lesen. Klingt vielleicht seltsam, aber dann wird manches deutlicher. (Und der theologische Teil hat mir selbst geholfen)
3. Das Behandlungskonzept des Autors G. Fischer lesen. Wenn man weiss, wie der Autor das Konzept anwendet, ist es leichter die vielen Einzelinformationen einzuordnen.
4. speziellen Traumafolgestörungen auswählen : Kindheitstrauma, Vergewaltigung, Gewaltkriminalistät, Folter & Exil, Holocaust, Krankheit, Arbeitslosigkeit (!), Mobbing, da der Ansatz auf alle Gebiete angewandt wird.
5. Das Glossar der Begrifflichkeiten erneut als "Lernzielkontrolle" lesen. Wenn man die Begriffe in das Konzept ungefähr einordnen kann hat man das Konzept als Ganzheit verstanden.
6. evtl. Vertiefungsbeispiele : In der u.a. von G. Fischer herausgegebenen Zeitschrift ZPPM; oder in Analysen von Kinofilmen von Vertretern des Konzepts (z.B. in Döring u.a. Frankenstein und belle dejour).
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TOP 500 REZENSENTam 21. November 2013
Das Lehrbuch der Psychotraumatologie von Fischer und Riedesser ist sicher eines der besten, die es gibt. Es unterscheidet die allgemeine Psychotraumatologie, Es wird ein Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung dargestellt, Der Zugang zum Trauma wird erhellt, die Traumatherapie wird dargestellt und es gibt einen Abschnitt Spezielle Psychotraumatologie. Unterschieden werden die Kapitel, Holocaust, Kindheitstrauma, Vergewaltigung, Gewaltkriminalität, den Abschluss bildet ein Exkurs zum Thema Arbeitslosigkeit als psychisches Trauma, und lebensbedrohliche Erkrankung, als Faktor psychischer Traumatisierung.
Meine zweite Auflage, habe ich wohl zum Jahreswechsel 1999/ 2000 erworben, denn es steht noch der DM Preis (78,-) drauf und bereits der Euro Preis, der gleich dem der aktuellen Ausgabe war.
So freue ich mich eine sehr gute, gebundene Ausgabe zu besitzen, die ich schon oft hervorgeholt habe, wenn ich etwas nachschlagen wollte.
Es finden sich viele anschauliche Abbildungen in dem Buch, das sehr theorielastig daherkommt, so dass auch der Laie einigermaßen verstanden hat was die Autoren vorgestellt haben. Da sie beide auch lehrten, nehme ich an, dass das Buch hier als Standartlehrstoff gedient hat, und nun seit über 10 Jahren, Generationen von Psychologen und Psychotraumatologen, hiermit ihr Grundlagenwissen erworben haben.
Für mich ist dieses Lehrbuch rund und kaum noch verbesserungsfähig, ich habe auch nicht nachgesehen, ob die Neuausgabe erweitert wurde, oder ob es nur kleine redaktionelle Änderungen gegeben hat. Da Peter Riedesser leider verstorben ist, ist es wahrscheinlich rechtlich nicht möglich, diesen Teil noch zu ergänzen.
Für mich ist die Hauptsache, dass die Autoren sehr überzeugend dargelegt haben, dass man seelische Verletzungen erfolgreich bearbeiten kann. Dass Therapie zwar Zeit braucht, aber auch schwerste Themen, therapeutisch angegangen werden können. Dass die Menschen, denen schicksalhaft etwas Traumatisches geschieht, wieder ein sinnerfülltes Leben führen können.
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am 30. Januar 2003
Dieses Lehrbuch ist sehr detailliert, aufschlußreich, gut lesbar und mit seinem breiten theoretischen Wissen praxisrelevant. Jeder Psychotherapeut, der Trauma-Patient(inn)en behandelt, sollte darauf zurückgreifen. Es ist sehr zu empfehlen. Es zeigt aber auch, dass Traumatisierte unbedingt in einer spezialisierte Klinik und nachfolgend von kenntnisreichen ambulanten Spezialisten behandelt werden sollten.
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am 6. März 2012
Bei der von amazon.de ausgelieferten Ware handelt es sich um die 4. Auflage (2009) dieses Buches, wobei dieses jedoch nicht gebunden wie oben angeführt, sondern lediglich broschiert erschienen ist.
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