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TOP 1000 REZENSENTam 9. November 2013
Die Leipziger Professorin Charlotte Schubert ist eine sichere Kennerin ihres Themas und hat bereits etliche Bücher zur antiken Geschichte verfaßt. Ihr kleines UTB-Taschenbuch zu Solon erscheint vor diesem Hintergrund fast als eine Fingerübung, und leider ist zu sagen: eine fast gänzlich mißlungene. "Fast" gänzlich, denn natürlich hat die Verfasserin mit leichter Hand - man spürt beständig ihre große Sachkenntnis - eine verläßliche Darstellung aller wesentlichen Rahmenbedingungen von Solons Wirken geliefert, sie ordnet z.B. seine Seisachthie-Ordnung nachvollziehbar und leicht verständlich in die athenische Sozialordnung jener Zeit ein, erklärt anhand von Schaubildern manches, was dann gar nicht mehr allzu kompliziert erscheint und versucht, das große ganze im kleinen im Blick zu behalten.
Es geht aber eben sehr viel um die athenische Verfassung und ihre Institutionen in diesem Buch, zu viel. Vielleicht hätte das Buch besser geheißen: Athen zu Solons Zeit? Das wäre treffender gewesen. Sicherlich ist Solons Name mit seinen Gesetzen und dem athenischen Staatswesen untrennbar verbunden, aber dafür allein dient dem Leser kein Buch mit dem Titel "Solon"! Eine moderne, allgemeinverständliche Monographie über diesen Denker als Denker hatte ich erwartet und wurde damit enttäuscht.
Zusätzlich läßt das vorliegende Werk die interessantesten Fragen aus: Wie dachte und fühlte ein Mann, der auf die Frage, warum er kein Gesetz gegen Vatermord erließ, geantwortet haben soll: weil er diesen für unmöglich gehalten habe? Und welche Konsequenzen mußte eine solche Haltung in der politischen Wirklichkeit Athens haben? Waren seine Gesetze tatsächlich "den Bürgern Athens eine erfreuliche Last" (Diogenes Laertius)? War Solon ein idealistischer Phantast oder ein grundsätzlich politikfähiger Mahner und auch "Macher"? Und vor allem: War Solons "Eunomia"-Gedicht die "Geburtsstunde des demokratischen Gedankens" (Michael Stahl)? Wie verhält es sich mit Solons Appell an die "republikanische" Verantwortung jedes Bürgers im Kontext eines rational-amythischen Weltverständnisses?
Sicherlich hätte es zur Befassung mit diesen Fragen zum Teil des Mutes zur (psychologisierenden? soziologisierenden? idealisierenden?) Spekulation bedurft, einer Spekulation aber, die angesichts der Quellenlage und des zeitlichen Abstands wohl unausweichlich ist. Die Autorin hatte diesen Mut nicht.
So bleibt einem die Person Solon von Athen bei Lektüre dieses Buches seltsam fremd.
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am 18. Oktober 2015
Solon begegnet einem immer wieder im Studium der antiken Geschichte. Als talentierter Politiker verhalf er Athen zur Etablierung einer Demokratie. So galt es jedenfalls bisher. Doch Frau Schubert nimmt sich in ihrer Solon-Biografie auch der modernen Sichtweise an, dass Solons Verdienste gar nicht so weitreichend gewesen sein sollen, wie es lange Zeit angenommen wurde.

Inhaltlich ist dieses Buch sehr gut gemacht. Es geht mit der Darstellung der Quellen zu Solon los und zeigt uns, wer was über ihn überliefert hat. In drei großen Kapiteln wird Solon als Reformer, als politischer Reformer und als Weiser dargestellt und seine Vielseitigkeit beleuchtet. In einem abschließenden Fazit wird dann noch genau das Scheitern und auch der Erfolg Solons im Ganzen analysiert.

Das Buch besticht vor allem durch seine Verständlichkeit. Es ist für Laien ebenso gut nachzuvollziehen, wie für Leute vom Fach. Woran ich mich dennoch etwas stoße, ist das Layout. Es ist selbstverständlich nur gut gemeint, im Fließtext ab und an eine Pause einzulegen und Personen, Ereignisse, Fakten u.ä. in einem abgegrenzten Bereich noch einmal zu erläutern. So geht dem Leser auch der Kontext auf. Dennoch stört es meiner Meinung nach den Lesefluss. Ein Anmerkungsverzeichnis im Anhang, in dem alle Fachwörter erläutert werden, hätte mir besser gefallen. Wenn im Text das Fachwort mit einer Fußnote versehen ist, kann man selbst entscheiden, ob man das Fachwort nachschlägt oder nicht. Für Fortgeschrittene, denen die Thematik vertraut ist, erscheinen vielfach diese Erläuterungen im Textfluss nicht nur störend, sondern auch unnötig.

Ein knappes, aber sehr übersichtliches Literaturverzeichnis, sowie eine Zeittafel und Karten sind im Anhang zu finden und vervollständigen das wissenschaftliche Bild der Ausarbeitung.

Insgesamt gesehen ein sehr gutes Buch, um Solons Wirken in antikem und heutigem Denken zu verstehen.
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Gerade für nichtprofessionelle Historiker ist die anschauliche Quellenvorstellung interessant und hilft, die derzeitige Problemlage in der Geschichtswissenschaft zu verstehen.

Allerdings weigert Schubert sich, sich auf eine Deutung bezüglich der abweichenden Jahreszahlen festzulegen und erwähnt immer alle möglichen historischen Einordnungen. So ist es beispielsweise nicht möglich, Solons Reisen widerspruchsfrei in seiner Biografie unterzubringen. Die Absätze bezüglich seiner Reisetätigkeiten (Vor dem Archontat oder danach? Vor den politischen Reformen oder danach?) erinnern in ihrem "sowohl-als-auch"-Charakter zuweilen an Schrödingers Katze und lassen den Leser fragend zurück.

Das Schubert sich nicht auf eine Sichtweise festlegt, weil sie sich nicht mit absoluter Sicherheit festlegen kann, zeugt jedoch von ihrer differenzierten Sicht auf die Geschichte und lässt den Leser mitempfinden, dass Geschichte immer auch Interpretation ist. Der Bewertung des Buches tut der Verzicht also keinen Abbruch.

Sehr hilfreich sind die lexikalischen Einschübe, die bläulich hervorgehoben in den Text eingepflegt sind. Sie vermitteln wichtiges Hintergrundwissen und helfen, den gerade gelesenen Absatz besser einordnen zu können.

Obwohl Solon in der heutigen Geschichtsforschung bezüglich seines Einflusses auf Athen umstritten ist, so ist sein Einfluss auf das griechische Selbstverständnis nicht zu unterschätzen. Das insgesamt sehr gut geschriebene und informative Buch von Charlotte Schubert hilft dabei, sich eine eigene Meinung zu dieser politisch-historischen Figur zu schaffen.
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am 20. April 2013
Solon gilt als eine der historisch bedeutsamsten Menschen in der griechischen Geschichte. Für viele (auch wenn das in der modernen Forschung teilweise anders gesehen wird) gilt er als der Begründer der Demokratie. Solon war sowohl ein erfolgreicher Feldherr als auch ein auf sozialen Ausgleich bedachter Gesetzgeber und Politiker.

In dem vorliegenden Buch ist es Charlotte Schubert gelungen, einen guten Überblick über die damalige geschichtliche und soziale Situation darzustellen, in die das Wirken Solons fällt. Immer wieder werden Bezüge zwischen neuen Forschungserkenntnissen und historisch überlieferten Aussagen hergestellt.

Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel:

Die Quellen
Solon als Reformer
Solon als politischer Reformer
Solon als Weiser
Fazit: Scheitern und Erfolg Solons

Das Buch liest sich (trotz wissenschaftlich nüchterner Darstellung) gut und flüssig. Für mich war es sehr interessant und aufschlussreich.
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am 1. Dezember 2013
Was soll ich dazu schreiben ?? Mein Sohn braucht es für sein Studium und ich hoffe doch sehr, dass es ihm dabei hilft
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