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5.0 von 5 Sternen Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln
Schreibdenken – das Schreiben und Skizzieren als Werkzeug nutzen, um sich nach innen zu orientieren, komplex zu denken und der inneren Sprache zum Ausdruck zu verhelfen: Die Autorin hat den Ansatz “Schreibdenken” in ihrer fünzehnjährigen Schreibcoaching-Tätigkeit entwickelt und wendet ihn für Schreibende, für alle...
Veröffentlicht am 19. September 2012 von Dr. Lothar J. Seiwert

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kaisers neues Kleid?
Ich habe meine Zweifel, ob sich der etwas umständliche Begriff "Schreibdenken" wirklich durchsetzen wird, zumal im universitären Umfeld. Klar benannt werden vor allem Probleme beim Verfassen von schriftlichen Arbeiten an der Uni.
Motiviert wird wie in vielen anderen Ratgebern auch: Schreibt viel; schreibt los; schreibt mit Zeitbegrenzung, um euren...
Vor 17 Monaten von Birgit Hächl veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln, 19. September 2012
Von 
Dr. Lothar J. Seiwert (Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Schreibdenken – das Schreiben und Skizzieren als Werkzeug nutzen, um sich nach innen zu orientieren, komplex zu denken und der inneren Sprache zum Ausdruck zu verhelfen: Die Autorin hat den Ansatz “Schreibdenken” in ihrer fünzehnjährigen Schreibcoaching-Tätigkeit entwickelt und wendet ihn für Schreibende, für alle Berufstätigen und in Seminaren an. Schreibdenken ist eine der wichtigsten – bisher in Deutschland wenig beachteten – Denkformen, neben dem Denken ohne Hilfsmittel und dem Weiterdenken im inspirierten Gespräch. Ich kann die Autorin mit ihrem Ansatz nur bestärken: Beim Schreiben meiner Bücher erlebe ich selbst immer wieder Phasen des Schreibdenkens.
Ulrike Scheuermann schreibt klar strukturiert, schwungvoll und verständlich. Sie veranschaulicht zentrale Inhalte durch handgezeichnete Visualisierungen und zeigt am eigenen Beispiel, wie es durch Schreibdenken gelingen kann, authentisch und inspirierend zu schreiben.

“Schreibdenken” ist ein kleines Buch mit viel Substanz. Ich kann es allen sehr empfehlen, die schreibend ihre Themen und sich selbst weiterentwickeln wollen, die andere dazu anregen wollen und die dafür tolle neue Techniken und fundiertes Knowhow für den Schreibprozess kennen lernen wollen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schreibratgeber - Denkratgeber, 16. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Dieses Buch ist kein klassischer Schreibratgeber. Es ist mehr. Ulrike Scheuermann, Psychologin und (Schreib-)Coach, führt ein in eine Methode, die in den USA schon lange gelehrt wird: "Writing to learn". Schreibend zu lernen, Ideen zu entwickeln - kurzum: zu denken - ist eine wunderbare Methode für den Unterricht und beim Selberlernen. Auch für Berufstätige, die Projekte entwickeln, ist es ein gutes Instrumentarium.

Schreibdenken funktioniert in Seminaren, zum Beispiel als Einstieg in ein neues Thema. Vor allem stillere Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden davon profitieren. Es klappt aber auch alleine am Schreibtisch. Somit ist dieses Buch, obwohl es sich (auch) an Lehrende richtet, ebenfalls ein Tipp für alle, die sich alleine Themen einmal anders nähern wollen.

Ulrike Scheuermann gibt viele Übungen an die Hand, mit denen sich auch unerfahrene Schreiberinnen und Schreiber ein neues Denk- und Lernwerkzeug zu eigen machen können. Und das auf eine leichte Art, die Spaß macht.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schreiben und Denken statt Denken und dann Schreiben, 3. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
In ihrem neuen Buch bricht Ulrike Scheuermann die Lanze für eine umfassende Schreibdidaktik an Hochschulen, an Schulen oder in anderen Aus- und Fortbildungsinstitutionen. Der Titel des Buches gibt dabei schon die Richtung vor 'Schreibdenken - Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln'.

Bis heute ist bei uns die Auffassung verbreitet, dass man erst denken und dann reden (oder hier, schreiben sollte). Doch laut Scheuermann ist das oft ein recht ideenloser, anstrengender Prozess, der durch die Umkehrung der Abläufe erfrischt werden kann. Denn wenn wir schreiben, dann denken wir gleichzeitig. Eigentlich denken wir den ganzen Tag, jede Millisekunde ein Gedanke, doch wir vertrauen unseren spontanen Gedanken wenig. In ihrem Buch zeigt die Autorin Wege auf, wie wir durch das Schreibdenken zu einer sprudelnden Quelle von Ideen und Formulierungen werden können. Der Effekt besteht darin, dass uns Schreibprozesse, die wir tagtäglich in Beruf und Wissenschaft durchlaufen, leichter fallen, unsere Texte interessanter und lesbarer werden.

Um an diesen Punkt des Schreibdenkens zu kommen, offeriert Ulrike Scheuermann ein Bündel an Informationen und praktischen Übungen. Sie beginnt mit der Erläuterung, was Schreibdenken überhaupt ist, wie es wirkt und wo es angewendet werden kann. Dann gibt sie den LeserInnen durch die Darstellung von Schreibtypen und Schreibprozessen ein Werkzeug an die Hand, die eigene (Schreib)Situation aufzuschlüsseln. Im Anschluss zeigt sie Methoden auf, die man für sich selbst oder als Lehrende in Seminaren anwenden kann. Der 'Methodenkoffer' bietet für jede Situation ein Anregung, das Schreibdenken in die eigenen Arbeits- und Schreibprozesse zu integrieren. Zum Schluss wird in dem Taschenbuch der Reihe 'Kompetent lehren' noch einmal gesondert auf die Möglichkeiten, das Schreibdenken in der Lehre anzuwenden, von der Autorin eingegangen.

Das Buch ist sehr verständlich geschrieben, die Anleitung der Übungen kann man leicht nachvollziehen und man hält einen Ratgeber im positiven Sinne in der Hand. So geht das Buch über den Gedanken des kompetenten Lehrens hinaus und animiert zum Selbstcoaching. Zum Kennenlernen des Schreibdenkens und zum Ausprobieren oder Umsetzen dieser Praxis lohnt sich der Kauf des Buches. Ich hoffe, dass sich das Schreibdenken in den Schulen und Hochschulen so etabliert, wie es Ulrike Scheuermann formuliert.

Diskussionswürdig finde ich jedoch die Begründungen, weshalb Schreibdenken sinnvoll und notwendig sei. Hier hat sich für mich ein Widerspruch ergeben. Als jemand, der sehr viele positive Erfahrungen bei Gruppenarbeiten und -diskursen gemacht hat, kann ich die Vorstellung, Gruppenideenfindungen und -diskurse würden Ausweichverhalten bestärken, nicht nachvollziehen. Es scheint mir, wie wenn es eher eine Kritik an den Lernbedingungen unserer Bildungsinstitute mit überfüllten Seminaren und Vorlesungen sein müsste. Und es scheint mir, wie wenn die Autorin dem selbst nicht vollständig folgt, da sie im Methodenkoffer wieder wunderbare Vorschläge für Gruppenarbeiten macht. Wahrscheinlich ist alles eine Frage der Umsetzungen und Absprachen in Lehrveranstaltungen. Auch hierfür macht Scheuermann sehr hilfreiche Vorschläge.

Da die Begründungen für den Einsatz des Schreibdenkens nichts an den vielen Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten des Buches ändern, ist es ein äußerst empfehlenswertes Praxisbuch, sich anstelle des erst Denkens und dann Schreibens für das gleichzeitige Schreiben und Denken zu entscheiden.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Ideen, das Denken zu beschleunigen, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Mit dem Schreiben kommt das Denken erst richtig in die Gänge - so könnte man die Basis formulieren, auf der die Tipps und Übungen in diesem Buch aufbauen. Vom Schreibsprint bis zum Perspektivenwechsel bietet die Autorin viele Ideen an, die einen so manche Entscheidung erleichtert und Grübelei verkürzt. Empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... prima Tool zum Denken, Schreiben, Klären, Verstehen und Lernen, 19. April 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
1. Einleitung: Schreiben und „Schreibdenken“ können als didaktische Werkzeuge für die Lehre wie auch für eigene Textproduktion eingesetzt werden, um die eigenen fachlichen bzw. methodischen Kompetenzen schriftlich nachzuweisen. Hierzu führt die Autorin den Begriff „schreibdenken“ ein, der sich fast von selbst erklärt, da er sehr anschaulich ist: schreibdenken heißt bei ihr, im Schreiben weiterzudenken, wobei man das Schreiben dazu nutzt, mit kreativen, denk- und schreibfördernden Techniken Selbstzensur zu vermindern, Erfahrenes zu reflektieren und zu integrieren und auf neue Ideen zu kommen. Dabei habe es sich bewährt, an die eigene innere Sprache anzuknüpfen, um eine eigene „Schreibstimme“ zu entwickeln. - Im Zuge des Wandels von der wissensorientierten zur kompetenzorientierten Lehre werde Schreiben zunehmend als wichtiger Baustein von selbstgesteuertem Lernen (also der Aneignung von Wissen und Handlungskompetenzen) erkannt und finde seinen Platz u.a. an universitären Schreibzentren, doch nicht nur dort, so die Autorin. Hier wie anderswo gehe es um das Konzept des „schreibend Lernens“, wie es v.a. Prof. Dr. Gerd Bräuer gelehrt habe. - Schreibkompetenz und selbstgesteuertes Lernen eigneten sich auch gut für das Selbstcoaching; Schreibdenken basiere dabei auf Konzepten wie „writing to learn“, „kreatives Schreiben“ und „visual thinking“ und psychologischen Selbstcoachingansätzen. Schreiben fungiere dabei als Denk- und Lernwerkzeug, und nicht nur wie gewohnt zur Kommunikation nach außen. Da Schreibdenken denk- und schreibfördernd sowie inspirierend sei und dadurch Neues hervorbringe, ließen sich damit auch Probleme lösen. Deshalb ist Schreibdenken, so die Autorin, geeignet, um sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. - Schreiben könne das (!) Denkinstrument sein schlechthin, um komplexere Gedankengänge und Inhalte auf den Punkt zu bringen, um voller Schaffensfreude inspirierende Gedanken zu formulieren und mit anderen Menschen zu teilen; sie selbst möchte ihre gesammelte Schreibfreude weitergeben, so Frau Scheuermann, und deshalb sei sie Schreibcoach.

2. Fazit für Schnellleser: Mit Schreibdenken lässt es sich besser denken, lernen, schreiben und durch den beruflichen Alltag navigieren. (a) besser denken: Beim Schreibdenken sehen wir uns quasi selbst beim Denken zu. Zugleich schrieben wir, so die Autorin, um erst herauszufinden, worüber wir nachdächten; ebenso verändere sich aber unser Denken wiederum durch das Schreiben. So komme ein schöpferischer Prozess in Gang, der in neue Denkregionen führe. Mit Schreibdenken könne man sein freies Denken trainieren, man schreibe nah an der eigenen inneren Sprache, weil man unzensiert und assoziativ schreibe. Insbesondere durch die Privatheit (den man schreibe ja zunächst nur für sich, nicht für andere Leser) lasse sich der innere Zensor gut ausschalten, der sonst viele interessante Gedanken „verbiete“, bevor sie bewusst würden. Die übliche Kontrollinstanz sei also geschwächt, und neuartige Gedanken könnten Gestalt annehmen. (b) besser lernen: Beim traditionellen Lehr- und Lernverständnis stehe vor allem die Wissensvermittlung durch die Lehrenden im Mittelpunkt. Gehe man jedoch von einem modernen, ganzheitlichen, handlungsorientierten Lehr-Lernverständnis aus, so stünden die Lernenden im Zentrum: sie setzten sich aktiv und selbständig mit den Lehrinhalten auseinander. Lehre sei demnach so zu gestalten, dass ein aktives und selbständiges Lernen durch die Studierenden möglich sei. (vgl. den saloppen, aber wahren Satz „Lehren ist das beste Lernen“: Der Lehrer lernt in der Regelschule mit Frontalunterricht am meisten, eine leider zutreffende Feststellung). Dabei unterscheidet die Autorin analog zum Atemvorgang beim Lernprozess zwischen den Phasen „Einatmen“ und „Ausatmen“; das Einatmen sei die rezeptive Phase im Lernprozess, wo neue Informationen aufgenommen werden, gefolgt vom Ausatmen, der expressiven Lernphase. Um einen Lernvorgang zu vervollständigen, müsse die zweite Phase, das Ausatmen, unbedingt stattfinden. Hierbei setzten die Lernenden neue Informationen in Aktivität um: sie erinnerten das neu Aufgenommene, gäben es wieder und übertrügen es auf andere Bereiche; genau hier setze im Lernprozess das Schreibdenken an: neues Wissen werde in eigene Denkprozesse integriert und schreibend ausformuliert. Nicht länger müsse also das Schreiben nur ein Mittel zur Textproduktion für die Präsentation von Arbeitsergebnissen und Wissen sein, sondern Lehrende wie Lernende nutzten es nun für einen Prozess, in dem sie sich Informationen aneigneten und verarbeiteten. (c) besser durch den Arbeitsalltag navigieren: Schreibdenken eignet sich auch als effektives Selbstcoaching-Werkzeug, mit dem man zwischendrin innehalten und in eine neue Richtung denken kann. Konzentriert und zugleich kreativ, kann Schreibdenken dabei helfen sich selbst zu erkunden, Probleme zu analysieren, berufliche Ziele zu erkennen und schreibend neue Lösungswege zu finden. Die so gefundenen Lösungen sind laut der Autorin andere, als sie das bloße Nachdenken oder Grübeln über ein Problem hervorbringen! So lasse sich etwa mit verschiedenen Formen des Perspektivenwechsels ein innerer Dialog entwickeln, mit dem Schreibende sich selbst Rat geben könnten; zudem ermögliche Schreibdenken, sich von schwierigen Gefühlen zu entlasten und von ihnen zu distanzieren. Dazu passt die Erfahrung, dass gerade die richtige Form der Selbstreflexion oft erfolgreiche Menschen auszeichnet, dass in Teams der „advocatus diaboli“ in vielen Fällen gravierende Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen zu verhindern vermag und dass laut Dieter Frey aus München eben nicht Erfahrung alleine die Menschen klüger macht, sondern erst die richtige Reflexion ihrer Erfahrungen: einzeln (Selbstreflexion), durch Feedback von anderen (Fremdreflexion) und im Team (Teamreflexion).

3. Praktische Tipps: Einige Tipps der Autorin für die Praxis: 1. Schreibdenken Sie schnell! Zwar geht das Denken viel schneller vonstatten als unsere Hände schreiben können, doch kann man sich dem eigenen Denktempo annähern, indem man das 10-Finger-System an der Tastatur erlernt und damit entspannter, schneller und freier schreiben kann. Warum schnell? Schnelles Schreiben hat den Vorteil, dass man damit die Selbstzensur abschwächt, denn man hat weniger Zeit zum (kritischen) Nachdenken über das, was man gerade schreibt – und damit auch weniger Zeit für (selbst)beurteilende und zensierende Gedankengänge. 2. Schreibdenken Sie kurz! Besser häufiger und kürzer als seltener und länger, besser zeitbegrenzt in kurzen und häufigen Zeiteinheiten schreiben. (Dazu passen die Erkenntnisse des Kaizenprinzips mit der Umsetzung von kleinen und kleinsten Schritten – eigentlich *die* Verbesserungsphilosophie schlechthin mit sehr viel praktischem Wissen und nützlichen Handlungskompetenzen). Viele Schreibdenkentechniken dauern nur drei bis fünf Minuten, wenige über zehn Minuten; ein Wecker hilft dabei, die Zeit im Blick zu halten. 3. Schreibdenken Sie täglich! Das tägliche Schreiben ist eine gute Taktik, um motiviert zu bleiben; es ist eine Grundhaltung. Erst im täglichen Schreiben wird aus vereinzelten Gedankenblitzen und Ideensprüngen ein kontinuierlicher Gedankenfluss, der sich durch die tägliche Routine immer mehr zu einem breiten Strom erweitert. Das gelingt nicht, wenn wir nur fünfmal im Jahr eine Schreibdenksession einlegen. 4. Schreiben Sie auch von Hand, wenn Sie das mögen. 5. Kombinieren Sie auch Bild und Text miteinander – wenn Ihnen das liegt. Damit setzen Sie Erkenntnisse über Multimodalität (Mehrkanäligkeit bzw. Vernetzung der beiden Gehirnhälften), visuelles Lernen und Mindmapping um. (Nutzen Sie u.U. auch ein Diktiergerät, wenn Ihnen das liegt; einige sehr erfolgreiche „Vielschreiber“ in der Wissenschaft, aber nicht nur dort nutzen sehr erfolgreich Diktiergeräte, da man ca. sieben Mal schneller spricht als schreibt).

4. Schreibsprints: sind von der Autorin beschriebene simple Wege, um alles Mögliche aus dem Kopf heraus zu bekommen, um dann etwas damit machen zu können (siehe auch ihr Buch „Wer reden kann, macht Eindruck, wer schreiben kann, macht Karriere“ von 2013/2009). Man schreibt hierbei unter hohem Tempo – Vorgabe z.B. in 60 oder 90 Sekunden, so schnell so viel wie möglich, zu einem bestimmten Thema oder Aspekt – so schnell wie möglich „drauf los“ und trainiert damit das zügige, unterbrechungsfreie, unzensierte Schreiben und knüpfe an die eigene Schreibstimme an, wobei gewohnte Schreibmechanismen ausgehebelt würden. Schreibsprints seien oft sehr motivierend, so die Autorin, und manchmal entstünden wahre Ideenexplosionen. Und sie hat recht: es macht wirklich Spaß und führt Energie zu – und ist gut geeignet, um Ordnung im Kopf zu schaffen, sich von „überflüssigem“ Gedankenballast zu befreien, den Kopf „zu klären“.

5. Schreibdenken als Selbstcoaching: Mit Schreibdenken lasse sich auch der Arbeitsalltag besser bewältigen, so Frau Scheuermann, da es dabei helfen könne, Schreibhemmungen und Schreibblockaden zu überwinden, ja sogar, wenn man nachts voller Sorgen aufwache, helfe schreibdenken, man könne danach oft besser wieder einschlafen, da es auch bei akuten Angstzuständen entlaste und ein mächtiges Werkzeug der Selbstreflexion ist. Sobald die Gedanken aus dem Kopf heraus sind, entsteht häufig neuer gedanklicher Freiraum, um sich den anstehenden Aufgaben zuzuwenden. – Da vielfach eine zu stark selbstbewertende Problemsicht bzw. der Versuch „perfekt zu sein“ hemmt und lähmt, lässt sich – indem man mit Schreibdenken Themen wie Perfektionismus, Schreibstimmung, Motivation zum Schreiben, Angst oder Selbstabwertung in den Vordergrund treten lässt – oft der Hintergrund der eigenen Blockade beleuchten, verstehen und nun besser verändern, da man nun nicht mehr am Nebenschauplatz sich verzettelt, sondern am eigentlichen Schauplatz angekommen ist. – Durch Selbstcoaching mit Schreibdenken kann es gelingen, sich ... a) von Gefühlen zu entlasten und von ihnen zu distanzieren, indem man Abstand gewinnt von dem, was einen bewegt und belastet (was auf dem Papier stehe und nach außen gebracht wurde, werde weniger als Teil der eigenen Person empfunden, so die Autorin; zugleich kläre man die eigenen Gefühle, verstehe sie besser und könne sie einordnen), ... b) das eigene Denken entlasten, denn oft sei der Kopf voll mit zahlreichen Assoziationen und Denkwegen, die sich gegenseitig störten und das Denken überfrachteten, so die Autorin. Durch Aufschreiben könne sich auch in Bezug auf Gedanken die Vorstellung einstellen, der Gedanke habe nun seinen Platz gefunden und müsse nicht mehr weiter im Kopf bearbeitet werden, ... c) ein Problem mit neuen, ungewöhnlichen, kreativen Methoden anzugehen und dadurch auf andere Lösungen als beim Nachdenken ohne Hilfsmittel oder beim darüber-reden zu kommen, denn das Denken schlage nun andere Wege ein (zu dieser Metapher passt die oft zitierte pointierte Aussage, fast jeder Gedanken von Wert sei „beim Gehen“ formuliert worden, ebenso die Erkenntnis, dass regelmäßiges Tagebuchschreiben eine prima Methode der Selbstreflexion ist, und weiter gedacht auch für die Team- und Fremdreflexion eingesetzt werden kann).

6. Schreibdenken als Mittel gegen Prüfungsangst: Schreibdenken kann quasi eine vertraute Gewohnheit werden, um sich selbst im Alltag zu begleiten - eine Gewohnheit, die einem Halt und Struktur gibt und einen inneren Ort eröffnet, wo die eigenen Probleme bearbeitet werden und zur Ruhe kommen können (ähnlich wie beim Focusing übrigens). Dazu passt die zitierte Studie von Gerardo Ramirez und Sian Beilock (2011), der zufolge wer seine Ängste aufschreibe mit diesen besser fertig werde: Studierende mit Prüfungangst hätten signifikant bessere Ergebnisse erzielt, wenn sie vor der Prüfung oder in den Wochen davor einige Minuten lang über ihre Ängste schreiben konnten. Die Forschergruppe habe geschlussfolgert, so die Autorin, dass durch das Aufschreiben eine Überlastung im Arbeitsspeicher des Gehirns durch Grübeln und Fokussierung auf die anstehende Prüfung reduziert worden sei; das Aufschreiben habe ermöglicht, dass der „Arbeitsspeicher“ wieder frei für die eigentliche Prüfungsaufgabe geworden sei.

7. Schreibdenken als Selbstcoaching-Werzeug: Die Autorin bemerkt zu recht, dass bei fast jedem von uns nahezu ununterbrochen ein stummes Selbstgespräch stattfinde: einzelne Persönlichkeitsanteile kritisierten dabei, spendeten Beifall oder gäben Rat. Leider demotivieren diese Stimmen uns häufig, wenn sie destruktiv sind, doch sie könnten auch motivieren und begeistern, wenn sie bestärkend seien, so Frau Scheuermann. Das Interessante dabei ist: Solche Stimmen des „inneren Dialogs“ lassen sich beeinflussen, doch erst dann, wenn wir uns ihrer bewusst geworden sind. Was unbewusst wirkt, ist wirksam, doch unveränderbar; erst das bewusst Gemachte „wirkt anders“. – Wie gelingt dies? Eine Methode, die die Autorin beschreibt, besteht darin, sich einen destruktiven inneren Kritiker zunächst bewusst zu machen, um sich anschließend leichter von ihm distanzieren zu können und ihn schließlich in einem dritten Schritt durch einen wohlwollenderen inneren Mentor zu ersetzen bzw. diesem zumindest mehr Gewicht zu verleihen. Dabei eröffnet man 5 Minuten lang auf zwei Seiten desselben Blattes einen inneren Dialog zwischen einer sehr strengen, perfektionistischen, kritischen Seite des inneren Dialogs (der „Mäkelige“) und einer ermutigenden, freundlichen, spielerischen Seite ohne Angst vor Bewertung (dem „Gerneschreiber“ z.B.), lässt also verschiedene Persönlichkeitsanteile explizit zu Wort kommen und wertet diesen Dialog anschließend aus.

8. Fazit: Ist Schreibdenken eine hoch produktive Methode? – Ja! – Verdient die prozessorientierte Schreibdidaktik mehr Raum an Hochschulen, aber nicht nur dort? – Mit Sicherheit! – Sind selbstgesteuertes Lernen und Weiterdenken beim Schreiben miteinander thematisch eng verbunden? – Sehr wahrscheinlich ja. – Albrecht Schnabel München.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neue Impulse für Lehrveranstaltungen, 25. April 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Schreibprobleme an den Hochschulen nehmen zu, obwohl privat immer mehr geschrieben wird, konstatiert Ulrike Scheuermann und nennt als Hauptursache die sinkende Fähigkeit, sich zu Sachthemen verständlich auszudrücken. An bundesdeutschen Hochschulen jedoch lernen Studierende dies oft immer noch nicht, obwohl es inzwischen auch hierzulande viele Forscherinnen und Forscher gibt, die vehement dafür eintreten, Schreiben in der Lehre endlich den angemessenen Stellenwert zu geben. Genau hier setzt die Autorin mit ihrem Buch "Schreibdenken"ein, in dem sie aufzeigt, wie kurze leichte Übungen, die nicht beurteilt werden, die Denkfähigkeit stärken.

Lehrende erfahren kompakt und im Schnelldurchgang, was Schreiben ihnen in ihrem eigenen Arbeits- und Forschungsalltag für Möglichkeiten bietet und wie sie es in ihren Veranstaltungen einsetzen können. Dadurch haben sie ein ganz anders motiviertes Auditorium vor sich, das sich in das anstehende Thema schon hinein gedacht hat. Der Vorteil für die Studierenden: Endlich können sich alle beteiligen, auch die sonst eher Stillen.

Im ersten Teil des schmalen Bandes gibt die Autorin zunächst einen Abriss ihres Konzeptes und ordnet es in die Hochschuldidaktik ein. Ein Interview mit der Schreibforscherin Swantje Lahm vom Schreiblabor der Universität Bielefeld zeigt eindrücklich, wie viele Möglichkeiten Schreiben in Lehrveranstaltungen bietet - wenn man es denn nutzt.

Anschließend geht es in die Praxis: Im Schnelldurchlauf werden der Schreibprozess und die verschiedenen Schreibtypen abgehandelt und die Rahmenbedingungen für gelungenes Schreiben angesprochen - so viel (knappe und verständliche) Theorie muss sein, bevor es an die Schreibübungen geht. Schließlich erläutert Scheuermann den "Methodenkoffer": Sie zeigt, welche Möglichkeiten die einzelnen Übungen bieten, wie eine auf der anderen aufbaut, und was man mit jeder erreichen kann. Ein Kapitel zum Selbstcoaching rundet das Buch ab, denn Schreiben als optimales Instrument für selbstgesteuertes Lernen bringt auch den Hochschullehrer/die Hochschullehrerin voran.

Damit hat das Buch zwei Zielgruppen: Alle diejenigen, die ihrem eigenen Schreiben an der Hochschule neue Impulse geben möchten, und alle, die Schreiben auch in ihren Veranstaltungen einsetzen wollen. Dieser Ansatz ist richtig und wichtig, und es ist der Verdienst des Buchs, dass Ulrike Scheuermann vermittelt, wie man mit wenig Aufwand Schreiben in Lehrveranstaltungen unterbringt, dabei Spaß hat und den Unterricht bereichert.

Dennoch bekommt sie von mir nicht alle Sterne: Sie spricht die Probleme nicht an, die auftauchen, geht jemand als Autodidakt/in und/oder ohne Schreibzentrum im Rücken den Weg, Schreiben als Methode einzusetzen. Der Weg des Learning-by-Doing birgt jede Menge Stolperfallen, etwa wenn man als Lehrperson auf Studierende trifft, die der (leider immer noch) gängigen Meinung anhängen, wer nicht schreiben könne, habe an der Hochschule nichts zu suchen oder ihr in der Schule erworbenes Instrumentarium reiche aus, um wissenschaftliche Texte zu schreiben. Verhaltenes bis offenes Murren, weil schon wieder ein Schreibdenk-Text gefordert ist, kann ziemlich Sand ins Getriebe eines Seminars bringen und die Stimmung beeinträchtigen.

Ich hätte mir deshalb ein Kapitel darüber gewünscht, wie man mit solchen Situationen umgehen könnte. Scheuermann verspricht nämlich keineswegs zu viel, und es wäre schade, jemand ließe sich aus mangelnder Erfahrung zu schnell entmutigen, Schreibübungen in sein/ihr Methodenrepertoire mit aufzunehmen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant, 7. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Ich bin auch schon in den Genuß einer Veranstaltung von der Autorin gekommen. Das Buch ist kein Muß aber dennoch interessant, wenn man mal was neues sucht. Kann man also ruhig kaufen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anregender Ratgeber, 19. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Ich arbeite als Schreibcoach und bin auch in der universitären Lehre tätig. Das Buch ist in meinen Augen ausgezeichnet. Es legt dar, wie man das Schreiben zur gezielten Reflexion im Studium und in der Lehre einsetzen kann. Das Buch ist klar strukturiert und angenehm zu lesen. 5 Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr fundiert und verständlich, 4. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Wie alle Bücher der Autorin, ist auch dieser Ratgeber sehr verständlich geschrieben. Die Übungen sind einfach nachzuvollziehen. Sehr hilfreich sind auch die Tipps, die dieses Buch zu einem hervorragenden Schreibratgeber machen. In den anderen Rezensionen ist schon alles ausführlich gesagt worden.
Ein Wegbegleiter für alle die bereits schreiben, und die die schreiben wollen. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Wege im Bereich der Schreibdidaktik, 13. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln (Taschenbuch)
Ulrike Scheuermann gibt Einblick in die moderne Schreibdidaktik. Was in Amerika schon lange praktiziert wird "writing to learn", ist hier in Deutschland gerade erst am Erwachen.

Mit ihrem Ratgeber Schreibdenken" schafft die Autorin eine Brücke. Sie bringt dem Leser das Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nahe. Mit vielen Praxisbeispielen und Übungen - sowohl bereits bekannten als auch weiter- und neu entwickelten - macht sie ihn mit Methoden des Schreibdenkens vertraut und zeigt, wie er diese einsetzen kann. Zum Beispiel: als Hilfe beim Schreiben, Lernen und Lehren. Oder einfach um besser durch den Arbeitsalltag zu navigieren.

Das Buch von Ulrike Scheuermann ist ein hervorragender Ratgeber für Schreibende, die ihr kreatives Potenzial weiter entfalten wollen sowie ein Begleiter für Lehrende, um wertvolle Denk- und Motivationstechniken weiter zu vermitteln.
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Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln
Schreibdenken: Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln von Ulrike Scheuermann (Taschenbuch - 4. April 2012)
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