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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Propädeutikum, 9. Mai 2012
Von 
Thomas Holtbernd "Thomas Holtbernd" (Bottrop) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zehn Gebote für das philosophische Schreiben: Ratschläge für Philosophiestudierende zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten (Taschenbuch)
Was schreiben Studenten für einen Müll zusammen? Wer nur SMS kann, der sollte sich nicht an Seminararbeiten begeben. So hört man es bei den Professoren. Man kann es bei diesem Jammern belassen oder man schreibt ein Buch wie Dietmar Hübner. Den heutigen Lesegewohnheiten entsprechend fasst sich Dietmar Hübner sehr kurz. Biblisch nennt er 10 Gebote des philosophischen Schreibens und erläutert diese auf 80 Seiten.
Dietmar Hübner betont, dass das Formale wichtig ist, es aber kein Schema für wissenschaftliche Arbeiten in der Philosophie gäbe. Es ist wichtig, formale Vorgaben einzuhalten und die Rechtschreibung zu beherrschen. Das oberste Gebot für das Abfassen einer Seminararbeit ist jedoch das Denken. Wenn Philosophie auffordert, das Denken zu wagen, dann ist es für Studenten auch wichtig, genau dies einzuüben. Dietmar Hübner versucht daher auch, den Aufbau einer Seminararbeit, Dissertation usw. in seinen Gedankenschritten zu verdeutlichen. Erst einmal hinsetzen, nachdenken und dann schreiben. In der Kürze liegt die Würze, weniger ist mehr, mit solchen Sätzen könnte man zusammenfassen, was Dietmar Hübner beibringen will.
Er fordert die Leser/Leserin auf, sich in so einen Professor zu versetzen, uneitel einen Gedanken zu fassen und systematisch einen roten Faden zu entwickeln.
Am Ende des Buches möchte man gerne das Folgebuch lesen, weil man verstanden hat, worum es geht und sich nun weiter in das Denken vertiefen will.
Das Buch ist schnell gelesen, mit Beispielen anschaulich gemacht und kann eine gute Hilfe für das Philosophiestudium sein.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier lernt man kurzweilig, knapp und exzellent beschrieben, was man beim geisteswissenschaftlichen Schreiben beachten sollte, 26. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Zehn Gebote für das philosophische Schreiben: Ratschläge für Philosophiestudierende zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten (Taschenbuch)
Das ist ja nett, dachte ich mir, als mir das mit 80 Seiten eher schwach aussehende Büchlein in einer Buchhandlung in die Hände fiel. Eine Einführung in das philosophische Schreiben hatte ich vorher auch noch keine gesehen. Bei dem Blick auf das Preisetikett hinten auf dem Buchrücken war ich sehr positiv überrascht: Es ist mit 6,99 Euro richtig billig. Ob es denn auch etwas taugt, fragte ich mich. Um dies zu prüfen, habe ich 6,99 Euro investiert und das Büchlein gekauft.
Beim Lesen erwuchs es sich zum Buch. Um es gleich zu sagen, es ist fantastisch geschrieben. Man muss sich gar nicht so sehr an die zehnteilige Gliederung, die allerdings wirklich gelungen ist, halten, sondern sich einfach in das Buch hineinziehen lassen und hineinlesen. Dietmar Hübner schreibt sehr flüssig und dennoch sehr prägnant. Er versteht es, seine Hinweise an den markantesten Stellen mit Beispielen zu belegen. Etwas oberlehrerhaft wirkt es, dass er immer zuerst ein negatives Beispiel bringt, um dann die korrigierte Fassung anzuschließen. Pädagogisch sinnvoller ist es, durchgängig mit positiven Beispielen zu arbeiten. Bis ins Detail hinein vergisst er keinen einzigen Fehler, den man fabrizieren könnte, wenn man das philosophische Schreiben angehen will. Dennoch ufern seine Ausführungen nicht aus, sondern bleiben pro "Gebot" bei sechs bis zehn Seiten.
Deutlich merkt man, dass das Buch in der "Nach-zu-Guttenberg-Ära" geschrieben wurde. Besonders das achte Kapitel (S. 64-66), in dem es um den Umgang mit dem Internet geht, warnt vor dem einfachen Abschreiben oder Kopieren von Textpassagen. Bei allen Ermahnungen, die der Autor in seine zehn Gebote einstreut, bringt er immer auch die Sicht der Korrigierenden ein. Dies erleichtert einem zukünftigen philosophische Texte Schreibenden die Einsicht, warum gerade ein solcher Fehler sich ungünstig auswirken würde. Im Verlauf des Lesens gewinnt man den Eindruck, der Autor habe schon mehrere tausend Seiten Korrektur gelesen und befinde sich als Professor kurz vor dem Ruhestand. Nur die Kontrolle durch eine der gängigen Suchmaschinen lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass Dietmar Hübner erst seit August 2010 als Professor für "Praktische Philosophie, insbesondere Ethik der Wissenschaften" an der Leibniz Universität Hannover tätig ist.
Dietmar Hübner versteht es, die besondere Qualität philosophischen Denkens und Schreibens deutlich werden zu lassen. Philosophisches Schreiben hat nichts mit Fabulieren zu tun und das Entwickeln eigener Gedanken braucht dringend als faktische Grundlage eine ausführliche Auseinandersetzung mit den Quellentexten. "Die Quellen" werden in Kapitel 9 thematisiert (S. 67-74) und in der Art und Weise, wie diese philosophischen Quellen bearbeitet werden, zeigt sich auch das genuine Spezifikum philosophischen Schreibens. Bis dahin ist das Buch "Zehn Gebote für das philosophische Schreiben. Ratschläge für Philosophie-Studierende zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten" auch für Studierende anderer geisteswissenschaftlicher Disziplinen durchaus mit großem Gewinn zu lesen. Denn das Suchen eines Themas (S. 13-23), die Struktur einer Arbeit (S. 24-29), die Gedankenführung (S. 30-37), die Souveränität im Umgang mit den Gedanken anderer (S. 38-45), das Urteil (S. 46-51), der Stil (S. 52-57), die Korrektheit (S. 58-63), die Benutzung des Internets zur Recherche (S. 64-66) und die Formalia einer schriftlichen Arbeit (S. 75-80) sind ebenfalls immer wieder auch für Studierende anderer Disziplinen mit Problemen beladen.
Dieses Buch verdient somit fünf hell funkelnde Sterne, damit Philosophie-Studierende auf diese Ratschläge aufmerksam werden. Doch nicht nur Philosophie-Studierende lesen dieses Buch mit Gewinn, auch allen Studierenden aus anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinen sei es als kurzweilige Lernlektüre empfohlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Rezeptbuch, aber gute Anleitung für Schreibunfähige, 9. Juni 2013
Von 
W. Dietz (Mz.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zehn Gebote für das philosophische Schreiben: Ratschläge für Philosophiestudierende zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten (Taschenbuch)
Die Zehn Gebote von Mose sind zwar noch brisanter, die von Hübner aber akademisch interessanter und relevanter. Der Verfasser (er lehrt Praktische Philosophie in Hannover) versucht der – übrigens nicht nur inneruniversitär – verbreiteten „Krise der Schriftkultur“ zu begegnen. Hilflos und geistlos stopseln Studis ihre Arbeiten aus Internetversatzstücken zusammen, modifizieren und verunkenntlichen sie, verpacken das Ganze dann adrett und plustern es mit gendergerechter Sprache auf, die den doppelten Knicks vor dem Geschlechtlichen macht und damit dem dürren Text zur Länge und vielen wuchtigen Partizipien verhilft (na bitte: Sprachverhunzung kombiniert mit Fremdwörtern: das schaut doch wissenschaftlich aus!).
Die Gedankenführung von Seminararbeiten und Referaten ist oft nicht stringent. Dabei fehlt es manchmal an Hintergrundwissen, oft aber an der Fähigkeit, eine wissenschaftliche Arbeit zu konzipieren. Hübner gibt hier sehr gut brauchbare Ratschläge, aber kein Rezeptbuch. Das ist gut. Er legt den Finger auf den wunden Punkt: Studis sollen wissenschaftlich schreiben, wollen es wirklich auch, können es aber nicht (das Gymnasium ist in seiner heutigen Struktur – Wissensvermittlung statt fundamentale Kompetenzvermittlung – nach Hübner überfordert und versagt im Regelfall, Abiturienten mit entsprechenden Kompetenzen hervorzubringen). Vf. bringt gegen dieses Defizit keine billigen Patentrezepte (die es eben auch nicht gibt!), sondern ein Plädoyer für die gezielte und intelligente Wahl eines Themas, das man auch selbst spannend und sich in ihm wiederfindet, ohne mit ihm und durch es gleich sämtliche Welträtsel in Einer Arbeit lösen zu wollen – Bescheidung und Bescheidenheit ist gefordert, Souveränität im Umgang mit dem Thema, Fairness im Aburteilen unliebsamer Positionen (die es gilt, ihrerseits stark zu machen, bevor man sie kritisiert!). Sehr brauchbare Ratschläge auf wenigen Seiten. Nun gut, Mose hat von Jahwe am Sinai ja auch nur zwei (= 2) Tafeln bekommen (vordigital, bergweise, gewichtig, aber zerbrechlich). Bei Mose und Hübner: In der Kürze liegt die Würze!
Der Stil ist locker und luftig (mit Humor trägt man Unmut und Verzweiflung am besten). Doch unter der munteren und leichtfüßigen admonitio und adhortatio – übrigens in Anredeform verfaßt – geht es heftig zur Sache. Eben kein billiger Ratgeber! Er gibt wichtige Impulse im Blick auf Themenwahl und Sprachgebrauch. Hübner beschränkt sich auf grundsätzliche Ratschläge, er verzichtet leider ganz auf eine Bibliographie, z.B. im Blick auf philosophische Lexika und Wörterbücher. Dieser Verzicht ist wohl bewusst und gewollt, aber in meinen Augen doch ein Manko. Sowohl der Anfänger als auch der Fortgeschrittene wäre hier dankbar für Literaturhinweise (Wörterbücher, Fachlexika, Philosophiegeschichten, Bücher zur Erläuterung der philos. Fachdisziplinen und -Richtungen / Philos. Enzyklopädie). Das Buch hätte dann ca. 96 statt 80 Seiten – und wäre noch besser. Trotzdem 5 Sterne, weil es sehr treffsicher und doch locker geschrieben ist.
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5.0 von 5 Sternen Lustig und hilfreich., 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zehn Gebote für das philosophische Schreiben: Ratschläge für Philosophiestudierende zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten (Taschenbuch)
Hübner schreibt sehr sympathisch und gerade da es
um das philosophische Schreiben geht, ist die Anspielung
auf die zehn Gebote der Bibel sehr amüsant. Das Buch ist
aber nicht nur witzig, sonder es taugt auch was!
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