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5.0 von 5 Sternen Absolutes Muss!!!, 13. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945 (Taschenbuch)
Das Handbuch der Geschichte Europas von UTB nimmt die Grundlagen und historischen Voraussetzungen für das moderne Europa in den Fokus. Zehn Bände decken einen breiten Zeitraum von 1.000 v.Chr. Bis 1990 ab und sind von international renommierten Experten geschrieben worden. Im vorliegenden Fall Walter L. Bernecker, Professor für Auslandswissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg.

Charakteristisch für die Handbuchreihe ist eine Gliederung in fünf Teile: (1) Charakter der Epoche, (2) Geschichte der europäischen Länder, (3) europäische Gemeinsamkeiten (gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion), (4) Forschungsstand sowie (5) Bibliographie. Als erstes wird der Versuch einer Charakterisierung der Epoche unternommen, was in Form einer kompakten Darstellung durchaus gelingt. Die Periodisierung (1914-1945) und der Titel (zwischen den Weltkriegen) lassen bilden einen Widerspruch, welcher dadurch aufgelöst wird, dass der Erste Weltkrieg in der Einleitung und der Zweite Weltkrieg in einem eigenen Kapitel thematisiert werden. An dem geringen Raum, dem ein derartiges epochamachendes Ereignis eingeräumt wird, wird klar, dass der Fokus auf der Zwischenkriegszeit liegt. Abgesehen von der gerade beschriebenen Abweichung (eigenes Kapitel für 2. WK), folgt der Band der gängigen HDGE-Gliederung:

Dieser beginnt mit der Charakterisierung der Epoche, welcher eine kompakte Darstellung der einzelnen europäischen Staaten folgt: (Italien, Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Portugal, Schweiz), wobei auffällt, dass, in Anbetracht der zahleichen Neugründungen und Vielfalt nach 1918, Skandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen) und die weteuropäischen Kleinstaaten (Niederlande, Belgien, Benelux) unter eigenen Gliederungspunkten zusaammengefasst werden, während die neugegründeten osteuropäischen Staaten in einem eigenen Kapitel zusammengefasst werden. Nach einer kurzen Einführung werden die charakteristischen Merkmale der einzelnen Länder herausgearbeitet. Im Falle Italiens der Faschismus oder bei der Sowjetunion Revolution und Bürgerkrieg. Mit dem folgenden Kapitel weicht der Autor, wie schon erwähnt von der üblichen Gliederung ab und widmet dem 2. Weltkrieg ein eigenes Kapitel, wobei er aufgrund des knappen Raumes eine ereignisgeschichtliche Zusammenfassung der militärischen Verlaufs liefert. Ein zweiter Teil ist der Darstellung des besetzen Europas gewidmet. Bernecker gibt aber auch einen Ausblick auf den europäische Nachkriegsordnung (Gipfeltreffen der „großen Drei“, Gründung der UNO). Selbstverständlich können lediglich die wichtigsten Eckpunkte dargestellt werden, was Bernecker in durchaus gelingt.

Im Anschluss daran geht der Autor auf die Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit ein und konzentriert sich auf vier Kernbereiche: Wirtschaft und Gesellschaft, Internationale Beziehungen, Verfassung und Recht sowie Kunst und Kultur. Dieser Teil ist eng verknüpft mit der im eingang des Buches erfolgten Charakterisierung der Epoche, weshalb beide gemeinsam besprochen werden sollen. Die Charakterisierung beginnt mit der Darstellung der Urkatastrophe Erster Weltkrieg, die einen zweiten Dreißigjährigen Krieg einleitet, ein Krisenzeitalter für Europa, welches zugleich das Ende der weltweiten Hegemonie Europas bedeutete. Bernecker konzentriert sich zunächst auf die großen Zusammenhänge, prägende Strutkuren. Anschließend folgt eine in einzelne Themenfelder kleinteilig aufgeschlüsselte transnationale Darstellung. Zu nennen sind die Pariser Voroerverträge, die Entstehung der kommunistischen Internationale, die blühte einer künstlerischen Avantgarde mit Berlin als „Weltkulturhauptstadt“ oder die ökonomischen Krisen. Dies macht den Reiz des Handbuchs aus. Es stellt zugleich die großen europaweoiten Zusammenhänge dar, begibt sich aber auch auf die Ebene der Nationalstaaten und liefert eine Darstellung der europäischen Vielfalt.

Der Aufbau ermöglicht ein schnelles Nachschlagen und informieren. Besonders ansprechend ist die Dreiteilung der Darstellung in Epochencharakter, Staaten und Strukturen. Die einzelnen Abschnitte lassen sich allein oder in Kombination als Ganzes lesen. Sei ermöglichen einen schnellen Zugriff zu Informationen zu einzelnen Themen oder Sachbereichen, aber auch einen Querschnitt durch alle europäischen Staaten in Form eines komparativen Ansatzes. Dies ist die große Stärke der Reihe.

Im folgenden Teil werden Forschungsstand, Forschungskontroversen und Forschungsperspektiven darsgestellet. Anschließend folgt eine umfassende Bibliographie, aufgeschlüsselt nach Nationalstaaten und Themenfeldern (leider nicht mehr auf dem neuesten Stand aufgrund des Erscheinungsdatums 2002).

Die graphische und schriftbildliche Darstellung ist schlicht, zweckmässig und platzsparend. Auf Marginalien am Rande wurde verzichtet, was durch die kleinteilige Gliederung jedoch kein Nachteil ist. Fussnoten am Seitenende ersparen zeitraubendes Umblättern zum Ende der Kaitel. Zahlreiche Tabellen und Karten tragen sehr zur Veranschaulichung bei. Eine ausführliche Zeittafel findet sich im Anhang sowie ein umfassendes Personen-, Orts-, Sach- und Autorenregister was langes Suchen und Blättern spart.

Das Buch ist in erster Linie für Studenten geeignet. Schüler werden den darstellenden Teil zwar gebrauchen können, mit dem Forschungs- und Literaturteil aber nur bedingt etwas anfangen können.

Unter den Unmengen an Handbüchern bietet das Handbuch der Geschichte Europas eine echte Alternative mit zentralen Alleinstellungsmerkmalen. Es ist sowohl Nachschlagewerk zum schnellen Informieren als auch Lesebuch zum Blättern und Schmökern. Dem Buch und der gesamten Reihe sind viele Leser zu wünschen. Für historisch Interessierte, die eine Überlicksdarstellung suchen ein MUSS!!
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5.0 von 5 Sternen Gute fundierte Überblicksdarstellung, 13. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945 (Taschenbuch)
Das Buch erscheint in der Handbuch Reihe der Geschichte Europas. Aufgebaut ist es in folgende 5 Kapitel:
- Charakter der Epoche: Europa zwischen den Weltkriegen
- Nationalstaatliche Entwicklungen
- Der Zweite Weltkrieg
- Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit
- Forschungsstand, Forschungskontroversen und Forschungsperspektiven
Es folgt eine ausführliche Bibliographie zu den einzelnen Länder und zu Themen wie Wirtschaft und Gesellschaft, Kultur und Kunst oder Die internationalen Beziehungen.
Etwas irritierend an dem Aufbau ist der Umstand, dass der Erste Weltkrieg nicht so ausführlich wie der Zweite Weltkrieg behandelt wird. Der Titel des Buches macht allerdings schon darauf aufmerksam, dass es vor allem um die Zwischenkriegszeit gehen soll.
Durch den klaren Aufbau nach Ländern im zweiten Kapitel wird langem Suchen entgegengewirkt. Aber auch eine europäische komparative Sichtweise kommt dank des vierten Kapitels nicht zu kurz.

Der Inhalt ist sehr gut verständlich und wird mit einer klaren, pointierten Sprache besonders (aber nicht nur) Studierende niedriger Semester erfreuen. Werden Informationen zu bestimmten Ländern oder Bereichen gesucht, kann schnell das entsprechende Kapitel gefunden werden und für das eigene Interesse nachgründige Informationen ausgelassen werden.

Hintergrundwissen kann sehr gut erlangt, bzw. ergänzt werden und mit der angeschlossenen Bibliographie kann dann weiter bibliographiert werden. Anfänger/-innen im Studium ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen wobei darauf geachtet werden sollte -ja nach Bedarf- den Gesamtblick auf Europa im Auge zu behalten und sich nicht in Detailwissen zu verlieren, wenn dies gar nicht erforderlich ist. Auch für Staatsexamenskandidaten/-innen und andere Studierende vor Abschlussprüfungen ist das Buch sehr gut geeignet.

Das schlichte, übersichtliche und kompakte aber gut ergänzende Layout des Werkes erhöhen das Verständnis einzelner Gegebenheiten, Prozesse und Strukturen. Besonders herauszugreifen sind hier die 17 Karten, obwohl an einigen Stellen vielleicht ein paar mehr benutzt werden hätten können.

Zusammenfassend lässt sich das Buch als sehr gute Überblicksdarstellung charakterisieren, die phasenweise mit einem hohen Detailreichtum und Spezialwissen brilliert. Als erster Einsteig und weiterführende Informationsquelle kann das Buch sehr gut herhalten, dennoch darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass es ein Handbuch und keine durchgängig argumentative Darstellung, ist.
Wer sich über die Zeit vor oder nach der behandelten Zeitspanne informieren möchte, kann auf die anderen Bücher der Reihe zurückgreifen.
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5.0 von 5 Sternen Ausführliche Darstellung der Zwischenkriegszeit, 11. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945 (Taschenbuch)
Berneckers umfangreiches Werk bietet ausführlichen Überblick über die 30 Jahre von Beginn des Ersten Weltkrieges bis zu seinem Ende, welcher von Ernst Nolte als Zeitraum des „Europäischen Bürgerkrieges“ bezeichnet wurde. Die einzelnen Abschnitte sind je nach Ländern aufgeteilt, was sich als recht praktisch erweist, wenn man sich einen Überblick über die Ereignisse und Entwicklungen eines bestimmten Landes verschaffen will. Separat werden der Zweite Weltkrieg sowie die Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit behandelt. Von besonderem Interesse sind auch die beiden letzten Kapitel, die sich mit der Geschichte der Verfassungen einzelner europäischer Staaten beschäftigen sowie noch einen kurzen Abriss der Kunst und Kultur bieten.

Als vorteilhaft finde ich auch, dass die Fußnoten jeweils auf derselben Seite angegeben sind anstatt in einem separaten Kapitel, wodurch lästiges Blättern vermieden wird. Ein weiterer Bonus ist die klar formulierte und dabei immer verständliche Sprache des Autors, wodurch dieses Buch auch für Studienanfänger sehr geeignet ist. Die äußerst ausführliche Bibliographie liefert eine wahre Flut von weiterführenden Werken, ebenfalls säuberlich aufgeteilt nach einzelnen Ländern.

Zusammenfassend handelt es sich um weitaus mehr als reines „Überblickswissen“ und ist uneingeschränkt empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen Geschichte zwischen den Kriegen, 12. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945 (Taschenbuch)
Das Buch behandelt eine Zeit die von den Weltkriegen überschattet war. Gerade über die Weimarer-Republik ist vieles bekannt und geschrieben worden, doch was war in den anderen Europäischen Lädern los das kann man in diesem Buch erfahren. Ich fand es sehr indormativ und aufschlußreich!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlung, 19. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945 (Taschenbuch)
Das Handbuch „Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945“ von Walther L. Bernecker bietet mir als Studierende der Geschichtswissenschaft die Möglichkeit mich über nationalstaatliche Entwicklungen in Europa zwischen den beiden Weltkriegen zu informieren. Darüber hinaus werden Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit betrachtet. Insbesondere das Kapitel Forschungsstand, Forschungskontroversen und Forschungsperspektiven eignet sich für Studierende der Geschichtswissenschaft sehr gut, um sich schnell einen Überblick über diese zu verschaffen. Dabei wird nicht nur auf eine Gesamtdeutsche Geschichtswissenschaft eingegangen, sondern auch die Historiographie der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik berücksichtigt. Besonders gefallen hat mir, dass dieses Kapitel auch die internationale Geschichtsschreibung berücksichtigt (So zum Beispiel in Großbritannien und Skandinavien.)
Insgesamt kann ich als Studierende der Geschichte dieses Buch jedem empfehlen, der sich für die Geschichte der beiden Weltkriege interessiert und im Bereich der Zeitgeschichte seinen Schwerpunkt gewählt hat.
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Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945
Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945 von Walther L. Bernecker (Taschenbuch - 1. September 2002)
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