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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bestandsaufnahme, 28. April 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Cool Restaurants - Berlin (Cool Restaurants) (Taschenbuch)
Gastronomische Wüste - das ist wohl nur eine der vielen, zutreffenden Beschreibungen, die bis zur Mitte der 90er Jahre für die Restaurantszene Berlins zutreffend waren. Gute Clubs gab es schon immer. Gute Bars auch, wenn auch zeitweise nicht sehr viele. So war lange Zeit die Parisbar in der Kantstrasse mit ihren einfallslosen, aber sehr teuren, französischen Klassikern der Gipfelpunkt der kulinarischen Phantasien der Berliner, während hoch im Norden der Stadt Roggendorf, ein exzellenter Koch, unentdeckt immer kurz vor der Pleite stand. Aber auch in Berlin ist inzwischen ein neues Jahrtausend angebrochen, und so lohnte sich im Jahre 2004 dann endlich eine lokale Ausgabe des Restaurantführers "Cool Restaurants".

Die Reihe zeichnet sich nicht gerade durch viel Text aus. Eigentlich geht es hier vor allem um das Innendesign der Restaurants. Und wie immer sind die Photos der Höhepunkt, sie zeigen, welche innovative Architektur und welche kreativen Einrichtungsideen in Berlin mittlerweile zum Standard gehören. Beim Betrachten der Bilder denkt man oft, dass der Band ein größeres Format verdient hätte statt des eines handelsüblichen Reiseführers. Aber so kann man das Buch bei einem Stadtrundgang gut bei sich führen, was sicherlich auch ein Vorteil ist. Immerhin bietet das Buch neben Adressen und Kontaktdaten auch am Schluss eine kleine Berlinkarte, auf der alle Restaurants vermerkt sind. Und einige gute Bars werden im Buch auch vorgestellt, so dass man an einem Abend durchaus auch mehrere Orte besuchen kann. Die wenigen, hier auch enthaltenen Rezepte will ich dagegen mal vorsichtig als Nebensache bezeichnen.

Leider ist das Buch von 2004 und die Berliner Restaurantszene ist nach wie vor chronisch unterfinanziert, so dass das Buch nicht mehr ganz aktuell ist. The Room heißt mittlerweile Schlüter und ist deutlich langweiliger geworden. Cookies Cream musste einer weiteren Hauptstadtdependance eines großen Unternehmens weichen. Mit dem Shiro i Shiro fehlt sicher eines der neuen, von Inneneinrichtung und Küche her aufregenden Restaurants der Stadt. Und statt des Kuchi in Mitte würde man heute wahrscheinlich eher das kürzlich renovierte Stammhaus im Westen an der Kantstrasse aufnehmen. Im 103 scheinen mir die Wände seit den Aufnahmen für dieses Buch auch nicht mehr gestrichen worden zu sein, weshalb dem Besucher die eigentlich gelungene Inneneinrichtung kaum mehr auffallen wird. Immerhin hat die Parisbar den eigenen Konkurs offenbar gut verkraftet. Bis auf den Betreiber hat sich nichts geändert.

Abgesehen von diesen Einschränkungen ist das Buch als Reisebegleiter für einen Besuch in der Stadt gut zu gebrauchen.
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Cool Restaurants - Berlin (Cool Restaurants)
Cool Restaurants - Berlin (Cool Restaurants) von Joachim Fischer (Taschenbuch - 5. Oktober 2004)
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