MSS_ss16 Hier klicken Jetzt informieren createspace Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More madamet bruzzzl Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen2
4,5 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 5. Oktober 2006
Stephan hat ja schon genug über Magritte geschrieben. Meine Aufgabe ist somit vielleicht dass ich eher auf das Buch selbst eingehe. Im Buch sind alle wichtigen Bilder, soweit ich das beurteilen kann, abgedruckt. Ein paar davon erstrecken sich sogar über beide Seiten, viele über eine komplette Seite und die Grösse der restlichen Bilder ist ausreichend um die Worte des Autors zu unterstützen. Magritte selbst soll gesagt haben, dass ihm eine Reproduktion eines Gemäldes vollkommen ausreicht, was daran liegt, dass sein Zugang zur Malerei einfach ein anderer war als der vieler seiner Kollegen: Magritte's Bilder wollen in erster Linie den Intellekt ansprechen. Der Gedanke der hinter dem Bild liegt, steht im Vordergrund, weniger die Ausführung, was auch verdeutlicht, dass es nicht unbedingt notwendig ist, die Bilder im Großformat zu sehen - und gerade diese Gedanken bzw. möglichen Interpretationen werden meist recht gut im Text verdeutlicht. Man taucht mittels dieses Buches recht schnell in die Welt Magritte's ein, da der Autor zunächst recht ausführlich vom Leben des Malers erzählt und man erhält für ein Einführungswerk viele interessante Hintergrundinformationen. Passagenweise ist das Buch jedoch auch etwas langatmig. An einigen wenigen Stellen tappt der Autor in die Falle unbedingt alle Wegbegleiter und Bekannten des Autors, die mehr oder weniger Einfluß auf das Ouvre des Künstlers haben, einfach nur aufzuzählen, ohne jedoch deren Verbindung tiefer auszuleuchten, wobei auch noch einige Personen genannt werden, die wohl nicht so sonderlich berühmt sind. Auffällig ist auch, dass der Autor sich bis zur Mitte des Buches in einfachen Worten ausdrückt und er plötzlich von einem Kapitel aufs andere (das über den Körper) seinen Stil komplett verändert. Gerade so als ob ein anderer Autor nun schreiben würde. Dieses Kapitel liest sich dann plötzlich wie eine philosophische Abhandlung, wogegen ja an und für sich nichts einzuwänden wäre, wenn man nicht zuvor anderes gewohnt gewesen wäre. Es stört einfach den Lesefluß und die Motivation, selbst wenn man gewohnt ist "schwere" Bücher zu lesen. Dieser Stilbruch betrifft allerdings auch nur ein Kapitel in der Mitte des Buches.

Das Buch ist trotzalledem eine hervorragende Einführung in das Werk des Künstlers und macht sehr viel Spaß zu lesen und es ist bestimmt das Geld wert, v.a. wenn man die Preise von anderen Kunstbüchern kennt.

Ich persönlich finde die Serie "Minikunstführer" von Könemann, die allein schon wegen des Formats dem hier vorliegenden Buch ähnelt, trotz des unregelmässigen Layouts und dem Erscheinungsbild einer Illustrierten, WENN man Einstiegswerke sucht, besser, informativer und v.a. sind diese Bücher sogar noch viel billiger. Allerdings behandelt diese Serie auch nur wenige Künstler und darunter ist eben auch kein Magritte-Buch zu finden.

Also wer sich für Magritte interessiert, noch nicht allzuviel über diesen Maler weiß und seine Kunst interessant findet, kann bedenkenlos zugreifen.
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
.....hatte unter Umständen René Magritte den Pinsel in der Hand.

Vorliegendes Buch ist kein Bildband alleine - es zeigt nicht nur Werke des begnadeten Künstlers Magritte - es gibt vielmehr auch Einblick in die Welt des belgischen Malers, startet einen löblichen Versuch, Magritte zu erklären.

Gedanken darzustellen, sie sichtbar zu machen, dieses Ziel setzte Magritte sich selbst - die zahlreichen Ergebnisse seines Werkes beweisen, dass er genau dieses Ziel erreicht hat!

Bei Magritte ist vieles nicht wie es scheint, erschließt sich einiges erst auf den zweiten, wenn nicht sogar dritten Blick, die Ergebnisse wirken meist verblüffend, ab und an befremdlich, oder schlicht abwegig - weil sie ausbrechen aus unserer geordneten / erlernten Welt - Magritte eröffnet Perspektiven, die man vorher oftmals nicht einmal im Ansatz erahnen durfte / konnte / wollte.....

Werke wie: "Perspektive II: Der Balkon von Manet" zeigen einen Magritte, der provozieren möchte - das von Manet bekannte Werk einer bürgerlichen Familie auf ihrem Balkon, wird hier von Magritte "verändert", die Pesonen Manets werden durch die Särge eines René Magritte ersetzt, der Künstler taucht den Betrachter in eine Welt, in der nichts ist wie es scheint, sich alles ständig erneuern / verändern / verwandeln / entstellen kann - die für uns gewohnte Perspektive wird durcheinandergewirbelt, einfach auf den Kopf gestellt.

Er bringt gekonnt seinen Hass auf die etablierte Ordnung zum Ausdruck und genau dieser Protest ist es, der seine Bilder bestimmt - wer hat u.a. festgelegt, dass eine Pfeife den Namen Pfeife zu tragen hat?

Nieder mit den Normen - es lebe Magritte!

Man kann sich seine Bilder betrachten, man wird auf immer mehr Fragen denn Antworten stoßen; solche Kunst gefällt mir, spricht mich an - aus diesem Grund würde ich gerne mehr als die hier möglichen 5 Sterne vergeben.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €