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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kassette als Kultobjekt!
Ich gehöre selbst noch zur "Kassetten"-Generation aus den 80ern und
habe mir so manche Vinyl auf Tape überspielen lassen (schwierig war
dann aber die Zusammenstellung eines Mixtapes von Tape zu Tape mit dem
Doppeldeck). Nun also dieses Buch, das vermutlich nicht nur meine,
sondern auch noch die Generationen über und unter mir gefallen...
Veröffentlicht am 28. März 2011 von Gary B.

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hommage an die Kassette
"Kassettendeck - Soundtrack einer Generation" von Jan Drees und Christian Vorbau ist eine Hommage an das langsam verschwindende Medium Kassette.

Man mag sich fragen, wieso sich zwei Menschen zusammentun um ein Buch über die Nostalgie der Mixtapes zu schreiben. Eine berechtigte Frage, die sich wohl jeder Stellen wird - und jeder wird zu einer anderen...
Veröffentlicht am 7. August 2011 von SabrinaK1985


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kassette als Kultobjekt!, 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
Ich gehöre selbst noch zur "Kassetten"-Generation aus den 80ern und
habe mir so manche Vinyl auf Tape überspielen lassen (schwierig war
dann aber die Zusammenstellung eines Mixtapes von Tape zu Tape mit dem
Doppeldeck). Nun also dieses Buch, das vermutlich nicht nur meine,
sondern auch noch die Generationen über und unter mir gefallen könnte.
Optisch ist das Buch top, jede Seite mit Retro-Bildern und Collagen in
Schwarzweiss gestaltet, dafür hätte man die Grafikerin Denise Franke
gleich mit aufs Cover heben können. Dazu gibt's Texte, in denen Leute
wie Smudo oder Westbam ihre ganz persönlichen Kassettengeschichten
erzählen - also, dass die erste Loveparade ohne Platten, nur mit
Kassetten über den Ku-Damm lief, wusste ich nicht, oder dass die 8-
Spur-Kassette von W. Lear erfunden wurde (der mit den Jets). Das sind
Facts - aber es geht auch gefühlvoller zur Sache, mit
Magnetbandgeschichten aus dem DDR-Underground, Benjamin von Stuckrad-
Barres Mädchentaperstory, mit Bret Easton Ellis Hommage an Warren
Zevon ("einer der traurigsten Songs über LA" usw). Dazu gibt es
Mixtapelisten, für alle, die nicht wissen, wie sie ein Beastie Boys-
Mädchen beeindrucken sollen, also: Ist mehr ein Magazin in Buchform,
dieses "Kassettendeck", was für den Sommerurlaub, am Strand, oder fürs Café.
Wird ja warm.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch so gut wie seine Autoren, 11. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
Eine Anthologie über ein dermaßen eng umrissenes Produkt wie die Kompaktkassette kann nur so gut sein wie die beteiligten Autoren. Und die überzeugen durchweg - von Andreas Bernard (SZ-Redakteur) über Mathias Hielscher (Bassist von »Virginia Jetzt«), Verena Kuni (Medienwissenschaftlerin), Eric Pfeil (Produzent von TV-Formaten und FAZ-Autor), Jochen Rausch (Programmchef von 1Live), Smudo (Band-Miglied der Fantastischen Vier) bis hin zu WestBam (DJ, Musiker und Veranstalter der Tecno-Veranstaltung »Mayday«). Das macht die Beiträge fundiert und schenkt viel Lesespaß durch abwechslungsreiche Texte - und Textformen! Vielseitig ist dieses Buch - mit Interviews, Pop-Essays, analytischen oder emotional gefärbten Texten, mal kurz, mal faktenorientierter, mal ausschweifend.

Aber es sind nicht nur DJs, Musiker, Musik-TV-Gründer, Redakteure und Musikkritiker mit von der Partie, sondern auch Belletristen: u.a. Bret Easton Ellis, Peter Glaser, Alexa Hennig von Lange - und Benjamin von Stuckrad-Barre, dessen »Kassettenmädchen«-Text von 1995 aus dem »Jetzt«-Magazin hier vollständig abgedruckt ist. Für mich ein Highlight dieses Bandes neben dem überaus informativen »Magnetbanduntergrund - Tapes in der DDR«.

Die Sicht von Machern und Produzenten überwiegt in »Kassettendeck«, drängt die Statements von simplen Hörern und Song-Mitschneidern am Radio eher in den Hintergrund. Das stört nicht unbedingt, weil dadurch das Bewusstsein erweitert wird. Beim Lesen störend (und deshalb einen Stern Abzug) empfand ich solche Passagen, die immer wieder vom Mixedtape handelten. Hier hätten die Herausgeber mehr Mut zum Kürzen oder Weglassen zeigen sollen. Stattdessen hätte ich lieber den im Literaturverzeichnis auf Seite 248 genannten Text von Niklas Maak im Buch gedruckt gesehen (»Das Ende der Kassette«). Glücklicherweise kann man den aber leicht ergoogeln, denn die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hält ihn online in ihrem Archiv.

Zum Abschluss möchte ich noch Denise Franke erwähnen. Ihr als Grafikerin gebührt unbedingt ein eigenes Dank-Mixedtape, denn sie peppt die 254 Buchseiten durch ihre Illustrationen, Collagen und Typografie künstlerisch sehr ansprechend auf.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hommage an die Kassette, 7. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
"Kassettendeck - Soundtrack einer Generation" von Jan Drees und Christian Vorbau ist eine Hommage an das langsam verschwindende Medium Kassette.

Man mag sich fragen, wieso sich zwei Menschen zusammentun um ein Buch über die Nostalgie der Mixtapes zu schreiben. Eine berechtigte Frage, die sich wohl jeder Stellen wird - und jeder wird zu einer anderen Antwort kommen.

Die Kassette war z.B. ein oftmals gerne gesehenes Geschenk. Und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie lange ich entweder vor dem Radio gesessen habe oder CD`s durchwühlte auf der Suche nach den perfekten Liedern für mein Mixtape. Die Lieder sollten dem anderen etwas über mich erzählen, meine Gefühle zeigen oder an gemeinsame Erlebnisse erinnern.
Heute, im mp3-Zeitalter, geht das natürlich alles wesentlich schneller....und etwas fehlt.

Im Innenteil der Klappbroschur steht "Kassettendeck schreibt mit Prosastrecken, Interviewsets und Pop-Essays eine neue Geschichte der MC." Und das tut es auch, ohne Frage!
Aber ich denke, dass einige Leser, so auch ich, mit falschen Vorstellungen an das Buch gegangen sind. Manche Strecken ziehen sich unglaublich lang, z.B die ganzen technischen Ausführungen über Mischpulte oder Vor- und Nachteile der verschiedenen Kassettenhersteller. Vielleicht kann ich mich auch nur zu wenig für Technik begeistern. Und für andere Stellen wiederrum fühlte ich mich zu jung, da mit viele Namen von DJ`s oder Musikern gar nichts sagten.

Was mir aber sehr gut gefallen hat, sind die abgedruckten Playlists an den Enden der Pop-Essays und die Rubrik "3 Fragen an". Diese waren meist informativ, unterhaltsam und lockerten das ganze ziemlich auf.

Optisch ist das "Kassettendeck" ein absoluter Hingucker.
Im Buch finden wir zahlreiche liebevolle und detaillierte Illustrationen, die sich wunderbar in Verbindung mit dem Buch bringen lassen und einfach stimmig sind. Auch das Cover wurde von der gleichen Grafikerin/Designerin gestaltet. Die Umrisse der Zeichnungen, sowie die Namen der Autoren und der Titel sind mit glitzerndem Spotlack hervorgehoben.

Auch wenn mich "Kassettendeck" nicht vollends überzeugen konnte, bin ich der Meinung, dass aus diesem Buch jeder Leser etwas "mitnehmen" kann.
Für versierte Technikfreaks, Tapemixer und Mixtapeliebhaber (genau diese Kombi) kann es aber durchaus zu einem literarischen Fest werden!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück in eine Unvergessliche Zeit, 4. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
Kassettendeck
Inhalt:
Nun zum Inhalt des Buches wie der Titel schon sagt, es geht um die gute alte Kassette.Es berührt einen den man denkt an eine Zeit zurück wo es keinen mp3 Player gab, keine mp3 zum herunterladen oder i Tunes und wie sie nicht alle heißen.
Früher saß man noch da und hat seine Kassetten bespielt, man saß vorm Radio und hat schnell auf Aufnahme gedrückt wenn ein Lied kam was man unbedingt haben wollte. Man musste spulen um es erneut zu hören und wenn man Pech hatte, hatte man Bandsalat. Den guten alten Stift raus holen, oder den Finger und diesen Bandsalat aufzuwickeln.Es wird wohl keiner vermissen ' oder vielleicht doch. Das Musik hören wird einen heute einfach gemacht aber war es nicht spannender vorm Radio zu sitzen und sich dort Lied für Lied raus zu picken.
Es gibt viele Fragen und es gibt verdammt viele Erinnerungen... Das Buch fängt an mit dem Vorwort was einen verdammt schnell in Erinnerungen schweifen lässt.Danach wird gestartet mit Smudo von den Fantastischen Vier der seine Zeit des Tabes beschreibt. Gerade die Fantastischen Vier hatten ihr schon Erfolg in der Zeit der Kassette .
Es folgen viele weiter Interviews über die Kassette und es werden auch Fragen beantwortet.
In diesem Buch lernt man viel vom Ursprung der Kassette bis zu ihrem angeblichen Ende.
Ich bin in den 80 er geboren und habe also nicht alles mitbekommen aber ich hatte auch noch den guten alten Walkman.

Cover:
Das Cover ist einfach der Wahnsinn. Ich dachte es ist einfach schwarz weiß gehalten wie das Bild auch ist, aber nein. Ich fand es schon super toll bei Amazon aber wo ich das Buch bekommen habe bin ich vom Hocker gefallen. Ich habe es nach draußen mit genommen und siehe da, es fängt an zu glitzern. Wenn man wieder in der Wohnung oder im Schatten ist,ist es wieder weg. Klasse ein echter Hingucker.

Seiten
Jede Seite in diesem Buch ist ein Highlight den es sind tolle Zeichnungen drin in einem und allen ist das Cover wie die Seiten einfach toll.

Fazit
Das Buch ist in einem und allem eine Riesen Erinnerungslager.
Man denkt an die zeit zurück und lernt verdammt viel vom Ursprung der Kassette.Die Autoren haben sich wirklich sehr viel mühe gegeben die früher mal so geliebte Kassette in ehren zu halten.Es sind tolle Interviews drin so wie Fachwissen aber verständlich. Was will man mehr.
Ich finde es ist ein super gelungenes Kunstwerk und es wurden die richtigen Leute zur Feder gebeten, wer kennt nicht die Fantastischen Vier oder Westbam er ist der Mann der Loveparade auch wenn diese nun ja ein Trauriges Ende hatte. Aber daran hat man gesehen wie sehr Musik verbindet, Jahr für Jahr ist sie gewachsen.
Das Buch ist für jeden etwas und sehr zu empfehlen egal ob man in der zeit aufgewaschen ist oder auch nicht.
Von mir ein Top Daumen hoch
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie ein Kunstwerk, 3. Juli 2011
Von 
lesezimmerchen (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
Die Musikkassette prägt wie kaum etwas anderes die musikalische und soziale Entwicklung der Jugend bevor die CD sich durchsetzte. Sie war günstig zu erwerben, mehrfach und vor allem von fast jedem bespielbar. Egal, ob Musik aus dem Radio aufgenommen oder von CDs überspielt wurde, egal, ob man Alben einfach kopierte oder Mixtapes für besondere Menschen mit viel Mühe zusammen stellte: Man verbachte Zeit mit der Musikkassette, konnte sie doch nur in Echtzeit bespielt und nicht mit einem Mausklick gefüllt werden.
Dieser Zeit, diesem Gefühl, diesem Medium setzen die Autoren ein Denkmal. Dieses Buch ist ein Kunstwerk, sozusagen ein eigenes, liebevoll zusammen gestelltes Mixtape für die Kassette und diejenigen, die sie geliebt und gelebt haben.

So schön das Buch ist, so viel Zeit sollte man sich auch für die Lektüre nehmen, denn hier reihen sich nicht nur technische und historische Fakten und jede Menge musikalisches Fachwissen aneinander, sondern auch Schicksale, Geschichten, Erlebnisse und sogar eine Kurzgeschichte. Und das alles braucht Aufmerksamkeit und verlangt Zeit.
Kein schneller Roman, den man herunter liest, ohne dass viel hängen bleibt, sondern ein Buch, dem man sich wirklich stellen muss. Ganz so, wie man sich mit einer Musikkassette Zeit nehmen musste, mit einer CD nicht unbedingt.

Die komplexe, wissenschaftliche Herangehensweise, die streckenweise hier an den Tag gelegt wird, führt aber auch dazu, dass man nicht alles versteht, was geschrieben wird. Doch selbst dafür liefert das Buch selbst eine Lösung. So steht auf Seite 165 als Zitat von Friedhelm Rathjen: " Also ich habe den Ulysses relativ früh gelesen, und seitdem weiß ich, man kann auch mit Freude ein Buch lesen, ohne es zu verstehen. Zumindest ohne alles zu verstehen."
Generell vermittelt dieses so liebevoll gestaltete Buch mit seinen wunderbaren Zeichnungen, mit den ganzen zusammen gestellten Mixtapes mit den Interviews und Fragen an Personen und Persönlichkeiten vor allem eines: Die Faszination Kassette und die Liebe zur Musik.

Schade ist es, dass die "3 Fragen an" so sehr unterschiedlich gestellt wurden. Da geht es bei einigen Befragten um wissenschaftliche Betrachtungsweisen, bei anderen lediglich darum, ob und welche Kassetten sie besessen haben. Diese ungleiche Tiefe finde ich etwas schade, sie gewichtet die Beziehung zur Musikkassette, die die Befragten haben oder haben sollen zu stark.
Gut wieder finde ich, dass, nachdem so stark auf den Text "Kassettenmädchen" Bezug genommen wurde, dieser gleich mit abgedruckt wurde.
Insgesamt ist dieses Buch einfach sehr lehrreich und gleichzeitig unglaublich nostalgisch.

Für diejenigen, die beim Zusammenstellen von Musik für andere bei der Kassette stehen geblieben sind, wie ich es bin, steht noch eine sehr interessante Antwort auf die Frage, ob gebrannte CDs den gleichen Stellenwert haben wie Mixtapes auf Seite 180. Die Antwort gibt Frank Eichstädt: "Überhaupt nicht, das ist ein echtes Problem. Ich bitte meine Freunde immer, nicht zu skippen und sich wirklich Zeit zu nehmen, die CDs ganz durchzuhören. Einige befolgen diesen Rat. Die Skip-Taste zerstört die Dramaturgie"

Und so bleibt am Ende trotz allen Wehmutes darüber, dass die Kassette tatsächlich der Vergangenheit angehört, auch ein kleiner Trost: Es gibt Menschen, die denken und fühlen genau so. Die haben Kassetten mit gutem Grund geliebt.

Und mit und durch diese Menschen konnte dieses kleine Kunstwerk geschaffen werden. Für Kinder der 70er und 80er, die mit Kassetten aufgewachsen sind und sich ab und an den Kassettenspieler zurück wünschen oder einfach bestimmte Erinnerungen an Musiktapes mit sich herumtragen, ein ganz besonderes Schmuckstück.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kassettendeck: Soundtrack einer Generation, 2. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
Der Titel lässt vermuten, daß die beiden Autoren Jan Drees und Christian Vorbau nur eine bestimmte Generation inhaltlich ansprechen. Das Buch und sein Inhalt sind jedoch so breit gefächert, daß jeder, der sich für analoge Datenträger in Kassettenform interessiert, sein Thema finden wird.
In vielen Interviews, Geschichten, Meldungen, Statistiken und wissenschaftlichen Arbeiten wird in kurzen Kapiteln eine kompakte Übersicht zu allem, was nur annähernd mit der Kassette" zu tun hat, aneinander gereiht. Ereignisse aus über 30 Jahren werden zusammengetragen, dabei aus der Perspektive sowohl Pubertierender als auch Erwachsener erzählt, bekannte wie auch unbekannte Persönlichkeiten kommen dabei zu Wort.
Bekanntes, wieder in Erinnerung Gerufenes und natürlich auch völlig neue Informationen werden jeden Leser erreichen. Wer denkt schon bei dem Medium Kassette" sofort an darstellende oder abstrakte Kunst, an psychologische Ausarbeitungen für die Universität oder gar an die mit Erscheinen eines jeden neuen Mediums verbundenen Auswirkungen auf die Gesellschaft?
Die Stones, The Clash, Die fantastischen Vier, Smudo ... aber auch ein Benjamin von Stuckrad-Barre tauchen auf.
Und all das soll zusammen passen? Ja! Eindeutig! Denn so vielschichtig, wie das Medium Kassette, so vielschichtig sind die Personen, die in irgendeiner Form damit zu tun hatten und haben sowie die individuellen Erlebnisse mit der Kassette.
Abgerundet wird dieses Kompendium durch eine ausdrucksvolle Literaturliste und ein von der Illustratorin Denise Franke wunderbar gestaltetes Buch. Cover und Seiten sind in schwarz-weiß gehalten, jede einzelne Seite mit Zeichnungen versehen, regelmäßig aufgeführte Mixtapes und deren Titel handschriftlich aufgeführt. Ein Glitzereffekt zeichnet das Cover außerdem aus.
Eine Zusammenstellung, die keiner Ergänzung mehr bedarf!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die gute alte Kassette kombiniert mit Texten und Interviews dazu., 23. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
"Kassettendeck" von Jan Drees und Christian Vorbau musste ich unbedingt haben, denn meine Sozialisation in Sachen Musik begann mit der Musikkassette. Schön also, dass es ein passendes Buch dazu gibt. Das Layout hat mich auch sogleich angesprochen - modern in grau und schwarz gehalten mit einer Schnörkelschrift die an Bänder von Kassetten erinnern. Im Buch selbst lockern diverse verschlungene schwarze Zeichnungen zur Kassette die Textzeilen auf. Das Buch unterteilt sich dann in 3 Phasen. Zum Einen Interviewartikel, u. a. mit Smudo von den Fantastischen Vier, Peter Glaser, Ronald Galenza, Westbam u. v. m. bekannten und weniger bekannten Künstlern. Dann eine surreale poetische Geschichte, die sich über mehrere Passagen im Buch , um den Protagonisten Tobias, zieht und "3 Fragen an", wo unterschiedliche Personen der Musikszene, wie z. B. Kinky White Horse, Rainer Ott von Grand Hotel van Cleef oder Mathias Hielscher von der gerade aufgelösten Band Virginia Jetzt!, hier ein paar der bekanntere Protagonisten, um eben 3 Antworten der Fragen gebeten werden. Sehr gut gefallen hat mir, dass auch die DDR-Kassetten-Vergangenheit nicht außen vor gelassen wurde und das es neben eher kuriosen Kapiteln auch statistische nämlich "Die Kassette in Zahlen" gibt, wo man vergangene Fakten um und über das Medium Kassette erfährt.
Ich muss anmerken ich bin Leser des Buches der Generation 30+ und finde in der doch sehr fachlich gehaltenen Lektüre hin und wieder doch manchmal schwer Zugang und kann mich zum Glück mit Künstlern, wie Labelchefs aus einer stark herrührenden Affinität jahrelanger Musikkonsums über Wasser halten. Jüngeren Lesern fällt das evtl. schwer, da sie eben den "Soundtrack einer Generation" nicht unbedingt miterlebt haben und hier weniger nostalgische kurzweile Geschichten als vielmehr, wie schon geschrieben, fachliche Aneinanderreihungen vorkommen. Trotzallem bekommt das Buch von mir 4 Punkte, weil es einfach faszinierend ist, ein Buch über die gute alte Kassette in Händen zu halten, was mit sehr viel Liebe und Details dazu gestaltet wurde!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kassettendeck Erinnerungsschwelgen, 19. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
"Kassettendeck" ist ein optisches Schmuckstück von Eichborn . Die wunderbaren Kritzeleien und Zeichnungen sichern dem Buch einen Platz in meinem Regal . Der Inhalt hingegen ist mir teilweise zu techniklastig , abgehoben .
Versprochen wird der "Soundtrack einer Generation" . Scheint, zumindest musikalisch, aber nicht meine gewesen zu sein. Schweres Manko . War wohl früher nicht hip genug . Daher sind mir viele der Unmengen an Infos über die Tapes , Aufnahmetechniken und Tricks einfach lästig gefallen.
Dabei fluktuierten die Mixtapes damals, wurden, wie auch im Buch öfter erwähnt, zu Werbe- u. Anpreisungszwecken eingesetzt im Urlaub satt gehört , getauscht , überklebt , am Lagerfeuer gedudelt , Autobatterien damit leergesogen usw. ...
Obwohl es teils mühsam war sich speziell durch die "Drei Fragen an .." Beiträge durchzufräsen , sind in Kassettendeck etliche kleine kostbare Sätze versteckt für welche man dieses Buch einfach lieben muss.
"Mixtapes are personal time capsules" ist einer davon. Etliche andere sind wahrscheinlich nur im persönlichkeitseigenen Kontext zu finden , wobei ich glaube , dass hier für jeden etwas dabei ist. Allein die Anregung die eigene Beziehungsfähigkeit zu prüfen , wenn man zum dritten Mal dieselben Songs für die oder den Neue/n aufnimmt .... Sehr hilfreich *g*
Der Prosateil gefiel mir ebenfalls recht gut und die Kassettensozialisation der
Ostkids war mir bisher völlig unbekannt. Interessantes Neuland , allerdings schon längst vergangen.
"Kassetten sind Artefakte der Vergangenheit" auch dieser Satz stand im Buch .
Wie wahr ! Nett dank "Kassettendeck wieder in die eigene Jugend einzutauchen, teils spassig zu lesen , teils zu gewollt cool und hip .
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungenes Buch!, 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
Ich gebe zu, dass ich dieses Buch nie gelesen hätte, wäre es mir nicht schmackhaft gemacht worden. Mittlerweile bin ich froh, dass man mich überzeugt hat.
Schon der erste Eindruck war enorm. Obwohl schlicht in weiß, schwarz und grau gehalten, ist 'Kassettendeck' schon optisch ein Highlight (außen und innen) und kann locker als Designobjekt herhalten. Doch auch der Inhalt weiß zu überzeugen. Eine Mischung aus Interviews und Essays zum Thema Kassette bzw. Mixtape. Dabei geht es nicht nur um die Kassetten als Tonträger, sondern auch um ihr Auftreten in anderen Bereichen (Kunst, Literatur). Zwischendurch findet sich immer wieder ein Kapitel des Kurzromans über Tobias und seine Beziehung zu Anna (die anders heißt, aber auch wie eine Heilige), der insgesamt 6 Kapitel umfasst und durchzogen ist von Musik und - man ahnt es bereits - der Kassette als Erinnerungsstück.
'Kassettendeck - Soundtrack einer Generation' lässt sich prima lesen. Durch die einzelnen, von einander unabhängigen Kapitel kann man hier auch leicht nur ein Kapitel hier und da lesen. Was nicht heißt, dass man nicht doch in Versuchung gerät, einfach durch zu lesen. Man kann aber auch wunderbar ein Kapitel überspringen, wenn es nicht gefällt, oder erst den Roman lesen, bevor man sich dem Rest widmet (oder umgekehrt). Unbedingt auch das Vorwort beachten, das durchaus lesenswert ist.
'Kassettendeck' ist toll für alle Kassettenfans, aber auch für diejenigen, die mit der Kassette bis dato nicht so viel zu tun hatten. Eine gelungene Mischung aus Wissenswerten (dabei Altbekanntes ebenso wie ein paar überraschende Infos), subjektiven Eindrücken und ein bisschen Prosa.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nostalgie, Kulturgeschichte und Unterhaltung, 24. Mai 2011
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kassettendeck: Soundtrack einer Generation (Gebundene Ausgabe)
Ob die Liebe zu analogen Datenträgern tatsächlich ein länger andauerndes Comeback feiern darf, lasse ich dahingestellt. Aber immerhin habe ich ebenfalls nach alten Mixtapes gesucht, die in früheren Jahren zu meinem Equipment gehörten, wenn ich zu Eroberungsfeldzügen aufbrach oder bereits erlegte Beuten an mich binden wollte. Und gelohnt hat sich die Sucharbeit nur schon deshalb, weil ich dabei eine längst verloren geglaubte Kassette fand, auf der Keith Richards Klavier spielt und sich von einem befreundeten Saxophonisten begleiten lässt. Die Autoren durften also damit rechnen, dass ich die Lektüre in bester Stimmung in Angriff nahm.

Leser mit einem anderen biographischen Hintergrund als ich erreichen Jan Drees und Christian Vorbau, indem sie in ihrem Vorwort so viele Geschichten aus Kindheit und Pubertät erzählen, dass bestimmt für jeden eine Andockstelle bereit liegt. Los geht es dann mit Smudo von den Fantastischen Vier. Hier merkte ich erstmals, dass meine musikalische Sozialisation offenbar eine andere war. Die Schnittmenge bei den sprachlichen Formulierungen und konzeptionellen Ideen war grösser.

Ein Vierteljahrhundert ist eine sehr lange Zeitspanne, wenn es um Abgleichungen und Differenzen beim Musikgeschmack geht. Während sich Erlebnisse mit Mixtapes bei mir emotional ebenso tief eingruben wie bei den Autoren, schafften die vielen unbekannten Namen eher wieder etwas Distanz. Die wurde für die Leselust jedoch deshalb nicht zur Gefahr, da es ja auch um ganz allgemeine Themen geht. Um Kriterien für Kunst, Jugendsehnsüchte, Ausbrüche aus dem Elternhaus, Urlaub und natürlich um Liebe. Für die bunte Vielfalt sorgen auch all die Personen, denen Jan Drees und Christian Vorbau jeweils drei Fragen stellten. Aber auch hier gilt: Wer die 40 noch nicht überschritten hat, kann sich besser mit den erzählten Geschichten identifizieren. Doch Anstöße, in die eigene Jugend abzutauchen, erhalten auch Leser, die mit den Stones und Dylan zusammen ins Erwachsenenalter schlitterten.

Mit wem man es während dieser Reise in eine vergangene Zeit zu tun hatte, steht dann ausführlicher im Anhang unter der Überschrift 'Casting'. Ebenfalls am Schluss des Buches findet sich noch eine Literaturliste. Im so genannten Kaufladen sind allerdings nur Produkte ausgestellt, an deren Herstellung die beiden Autoren beteiligt waren, was ich eher als schlechtes Ende einer insgesamt guten Geschichte empfinde.

Mein Fazit: Für die Zielgruppe 35+ sicher ein Fünfsternebuch. Wer zur Welt kam, bevor die Audiokassette 1963 erfunden wurde, kennt nach der Lektüre wenigstens die nostalgischen Gefühle einer Generation, die den kalten Krieg nur am Familientisch erlebte, weil antiautoritäre Eltern aus ideologischen Gründen lediglich nonverbal kritisierten. Ein Mixtape in Buchform mit Ausschnitten aus einem Kurzroman, Interviews, Infos und persönlichen Betrachtungen über Gott und die Welt.
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Kassettendeck: Soundtrack einer Generation
Kassettendeck: Soundtrack einer Generation von Christian Vorbau (Gebundene Ausgabe - 23. Mai 2011)
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