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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer den ersten Band von Michael Stanley kennt: Kubu und der Tote in der Wüste, der wird mit dem zweiten Band KUBU UND DER ZWEITE TOD VON GOODLUCK TINUBU seine helle Freude haben, denn es geht nahtlos weiter und die Geschichte ist zudem spannend und als Krimi durchaus lesenswert. AFRIKA Krimis sind rar auf dem Buchmarkt, da sind die beiden Autoren durchaus in eine Lücke gestoßen und mit ihrem Titelhelden KUBU haben sie zudem einen Ermittler der zwischen dem europäischen Ideal und der afrikanischen Wirklich gut oszilliert. Wer hat den Campbewohner Goodluck Tinubu umgebracht? Ihm die Kehl durchgeschnitten und die Ohren in den Mund gestopft - brutal und grausam - da muss ausgerechnet Kubu ermitteln obwohl es nicht sein Zuständigkeitsbereich ist. Der fall erweist sich dann aber als viel heikler und zudem äußerst kompliziert.

Jetzt möchte ich nicht zuviel verraten, doch es geht um Politik, es gibt weitere Tote und am Ende wird ein großer Schatz gefunden und wieder versteckt - Andeutungen genug? Ansonsten ist der Roman ebenso gut geschrieben wie der erste Teil und man liest sich locker und leicht durch die 485 Seiten, also eine perfekte Urlaubslektüre.

Die Hitze die KUBU auf den Senkel geht kann man förmlich aus den Buchseiten herauslesen, ebenso die dummen Bemerkungen seines Chefs - der immer sofort Ergebnisse will. Einen Kubu wie man ihn nur zu gut versteht.

Das Buch KUBU UND DER ZWEITE TOD VON GOODLUCK TINUBU führt teilweise den leser auf falsche Fährten, ebenso wie Kubu selbst und spart nicht mit wundervollen Eindrücken der Landschaften und afrikanischen Menschen wie auch deren Befindlichkeiten. Politik und Korruption sind überall, das muss auch KUBU erkennen - doch er ist dagegen immun - einen besseren Botschafter Botswanas hätte man nicht finden können. Schade das KUBU nur eine Literaturgestalt ist.

Perfekte Krimiunterhaltung - einen Dank an Michael Sears und Stanley Trollip, welche sich hinter dem Synonym von Michael Stanley verbergen.

Empfehlenswert!
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Am Linyanti in Botswana liegt auf einer sumpfigen Halbinsel, die durch kleine Wasserläufe vom Festland getrennt ist, das kleine Jackalberry Camp. Touristen übernachten im beschaulichen Buschcamp in Zelten und beobachten Vögel und Säugetiere. Als es im Camp zu einem Doppelmord kommt, setzt in Botswanas Polizeibehörde hektische Betriebsamkeit ein; denn schlechte Nachrichten schaden dem Ruf des Landes als Perle des Safari-Tourismus. Zuständiger Ermittler am Tatort ist Detective Joseph Mooka, in der Landessprache Setswana Tatwa (Giraffe) genannt. Bald wird auch Assistent Superintenden David Bengu, Spitzname Kubu (Flusspferd), in Marsch gesetzt, da der zuständige Kollege einen Malariaanfall erlitten hat. Kubu kennt Tatwa schon seit der Ausbildung. Am Linyanti herrscht ein eigener Zeitbegriff; Kubu kann sich erst am nächsten Morgen einfliegen und per Boot ins Camp bringen lassen.

Die Toten sind Goodluck Tinubu, ein in Botswana sehr angesehener Lehrer, der ursprünglich aus Simbabwe stammt, und Sipho Langa, der mit mit südafrikanischem Pass reiste. Beide Opfer waren Gegner des Smith-Regimes im früheren Rhodesien. Der Prolog des Buches führt kurz und knapp in die Geschichte Süd-Rhodesiens ein, das sich nach einseitiger Erklärung der Unabhängigkeit von Großbritannnien 1965 in Simbabwe umbenannte. Das an Bodenschätzen reiche Land ist zum Zeitpunkt der Handlung ruiniert, das Volk verarmt, viele Bürger suchen Arbeit in Südafrika und Botswana. Ein dritter Gast im Camp, Ishmael Zondo, ist am Morgen nach der Tat überstürzt abgereist. Kubus und Tatwas Untersuchungen an diesem abgelegenen Tatort werfen die Frage auf, wie ein Täter nachts zwei Menschen töten kann, ohne dass Gäste und Mitarbeiter des Camps in ihren Zelten davon etwas mitbekommen und dann unbemerkt verschwinden, während im Dunkel der Nacht Flusspferde und andere Tiere in ihrem Revier aktiv sind.

Geleitet wird das Camp von Gupie und Salome, die sich seit ihrer Kindheit kennen und in Simbabwe auf benachbarten Farmen aufgewachsen sind. Enoch, der Manager und Touristen-Guide, spielt offenbar im Team eine wichtigere Rolle als das Faktotum Dupie. Die wenigen verbliebenen Gäste sind das Ehepaar Boardman, das mit Anitquitäten handelt und Stammgast am Linyanti ist, Boy Gomwe aus Südafrika, der sich auffällig gering für Natur und Tierwelt der Gegend interessiert, und die britischen Schwestern Munro, denen nur sehr zögernd der Grund ihres Aufenthaltes zu entlocken ist. Welche Personen die verkehrsgünstige Lage des Camps in einem dünn besiedelten Landstrich auf ihrem Weg nach Namibia und Südafrika nutzen, könnte auf das Motiv der Tat hinweisen. Als es noch während der laufenden Ermittlungen zu einem dritten Mord kommt, fragen sich Kubu und Tatwa, ob das Motiv für die Taten in der Vergangenheit einiger Camp-Bewohner während des Unabhängigkeitskampfes in Rhodesien liegen könnte (alte Kameraden, alte Verpflichtungen). Kubu, dessen Ermittlerverstand nur funktioniert, wenn der Magen gefüllt ist, ermittelt unter schwierigen Umständen. Mit den Behörden im Nachbarland Simbabwe ist keine Zusammenarbeit möglich; die Kollegen aus Südafrika ermitteln längst nach Gutsherrenart, ohne die Kripo in Botswana zu informieren.

Zunächst sind nur die kleinen Flußpferdohren der Geschichte zu sehen, ehe allmählich die vollständigen Zusammenhänge vor dem Auge des Lesers auftauchen. In Stanleys zweitem Botswana-Krimi erfahren wir weitere Details aus Kubus Familienleben und verfolgen in liebenswert verfassten Szenen wie Kubu sein familiäres Netzwerk für seine Ermittlungen einspannt. Als charmante Nebenfiguren treten der schottische Gerichtsmediziner auf und der Koch des Camps mit seinem zahmen Graulärmvogel, dessen Ruf ähnlich klingt wie Go away.

Im Gegensatz zum ersten Band, den ich zu stark mit landeskundlichen Fakten versehen fand, wirkt der Abstecher des Autoren-Duos Stanley in die Geschichte Simbabwes erheblich runder. Der Schauplatz abgelegenes Touristencamps auf einer schwer zu erreichenden Insel im überfluteten Marschland wirkt perfekt recherchiert. Tatwa, der sich "im Busch" hervorragend auskennt, kann sich in diesem Band bei seinem ersten großen Fall als findiger Ermittler bewähren. Der zweite, unabhängig vom ersten zu lesende Botswana-Krimi des Teams Sears&Trollip wirkt in jeder Hinsicht üppig. Viele Indizien werden präsentiert, unterschiedlichste Theorien zum Tathergang aufgestellt, sowie eine großzügige Portion Privatleben der Bengus eingeschoben. Die Autoren legen diverse Fährten aus und locken ihre Leser auf Umwege. Das mit Landkarte und Rudyard-Kipling-Zitat zu jedem Kapitel sorgfältig gestaltete Buch empfehle ich Liebhabern ungewöhnlicher Tatorte und liebevoll charakterisierter Protagonisten.
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am 6. Oktober 2013
Der 2. Krimi um den dicken, intelligenten Kriminalinspektor aus Botswana spielt 2010. In einem Naturschutzcamp für Touristen wird ein Mann ermordet, der sich dort als Handelsvertreter eingetragen hat. Er wird betäubt, sein Herz wird durchstochen, seine Kehle durchgeschnitten, seine Ohren werden abgetrennt und in seinen Mund gesteckt. Auch ein zweiter Mann, ein angeblicher Freund, wird am gleichen Tag erschlagen aufgefunden. Doch dann stellt sich heraus, dass der Tote, ein Zimbabwer namens Tinubu, bereits seit dreißig Jahren tot ist. Kubu taucht ein in ein Geflecht aus Drogenhandel und Geldwäsche, und er wird mit dem Bürgerkrieg in Zimbabwe konfrontiert, der schon seit dreißig Jahren vorbei ist... Die Autoren dieses Krimis tragen hier etwas dick auf, doch auch dieser Roman ist spannend und recht gut gelungen. Hier wird allerdings nichts von den Mythen der Ureinwohner erzählt. Das jedoch gibt es im hierzulande noch nicht erschienenen dritten Teil, in dem die in Botswana lebenden Schwarzen als Rassisten entlarvt werden. Der hier vorliegende Roman ist geradeaus, eine schlichte, spannend erzählte Story, und auch wenn es der schlechteste Roman in der dreiteiligen Kubu-Serie ist, ist er immer noch spannende Krimilektüre.
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am 3. November 2012
Wem der erste Teil der Kubu-Reihe gefallen hat, dem wird auch die Fortsetzung "munden". Die beiden Autoren haben dazugelernt, verzetteln sich weniger in Nebensträngen und finden ein gutes Maß an eingestreuten Informationen über Land und Leute. Ihre Protagonisten sind ausgereifter - und endlich findet auch Joy, Kubus Frau, die Beachtung, die sie verdient.

Michael & Stanley entwickeln ihre Kriminalfälle in aller Ruhe. Es handelt sich nicht um kaum aushaltbare Spannung, sondern atmosphärische Literatur. Ich lese die Bücher gern, weil sie wie ein kleiner Afrikaurlaub sind.

Leider ist die Qualität der deutschen Ausgabe mangelhaft. Wie so viele Bücher muss auch Kubu ärgerliche Schlamperei hinnehmen. Da finden sich haufenweise große M's mitten in Wörtern, Sätze werden nicht mit Punkt beendet. An einigen Stellen scheint auch die Übersetzerin selbst gepfuscht zu haben. Deshalb nicht 5 Sterne ...

Ansonsten ein tolles Buch - und auch das "Outfit" ist wieder wunderbar gelungen.
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