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Kundenrezensionen

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am 3. Mai 2009
"Komm zum Punkt!" ist ein Aufruf, sich einfach und verständlich auszudrücken. Ein Appell gegen das Aufblasen von Sprache, Wiederholungen und Reden um des Redens Willen.

Mir gefällt das gesamte Buch sehr gut. Es ist gut und schnell zu lesen, sensibilisiert für den eigenen Ausdruck und für das, was um einen herum gesagt und geschrieben wird. Es ist nicht notwendig, das Buch chronologisch zu lesen, um es zu verstehen. Ich selbst habe zum Beispiel zuerst ab Kapitel 6, weil es mich nach dem Inhaltsverzeichnis ab da besonders interessierte. Da hatte ich zwar das mit Don Camillo und Peppone noch nicht erfasst und wusste nicht, was es mit Tirili auf sich hat, aber das ist auch so ziemlich das einzige. Das Verstehen hat es nicht beeinträchtigt. Später habe ich dann den Rest gelesen, um ein komplettes Bild zu bekommen. Und auch, um einfach noch ein bisschen mehr Thilo Baum zu lesen.

"Komm zum Punkt!" ist nach meinem Empfinden nicht nur gut verständlich und schnell zu lesen. Bemerkenswert finde ich auch die optische Textgestaltung, die es ebenfalls kurzweilig macht. Immerhin kommt das Buch ohne jegliche Bilder aus. Trotzdem macht es schon beim Durchblättern Lust aufs Lesen, weil das Auge geführt wird und immer wieder Ankerpunkte findet, die reizen, genauer zu lesen. Zum Beispiel die zahlreichen Mini-Dialoge, Beispieltexte, Aufzählungen und die Anti-Laber-Tipps am Seitenrand.

Wenn sich in einigen Abschnitten Wörter wie hohles Gerede, dummes Zeug, Info-Müll, Weichspüler-Deutsch, aufgeblasener Blödsinn, Geschwätz etc. häufen, wird mir das manchmal zu viel, zu negativ. Andererseits rüttelt gerade das auf und ist eben Thilo Baums Art des Appells für klare Sprache. Das Wesentliche ist dabei, dass er das anschließend wieder reduziert und klare Tipps und Empfehlungen gibt. Davon gibt es im Buch übrigens viele und gute.

Was das Buch für mich wertvoll und empfehlenswert macht, ist die Haltung, die dahinter steckt und vermittelt wird. Dass es nämlich darum geht, sich Gedanken zu machen, was den anderen interessiert. Sich für den anderen zu interessieren, ihm zuzuhören, wenn er spricht (statt sich selbst schon die nächsten Worte zurechtzulegen) und ihn in seinen Reaktionen wahrzunehmen. Und um die eigene innere Haltung anderen gegenüber. Vor allem: ihnen aufrichtig zu begegnen.

Zusammengefasst: ein gutes Buch, ein gutes Thema. Kaufen, lesen und Spaß damit haben. Etwas mehr auf die eigene Sprache achten und das Buch weiterempfehlen, damit weniger geredet, mehr gesagt und verständlicher gesprochen wird. Punkt.
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am 8. Juli 2009
Thilo Baum hat ein gefährliches Buch geschrieben, das, nähme man es ernst und setzte man seine Ratschläge in Handeln um, zur Auflösung sämtlicher zivilisatorischer Errungenschaften führen müsste. Zu möglichen positiven Wirkungen des Buches vergleiche man die unten stehenden Rezensionen. Diesem Rezensenten geht es darum, verschiedene Gefahren aufzuzeigen, denen der Leser ausgesetzt wird, und zugleich dem Eindruck entgegenzuwirken, dieses Buch vermittle erstrebenswerte Fähigkeiten.

Der erregte Ton und die ständige Tendenz, sich dem Leser unter Rückgriff auf die certa des gemeinen Verstandes anzubiedern, prägen das Buch von der ersten bis zur letzten Seite. "Das Waffenarsenal der Laberbacken" heißt das zweite Kapitel. Allen Ernstes behauptet der Autor da, Schule und Hochschule seien "Rhetorikfallen", weil sie den Menschen darauf konditionierten, nicht möglichst Gehaltvolles, sondern möglichst viel zu sagen (S. 28f.). Bei Klausuren in der Schule habe es, erinnert sich Baum, ein Gesetz gegeben, "zunächst die Zeitvorgabe zu erfüllen. Erst dann ging es um Inhalt". Diese wahrlich krude Umdeutung der doch wohl schon aus praktischen Gründen völlig unumgänglichen Zeitvorgaben für Klausuren wird dann in Parallele zu den Seitenvorgaben der Universität gestellt, wobei unklar bleibt, auf welcher Universität Baum in die Situation kam, "mindestens zweihundert Seiten" (S. 29) zu irgendeinem Thema zu Papier bringen zu müssen. So beschäftige man sich denn (der konsekutive Aspekt stammt von Baum und erfährt keine nähere Begründung) an der Universität mit Zeitverschwendung und Nebensächlichkeiten, stelle als studierter Taxifahrer dann fest, dass man knappe Ansagen auch ohne Erläuterung verstehen kann, und ärgert sich mit vierzig darüber, keine Frauen abzubekommen, weil die vielmehr auf die "kurzen, knackigen und witzigen Formulierungen" [etwa eines Herrn Baum] stehen. Dass es womöglich im Leben noch anderes geben könnte als Geld und Frauen, ja dass es gar auch Frauen geben könnte, die selbst studieren [!] und deshalb von einem knackigen Besserwisser wie Herrn Baum eher belustigt sein dürften, liegt außerhalb seiner Vorstellungswelt und, so jedenfalls seine Berechnung, auch seiner Leser.

Auf den Seiten 64-67 deckt Baum dann schonungslos die Schwächen der Wissenschaftler auf: Sie scheitern "an ihrer Präzision". Weil sie sprachlich versagt, gilt Wissenschaft "verdientermaßen als unverständlich". Wissenschaftler nehmen sich wichtig und verwenden Fachsprachen, bemühen sich gar - und das ist das größte Problem - um "Exaktheit". Empört stellt Baum fest, "dass das Korrekte in der Wissenschaftswelt mehr zählt als die Verständlichkeit". "Sind Sie infiziert?", fragt er auf S. 67 den Leser, und bietet einen Test an, deren erste Frage alles sagt: "Befassen Sie sich mit Details so genau, bis sie vollkommen analysiert sind?". Wer das tut, hat verloren, denn "je verständlicher Sie sein wollen, desto mehr Zugeständnisse sollten Sie hinsichtlich der Präzision machen". Wie das geht, zeigt unabsichtlich ein seinem Buch vorangestelltes Zitat. "Wer nichts zu sagen hat, möge schweigen", soll Ludwig Wittgenstein gesagt haben (S. 7). "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen", hat er wirklich geschrieben (Tractatus logico-philosophicus, 7. Satz). Dass der ganze Sinn des Wittgensteinsatzes bei Baum (oder der von ihm benutzten Zitatsammlung ...) verloren geht, weil das Subjekt ein anderes wird und das Objekt den "Zugeständnissen hinsichtlich der Präzision" gleich ganz zum Opfer fällt, kann niemanden stören, der die Baumsche Kritik an den Wissenschaften und ihrer Exaktheit verinnerlicht hat. Baum spekuliert gar, die arrogante Exaktheit der Wissenschaft sei es womöglich, die ihren massenmedialen Durchbruch verhindere; vielleicht schaffe es mancher Wissenschaftler "deshalb nicht ins Fernsehen", welch letzteres offenbar für Baum ein schon per se erstrebenswertes Ziel ist. Die dümmliche Polemik wäre zu ignorieren, wenn sie nicht Ausdruck einer auf Leserschaft und Umsatz berechneten Strategie wäre, die sich - nicht zu Unrecht - im Einklang mit der communis opinio sieht. Hielte sich die Wissenschaft, etwa nach Lektüre des Baumschen Machwerks, an derartige Empfehlungen, wäre das ihr Ende, denn es lässt sich nun einmal nicht auf demselben Niveau in Umgangs- und Fachsprache kommunizieren, auch wenn Baum das immer wieder als selbstverständliche Prämisse voraussetzt. Man wünscht es niemandem, auch nicht Thilo Baum, dass er einmal, an einer unerforschten Krankheit leidend, auf eine Wissenschaft angewiesen ist, die - Baums Ratschlägen folgend - ihre Kommunikation auf Bildzeitungsniveau heruntergefahren hat und deren Protagonisten lieber in Kochsendungen auftreten, als auf Tagungen Forschungsergebnisse zu diskutieren.

Die Grundlage solchen Unfugs ist ein Kommunikationsverständnis von vorgestern. Baums ideale Kommunikation beruht letztendlich auf der Idee, dass man eine Information in den Anderen zu verpflanzen habe und dazu jedes von der eigentlichen Information ablenkende Beiwerk ablegen müsse. Dass Kommunikation aber so nicht funktioniert, dass es die Information nicht an sich gibt und verschiedene Selektionsmomente den Kommunikationsprozess begleiten, dass gerade das "Beiwerk" hierzu entscheidend beitragen kann - das alles hätte Baum, der sich frech "Kommunikationswissenschaftler" nennt, zum Beispiel bei Niklas Luhmann erfahren können. Freilich sind dessen Werke furchtbar exakt und gelten "verdientermaßen als unverständlich"; möglich auch, dass Luhmann es - zumal nach seinem Tod 1998 - nicht oft genug "ins Fernsehen geschafft" hat, um dort vom "Kommunikationswissenschaftler" Baum wahrgenommen zu werden. Hilfreich wäre es allemal gewesen, zumal Baum dann womöglich genug über Kommunikation gewusst hätte, um sein Buch nicht mit allerlei vom Thema wegführenden Exkursen füllen zu müssen. So verwechselt er Grammatik und Rhetorik, meint immer wieder in besserwisserischer Manier eines Herrn Sick, dem Leser richtiges Deutsch beibringen zu müssen. Das ist nicht nur ermüdend und banal, sondern wird manchmal auch richtig peinlich. "Etwas kommunizieren" hält er für "modischen Unsinn" und "falsch aus dem Englischen übersetzt" und empfiehlt stattdessen "Mit jemandem über etwas kommunizieren" (S. 143); aber lateinisch communicare ist (auch) transitives Verb und heißt dann "etw. mit jmd. besprechen", "etw. jmd. mitteilen". Baum, der gern einmal Kenntnis suggerierend eine altgriechische Grundbedeutung in den Raum stellt, hat - als "Kommunikationswissenschaftler" - gemeint, mit ein wenig Englischkenntnis Philologie betreiben zu können; ein ärgerlicher Fehler, aber sicher verzeihlich: Immerhin läuft Baum so kaum Gefahr, "an seiner Präzision zu scheitern", oder schlimmer noch, "sich mit Details so genau zu befassen, bis sie vollkommen analysiert sind" ...

Die völlige Kontextungebundenheit der idealen Kommunikation Baums, die bereits bei der Polemik gegen die Wissenschaftler zu beobachten war, springt den Leser auf jeder Seite an und wird doch nie reflektiert. Neben den Wissenschaftlern und den Politikern (wir kommen darauf zurück) hat Baum sich auf die Journalisten eingeschossen, deren Sprache er "abstrakt und blödsinnig" findet (S. 73). Sein Versuch allerdings, eine konkrete und klugsinnige (?) Sprache dagegen zu setzen, öffnet Abgründe. Aus der Nachricht "linke Gruppierungen lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften der Polizei" will Baum - den "Bombast" einer Version entschärfend, die "uns kaum ins Geschehen zieht" - den schönen Satz extrapolieren: "Linke prügelten sich mit Polizisten!"; warum schließlich müsse die Formulierung abstrakt und distanziert sein? "Ins Geschehen hinein gezogen zu werden" ist ein Ideal des Fernsehens ("mittendrin statt nur dabei"), dem Baum aber ja auch sonst nacheifert. Gefährlicher ist die inhaltliche Reduktion des Satzes, die sicher "rhetorisch" genannt werden kann, vor allem aber ideologisch ist. Dass es eben nicht einfach "Linke" sind, die "Polizisten" (etwa auf der Polizeiwache? In organisierter Jagd auf die Vertreter von Recht und Ordnung?) angreifen, sondern (einige) linke Gruppierungen, die (zu diesem Zweck angeforderte und nicht etwa gerade bei der Mittagspause überraschte) Sicherheitskräfte der Polizei angreifen, dass ferner von (sachlich vielleicht legitimationsfähigen, womöglich gar verbal geführten?) Auseinandersetzungen statt von (unzivilisierter, destruktiver, nicht legitimierbarer) Prügelei gesprochen wird, ist genau die Art von Differenzierung, die ideologischen Parolen entgegensteht. Ideologisierung durch Streichung der (aus Sicht dessen, der es tut!) nebensächlichen Details ist ein Propagandainstrument, und dass Baum das nicht merkt, spricht nicht für seine Fähigkeit, Texten und ihren Argumentationsstrategien auf den Grund zu gehen.

Tatsächlich geht Baum, der - so muss es scheinen - die Linken nicht mag und studierende Frauen für eine Unmöglichkeit hält, an anderer Stelle hart mit Formulierungen ins Gericht, die ER als ideologisch empfindet. In seinem Plädoyer für "Denglisch" verbindet er die Völkerverständigung mit der Aufforderung, die eigene Sprache für englische Wörter zu öffnen. "Fremde Wörter als Gäste in der deutschen Sprache abzulehnen, erinnert mich dagegen an ausländerfeindliche Propaganda" (S. 171). Es ist betreffend, die unterkomplexen Gedankengänge Baums hier und im Kontext der Stelle sogar in der ersten Person Singular nachvollziehen zu können. Er selbst stellt ein ganz überflüssiges Konglomerat von fremd - Gast - deutsch - Ablehnung zusammen und empfindet das eigene Gebilde sodann als Propaganda, die von unbekannter Stelle an ihn herangetragen wird. So schafft man sich Probleme, die man praktischerweise selbst lösen kann, und hat dabei gleich wieder eine Seite geschrieben. Wie lang wäre Baums Buch geworden, wenn er "sich mit Details [etwa seiner eigenen Argumentation] so genau befasst" hätte, wie man es eigentlich von einem erwachsenen Menschen erwarten sollte?

Jenseits aller ablenkenden Konnotationen wünscht sich Baum seine ideale Kommunikation. "Linke prügelten sich mit Polizisten!" erschien ihm dabei unverdächtig; nicht leiden kann er hingegen "ungewollte Zwischentöne" (S. 175). So belehrt er denn den Leser angesichts eines Beispiels: "Einige hier sind wohl der Ansicht, sie könnten diesen Job besser machen!". Der Satz "beinhalte" (ein rhetorisch nicht allzu geschickter Ausdruck: wer hält hier welches Bein?) eine negative Wertung, transportiere Vorwurf und Unterstellung. Nun ist allerdings schwer zu sehen, was an solchen Zwischentönen als "ungewollt" gelten kann, und so klagt Baum noch auf derselben Seite, solche Sprecher beriefen sich gern auf die reine Sachebene und täten unschuldig. "Schuldig" also ist man, wenn man sich nicht ins Büro stellt und den Leuten direkt sagt, für wie dumm man sie hält. Man könnte auch die Ansicht vertreten, dass Zwischentöne die Kommunikation unangenehmer Thesen ermöglichen, ohne dass gleich die offene Konfrontation gesucht werden muss. Man könnte meinen, das sei ein zivilisatorischer Fortschritt. Und tatsächlich ist das eigentliche Problem bei so vielen von Baums Beispielen gar nicht die rhetorische Vermittlung eines Gedankens, sondern der Gedanke selbst. Immer wieder bekommt man den Eindruck, dass Baum es einfach nicht nett findet, jemandem z.B. "etwas zu unterstellen", wie er sich ausdrückt, und deshalb so sensibel auf ungewollt-gewollte Zwischentöne reagiert. Instruktiv ist S. 31: Robin gibt Ines keine klare Antwort, sondern übt sich im "um den heißen Brei herumreden". Baum stellt dazu fest: "Einer der wichtigsten Gründe, um den heißen Brei herumzureden, ist die Verschleierung des eigenen abscheulichen Verhaltens". Es ist also gar nicht Robins Rhetorik, die zu korrigieren ist, sondern sein Verhalten, was doch verwundern sollte, denn Robin ist eine ausgedachte Figur für einen der zahlreichen Minidialoge, mit denen Baum Seite um Seite füllt; die moralische Läuterung dieser Figuren in einem Buch zur Rhetorik erscheint unpassend. Die gleiche Beobachtung macht man aber bei der Behandlung der Politiker. "Das Wohl des Volkes tritt hinter der [sic!] Wiederwahl zurück", heißt es im empörten Rumpeldeutsch der Überschrift auf S. 69 (zurücktreten kann man von etwas oder wohin; man stellt sich ein Volkswohl vor, das heimlich, hinter einer Wiederwahl positioniert, eine ungenannte Attacke erwidert, indem es "zurück tritt"). Der ganze Abschnitt S. 67-71, intelligent überschrieben mit "Warum Politiker so dummes Zeug reden", ist eine Invektive gar nicht primär gegen die Rhetorik der Politik, sondern gegen "Populismus", "Politiker", also "die, denen neben den Managern kaum noch jemand traut", gegen die Gesetze der Demokratie, die eben das Wohl des Volkes "hinter der Wiederwahl" zurücktreten lassen, kurz, wie auf S. 32 formuliert: "Dummheit, Kurzsicht und Ziellosigkeit - das übliche Elend der Politik eben". Auch damit füllt man vier Seiten, aber dass man dabei etwas über geschickten Ausdruck oder gar Rhetorik lehren könne, kann man nicht ernsthaft glauben. Wie unpopulistisch es im Übrigen ist, auf der Welle der Intellektuellen-, Politiker- und Managerschelte mitzufahren und, von ihr getragen, undifferenzierte Polemik als Rhetorikunterricht zu verkaufen, sei dahingestellt.

"Kommunikation mit Spezialisten macht selten Spaß" (S. 53), meint Baum. Er selbst ist zwar kein Spezialist, sondern ein Dilettant reinsten Wassers, doch dass die Lektüre seines Buches deshalb "Spaß" bereiten müsse, wäre ein Fehlschluss. Weil Baum und seine Leser die Wissenschaften nicht verstehen, die Linken nicht leiden können, die Frauen für unterbelichtet halten und die Politiker verachten, sollen wir jetzt alle aufhören zu "labern". Den Bumerang hat Baum selbst an den Anfang seines Buches in Form des vermeintlichen Wittgensteinzitates gesetzt: "Wer nichts zu sagen hat, möge schweigen".
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am 1. April 2014
Das Buch hat sehr gute Ansätze was bei Reden verbessert werden kann aber es führt dann zu wenig aus wie man diese Ziele erreichen kann. Die Beispiele sind auch zt viel zu allgemein gehalten. Was der Autor auch nicht zu bedenken scheint ist das er sich öfters über die Fachsprache nervt die aber sehr genau und präzise ist und damit eben auch ein Mittel ist um zum Punkt zu kommen. Natürlich sollte man seine Rede dem Publikum etwas anpassen aber das gerade Politiker versuchen etwas aus dem Stand heraus aus der Fachsprache in Bürgerdeutsch zu bringen sorgt dafür das sie öfters um viele Ecken reden denn der Fachausdruck der alle Zusatzinformationen abdeckt steht nicht zur Verfügung.
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am 1. Juli 2011
Wir kämpfen. Jeden Tag aufs Neue, ohne Ende.
Kämpfen um Aufmerksamkeit.
Wer mithalten will, muss sich klar und verständlich ausdrücken, muss alle Hindernisse wegräumen, die andere Menschen vom Lesen oder Zuhören abhalten.

Das Ziel dieses Buches: Man erkennt, was in der aktuellen Situation wichtig und gefragt ist, und man kann dies verständlich und attraktiv präsentieren.

Um dies zu erreichen, gibt Thilo Baum 100 Anti-Laber-Tipps, die auch durch eine Zielscheibe sehr schön hervorgehoben sind. So findet man diese schnell und kann sie in der eigenen Arbeit einbauen, um noch klarer zu formulieren.

Thilo Baum ist Journalist und Praktiker, er weiß: Jeder, der sich nicht in der jeweiligen Situation klar auszudrücken vermag, ist klar im Nachteil.

Deswegen ist dieses Buch für jeden, der im Kampf um die Kommunikation der Qualität mithalten will, indem er nicht nur redet, sondern etwas sagt, indem er nicht nur labert, sondern auf den Punkt kommt, indem er es anderen Menschen leicht macht, ihn zu verstehen.
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am 28. November 2011
Normale Sprache. Immer verständlich. Immer prägnant. Lieber falsche Grammatik als Bürokratengelaber. Das Ohr des Zuhörers ist entscheidend. Die Botschaft muss mit wenigen Worten ankommen.
Wer erwartet, Tipps zu Rhetorik-Figuren wie der Anapher oder Tipps zu Körpersprache und Selbstvertrauen zu bekommen, der wird vollständig enttäuscht. Es geht einzig und allein darum, Sprache auszumisten, damit knackiger Klartext übrig bleibt. Seitenweise Beispiele.
Viel Spaß beim Lesen - und noch viel mehr beim Reden danach!
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am 18. März 2013
Man wird beim Lesen das Gefühl nicht los, dass es wieder eines dieser unzähligen Bücher zum Thema Kommunikation ist, das aus PR-Gründen geschrieben wurde. Wer als Berater in diesem Markt etwas werden will, muss ein Buch veröffentlichen, so die allgemeine Denke. Um (neue) Qualität geht es hier selten."Komm zum Punkt" ist ohne Zweifel ein griffiges Thema, auch sicher von hoher Relevanz für die Kommunikation im 21. Jh. Nur leider ist es inhaltlich blutleer. Lässt man die Luft aus diesem Buch heraus, streicht man das endlos kaschierende Geschwurbel zum Aufblähen von Binsenweisheiten weg, bleibt - wie so oft - nicht viel Konkretes übrig. Weiter unten ist von B.E. eine analytisch präzise Rezension verfasst worden, die ich nur stützen kann.
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am 10. Dezember 2009
In "Komm zum Punkt" gibt Thilo Baum zahlreiche Tipps für eine effektive Kommunikation. Dabei findet sich Bekanntes - beispielsweise eine aktive Sprache zu verwenden oder Schachtelsätze zu vermeiden - neben eher unorthodoxen Ansichten des Autors. Die Herangehensweise ist sehr praxisbezogen und es wird Punkt für Punkt erklärt, wie man etwa einen der berüchtigten Schachtelsätze am besten auflöst oder den Kern eines Satzes findet. Der Autor nennt einen problematischen Satz und schlägt dann eine Verbesserung vor. Die wichtigsten Erkenntnisse werden am Rand in einer kleinen "Zielscheibe" dargestellt, so hat man Wesentliches auf einen Blick. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, leicht zu lesen und enthält zahlreiche Beispiele zur Veranschaulichung. Allerdings kommt der Autor seiner Forderung nach Prägnanz selbst nicht immer nach und gerät an manchen Stellen ins Plaudern. Interessant sind die Tabellen, etwa die mit Floskeln, die es zu vermeiden gilt. Hier stellt er das "Unwort" vor, beispielsweise "Heilungsprozess", das er für aufgeblasen hält, und schlägt eine Alternative vor: "Heilung".

Das Buch richtet sich an alle, die sich im Alltag oder Beruf prägnant und klar ausdrücken wollen.
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am 29. März 2013
Thilo Baum sollte einen großen Preis für dieses Werk erhalten. Er macht es möglich, dass jene, die das Talent zum Schreiben nicht mit der Wiege mitbekommen haben, nun doch zu Schriftsteller werden können. Mit diesem Buch erhält jeder das Geschenk, verständlich und lesbar schreiben zu lernen. ein Garant für persönlichen Erfolg. Ein Muss!
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am 2. Juli 2015
In der Tat wird einem mal wieder deutlich gemacht, dass "sich kurz fassen" schwer fällt und sich viele Menschen hinter Wortbergen mit hohem Fremdwörteranteil verstecken und sich versuchen interessant zu machen. Das Buch regt an, dies anders zu machen. Ich versuche mich daran zu halten ;-)
Ende.
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am 23. Juni 2009
Der Autor beschreibt in diesem Buch sehr anschaulich anhand von Alltagssituationen was Laberbacken auszeichnet und wie die Kunst zu Sprechen in der Praxis funktioniert. Die vielen Tipps und Randbemerkungen sind sehr hilfreich für alle, die besser kommunizieren möchten. Ich finde es super!
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