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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der Homo Oeconomicus hat seine Schuldigkeit getan - und tschüss!, 9. März 2008
Ganz vorweg: Leseempfehlung; Ökonomie auf die Füße gestellt und vor der mathematisch so scheinbar einfachen wie potenziell ideologischen Gleichgewichtslehre gerettet!
Halb vorweg: Der fünfte Stern geht doch wieder runter: ein Korrektoratsdurchgang mehr, bitte. Vielleicht (persönl. Gefühl) wäre es auch in noch kürzerer Form noch verständlich geblieben ...
Und jetzt aber zum wohlverdienten großen Lob: Ich habe es im Zug & in einem Zug durchgelesen. Auch wenn es heute in der Öffentlichkeit und der PR zu häufig geglaubt wird: auch Ökonomen haben nicht die Wahrheit gepachtet.
Gut, das ließe sich durchaus bereits wissen (es rezensiert hier ein Halb-Ökonom). Wie jedoch Duecks Beweisführung erfolgt, wie verschiedene Teile aus verschiedenen Wissenschaften zu einem im Laufe des Buches vertieften System gefügt werden, da lasse man sich auch etwas überraschen.
Dueck betont, dass in der Wirtschafts- nun ja, Wissenschaft (noch) fast alles auf der falschen Annahme eines rationalen Individuums beruht - Emotionales/Biologisches und Werte seien mindestens genauso wichtig. Die Wirtschafts-Zyklen hätten u.a. auch mit Verhalten und Werten zu tun - es wäre schon viel geholfen, wenn man im Aufschwung nicht prassend das rechte Maß verlöre, aber auch umgekehrt nicht in Abschwüngen bürokratisch, menschenverachtend und kurzsichtig auf Vollbremsung ginge. Es klingt etwas nach Keynes, allerdings mit rechtzeitigem Sparen! Ich lasse hier übrigens ganz viele Gedankenstränge noch aus.
Dies ist gerade deshalb, so mein Eindruck, ein originelles Buch im Sinne Nietzsches: Man mag nachher sagen: Wusste ich doch eigentlich irgendwie alles, doch so zusammengefügt und auf den Punkt, das ist Synthese. Ein großes Merci.
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22 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein wichtiges Plädoyer, 23. Februar 2008
"Ich habe das Buch so schnell wie möglich geschrieben, weil ich immer spürte, wie mich die Wirklichkeit hetzt. Ich fürchte, sie holt mich ein..." Mit diesen Worten beschrieb Gunter Dueck seinen Schreibprozess, als er den Bestseller "Brain Lean Management" verfasste. Ob er beim neusten Buch mit der gleichen Haltung ans Werk ging, weiss ich nicht. Fest steht, dass er als Chef-Technologe bei IBM ziemlich ausgefüllt sein dürfte.
Ein Buch an Wochenenden und nachts zu schreiben, ist weder gut, noch schlecht. Aber ich hatte während dieser Verabschiedung des Homo oeconomicus manchmal das Gefühl, die Zeremonie sei nicht bis in die Details durchdacht worden. Vor allem wenn es um Begrifflichkeiten wie vernünftig, bewusst, intuitiv und unbewusst geht. Ich finde dieses Buch wichtig. Aber es gefiel mir weniger als erwartet. Wichtig, weil sein Verfasser inzwischen über eine gewisse Deutungsmacht verfügt und ganz in meinem Sinn ein Umdenken fordert. Missfallen hat es mir, weil die Frage, ob sich etwas zum Guten ändern könne, erst auf Seite 218 gestellt wird. Entsprechend kurz fallen die Antworten aus.
Gunter Dueck wehrt sich nicht gegen seinen Status als Weltverbesserer. Soll er auch nicht. Aber wer den Homo oeconomicus verabschieden will und dennoch auf die Vernunft setzt, dreht sich letztlich im Kreis. In der Tradition klassischer Weltverbesserer steht Gunter Dueck allein am Rednerpult. Zwar zitiert er einige Mitdenker, doch Wissenschaftler, die sich intensiv mit dem Unbewussten, dem Emotionalen und dem Intuitiven auseinandersetzen, lässt er nicht auf die Bühne kommen. Das betrachte ich als Schwachpunkt. Denn wo es um Verhaltensänderungen geht, bringen Schimpftiraden und verbale Aufrufe zur Besserung wenig.
Mein Fazit: Der Klappentexter erzählt keine Märchen, wenn er von einem verblüffend einfachen und zugleich höchst interessanten Lehrstück mit vielen Beispielen spricht. Das Buch ist tatsächlich ein kluges Plädoyer für eine neue wertorientierte, ökonomische Vernunft. Die Krux ist nur, dass der Homo oeconomicus munter weiter leben wird, wenn wir ihn vorwiegend mit der Vernunft schlagen wollen. Der Mathematiker, Betriebswirtschaftler, Chef-Technologe und Weltverbesserer Gunter Dueck sollte für die Umsetzung seines Plans noch andere Helfer holen. Die willigsten und stärksten findet er bei den Neurowissenschaftlern und Verhaltensforschern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Es ist gut..., 7. Juli 2008
...soviel vorweg. Das Buch ist wirklich gut. Es beschreibt wirtschaftliche Zusammenhänge für Profis und für Laien in Form von Tagesgedanken. Fast wie ein Weblog. Dadurch wird es sehr anschaulich und regt bisweilen zum Schmunzeln an. Allerdings sorgt dieser "Blog-Stil" auch für etwas viel Luft, will heissen das Populärwissenschaftliche übersteigt den Inhalt. Aber egal: dem Phasic Instinct folgend gefiel das Buch meinem Bauchgefühl zu diese Zeit sehr gut. Vielleicht weil ich selber gerade vom Shareholder-Value die Nase voll habe. Wer weiss, vielleicht würde ich das Buch zu Goldrausch Zeiten anders bewertet haben.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sehr empfehlenswert - für Dueck-Fans und alle, die es werden wollen, 18. März 2008
Gunter Dueck hat wieder zugeschlagen. Und lässt im ehrwürdigen Tempel der Ökonomie kaum einen Stein auf dem anderen. Da ist zunächst der Homo oeconomicus, der stets rational handelnde Mensch: Bei gleichwertigen Angeboten entscheidet er sich angeblich immer für das mit dem günstigeren Preis. Gegen solche mechanistischen, vereinfachenden Vorstellungen schreibt Dueck leidenschaftlich an. In Wirklichkeit verhalten sich die Wirtschaftssubjekte nämlich wie Herdenvieh und laufen den angesagten Konsum- und Managementtrends hinterher. Dadurch kommt es auch makroökonomisch zu konjunkturellen Pendelschwüngen. Trotz aller Leidenschaft argumentiert der Autor kühl und logisch. Man denkt: Hier hat einer wirklich mal klare Vorstellungen. Dueck schildert das ewige Auf und Ab der Wirtschaft, die Schweinezyklen, die Kondratieff-Zyklen - und wird dabei selbst ein bisschen zyklisch: Die eine oder andere Wiederholung weniger wäre auch okay gewesen. Aber Duecks Vision eines realistischen und humanen Bildes vom Homo oeconomicus ist sehr überzeugend, findet getAbstract und empfiehlt das Buch nachdrücklich allen Managern, Politikern, Journalisten und Studenten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
ganz gut, 12. März 2009
Hallo,
eins vor weg, ich finde und fand dieses Buch eigentlich sehr gut, es ist für Leute geschrieben, die mal salop gesagt, nur eine grobe Ahnung von den Grundzügen der Wirtschaft haben.
Jedoch muss ich sagen, dass der Autor sich für meinen Geschmak zu lange mit den Grundzügen auf hält, wenn mich nicht alles täuscht sind es die ersten 90 Seiten, die der Autor nutzt um einen Einblick zu schaffen.
Ich kann dieses Buch eigentlich weiter empfehlen. Für zwischen durch ist es "leicht verdaulich" ohne nicht stunden lang darüber zu philosophieren.
Aber wie schon gesagt leider 1 Stern abzug für die quälend lange Einleitung. Aber sonst topp.......
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