Kundenrezensionen


7 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Optimismus-Tanken.
Gesellschaftliche Aufbrüche gingen in der Vergangenheit einher mit technischen und wissenschaftlichen Revolutionen. Die Regierungsformen, unter denen das geschah, würde man heute als undemokratisch oder reaktionär bezeichnen, und über die Hoffnungen der Menschen, die an diesen Aufbrüchen beteiligt waren, lächelt man heute überlegen...
Veröffentlicht am 2. Mai 2003 von Volkmar Weiss

versus
35 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gegen den Strom polemisiert
Wieder einmal haben Maxeiner und Miersch ein provokantes Buch vorgelegt, das gerade in der Ökologie-Szene für einigen Wirbel sorgen dürfte.
Zunächst konstatieren sie eine weitgehende Frontlinienverschiebung innerhalb des politischen Spektrums, das sich nicht länger fein säuberlich in rechts und links einteilen lässt. So kommt es...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2002 von Michael Haß


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Optimismus-Tanken., 2. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen (Gebundene Ausgabe)
Gesellschaftliche Aufbrüche gingen in der Vergangenheit einher mit technischen und wissenschaftlichen Revolutionen. Die Regierungsformen, unter denen das geschah, würde man heute als undemokratisch oder reaktionär bezeichnen, und über die Hoffnungen der Menschen, die an diesen Aufbrüchen beteiligt waren, lächelt man heute überlegen. Inzwischen ist die demokratische und freien Welt des Fortschritts Wirklichkeit geworden. Mit dem erstaunlichen Ergebnis, daß technischer und wissenschaftlicher Fortschritt auf vielen Gebieten (mit Ausnahme der Unterhaltungsindustrie) immer schwerer wird. Ein Beispiel ist die Entwicklung der Genforschung und Gentechnik, deren Entwicklung durch abergläubische Vorurteile nach Kräften behindert wird, so daß Deutschland auf diesem Gebiet alles andere als ein Standort der Spitzenforschung ist. Es ist auch symptomatisch, daß ein Hochgeschwindigkeitszug, für dessen Idee 1934 in Deutschland das Patent erteilt worden ist, erstmals 2003 in Shanghai gefahren ist. Eine parteienübergreifende Allianz von Zukunftsfeinden und ausufernder Bürokratie erschwert jede Innovation. Maxeiner und Miersch bringen dafür sehr viele Beispiele. Wer es wie sie wagt, sich so vielen Problemen in einem Buch zuzuwenden, der kann und wird nicht immer recht haben. In dem einen oder anderen Fall werden auch dem aufgeklärten und zukunftsorientierten Leser Bedenken kommen, ob die erhofften Wirkungen nicht doch mit beträchtlichen unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen. Aber die Zukunft ist nun einmal und immer wieder ein unüberschaubares Abenteuer. Der kreative Geist, der sich diesem Abenteurer stellen will und täglich Hindernisse aus dem Weg zu räumen hat, der kann bei Maxeiner und Miersch seine Kampfkraft auftanken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohltuend gegen den Zeitgeist, 29. September 2002
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen (Gebundene Ausgabe)
Mancher wird kochen, der das Buch liest. Viele "allgemein anerkannte" Erkenntnisse werden in Frage gestellt oder besser, sie werden ihren Konsequenzen gegenübergestellt. Gerade die in Deutschland so beliebte Doppelmoral (ich bin für Umweltschutz, aber zu meiner Selbstverwirklichung gehört nunmal der Flug in den Urlaub; ich bin gegen Globalisierung, aber mein Arbeitsplatz lebt vom Export usw.) wírd als das entlarvt, was sie tatsächlich ist: Die Bequemlichkeit einer rundum vollkaskoversorgten Bevölkerung, die alles möchte - nur nicht sich (und ihre Besitzstände) ändern. All die schönen Worthülsen, wie Nachhaltigkeit, Vorsichtsprinzip etc. werden als das entlarvt, was sie in 90% der Fälle tatsächlich sind - nämlich vorgeschobene Ausreden dafür, dass man/frau keine Risiken eingehen, keine neuen Ideen und keine Veränderungen möchte. Wozu auch, noch geht es uns ja gut. Dass wir damit den langsamen Niedergang unserer Gesellschaft billigend in Kauf nehmen wird verdrängt. Mit dieser Verdrängung räumen die Autoren gründlich auf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, 27. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Maxeiner/Miersch: „Die Zukunft und ihre Feinde" regt zum Nachdenken an und enthält viele wissenwerte Fakten, die geeignet sind, gängige Denkschemata zu durchbrechen. Welches sind die Faktoren, die eine Gesellschaft weiter bringen und wer -oder was - trägt zu gesellschaftlicher Stagnation bei? Dieser Frage gehen die Autoren nach und beschreiben dabei - sehr zutreffend - eine Welt voller Widersprüche. Wir leben heute gesünder und länger als jede Generation vor uns. Dennoch beherrschen Angst vor der Zukunft und Unsicherheit die gesellschaftlichen Debatten. Jede Innovation wird mit Skepsis oder gar Feindseligkeit aufgenommen, auch wenn diese große Vorteile für die Menschheit mit sich bringt: Das Handy hat z.B in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschenleben gerettet. Die Frage, ob der vermeintliche „Elektrosmog", der von Handys ausgeht, Gehirnschäden verursacht, dominiert jedoch die gesellschaftliche Diskussion. Die Globalisierung ist zu einem Schreckgespenst der Moderne geworden und wird allgemein als die Ursache für die Verarmung der Welt angesehen. Wer weiß schon, dass es heute den Menschen, auch in den ärmeren Ländern, in der Regel besser geht als vor noch fünfzig Jahren und dass dies ohne die Globalisierung nicht möglich gewesen wäre? Zahlreiche Beispiele dieser Art machen das Buch lesenswert.
Maxeiner und Miersch meinen, es lohne sich „zukunftsoffen" zu sein und an das positive, kreative Potenzial des Menschen zu glauben. Die Auseinandersetzung mit den Hauptargumenten der gesellschaftlichen „Bremser" ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Buches. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass sich viele Endzeitprognosen der achtziger Jahre als Hirngespinste einer zunehmend verunsicherten Wohlstandsgesellschaft erwiesen haben (Stichwort: Waldsterben, Ressourcenknappheit). Legitim ist auch das Infragestellen moderner „Paniken", die der gleichen vermeintlichen Logik entspringen wie die bereits widerlegten Angstszenarien (z.B. solche, die mit statistischen Hochrechnungen, basierend auf einer Projektion des Ist-Zustands in die Zukunft, begründet werden). Die Autoren zeigen, dass die zur Zeit stark ausgeprägte Fortschrittsfeindlichkeit durchaus sehr negative Folgen für die Gesellschaft hat. Harmlos klingende Forderungen wie die Beurteilung neuer Erfindungen nach dem „Vorsichtsprinzip" oder mehr „Nachhaltigkeit" in der Entwicklungspolitik dienen als Begründung bzw. Legitimierung gesellschaftlicher Rückschritte.
Dass sich die herkömmlichen Strukturen und Organisationsformen der Gesellschaft verändern bzw. bereits grundlegend gewandelt haben ist ebenfalls Thema dieses Buches. Rückschrittliche bzw fortschrittliche Kräfte lassen sich nicht in das alte „rechts-links Schema" einordnen. Dieses Buch versucht, die neuen Allianzen und gesellschaftspolitischen Parteien zu definieren. Die Benennung der Fortschrittsfeinde wirkt jedoch manchmal etwas weniger gut recherchiert als der Rest des Buches - vor allem die Ausführungen zu Ostdeutschland wirken teilweise recht „flach".
Dennoch: Mir hat das Lesen viel Spass bereitet - nicht nur weil es stilistisch sehr gut geschrieben ist - sondern auch, weil es diese Art Bücher, die sich gegen die gängige „Miesmacherei" richten, viel zu selten gibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höher, schneller, weiter so!, 31. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen (Gebundene Ausgabe)
Wundelbar, wie M&M die Velwechserung von lechts und rinks beschreiben und eine neue Frontlinie aufmachen: die Lager der Zukunftspessimisten und -optimisten.
Hinzu kommt die Velwechserung von but und göse: Fortschritt ist "out", da nicht nachhaltig; nationale Souveränität ist "bäh", da Waffe von Diktatoren und Bombenlegern; selbst Demokratie ist riskant, da offen für Rattenfänger und solche, die ihnen folgen.
Und dann kommen M&M daher und meinen ernsthaft, Fortschritt und Freiheit seien gut für den Menschen und der Welt gehe es gar nicht so schlecht. Schlimmer noch: Das Glas sei nicht nur halb voll, es fülle sich sogar immer mehr. Die Menschen würden älter, gesünder, höher, schneller, weiter und besser. Ob wir evtl. heute bereits noch älter, gesünder, höher, schneller, weiter und besser sein könnten, steht dahin. Diese Frage stellt sich heute eigentlich nie. Im pessimistischen Öko-Smog unserer Tage ist angenehm, ein Buch zu lesen, das die bisher erreichten Errungenschaften verteidigt - eine wahre Sauerstoffbehandlung für die grauen Zellen.
Ein mutiges Buch und absolut lesenswert für alle, für die Zukunft mehr ist als die "Energiesparvariante der Gegenwart".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


35 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gegen den Strom polemisiert, 5. Dezember 2002
Von 
Michael Haß "M.Haß" (Salzgitter) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen (Gebundene Ausgabe)
Wieder einmal haben Maxeiner und Miersch ein provokantes Buch vorgelegt, das gerade in der Ökologie-Szene für einigen Wirbel sorgen dürfte.
Zunächst konstatieren sie eine weitgehende Frontlinienverschiebung innerhalb des politischen Spektrums, das sich nicht länger fein säuberlich in rechts und links einteilen lässt. So kommt es mittlerweile vor, dass sich amerikanische Umweltaktivisten einer Initiative gegen den Zuzug von Ausländern anschließen, während Rechtsextremisten und attac'ler gemeinsam auf derselben Seite im Kampf gegen die Globalisierung der Konzerne anzutreffen sind.
Statt nach den Anschlägen vom 11.September 2001 den totalitären Kern des Islam zu erkennen, der sich in Koranversen wie "Tötet die Heiden, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie, lauert ihnen auf" (Sure 9, 5) niederschlägt, erwecke manch westlicher Intellektueller den Anschein, Amerika sei selbst Schuld am Terror, als wenn Al Qaida sich den bewaffneten Kampf für die arme, unterdrückte Bevölkerung des Südens auf die Fahnen geschrieben hätte.
In der "Schadensbilanz der Zukunftsfeinde" wird der Leser mit Ungeheuerlichem konfrontiert: Oder hätten Sie gewusst, dass die weltweit pauschale Ächtung von DDT zum Tod Hunderttausender Malariakranker geführt hat?
Doch halt, lässt sich die Wirklichkeit tatsächlich derart simplifizieren? Was mögen die Gründe sein, weshalb die Verfasser uns die Existenz DDT-resistenter Mücken genauso vorenthalten wie den Erwerb mehrfachresistenter Gene beim Malariaerreger selbst, was erst infolge des massiven Gifteinsatzes eintreten konnte?
Ebenso seltsam mutet das strikte Plädoyer der Autoren pro Atomkraft an, wird doch in keiner Zeile das Endlagerproblem des auf Jahrtausende strahlenden Atommülls auch nur erwähnt.
Der Glaube an die gerechte Funktion des Marktes scheint Maxeiner und Miersch in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, als wenn der Unternehmer an sich nur darauf bedacht wäre, die ökologische Belastung durch seine Firma auf Null zu senken, und nicht durch kontinuierlichen Druck der Umweltorganisationen in vielen Fällen erst eine Besserung hätte erkämpft werden müssen.
Was das freie Unternehmertum im Sinne einer sauberen Biosphäre beschneiden will, gilt den beiden Umweltjournalisten als Teufelszeug. Beinahe paranoid wittern sie an jeder Ecke staatliche Gängelung, ja "Öko-Diktatur".
Auch in punkto grüne Gentechnik scheinen die beiden Nonkonformisten etwas voreilig ihrem eigenen Fortschrittsglauben erlegen zu sein. Wird doch der von deutschen Forschern entwickelte "Goldene Reis" als das Wundermittel im Kampf gegen Welthunger und Vitamin A-Mangel angepriesen. Jedoch fällt die Tatsache, dass eine Tagesration bestenfalls ein Viertel des täglichen Bedarfs deckt, ebenso ihrer bisweilen einseitigen Sichtweise zum Opfer wie der Umstand, dass Vitamin A fettlöslich ist, sich auf den Tellern der Armen aber kaum etwas davon finden dürfte.
Gegner der Präimplantationsdiagnostik werden von Maxeiner und Miersch im Kapitel "Kreuzzug gegen die Wissenschaft" abgefertigt, als wenn es die selbstverständlichste Sache der Welt wäre, behinderten Kindern auf diese Weise ihr Recht auf Leben zu verweigern. Wer sich dem technisch Machbaren aus welchen Gründen auch immer in den Weg stellt, gehört eben zur Inquisition der Moderne, so einfach ist das.
Von ihrer sympathischeren Seite zeigen sich die Autoren dann wieder in ihrem Eintreten für eine Landwirtschaft ohne umweltschädliche Subventionen und tierquälerische Haltungsformen.
Um anschließend dann wieder die Zunft der Klimaforscher aufs Korn zu nehmen, die sich dem Kampf gegen die drohende Erderwärmung verschrieben hat. Alles nicht so schlimm, so die öko-optimistische Message, die Erde war auch ohne anthropogenen CO2-Ausstoß während ihrer langen Geschichte schon wärmer als heute, und überhaupt, was ist an den paar Grad zusätzlich schon dran!
Ob hier allerdings nicht wieder die Polemik zu unausgewogener Darstellung beigetragen hat, mag der interessierte Laie kaum zu bewerten.
Wie generell der scharfzüngige Stil zwar durchweg das Lesevergnügen steigert, der Urteilsbildung des Lesers hingegen mehr "facts" dienlich gewesen wären.
Zudem sucht man zwecks Weitervertiefung einzelner Themenstränge die Existenz von Quellennachweisen vergeblich. Für Liebhaber erfrischend quergedachter Perspektiven ein Hochgenuss, wenn auch mehr Sachlichkeit angemahnt werden muss.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Autoren schießen über das Ziel hinaus, 15. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen (Gebundene Ausgabe)
Ach ja, Maxeiner und Miersch sind wieder da. Perfiderweise haben meine beiden Vor-Rezensenten recht.
M/M nehmen völlig zu Recht etwa die geschätzt 600 Bürgerinitiativen gegen Mobilfunkmasten aufs Korn. (Das Handy hat ja auch der stressgeplagte Organisator von Anti-Globalisierungs-Demos in der Jackentasche.) Und wen der sarkastisch-zynisch-polemische Stil nicht abschreckt, der wird über die "Drei-Sterne-Rebellen" mit Wolfram Siebeck an der Spitze ("In dubio Prosecco") lauthals lachen können.
Aber das Buch könnte in der Tat ein Quellenverzeichnis gebrauchen, so verspielt es eine Solidität, die es - unterstellt - hat.
Und: M/M schießen mal wieder über das Ziel hinaus. Suggeriert wird nämlich (zum Beispiel), dass Atomenergie und Gentechnik nicht der Ausbund der Hölle, sondern im Gegenteil die Lösung der meisten Menschheitsprobleme seien, wenn man sie nur gewähren ließe. Da hab ich auch nach der Lektüre dieses Buches noch so gewisse Bedenken.
Konkret sprechen Sie von der deutschen Atomindustrie von einer "mustergültig sicheren" Angelegenheit. Das ist Definitionssache, aber Sicherheit ist für mich 100 %. Und daran hapert es "sogar" bei der deutschen Nuklearindustrie. Auch kann mir das Kapitel nicht sagen, wo man die auf Jahrmilliarden strahlenden abgebrannten Brennelemente sicher endlagern kann. Über die Entsorgungsproblematik nämlich verlieren M/M bezeichnenderweise kein Wort.
"Es ist den Verbrauchern in den westlichen Ländern unbenommen, auf gentechnisch erzeugte Lebensmittel zu verzichten", schreiben sie auf Seite 143. Ah ja? Wie sollen die Verbraucher denn - mangels von der Industrie mit Verve verhinderter Kennzeichnungspflicht - Gen-Food überhaupt erkennen??
Es ist aber beinahe wohltuend, nach dem ganzen Katastrophen-Geheul (der Rezensent ist auch noch Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen), mal eine zugespitzte "Gegenrede" zu lesen. Die Wahrheit dürfte irgendwo zwischen attac und Maxeiner/Miersch in der Mitte liegen. So wie diese Bewertung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Seichtes vom Duo Maxeiner/Miersch, 17. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen (Gebundene Ausgabe)
Das geschäftstüchtige Duo Maxeiner/Miersch hat einfach den Bogen raus. In ihrer unübertroffenen Art der "Simplifizierung bis zum geht nicht mehr" werfen die beiden selbst ernannten Querdenker wieder einmal ein wahllos zusammengerührtes Geschreibsel aus Wahrheit, Halbwahrheit und Unwahrheit auf den Markt. Dies kann zwar leider keinerlei Aufklärung dienen, aber (um nur einen Punkt exemplarisch herauszugreifen) viele leichtfertige Zeitgenossen, die schon immer gemeint haben ganz genau zu wissen, es sei lächerlich, dass wir Menschen einen beschleunigten Klimawandel bewirken könnten, werden sich bestätigt fühlen und unter pseudowissenschaftlichem Deckmäntelchen mit neuem Selbstbewußtsein die Hoheit über den Stammtischen zurück zu erobern versuchen.
Die Strategie von Maxeiner und Miersch erinnert stark an die Praktiken der "Querdenker" der Bild-Zeitung. Bezeichnend übrigens, dass in diesem Druckerzeugnis weder ein Literaturverzeichnis noch ein Stichwortregister zu finden ist. Es
Tipp für alle Interessierten: nicht kaufen. Kaufpreis für Flutopfer in aller Welt spenden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen
Die Zukunft und ihre Feinde: Wie Fortschrittspessimiste
n
von Michael Miersch (Gebundene Ausgabe - 2002)
Gebraucht & neu ab: EUR 11,27
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen