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Kundenrezensionen

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am 26. Juni 1999
Vorsicht! Sie sind im Begriff, eine gänzlich unsachliche Rezension zu lesen, denn geschrieben hat sie ein Begeisterter. Während das literarische Quartett weiter geduldig auf den großen deutschen Gesellschaftsroman wartet und gute Aussichten hat, seine gesammelten Enttäuschungen mit ins nächste Jahrtausend zu schleppen, können diejenigen, die den ganzen Thomas Mann für zehn Seiten von "Der Herr der Ringe" hergeben würden, jauchzen und frohlocken: der große deutsche Fantasy-Roman ist erschienen, und ebenso wie der aufwendigste Monumentalfilm aller Zeiten, beginnt und endet er auf dem Wasser. Dazwischen allerdings spielt er auf dem Kontinent Zamonien, und dort ist eine ganze Menge mehr los als auf der Titanic. Die Rede ist von "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" und der Autor, Walter Moers, beweist damit dem staunenden Publikum, daß das Zeichnen lustiger Trickfiguren keineswegs die größte seiner Gaben ist. Natürlich sind die liebevollen Zeichnungen und die graphischen Elemente (man betrachte die Seiten über Prof. Nachtigallers Erforschung der Dunkelheit) einer der großen Reize des Buches, aber mehr noch ist es die Überfülle unglaublicher Einfälle, mit denen ein durchschnittlicher Fantasy-Autor locker sein Lebenswerk bestreiten könnte. Glauben Sie mir, eine Inhaltsangabe ist nicht möglich. Fast auf jeder der über siebenhundert Seiten geschieht etwas Neues, Unerwartetes, Haarsträubendes, Tragikkomisches. Der unerschrockene Käpt'n Blaubär, eine Gestalt irgendwo zwischen Sir Lancelot und Bilbo Beutlin, wurstelt sich mit mehr List als Tücke durch seine dreizehneinhalb Leben und das Gehirn eines Bollogs (wo ihn ausgerechnet eine schlechte Idee vor dem Verderben bewahrt). Unterwegs begegnen ihm zahllose Figuren, von deren Existenz wir vor der Lektüre des Romans keine Ahnung hatten, unter anderem ein Stollentroll, ein Held der konsequenten Bosheit, ein Kanaldrache, auf dessen Verwandtschaft Fuchur nicht sehr stolz wäre, ein Tabakhütchen, der (oder das?) in der Freundschaft und in der Liebe vor nichts zurückschreckt, der Stamm der Gimpel, die genauso sind, wie ihr Name vermuten läßt, und ein hochintelligentes Häufchen Dreck namens Zamomin, das seinem Schöfper, dem siebenhirnigen Prof. Nachtigaller (dessen äußerst instruktives Lexikon den Blaubärn und den ihn begleitenden Leser durch den gesamten Roman mit vitalen Informationen versorgt), beinahe zum Verhängnis wird. Aber da ist ja noch Blaubär, der ehemalige Schüler der Professors...
Dieses Buch ist anders. Jedes Jahr gibt es allein in Deutschland vierzigtausend (oder waren es achtzigtausend?) Neuerscheinungen: den zehntausendsten Ratgeber zum Steuersparen, den hunderttausendsten Ärzteroman, die einmillionste Geschichte von Liebe und Leidenschaft. Ein Buch wie dieses haben Sie noch nie gelesen! Sicher gibt es Vorbilder (zu denen Moers sich auch offen bekennt), etwa den wunderbaren Roman "Die Brautprinzessin" von W. Goldman, der ebenfalls reale und fiktive Schauplätze meisterhaft verquickt und einen großen Teil seiner Komik ebenfalls aus dem jähen Kontrast zwischen dem Heroischen und dem Banalen gewinnt. Auch die Technik der typographisch unterschiedenen Erzählperspektiven findet sich bereits dort (wie etwa auch bei M. Ende in der "Unendlichen Geschichte"). Eine technische Neuerung scheint mir hingegen der virtuos gehandhabte Einsatz von Randtiteln in einem Roman zu sein; das kannte ich bis jetzt nur aus Sachbüchern. Falls Sie zu den Menschen gehören, die es gut mit sich meinen: schenken Sie Ihre Videos einem Analphabeten, werfen Sie Ihre Extasy-Pillen ins Aquarium, lassen Sie Ihre schwadronierenden Skatbrüder am Stammtisch zurück und lesen Sie dieses Buch! Ich wage zu behaupten: dieses Buch wird ein Klassiker- und noch haben Sie die Chance, eine der begehrten Erstausgaben zu besitzen.
55 Kommentare|169 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In der ersten Auflage erschien der Roman im Jahr 1999 und steht seit dem bei vielen Fans im Regal. Jetzt gibt es eine Neuauflage, doch lohnt sich die überhaupt? Die Antwort lautet schlicht JA!, auf jeden Fall. Jeder, der den Blaubär ins Herz geschlossen hat, wird um die aktuelle Veröffentlichung nicht herumkommen.
Mindestens genauso wichtig, wie der Text für das Erleben von Blaubärs Geschichten ist, sind es nämlich auch die zahlreichen Illustrationen von Walter Moers. Es gibt kaum eine Seite ohne Bild. Jede Station des Abenteurers hat er in einzigartigen Bildern festgehalten. Bisher gab es die ausschließlich in der "moers-schen" Schwarz-Weiß-Version. Hier erscheinen sie erstmals in Farbe. Für die Kolorierung zeigt sich Florian Biege verantwortlich. Und in was für eine überwältigende Farben-Wunderwelt lässt er uns da eintauchen! Ja, auch im Original sind die Bilder schon ein wahrer Augenschmaus, aber das hier sprengt alle Ketten und verhilft den Illustrationen zu einem noch intensiveren Erscheinungsbild. So plastisch wurden sie noch nie gezeigt.
Viele Zeichnungen haben zusätzlich zu der reinen Farbe noch einen passenden Hintergrund erhalten, den es vorher nicht gab, und der sie noch stimmungsvoller erscheinen lässt. Das erstreckt sich teilweise über ganze Seiten und wird als Stilmittel genutzt, um den Leser die Stimmung der eben gelesenen Szene erleben zu lassen.

Damit noch nicht genug wurde das gesamte Erscheinungsbild des Romans gleich mit überarbeitet. So heben sich die Lexikon-Beiträge von Nachtigaller in blauer Farbe vom eigentlichen Text ab, die Seitenzahlen und Seitenüberschriften wurden mit verschiedenfarbigen Mustern versehen und die Kapitelanfänge wurden neu in Szene gesetzt. Natürlich ebenfalls in Farbe.
Ein weiteres "Schmankerl" für jeden Zamonien-Fan ist die Karte des nun farbigen und deutlich um einige Details erweiterten Kontinents am Anfang des Romans.

Sammler wird außerdem freuen, dass der Verlag hier alles getan hat, um ihnen eine Freude zu machen. Der "neue" Blaubär ist genauso groß, wie die früheren gebundenen Ausgaben. Der Roman hat ebenfalls einen blau eingefärbten Schnitt an der Oberkante und natürlich ein Lesebändchen. Besonders zu loben ist auch, dass jeder Band einzeln in Folie verschweißt ist und sich nur darauf der Aufkleber mit Barcode und Preis sowie der Hinweis "Erstmals komplett in Farbe" befinden. Das alles kann also nach dem Auspacken getrost entsorgt werden und es bleibt ein tolles Buch ohne störende "Extras".

Fazit:
Fans werden sowieso von der neuen, komplett farbigen Version von "Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär" begeistert sein, aber auch allen anderen - die den Roman noch nicht kennen - kann diese ohne Weiteres empfohlen werden. Das Lesevergnügen wird dadurch noch mal deutlich gesteigert.
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am 4. Juni 2003
wird auch durch Lob geprägt.
als ich das Buch angefangen habe zu lesen viel es mir doch etwas
schwer,aber dann...
Konnte ich nicht mehr aufhören irgendwann war ich bei 250 Seiten am Tag angekommen.
Doch irgendwann wurde ich traurig,denn ich war auf der letzten Seite.
Also, ein ganz tolles Buch, denn jeder der ab und zu mal träumen will, fühlt sich wie im Himmel.
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Eine Bedingung für das Lesen/Genießen des Buches ist, dass man sich darauf einlassen will und dass man sich ein wenig Kindlichkeit noch erhalten hat.
Viel Spaß beim Lesen.
Noch eins zum Schluss: Sowas sollte Schullektüre werden!
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am 13. November 2013
Über diese Ausgabe gibt es nur Gutes zu sagen: Die Qualität der Bindung macht den Eindruck, als könnten sich auch in hunderten von Jahren noch Buchlinge daran erfreuen, und durch die liebevolle Kolorierung von Florian Biege gewinnen die ohnehin schon großartigen Illustrationen von Walter Moers noch einmal zusätzlich dazu.

Die Geschichte rund um die erste Lebenshälfte des umtriebigen blauen Bären ist sowieso über jeden Zweifel erhaben (oder vielleicht auch nicht...), und so ist dieses Buch - meines Erachtens - eine absolute Kaufempfehlung für alle, die bis dato vielleicht nur die Taschenbuchausgabe der "13,5 Leben des Käpt'n Blaubär" besessen haben und sich die Wartezeit auf das "Schloss der träumenden Bücher" ein wenig verkürzen möchten. Aber natürlich auch für diejenigen, die mit Käpt'n Blaubär bisher ausschließlich das Kinderprogramm im Fernsehen und mit Walter Moers vor allem das "Kleine Arschloch" in Verbindung gebracht haben, ist dieses Buch - egal in welcher Ausgabe - die perfekte Gelegenheit, sich eines Besseren belehren zu lassen.
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am 22. Oktober 2008
Uns hat das Hörbuch vollkommen überzeugt. Die fantasievolle Welt von Walter Moers wird durch Dirk Bachs fantastischen Vortrag zum Leben erweckt. Dank der gelungenen Lesung und der genialen Vorlage kommt man aus dem Kichern nicht mehr heraus. Der Blaubär dieser Geschichte hat allerdings nicht viel mit dem gemein, den man aus dem Fernsehen kennt. Daher ist das Buch für die ganz kleinen Zuhörer nicht geeignet.
Moers hat mit seinem Werk bewiesen, dass er ein begnadeter Geschichtenerzähler ist und Dirk Bach ist ein echter Gewinn als Sprecher.
Allerdings ist die Stimme Dirk Bachs für viele Hörer bestimmt gewöhnungsbedürftig und wir empfehlen unbedingt erst einmal in das Hörbuch reinzuhören. Auch die Länge könnte den einen oder anderen abschrecken. Für Leute die mit beiden Beinen fest in der Realität verwurzelt sind, ist dieses Hörbuch ebenfalls nicht zu empfehlen. Fans von Terry Pratchett und Co. dürften am dem Hörbuch allerdings ihre helle Freude haben, da die Geschichte von skurrilen und aberwitzigen Einfällen nur strotzt.
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am 17. Januar 2006
Der Autor erzählt eine Geschichte, die voller Phantasie und
interessanter Ideen steckt. Eine Abriß über die Handlung zu geben,
würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen: Die Geschichte
beginnt, wie der kleine Blaubär in einer Nußschale, auf dem Meer
treibend, das Bewußtsein erlangt, wie er von den Zwergpiraten, die
so klein sind, daß sie es noch nie geschafft haben, ein anderes
Schiff zu überfallen, aufgezogen wurde, wie er von tratschenden
Wellen das Sprechen beigebracht bekommt... In der weiteren
Handlung spielen Stollentrolle, ein Riese ohne Kopf, ein ewiger
Tornado, eine eingefangene Fata Morgana, ein Zeitreiseabenteuer
um einen Prinz aus einer anderen Dimension und viele, viele
weitere Märchenfiguren eine Rolle.

Egal, ob man diese Geschichte als Märchen für Erwachsene oder als
Fantasy für Kindern einordnet, sie ist auf jeden Fall für Jung
und Alt geeignet, für jeden, der sich an den Ideen des Autors,
die zu einer durchgehenden Handlung verknüpft sind, erfreuen
kann. Mich hat der Roman so begeistert und in seinen Bann
gezogen, daß ich die 700 Seiten in kürzester Zeit verschlungen
habe - Prädikat absolut empfehlenswert!
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am 6. März 2003
Das war die zentrale Frage für mich. Ich hätte mich nie an das Buch herangewagt, da mir der Author nur durch seine extrem derben Sachen bekannt war die mich nur teilweise erheitern konnten, ABER es wurde mir von drei total unterschiedlichen Personen empfohlen. Und ich kann es nur wärmsten weiter empfehlen. Vorsicht! Es besteht die Gefahr total in dieser Welt zu versinken. Täglich bombadiert man seine komplettes soziales Umfeld mit den neuesten Erfahrung des Käpt'n Blaubärs. Es ist eine absolut geniale Persiflage auf alle Märchen die man schon einmal gehört/gelesen/gesehen hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. August 2011
Lieber (zukünftiger) Leser der "13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär",

ich hoffe, Sie erwarten beim Kauf dieses Buches keine humorvolle Fantasy-Literatur. Wenn doch: Wie kommen Sie nur darauf? Der uns allen gut bekannte Fernsehstar Käpt'n Blaubär schreibt hier durch die Feder von Walter Moers eine Autobiographie über seine ersten 13 1/2 Leben (ein Blaubär hat 27 davon) und die von ihm erlebten Abenteuer sind selbstverständlich erstens sehr ernst und zweitens nichts als die Wahrheit (würde der Blaubär lügen? Niemals! - gut, außer vielleicht als Gladiator bei den legendären Lügenduellen in Atlantis - aber sonst spricht er nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit!).

Der Blaubär lebt auf Zamonien, einem Kontinent, der selbstverständlich nicht der Fantasie entspringt, sondern den es wirklich gab - mitten im Atlantik - bevor er im Meer versank (Käpt'n Blaubärs Wort drauf). Dort gibt es allerhand verrückte Kreaturen kennenzulernen, die absurdesten Orte zu entdecken und die unfassbarsten Abenteuer zu erleben - und der Blaubär kennt sie alle (unter Zuhilfenahme des Nachtigaller'schen Lexikons selbstverständlich).

Da Sie genauso wenig wie ich jemals das Vergnügen hatten, Zamonien persönlich zu bereisen, brauchen Sie für dieses Buch vor allem eines: Eine blühende Fantasie mit starker visueller Ausprägung. Denn dann garantiert Ihnen dieses Buch nicht nur genial geschriebene 700 Seiten bester deutschsprachiger Literatur, sondern auch mehrere Stunden Kopfkino vom feinsten. Unterstützen werden Sie dabei zahlreiche Illustrationen von Moers höchstpersönlich, so dass Sie sich alles hervorragend vorstellen können - oder fast alles. Für manche Dinge im zamonischen Kabinett der unmöglichen Möglichkeiten brauchen Sie leider vier bis sieben Gehirne. Haben Sie nicht? Tja...

Wenn man sich beim Lesen allerdings vorstellt, dass Walter Moers sowohl den Blaubären als auch dessen an Absurdität kaum zu überbietenden Abenteuer und das ganze komplexe Zamonien irgendwo in seinem Kopf hat, kann man sich schonmal fragen, wie das möglich ist. Hat der Wahnsinn bei Moers das geschafft, was er im Hirn des Bollog-Kopfes seit Ewigkeiten vergeblich versucht? Hat er die Kontrolle übernommen? Oder lebt Moers in einer Halluzination, die ihn eigentlich geradewegs ins Netz einer Waldspinnenhexe treibt?
Ich weiß es nicht, aber fest steht: "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" ist eines der besten Bücher, das Sie auf dem heutigen Buchmarkt finden können. Es ist fantastisch geschrieben und nicht eine Sekunde langweilig - bei jedem Umblättern landen Sie in einer neuen und dazu wahrscheinlich für 99,9% der Erdenbewohner unvorstellbaren Situation. Sie werden sich kaum einkriegen vor Lachen und für mich waren es obendrein Kindheitserinnerungen neu verpackt für Erwachsene.

Daher das eindeutige Fazit: KAUFEN und LESEN Sie dieses Buch! Sonst verpassen Sie etwas, von dem Sie wahrscheinlich noch nicht einmal wissen, dass es möglich ist.
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am 17. Februar 2002
Er ist blau, hat Fell von Kopf bis Fuß, spricht plattdeutsch und er ist ein Bär! Die wohl zur Zeit bekannteste Figur im deutschen Fernsehen - Kapitän Blaubär.
Und nun kehrt der blaue Bär auch noch in unsere Bibliotheken ein.
Walter Moers bekannt vor allem durch die Erschaffung des kleinen Arschlochs nimmt sich des bewegten Lebens des Blaubären an und lässt diesen erstmals im Buch zu Wort kommen.
Nun wird sich sicherlich jeder fragen, warum heißt das Buch ‚Die 13½ Leben’, warum nicht die dreizehn oder vierzehn Leben des Blaubären, woher kommt das einhalb?
Nun, das ist leicht erklärt, normalerweise hat ein Buntbär 27 Leben, so wie die Katze neun hat. Allerdings beschließt der Blaubär nur die Hälfte seines Lebens preis zugeben, denn das macht einen Blaubären interessant und vor allem - geheimnisvoll!
Die Handlung beginnt irgendwo in den Gewässern vor dem, inzwischen untergegangenen Kontinent Zamonien. Hier treibt die Schale einer Walnuss und in dieser liegt - der Blaubär! Noch ein winzig kleiner Babybär befindet er sich schon in höchster Not, er treibt auf den gefährlichen Malmstrom zu, einen riesigen Wasserstrudel, der alles verschlingt, was in seine Fänge gerät.
Doch schon zu Beginn seines bewegten Lebens ist der Kapitän ein wahrer Glücksbär, denn just in diesem Moment kommt ein Schiff der Zwergpiraten des Weges. Jedes andere Schiff hätte den Bären nicht mehr retten können, hätte ihn gar übersehen in seiner Walnussschale aber nicht die Zwergpiraten, diese sind so winzig, dass sie noch nie ein anderes Schiff entern konnten, ganz einfach weil niemand sie bemerkt!
Und nur diesen tüchtigen kleinen Gesellen gelingt es, den Fängen des Malmstroms zu entkommen. Sie nehmen den kleinen Blaubär bei sich auf und lehren ihn alles, was sie über die Seefahrt wissen, doch dann ist es soweit, der Blaubär ist inzwischen soweit gewachsen, dass er keinen Platz mehr hat auf dem Schiff der kleinen Leute und so setzen sie ihn auf einem Floß in der Nähe Zamoniens aus...
Was nun beginnt, kann man nur als genial bezeichnen! Wer die Fernsehsendung kennt, der wird überrascht sein, zwar ist es derselbe Blaubär, jedoch wurde das Kindersendungshafte von Moers verbannt, wodurch der Blaubär auch für große Kinder zur Unterhaltungsfigur avanciert!
Das Seemannsgarn das hier gesponnen wird ist, mehr als 700 Seiten Unterhaltung pur. Das Buch stellt keinerlei Anspruch an den Leser, man liest einfach nur und wird dabei unterhalten, nachdenken ist bei diesem Buch nicht erforderlich. Dazu würde man auch gar nicht kommen, ist man doch beständig damit beschäftigt, sich die Lachtränen aus den Augen zu wischen. Moers feuert eine Kanonade nach der anderen an Witzen, Gags und Kalauern ab, ohne dass dadurch Langeweile aufkommt.
Ich kann dieses Buch nur wärmsten empfehlen, es ist die perfekte Unterhaltung.
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am 3. Juni 2000
Wer, wie ich mit Käpt'n Blaubär aufgewachsen ist, und ihn in der Pubertät als kindisch abgestempelt hat, der muss beim Lesen dieses Buches erfahren, dass Blaubär nicht nur unterhaltsamen Charakter, sondern auch eine ernste Botschaft hat. Eine sehe ich darin, einen vollendeten Lebensabschnitt abzuhaken und einfach ein neues Leben zu beginnen. Besonders diese Unbekümmertheit des jungen Blaubär hat mich begeistert, denn in meinen Augen ist man erwachsen, wenn man über seine Taten nachdenkt. Blaubär aber handelt zwar oft unüberlegt, jedoch nicht unvernünftig, was ihn auch schon wieder zu einem Erwachsenen macht. Er empfindet zwar Liebe (im Finsterwald), aber deckt sich auch im Tornado mit eigentlich nutzlosen Schätzen ein. Alles in allem empfehle ich diesen Roman all den Lesern, die einfach nur das Fernweh treibt und die eigentlich ganz tief in ihrem Herzen solche erwachsenen Kinder geblieben sind.
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