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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Erwachsenwerden...
Ich habe das Buch gegen 19:00 Uhr abends angefangen zu lesen. Obwohl ich ein Schnelleser bin, habe ich nicht damit gerechnet und auch nicht vorgehabt, das Buch an einem Abend durchzulesen. Aber obwohl ich es zwischendurch weggelegt und das Licht ausgemacht habe,konnte ich nicht schlafen, weil mir soviele Gedanken durch den Kopf gingen. Ob mir diese Gedanken durch den Kopf...
Am 14. Februar 2001 veröffentlicht

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber doch ein bisschen seicht
Ein Buch, das sicher für Kurzweil, Abwechslung und ein paar nette Stunden sorgt, mehr aber auch nicht. Durchaus mit leichter Feder geschrieben, unterhaltsam und streckenweise mit einigen treffenden Rückblicken auf das Pubertieren und Erwachsenwerden in den 80ern, aber irgendwie doch auch ein bisschen seicht und einfach und irgendwie und irgendwo schon mal...
Veröffentlicht am 11. August 2006 von penguin


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Erwachsenwerden..., 14. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch gegen 19:00 Uhr abends angefangen zu lesen. Obwohl ich ein Schnelleser bin, habe ich nicht damit gerechnet und auch nicht vorgehabt, das Buch an einem Abend durchzulesen. Aber obwohl ich es zwischendurch weggelegt und das Licht ausgemacht habe,konnte ich nicht schlafen, weil mir soviele Gedanken durch den Kopf gingen. Ob mir diese Gedanken durch den Kopf gingen, weil ich das Buch gelesen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Tatsache ist, dass ich das Buch einfach zu Ende lesen musste.
Ich glaube, das Stärkste an diesem Buch sind die klare Sprache und das Aufkommen von Erinnerungen bei jedem, der in der gleichen Zeit wie Jürgen Goosen gross geworden ist. Dieser Effekt zieht einen vordergründig in das Buch hinein, sei es durch die im Hirn angespielten Musiktitel oder die Schilderung der zeittypischen Feten und Besäufnisse, der Musik, die man hören musste und der Musik, die man auf keinen Fall hören durfte.
Das eigentlich interessante ist aber die psychologische Komponente. Helmut hat sich 33 Jahre lang durchs Leben tragen lassen, ständig verfolgt von Situationen wie an der Supermarktkasse, wo man sich plötzlich für eine der vielen Süssigkeiten entscheiden muss. Und plötzlich wird ihm die Pistole auf die Brust gesetzt. Seine Freundin verlangt von ihm, sich jetzt ganz für ihn zu entscheiden, will ein Kind von ihm, also: ihm die Schlinge um den Hals legen.
Das ist die Ausgangssituation des Buches und in einer Retrospektive beginnt von der ersten Seite an eine Beschreibung seines "Leidensweges" früherer Beziehungen. Dieser Plot erinnert dabei sicher nicht völlig zufällig an "High Fidelity", vor allem als Helmut seine Verflossenen quer durch Deutschland in einer Tages- und Nachttour besucht, aber "High Fidelity" ist amerikanischer, das Setting von "Liegen Lernen" ist deutsch wie es deutscher nicht sein kann.
Dabei fällt auf, dass Helmut eigentlich nie den aktiven Part dargestellt hat. Von allen seinen Freundinnen ist er eigentlich "entdeckt" worden, die Ausnahme ist Gisela, die aber mit einem ganzen Zaun gewunken hat, so dass für ihn das Risiko einer Abfuhr praktisch nicht existent war.
Helmut ist mit völlig verschiedenen Frauentypen zusammen, muss lernen, dass man die grosse Liebe - und wenn sie mit 15 passiert, was tragisch ist - nie wirklich vergisst und man sich am Ende irgendwann doch mal für etwas entscheiden muss.
Das Schmerzliche an einer solchen Entscheidung ist nachvollziehbar (nie wieder eine andere Frau). So ist seine Entscheidung für Tina auch kein reines Happy-End, sondern entwickelt sich vielmehr aus dem Gefühl, endlich nicht mehr heimatlos zu sein.
Das ist alles sehr gefühlvoll, ohne dick aufzutragen, geschrieben. Aber man ahnt, dass die Selbstzweifel von Helmut nicht für immer beseitigt werden sein werden und wird neugierig, was wohl mit Helmut passiert, wenn er als Familienvater mit vierzig dann irgendwann mal in die Midlife-Crisis kommt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen so wird es gewesen sein ..., 24. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen (Taschenbuch)
goosen beschreibt in seinem (autobiographischen) erstlingsroman seine jugend und die jahre als junger erwachsener in den 80-zigern... aufgewachsen im ruhrgebiet, umgeben vom kleinbuergerlichen mief des elternhauses versucht er seinen platz in der welt zu finden. seine eltern sind ihm dabei keine hilfe, zu different die unterschiedlichen wertvorstellungen ... freunde, freundschaften, erste (unerfuellte) liebe, die ihn viele jahre verfolgen wird, berufseinstieg, die typischen begleiterscheinungen seines erwachsenwerdens ... ein durchaus sympathischer held mit allerweltssorgen, wie sie uns alle ereilt haben ... brussigs held ist kein uebermensch, sondern otto normalverbraucher, der zwischenzeitlich rebelliert, ausbricht, experimentiert, aber letztlich dennoch zurueckkehrt in die buergerliche normalitaet ... wie gesagt, einer von uns ...
ein schoenes buch, sprachlich ueber jeden zweifel erhaben, niemals langweilig oder gar langatmig ... mit einer bestandsaufnahme der langweiligen 80-ziger jahre ... da ist es in den 70-zigern schon heisser hergegangen ... empfehlenswerter lesespass ...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber doch ein bisschen seicht, 11. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen (Taschenbuch)
Ein Buch, das sicher für Kurzweil, Abwechslung und ein paar nette Stunden sorgt, mehr aber auch nicht. Durchaus mit leichter Feder geschrieben, unterhaltsam und streckenweise mit einigen treffenden Rückblicken auf das Pubertieren und Erwachsenwerden in den 80ern, aber irgendwie doch auch ein bisschen seicht und einfach und irgendwie und irgendwo schon mal gelesen. Insgesamt: Wenn man für den Sommerurlaub gar nichts mehr zu lesen hat: bei Freunden ausleihen ja, kaufen eher nein.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lehmanns Zwilling, 3. Juli 2007
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen (Taschenbuch)
Frank Goosens "liegen lernen" handelt von Helmuts Leben zwischen 1982 und 1998. Zuerst ist er Gymnasiast, dann Student und schliesslich Assistent an der Uni. Sein Leben wird vor allem an Beziehungen zu Frauen gespiegelt, und da sind einige. Fast schon klassisch ist das Schlusskapitel, in dem der Protagonist nochmals die ehemaligen Freundinnen aufsuchen muss, um sich über sein gegenwärtiges Leben und seine eigene Rolle klar und sicher zu werden, die Frage nach der grossen Liebe im Leben.

Das Buch ist sehr nostalgisch und für mich als Kind der Achtziger kommen da viele Erinnerungen an die eigene Vergangenheit hinauf. Die Geschichte ist allerdings allgemeingültig und funktioniert unabhängig von zeitlichen Kontext, denn es geht um die existenzielle Frage nach dem Sinn des Lebens. Blendend sind auch die Schilderungen des kleinbürgerlichen Milieus. Insgesamt ist "liegen lernen" sehr unterhaltsam und witzig geschrieben und vergleichbar mit Sven Regeners "Herr Lehmann".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ....vom Suchen, Verlieren, Erinnern und Finden der ersten großen Liebe...., 13. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen (Taschenbuch)
Diese Geschichte spielt zur Zeit der DDR und der Wende...

Der Protagonist trifft in der Schule auf seine erste große Liebe. Die beiden haben eine wunderschöne Zeit. Dann geht sie für ein Jahr nach Amerika und er hört nichts mehr von ihr. Er sammelt daraufhin viele Frauen und vergleicht sie mit ihr, doch keine ist wie sie. Immerhin machen ihn diese vielen Erfahrungen erwachsen und bringen ihm alles bei, was er wissen muss. Dann trifft er auf seine große Liebe wieder, doch Zeiten haben sich verändert und nichts ist, wie es war. Am nächsten Morgen ist sie wieder verschwunden.

Mit dieser Tatsache kehrt er in sein Leben zurück und verliebt sich in eine Frau, mit der er Glücklich wird. Doch dann, kurz nach dem Fall der Mauer, meldet sich sein alter Freund bei ihm und sagt ihm, wo seine große Liebe derzeit ist. Er fährt sofort los und trifft sich mit seinem Freund, der ihm sagt, wo er sie finden kann...

Das Buch ist realistisch und ernst angelegt und deshalb ist das Ende auch nicht so schön, wie man sich es wünschen würde. An diesem Punkt gefällt mir der Film und das Ende besser, aber das ist Ansichtssache. Der Autor hat auf die Romantik und gefühlsduseligen Momente verzichtet und das Buch stattdessen hart und realistisch geschrieben. Als Fan von Die Brücken am Fluss und Nicolas Sparks Büchern war ich schon ein wenig enttäuscht. Deshalb sehe ich mir lieber den Film an.

Trotz allem macht es Spaß dieses Buch zu lesen, zumal es gut geschrieben ist und nicht all zu viel Rücksicht auf den Leser nimmt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Roman einer Generation, 25. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen (Taschenbuch)
Zwar sind BvSB und Florian Illies die witzigeren Erzähler, ist Christian Krachts "Faserland" tiefgründiger, doch ist für mich "Liegen lernen" DER Roman der Generation, die in den 80ern und 90ern erwachsen geworden ist. Das ist freilich eine persönliche Einschätzung und sie hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass meine Biografie der des Ich-Erzählers nicht unähnlich ist. Ich habe "Liegen lernen" in einem Rutsch gelesen. Mit Genuss, vielen Lachern und auch der ein oder anderen Träne...
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Mann, noch größeres Buch, 6. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Aufwachsen in den frühen 80ern, groß werden in den End-80ern und Erwachsenwerden in den 90ern. Und dabei immer das Bild der ersten großen und sowieso einzigen Liebe mit sich rumtragen.
Ein Buch mit oben genannten Inhalt muß großartig sein. Dachte ich beim Kauf des Buches und wurde nicht entäuscht. Im Gegenteil. Bis in die letzten Details (Hungry Heart gröhlen, beim Mauerfall dabei sein etc.) fulminant geschrieben.
Neben Erogene Zone von Djian und High Fidelity von Hornby das lebendigste Buch was ich je gelesen hab.
Einzig das letzte Kapitel ist etwas zu nah an High Fidelity angelehnt. Aber auch das wird dem Herrn Goosen verziehen.
Also, Herr Goosen, bitte seien Sie äußerst sensibel bei dem Verkauf der Filmrechte. Eine miese Verfilmung würde mich immens deprimieren.
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5.0 von 5 Sternen Der Ruhrpott-Klassiker, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen (Taschenbuch)
Es gibt in der deutschen Gegenwartsliteratur eine Menge 80er-Jahre-Romane, aber Goosens "Liegen lernen" gehört zu den Besten. Vor allem aber ist die Geschichte der absolute Klassiker der Ruhrpott-Literatur, eines bis heute - 14 Jahre nach "Liegen lernen" - leider noch viel zu wenig erforschten Genres ... wo bleibt der Nachwuchs? Wahrscheinlich werden wir uns weiter von einem Gossen-Werk zum nächsten hangeln müssen.
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4.0 von 5 Sternen Goosen trifft den Nerv der 80-iger Jahre, 3. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Liegen lernen (Taschenbuch)
Helmut, ein 16-jähriger Gymnasiast aus sehr kleinbürgerlichem Hause lebt im Ruhgebiert der 80-iger Jahre. Er verliebt sich in Britta, die geheimnisvolle, schöne Schulsprecherin. Um ihretwillen beginnt sich Helmut politisch zu engagieren und er scheint selbst überrascht, als sich Britta mit ihm einlässt. Als sie ihn dann Knall auf Fall verlässt bricht für den Heranwachsenden eine Welt zusammen, Britta sollte die Liebe seines Lebens bleiben. In den kommenden Jahren geht Helmut mehrere Beziehungen mit den unterschiedlichsten Frauentypen ein, doch an Britta scheint keine heranzureichen. Erst spät erkennt Helmut, man schreibt mittlerweile das Jahr 1998, dass Britta nur eine Fata Morgana seiner naiven Jungend ist. Goosen trifft mit diesem Buch den Nerv der 80-iger Jahre und versetzt den Leser, der ebenfalls in dieser Zeit großgeworden ist, in eine sentimentale, melancholische Stimmung und beschert ihm ein Déjà-vu nach dem anderen. Goosen schreibt flüssig und humorvoll, ist leicht zu lesen ohne seicht zu werden.
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4.0 von 5 Sternen Odysee im Beziehungsmeer der 80er / Hörbuch Liegen Lernen, 11. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: liegen lernen (Audio CD)
Ach ja... der Helmut. Was für ein Typ! Wir dürfen den Jungen aus dem Pott vom Anfang der 80er bis zum Ende des letzten Jahrtausends durch sein mit Beziehungen erfülltes, aber doch manchmal so tristes, Leben begleiten. Helmut ist nicht gerade der Typ Loverboy, aber er schafft es doch, die "Neue" in der Schule, die anbetungswürdige Britta, als Freundin zu ergattern. Britta ist grün, links, kreativ und sexy. Sie wird Schulsprecherin und der zentrale Mittelpunkt von Helmuts Begehren. Doch nichts währt ewig. So verschwindet Britta ins Ausland. Ihr folgen Gisela, Roberta und Tina, und noch ein paar Seitensprünge dazwischen. Während all dieser Liebesscharmützel verändert sich die Welt. Helmut wird erwachsen, die DDR zerbricht, die Politik schlägt Purzelbäume und die Wegbegleiter aus Helmuts Schulzeit verstreuen sich in alle Winde. Am Ende gibt es nur eine Konstante in Helmuts Leben: Das Sehnen nach Britta. Tatsächlich sieht er sie wieder. Aber besser wird es dadurch auch nicht...

Wunderbar erzählt, mit jeder Menge Lokalkolorit und einem Schuss Nostalgie, kommt Frank Gossens -Liegen lernen- daher. Vom Autor selbst gelesen ist die Geschichte zwar nicht spektakulär, aber in jedem Fall interessant und absolut unterhaltsam. Wenn Helmut schlussendlich die Lieben seines Lebens abgrast und fragt: "Wieso warst Du mit mir zusammen?" ist das so traurig wie witzig. Goosen trifft immer den richtigen Ton, wenn Helmut mal wieder eine Eroberung sein Eigen nennen darf, oder hoffnungslos enttäuscht und kaputt am Wegesrand zurückbleibt. Jeder, der sein Leben gelebt hat, kennt diese Momente.

-Liegen lernen- ist einer dieser Romane, die man scheinbar mitgelebt hat. Er spiegelt das Bild einer Zeit wieder, die nicht besser, aber irgendwie doch anders war. Wer in den Achtzigern unterwegs war, der wird sich in -Liegen lernen- wiederfinden. Ich habe mich mit der Hörbuchversion in jedem Fall sehr gut unterhalten lassen und kann ihnen den Tripp in die Vergangenheit empfehlen...
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Liegen lernen: Roman
Liegen lernen: Roman von Frank Goosen (Gebundene Ausgabe - 20. November 2001)
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