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208 von 221 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie verhält man sich "gebildet"?
Über was sollte man Bescheid wissen? Was "muss" man wissen?

Die Zahl der Themen und Gegenstände, über die es Bescheid zu wissen gilt, ist nicht klein, aber mit ein wenig Engagement kann man sich innerhalb einiger Wochen schlau machen. Und zwar mit diesem blitzartigen Streifzug durch den Grundstock des humanistischen Bildungsguts, adressiert an...
Veröffentlicht am 17. März 2007 von HG

versus
194 von 209 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider zu einseitig
Wer sich für eine amüsante und sehr kompakte Beschreibung vor allem der europäischen Geschichte interessiert, dürfte sich über die ersten knapp 200 Seiten freuen.
Auch die Abschnitte über Literatur, Kunst und Musik können einem diesbezüglichen Laien, wie auch ich einer bin, Neues vermitteln.
Daß eine solche Art der...
Am 1. Januar 2001 veröffentlicht


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208 von 221 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie verhält man sich "gebildet"?, 17. März 2007
Von 
HG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Über was sollte man Bescheid wissen? Was "muss" man wissen?

Die Zahl der Themen und Gegenstände, über die es Bescheid zu wissen gilt, ist nicht klein, aber mit ein wenig Engagement kann man sich innerhalb einiger Wochen schlau machen. Und zwar mit diesem blitzartigen Streifzug durch den Grundstock des humanistischen Bildungsguts, adressiert an alle Interessierten, an Gebildete wie Ungebildete gleichermaßen.

Ihnen widmet Schwanitz die erste Hälfte (knapp 400 Seiten) des Bandes unter dem Thema "Wissen". Das ist pointiert, witzig und, und tatsächlich erhellend dahingeplaudert.

Der eigentliche Kern aber ist der zweite Teil, der sich damit beschäftigt, das im ersten Teil erworbene Wissen "gebildet" anzuwenden. Er steht unter der Überschrift "Können". Ein "Schmankerl" und der heimliche Höhepunkt des Buchs sind seine Ausführungen über "Regeln, nach denen man unter Gebildeten kommuniziert" und Sachgebiete, die man in "gebildeter Gesellschaft" lieber unter den Tisch fallen lässt: Fußball, europäische Königshäuser, Fernsehprogramme...

Die Gewichtung, die Schwanitz vorgenommen hat, ist unter dem Anspruch des Buches "Alles, was man wissen muss" auf jeden Fall als gewagt zu bezeichnen.

Es ist schon an anderer Stelle kritisiert worden, dass die Naturwissenschaften praktisch ganz fehlen, da ihnen nicht einmal ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Es verstecken sich lediglich knapp 20 Seiten zwischen Philosophen und anderen (großen) Geistern, in denen der Leser dann schnell etwas zu Wissenschaft allgemein sowie zu Darwin, Einstein und Freud erfährt.

Der Stil ist locker, ein wenig schnoddrig und setzt andererseits schon einiges voraus.

Es wird eher der an dem (Hör-)Buch Freude haben, der alles Behandelte schon mehr oder weniger wusste und sich über die ironischen Querverbindungen und Seitenhiebe freuen kann. Ob ein völlig Ungebildeter mit dem Werk allzu viel anfangen kann, wage ich zu verzweifeln.

Zu viele Fremdwörter oder zu komplizierte Sätze enthält das (Hör-)Buch für mich nicht, ich bin allerdings als Vielleser/-hörer für eine solche Beurteilung eher ungeeignet.

Fazit:

Wer schon viel weiß oder einige Lücken füllen möchte, kann sich dieses Werk durchaus kaufen - er kann sicher etwas dazulernen, allerdings vor allem auf den Gebieten, über die auch viel geschrieben wird, also sicher nicht über Natur- oder Wirtschaftswissenschaften.

Wer noch nicht soviel weiß, sollte sich nicht zu viel versprechen und auch damit rechnen, einiges nicht oder falsch verstehen zu können, weil eigentlich eine ganze Menge vorausgesetzt wird.

Ob zehn Minuten vor einem Termin oder entspannt am Wochenende auf dem Sofa - der Griff zur Bildung ist durch dieses Hörbuch denkbar einfach. Und so macht sie auch Spaß.

"Eine Frechheit, ein Vergnügen und eine längst fällige Provokation", urteilte "DIE ZEIT" - ich schließe mich dem an.
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194 von 209 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider zu einseitig, 1. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bildung. Alles, was man wissen muss (Gebundene Ausgabe)
Wer sich für eine amüsante und sehr kompakte Beschreibung vor allem der europäischen Geschichte interessiert, dürfte sich über die ersten knapp 200 Seiten freuen.
Auch die Abschnitte über Literatur, Kunst und Musik können einem diesbezüglichen Laien, wie auch ich einer bin, Neues vermitteln.
Daß eine solche Art der Zusammenfassung nicht frei von persönlicher Wertung sein kann, dürfte jedem klar sein. Kritische Anmerkungen anderer Leser, diese Zusammenfassungen befänden sich auf Bild-Zeitungsniveau, kann ich nicht nachvollziehen.
Die behandelten Themen sind sicherlich dazu geeignet,einem Leser mit durchschnittlichen Vorkenntnissen, einige neue Erkenntnisse zu bescheren, bzw. vergessenes Schulwissen wieder zu erlangen.
Aber gerade bei der Auswahl der Themen liegt das Problem :
Der Autor unterliegt nämlich, wie viele andere Geisteswissenschaftler, dem Irrtum, nur ihre eigenen Themen als wissens-notwendig zu erachten.
Sieht man von dem sehr verworrenen Abschnitt über Einstein ab, so werden keine Naturwissenschaftler und deren Arbeiten vorgestellt. Darüber hinaus, erklärt der Autor ausdrücklich, naturwissenschaftliche Kenntnisse seien für den gebildeten Menschen nicht nötig !
Gerade eine solche Meinung zeigt, wie schwer sich der Autor damit tut über seinen eigenen, wohl leider begrenzten, geistigen Horizont hinauszublicken.
Deshalb kann ich dieses Buch nur demjenigen empfehlen, der sich sehr kompakt über die wichtigsten Aspekte von
Geschichte, Literatur, Kunst und Musik informieren möchte.
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die gehaltvolle Provokation ist doppelt nett, 14. November 2002
Von 
Andreas Wittenburg (Hamburg, Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Um es vorweg zu sagen. Das Buch ist kein Brockhaus - will es auch gar nicht sein. Wer erwartet, sich hier umfassende Bildung zu erlesen wird vermutlich enttäuscht.
Wer Schwanitz' Werke kennt wird wenig überrascht sein, dass er auch hier mit einem Augenzwinkern zu Werke geht. Ein Wälzer über alle relevanten Themen der menschlichen Kultur - natürlich ist das eine Provokation
Was dieses Buch aber leistet, und das auf brilliante Weise, ist einen Zusammenhang herzustellen zwischen den verschiedenen Disziplinen: Wie hängt Kunst mit Architektur zusammen? Wie entstehen gesellschaftliche Phänomene wie Nazi-Deutschland? Und dadurch, das Schwanitz diese Themen kurz, aber trotzdem sorgfältig vor dem Leser aufbaut entsteht etwas sehr Seltenes: Verständnis für das Ganze, für die Zusammenhänge.
Wer in einzelne Themen tiefer einsteigen will wird natürlich zu Fachliteratur greifen. Das einige Darstellungen sehr subjektiv und überspitzt sind ist auch deutlich spürbar. Aber genau das macht den Spaß aus ...
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66 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Informativ, bündig aber eben auch subjektiv ..., 9. August 2006
Von 
Fürs Auto eine gute Gelegenheit durch die Jahrhunderte zu streifen, Wissenslücken (zumindest ein wenig) zu füllen und in unbekannte Bereiche vorzudringen.

Klar muss aber auch sein, dass (und das merkt man schnell in den Bereichen, in denen man sich selbst "auskennt") D.Schwanitz auch ein sehr strikter Verfechter seiner Meinung ist.Darüber lässt sich natürlich diskutieren ... Das macht auf eine Art anfällig dafür, dass man sein "Wissen" komplett übernimmt -inklusive SEINER Beurteilung des Ganzen.

Ist man sich dessen bewusst (denn dies ist kein dokumentarisches Buch- oder ein reines Lehrbuch) wird man bestimmte Schlussfolgerungen des Autors mit Vorsicht geniessen.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gepflegtes Halbwissen?, 29. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Es ist bereits einige Zeit her, dass ich dieses Buch -mit großem Vergnügen- gelesen habe. Der Titel ist provokant und wer sich davon erwartet, sämtliche Bildung auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, wird sich erwartungsgemäß gehörig täuschen.
Die Stärke des Buches liegt nicht darin, Fakten über Fakten zu vermitteln, sondern den in Schule und Studium gelernten Daten Leben einzuhauchen und sie in einen großen Zusammenhang einzuordnen.
Als geschichtsinteressierter Mensch habe ich seit der Schulzeit viel gelesen, viele Fakten und Daten angehäuft. Dieses Buch hat mir geholfen, so manche losen Gedankengänge zusammenzuführen. Je mehr Vorwissen der Leser hat, umso mehr Gewinn wird er aus dem vorliegenden Buch ziehen. Und genau das ist der Bildungsbegriff, den Herr Schwanitz meiner Ansicht nach vermitteln will. Nicht die Kenntnis möglichst vieler Geschichtsdaten an sich ist der Bildung höchste Weihe, sondern erst die Einordnung dieser Wissensinhalte in größere Zusammenhänge und ihre Interpretation im Rahmen der jeweiligen Menschen- und Weltbilder.
Dass bei der Vermittlung besagter Zusammenhänge viele Details unter den Tisch fallen liegt auf der Hand. Herr Schwanitz will meiner Auffassung nach auch die Wichtigkeit der unterschlagenen Details nicht herunterspielen. Vielmehr setzt er einen Maßstab dahingehend, wie weit man von seinem Detailwissen abstrahieren können sollte, um es auch gewinnbringend zu nutzen.
Einen Blick ist das Buch auf jeden Fall wert. Denn es eröffnet neue Perspektiven, weckt Neugier und mach einfach Lust darauf, mehr zu wissen...
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildung. Alles, was man wissen muss, 12 Audio-CD's, 6. August 2005
CD's 1 bis 5 - Geschichte und Literatur. Dieses "Hörbuch" war und ist für mich ein Genuss. Der Autor versteht es in einer unterhaltsamen Weise Zusammenhänge aufzuzeigen und die Neugier auf mehr zu wecken. Diese CD's würde ich als Arbeitsmaterialien in den Schulfächern Geschichte und Deutsch einsetzen. Ich bin mir sicher, dass unsere Kinder dann wieder mehr Spaß am Lernen hätten. Aus meiner Sichtweise uneingeschränkt empfehlenswert; auch für den Nachwuchs.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel zu lesen - und genug Kontroverse für viele unterhaltsam, 13. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bildung. Alles, was man wissen muss (Gebundene Ausgabe)
Über das Buch von Schwanitz ist schon eine Menge geschrieben worden und sein hochgesteckter Ansatz eines „Bildungskanons" wohl auch zurecht von verschiedenen Seiten unter Beschuß geraten. Dennoch ist sein Vorhaben eigentlich ein edles: Am Ende des Jahrhunderts einen gerafften Querschnitt von all dem zusammenzufassen, was zum „Handwerkszeug" abendländischer Kultur gehört - und eine Anleitung zu seiner Benutzung mitzuliefern. Das Ganze ist weitgehend gelungen, auch wenn es etwas länger gebraucht hat als ich dachte, um mich durch das Werk zu kämpfen. Zwei Dinge sind mir aufgefallen: Die einzelnen Abschnitte haben zum Teil ein so unterschiedliches Niveau, dass es mir schwer fiel, einen klaren Adressatenkreis vorzustellen. Der Geschichtliche Teil ist klar, knapp, aufgeräumt und unterhaltsam. Ich musste mich immer wieder wundern, wie man so vieles in eine so kompakte Form bringen kann. Das bringt leider auch die Gefahr mit sich, dass eingestreute Bewertungen des Autors, die durchaus zu kontroversen Diskussionen Anlaß geben, unreflektiert in den Text einfließen und ohne kritischen Abstand leicht für bare Münze genommen werden können. Demgegenüber fand ich die Abschnitte über modernes Theater, Kunst und die Philosophie des 20. Jahrhunderts hart an der Grenze dessen, was man im Rahmen eines solchen Werkes verdauen kann. So teilte der fiktive Diskurs moderner Dramatiker viele von den Eigenschaften, die mein Interesse an dieser Kunstform ursprünglich erlahmen ließen. Da musste ich mich wirklich durchbeißen. Der zweite Teil über die Fertigkeiten im Umgang mit Bildung besticht durch eine ironische Distanz, die sich leicht aus der intimen Kenntnis akademischer Kommunikationsformen erklärt. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sich Schwanitz selbst ad absurdum führt, wenn er zunächst mühevoll aufzeigt, was man denn alles zu wissen und zu verstehen hat, um dann aufzuzeigen, dass das Gespräch über kulturelle Themen letztlich nichts anderes ist als eine Scharade, in der jeder vor dem anderen nach Kräften zu verbergen sucht, dass er eigentlich von der ganzen Geschichte überhaupt nichts versteht. Trotzdem: lesen lohnt!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Inhaltlich FLACH sowie UNPRAEZISE und gerade sprachlich UNVERSTAENDLICH, 1. September 2013
Der Autor meint fuer die Masse zu schreiben, Wissen zusammenfassen, was jeder kennen muss. Dafuer setzt er sich als Ziel, "dass Bildungswissen aus den Formelpanzern herauszuschaelen und einer sprachlichen Massage zu unterwerfen", um es fuer jeden Verstaendlich zu machen. Leider verliert er sich schon auf den ersten 50 Seiten in schrecklichen Satzgebilden. Die kann man nur ueberlesen, um nicht stundenlang ins Gruebeln zu kommen und frustriert das Buch wegzulegen. Ein gutes Beispiel ist wohl sein Kommentar zur Eigenart des alten Testaments im Gegensatz zur Goetterwelt der Griechen - "Die Geschichte wird zu einem fortlaufenden juristischen Prozesss, zu einem Verfahren mit generellem Rechtfertigungsnotstand und staendigem Uebertretungsbewusstsein mit eingebautem Erloesungsbeduerfnis, aber auch der Idee von einklagbarer Verfahrenssicherheit". Ich hoffe, dass zumindest Schwanitz beim Schreiben dieses Buches verstanden hat, wie die Geschichte der Welt abgelaufen ist. Man selbst wird dafuer wohl andere Quellen befragen muessen.
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52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ... wenn man alles gelesen hat, und alles vergessen..., 21. Juli 2003
"Wenn man alles gelesen hat, und alles wieder vergessen, was dann übrig bleibt, ist Bildung." Hat einer gesagt, dessen Namen ich zwar vergessen habe, nicht aber sein Zitat. Mit der Bildung ist das heute so eine Sache: Weil das Wissen sich auf vielen Gebieten so explosionsartig vermehrt, dass sich die Wissensmenge eines Studienfachs zwischen Beginn und Ende der Studienzeit schon mal verdoppeln kann, und weil vieles Wissen sich als extrem flüchtig herausgestellt hat, das gestern noch als essenziell galt, wird es umso wichtiger, zwischen Wissenswertem und nutzlosem Wissen zu unterscheiden. Nun ist der Herr Schwanitz seines Zeichens Geisteswissenschaftler, und denen hängt, bei allem Bemühen um Kunst, Literatur, Philosophie und Geschichte, leider oft eine gewisse dünkelhafte Arroganz an, sich selbst als Nabel der Kultur zu verstehen, und z.B. Naturwissenschaften schlicht zu ignorieren. Ich finde es ungeheuerlich zu behaupten, Physik, Mathematik oder Chemie hätten nichts mit Bildung zu tun!
Übrigens lässt sich gerade heute, da es immer unmöglicher wird "alles zu wissen, was man wissen muss", trefflich darüber streiten, welche Art von Bildung eigentlich die wichtigere ist: Wie man virtuos mit einer Suchmaschine umgeht, um mit Einstein gesprochen so schnell wie möglich alles zu finden, was es Wissenswertes gibt ("Wozu soll ich mir etwas merken, wenn ich weiß, wo ich es nachschlagen kann") - oder möglichst viel davon selbst im Kopf zu haben.
Schwanitz liefert dem Leser einen vergnüglichen Kanon von ohne Zweifel Wissenswertem, das sich leicht lesen, leicht konsumieren - und auch leicht einprägen lässt. Kein Wunder, dass das Buch im Rausch des "Wer-wird-Millionär-Fiebers" und Pisa-Schocks wochenlang auf den Bestsellerlisten stand. Aber es ist eben doch nicht "Alles, was man wissen muss". Übrigens gibt es mittlerweile auch das Buch "Die andere Bildung", gewissermaßen die Gegenveranstaltung eines Physikprofessors, der sich von Schwanitz' geisteswissenschaftlicher Egozentrik so sehr auf den Schlips getreten fühlte, dass er gleich eine Antwort verfasste. Beide Bücher zusammen, ergänzt um ein Tageszeitungs-Abonnement und ein aktuelles Buch gesellschaftlicher Benimm- und Kommunikationsformen ergäben schon eher einen repräsentativen Querschnitt dessen "was man wissen muss"...
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71 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen warum dumm sterben?, 21. November 2005
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
auf 12 CD's kommt hier eine geballte Ladung Wissen.
Ich habe auch das Buch gelesen und muss sagen, dass ich beim Hörbuch keine Abstriche in Sachen Umfang feststellen konnte.
Einzig störend fand ich manchmal die monotone Vortragsweise insbesondere bei offensichtlich sarkastischen und humorvollen Aussagen von Herrn Schwanitz.
Dass das Buch absolut Klasse ist, steht wohl nicht zur Debatte. In den wahren Genuss kommt man jedoch erst, wenn man alles schonmal genauer gehört hat (zB aus der Schule noch einiges im Hinterkopf hat). Nur dann versteht man nämlich an den meisten Stellen, was gemeint ist und die unterhaltsame Umschreibung der historischen Wirklichkeit.
Nur 4 Sterne wegen der Montonie. Ansonten super.
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Bildung. Alles, was man wissen muss
Bildung. Alles, was man wissen muss von Dietrich Schwanitz (Gebundene Ausgabe - 26. März 2010)
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