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196 von 210 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie verhält man sich "gebildet"?
Über was sollte man Bescheid wissen? Was "muss" man wissen?

Die Zahl der Themen und Gegenstände, über die es Bescheid zu wissen gilt, ist nicht klein, aber mit ein wenig Engagement kann man sich innerhalb einiger Wochen schlau machen. Und zwar mit diesem blitzartigen Streifzug durch den Grundstock des humanistischen Bildungsguts, adressiert an...
Veröffentlicht am 17. März 2007 von Heike G

versus
179 von 192 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider zu einseitig
Wer sich für eine amüsante und sehr kompakte Beschreibung vor allem der europäischen Geschichte interessiert, dürfte sich über die ersten knapp 200 Seiten freuen.

Auch die Abschnitte über Literatur, Kunst und Musik können einem diesbezüglichen Laien, wie auch ich einer bin, Neues vermitteln.

Daß eine solche Art der...

Am 1. Januar 2001 veröffentlicht


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196 von 210 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie verhält man sich "gebildet"?, 17. März 2007
Von 
Heike G (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Über was sollte man Bescheid wissen? Was "muss" man wissen?

Die Zahl der Themen und Gegenstände, über die es Bescheid zu wissen gilt, ist nicht klein, aber mit ein wenig Engagement kann man sich innerhalb einiger Wochen schlau machen. Und zwar mit diesem blitzartigen Streifzug durch den Grundstock des humanistischen Bildungsguts, adressiert an alle Interessierten, an Gebildete wie Ungebildete gleichermaßen.

Ihnen widmet Schwanitz die erste Hälfte (knapp 400 Seiten) des Bandes unter dem Thema "Wissen". Das ist pointiert, witzig und, und tatsächlich erhellend dahingeplaudert.

Der eigentliche Kern aber ist der zweite Teil, der sich damit beschäftigt, das im ersten Teil erworbene Wissen "gebildet" anzuwenden. Er steht unter der Überschrift "Können". Ein "Schmankerl" und der heimliche Höhepunkt des Buchs sind seine Ausführungen über "Regeln, nach denen man unter Gebildeten kommuniziert" und Sachgebiete, die man in "gebildeter Gesellschaft" lieber unter den Tisch fallen lässt: Fußball, europäische Königshäuser, Fernsehprogramme...

Die Gewichtung, die Schwanitz vorgenommen hat, ist unter dem Anspruch des Buches "Alles, was man wissen muss" auf jeden Fall als gewagt zu bezeichnen.

Es ist schon an anderer Stelle kritisiert worden, dass die Naturwissenschaften praktisch ganz fehlen, da ihnen nicht einmal ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Es verstecken sich lediglich knapp 20 Seiten zwischen Philosophen und anderen (großen) Geistern, in denen der Leser dann schnell etwas zu Wissenschaft allgemein sowie zu Darwin, Einstein und Freud erfährt.

Der Stil ist locker, ein wenig schnoddrig und setzt andererseits schon einiges voraus.

Es wird eher der an dem (Hör-)Buch Freude haben, der alles Behandelte schon mehr oder weniger wusste und sich über die ironischen Querverbindungen und Seitenhiebe freuen kann. Ob ein völlig Ungebildeter mit dem Werk allzu viel anfangen kann, wage ich zu verzweifeln.

Zu viele Fremdwörter oder zu komplizierte Sätze enthält das (Hör-)Buch für mich nicht, ich bin allerdings als Vielleser/-hörer für eine solche Beurteilung eher ungeeignet.

Fazit:

Wer schon viel weiß oder einige Lücken füllen möchte, kann sich dieses Werk durchaus kaufen - er kann sicher etwas dazulernen, allerdings vor allem auf den Gebieten, über die auch viel geschrieben wird, also sicher nicht über Natur- oder Wirtschaftswissenschaften.

Wer noch nicht soviel weiß, sollte sich nicht zu viel versprechen und auch damit rechnen, einiges nicht oder falsch verstehen zu können, weil eigentlich eine ganze Menge vorausgesetzt wird.

Ob zehn Minuten vor einem Termin oder entspannt am Wochenende auf dem Sofa - der Griff zur Bildung ist durch dieses Hörbuch denkbar einfach. Und so macht sie auch Spaß.

"Eine Frechheit, ein Vergnügen und eine längst fällige Provokation", urteilte "DIE ZEIT" - ich schließe mich dem an.
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179 von 192 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider zu einseitig, 1. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bildung. Alles, was man wissen muss (Gebundene Ausgabe)
Wer sich für eine amüsante und sehr kompakte Beschreibung vor allem der europäischen Geschichte interessiert, dürfte sich über die ersten knapp 200 Seiten freuen.

Auch die Abschnitte über Literatur, Kunst und Musik können einem diesbezüglichen Laien, wie auch ich einer bin, Neues vermitteln.

Daß eine solche Art der Zusammenfassung nicht frei von persönlicher Wertung sein kann, dürfte jedem klar sein. Kritische Anmerkungen anderer Leser, diese Zusammenfassungen befänden sich auf Bild-Zeitungsniveau, kann ich nicht nachvollziehen.

Die behandelten Themen sind sicherlich dazu geeignet,einem Leser mit durchschnittlichen Vorkenntnissen, einige neue Erkenntnisse zu bescheren, bzw. vergessenes Schulwissen wieder zu erlangen.

Aber gerade bei der Auswahl der Themen liegt das Problem :

Der Autor unterliegt nämlich, wie viele andere Geisteswissenschaftler, dem Irrtum, nur ihre eigenen Themen als wissens-notwendig zu erachten.

Sieht man von dem sehr verworrenen Abschnitt über Einstein ab, so werden keine Naturwissenschaftler und deren Arbeiten vorgestellt. Darüber hinaus, erklärt der Autor ausdrücklich, naturwissenschaftliche Kenntnisse seien für den gebildeten Menschen nicht nötig !

Gerade eine solche Meinung zeigt, wie schwer sich der Autor damit tut über seinen eigenen, wohl leider begrenzten, geistigen Horizont hinauszublicken.

Deshalb kann ich dieses Buch nur demjenigen empfehlen, der sich sehr kompakt über die wichtigsten Aspekte von

Geschichte, Literatur, Kunst und Musik informieren möchte.

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65 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Informativ, bündig aber eben auch subjektiv ..., 9. August 2006
Von 
Fürs Auto eine gute Gelegenheit durch die Jahrhunderte zu streifen, Wissenslücken (zumindest ein wenig) zu füllen und in unbekannte Bereiche vorzudringen.

Klar muss aber auch sein, dass (und das merkt man schnell in den Bereichen, in denen man sich selbst "auskennt") D.Schwanitz auch ein sehr strikter Verfechter seiner Meinung ist.Darüber lässt sich natürlich diskutieren ... Das macht auf eine Art anfällig dafür, dass man sein "Wissen" komplett übernimmt -inklusive SEINER Beurteilung des Ganzen.

Ist man sich dessen bewusst (denn dies ist kein dokumentarisches Buch- oder ein reines Lehrbuch) wird man bestimmte Schlussfolgerungen des Autors mit Vorsicht geniessen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nennenswerte Schwächen, aber insgesamt wertvoll, 6. Oktober 2003
Zweifellos handelt es sich bei Dietrich Schwanitz um einen Geisteswissenschafter, denn die Behauptung, dass alles was man wissen muss in den Geisteswissenschaften liegt ist definitiv zu einseitig. Wie dem auch sei, der Autor schreibt jedenfalls ausschließlich zu Geschichte, Literatur, Musik, bildende Kunst und Philosophie. Die Naturwissenschaften werden nicht angetastet.

Kann man diese einseitige Darstellung noch einsehen, so wird bei der politisch stark gefärbten Darstellung von vielen Fakten, jedenfalls eine Schwäche offenbar, die man sich jedenfalls sparen hätte können. Wissen ist per se nicht politisch gefärbt. Wenn man sich darum bemüht, kann man Wissen auch unpolitisch vermitteln. Wie gesagt man kann, Schwanitz jedenfalls tut es nicht.

Als Beispiel für Schwanitz' Unsensibilität mag vielleicht die komödienhafte Darstellung der Lebens- und Leidensgeschichte Christi dienen. Für einen seriösen Wissenschafter gibt es zwei Möglichkeiten der Darstellung einer Religion, die erste mögliche Darstellung ist, sich in diese Religion einzulesen und den Mythos wiederzugeben (religiöse Sichtweise), die andere Form wäre es einfach die Fakten zu schildern (geschichtliche Sichtweise). Schwanitz wählt jedoch den dritten Weg, er gibt den Mythos der Lächerlichkeit preis. Diese Darstellung ist auch für einen Agnostiker unangenehm. Ob es nun um religiöse oder politische Ansichten geht - in einem Buch das Bildung vermitteln will, ist es nicht angebracht diese Darstellungsform zu wählen. Genauso unangenehm spürbar wird seine Weltsicht, wenn er sich über sozialistische Ideen auslässt - Schwanitz ist und bleibt in seiner Schreibart tendenziös.

Man muss dem Buch aber zugutehalten, dass diese lockere, witzige Schreibweise auch dann verwendet wird, wenn es fern von politischen und religiösen Sichten ist. Damit kann Schwanitz doch wieder einiges gutmachen. Das Buch wird niemals langweilig. Wichtig dabei ist auch, dass die Themengebiete zwar streng geordnet sind, dass diese Ordnung aber im Text immer wieder aufgebrochen wird, damit wird das Wissen aus einer Hubschrauberperspektive vermittelt, die leichter zu behalten ist.

Quintessenz: Das vermittelte Wissen ist wertvoll, die Darreichungsform und Beschränkung auf Geisteswissenschaften ist kritikwürdig. Wenn man mit diesen Schwächen leben kann, eine Empfehlung, wem das zu nahe tritt, Finger weg.

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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im Großen und Ganzen gut gelungen, 14. Mai 2002
Von Ein Kunde
Mir hat das Buch eigentlich sehr gut gefallen. Es war zwar im geschichtlichen Teil stark komprimiert, jedoch konnte ich trotzdem einiges Neues dazu lernen und Anderes wieder auffrischen. Seine Sätze sind leicht verständlich und motivieren einen immer weiter zu lesen. Ich hatte das Buch in 4 Tagen durch, was sonst eigentlich bei mir nicht immer der Fall ist.

Leider habe ich dem Buch nur 3 Sterne gegeben, weil es durchtränkt ist von der Subjektivität Schwanitz'.
Ich will dort informiert werden und nicht wissen was er darüber denkt. Leider musste ich immer wieder in dem Buch lesen, dass Schwanitz besonders Deutschland angreift. Manchmal ist es ja berechtigt. Doch der Autor ist mit seinen Formulierungen übers Ziel hinaus geschossen.

Trotzdem würde ich jedem das Buch empfehlen, der mitreden will, wenn es um Literatur, Kunst oder Geschichte geht.

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52 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ... wenn man alles gelesen hat, und alles vergessen..., 21. Juli 2003
"Wenn man alles gelesen hat, und alles wieder vergessen, was dann übrig bleibt, ist Bildung." Hat einer gesagt, dessen Namen ich zwar vergessen habe, nicht aber sein Zitat. Mit der Bildung ist das heute so eine Sache: Weil das Wissen sich auf vielen Gebieten so explosionsartig vermehrt, dass sich die Wissensmenge eines Studienfachs zwischen Beginn und Ende der Studienzeit schon mal verdoppeln kann, und weil vieles Wissen sich als extrem flüchtig herausgestellt hat, das gestern noch als essenziell galt, wird es umso wichtiger, zwischen Wissenswertem und nutzlosem Wissen zu unterscheiden. Nun ist der Herr Schwanitz seines Zeichens Geisteswissenschaftler, und denen hängt, bei allem Bemühen um Kunst, Literatur, Philosophie und Geschichte, leider oft eine gewisse dünkelhafte Arroganz an, sich selbst als Nabel der Kultur zu verstehen, und z.B. Naturwissenschaften schlicht zu ignorieren. Ich finde es ungeheuerlich zu behaupten, Physik, Mathematik oder Chemie hätten nichts mit Bildung zu tun!
Übrigens lässt sich gerade heute, da es immer unmöglicher wird "alles zu wissen, was man wissen muss", trefflich darüber streiten, welche Art von Bildung eigentlich die wichtigere ist: Wie man virtuos mit einer Suchmaschine umgeht, um mit Einstein gesprochen so schnell wie möglich alles zu finden, was es Wissenswertes gibt ("Wozu soll ich mir etwas merken, wenn ich weiß, wo ich es nachschlagen kann") - oder möglichst viel davon selbst im Kopf zu haben.
Schwanitz liefert dem Leser einen vergnüglichen Kanon von ohne Zweifel Wissenswertem, das sich leicht lesen, leicht konsumieren - und auch leicht einprägen lässt. Kein Wunder, dass das Buch im Rausch des "Wer-wird-Millionär-Fiebers" und Pisa-Schocks wochenlang auf den Bestsellerlisten stand. Aber es ist eben doch nicht "Alles, was man wissen muss". Übrigens gibt es mittlerweile auch das Buch "Die andere Bildung", gewissermaßen die Gegenveranstaltung eines Physikprofessors, der sich von Schwanitz' geisteswissenschaftlicher Egozentrik so sehr auf den Schlips getreten fühlte, dass er gleich eine Antwort verfasste. Beide Bücher zusammen, ergänzt um ein Tageszeitungs-Abonnement und ein aktuelles Buch gesellschaftlicher Benimm- und Kommunikationsformen ergäben schon eher einen repräsentativen Querschnitt dessen "was man wissen muss"...
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut, aber sehr viel Meinungsmache, 3. Dezember 2009
Das Buch ist gut zu lesen, hat keine (faktischen) Fehler und gibt einen guten Überblick über die Themen die es ansprechen will. Sicher nicht "alles, was man wissen muss", aber das sollte jedem klar sein und ist auch keine negatives Kriterium.

Was mich eher ärgert, besonders da es hier nicht in den Rezensionen zu lesen ist, er die unglaublich starke subjektivität von Schwanitz. Nich das seine Meinung immer falsch ist, aber oft ist sie doch einseitig und wirklich fragwürdig. Als Bsp: Deutschland hat Gott getötet durch den Holocaust (und das ist jetzt nicht aus einem weniger ersten Kontext genommen und fast wortwörtlich so im Buch), geht einen Sonderweg und war schon immer "verdächtig". Sicher ist diese "verspätete Nation" Theorie eine legitime Weise die Geschichte zu sehen, aber eben nur EINE Weise, und diese ist nicht umstritten. Schwanitz stellt diese aber als einzige mögliche da. Das ist Meinungsmache. Das Thema Deutschland ist dabei nur ein Bsp. Genauso interpretiert er Hegel fragwürdig (er mag Hegel nicht), behauptet Film, Fernsehen, Video ect könnte nicht Bilden, es ist nur literaischen Formen vorbehalten (als ehemaliger Filmwissenschaftsstudent ist das so der Punkt wo man das Buch am liebsten zumacht, den das ist sowas von nonsense), moderne Kunst wird relativ lächerlich gemacht und noch besser es wird eine Art wie man betrachten sollte diktiert, die "Völkerkunde" ist eher eine ansammlung von Vorurteilen ect ect.

Am bedenklichsten ist die Abteilung wie man unter "Gebildeten" komuniziert. Was Schwaitz gebildet nennt sind aber leider heuchlerische, pseudo-gebildete, oberflächliche Snobs die eigentlich nur die Verachtung jedes intelligenten Menschens auf sich ziehen. Da Fragt man sich was Schwanitz da ranzüchten woll, eine generaton von Blenden? Da ganze, kontroverse Meinung, blosstellung des Snobismus usw, ist sicher nett zu lesen und auch unterhaltsam. Es kann sogar zum Nachdenken anregen. Wäre da nicht das grosse Problem des Zielpublikums. Diese ist nämlich der Junge, oder geistig Junge, der relativ wenig vorbilgung hat und demnach alles was er da liesst aufsaugt unf für die unumstössliche Wahrheit hält. So wird es ja präsentiert.

Der reflektierte, vorgebildete Mensch kann das Werk lese, bekommt denkanstösse, wird sich manchmal wundern, wiedersprechen, sogar wehement, frischt sein Wissen auf und bekommt sogar neues. Die dürfen ohne zögern zugreifen. Der nach erstbliding suchende Mensch wird nach diesem "Wälzer" aber ein kleiner Schwanitz sein, denn er hat eine sehr subjektiv gefilterte Bildung eingetrichtert bekommen. Das Zeil, nänlich Snob werden, wird dann auch recht schnell schief laufen da Schwanitz eine so persönliche Sichtweise verkauft, das man sicher einige male die Frage provozieren wird "Schwanitz gelesen, was?"...leider nur ohne das zu wollen.

Zum ende sei gesagt: Die sich der Meinungsmachenden Natur des Buches bewusst sind und diese auch erkennen können, sollten zugreifen, der Rest (der den grossteil ausmachen sollte) sollte doch evtl. den etwas komplizierteren und aufwendigeren umweg über mehrere spezifische Bücher gehen. Besser in 2 Jahren eine wirklich allgemeinwissensgrundlage haben als in 3 Tagen ein kleine Schwanitz sein...
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gepflegtes Halbwissen?, 29. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Es ist bereits einige Zeit her, dass ich dieses Buch -mit großem Vergnügen- gelesen habe. Der Titel ist provokant und wer sich davon erwartet, sämtliche Bildung auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, wird sich erwartungsgemäß gehörig täuschen.
Die Stärke des Buches liegt nicht darin, Fakten über Fakten zu vermitteln, sondern den in Schule und Studium gelernten Daten Leben einzuhauchen und sie in einen großen Zusammenhang einzuordnen.
Als geschichtsinteressierter Mensch habe ich seit der Schulzeit viel gelesen, viele Fakten und Daten angehäuft. Dieses Buch hat mir geholfen, so manche losen Gedankengänge zusammenzuführen. Je mehr Vorwissen der Leser hat, umso mehr Gewinn wird er aus dem vorliegenden Buch ziehen. Und genau das ist der Bildungsbegriff, den Herr Schwanitz meiner Ansicht nach vermitteln will. Nicht die Kenntnis möglichst vieler Geschichtsdaten an sich ist der Bildung höchste Weihe, sondern erst die Einordnung dieser Wissensinhalte in größere Zusammenhänge und ihre Interpretation im Rahmen der jeweiligen Menschen- und Weltbilder.
Dass bei der Vermittlung besagter Zusammenhänge viele Details unter den Tisch fallen liegt auf der Hand. Herr Schwanitz will meiner Auffassung nach auch die Wichtigkeit der unterschlagenen Details nicht herunterspielen. Vielmehr setzt er einen Maßstab dahingehend, wie weit man von seinem Detailwissen abstrahieren können sollte, um es auch gewinnbringend zu nutzen.

Einen Blick ist das Buch auf jeden Fall wert. Denn es eröffnet neue Perspektiven, weckt Neugier und mach einfach Lust darauf, mehr zu wissen...

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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildung. Alles, was man wissen muss, 12 Audio-CD's, 6. August 2005
CD's 1 bis 5 - Geschichte und Literatur. Dieses "Hörbuch" war und ist für mich ein Genuss. Der Autor versteht es in einer unterhaltsamen Weise Zusammenhänge aufzuzeigen und die Neugier auf mehr zu wecken. Diese CD's würde ich als Arbeitsmaterialien in den Schulfächern Geschichte und Deutsch einsetzen. Ich bin mir sicher, dass unsere Kinder dann wieder mehr Spaß am Lernen hätten. Aus meiner Sichtweise uneingeschränkt empfehlenswert; auch für den Nachwuchs.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel zu lesen - und genug Kontroverse für viele unterhaltsam, 13. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bildung. Alles, was man wissen muss (Gebundene Ausgabe)
Über das Buch von Schwanitz ist schon eine Menge geschrieben worden und sein hochgesteckter Ansatz eines „Bildungskanons" wohl auch zurecht von verschiedenen Seiten unter Beschuß geraten. Dennoch ist sein Vorhaben eigentlich ein edles: Am Ende des Jahrhunderts einen gerafften Querschnitt von all dem zusammenzufassen, was zum „Handwerkszeug" abendländischer Kultur gehört - und eine Anleitung zu seiner Benutzung mitzuliefern. Das Ganze ist weitgehend gelungen, auch wenn es etwas länger gebraucht hat als ich dachte, um mich durch das Werk zu kämpfen. Zwei Dinge sind mir aufgefallen: Die einzelnen Abschnitte haben zum Teil ein so unterschiedliches Niveau, dass es mir schwer fiel, einen klaren Adressatenkreis vorzustellen. Der Geschichtliche Teil ist klar, knapp, aufgeräumt und unterhaltsam. Ich musste mich immer wieder wundern, wie man so vieles in eine so kompakte Form bringen kann. Das bringt leider auch die Gefahr mit sich, dass eingestreute Bewertungen des Autors, die durchaus zu kontroversen Diskussionen Anlaß geben, unreflektiert in den Text einfließen und ohne kritischen Abstand leicht für bare Münze genommen werden können. Demgegenüber fand ich die Abschnitte über modernes Theater, Kunst und die Philosophie des 20. Jahrhunderts hart an der Grenze dessen, was man im Rahmen eines solchen Werkes verdauen kann. So teilte der fiktive Diskurs moderner Dramatiker viele von den Eigenschaften, die mein Interesse an dieser Kunstform ursprünglich erlahmen ließen. Da musste ich mich wirklich durchbeißen. Der zweite Teil über die Fertigkeiten im Umgang mit Bildung besticht durch eine ironische Distanz, die sich leicht aus der intimen Kenntnis akademischer Kommunikationsformen erklärt. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sich Schwanitz selbst ad absurdum führt, wenn er zunächst mühevoll aufzeigt, was man denn alles zu wissen und zu verstehen hat, um dann aufzuzeigen, dass das Gespräch über kulturelle Themen letztlich nichts anderes ist als eine Scharade, in der jeder vor dem anderen nach Kräften zu verbergen sucht, dass er eigentlich von der ganzen Geschichte überhaupt nichts versteht. Trotzdem: lesen lohnt!
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Bildung. Alles, was man wissen muss
Bildung. Alles, was man wissen muss von Dietrich Schwanitz (Gebundene Ausgabe - 26. März 2010)
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