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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schauerromantik pur !
Welch eine Wiederentdeckung der Schauerromantik!
Wer sich für historische Schauerromane interessiert, für die schottischen Highlands und deren Schlösser, zudem Interesse hat an der zeitgenössischen phantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts ( es grüßen: Lord Byron, Shelley, Stoker, Blake u.v.a. ) : der lese diesen Roman...
Veröffentlicht am 24. August 2002 von Reinhard Busse

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Winterlich-romantischer aber langatmiger Schauerroman
Im Winter 1817 werden neun Dichter und Schriftsteller nach Schottland auf Boroughmore Castle zu einem Symposium eingeladen. Der Gastgeber Sir Mortimer veranstaltet am ersten Abend eine ausführliche Schlossführung und bereits in der ersten Nacht verschwindet einer der Gäste. Die Zugbrücke ist in der Nacht eingebrochen und somit sind die verbliebenen...
Veröffentlicht am 26. Juli 2007 von G. Bogner


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schauerromantik pur !, 24. August 2002
Von 
Reinhard Busse "reinhardlbusse" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Welch eine Wiederentdeckung der Schauerromantik!
Wer sich für historische Schauerromane interessiert, für die schottischen Highlands und deren Schlösser, zudem Interesse hat an der zeitgenössischen phantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts ( es grüßen: Lord Byron, Shelley, Stoker, Blake u.v.a. ) : der lese diesen Roman !!!
Zugegeben: Er liest sich nicht *nur so eben nebenher* - er erfordert Konzentration und Muße - nach 536 Seiten wird man aber ausgiebig dafür belohnt - die *Vier Tage währt die Nacht* vergißt man nicht so schnell !
=> Kaufen & Lesen !!!
Viele Grüße / Reinhard Busse
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubende Spannung - grosse Literatur, 27. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vor ca. fünf Stunden habe ich den Roman von D.S.Baltenstein beendet und nun lese ich im Internet und im Spiegel 52/2002, dass hinter dem Pseudonym ein Autorenkollektiv, bestehend aus einem Berliner Deutschlehrer und vier seiner ehemaligen Schülerinnen (mittlerweile Studentinnen) steht. 60 Verlage haben das Manuskript abgeleht (Zitat Michael Schmid), endlich hat es der Eichborn Verlag akzeptiert, unter der Voraussetzung, dass eine fiktive Autorin erfunden wird und nicht etwa "Lehrer mit seinen Schülern" steht. Das hätte das Buch bei einer breiten Masse wohl unverkäuflich gemacht... (oder ?!?).
Ich auf jeden Fall bin von dem Schmöker hellauf begeistert. Der Schreibstil ist relativ altmodisch, die Sprache manchmal etwas blumig. Verschiedene eingestreute lateinische Zitate heben den hohen Anspruch des Werks hervor. Es handelt sich dabei demzufolge nicht um eine leicht geniessbare Bettlektüre. Wer sich allerdings auf dieses Abenteuer einlässt, davon bin ich überzeugt, wird wie ich begeistert sein.
Die ersten 125 Seiten ziehen sich etwas schleppend dahin. Das alte Schloss im Schottischen Hochmoor nahe des ebenfalls legendenumwobenen Sees "Loch Ness" wird bis in alle Details mit akribischer - fast schon naturwissenschaftlicher - Genauigkeit beschrieben: vier Türme, einer davon eingestürzt, geheimnisvoller Brunnen, verschlungenen Geheimgänge, Weinkeller, Folterkammer und eine Kirche im Ostflügel... alles eben, was zu einem klassischen Schauerroman gehört. Und viele dieser Räumlichkeiten werden im weiteren Verlaufe der Geschichte auch eine wesentliche Rolle spielen...
Ab ca. Seite 130 überschlagen sich dann die Ereignisse. Aus der vermeintlichen Idylle zweier Handvoll Literaten entwickelt sich eine Tragödie sondergleichen. Ein Teilnehmer des Symposiums nach dem anderen wird gemeuchelt.
Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, die anfängliche Langatmigkeit ist wie verflogen. Zwischen zwei der Teilnehmer entwickelt sich zudem eine zarte Liebesbande, die durch die schrecklichen Ereignisse auf eine harte Zerreissprobe gestellt wird.
Und was haben die Märchen der Gebrüder Grimm, namentlich "Der Froschkönig" und die "Frau Holle" mit den Vorkommnissen zu tun? Auf der Suche nach dem literarischen Muster für die Ungeheuerlichkeiten öffnen sich dem Ich-Erzähler immer weitere Abgründe, immer weiter wird der verdächtigte Täter-Kreis gezogen.
Bis 20 Seiten vor Schluss war ich hin- und hergerissen, wer denn nun der hinterhältige Mörder sein möge...
Mein Urteil: Absolut empfehlenswert. Ein literarisches Meisterwerk. Spannung und Unterhaltung pur.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traditioneller Schauerroman, 25. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht (Taschenbuch)
Schottland, 1817: Zehn Dichter treffen sich auf der verschneiten Burg von Sir Mortimer zu einem literarischen Stelldichein. Doch ein Schneesturm macht alle Pläne zunichte - die Zugbrücke stürzt ein und fordert ein Todesopfer, die restlichen Literaten sind von der Außenwelt abgeschnitten. Weitere Morde folgen und bald ist klar - unter den Poeten befindet sich ein Mörder ...
Für den Ich-Erzähler Jonathan Lloyd beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Wird es ihm gelingen, den Mörder zu entlarven? Kein leichtes Unterfangen, denn jeder könnte der Täter sein. Und mehr als einer von ihnen verbirgt ein dunkles Geheimnis ...
*
Hinter dem Pseudonym Dorothea S. Baltenstein verbergen sich ein Lehrer und vier seiner ehemaligen Schülerinnen, die gemeinsam in jahrelanger Arbeit diesen Roman zum Entstehen brachten. Dabei gelang den Autoren ein unterm Strich ausgesprochen fesselndes Debut, das vor allem durch eine Vielzahl interessanter Charaktere besticht.
Das Motiv ist nicht neu, fast jeder kennt den einen oder anderen Krimi mit dem "10-kleine-Negerlein"-Prinzip. Doch das romantisch-atmosphärische Setting, das in bester Tradition englischer Schauerromane steht und ein überaus sympathischer und zugleich angenehm unaufdringlicher Ich-Erzähler geben dem Roman das gewisse Etwas.
Schwieriger ist es dagegen um den anfangs sehr zähen Stil bestellt. Die Autoren haben sich sichtlich bemüht, eine kunstvolle und geschnörkelte Sprache zu benutzen. Dabei schießen sie mit einigen sehr umständlichen Formulierungen leider über das Ziel hinaus. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.
Zudem braucht es etwa 100 Seiten, ehe die Handlung in Gang kommt, vorher ergeht sich das Werk in teilweise minutiösen Beschreibungen, etwa bei der Burgbesichtigung. Auch hier läuft der ungeduldige Leser Gefahr, das Buch vorzeitig wegzulegen.
Wer aber durchhält, den erwartet im weiteren Verlauf ein klassischer Krimi mit sanften Grusel- und Romantikelementen. Am Ende fließen ein paar kleine Unglaubwürdigkeiten hinein, der Schluss ist an sich dennoch gelungen und hinterlässt einen positiven Nachgeschmack.
Alles in allem: Lesenswert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Windschief, aber spannend, 19. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht (Taschenbuch)
Neun Dichter sind es, die sich auf Einladung von Sir Mortimer Pope im Winter des Jahres 1817 auf dessen Schloß im schottischen Hochland versammeln, um ihre poetischen Kräfte zu messen. Einer von ihnen ist Jonathan Lloyd, dem es zufällt, die schrecklichen Ereignisse, die sich schon bald nach dem Eintreffen der Teilnehmenden überstürzen, zu erzählen. Doch bevor der erste Dichter scheinbar einem Unfall zum Opfer fällt, erhalten wir eine über hundert Seiten lange Einführung, in der vor allem der Schauplatz detailliert vorgestellt wird. Die handelnden Figuren hingegen begnügen bis dahin sich vor allem mit kleineren Wortscharmützeln, die zeigen, daß es sich nicht unbedingt um friedfertige Jünger der Dichtkunst handelt. Vor allem scheint einer von ihnen die Auffassung, man könne Mord auch als schöne Kunst betrachten, ganz praktisch demonstrieren zu wollen. Denn es bleibt nicht bei einem Opfer, und irgendwann wird klar, daß hier ein sehr reflektierter Täter am Werke ist. Wenn nämlich Dichter morden, das wissen kundige Leser seit langem, dann möchten sie Zeichen setzen, damit der Überlebenskampf weiterer potentieller Opfer zur Denksportaufgabe oder besser, zum Interpretationsauftrag wird. Neu ist das nicht, macht aber immer wieder Spaß. Und wahrlich, so altertümelnd dieser Roman daherkommt, den angeblich eine Dorothea S.Baltenstein in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhundert verfaßt hat, bevor sie unter mysteriösen Umständen verstarb, und wie windschief die gespenstischen Kulissen auch sein mögen, spannend ist das Buch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwacher Beginn, starker Abgang, 28. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht (Taschenbuch)
Nach einem eher mühselig zu lesenden Beginn des Buches (Beschreibungen der Räumlichkeiten des Schlosses) ist ab dem ersten Mord für Spannung gesorgt. Die Identität des Mörders bleibt bis zuletzt im Dunkeln, eigene, vom Leser aufgestellte Theorien werden prompt auf den nächsten Seiten über den Haufen geworfen.
Das Geschick, mit dem der Autor und seine Assistentinnen die Morde planen und geschehen lassen, ist sehr überzeugend. Eine originelle Idee auch, unter einem Pseudonym ein solches Buch von mehreren Autoren zu veröffentlichen.
Das Buch hat Klasse, sieht man von den ersten 50 Seiten ab, wie schon erwähnt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 10 kleine Schriftsteller, 21. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach diesem Motto scheint die Geschichte in diesem Buch ihren Lauf zu nehmen. Doch ist es wirklich so? Lange ist man sich nicht im klaren darüber, was eigentlich in dem schottischen Schloß vor sich geht.
Das Buch als einfache Gute-Nacht-Kost zu empfehlen wäre ungerecht. Zum einen ist die Sprache bewußt altmodisch gewählt (schließlich beschreibt ein 'Ich'-Erzähler die Ereignisse im am Loch Ness Ende des 19. Jahrhunderts), zum anderen hat man spätestens ab Seite 150, wenn der Stimmungsaufbau abgeschlossen ist, Schwierigkeiten, das Buch aus der Hand zu legen. Die immer schneller voranschreitende Geschichte inclusive steigender Spannung findet nämlich erst kurz vor Ende ihren Höhepunkt mit der Entlarvung des/der Täter (man will ja nicht zuviel verraten *g*)
Insgesamt muß man den vier Schülerinnen/Studentinnen und ihrem Lehrer zu diesem gelungenen Erstlingswerk gratulieren, und es bleibt zu hoffen, mehr von der/dem einen oder anderen lesen zu können, das Talent haben sie alle.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erst langweilig, dann ein richtiger Kracher, 25. April 2006
Von 
Christian Greller (Regenstauf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht: Roman (Gebundene Ausgabe)
VIER TAGE WÄHRT DIE NACHT ist ein Roman, der einem zu Anfang sehr viel Geduld abverlangt. Es dauert lange, bis man von den Seiten gefesselt wird. Dann aber richtig! Hat man die ersten 150 Seiten geschafft, kann man das Buch nicht mehr weglegen, so sehr wird man in die Geschichte des Schlosses mit der Schriftstellergesellschaft hineingezogen. Ein Schauerroman für alle Freunde des geplegten Grußels. Meine Empfehlung!!!
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht verdammt fesselnd!, 23. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe es nicht gewusst... Warum hat mich niemand gewarnt? Ganz ahnungslos stand ich diesem dicken Roman gegenüber.
Und dann passierte es ... Schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, was Vergnügen an der Sprache sein kann. Auch meine Mitmenschen mussten darunter leiden. Leise glucksend, grienend und kichernd saß ich in Bahnen, Wartezimmern und auf Wiesen.
Doch das erste Vergnügen ging fast unmerklich in ein Gefesselt-Sein über. Ich wurde gepackt von der sich entfaltenden Geschichte. Nein, eher der sich anspannenden Stimmung, der wachsenden Erzähldichte. Ich fing an mitzuleben. Die dunklen Gänge, die schweren Mauern - Höhen - Tiefen - und diese ständig wachsende Bedrängnis, Angst, Hilflosigkeit.
Gezwungenermaßen - wegen des Umfanges des Werkes - musste ich mich immer wieder aus dem Bann der Ereignisse und den Gefühlen der Romanwelt lösen und beängstigend - unmerklich - schlich sich dieses Gefühl der langsamen Eskalation auch in mein reales Leben. War es Zufall oder Schicksal? Ich war gezwungen weiterzulesen, um nicht in meinem Leben in seine grausam alltägliche Schrecklichkeit verstrickt zu werden. Und ich las weiter. Immer tiefer in die Abgründe der Poesie und der Menschenseele hinein.
Endlich, um drei Uhr nachts, kam ich zu dem Punkt, wo dem Leser die Lösung klar wird. Dem Helden aber nicht. Die Stimmung ist so grausam, so menschlich, so dicht. Mir liefen die Tränen über die Wangen - ich bekam kaum Luft - ich las, las, las weiter. Atemzug, Schlucken, Weiterlesen. Endlich, es löst sich. Der Spannungsbogen senkt sich wieder. Das Ende perfekt, klar, angemessen. Tief durchatmen. Einen Schluck trinken. Ich fühlte mich aufgewühlt, verheult.
Es war spät, nein, früh, bald musste ich zum Dienst. Egal, noch "Postskripta" lesen: Brutal, alltäglich, belanglos, der Lauf der Welt. Wenigstens wurde ich wieder auf den Boden der Realität zuriickgesetzt. Brilliant.
Floriana Müller (18), Berlin
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grusel-Krimi am Loch Ness, 14. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht: Roman (Gebundene Ausgabe)
November 1817. Der Schriftsteller Jonathan Lloyd reist nach Schottland, sein väterlicher Freund Sir Mortimer Pope hat ihn und einige Dichterkollegen zu einem Autorenwettstreit auf sein Schloss am Loch Ness eingeladen. Eine bunt gemischte Truppe findet sich am Abend des Anreisetages zum Eröffnungsdinner im Speisesaal zusammen, man unternimmt unter der Führung des Hausherrn einen Rundgang durch die ganze Burg mit ihren Geheimgängen, Folterkammern und verborgenen Räumen, garniert mit der unheimlichen Geschichte eines Geistes in der benachbarten Häuserruine und freut sich auf einige gemütliche und bereichernde Tage in dem alten Gemäuer.

In der darauffolgenden Nacht reißt ein Donnerschlag die Gäste aus dem Schlaf. Die Zugbrücke ist eingestürzt, einer der Gäste verschwunden - und die Häuserruine brennt, wie es der Legende zufolge alle hundert Jahre geschieht.

Das ist nur der Anfang einer Serie unheimlicher und erschreckender Geschehnisse auf Schloss Boroughmore; irgendwann fürchtet jeder um sein Leben, man verdächtigt sich gegenseitig und unternimmt, als das Schloss durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist, auf eigene Faust Nachforschungen...

Der Klappentext ließ an einen gruseligen Schauerroman denken. Zum Teil stimmt das auch, ich empfand das Buch allerdings eher als Krimi mit dem klassischen Motiv einer geschlossenen Gesellschaft", innerhalb derer mehrere Verbrechen geschehen, vor der unheimlichen Kulisse einer alten Burg mit Geheimgängen und düsterer Geschichte. Es werden einige Genreklischees bedient (düstere Legenden, altes Schloss, Schneesturm, ein unheimlicher Butler, furchteinflößendes Mobiliar), so dass ich mir manchmal nicht sicher war, ob die Überzeichnung beabsichtigt war.

Die düstere Atmosphäre wird gestützt von einer altertümelnden Sprache, die zunächst ein wenig gewollt und befremdlich wirkte, dann aber immer besser zur Handlung passte.

Der Clou des Buches ist seine Entstehungsgeschichte. Dorothea S. Baltenstein ist beileibe keine Adelige, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Polen lebte und früh verstarb, sondern ist sehr neuzeitlichen Ursprungs (Näheres dazu findet sich auf diversen Websites - hier soll nicht zuviel verraten werden). Aufgrund der sprachlichen Umsetzung wäre mir das ohne dieses Hintergrundwissen allerdings nicht aufgefallen.

Ein schöner kriminalistischer Schmöker mit angenehmem Schauerfaktor, das Richtige für ungemütliche Wintertage.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal was anderes, 10. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht (Taschenbuch)
Ich bin durch Zufall auf "4 Tage währt die Nacht" gestossen und war gleich beim "Einlesen" von der ungewöhnlichen Schreibweise fasziniert. Trotzdem muss ich sagen, dass sich die ersten 150 Seiten sehr schleppend lesen, weil -meiner Meinung nach- die Führung durch das Gemäuer, welches Schauort der Geschichte ist, doch sehr detailiert ausfällt.
Dennoch bin ich drangeblieben und es hat sich gelohnt! Immer bangt man mit dem Erzähler Jonathan mit, was denn als nächstes geschieht, wer das nächste Opfer ist und wie sich die Beziehung zu Nightingale, einer der weiteren Gäste des Literatentreffs, entwickelt.
Wer Gefallen an etwas "angestaubten" Kriminalromanen in einem für die heutige Zeit wohl selten zu findenden Schreibstil findet, dem kann ich nur raten, sich "4 Tage währt die Nacht" zuzulegen!
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Vier Tage währt die Nacht: Roman
Vier Tage währt die Nacht: Roman von Dorothea S. Baltenstein (Gebundene Ausgabe - 2002)
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