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Schmerzpatienten trifft es wirklich hart: Sie stellen die Ärzte vor die größten Rätsel, sind entsprechend unbeliebt, und haben selten Aussichten auf nachhaltige Linderung oder gar Heilung, ganz abgesehen von den Schmerzen, die sie per definitionem erleiden.

Sytze van der Zee hat das Thema von allen möglichen (und unmöglichen, s.u.) Seiten beleuchtet. Selbst betroffen als Sohn einer Schmerzpatientin und als zeitweiser Besitzer eines Magengeschwürs, war ihm bewusst geworden, dass das Thema Schmerz in der medizinischen Praxis nicht die Aufmerksamkeit erhält, die dem oft entsetzlichen Leiden der Patienten angemessen wäre. Das gab den Anstoß zu diesem Buch.

"Schmerz" ist ganz offensichtlich und nicht zu seinem Nachteil das Werk eines Journalisten und nicht eines Wissenschaftlers: Um den Leser nicht über Gebühr zu langweilen, werden die wissenschaftlichen, manchmal recht trockenen Ausführungen zur Entstehung, Auswirkung und Behandlung diverser Schmerzformen immer wieder "aufgelockert" durch Selbstzeugnisse von Patienten, von denen jedes einzelne Nichtbetroffene nachdrücklich daran erinnert, wie gut es ihnen eigentlich geht. (Überraschenderweise scheint es das fürchterlichste Schicksal zu sein, wenn man überhaupt kein Schmerzempfinden hat: Dieser Gendefekt, der sich zunächst einmal paradiesisch anhört, ist von Anfang an das nackte Grauen - sobald die Zähne kommen, beißt sich das Kleinkind Zunge und Mundhöhle zu Brei.)

Van der Zee führt zahlreiche, grundverschiedene Behandlungsansätze auf, und unterm Strich scheint zu bleiben, dass selten etwas wirklich hilft, Medikamente nicht, ins Hirn eingepflanzte Elektroden nicht, das Durchtrennen von Nerven nicht, und Quacksalberei jeglicher Couleur schon gar nicht, und dass ein Patient bereits von Glück reden kann, wenn er auf einen sachkundigen und verständnisvollen Arzt trifft. Es sieht aber tatsächlich so aus, als würden die Chancen dazu in den letzten Jahren besser, seit nämlich Schmerzpatienten zunehmend ernster genommen werden.

Ein bisschen abseits der Medizin und für Schmerzpatienten vermutlich etwas makaber zu lesen sind die Kapitel zu BDSM, dessen Praktiken van der Zee mit erkennbarem Vergnügen beschreibt, und zwar weit über das eigentliche Thema Schmerz hinaus. So erfährt der unbedarfte Leser schließlich auch etwas über die hierarchischen Strukturen in der Sadomasoszene oder wie der Pferdeschweif hinten am Ponygirl angeklemmt wird (nein, tut nicht weh, stopft nur etwas, und es empfiehlt sich, vorher keine Hülsenfrüchte zu essen). Honi soit qui mal y pense.

Das Buch ist eine gelungene Zusammenfassung des heutigen Wissensstandes bzw. besser Nichtwissensstandes zu Ursachen und Behandlung von Schmerzen. Ich bezweifle, dass es Betroffenen zu einer optimistischeren Sicht auf ihre Situation verhilft, aber dazu gibt wohl auch (noch) keine Veranlassung. Ermutigend sind allenfalls, hoffe ich, die Beispiele von Menschen, die gelernt haben, mit ihrer scheinbar unerträglichen Situation umzugehen und zu leben.
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am 6. März 2014
Ausnahmsweise mal ein Buch das nicht trocken ist.
Es ist interessant geschrieben. Es wird beschrieben wie die Schmerzforschung Ihren Anfang nahm, wie sie sich langsam entwickelt und was in Zukunft getan wird oder werden muss. Wieviele Menschen leiden unter Schmerzen und wie entwickeln sich diese Zahlen. Wirklich erschreckend wie viele Schmerzpatienten es gibt von jung bis alt. Und es wird immer schlimmer. Doch nur wenig Ärzte die wirklich Verantwortung übernehmen. Zwischendrin immer wieder Geschichten von Schmerzpatienten jeder Art. Wie sie damit leben und mit dem Schmerz umgehen. Es geht hier um reine Information nicht um irgendwelche Übungen. Ein Buch das einen wirklich zum nachdenken animiert.
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am 5. November 2014
Ein hochinteressantes Buch, das das Thema wirklich von allen Seiten angeht! Spannend zu lesen, wie in der Historie mit dem Schmerz umgegangen wurde und wie sich bis heute auch die Einstellung zu Schmerzen verändert hat. Ich glaube, daß jeder, den dies Thema in der einen oder anderen Weise betrifft, viel für sich aus diesem Buch mitnehmen kann: sowohl neue Erkenntnisse als auch das Überdenken der eigenen Einstellungen. Ein absolut eindrucksvolles Buch!
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am 27. Mai 2014
Absolut empfehlenswert. Für Personen mit chronischen Schmerzen sehr aufschlussreich.
Dieses absolut lesenswerte Buch ist einDenkanstoß auch für nichtbetroffene Menschen, da es die Proplematik von Schmerzpatienten aufzeigt.
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am 14. Dezember 2015
Insgesamt unstrukturiert, oberflächlich, teilweise dann wieder weitschweifig oder weit vom Thema entfernt, bedient Allgemeinplätze. Keine "Fachliteratur" wie ich mir erwartet habe.
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am 29. Dezember 2013
Ich habe das Buch an einen Schmerzpatienten verschenkt und es ist sehr gut angekommen,knapp die Hälfte hat er nach nur wenigen Tagen schon gelesen
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