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am 22. April 2012
...das erkennt Henryk M. Broder am Ende seines Buchs -Vergesst Auschwitz!- sehr gut. Ist Henryk M. Broder fair? Da ist bei der Antwort Vorsicht geboten. Ich mag Henryk M. Broder, seit ich ihn(aus Publikationen und Film- und Fernsehauftritten) kenne. Der Mann ist intelligent, herrlich quer denkend und clever. In den letzten Jahren ertappte ich mich jedoch hier und da bei dem Gedanken, dass die Altersmilde um Henryk M. Broder einen weiten Bogen gemacht hat. Wenn der Journalist jemanden ins Visier nimmt, dann kann jedes Wort zur Fallgrube und jeder Satz zu einem dunklen Verlies werden. Gerade in Themenbereichen wie dem Holocaust oder Israel, ist das ein Kinderspiel. Da lauern vermintes Gebiet, Stolperstricke, Selbstschussanlagen und Heckenschützen an jeder Ecke. Ich hoffe trotzdem, eine Rezension zu Broders Buch schreiben zu können, ohne mich dabei in einem swimmingpoolgroßen Fettnäpfchen zu ersaufen.

Da ist zunächst einmal der Titel. Der ist ziemlich reißerisch. Autor und Verlag sei das erlaubt, aber der Titel weckt Erwartungen, die das Buch nicht erfüllt. Broder deckt nicht die antisemitische Grundhaltung im Nachkriegsdeutschland auf, oder zeigt einen Weg aus dem Dilemma der Nachkriegsgeborenen, die um das deutsche Schicksal nicht herum kommen können(das eigentlich auch gar nicht wollen). Vielmehr nutzt Broder seinen Text, um mit einigen, seiner Meinung nach, "ewig Gestrigen" abzurechnen. Ob das "Die Linke" ist oder der KenFM Moderator Ken Jebsen. Da ist Broder gnadenlos und oft auch tief verletzend. Für mich wurde das klar, als ich sah, dass Broder glatte 15 Seiten Email-Reaktionen auf seinen Konflikt mit Jebsen hin, in das Buch packte. Da hätten mir ein paar Auszüge gereicht, denn das jeder zweite Nerd und Schlaumeier heutzutage seine Meinung kundtun muss, war mir schon vorher klar. Broder schafft es nicht, so dämlich sich das jetzt auch anhören mag, seine Botschaft unterhaltend an den Leser zu bringen. Mir ging es zu oft um Spitzfindigkeiten in der Wortwahl oder um die Ecke gedachte Formulierungen. Broder zeigt alles auf, was falsch ist, aber er bietet leider keine Lösungsmöglichkeiten an.

Was den Konflikt zwischen Israel und der arabischen Welt angeht, hat Broder die Gut und Böse Rollen klar verteilt. Inwieweit seine Aussagen korrekt sind, kann ich nicht sagen, da mein politisches Fachwissen in diesem Bereich eher als kläglich zu bezeichnen ist. Mir fiel allerdings auf, dass Broder seinen Gegnern pauschal eine gewisse Geisteshaltung unterstellt und dabei, für meinen Geschmack, nicht klar genug zwischen Regimen, Parteien und einzelnen Menschen unterscheidet. Ein politischer Gegner, der auf die gleiche Art und Weise argumentiert, wird von Broder jedoch scharf attackiert.

Zum Abschluss kann ich nur hoffen, dass ich jetzt nicht in die Schusslinie geraten bin. Wie gesagt, ich mag Henryk M. Broder, obwohl... das ist eigentlich schon verdächtig, denn Henryk M. Broder möchte das eigentlich gar nicht. Ich werde auch weiterhin seine Fernsehauftritte genießen, seine Blogs lesen und mir den Teil seiner Arbeit heraussuchen, der mir richtig gut gefällt. -Vergesst Auschwitz- gehört dabei, finde ich jedenfalls, nicht zu seinen besten Arbeiten. Man mag von Henryk M. Broder denken was man will, ich glaube, dass Typen wie er wichtig sind. Am Ende gibt es dann noch einen Vergleich(auf die steht Henryk M. Broder gar nicht. Erhöhtes Fettnäpfchenrisiko!): Henryk M. Broder ist für mich wie James T. Kirk. Man kann ihn mögen oder auch nicht. Aber ohne ihn, würde dem Universum ganz sicher etwas fehlen...
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am 7. März 2014
Herr Broder spricht mir aus der Seele, der neue Antisemitismus wird nur befördert und was noch schlimmer ist, die ultrarechte Scene. Jede weitere Reise von Herrn Gauck ( Griechenland ) mit der über die Köpfe der unbeteiligten Generationen hinweg zelebrierten Betroffenheit beweist doch die Ritualisierung , so wie der Sprachgebrauch schon lange in feste Sätze gehauen ist. Leider muss auch die Stigmatisierung bestimmter Themen durch die Medien in diesem Kontext erwähnt werden.
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am 7. Juli 2015
In seinem gewohnt bissig-lässigen Stil deckt Broder gewisse Mechanismen des Antisemitismus im neuen Gewand auf und stellt dar, wie die Erinnerung an Ausschwitz teilweise missbraucht wird, um eine Kritik an Israel zu rechtfertigen. Dabei geht es nicht darum, dass Israel nicht kritisiert werden darf, sondern um die Frage, weshalb sich bei manchen Menschen oder Gruppierungen die Kritik z.B. zur Verletzung von Menschenrechten ausschließlich auf Israel beschränkt, während den selben Kreisen das Schicksal anderer Länder und Völker (Syrien, Tibet, Kurden...) völlig kalt lässt. Ein lesenswertes Buch. Selbst wenn man nicht immer mit Broder einer Meinung sein muss, so sind seine Bücher erfahrungsgemäß immerhin stets gut recherchiert.
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am 29. April 2013
Der Autor ist mal wieder Programm. Obwohl alles Andere als unbeteiligt, werden Umstände und Zusammenhänge in seiner einzigartigen Schreibkunst auf den Punkt gebracht. Wenn diese Werk nicht von H.M.B. geschrieben worden wäre, Würde es wohl eher der Rechten, als der Linken zugeordnet werden und für "Aufregung" sorgen.
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am 21. August 2013
Hier bekommt man genau das, was man von Henryk M. Broder erwartet: keine Kompromisse und erst recht keine Rücksicht auf Empfindlichkeiten. Man muss nicht mit allen vorgetragenen Thesen und Positionen einverstanden sein, gute Denkanstöße finden sich allerdings in Massen. Warum soll politische Literatur nicht auch unterhaltsam sein?
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am 1. März 2013
Henryk Broder macht das, was sehr gute Journalisten tun sollten: Er nennt die Dinge beim Namen und bringt sie auf den Punkt. Und schert sich einen Dreck um pseudo-intellektuelle Befindlichkeiten und linken Gerechtigkeitswahn. Er zeigt auf, dass wir alle einen an der Waffel haben mit unserer nach wie vor überdimensional ausgeprägten Besessenheit, dass an unserem Wesen die Welt genesen müsse. Ob es sich dabei um hysterische grüne Bürgermeisterinnen oder halbseichte Ex-Bundespräsidenten handelt: Der tagtäglich gelebte, zelebrierte, gefeierte Antisemitismus, der als “Anti-zionismus“ daherkommt, wird als solcher bloßgestellt! Und das ganze so wortgewaltig und zynisch-schön, dass ich mir Broder als den nächsten Bundespräsidenten wünschen und auf seine “Berliner Rede“ freuen würde. Ein erfrischendes Buch!
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am 11. Februar 2013
Herr Broder ist für mich so etwas wie ein freier Radikaler. Er nimmt tatsächlich das allen Autoren und Journalisten (ich meine damit weibliche und männliche...nur der guten, politischen Ordnung halber) nach unserer Verfassung zustehende Recht der Meinungs-und Pressefreiheit wahr, spricht Themen an und äußert Meinungen, bei denen der auf Linien getrimmte Journalist durch schweigende Zurückhaltung etwaigen kommunikativen Wollens glänzt...und er weiß, ihm kommt keiner mit der rechten Keule.

Für mich ist auch dieses Buch ein intellektueller Genuß, nicht selten wirkt seine Kritik am bundesdeutschen Habitus, insbesondere dem der berufsbetroffenen Gutmenschen, ein wenig polemisch...hier fängt dies schon im Titel an. Aber Provokation und Übertreibung machen ja stets sehr anschaulich.

Herr Broder steht auch hier -wie auch mit zahlreichen Beiträgen in der Welt oder bei achgut gegen den
mainstream. Seine anerkannte Einzigartigkeit hat er sich verdient...andererseits empfinde ich es als ausgesprochen bedauerlich, dass es hier in D nur einen so wirklich Guten wie Herrn Broder gibt.
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am 13. März 2012
Henryk Modest Broder macht seinem Namen mal wieder alle Unehre: pointiert, provokant und bissig entlarvt er die Parallelgesellschaft des Gutdeutschen. Das ritualisierte Gedenken an Auschwitz hat nichts mehr mit den Opfern, sondern nur noch mit der Selbstdarstellung einer antifaschistischen Laientruppe zu tun, die ihre Existenz zumeist auf einem hohlen Betroffenheitspopanz aufgebaut hat. Die Verlogenheit zeigt sich auch daran, dass der heutige Antisemitismus inzwischen im Gewande des Antizionismus auftritt. Führend sind hier vor allem linke Gruppen, die sich selbst von jedem Judenhass freigesprochen haben und im Sinne der Völkerverständigung die Ein-Staaten-Lösung ohne Israel im Nahen Osten anstreben. Unbedingt kaufen!
2020 Kommentare|141 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2013
Gut, dass es Henryk M. Broder gibt, der wie immer auch in diesem Buch den verlogenen deutschen Meinungseinheitsbrei provokant aufmischt.
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am 4. März 2015
Besten Dank für die schnelle Zusendung des Buches welches ich bereits angelesen habe.
Es spiegelt die Tatsachen der Realität wieder.
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