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76 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufruf, uns zu engagieren
Das Buch traf genau meinen Nerv. Es ist flüssig, populärwissenschaftlich, journalistisch pointiert geschrieben, so dass ich es mit Vergnügen und Interesse in einem Zug lesen konnte.

Die Autoren zeigen auf, welche großartigen Begabungen jedes Neugeborene mitbringt. Über welchen Willen, welche Neugier und welch großes Interesse es...
Vor 23 Monaten von Carla veröffentlicht

versus
83 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Titel hält leider nur, was er verspricht...
... denn das Buch klärt zwar darüber auf, dass jedes Kind von Natur aus eine unglaubliche geistige Entwicklung durchmacht, und auch darüber, dass wir aus den angeborenen Talenten unserer Kinder leider nicht sehr viel machen - aber es bietet keinerlei brauchbare Lösungen für die zugrunde liegenden Probleme.
Eigentlich ahnt der potentielle...
Vor 15 Monaten von Miss Adora Belle Dearheart veröffentlicht


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83 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Titel hält leider nur, was er verspricht..., 31. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
... denn das Buch klärt zwar darüber auf, dass jedes Kind von Natur aus eine unglaubliche geistige Entwicklung durchmacht, und auch darüber, dass wir aus den angeborenen Talenten unserer Kinder leider nicht sehr viel machen - aber es bietet keinerlei brauchbare Lösungen für die zugrunde liegenden Probleme.
Eigentlich ahnt der potentielle Käufer dieses Buches ja schon, dass alle Kinder irgendwelche besonderen Talente haben, aber dass heutige Eltern, Kindergärten und Schulen diese eher im Keim ersticken als zu fördern. Hätte das Buch gehießen "Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen KÖNNTEN", dann hätte ich es vielleicht interessanter gefunden. So muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin, und dass man den Inhalt des Buches auch als 4-seitigen Artikel in einer passenden Zeitschrift hätte veröffentlichen können - zumindest was den Informationsgehalt angeht.
Es ärgert mich auch, dass wissenschaftliche Studien und Untersuchungen zum Thema nur randlich erwähnt werden, und dann auch noch ohne Quellenangabe.
Fazit: 5 Punkte für die generelle Erkenntnis, dass wir die Talente unserer Kinder nicht vernünftig fördern. 1 Punkt Abzug dafür, dass viel zu viele Worte um eher wenig Erkenntnisse gemacht werden. 1 weiteren Punkt Abzug dafür, dass kaum belegbare Argumente für die sicher sinvolle Kritik an unserem Bildungs- und Erziehungssystem geliefert werden. Und noch 1 Punkt Abzug, weil das Allerwichtigste viel zu kurz kommt: Was kann man tun, wie kann man es besser machen, was muss sich ändern und wie kann man diese Veränderungen in Gang bringen?
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76 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufruf, uns zu engagieren, 31. August 2012
Von 
Carla - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch traf genau meinen Nerv. Es ist flüssig, populärwissenschaftlich, journalistisch pointiert geschrieben, so dass ich es mit Vergnügen und Interesse in einem Zug lesen konnte.

Die Autoren zeigen auf, welche großartigen Begabungen jedes Neugeborene mitbringt. Über welchen Willen, welche Neugier und welch großes Interesse es verfügt, um sich Fähigkeiten anzueignen und die Beziehung zu seiner Mutter und seinen Bezugspersonen zu stabilisieren. Mit einer unglaublichen Ausdauer übt es sich solange, bis etwa das Wenden von Rücken in Bauchlage gelingt. Anhand neuester Forschungen legen die Autoren auch dar, wie viel Mitgefühl die jungen Kinder bereits aufbringen, wie sehr sie sich mit helfenden und fürsorglichen Personen identifizieren, wie leicht diese Einstellung aber auch abhandenkommt, wenn Vorbilder fehlen oder Grundvertrauen nicht widergespiegelt wird.

Diese durchwegs positiven Eigenschaften, sich zu entwickeln und zu lernen, nennen die Autoren Begabung. Jedem sind sie mitgegeben. Und leicht gehen sie verloren. So zeigen die Autoren auf, auf was es wirklich ankommt in Familie, Kindergarten und Schule: Schlicht um gemeinsames Tun wie Singen, Geschichten vorlesen und gemeinsames Spielen. Die Atmosphäre ist das Entscheidende. Und auf die freie Wahl kommt es an, sich mit dem zu beschäftigen, was gerade am meisten bewegt. Computer sind außen vor. Diese Aussage ist eindeutig. Genauso die Unterrichtsmethoden unserer Schulen, die allein auf Wissensvermittlung, Vergleich und Bewertung ausgelegt sind.

Die Autoren rufen uns auf, uns das klar zu machen und uns bewusst und engagiert für einen neues Verständnis von Begabung einzusetzen. Zu viele frustrierte Schüler und übrigens auch Lehrer begegnen uns in den Schulen, zu viele Kinder fühlen sich nicht angenommen in ihrem Sosein und flüchten in Resignation oder auffälliges Verhalten, zu viele Schüler mit Bestnoten kommen im Leben nicht zurecht. Es kann nicht darum gehen, Leistungen zu zeigen, die von anderen erwünscht, geplant oder angeordnet werden, sondern es muss darum gehen eigene Initiativen zu entwickeln und selbstgewählte Probleme zu meistern. Lassen Sie sich anregen! Am Ende des Buches finden Sie Internetadressen von Einrichtungen, die sich einem neuen Erziehungs- und Unterrichtsstil verschrieben haben.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einladung zum Umdenken, 10. Februar 2013
Von 
B. Röpke-Stieghorst "Lust auf Zukunft" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
Die Autoren haben dieses Buch geschrieben, weil sie einladen wollen zum Umdenken. Denn die Hirnforschung hat sich verabschiedet von technologisch geprägten Vorstellungen des "Programmierens" menschlicher Oberstuben des Denkens und Lenkens.

Ein wesentlicher Switch ist dabei die seit Beginn des 21. Jh. etablierte Erkenntnis, dass das Hirn mit Potenzial auf die Welt kommt. Dieses Potenzial kann nicht anders als sich zu entfalten, wenn der Mensch sich in einer gesunden Umwelt bewegt. Adieu und weg mit den alten Zöpfen, dass harte Schule mit Disziplin, beharrlichem Training, Liebesentzug und Strafen den Menschen erfolgreich zu seinen Möglichkeiten führt. Und so mit knapp 20 Jahren der Mensch fertig, das Hirn auch genetisch bedingt ausgeformt und das Schicksal sozusagen besiegelt ist. Willkommen also die Grundidee der Potenzialentfaltung, die uns allen ein nicht endendes Entwicklungspotenzial mit all den darin enthaltenden Überraschungen parat hält.

Daraus folgt, dass Kinder (und Erwachsene) Entfaltungsräume und Möglichkeiten des Entdeckens und Experimentierens benötigen, um ihre Begabung des Lernens und sich Weiterentwickelns ausleben zu können. Und Menschen, welche ihnen wohlgesonnen und an ihnen liebevoll interessiert sind. Welche sich mit überraschen lassen von der Vielfalt des Könnens und Ausprobierens des Kindes.

Hüther und Hauser, die Autoren, gehen u.a. auch auf das unter Regie von Hüther durchgeführte Experiment mit ADHS Kindern ein, welche für 6 Monate ihren hektischen und mit Impulsen überbordenden Alltag eines ganz normalen Lebens zu Beginn des 21. Jahrhunderts verließen. Ohne Notebook, Smartphone und andere technische Mittel, ganz solide hoch auf der Alm, fanden die Kinder zu sich und zu neuen und konstruktiven Wegen im Miteinander. Was ist da krank?

Insgesamt zeichnet das Buch eher den großen Bogen des neuen Verständnisses der Potenzialentfaltungskultur auf, angereichert mit kleinen Beispielen aus der praktischen Welt und hirntheoretischen Unterfütterungen.

Wer konkrete Ideen für die Umsetzung dieses neuen Paradigmas der Hirnforschung in die Praxis von Elternhaus, Schule und anderen Institutionen sucht, ist hier nicht an der passenden Stelle. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der / die beginnt, sich mit diesem Switch zu beschäftigen. Gut zu lesen, anschaulich geschrieben, inhaltlich positiv anstiftend. Und dann ist der eigene Wagemut und die persönliche Freude gefragt, positive Unterschiede zu wagen. gefüttert und stabilisiert von dem ermutigenden Blick der Autoren auf die grundsätzlich vorhandene Lern- und Entwicklungsfähigkeit des Menschen und seines Gehirns.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hält nicht was es verspricht, 25. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
Grundsätzlich haben die Autoren recht und vielen Kindern fehlt heute eine ganze Menge wenn sie aufwachsen. Insbesondere dem grundsätzlichen Tenor des Buches dass Kinder mehr Freiräume benötigen - körperlich wie auch geistig - und eine leidenschaftliche Hingabe der Eltern ist absolut zuzustimmen.

Von nur hoch begabten Kindern - auch nicht im sinne der Autoren - kann allerdings keine Rede sein. Das eigentlich ärgerliche an diesem Buch ist aber dass die Kernaussagen in einem vielfach kürzeren Buch auch Platz gefunden hätten. Zudem fehlt mir der Wille konkrete Vorschläge und Ideen zu entwickeln, was eigentlich sehr wünschenswert wäre denn je mehr Leute nachdenken, desto mehr kommt ja meistens auch heraus.

Dafür dass das Buch aber anspricht wie wichtig es ist dass man sich um die Kinder hingebungsvoll kümmert - in einer zeit die selbst erwachsene Menschen zweifellos sehr fordert weil sie für viele zu laut und zu schnell geworden ist - dafür alleine sind zwei Punkte gerechtfertigt.
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49 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenig praktischer Nutzen, 18. März 2013
Von 
Katrina - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
Ein ganz merkwürdiges Buch. Die meisten Informationen stehen im Klappentext "Eltern und Schulen tun zwar alles, um die Fähigkeiten unserer Kinder zu fördern. Doch weil unser Schul- und Bildungssystem immer noch fast ausschließlich auf Wissensvermittlung und Leistung setzt, bringen wir zwar Einserschüler und -studenten hervor, die dann im Berufsleben aber versagen. Auf der Strecke bleiben viele ungenutzte und frustrierte Talente, und diesen Irrweg beschreiten wir schon viel zu lange."
So, das ist die Kernaussage des Buches.
Sie wird wenig untermauert. Die ersten knapp hundert Seiten kann man eigentlich getrost querlesen. Es geht um "welche Begabungen Kinder mitbringen" und "Wie Kinder Talente entwickeln können".
Allerdings sind die Sätze so beliebig formuliert, dass ich oft, wenn ich mein Lesezeichen vergessen hatte, beim nächsten Aufschlagen an einer ganz anderen Stelle weitergelesen habe, ohne dass das eigentlich schlimm war. Die Sätze sind merkwürdig inhaltsleer und austauschbar.

Auf Seite 108 wird es dann ein bisschen interessanter: "Was wir aus den Begabungen unserer Kinder machen". Wie man Liebe verrät, wie dem Kind die Lust am Entdecken genommen wird, wie Eigensinn gebrochen und Vertrauen missbraucht wird. Da kommt sogar ein bisschen Praxis dazu, ein paar Beispiele. Es wird also doch noch ein brauchbares Buch?
Leider nein. Denn schon auf S. 171 ist wieder Schluss. "Was unsere Kinder wirklich brauchen" ist das letzte Kapitel.
In ihm erfahren wir, dass sich Schulen wandeln müssen.

Aber wie? Dazu gibt es eine super Antwort: auf S. 187 findet man sieben weiterführenden Links.

Ansonsten habe ich in dem Buch gelernt, dass viele Eltern verunsichert sind bei der Erziehung. Dass sie alles planen wollten und später merken, dass mit einem Kind nicht alles planbar ist. Dass Kinder zu wenig echte Erfahrungen machen, weil sie alles vorm Computer lernen. Dass Kinder in modernen Großstädten zu wenig Freiraum haben. Und dass die Schulen den Ansprüchen der modernen Zeit nicht genügen, und mit ihrem veralteten Bildungskonzept die Kinder nicht mehr fit für die Herausforderungen der sich schnell wandelnden Lebensrealität machen.

DAS IST ALLES
Ganz ehrlich: die Lektüres dieses Buches, das mit seinem Titel automatisch alle auf Bildung bedachten Eltern anspricht "Jedes Kind ist hochbegabt", kann man sich getrost schenken. Ich hatte den Eindruck, die Autoren haben eine der Grundlagen wissenschaftlicher Arbeit, nämlich sich selbst und auch dem Leser einen Überblick über den Forschungsstand zu geben, gründlich verpasst. Und tun mit ihrem Buch so, als kämen sie hier zu ganz neuen Erkenntnissen. Die sie leider nicht ausführlich ausformulieren. Vielmehr bleibt alles graue Theorie und besorgte, ängstliche, unsichere Eltern wissen nur: so, wie es bislang geht, wird das nichts. Auch die Schulen taugen nichts. ICH MUSS WAS TUN. Bloß was, das wird hier im Buch allenfalls ansatzweise angerissen.

Andere Rezensenten haben hier auf weiterführende Literatur zum Thema verwiesen. Die werde ich mir jetzt auch mal zu Gemüte führen. Denn dieses Buch kann man, so finde ich, getrost vergessen. Auch oder gerade weil es auf der Spiegel Bestsellerliste steht
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Ideen, schwaches Buch, 16. September 2012
Von 
Oliver Völckers (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
Die beiden Autoren, ein stern-Journalist und ein Hirnforscher, schildern hier ihre Kritik am heutigen Bildungssystem.

Sie haben viele Ideen, die mit herkömmlichen Schulen mit Frontalunterricht und Zensuren nicht zusammenpassen. Doch das Buch folgt keiner besonderen Logik, es ist nicht präzise formuliert. Als Begründung tauchen immer wieder Konzepte und Begriffe aus der Hirnforschung auf, die für mich zu weit hergeholt sind. Auf mich wirkt das wie viele Meinungsäußerungen, die mehr oder weniger zufällig mit eingestreuten Tatsachen untermauert werden sollen. Das ist nicht solide argumentiert, doch gerade eine solide Argumentation wird in der anspruchsvollen Debatte zur Bildung heute verlangt.

Das ist schade, denn die Autoren bringen viele Ansätze für ein kreativeres Lernen. Sie zeigen überzeugend auf, warum ein autoritäres Schulsystem heute nicht mehr zeitgemäß ist.

Der Titel ist sicherlich ein Zugeständnis an das Verlagsmarketing. Denn wörtlich genommen ist es unsinnig. Weltweit und besonders in ärmeren Ländern, aber auch in Deutschland werden viele Kinder geboren, die aufgrund von Einflüssen während der Schwangerschaft und der frühesten Kindheit (Fehl- oder Mangelernährung, Alkohol, Krankheiten usw) keine "Hochbegabung" erreichen können. Dennoch haben die Autoren Recht, wenn sie das konservative Modell der angeblich genetisch vorgegebenen "Hochbegabung" in Frage stellen und auf die Entwicklungsmöglichkeiten eines modernen Unterrichts verweisen.

Das Buch bringt wertvolle Denkanstöße, aber die ganze Argumentation ist zu schwach. Wer mehr über Gene und Begabung wissen will, ist mit Gene sind kein Schicksal: Wie wir unsere Erbanlagen und unser Leben steuern können besser bedient.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lernlust statt Lernfrust: Im gemeinsamen Tun erleben Kinder etwas, was sie nicht erleben, wenn sie unterrichtet werden., 30. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
Das zweite Sachbuch nach Gerd Gigerenzers „Bauchentscheidungen“, welches ich innerhalb weniger Tage von Anfang bis Ende gelesen habe.
Hauptappell: Stören wir unsere Kinder nicht in ihrer Entwicklung, in ihrer Kreativität und Entdeckungsfreude. Hören wir auf, ihnen Erkenntnisse vorzusetzen (Denn wer von uns kann heute schon wissen, welches Wissen unsere Kinder morgen, übermorgen oder in x Jahren brauchen werden?). Lassen wir sie sich selbst alles das aneignen, was sie sich aus ihrer angeborenen Neugier, Entdeckerfreude und Lernlust aneignen wollen. Und unterstützen wir sie dabei! Denn ein Kind (und auch Erwachsene!) lernt das, was es wirklich interessiert, weil es für das Kind bedeutsam ist. (S. 49)
In unserer Zeit, in der sich vieles atemberaubend schnell verändert, rüstet das Einpauken von Wissen nicht mehr fürs Leben. Wichtiger ist die Fähigkeit, zu lernen im Sinne von Verstehen oder Begreifen, um sich selbst immer neue Erfahrungen und Erkenntnisse aneignen zu können. Und essentiell ist die Fähigkeit selbst zu denken und eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Denn die Probleme unserer Zeit sind nicht mit den vorhandenen, alten Verhaltensmustern und Strategien zu lösen. Wer die Fähigkeit hat zu lernen, wird im Verlauf seines Lebens in der Lage sein, sich immer wieder neue Kompetenzen anzueignen. Eben jene, die er genau zu diesem Zeitpunkt braucht.
Zum Lernen brauchen wir gute Beziehungen. Angst vor Bestrafung führt zum Abspulen vorhandener Verhaltensmuster. Angst verhindert also Lernen. „Alles, was die Fähigkeit von Kindern verbessert, zu sich und zu anderen eine gute Beziehung aufzubauen, ist die wichtigste ‚Entwicklungshilfe‘, die wir unseren Kindern bieten können.“ (S. 104).
Neben der Lern- und Denkfähigkeit ist die Beziehungsfähigkeit die zweite Ressource, die der einzelne Mensch und auch unsere Gesellschaft benötigt. Denn nicht alle Herausforderungen im Leben des Einzelnen sind alleine zu bewerkstelligen. Und die Probleme unserer Gesellschaft sind Herausforderungen an die Gemeinschaft und können nur aus der Gemeinschaft heraus gelöst werden.
Und so verstehe ich das Anliegen des Buches: Befähigen wir unsere Kinder zu lernen und zu denken und gute Beziehungen zu führen. Dies wird unsere Kinder befähigen, mit den Herausforderungen unserer Zeit / unserer Gesellschaft umzugehen.
Ein Nachwort: Einige Rezensenten bemängeln fehlende Antworten / Tipps, was besser zu machen ist als das vorhandene Erziehungs- und Bildungssystem es praktiziert. Auf Seite 102 sind diese klar benannt: „Diese unbezahlbaren Zaubermittel… (um Kindern bei der Entfaltung ihrer Begabungen zu helfen)…sind gemeinsames Singen, gemeinsam erlebte Märchenstunden, gemeinsames Spielen, gemeinsames Tanzen, Musizieren, Malen oder Basteln… Im gemeinsamen Tun erleben Kinder etwas, was sie nicht erleben, wenn sie unterrichtet werden …“
Und – aus eigener Erfahrung – wie bereichernd kann es für uns Große sein, sich an der Hand unserer Kinder durchs Unterholz zu schlängeln, Pirat oder Prinzessin zu spielen und die Welt noch einmal neu mit großen Augen und offenem Herzen zu entdecken! Und dabei können wir das wieder-lernen, was wir so vermissen: die Zeit vergessen und Dinge mit Begeisterung aus uns selbst heraus tun.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessante Ideen, aber zu wenig Wissenschaft, 15. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In diesem Buch sind die Ideen des Autors mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vermischt. Leider war für mich nicht erkennbar wo die Wissenschaft aufhört und die Autorenmeinung beginnt. Ich glaube es enthält deutlich mehr Meinung als Wissenschaft und das war für mich eher entäuschend, da ich von einem Professor etwas anderes erwartet hatte.

Mit dem Thema Hochbegabung hat das Buch gar nichts zu tun. Es geht viel mehr darum, wie viele tolle Fähigkeiten jedes Kind mitbringt und wie sie am besten darin unterstützt werden, diese weiterzuentwickeln. Hier sind die Ideen des Autors auch gar nicht schlecht und geben sicher gute Anregungen.

An manchen Stellen macht er es sich aber auch schlicht zu einfach. Wenn es z.B. heißt, dass Kinder nur deswegen so viel am Computer spielen, weil sie keine Bindung zur Mutter haben und ihnen der Austausch mit dem Vater fehlt (wenn das so einfach wäre).
Insgesamt ist die (zu Recht) kritische Betrachtung der Situation in der unsere Kinder aufwachsen (kinderunfreundliche Städte, demotivierende Schule ...) ein bisschen zu plakativ und undifferenziert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genies bleiben durch richtige Erziehung..., 16. Dezember 2013
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Nach "Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn" ist dies mein zweites Buch von Gerald Hüther. Wiederum verzichtet er (mit seinem Ko-Autor Uli Hauser) bewußt auf jede wissenschaftliche Zitierweise und erklärt in einfachen Sätzen.

Auf diese Weise kann jeder nachvollziegen, warum das kindliche Gehirn bereits bei Geburt keine Black Box mehr ist, sondern schon viele neuronale Verknüpfungen durch das intrauterine Erleben des Herzschlags der Mutter wie auch durch akustische und biochemische Signale entwickelt hat, die es dann in den ersten Jahren bei einfühlsamem elterlichen Umgang in jeglicher Richtung weiter ausbauen kann. Insofern ist Begabung - so die These der Autoren - nicht angeboren, sondern entsteht aus fortgesetzter Stimulation des Gehirns, damit sich viele neue neuronale Vernetzungen bilden und ausbauen können.

Was Kinder brauchen, ist demnach lediglich ein vertrauensvolles, ermutigendes und wertschätzendes Umfeld, wie auch das Vorleben von Spaß am Lernen. Aus dem gemeinsamen und Kreativität fördernden Leben mit Kindern entwickeln sich so die Begabungen, und werden (richtig verstanden) eigensinnige und gleichwohl auf das Gemeinwohl ausgerichtete Kinder, die hoffentlich bleiben, was sie als Kinder eigentlich alle waren - Genies.

Es gibt am Ende keinen Literaturanhang, sondern lediglich ein paar empfohlene Internet-Adressen zu Schulen mit neuer Lernkultur, die sich für die Förderung der Interessen der Schüler mehr interessieren als für das blanke Abprüfen von Leistungen.
Fazit: ein sehr gutes und unbedingt zu empfehlendes Buch für Schüler, Eltern, Lehrer und Bildungspolitiker. (16.12.13)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Everyone is a genius...", 24. April 2013
Von 
FMA - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen (Gebundene Ausgabe)
"... but if you judge a fish on its ability to climb a tree, it will live its whole life believing that it is stupid" (A. Einstein)

Die Autoren beschreiben sehr schön und einfühlsam den frühkindlichen Entwicklungsprozess. Wer empfindet es nicht geradezu als ansteckend, mit welchem Staunen ein kleines Kind die Welt entdeckt; immer wieder auf Dinge stößt, die es maßlos zu begeistern scheinen. Diese Offenheit, Neugier und Begeisterungsfähigkeit müssen Eltern behutsam begleiten, wenn sie nicht erstickt werden soll.

Das Kind, so die Autoren, benötigt Freiraum, um sich seine Welt zu erobern. Schön wenn Eltern nicht nur viel Liebe und Empathie geben, sondern da und dort auch am Spiel des Kindes teilnehmen können. So werden Grundlagen für das spätere Leben gelegt: es entwickelt sich die Freude an gemeinsamer Aktivität; das Herumbasteln des Kindes, etwa der Bau eines Flugzeugs aus Küchengeräten, trägt dazu bei, Kreativität und konstruktive Zielstrebigkeit zu entwickeln. Nicht zu schnell sollte man dem Kind zu Hilfe eilen, sondern es selbst probieren und experimentieren lassen, es eben als die kleine Persönlichkeit respektieren, die es ist.

Natürlich werden Eltern immer auch Grenzen setzen müssen. Wird das Kind jedoch zu sehr eingeengt, entwickelt es kompensierende Verhaltensweisen. Die Zuneigung die sich ihm nicht dadurch vermittelt, dass es in seinem Tun bestätigt und liebevoll begleitet wird, sucht es dann vielleicht auf direktem Weg von seinen Bezugspersonen zu erzwingen - mit Trotz oder übermäßiger Anschmiegsamkeit, provokantem Fehlverhalten oder vorauseilender Fügsamkeit. Es kann die gesunde Balance zwischen Nähe und Distanz, Abgrenzung und Zuwendung auch im späteren Leben schwer finden. Ähnlich verhält es sich mit der Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen. Kinder sind von Natur aus zu viel Mitgefühl fähig. Auch dies kann jedoch leicht in seiner Entfaltung behindert werden. Die Autoren führen hier das Beispiel des Kindes an, das von der Mutter gehindert wird, sein Spielzeug aus Mitleid einem anderen Kind zu schenken, das gerade weint. Hier sollten Eltern nicht zu schnell eingreifen und - wenngleich sicher nicht in jedem Fall möglich - so doch aufs Ganze gesehen, solche kindlichen Anlagen unterstützen.

Grundsätzlich benötigen Kinder viel Übungsfläche, um die basalen, neuronalen Vernetzungen zu entwickeln, die die Grundlage für die spätere Entwicklung von sozialer Kompetenz sind. Beim Erzählen oder Vorlesen von Märchen erlebt das Kind viele spannungsreiche Situationen und liest am Gegenüber v.a. auch die emotionale Begleitmusik ab. Die Bezugsperson ihrerseits kann in jedem Augenblick auf das Kind eingehen. Diese Situation des sich ineinander Spiegelns, der gemeinsamen erzählerischen Abenteuerreise, so die Autoren, könne keineswegs dadurch ersetzt werden, dass die Eltern dem Kind eine Märchen-DVD einlegen.

Ein großes Manko der modernen Gesellschaft sei der Mangel an Bezugspersonen. Es sei essentiell für eine gute Entwicklung, dass Kinder in ihrem Umwelt mit verschiedensten Charakteren, Altersgruppen, sozialen Rollen zu tun haben. In der Großfamilie sei dies selbstverständlich gewesen, in der modernen Kleinfamilie sei das Kind zwangsläufig viel zu einseitig auf seine Eltern oder gar nur ein Elternteil fixiert. Wird es dann auch noch vor den Fernseher oder PC gesetzt, sind Entwicklungsdefizite vorprogrammiert. Früher waren Kinder an den Nachmittagen mit ihren Spielkameraden draußen unterwegs, auf Klettertournee auf Spielplätzen oder auf der Pirsch im nahe gelegenen Wäldchen; bei der Konstruktion von Wolldecken-Zelten oder Bretterbuden; beim Boccia-Spielen auf der Wiese oder beim Bolzen auf dem Fußballplatz. Heute vertreibt man sich allzu oft die Zeit mit Counter Strike und ist in Kontakt" über Facebook.

Insofern klingen die Autoren im hinteren Teil des Buches nicht gerade optimistisch. Jedes zweite Kind leide heute bereits unter Bindungsunsicherheiten. Welche Eltern werden sie unter diesen Voraussetzungen einmal ihren eigenen Kindern sein können? Hinzu kommt der Trend, Kinder immer früher auf den gnadenlosen Konkurrenzkampf einer immer mehr von der Frage ökonomischer Verwertbarkeit bestimmten Gesellschaft vorbereiten zu wollen. Das Standardwerk dazu sei das Erziehungsbuch der chinesisch-stämmigen US-Professorin Amy Chua, die ihre Töchter täglich zu stundenlangem Lernen, Klavier- und Violine-Üben verdonnerte, so sehr sie sich oft auch lieber mit Freundinnen getroffen oder gemeinsam Eisessen gegangen wären. Nun muss man sagen, dass Chua eine sehr warmherzige und humorvolle Frau von gewinnendem Wesen ist - keinesfalls die rigide Tiger-Mom, die manche Medien aus ihr machten. Man kauft ihr die Liebe für ihre Kinder und die tiefe, positive Beziehung zu ihnen ab. Doch allzu oft fehlt bei nachahmenden Eltern selbst dieser Hintergrund. Der neuste Trend, so die Autoren, sei, den Kleinen schon im Kindergarten die Gebärdensprache beizubringen.

Jedes Kind hat seine ganz eigenen Begabungen. Unser Bildungssystem sei darauf geeicht, nur das gelten zu lassen, was aus Sicht der Allgemeinheit von Wert ist. Vielleicht, so die Autoren, sei das Kind aber der geborene Baumkletterer, statt der Rechenkünstler, zu dem es der Mathematik-Unterricht machen will. Picasso sei als Kind nicht zum Maler gecoucht worden. Er zeichnete und zeichnete von sich aus und es sei gut gewesen, dass seine Erziehungspersonen ihn machen ließen und unterstützten. Automobilmagnat Henry Ford hätte als Kind nichts lieber getan, als Uhren auseinander und wieder zusammen zu bauen. Auch er hatte Glück, dass man seine kindliche Begeisterung für alles Technische nicht abwürgte, sondern sich entfalten ließ.

Die Mode-Diagnose ADHS, die scheinbar auf eine regelrechte Epidemie hinweist, sei letztendlich ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft. Den halbwüchsigen Louis Armstrong griff man zum Jahreswechsel 1912/13 auf, als er wild mit einer Pistole umher schoss. Die Polizei nahm ihn mit aufs Revier. Auch dort war der aufgedrehte Knabe kaum in Schach zu halten. Heute hätte man ihm Ritalin verpasst, damals hatte jemand die geniale Idee, ihm zur Ablenkung eine Trompete in die Hand zu drücken - wie sich herausstellen sollte, für ihn das perfekte Instrument, um die überschießende Energie und Kreativität zu kanalisieren.

Die Autoren lernten sich auf einem mehrwöchigen erlebnispädagogischen Projekt mit ADHS-Schülern auf der Alm kennen. Allein dieser neue, von Verständnis, Annahme, Ermutigung und gesunden Herausforderungen geprägte Erfahrungsraum hätte eine ungemein positive Wirkung gehabt. Die Autoren - wenngleich sie streckenweise etwa sozial- bzw. erziehungsromantisch klingen - mahnen zu recht, dass unser Bildungssystem weit mehr und weit individueller als bisher auf die emotionalen und entwicklungsspezifischen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder eingehen muss. Sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft.
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