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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke Frauen
Nach ihrem großen Erfolg "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", in dem bereits historisches mit fiktivem aufs Beste vermischt wurde, legt Tracy Chavalier nun mit >"Zwei bemerkenswerte Frauen" im nachempfinden historischer Tatsachen ihren neuen Roman vor.

Im Blick auf Mary Anning und Elizabeth Philpot wendet sie sich zwei starken und durchaus...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2010 von M. Lehmann-Pape

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn Fossilien sammeln zum Lebensinhalt wird
Ich kannte Tracy Chevalier nicht, die beiden bemerkenswerten Frauen hingegen schon. Also habe ich mir das Buch besorgt, wie ich zugeben muß mit einem gewissen Bauchgrimmen. Und schon nach den ersten beiden Seiten wußte ich: Nicht meines. Normalerweise wäre ich hergegangen und hätte das Buch beiseite gelegt. Aber es ging um Elizabeth Philpot und Mary...
Vor 15 Monaten von Spiegelherrin veröffentlicht


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5.0 von 5 Sternen Den Fossilien verfallen, 17. Oktober 2014
Von 
Jules Barrois (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zwei starke, einflussreichen Frauengestalten des 19. Jahrhunderts, Mary Anning und Elizabeth Philpot, stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte. Über lange Zeit wurden sie gerade wegen ihres speziellen Interessensgebietes im Rahmen der Naturwissenschaften bekämpft und letztlich, totgeschwiegen. Tracy Chevalier hat die Geschichte der beiden Fossilienforscherinnen in eine überaus flüssige und runde Romanform gebracht, in der sie natürlich ganz eigene Wege mit den historisch belegten Personen geht.
Elizabeth verlegt aus finanziellen Gründen ihren Wohnsitz im Jahre 1830 nach Lyme Regis in Südengland. Dort wird ihr Interesse für Fischfossilien geweckt, die am Strand zu finden sind. So lernt sie Mary kennen, die, im Gegensatz zu Elisabeth, mit dem Verkauf dieser Fossilien den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie verdient und die Versteinerungen daher keineswegs nur als Hobby betrachtet. Eine Freundschaft entsteht, aber auch ein zunehmend profundes Wissen über Fossilien und damit das noch neue Wissensgebiet der Evolution. Ein Wissen, dass in den männlich dominierten Wissenschaftskreisen nicht gerne gesehen wird.
Doch die zunehmende Freundschaft der beiden Frauen und ihr verbindendes, gemeinsames Interesse werden auf eine harte Probe gestellt, als sich beide in denselben Mann verlieben, den intelligenten und schneidigen Lieutenent-Colonel Thomas James Birch, Sammler seltener Fossilien. (Wohl eher fiktive Liebesgeschichte)
Tracy Austin gelingt ein detailgenauer Blick auf die Vernetzungen und Verschlossenheit einer wissenschaftlich-naturwissenschaftlichen Welt des frühen 19. Jahrhunderts und die damals aufkommende, die Evolution stärkende und das vorherrschende christlich-biblische Naturbild erschütternde Fossilienkunde. Tracy Austin versteht es die Figuren lebensecht heraus zu arbeiten. So erhält die Geschichte durch ihre beiden Protagonisten einen wirklichen Tiefgang. Die Freundschaft beginnt, wächst und bewährt sich letztendlich, Eine tiefe, stillschweigende Verbindung zwischen den Frauen entwickelt sich. Ihr Weg vom Interesse an versteinerten Fossilien bis hin zu wissenschaftlichen Entdeckungen einschließlich der Anfeindungen, die mehr und mehr Raum gewinnen: All das verknüpft Tracy Chevalier mit den fiktiven Erweiterungen der gemeinsamen privaten Geschichte zu einem runden Ganzen.
Erzählt wird der Roman mal aus der Sicht von Elizabeth, mal aus jener von Mary. Durch den unterschiedlichen Bildungsstand und die sich stark unterscheidende Herkunft der beiden Protagonistinnen ist jedoch immer klar, durch wessen Auge man das Geschehen gerade verfolgt.
Tracy Chevalier schreibt sehr flüssig. Sie versteht es meisterhaft die Atmosphäre der damaligen Zeit getreu wider zu spiegeln. Und wir erhalten einen überzeugenden Einblick in die ehemals verknöcherte englische Klassengesellschaft, die allein schon die Freundschaft der beiden Frauen von so unterschiedlichem Stand kritisch betrachtet. Spannende Themen gekonnt umgesetzt.
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5.0 von 5 Sternen Seltene Mischung aus Fiktion, Biografie und Fachwissen!, 6. August 2014
Dieser Roman basiert auf den Leben von Elizabeth Philpot und Mary Anning, deren Biografien man daher nicht lesen sollte wenn man Spoiler umgehen möchte. Die Autorin hat es nämlich geschafft Fiktion und die gegebenen Fakten miteinander zu verbinden und einen interessanten und lehrreichen Historischen Roman zu verfassen.
Doch zunächst zum Inhalt:
Mary Annings Faszination für Fossilien hat ihr der Vater vermittelt, vor allem weil die Familie das Geld braucht und sich kleinere Fossilien gut verkaufen lassen. Miss Philpot hingegen, die mit ihren zwei Schwestern gerade nach Lyme Regis gezogen ist, versucht sich mit den Strandbesuchen die Zeit zu vertreiben. Mit Ende zwanzig ist sie in den 1830er-Jahren bereits eine alte Jungfer und hat keine guten Aussichten mehr auf eine Ehe. Als sie Mary trifft entwickelt sich aus dieser Einsamkeit sogleich eine Verbindung zwischen ihr und dem kleinen Mädchen. – Und genauso wie ihre Freundschaft, werden auch ihre Fossilien großes Aufsehen erregen.

„Den Blitzschlag habe ich in meinem Leben immer wieder gespürt, in Wirklichkeit getroffen hat er mich aber nur einmal. […] Jedes Mal wenn ich ein Fossil finde, fühle ich das Echo des Blitzschlags in mir, dieses leise Sirren, das mir sagt: `Ja, Mary Anning, du bist anders als alle Steine am Strand. `Darum bin ich Fossilienjägerin geworden: Ich will den Blitzschlag spüren und dieses Anderssein. Jeden Tag will ich es spüren.“ (Seite 7/8)

Tracy Chevalier treibt die Handlung ständig voran und lässt so keine Langeweile aufkommen. Erst recht, da die Charaktere in der Zeitspanne des Buches große Veränderungen durchleben. Um auf diese ausreichend eingehen zu können wird abwechselnd aus Marys und Elizabeths Perspektive erzählt. Wie im Nachwort erwähnt hat die Autorin einige Daten verändert um die Ereignisse besser schildern zu können. Im Roman selber fällt dieser Umstand nicht weiter auf und ist der Geschichte sicherlich zuträglich.
Ein wichtiger Punkt des Romans ist natürlich die Liebe und Beigeisterung der Protagonistinnen für Fossilien. – Und die konnte Tracy Chevalier teilweise auf mich übertragen. Sie verwendet eine gute Mischung aus Fachwissen, inklusive den dazugehörenden Fachbegriffen, und vermischt dies mit einfachen Erklärungen, da auch Mary und Elizabeth einiges dazulernen.

„`Fossilien sind mehr als nur tote Steine`, versuchte ich zu erklären. `Es sind Körper, die zu Stein geworden sind, Körper von Kreaturen, die vor langer Zeit gelebt haben. Wenn man so eine Versteinerung findet, ist es das erste Mal seit Tausenden von Jahren, dass sie jemand sieht. `“ – Elizabteh Philpot (Seite 43)

Besonders interessant, neben den Charakteren, fand ich aber die aus der Gesellschaft und Wissenschaft der damaligen Zeit resultierenden Probleme. Eine Frau als Wissenschaftlerin? Undenkbar! Naturwissenschaften sind schließlich etwas für Männer. In diesem Zusammenhand bietet das Buch sogar einen „romantischen“ Aspekt. Das „romantisch“ ist hier ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt, denn welcher Mann des 19. Jahrhunderts will schon eine Ehefrau die sich die Samthandschuhe beim Graben und Wühlen am Strand dreckig macht, noch dazu eine alte Jungfer oder arm?
Und wieso gibt es überhaupt Fossilien? Wieso sollte Gott Lebewesen erschaffen und sie dann aussterben lassen? Solche Differenzen (und Streitigkeiten) zwischen Kirche und Wissenschaft nehmen einen großen Teil des Romans ein. Es werden verschiedenen Theorien vorgestellt (z.B. von Cuvier), aber auch Marys und Elizabeth eigene Gedanken präsentiert die Autorin. Letztendlich wird das Buch aber von der Freundschaft dieser Frauen getragen. Ihre Liebe zur Wissenschaft und die Dienste die sie der Paläontologie erwiesen haben wären ohne ihre Freundschaft sicherlich nicht so möglich gewesen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verschenktes Potenzial, 29. Mai 2011
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Hannover & Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zwei bemerkenswerte Frauen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich beginne mal mit einem charakteristischen Zitat, anstelle der Inhaltsangabe:

"Margaret war in ihrem Element. Dies war eine Situation wie aus einem der Romane, die sie so gerne las, zum Beispiel aus der Feder von Miss Jane Austen, die Margaret damals, bei unserem ersten Besuch in Lyme, im Ballsaal gesehen zu haben glaubte. In einem der Bücher von Miss Austen kam sogar Lyme vor, aber ich las keine Romane und wollte mich dazu auch nicht überreden lassen. Das wahre Leben war viel komplizierter, denn dort löste sich nicht alles in Wohlgefallen auf, weil die Heldin den richtigen Mann fand. Wir Philpot-Schwestern waren das beste Beispiel dafür, wie unerfreulich es in der Wirklichkeit ausgehen konnte. Ich brauchte keine Romane, um mich daran zu erinnern, was mir entgangen war."
(Elizabeth auf S.219)

Chevaliers Stärke in diesem Roman ist es, Reales in einem Roman unterhaltsam umzusetzen; Fiktion und Historie zu verweben.

In "ZWEI BEMERKENSWERTE FRAUEN" greift Chevalier mehrere interessante Themengebiete auf:
Die Ohnmacht der Frau zu Beginn des 19.Jahrhunderts: Elizabeth, Louise und Margaret Philpot werden von ihrem Bruder aus London aufgrund finanzieller Engpässe verbannt, um außerhalb Londons ein "preiswerteres Leben fristen" zu können. So verschlägt es sie nach Lyme Regis (übrigens auch ein Handlungsort in einem Roman Austens). Was sich zunächst als Unglück darstellt- der Bruch zw. dem mondänen London und dem 2000 Seelenkaff, ist im Grunde genommen ein Segen (wie Elizabeth später feststellt). Gelingt es ihr doch, die Enge und die gesellschaftlichen Konventionen der Großstadt zu durchbrechen und ihrer Passion nachzugehen.
Zudem gestaltet sich die Beschreibung der Landschaft & die Fossiliensuche durchweg atmosphärisch dicht- man kann das Cottage, als auch die Strände und die rauen Winter in ihrer Ereignislosigkeit fast greifen.
Chevalier zeigt dem geneigten Leser weiterhin die Ohnmacht der Frau in ihrem wissenschaftlichen Engagement, wenn Elizabeth beispielsweise als Finderin eines Fischfossils im Museum nur mit ihrem Familiennamen aufgeführt wird.
Weiterer Pluspunkt: die wissenschaftliche Ohnmacht gegenüber der Schöpfungsgeschichte. Wie kann es sein, dass man ausgestorbene Tiere findet, wenn Gott alles mit einem gewissen Sinn erschaffen hat- warum dann ausmustern? Undenkbar, die Bibel in Zweifel zu ziehen & der Evolution ihre Daseinsberechtigung zuzugestehen! Wird doch die landläufige Meinung in Frage gestellt, dass die Welt vor 6000 Jahren erschaffen wurde.

Andererseits gibt es aber auch diverse Kritikpunkte:
Der wissenschaftliche Diskurs wird nur sehr oberflächlich angerissen. Auch tiefgründige Gespräche zw. Elizabeth und Mary bzgl. ihrer großen Leidenschaft" kommen so gut wie nicht vor. Vor allem mit Auftauchen Birchs flacht das ganze Geschehen m.E. ziemlich ab, nimmt im weiteren Verlauf zu viel Platz ein und führt zu einem nicht sonderlich überzeugenden Verlauf.
Auch die Beziehung und der Bruch der beiden Frauen ist nicht ausgefeilt genug dargestellt- was besprechen sie denn außer ihrer Fossilienfunde- kommen sie sich wirklich nahe?? Nein- aber das war wohl auch bei 2 so unterschiedlichen Frauen in der damaligen Gesellschaft nicht wirklich möglich. Chevalier gelingt es zwar das Innenleben der beiden treffend darzustellen, trotzdem kommt ihre Verbundenheit nicht wirklich zum Ausdruck.

Auf den Punkt gebracht:
Interessante Thematik, atmosphärisch dicht mit jeder Menge Gesellschaftskritik, trotzdem jede Menge verschenktes Potenzial, da vieles nur oberflächlich angerissen wurde. Hier zeigt sich nicht nur die Schwäche der deutschen Übersetzung: die "REMARKABLE CREATURES" gelangen über weite Strecken in den Hintergrund. Vielleicht hat das der Verlag ja treffend erkannt und deswegen den Titel auf "Zwei bemerkenswerte Frauen" in der Übersetzung geändert. Denn letztendlich versanden die Saurier zugunsten einer nicht sonderlich glaubwürdigen und langweiligen Beziehungsproblematik.
Deswegen 3 Sterne- it`s OK (das heißt ja keineswegs schlecht, aber es wäre MEHR drin gewsen in diesem Fall)- mit der Tendenz zu 3.5*.

Wünschenswert wäre eine Darstellung der Ammos und Belis in einem Glossar gewesen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Band, das die Vergangenheit mit der Zukunft verknüpft.", 13. Dezember 2010
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zwei bemerkenswerte Frauen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine gelungene Kombination aus historischen Fakten und Fiktion hat Tracy Chevalier in ihrem Roman >Zwei bemerkenswerte Frauen< geschaffen. Er handelt von zwei Naturforscherinnen mit der Besonderheit, dass es viele der Figuren tatsächlich gegeben hat. Und obwohl ich mit dem Thema Fossilien bislang nichts anfangen konnte, hat mich die Geschichte bereits nach wenigen Seiten in ihren Bann gezogen.

In einer Zeit voller Konventionen um 1830 im südenglischen Küstenstädchen Lyme Regis freunden sich Elizabeth Philpot (eine Dame aus besseren Londoner Kreisen) und Mary Anning (eine Fossilienjägerin aus ärmlichen Verhältnissen) miteinander an. Beide verbindet trotz ihres unterschiedlichen gesellschaftlichen Standes ihre unkonventionelle Art und ihre Leidenschaft für Fossilien; sie werden Freundinnen und zugleich Konkurrentinnen um die verdiente Anerkennung in der männerdominierten Welt der Wissenschaft und in der Liebe.

Mit sanfter erzählerischer Kraft beschreibt die Autorin das Leben der beiden außergewöhnlichen Frauen im frühen 19. Jahrhundert. Nicht nur, dass die fossilen Versteinerungen zu jener Zeit als rätselhaft und schmutzig galten, auch ein weibliches Wesen war zu dieser Zeit nicht alleine rechtsfähig. Die von Elizabeth und Mary vertretene Ansicht, dass Fossilien Körper von Lebewesen waren, die es auf dieser Welt so nicht mehr gab, galt zunächst als blasphemisch. Die Abweichungen von Geologie zur Religion, und damit die Hinterfragung der Schöpfungsgeschichte, sowie die damit einhergehende ideologische Einsicht, dass die Welt sich ständig verändert, war radikal und aus dem Munde einer Frau keinesfalls zulässig.

Scheinbar undramatisch und dennoch mit einer durchgängigen Dynamik schreitet die Geschichte fort und lebt von den beiden gut gezeichneten Charakteren der mutigen Frauen Mary und Elizabeth in der englischen Klassengesellschaft in einer Zeit, in der ein Frauenleben ein einziger Kompromiss war. Die beiden Frauen, die sich voller Leidenschaft ihrem Forschergeist hingeben, entwickeln im Laufe der Handlung ein starkes Selbstbewußtsein und ebnen erste Schritte auf dem Weg zur Emanzipation. Eingebettet in die malerische Landschaft der südenglischen Küste spielt neben dem Thema Gleichberechtigung der Frau in der Wissenschaft vor allem die Freundschaft eine große Rolle. Und wieder einmal mehr stellt sich heraus, wie essentiell wichtig es ist, jemanden zu haben, mit dem man seine Interessen und Leidenschaften teilen kann.

>Zwei bemerkenswerte Frauen< bietet durchwegs schöne Leseunterhaltung, lebendig trotz all der Versteinerungen, versehen mit dem Charme zweier starker Persönlichkeiten zu einem ausgefallenen Thema und ist eine klare Empfehlung für alle, die gerne Historisches lesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Manchmal etwas langatmig..., 4. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Zwei bemerkenswerte Frauen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ein großer Fan von Fossilien! Trotzdem habe ich die Geschichte manchmal als etwas langatmig empfunden. Zeitweise plätschert das Geschehen so dahin ohne einen klaren roten Faden. Die Übersetzung ist leider immer wieder holprig! Schon der englische Titel: "Remarkable Creatures" in "Zwei bemerkenswerte Frauen" zu "verwandeln" kann nur als misslungen bezeichnet werden. Es geht in erster Linie um die Fossilien und nicht um die Frauen. Die Autorin will zwar beide Themen gleichwertig miteinander verweben, der Konflikt zwischen den beiden Protagonistinnen, Elizabeth und Mary ist oftmals aber nicht nachvollziehbar. Insbesondere wenn es um die Liebe zu dem einen Mann geht, den beide für sich gewinnen wollen, aber nicht gewinnen können. Die besondere Bindung der beiden höchst unterschiedlichen Frauen, die das gemeinsame Interesse für die Fossilien erst möglich macht, wird nicht ausreichend herausgearbeitet. Deshalb wirkt auch der plötzliche Bruch der Freundschaft nicht als so gravierend wie wohl beabsichtigt! Ein anderes Thema, das aber ebenfalls nur ein Schattendasein fristet und sich letztlich nicht richtig enfalten kann, ist die Rolle der Frau in der Gesellschaft des frühen neunzehnten Jahrhunderts: Ernsthafte Wissenschaft ist einzig den Männern vorbehalten. Hiergegen kämpft insbesondere Elizabeth mit mäßigem Erfolg an. Schade! Das Buch ist wahrscheinlich einfach zu ambitioniert angelegt und kann den Erwartungen dann nicht mehr entsprechen. Trotzdem: Die Geschichte der Mary Anning und Ihre Erfolge für die Paläontologie sind äußerst interessant.
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5.0 von 5 Sternen Frühes 19.Jahrhundert, 3. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zwei bemerkenswerte Frauen (Audio CD)
Drei Schwestern fristen ihr Leben nach dem Tod ihrer Eltern - unter dem damals so wichtigen Stand - in der Gesellschaft. Alle drei finden keinen Partner, der - standesgemäß - zu ihnen gepasst hätte. Außerdem sind zwei von ihnen äußerlich sehr unansehnlich. Aber sie versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen.
So entdeckt eine der Schwestern ihre Liebe zum Garten und der damit verbundenen Arbeit.
Die jüngste, ganz hübsch, verteibt sich die Zeit mit Tanz und Kartenspiel. Ihre Hoffnung, einen Ehemann zu bekommen, werden durch ihre Armut und den "Standesunterschied" zunichte gemacht.
Die älteste der Schwestern beginnt, sich für Fosslilie und deren Entdeckung zu interessiern und dabei lernt sie Mary - die Tochter eines Tischlers kennen, die ihre Familie mit dem Verkauf dieser Fossilien über die Runden bringt.
Der Alters - und Standesunterschied verhindert jahrelang eine innigere Freundschaft - doch letztendlich siegt die Vernunft und das gleiche Interesse um die Differenzen zu begraben.
Eine schöne - etwas altmodisch anmutende Geschichte.
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4.0 von 5 Sternen schöner Roman mit geschichtlichem Hintergrund, 1. März 2012
Wer ausschweifende Romane und geschichtlich-gesellschaftliche Themen mag, dem sei dieses Buch bestens empfohlen. Die beiden Forscherinnen, Mary Anning und Elisabeth Philpot, begegnen sich im südenglischen Küstenort Lyme Regis. Durch die Leidenschaft für Fossilien entwickelt sich bald eine Freundschaft der beiden aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammenden Frauen. Eindringlich und sehr einfühlsam schildert die Autorin das Leben der aus armen Verhältnissen kommenden Mary. Spektakuläre Versteinerungs-Funde bringen der jungen Frau in einer männlich dominierten Welt des 19. Jahrhunderts zwar nicht das verdiente Ansehen, doch gelingt es ihr trotzdem einen besseren sozialen Status und Respekt zu erlangen. Vor der rauen Kulisse am Strand von Lyme Regis lernt man als nichtkundiger Leser einiges über Ammoniten, Belemniten und weitere Kuriositäten, die nicht einfache Steine sondern wahre Kunstwerke sind, die nur das geschulte Auge zu entdecken vermag.

Ein schöner und lesenswerter Gesellschaftsroman im Stil von Jane Austen oder Charlotte Brontë.
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4.0 von 5 Sternen Fossilien..., 22. Oktober 2014
Eine sehr schön erzählte wahre Geschichte. Die beiden Frauen Elizabeth und Mary verbindet die Liebe zu Fossilien. Tracy Chevalier schildert die Konventionen Anfang des 19. Jahrhunderts und die damit verbundenen Schwierigkeiten für Frauen und deren Leben. Sie erzählt die Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht von Miss Elizabeth Philpot und Mary Anning im „Ich-Stil“, was ich persönlich sehr schön finde. Das Buch ist flüssig zu lesen, leicht verständlich – trotz der vielen Fossilien-Namen und interessant von der ersten bis zur letzten Seite.

Tracy Chevaliers Schreibstil ist einfach, harmonisch und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind sympathisch und gut beschrieben. Die Schauplätze sind ebenfalls vorstellbar dargestellt. Die Geschichten sind interessant und spannend.

Den einzigen Minuspunkt vergebe ich an die Übersetzerin: Es heißt DAS Cottage und nicht DER Cottage. Auch wenn sie diesen groben Fehler konsequent durch das ganze Buch beibehalten hat, wird er deswegen aber nicht weniger falsch.
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4.0 von 5 Sternen Wirklich eindrucksvoll, 25. Januar 2015
Nachdem es nun schon einige Zeit in meinem Bücherregal schlummerte, kam Tracy Chevaliers Roman "Zwei bemerkenswerte Frauen" nun auch endlich an die Reihe.
Die gute Ausdrucksweise lässt einen gleich in die Geschichte eintauchen. Sehr schön beschreibt sie das Leben zu jener Zeit, die Stellung der Frau (über die wir heute nur noch den Kopf schütteln) und den damaligen Stand der Wissenschaft. Die Jahrzehnte überdauernde Freundschaft der beiden Frauen hat es wirklich gegeben, was den Roman umso eindrucksvoller macht.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gäääääähn, Durchhaltewillen ist gefragt!, 3. Juli 2013
Das ist meiner Meinung nach nicht Tracy Chevaliers bestes Buch.
Ob das Thema "Fossilien" überhaupt genug hergibt, dies in einem Roman ausführlich, interessant und spannend schildern zu können, ist sowieso fraglich.
Um klarzustellen, ich bin Tracy-Chevalier-Fan und habe bisher alles von ihr gelesen und super gefunden. Aber hier war ich enttäuscht.
Die Handlung hat sich oft hingeschleppt, wäre ich nicht im Urlaub gewesen und hätte pro Tag mehr als 100 Seiten gelesen, hätte ich nicht durchgehalten.
Ich wollte zum Schluss nur noch fertig werden und wissen wie es ausgeht.

Im Anhang habe ich dann erst erfahren, dass eine wahre Geschichte der Handlung zugrunde liegt. Das lässt dann den Roman in einem etwas besseren Licht "dastehen", denn wenn man sich an die tatsächliche Lebensgeschichte der Frauen halten muss und will, und einfach nicht mehr passiert ist, dann kommt das eben dabei raus.

Daher leider nur 2 Sterne.
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Zwei bemerkenswerte Frauen: Roman
Zwei bemerkenswerte Frauen: Roman von Tracy Chevalier (Gebundene Ausgabe - 4. Oktober 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,65
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