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5.0 von 5 Sternen Ein Plädoyer für die Notwendigkeit Strategischen Denkens und Handelns
Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert

Warum lohnt sich ein Nachdenken über den Krieg als Gegenstand der Analyse zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Und welche Aussagekraft hat das fast zweihundertjährige Werk "Vom Kriege" des preußischen Offiziers Carl von Clausewitz für gegenwärtige politische und strategische...
Vor 19 Monaten von J. Jung veröffentlicht

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer glaubt in diesem Buch etwas über Strategie zu lernen wird entäuscht
Ich habe dieses Buch in dem guten Glaube gekauft etwas über Strategie und strategisches Denken zu lernen. Leider wurde ich schwerst entäuscht. Im Buch demonstriert der Author auf eindrucksvoll ausdauerende Weise, wie man einfache Zusammenhänge durch Einwerfen von überzogenen Fachausdrücken und Referenzen seitenweise ausdähnen kann und...
Vor 14 Monaten von Frank veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Plädoyer für die Notwendigkeit Strategischen Denkens und Handelns, 6. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert

Warum lohnt sich ein Nachdenken über den Krieg als Gegenstand der Analyse zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Und welche Aussagekraft hat das fast zweihundertjährige Werk "Vom Kriege" des preußischen Offiziers Carl von Clausewitz für gegenwärtige politische und strategische Fragestellungen?

Diesen Fragen widmet sich Lennart Souchon, Honorarprofessor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam und ehemaliger Kapitän zur See der Bundesmarine, in seinem aktuellen Buch "Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert".

Angesichts der Tatsache, dass die Bürger in Deutschland und Europa nach der Überwindung zweier verheerender Weltkriege und dem Ende des Kalten Krieges erstmalig an den Zustand eines stabilen Friedens gewöhnt sind, mögen einige Leser der Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens zunächst mit einiger Skepsis begegnen. Doch bereits in der Einleitung des Buches führt der Autor vor Augen, warum es gerade heute dringend geboten ist, sich mit diesen Fragestellungen zu beschäftigen. Denn jenseits überholter sicherheits- und verteidigungspolitischer Muster und Allianzen aus den Zeiten zwischenstaatlicher Blockkonfrontationen des späteren 20. Jahrhunderts müssen sich gestaltende und verantwortliche Akteure heutzutage einem radikal veränderten, komplexeren und fragileren Sicherheitsumfeld stellen.

Dieses ist gekennzeichnet durch eine Zunahme mehrdimensionaler und interdependenter Risiken und Bedrohungen, die mit fortschreitender Dynamik der Globalisierung aufeinanderprallen und neue Konstellationen ergeben. Stichwortartig seien hier Faktoren wie die Verschärfung von ethnisch und religiös motivierten Konflikten in Verbindung mit der Verbreitung radikaler Formen des internationalen - insbesondere islamistischen - Terrorismus, der Einwirkung organisierter Kriminalitätsstrukturen sowie der Proliferation von Massenvernichtungswaffen genannt. Diese Phänomene entwickeln sich zumeist in sogenannten fragilen Staaten und führen gleichzeitig zu deren Auszehrung und Vermehrung. Gewaltsame innerstaatliche Zustände in solchen "failing states" entgrenzen wiederum leicht und werden zu transnationalen Brandherden. Das globale Wohlstandsgefälle zwischen reichen und armen Ländern, massenhafte unkontrollierte Migration und Umweltzerstörungen sind ebenfalls Teil dieser unübersichtlichen Gemengelage, in der eine klare Zuordnung von einfachen Ursache- und Wirkungsrelationen unmöglich ist. Konflikte und Kriege in geographisch weit entfernten Regionen der Erde können in einer politisch, wirtschaftlich und technologisch immer enger vernetzten Welt somit gravierende Konsequenzen auch für deutsche und gesamteuropäische Interessen zeitigen.

Vor diesem Problemhorizont diagnostiziert Lennart Souchon mit exemplarischem Verweis auf Fehleinschätzungen im umstrittenen Kriegseinsatz der NATO in Afghanistan ein weit verbreitetes Defizit an strategischem Denken und Handeln bei Führungspersönlichkeiten in der Politik und in Teilen der Streitkräfte. Seine Bewertung, gegenüber den häufig von parteilichen Zwängen und symbolpolitischem Aktionismus geprägten Entscheidungen fehle es oftmals an langfristig orientierten und strategischen Herangehensweisen, ist nachvollziehbar.
Dies gelte nach seinem Dafürhalten für Deutschland aufgrund seiner nach dem Zweiten Weltkrieg eingenommen sicherheitspolitischen Kultur der Zurückhaltung im besonderen Maße. Die in den letzten Jahren von Seiten der internationalen Bündnispartner gestiegenen Erwartungen an deutsche Regierungen, in Anbetracht der politischen und ökonomischen Kraft des Landes eine aktivere Rolle bei internationalen Krisen und Kriegen zu übernehmen, erfordere deshalb eine verantwortungsvolle und fundierte Neupositionierung sowie die Herausbildung einer neuen strategischen Kultur.

Um diese Herausforderungen zu meistern, empfiehlt Souchon die eingehende Beschäftigung mit der Strategietheorie von Carl von Clausewitz. Bemerkenswert ist hierbei, dass Clausewitz’ Hauptwerk hierzulande selbst in Fachkreisen derzeit nur eine untergeordnete Beachtung findet, obwohl die Rezeption der englischen Fassung von „On War“ millionenfach verkauft ist und das Werk besonders im angloamerikanischen Raum als Klassiker der politisch-militärischen Ideengeschichte gilt. Es wird aus seinen Ausführungen deutlich, dass es dem Autor des vorliegenden Buches eine Herzensangelegenheit ist, zur Renaissance von Clausewitz' Strategieansatz beizutragen.
Dieser Anspruch gilt vor allem, aber nicht ausschließlich, für den sicherheits- und verteidigungspolitischen Bereich. Denn mögliche Anwendungsbezüge gehen weit darüber hinaus, wenn "veraltete und einengende Vorstellungen und Definitionen" abgestreift werden. Wird der Untersuchungsgegenstand Krieg hingegen auf abstrakterer Ebene als Metapher für die Austragung manifester Interessenkonflikte verstanden, "offeriert Clausewitz", wie Souchon schreibt, "ein systemisches Denken für komplexe Auseinandersetzungen bis hinein in alle gesellschaftliche Bereiche, in denen Ziele und Vorstellungen großer Organisationen mir denen anderer rivalisieren und mit erheblichem Mitteleinsatz - unter Risiko - gegen ebenbürtige Widerstände verwirklicht werden". Mit diesem Verständnis erklärt sich auch das steigende Interesse der Wirtschaft an seinem Theoriegebäude wie eine Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting exemplarisch zeigt.

Der erklärte Fokus von Souchons Buch liegt jedoch in der ganzheitlichen und anwendungsbezogenen Neuinterpretation der in "Vom Kriege" dargelegten Grundzüge im Lichte der zuvor beschriebenen aktuellen sicherheitspolitischen Lageszenarien. Denn ähnlich der gegenwärtigen Lage galt bereits Clausewitz’ Erkenntnisinteresse dem Ziel, die idealtypischen Wesensmerkmale von Kriegen und ihre komplexen Wechselwirkungen untereinander innerhalb eines durch hohe Dynamik und große Unsicherheit geprägten Umfelds im Kern zu erfassen und verständlich zu machen, um anschließend mittels einer adäquaten Strategie die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Der Autor vermittelt in komprimierter und verständlicher Weise die zeitlose Aktualität der dazu von Clausewitz entwickelten "Hauptlineamente", die sich unter den Begriffen Wunderliche Dreifaltigkeit, Maß der Mittel, Zweck-Ziel-Mittel-Relation, Friktionen und moralische Größen zusammenfassen lassen. Dazu nutzt er eine didaktisch gelungene Konzeption, in der er die im Originalstoff teilweise weit verstreuten und erklärungsbedürftigen Textpassagen in einer Art Schaukasten kurz zitiert, um sie anschließend zu erläutern und eigenständige Folgerungen aus heutiger Sicht zu ziehen.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die von ihm eingeführte schematische Darstellung der Wunderlichen Dreifaltigkeit als dreidimensionales Spannungsfeld in Form eines Tetraeders, in dem die veränderliche und dynamische Natur des Krieges wie ein "Chamäleon" zwischen ihren wesentlichen zweckrationalen, emotionalen und kasualen Einflussfaktoren freischwebend veranschaulicht wird.
Auch bei denjenigen Aspekten, bei denen Clausewitz weniger präzise formuliert wie beispielsweise bei der Verwendung seiner Begrifflichkeiten von Politik oder Friktionen bietet der Autor dem Leser weiter reichende Interpretationsmöglichkeiten an. Diese mögen in einigen Details diskussionswürdig sein, doch wird die thematische Zugänglichkeit gegenüber dem durchaus anspruchsvollen Originalwerk dadurch verbessert.

Besonders interessant ist die im Anschluss an die Grundzüge und Einzelaspekte der Theorie vorgenommene gegenwartsbezogene Diskussion und Implementierung der Strategietheorie von Clausewitz auf Kriege im 21. Jahrhundert. Entgegen der Vorbehalte von Clausewitz-Kritikern wie Herfried Münkler oder Martin van Creveld, welche die Übertragbarkeit seiner Erkenntnisse auf heutige asymmetrische, hybride oder anderweitig "neue" Kriegsarten bezweifeln, legt Souchon schlüssig dar, wie der methodische Zugriff einer auf Clausewitz' Kernelementen basierenden strategischen Analyse auch auf gegenwärtige Kriege nach wie vor möglich ist. Afghanistan, Irak oder der Libanon dienen ihm dabei als empirische Schauplätze. Hierdurch wird der erkenntnisleitende und praktische Mehrwert dieses Strategieansatzes noch einmal besonders deutlich.
Seine abschließenden Überlegungen zur Verbesserung der Strategiefähigkeit in Deutschland mit Hilfe der dauerhaften Einrichtung eines politikberatenden Strategiekollegiums auf Kabinettsebene und einer strategischen Agenda sowie parallel dazu durch die gezielte strategische Schulung zukünftiger Führungspersönlichkeiten im Geiste von Clausewitz sind sinnvolle Vorschläge für die notwendige sicherheitspolitische Debatte.

Bei all den positiven Bemerkungen muss jedoch auch ein Kritikpunkt erwähnt werden. Angesichts der vom Autor selbst postulierten gegenwarts- und anwendungsbezogenen Ausrichtung der Clausewitz-Theorie wäre es wünschenswert und zweckdienlich gewesen, den letzten beiden Kapiteln des Buches, in denen dies verstärkt geschieht, mehr Raum und dadurch eine noch höhere Gewichtung zu verleihen. Hier besteht noch viel Potenzial für weiterführende Forschungen. Für fachkundige Kenner der Materie empfiehlt sich daher eine Probelektüre.

Für alle anderen an strategischen Fragestellungen interessierten Leser ist das Buch jedoch über den Bezugsrahmen der Sicherheitspolitik hinaus eine lohnenswerte Anschaffung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert, 10. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Dem Autor gelingt es nicht nur Clausewitz komplexe Theorie verständlich zu erklären, sondern auch anhand einiger exemplarischer Anwendungen ihre Aktualität im 21. Jahrhundert zu verdeutlichen und damit zu zeigen, dass von Clausewitz keineswegs überholt ist.
Die 'Dichte' des Buchs gereicht ihm aber auch zum Nachteil, man hat häufiger den Eindruck dass es eigentlich mehr Seiten werden sollten, die kleine Schriftgröße zwingt zu sehr konzentrierten Lesen (was aber durchaus wieder Vorteile mit sich bringt).
Das Buch ist aber nicht nur Fachliteratur für Politikwissenschaftler, sondern im Gegenteil eine gute Möglichkeit für 'Clausewitz-ferne' Wissenschaftler jeder Art einen Zugang zum Begriff der Strategie zu bekommen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer glaubt in diesem Buch etwas über Strategie zu lernen wird entäuscht, 14. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch in dem guten Glaube gekauft etwas über Strategie und strategisches Denken zu lernen. Leider wurde ich schwerst entäuscht. Im Buch demonstriert der Author auf eindrucksvoll ausdauerende Weise, wie man einfache Zusammenhänge durch Einwerfen von überzogenen Fachausdrücken und Referenzen seitenweise ausdähnen kann und trotzdem nicht auf den Punkt kommt.

Das Buch ähnelt sehr einer Philosophie Hausarbeit in der einzelne Sätze über mehrere Seiten interpretiert und zerredet werden.
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5.0 von 5 Sternen gefällt mir sehr gut, 8. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
benötige ich fürs Studium, sehr gute Lektüre, alles bestens, bin sehr zu frieden . . . . . . .
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5.0 von 5 Sternen Strategie im 21. Jahrhundert, 16. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Der Autor präsentiert mit seinem Buch aktuelle An und Einsichten rund um das Schaffenswerk von Carl v. Clausewitz. Dabei erscheint das Selbstverständnis des Buches sich nicht als Theoriefibel anzudienen, sondern die Gedanken Clausewitz als Methode des Denkens beim Leser einzubringen. Der Schwerpunkt der Betrachtung entspricht dabei dem Titel und beschäftigt sich mit aktuellen Themenlagen.

Dazu eröffnet der Autor das Buch mit einer holistisch orientierten Tour d'Horizon, die sich u.a. mit der historischen Entwicklung der Grundlagenbegriffe und ihrer Bedeutung befasst. Anhand dieses geschichtlichen Abrisses zeigt der Autor aktuelle Strategiedefizite im Denken auf.

Im Weiteren Verlauf des Buches werden die vorgestellten Aspekte einzeln erneut aufgegriffen und in der Tiefe diskutiert. Seine wahre Stärke entfaltet das Buch hierbei aus meiner Sicht in seinen teils etymologischen Denkansätzen, die Begrifflichkeiten holistisch hinterfragt und dann klar differenziert.

Auf der Grundlage der präzisierten Begriffe werden auch die Gedanken von Clausewitz in ihrer Gesamtheit betrachtet. Der Autor geht schonungslos mit Fehlinterpretationen und veralteten Denkweisen ins Gericht. Dabei schafft er es Polemik weitestgehend zu vermeiden und schlüssig zu argumentieren. Nichtsdestotrotz gibt es hier und da einen Seitenhieb auf eine aktuelle Debatte oder Entwicklung.

Diese Stringenz in Verbindung mit den klaren Begrifflichkeiten ist bei der Herausarbeitung der Methodik der wunderlichen Dreifaltigkeit in meinen Augen nicht nur wegweisend sondern pragmatisch anwendbar. Die Ausarbeitung der wunderlichen Dreifaltigkeit verliert ihren abstrakten, fast sakralen, Charakter und wird auf der Grundlage der Theorie einer praktischen Anwendung zugeführt. Hierbei merkt man dem Autor seine Zuneigung zum Denken Clausewitz besonders an. Die Übertragung der Theorie in die Praxis ist, meinem Verständnis nach, Clausewitz pur. Ohne eine solche Anwendung wäre die Theorie verschenkt.

Bei der Erläuterung der Gedanken Clausewitz bedient sich der Autor weiterhin bei vielen anderen Denkern und verknüpft deren Gedanken mit denen Clausewitz. Die herausgezeichneten Interdependenzen zwischen Denkern wie Hegel, Machiavelli, Kant und Clausewitz erleichtern es dem Leser die Gedanken Clausewitz besser zu verorten und zu interpretieren. Zudem ist man angeregt zwischendurch das Buch aus der Hand zu legen und in anderen "Klassikern" zu schmökern.

Neben dem ganzen Lob muss ich als kleinen Wermutstropfen die Schriftdichte anmerken. Dem Schriftbild hätten 100 Seiten mehr eindeutig gut zu Gesicht gestanden.

Fazit:
Wer sich von dem engen Schriftbild nicht schrecken lässt, sollte unbedingt zugreifen. Ob Clausewitzkenner oder Novize ist hierbei egal. Das Werk umfasst in seiner Gesamtheit gut strukturierte Theoriepassagen die für das Clausewitzverständnis sehr dienlich sind.
Gleichzeitig bietet es sich als Interpretationshilfe an, welche das Denken des Lesers im Sinne Clausewitz schulen will.
Dabei verbindet das Buch politikwissenschaftliche, philosophische, historische und pragmatische Denkansätze zu einer Einheit.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungenes Strategielehrbuch, 11. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft - Jeder, der sich für das interessiert, was nach dem Nächsten kommt und dies gestalten zu versucht, sollte sich mit Carl von Clausewitz beschäftigen.

Dem Autor gelingt es dabei "Vom Kriege" zu verstehen, indem er zuerst die historische Entwicklung des westlichen strategischen Denkens darstellt (Kap. 1 & 2).
Anschließend wird das Strategieverständnis Clausewitz in seine Einzelteile zerlegt, die Begriffe erklärt und holistisch interpretiert, um dann wieder zu einem Ganzen zusammengesetzt zu werden (Kap. 3 & 4).
Das Ende bildet die Übersetzung von der Theorie in die Praxis. Wie an den Beispielen über die vier Hauptlineamente von Clausewitz Strategie zu sehen ist, gelingt dem Autor dies sehr einleuchtend (Kap. 5 & 6).

Vordergründig handelt "Strategie im 21. Jahrhundert" vom Kriege, jedoch fällt das Übertragen auf Strategien anderer Sektoren nach der Lektüre einfach.
Also: Wer Interesse an originären Gedanken über die Strategieentwicklung (Zukunftsgestaltung!) hat und seine eigene Leistung in diesem Bereich optimieren möchte, sollte dieses Buch lesen.
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Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert
Carl von Clausewitz: Strategie im 21. Jahrhundert von Lennart Souchon (Gebundene Ausgabe - 15. März 2012)
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