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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Damals ein Megabestseller, heute ein Klassiker der Fantasy
Als das Buch Mitte der 1980er herauskam, war es ein "muss", es gelesen zu haben. Vergleichbar fast nur mit dem späteren Hype um Harry Potter. Jede Altersklasse, Frauen und Männer, lasen "Die Nebel von Avalon".
Denn damals bot das dicke Buch tatsächlich etwas Neues: Fantasy, ja, das kannte man von "Der Herr der Ringe" oder Michael Ende. Aber Fantasy aus...
Vor 18 Monaten von Dodo veröffentlicht

versus
49 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Geschichte, schlechtes Buch....
Als ich nach den "Nebeln von Avalon" suchte, fand ich dieses Angebot aus der so genannten "Bild Bestseller Bibliothek". Diese kannte ich bereits und hatte mich bisweilen immer geweigert ein Buch aus dieser Reihe zu kaufen. Da ich aber noch Student bin und sparen musste, ließ ich mich dazu hinreißen ( wegen des Preises ) mir diesen Band zu bestellen...
Ich...
Veröffentlicht am 28. September 2005 von Jürgen Petereit


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Damals ein Megabestseller, heute ein Klassiker der Fantasy, 20. Dezember 2011
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon: Roman (Taschenbuch)
Als das Buch Mitte der 1980er herauskam, war es ein "muss", es gelesen zu haben. Vergleichbar fast nur mit dem späteren Hype um Harry Potter. Jede Altersklasse, Frauen und Männer, lasen "Die Nebel von Avalon".
Denn damals bot das dicke Buch tatsächlich etwas Neues: Fantasy, ja, das kannte man von "Der Herr der Ringe" oder Michael Ende. Aber Fantasy aus der Sicht einer Frau geschrieben, abseits von Waffengeschepper und Blutsbrüderschaften - das war neu. Stattdessen wurden die Helden plötzlich zu Söhnen, Brüdern, Ehemännern, Vätern und damit auf die Erde geholt. Statt eines Kampfes gegen die Dunkelheit des Bösen geht es um den Clash der alten und neuen Kultur, der keltischen Urreligion und dem aufkommenden Christentum.

Morgana ist die Halbschwester König Artus', die in den alten Geschichten eine sehr negative Rolle spielt: meist wird sie als böse Zauberin dargestellt, als schwarzer Gegenpart zum guten Merlin, die zudem auch noch ihren eigenen Bruder verführt und ihren gemeinsamen Sohn dann gegen den Vater aufhetzt, so dass es letztlich dieses Kind aus Artus einziger Sünde ist, was ihm und seinem Reich den Untergang bringt.

Zimmer-Bradley hält sich in vielen Grundzügen eng an klassische Artus-Erzählungen, macht aber aus Morgana zwei Personen: die intrigante Morgause (Artus' Tante) und die Priesterin Morgaine (Artus' Halbschwester).
So beginnt der Roman nach einem vielleicht etwas zu umständlichen langen Einleitungsteil über die Affäre zwischen Artus' Mutter und Uther Pendragon (mit ein paar sehr esoterischen Atlantis-Einstreuungen, die den Eindruck schaffen, dass Zimmer-Bradley wohl eine Anhängerin der anthroposophischen Geschichtstheorie gewesen sein mag) auf ca. S. 150 erst so richtig, wenn Morgaine als Erzählerin übernimmt, von Artus als Jungen und von ihrer eigenen Ausbildung zur Priesterin erzählt. Auch Lancelot, Gawain und andere bekannte Helden tauchen als Teenager auf, verlieren so etwas ihren Nimbus und werden sympathisch.
Später dann lebt Morgaine am Hof ihres Bruders, so dass die meisten Abschnitte aus ihrer Sicht geschildert werden. In dem dicken Wälzer kommt tatsächlich nahezu alles der Artus-Geschichten vor, von Lancelots und Guineveres (hier: Gwenwhyfar) Affäre über die Kämpfe gegen die Sachsen bis zum Untergang der Tafelrunde.

Wichtig erscheint mir, dass "Die Nebel von Avalon" definitiv kein historischer Roman ist, auch wenn das Buch dort manchmal in Buchhandlungen eingestellt wird. Genau wie die Artus-Geschichten selbst ist der Roman eine reine Fantasiegeschichte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das hat mich geprägt, 8. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch, war das Erste, das ich mir von meinem selbst verdienten Geld gekauft habe - lang, lang ist's her.
Zuvor hatte ich nur gelegentlich Bücher aus der Bibliothek entliehen und recht wenig gelesen.
Genau dieses Buch hat mich zur Leseratte gemacht und ist für mich heute noch das beste Buch der Welt.
Eine phantasievolle und phantastische Geschichte um die Arthussage. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und
herrlich einprägsam. Die Geschichte selbst ist zum Träumen schön geschrieben und man kann völlig eintauchen.
Man hat, wenn man viel an einem Stück liest, das Gefühl selbst in dem Buch zu leben.
M.Z.B versteht es, wie kein anderer Schiftsteller, die Geschichte leben zu lassen. Das Buch ist so lebendig, dass man förmlich die Stimmen hört und das Geschehen in Farbe sieht.
Inzwischen habe ich mein gebundenes Exemplar von 1982 schon 6 Mal gelesen, was das Buch teilweise sogar noch interessanter macht, weil man mit jedem eigenen Lebensabschnitt noch mehr herausliest. Auch hat sich meine Sichweise im Laufe der Jahrzehnte etwas geändert, so dass insgesamt auch etwas andere Eindrücke über die Protagonisten entstanden sind. Auch das macht das Buch interessant. Welches andere Buch kann schon für sich in Anspruch nehmen, solch einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, dass man es so oft liest?
Fazit: 10 Sterne, wenn es möglich wäre und eine glasklare Kaufempfehlung.
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49 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Geschichte, schlechtes Buch...., 28. September 2005
Als ich nach den "Nebeln von Avalon" suchte, fand ich dieses Angebot aus der so genannten "Bild Bestseller Bibliothek". Diese kannte ich bereits und hatte mich bisweilen immer geweigert ein Buch aus dieser Reihe zu kaufen. Da ich aber noch Student bin und sparen musste, ließ ich mich dazu hinreißen ( wegen des Preises ) mir diesen Band zu bestellen...
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem so viele Fehler steckten. Da taucht ständig "haften" anstatt "hatten" auf, das es sich gelohnt hätte diesen Fehler mit zu zählen. Punkte und Komma an den unsinnigsten Stellen und Namen werden mal so, mal so geschrieben... Ich bin wirklich kein Erbsenzähler, aber bei dieser Häufung macht es keinen Spaß ein Buch zu lesen.
Allen, die dieses Buch sich zu legen wollen, kann ich nur raten, legt ein paar Euro drauf und kauft euch eine Ausgabe von einem anderen Verlag!
"Die Nebel von Avalon" ist eine geniale Fantasy-Geschichte, die einen beim lesen nicht mehr los lässt.
Genau das Richtige für lange Herbstabende!
Also "Bild dir deine Meinung" und kauf dir das Buch, aber nicht aus der "Bild Bestseller Bibliothek".
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39 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überschätzt, dennoch gut, 7. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon: Roman (Taschenbuch)
Von einigen Leuten wurde mir das vorliegende Buch als "besonders lesenswert" und "die beste Schilderung der Artussage" beschrieben. Ehe ich jedoch damit begann diese Version der Sage zu lesen, hatte ich mir die Trilogie von Bernard Cornwell (Der Winterkönig, Der Schattenfürst, Arturs letzter Schwur) vorgenommen. Dies war ein schwerer Fehler. Denn nach Cornwells genialer Schilderung der Sage, wirkte "Die Nebel von Avalon" schwächelnd, farblos und leer.

Hätte ich es umgekehrt gelesen, hätte mir die Schilderung der Marion Zimmer-Bradley sicherlich ausgezeichnet gefallen. Nach Cornwells Darstellung jedoch, bleibt dieses Buch bloß noch ein Abklatsch seiner selbst. Die Bemühungen der Phantasyautorin die ganze Geschichte aus der weiblichen Sicht darzustellen, ist sicherlich sehr gut gelungen und setzte seinerzeit jedenfalls Maßstäbe.

Ein wichtiger Hinweis, wenn Sie nun überlegen die eine oder andere Version des Buches zu lesen. "Die Nebel von Avalon" ist sanftmütiger, freundlicher und weniger brutal als Cornwell. Dieser ist aufgrund seiner realitätsnähe für jene die sich lieber eine schöne, angenehme Zeit vorstellen wollen, sicherlich die schlechtere Wahl. Cornwells Figuren zeigen aber wesentlich mehr Tiefgang und Entwicklung im Laufe der Geschichte.

Abschließend also bleibt jedenfalls "Die Nebel von Avalon" eine Empfehlung. Wenn Sie jedoch beide Darstellungen lesen wollen, dann halten Sie sich an die Reihenfolge: erst "Die Nebel von Avalon" und dann Cornwells Trilogie. Wenn Sie sich jedoch dafür entscheiden nur eines zu lesen, dann entscheiden Sie je nach Ihrem Bedarf entweder für die sanfte, schöngeistige Darstellung (Zimmer-Bradley) oder die realistische, schriftstellerisch grandiose Variante (Cornwell).

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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gewaltiger Epos!, 15. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist schlichtweg faszinierend. Nicht vergleichbar mit gewöhnlichen Historischen Romanen, die zwar meist sehr angenehm zu lesen sind aber doch in der Regel recht wenig Tiefgang haben. Hier ist das ganz anderes. Obwohl die Artus-Sage in die Nebel von Avalon spannend und nachvollziehbar geschildert ist, hat dieses Buch weitaus mehr zu bieten. Es geht um dei Natur des Menschen, um das Wesen der Frau und die Bedeutung von Gott und der Religion in dem Leben eines jeden Ein. In meinen Augen ist die Nebel von Avalon ein höchst philosofisches Epos, das allen Anforderungen, die man an ein Buch nur stellen kann gerecht wird. Trotz der über 1000 Seiten (die zugegebenermaßen schon manchmal an der Ausdauer nagen)für jeden lesenwert, der sich auf das Abenteuer einlassen will, mehr über eine der größten Legenden dieser Welt aber auch über sich selbst zu erfahren.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch!!!, 22. April 2000
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon: Roman (Taschenbuch)
"Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer Bradley

Seit vielen Jahren fasziniert den europäischen Bewohnern die Saga um Arthus, den legendären König der Tafelrunde und die Geschichte der Ritter mit ihrer Suche nach dem heiligen Gral.

Marion Zimmer Bradley hat dieser Saga ein neues "Gesicht" gegeben. In ihrem Roman beschreibt sie Welten, die jenseits der Vorstellungskraft der heutigen Menschen liegen. Das sagenumworbene Avalon ist der Mittelpunkt des Geschehens, dessen Herrin mit ihren Plänen die Welt verändert. Bradleyspringt dabei in ihrem Roman nicht gerade zimperlich mit der Kirche und ihren Machenschaften herum. Was es doch die römische Glaubenskirche, die den Menschen der Welt ihren Glauben aufdrängelte und deren eigenen verteufelte.

Der Roman ist leicht lesbar geschrieben und der geneigte Leser kann sich sehr gut in das Geschehen hineinversetzen. Vor allen Dingen ist das Buch für diejenigen interessant, die ein wenig mystisch veranlagt sind und gerne von anderen Welt träumen, in denen kein Gott alles verbietet.

Der Stil läßt sich dabei gar nicht so genau definieren. Mal sarkastisch, dann wieder romantisch, abenteuerlich und zuletzt auch ein wenig direkt.

Wer diesen Roman einmal gelesen hat, erfuhr ein vollkommen neues Verständnis für die Mysterien dieser Welt und die Sagen, welche die Menschheit in ihrem Banne halten.

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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Meisterwerk!!!, 29. Juli 2006
Wer dieses Buch liest wird nur noch eines tun: Darin versinken und garantiert nichts mehr von der Außenwelt wahrnehmen! Die Geschichte geht wirklich weniger um Artus und seine Tafelrunde, sondern um seine Schwester Morgaine und die Zeit, in der die alte Mystik dem Christentum langsam weicht. Das Besondere an dem Buch ist, dass man mit den Charakteren zusammen altert, man erlebt sie von ihren Kinderjahren an bis zum Tod. Wenn man die letzte Seite dieses Romans gelesen hat, braucht man wirklich kurz um wieder in die Realität zurückzufinden. Als Frauenbuch verschrien (natürlich, welcher Mann lässt sich gerne die Hauptrolle nehmen) kenne ich trotzdem (auch junge) Männer, die dieses Buch gelesen haben, und es NICHT langweilig fanden! MZB hat hiermit wirklich ihr Meisterwerk geschaffen!
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial!, 25. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon (Gebundene Ausgabe)
Manche Bewerter sollten vielleicht das Buch noch einmal lesen... Da wird z. B. moniert, dass das Buch nichts mit der Artussage zu tun hat - Entschuldigung, NIRGENDS im Titel steht z. B. ein Wort über Artus... Das Buch heißt "Die Nebel von Avalon". Dass Artus da (einiger männlicher Meinungen nach) zu kurz kommt - nun gut! Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Artus' Halbschwester Morgaine, die von den meisten Autoren als "das Böse" in der Artussage auserkoren wird, als ewige Neiderin Artus' und Gegenspielerin von Merlin. Es ist eine schnörkellos und klar erzählte Geschichte (von orgiastischen Szenen kann man wirklich nicht reden, wie einige vor mir das tun, und wenn man das Buch als sexistisch charakterisiert, der/die hat wohl noch nie Werbung gesehen, bzw. kennt das wahre Leben anscheinend nicht). Die Charaktere der Geschichte sind gerade deshalb so natürlich, weil sie sich verändern - wer kann von sich sagen, noch so zu sein wie vor 10, 20, 30 Jahren?
Fazit: es lohnt sich, dieses Buch zu lesen. Nun gut, vielleicht nicht für Leser, die eine tolle Artus-Geschichte und die Geschichte der Tafelrunde erwarten, mit viel Action und Blut und Gewalt. Ja, es ist ein Frauenbuch (was ja nicht negativ zu bewerten sein muß). Darauf wird aber auch jeder Buchhändler hinweisen, wenn man das Buch in die Hand nimmt!
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine zugegebenermaßen subjektive Buchbesprechung, 17. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon: Roman (Taschenbuch)
Die Nebel von Avalon

Da liest man seit Jahren in jeder freien Minute. 'Zigmal läuft man in Romanboutiquen u. Büchereien an dem Buch vorbei. Schließlich drückt einem eine Bekannte das Buch in die Hand, das sie aussondert, und wie es der Zufall will, hat man gerade nichts anderes zu lesen.
Über 1100 Seiten! Ich lese, bis mir die Augen zufallen. Aufgewühlt kann ich nicht einschlafen. Nach 2 Stunden Schlaf ruft der Wecker zum Arbeitstag.
Ich bin Romanliebhaber, gerade des Genres SF u. dessen, das man oft geringschätzig als Horror bezeichnet. Marion Zimmer-Bradleys Werk hat mit Fiction zu tun, allerdings solcher mit historischem Hintergrund. Abgeklärt bin ich aufgrund literarischer Konsum-Erfahrung auch. Meist lächle ich gönnerhaft, wenn ich lese. So wenig Neues, so viele Romane schon, die mich in ihren Bann zogen, faszinierten oder schwärmen ließen. Doch kein Roman hat mich je SO SEHR ERGRIFFEN wie Die Nebel von Avalon:

Die Römer zogen sich aus Britannien zurück. Von Avalon u. den Druiden toleriert, breitet sich das Christentum über die Instrumentalisierung von Schuld immer weiter aus. Mit der Machtzunahme der Christen einher geht der Prozess ihrer Missbilligung des Alten Glaubens. Der Kontrast zwischen der Religion der Liebe, der Toleranz u. Lebensbejahung Avalons u. der Großen Göttin und dem Dogmatismus, der Finsternis u. neurotischen Engherzigkeit des damaligen Christentums wird deutlich.
Die Druiden wissen (und verkünden immer wieder die altbekannte Weisheit), dass der Glaube der Menschen ihre Welt u. Wirklichkeit formt, und demgemäß versinkt Avalon immer weiter hinter den Nebeln im Sommersee u. in den Unschärfen der Zeit. Was ihr folgte, ist bekannt: das Zeitalter der Dunkelheit, der Menschen-
verbrennungen, der Krankheiten, Religionskriege u. des Imperialismus.
Artus, Sohn der Linie der Göttin u. der der Könige u. Herzöge, wird Großkönig u. einigt Britannien dank der ihm von der Göttin verliehenen Macht. Doch seiner Macht u. seiner christlichen Gattin wegen verrät er Avalon. Erst im Todeskampf weiht er sich ihr wieder u. findet zurück zur Großen Göttin u. zur Herrin vom See.
Morgaine ist Hohepriesterin, Herrin vom See u. Inkarnation der Großen Göttin auf Erden geworden. Zerrissen im Kampf für die Einheit Britanniens u. den Erhalt Avalons in dieser Welt muss sie versagen. Doch sie wächst über sich hinaus, kämpft märtyrerhaft u. trägt letztendlich dazu bei u. versteht, dass die Große Göttin das, was das Christentum an Hellem u. Schönem beinhaltet, von Avalon in die `reale Welt' überträgt. Denn ohne die Große Göttin, die ja Naturgewalt u. Lebenskraft ist, würden selbst heute die Felder verdorren!

Ca. 1500 Jahre lag Avalon nun hinter den Nebeln des Vergessens u. der Missachtung. Nur in Sagen u. Märchen lebte sie in unserer Zeit fort, und die Kinder, die bekanntlich ohne Gefühl für Zeit Vergangenes u. Zukünftiges in die Gegenwart verdichten, glaubten an sie in dem Moment, in dem sie von ihr hörten. Wie wenig Zeit verging demzufolge dort in den 1500 Jahren, bis sich das Christentum zu überleben begann?
Schon vor Veröffentlichung des Buches gab es in Großbritannien den "Orden der Großen Göttin". Aufgeforstet wird auch wieder u. der vorhandene Wald - wenigstens besser als früher - geschützt - vielleicht sogar ein heiliger Hain?
Vor mir liegt ein Fischer-Taschenbuch des 890. Tausends vom November 1993. Über 1 Million Bücher sind jetzt im deutschen Sprachraum verbreitet, etliche mehr in Englisch u. vielen anderen Sprachen. Millionen Menschen könnten mittlerweile Kunde von Avalon vernommen haben. 1982 erschien das Buch in den USA. Im selben (!) Jahr veröffentlichte der Brite Brian Ferry mit seiner Rockmusikgruppe Roxy Music den Titel Avalon, eine eigenwillige Huldigung an die Große Göttin ("I see you coming out of nowhere"). Nach dem Titel wurde das ganze Album benannt, beides wurde ein Riesenerfolg.
Wer ist eigentlich gegenwärtig Merlin von Britannien?

Das, was die Menschen glauben, was sie zu wissen meinen u. was sie hoffen, formt diese Welt. Jeder
Mensch, der Seele hat u. Die Nebel von Avalon liest, hofft INSTÄNDIG für Avalon, liebt sie u. mancher betet danach für sie. Jeder Leser glaubt unwillkürlich an Avalon, er erbebt bei ihrem Untergang u. lebt mit ihrem Aufleben auf. Bald muss es mehr Menschen so gehen, als damals in Britannien, Irland u. der Bretagne gelebt haben...
Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf überraschende geographische Neuigkeiten aus England, auf solche eben, mit denen in unserer ach so erforschten Welt niemand mehr gerechnet hat.
Viermal, zur Sommersonnenwende 98, zu Beltane 99, Beltane 2000 und Beltane 2003 war ich nun in Glastonbury. Mir erschien es, als rücke Avalon unserer Welt wieder in kleinen Schritten näher.
Der Wille der Göttin geschehe!

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll !, 31. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Nebel von Avalon (Gebundene Ausgabe)
Zur Geschichte selbst wurde bereits viel erzählt, von daher beschränke ich mich auf meine Meinung.

Ich finde es einfach wundervoll. Ich muss gestehen, dass dieses Buch, damals als ich es zum ersten Mal las, mein Leben verändert hat und mich auf den bzw. "meinen" Weg brachte und ich bin so glücklich darüber. Ich habe es von meiner Mutter "geerbt" und lese es immer wieder gerne.

Zwar mag es ziemlich dick sein, aber mir viel es kaum auf. Da saß ich schon an Brocken, die nur die halbe Seitenanzahl hatten und wollte diese weglegen, was mir bei Die Nebel von Avalon nie in den Sinn kam.

Hierbei ist auch das Hörbuch zu empfehlen. ;)

Viel Spaß beim Lesen.
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Die Nebel von Avalon
Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley (Gebundene Ausgabe - 1992)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,31
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