Kundenrezensionen


225 Rezensionen
5 Sterne:
 (170)
4 Sterne:
 (29)
3 Sterne:
 (19)
2 Sterne:
 (4)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch...
Da ich ja wirklich pingelig bei Hörbuchsprechern bin, war ich hier bei Robert Stadlober etwas skeptisch, als Schauspieler finde ich ihn nämlich mehr so ähm... semigut.
Als Hörbuchsprecher hat er mich hier jedoch überzeugt. Seine Stimme paßt zu Don Tillman perfekt. Und Don Tillman paßte zu mir, herrlich, wie er sich bemüht...
Vor 5 Monaten von Janie veröffentlicht

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erste Hälfte super, zweite Hälfte mau...
Vorab: Es handelt sich bei dieser Buchbesprechung um die Rezension des Hörbuchs zum Roman.

Don Tillmann ist ein ziemlich verrückter Typ. Und die Hauptperson des Buches „Das Rosie- Projekt“. Man könnte ihn wohl am ehesten mit Sheldon Cooper, der Hauptfigur aus der US- Sitcom „The Big Bang Theory“ vergleichen. Für alle,...
Vor 2 Monaten von Fräulein Bücherwald veröffentlicht


‹ Zurück | 1 223 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch..., 26. Januar 2014
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt (Audio CD)
Da ich ja wirklich pingelig bei Hörbuchsprechern bin, war ich hier bei Robert Stadlober etwas skeptisch, als Schauspieler finde ich ihn nämlich mehr so ähm... semigut.
Als Hörbuchsprecher hat er mich hier jedoch überzeugt. Seine Stimme paßt zu Don Tillman perfekt. Und Don Tillman paßte zu mir, herrlich, wie er sich bemüht Gesellschaftsregeln einzuhalten und genau deshalb immer wieder über sie stolpert. Wie er eine Rede vor Asperger Kids hält und sich noch darüber ausläßt, daß erwachsene Asperger dies meist nicht wissen und außer ihm jeder weiß, daß er dazu gehört. Herzzerreißend, innig, warm, lustig, traurig und bewegend wird hier eine Geschichte geschildert, die anders ist, anders sein will und zeigt, daß man auch anders sein darf, muß, kann und sollte.
Konventionen sind schön und gut, sie hier und da zu durchbrechen, ist viel schöner.
Zwar ahnte ich bereits sehr früh, das Ergebnis des "Vater-Projekts", das tat meiner Hörlust aber keinen Abbruch, gerne begleitet man Don und Rosie auf ihrer Suche nach der "perfekten Ehefrau" und dem "wirklichen Vater" und schmunzelt darüber, wie beide miteinander umgehen.

Das hat mir wirklich wirklich wirklich gut gefallen, ein sehr angenehmer, nie böser oder verletzender Humor, ein schöner Schreibstil und ein guter und passender Sprecher.
Das macht neugierig auf weitere (Hör-)Bücher...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine absolut gelungene Abhandlung über die Logik der Liebe, 27. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Ich denke, ich habe eine Lösung für das Ehefrauenproblem gefunden. Wie bei so vielen wissenschaftlichen Durchbrüchen war diese Lösung im Nachhinein ganz logisch, doch ohne eine Reihe außerplanmäßiger Ereignisse wäre ich wohl nie darauf gekommen.“
(S. 7)

„Ich bin neununddreißig Jahre alt, groß, durchtrainiert und intelligent, mit relativ hohem gesellschaftlichem Status und überdurchschnittlichem Einkommen als Assistenzprofessor. Gemäß den Gesetzen der Logik sollte ich für eine ganze Reihe von Frauen attraktiv sein. Im Reich der Tiere würde ich mich erfolgreich vermehren.“
(S. 9)

Inhalt:
Don Tillmann ist anders. Er lebt nach einem strikten Tagesablauf, streicht jeden nicht effektiven oder unproduktiven Teil des Kalenders und kann sich so komplett auf seine Arbeit als Genetiker konzentrieren und auch seine Lehrarbeit als Professor zur vollen Zufriedenheit erledigen. Seiner Zufriedenheit. Denn aus irgendeinem Grund hält ihn die Chefin für übergenau und daher wurde er schon des Öfteren zu ihr zitiert.
Alles in allem läuft sein Leben dermaßen gut geplant aber effizient und ressourcenschonend. Wäre da nicht die lästige Frage der Partnerin. Schließlich heißt es, dass verheiratete Männer glücklicher wären, was sich im Allgemeinen sehr vorteilhaft auf die Lebenserwartung und Produktivität auswirkt.

Nur woher nehmen? Nach einigen Fehlversuchen in Sachen Dating, was vor allem an Dons „Inkompatibilität“ mit anderen Menschen außer einer befreundeten Familie liegt. Was liegt also näher, als alles von der wissenschaftlichen Seite zu betrachten und das „Ehefrauen-Projekt“ ins Leben zu rufen. Mittels Fragebogen will Don die ungeeigneten Elemente ausschließen und eine reale Begegnung nur mit dem Rest zu wagen – nur leider fällt so ziemlich jede potentielle Partnerin durch das Raster.

Als dann aber Rosie durch Zufall in Dons Leben platzt, hinterlässt sie nachhaltige Spuren, die mit reiner Logik nicht zu erklären sind.

Meinung:
Es gibt Bücher, die einem zufällig in die Hände fallen und bei denen man denkt, dass es rational gesehen nicht ins Beuteschema passt.
So ging es mir mit dem „Rosie-Projekt“. Als „internationaler Bestseller“ angekündigt, war ich aber dennoch so neugierig, dass ich anfing zu lesen… und nicht mehr aufhörte.

Das Fazit: Ich war begeistert.
Mehr wäre eigentlich nicht zu sagen, denn diese drei Worte spiegeln meinen Eindruck klar wieder, sind daher als die effektivste Möglichkeit zu betrachten, mein Gefallen an dieser Geschichte zu verdeutlichen.

WAS?!
Tja, genau so sieht Dons Leben aus. Effektives Zeitmanagment, Pläne, keinerlei Abweichung ohne Zeitausgleich mit anderen Terminen. Daher betrachtet Don auch die Partnersuche auf herkömmliche Art als großes Problem. Blind Dates, „zufällige“ Treffen mit Bekannten, alles Zeitverschwendung, vergleicht man Aufwand und Nutzen, also die potentielle Möglichkeit, den idealen Partner auf diese Weise zu treffen.

Kurzerhand hat Don die zündende Idee. Um eine Vorauswahl zu treffen, gibt es von wissenschaftlicher Seite her keine bessere Variante als einen Fragebogen. Das Projekt Ehefrau steht in den Startlöchern.

Der etwas andere Protagonist, der 39-jährige Don Tillman, hat sich vom ersten Moment in mein Herz geschlichen. Durch einen geschickten Umweg konnte mir der Autor vermitteln, woher diese Andersartigkeit denn stammt. Don selbst, der in Ich-Perspektive/Vergangenheit erzählt, erkennt dieses „Problem“ nicht, lediglich die durch sorgfältige Analyse geschlussfolgerte Sicht der anderen auf ihn.

Eben jene analytische Art, man könnte es auch verquer nennen, macht Don so dermaßen liebenswürdig und gleichzeitig urkomisch. Er ist laut mehreren Aussagen "sozial inkompetent", kann Emotionen und Reaktionen anderer nicht deuten, Sarkasmus nicht verstehen und zeitverschwendende Dinge des Alltags wie Smalltalk und Belanglosigkeiten nicht mit seinem Verständnis von Effektivität unter einen Hut bringen. Don ist strukturiert, effizient und null flexibel.
Wer ihn kennengelernt hat, sich mit seiner Art zu leben zurechtgefunden hat, ist selbst schockiert über das Auftreten von Rosie und kann sich vorstellen, wie eine solche Person das Leben von Don durcheinanderbringt.

Rosie ist ebenfalls alles andere als normal, geht jedoch in eine völlig unkonventionelle Richtung, hält sich oft nicht an selbst aufgestellte Regeln und wirft kurzerhand Dons Pläne über den Haufen. Sie ist nach eigenen Angaben „verkorkst“, was Don als sehr seltsame Beschreibung einzustufen vermag.

Als Gegenteil der idealen Partnerin kommt Rosie für das Ehefrauen-Projekt natürlich nicht infrage, für ein freundschaftliches Verhältnis aber perfekt. Denn schnell stuft Don die Treffen mit ihr unter den „besten Tagen seines erwachsenen Lebens“ ein.

Jedem normalen Menschen, vermutlich allen Lesern, ebenso Dons bester (einziger) Freunde Gene und Claudia ist klar, was mit Don passiert. Nur ihm selbst eben nicht. Und das ist das Geniale an diesem Buch. Ich durfte hautnah miterleben, wie sich der Protagonist Don entwickelt, schmunzelte über seine Aussagen, lachte laut auf, als er wieder neue Theorien und Interpretationen des Beobachteten von sich gab.

Der Schreibstil von Herrn Simsion ist einfach, aber eher als gehoben einzustufen, dem Protagonisten angepasst, der immerhin Assistenzprofessor ist. Jegliche andere Art des Erzählens würde die Geschichte unauthentisch machen und ihr Charme ginge komplett verloren. Diesem besonderen Charme ist es auch zu verdanken, dass das „Rosie-Projekt“ keinerlei herkömmlicher Spannung oder schnulziger Parts benötigt, um einen Lesesog zu entwickeln, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich musste es einfach wissen: Kann das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss kommen?

Urteil:
„Das Rosie-Projekt“ traf bei mir einen Nerv. Mag es an der mangelnden Kompetenz oder Erfahrung im Contemporary-Bereich liegen, aber dieses Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der so eigene Protagonist und seine unfreiwillig komische Art waren ein Highlight für mich und ich konnte einfach nicht damit aufhören zu verfolgen, wie Rosie Dons Leben durcheinanderbringt und so dem emotionalen Teil den Weg ebnet. Dafür gibt es ganz klar 5 Bücher.

Wer eine etwas anspruchsvollere Art von Liebesgeschichte sucht, einen besonderen Protagonisten kennenlernen will, versuchen möchte, der Liebe auf logische Weise auf die Spur zu kommen, verfolgen will, ob die Suche nach einer Ehefrau auch auf wissenschaftliche Art funktioniert, muss zu diesem Buch greifen. Lest in die Leseprobe. Wenn euch das erste Kapitel überzeugt, gefällt euch sicher auch der Rest.

©his-and-her-books.blogspot.de
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


99 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wirklich brillanter Debütroman !, 25. Dezember 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
*
Selten genug ist einem Buch schon lange vor seinem Erscheinen der Weg zum Bestseller in die Wiege gelegt worden! Das hier ist ein solches Buch, das ohne jeden Zweifel die Hitparaden der Literaturbarometer und auch, zu einem späteren Zeitpunkt, die Kassen der Kinos klingeln lassen wird! Mein Wort darauf!

Was soll ich zu so einem herzlichen, warmen, romantischen, berührenden, sprühenden, spannenden Buch sagen? Dass es ein wirklich guter Roman geworden ist, der uns eine volle Dosis Empathie abgibt, der nie langweilig wird, der uns mit den beiden Hauptpersonen leben und vibrieren lässt! Dass es eine verzaubernde, frische Liebesgeschichte ist, die uns den Menschen Don Tillmann lieben lässt, und Liebe ist Freude und in diesem Buch gibt es so viele freudige, komödienhafte Situationen, dass man aus dem Lächeln nicht mehr herauskommt!

Die Geschichte: ein australischer Professor, Don Tillmann, 40, hochintelligent, etwas verschroben, etwas sehr pedantisch, sucht die Frau seines Lebens und hat dafür in wissenschaftlicher Manier eine 17-seitige Checkliste aufgestellt, um die Frau seines Lebens zu finden. Mindestens 100 Kriterien hat sie zu erfüllen, ebenso viele sollte sie keinesfalls haben. Es kommt, wie es kommen muss: er trifft die Barfrau Rosie, die eigentlich genau das Gegenteil von all seinen sorgfältig erarbeiteten Kriterien ist und somit nicht als mögliche Partnerin in Frage kommen kann. Dafür weckt die rothaarige, liebenswerte Chaotin sein wissenschaftliches Interesse, denn sie möchte ihren biologischen Vater finden. Für diese präzise Aufgabe kommen Dons Kenntnisse als Genetiker gerade recht und er unterstützt Rosie in diesem Projekt. Bald merkt er jedoch, dass es eine andere Welt ausserhalb der beweisbaren Fakten gibt und gerät in einen Strudel der Logik, die sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Die Situationen, in der er mit und durch Rosie hineinstrauchelt, sind voller Komik und an manchen Stellen weiß man nicht, ob man eine Träne des Lachens oder des Mitgefühls aus dem Augenwinkel wischen muss.

Ein schalkhafter Liebesroman, ein literarisches Ereignis mit einem extrem hohen Unterhaltungswert, den ich nur wärmstens empfehlen kann!
.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erste Hälfte super, zweite Hälfte mau..., 14. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt (Audio CD)
Vorab: Es handelt sich bei dieser Buchbesprechung um die Rezension des Hörbuchs zum Roman.

Don Tillmann ist ein ziemlich verrückter Typ. Und die Hauptperson des Buches „Das Rosie- Projekt“. Man könnte ihn wohl am ehesten mit Sheldon Cooper, der Hauptfigur aus der US- Sitcom „The Big Bang Theory“ vergleichen. Für alle, die diese nicht kennen: Don ist ein Nerd. Ein weltfremder Wissenschaftler, der keinerlei typisch menschliche Fähigkeiten besitzt (z.B. Empathie, Taktgefühl, Schamgefühl, Spontanität).

Aber er will heiraten und das gerne möglichst schnell, denn mit vierzig tickt auch bei ihm langsam die biologische Uhr. Also startet er das Ehefrau- Projekt: Er will die perfekte Ehefrau finden. Da er total überzogene Ansprüche hat, ist die Suche nach einem geeigneten Exemplar aber mehr als schwierig. Also greift er zu einer bewährten wissenschaftlichen Methode: Einem 16-seitigen Fragebogen, der seine Suche effizienter gestalten soll. Er lässt diesen Fragebogen bei verschiedensten Gelegenheiten mehreren hundert Frauen zukommen und will sich dann nur mit denen treffen, die möglichst wenig Fehlerpunkte erzielt haben.

Unterstützt wird er dabei von seinem besten Freund, einem üblen Playboy und dessen Frau, einer betrogenen Psychologin, die es aber auch nicht schaffen, ihm diesen Unsinn auszureden.

Doch dann trifft Don auf Rosie. Rosie ist die unperfekteste Frau, die er sich vorstellen kann: Vegetarierin, Barfrau, notorische Zu- Spät- Kommerin und Raucherin. Und sie trinkt auch ganz gerne mal einen. Und Rosie will nur eines – ihren Vater finden. Und dabei kann nur Don ihr helfen. Zwischen den beiden entwickelt sich über dieses Vater- Projekt eine so besondere Freundschaft, dass das Ehefrau- Projekt manchmal fast in Vergessenheit zu geraten scheint. Und alles scheint so gut zu sein und man denkt, jetzt ist das Buch gleich vorbei und dann schaut man auf die Zeitanzeige und sieht, dass man nicht mal die Hälfte gehört hat. Denn Graeme Simsion (übrigens ein Australier, die Geschichte spielt auch in Australien, genauer gesagt in Melbourne) schafft es, seine eigene Geschichte nochmal komplett umzukehren.

Ich hätte das ehrlich gesagt nicht gebraucht. Für mich hätte nach der Hälfte Schluss sein können. Alles, was danach kommt, habe ich als zu lang und zu konstruiert empfunden. Klar ist es irgendwie schön zu erfahren, wie Don doch noch ein wenig normaler und damit auch ein bisschen glücklicher wird, wie er neue Erfahrungen macht und langsam erkennt, was Liebe ist und dass das Leben nicht immer ganz planbar ist. Aber für meinen Geschmack hätte er das alles schneller verstehen können. Streckenweise hatte ich das Gefühl, dass er wirklich ein Trottel ist, was aber gar nicht dazu passt, dass er eben ein angesehener Wissenschaftler und richtig intelligenter Typ ist. Da scheinen die Wirren und Längen eher gezielt hineingeschrieben worden zu sein, um die Geschichte künstlich zu strecken, obwohl sie das nicht gebraucht hätte. Man hatte dann auch irgendwann verstanden, dass Don ein beinahe hoffnungsloser Fall ist, der seine Gefühle nicht geregelt bekommt.

Rosie dagegen ist einfach herzerfrischend, eine total sympathische, aber ebenso verkorkste Person, die man aber sofort ins Herz schließt.

Ich habe das Hörbuch in einem Rutsch gehört, vielleicht habe ich es deshalb auch streckenweise als anstrengend empfunden. Die Sprache weist wenige Variationen auf, die Wendungen werden häufig wiederholt, was natürlich auch daran liegt, dass das Buch aus Dons Perspektive geschrieben ist und er ist nunmal kein kreativer Typ. Robert Stadlober ist aber ein wirklich guter Sprecher, der noch das letzte bisschen Leben aus Don herauspressen kann und das Ganze wirklich überzeugend liest. Seine Stimme ist super angenehm.

„Das Rosie- Projekt“ ist eine nette Liebesgeschichte mit Längen. Die Konstellation „Die Ungewöhnliche und der Nerd“ ist ebenfalls neu und deshalb erfrischend. Die erste Hälfte des Buches ist wirklich interessant und spritzig geschrieben, die zweite Hälfte zieht sich streckenweise wie Kaugummi. Ich habe nur nicht aufgehört zu hören, weil ich unbedingt das Ende erfahren wollte. So kann man sagen, dass „Das Rosie- Projekt“ ein Buch/ Hörbuch, das man in Etappen lesen/ hören sollte, es am Stück zu hören, war definitiv ein Fehler. Aber langweilige Zugfahrten müssen eben gefüllt werden und dafür war es geeignet. Es ist aber kein Hörbuch, das ich nochmal hören werde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Korrekt. Völlig korrekt und unheimlich liebenswert toll …., 6. April 2014
Von 
Udo Kewitsch "Udokah" (Landkreis TS) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ehrlich gesagt: meine Kaufentscheidung entspringt dem Buchcover und der spärlich Kommentierung auf der Rückseite. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Die ersten stolpern noch etwas dahin, aber man erkennt schnell, dass es Don Tilmann ist, der da stolpert und sich in gewissem Sinne selbst im Weg steht. Sympathiepunkte bekommt er fast keine, aber dafür geht die Handlung flüssig dahin, Rosie taucht auf, es gibt genetische Themen, immer wieder muss ich schmunzeln, manchmal lauthals lachen .. dann wieder betroffen innehalten ..nachdenken …..

Die Seiten werden verschlungen, die Story geht voran, … mit jeder Seite steigert sich die Neugierde … man will wissen was passiert, warum es passiert und ob …. und vor allem wer … ?

Die Handlung galoppiert, die Zusammenhänge sind zielsicher konstruiert, überraschen durch unvorhersehbare Wendungen und halten den Leser fest. Don Tilmann ist zweifelsohne ein seltener Tropf … Rosie ist auf ihre Art wunderbar unkonventionell … die Protagonisten um die beiden herum würzen den Unterhaltungscocktail (weil es weder eine ausschließliche Liebesgeschichte noch ein richtiger Krimi ist) mit besten Zutaten …

Dem Autor gelingt der Spagat einen verkopften Protagonisten und eine anspruchsvolle Aufgabenstellung miteinander zu verweben, dabei den Humor einzuflechten und doch auch intellektuell anspruchsvoll zu bleiben.

Kurzum: eines der besten Bücher, die ich seit LANGEM gelesen habe …. wunderbar korrekt, wundertoll fantastisch …. liebenswert, ehrlich, offen, entwaffnend …unterhaltsam … fünf Sterne .. mindestens ! FAZIT: LESEN ! Gerne auch 2x oder 3x … weil es ist tiefsinniger als man zunächst wahrnimmt ….
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mr. Spock auf Brautschau, 26. Dezember 2013
Von 
Thomas Brasch (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wow, die Marketingmaschinerie für dieses Buch läuft auf Hochtouren. "Weltbestseller in 40 Sprachen" stand in der Schaufenster-Auslage einer Bahnhofsbuchhandlung, die einzig mit diesem Buch dekoriert war. Und ich hatte noch nie was vom Autor oder Buch gehört. Als ich bei amazon recherchierte, war es für den 23. Dezember erst angekündigt. So was ist ja dann doch erst mal suspekt. Aber der Klappentext und die ersten Seiten gefielen mir und ich wagte den Kauf.

Ich habe mich dann in den vergangenen Weihnachtstagen mit Don und Rosie sehr amüsiert. Mit dem Roman bekommen wir keine neue Weltliteratur, aber eine wirklich sehr intelligent geschriebene 5 Sterne Komödie. Der Film dazu wird sicherlich bald folgen. Die Idee führte zuerst zu einem Filmstoff, der dann jedoch zugunsten des Romans zurückgestellt wurde, wie der australische Autor am Ende des Buches verrät. Und wer „Rainman“ mochte wird Don und Rosie sicher lieben.

Während die Figur aus Rainman noch ein reales Vorbild hatte, bezweifele ich, dass es für Don diese Figur im wahren Leben gibt. Sicher gibt es die Fälle der Inselbegabungen, die oftmals in Verbindung mit Autismus bzw. Asperger hervortreten sollen und das Klischee befruchten, dass die etwas despektierlich benannten „Aspis“ Intelligenzbestien seien, denen das Schicksal dafür aber die Fähigkeit zur Empathie genommen hätte. Jedoch so breit talentiert, wie Don ist, scheint mir denn doch etwas weit hergeholt – er erinnert am ehesten an Mr. Spock, nur das er aussehen soll wie Gregory Peck in besten Zeiten.

Doch der literarische Kunstgriff ist vollkommen akzeptabel. Denn es geht im Roman nicht darum, das Schicksal eines sozial inkompetenten Genies zu dramatisieren, sondern weit mehr darum, uns „Normale“ zu karikieren und unsere oft absurden Konventionen zu entlarven. Das gelingt Graeme Simsion kongenial. Die Geschichte entwickelt sich trotz der unwirklichen Hauptfigur durchgängig plausibel. Und am Ende ist man sicher – wenn man nicht unter dem Asperger Syndrom leidet – zu Tränen gerührt.

„Es scheint, dass für Erfolg in der Wissenschaft oder in der Kunst ein Schuss Autismus erforderlich ist.“, soll Hans Asperger mal gesagt haben. Dieser These würde ich mich sofort anschließen. Einige dazu notwendige Studienobjekte aus dem Feld könnte ich aus meinem erweiterten Bekanntenkreis benennen
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut geplant ist halb gewonnen. Höchstens., 22. Dezember 2013
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Don Tillman, 40 Jahre, ledig, Dozent für Genetik an einer Melbourner Hochschule, ist hochintelligent, sieht gut aus, und hat sein Leben voll im Griff. Wobei das etwas untertrieben ist: Sein Tagesablauf ist auf die Minute durchgeplant und optimiert, und zwar alles, Beruf, Freizeit, Schlaf, einfach alles. Jegliche Zeitverschwendung ist ihm ein Graus. Der Grund: Don hat Asperger.

Was ihm auf der intellektuellen Seite mühelos zufliegt, fehlt ihm allerdings komplett auf der emotionalen, und somit fehlt ihm auch eine Frau. Seine gelegentlichen Dates endeten bisher samt und sonders in Katastrophen.

Das gedenkt Don zu ändern: Frauen haben schließlich viele Vorteile, hundertprozentige Kompatibilität vorausgesetzt. Und so hat er einen Fragebogen entwickelt (16 Doppelseiten), mit dem er ungeeignete Kandidatinnen rechtzeitig aussortieren kann, bevor er mit notorischen Zuspätkommerinnen, Vegetarierinnen oder Raucherinnen kostbare Dating-Zeit vergeudet. Das Projekt Ehefrau kann beginnen.

Graeme Simsion, der sein Geld bislang als IT-Consultant und Autor eines Fachbuchs verdient hat, hat mit "Das Rosie-Projekt" einen ganz erstaunlichen Romanerstling vorgelegt. Wie er die Welt und ihre zwischenmenschlichen Fallstricke aus der Sicht eines "Aspis" beschreibt, ist rührend und komisch zugleich. Es sind ja nicht nur romantische Wallungen, die Don ein Rätsel sind, auch zu Humor und Ironie fehlt ihm jeglicher Zugang.

Und als dann schließlich die unpünktliche, teilvegetarische und rauchende Rosie vor seiner Tür steht, bricht das Chaos aus. Zwar kommt sie als Partnerin ohnehin nicht in Frage, dennoch ringt sich Don nach einigem Nachdenken dazu durch, Rosie bei der Suche nach ihrem leiblichen Vater zu helfen. Eine Aufgabe, für die sich Don als Genetiker besser eignet als jeder andere, die sich andererseits wegen der beträchtlichen Anzahl von potentiellen Kandidaten als recht aufwendig erweist. So lernen wir aber auch einige weniger konventionelle Methoden zur Beschaffung von DNS-Proben kennen.

Dass sich die beiden dabei näher kommen, verrät bereits der Titel. Dass das nicht notwendigerweise gut gehen muss, dafür bietet Dons spezielle Veranlagung genügend Gründe. Dass bei alledem ein äußerst amüsantes und bis zum Schluss spannendes Buch herauskommen kann, möchte ich hiermit festgehalten haben. 
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Don Tillman sucht die Lösung für das Ehefrauproblem, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:
Don Tillmann, 39, groß, durchtrainiert und intelligent, ist Genetiker und hat sein Leben komplett verplant. Er benötigt beispielsweise genau 94 Minuten um sein Bad zu reinigen und er hat einen standardisierten Plan, bei dem er für jeden Wochentagen auch ein bestimmtes Abendessen hat. Was er allerdings nicht hat, ist eine Frau. Deshalb startet er das Ehefrau-Projekt und macht sich auf die Suche nach der perfekten Frau für ihn. Mit Hilfe eines (bereits gekürzten) 16-seitigen Fragebogens kann er bereits eine Vorauswahl treffen, um seine wertvolle Zeit nicht mit unnötigen Dates zu vergeuden.

Dann jedoch lernt er Rosie kennen, die durch die Hilfe von Genetiker Don, ihren leiblichen Vater sucht.

Meine Meinung:
Don Tillmann ist einfach genial. Ich fand ihn von der ersten Seite, vom ersten Satz an, klasse. Auch alle andere Personen im Buch, also natürlich Rosie, aber auch Dons Freunde Gene und Claudia, sind toll. Während Don mich immer wieder einmal an Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory erinnert hat, habe ich bei Gene an Barney Stinson von How I Met Your Mother denken müssen :-) Für Freunde dieser Serien ist das Buch also absolut zu empfehlen!

Die Geschichte um den sonderbaren Don Tillman, der doch eigentlich nur sein Leben so lebt, wie er es für richtig hält, ist einfach schön zu lesen. Graeme Simsion hat das gesamte Buch in einem einzigartigen Stil geschrieben, der mir unglaublich gut gefallen hat. Durch viele kleine zusätzliche Details hat er es geschafft, dass das Buch absolut lesenswert ist.

Don Tillman wirkt ein wenig altmodisch, aber trotzdem unglaublich interessant. Gleich zu Beginn des Buches muss er einen Vortrag über das Asperger-Syndrom halten. Dabei beschreibt er Symptome, an denen er offensichtlich selbst leidet, was er jedoch gar nicht zu bemerken scheint. Er hat eine interessante Art und Weise, das Leben zu betrachten und vor allem seine Mitmenschen. Ich fand es sehr amüsant, wie Don mit Rosie und allen umgeht und wie er sein Ehefrauproblem angehen will. Durch Rosie und ihre Suche nach ihrem Vater wird er jedoch auch ein wenig davon abgelenkt. Neben seinem Ehefrau-Projekt hat er sich also auch noch um das Vater-Projekt zu kümmern.

Dieses Buch macht Spaß! Die Geschichte ist schräg und Don Tillman ist so ein interessanter Charakter, ich möchte unbedingt mehr von Graeme Simsion lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Roman mit ganz eigener Sprache, 12. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach über 100 Büchern im letzten Jahr nun eins, das mich erstmals zu einer Bewertung veranlasst. Selten so gelacht und doch auch intellektuell angeregt worden wie hier. Unbedingt empfehlenswert auch für Vielleser wie mich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompatible Ehefrau gesucht, 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
In diesem Roman prallen nicht nur zwei komplett verschiedene Welten aufeinander,
sondern die liebenswertesten Außenseiter seit Harold und Maude:

Don, 39 Jahre, Professor der Genetik, durchtrainiert (Radfahren und Aikido!), überdurchschnittliches Einkommen.
Er ißt leidenschaftlich gern Fleisch jeder Sorte, auch Kuddeln, Nieren, Schweinefüsse.
Don kann super gut rechnen und außerdem Alter sowie BMI einer Frau treffend und schnell einschätzen.
Effizienz ist sein Leitfaden und "Unpünktlichkeit eine immense Zeitverschwendung!"
Er liebt 2 Sorten von Eis: Lakritz und Schoko-Chili.

Rosie, 30 Jahre, Barfrau, Raucherin, notorische Zuspätkommerin, mag keinen Sport.
Sie sagt außerdem von sich, dass sie selbst in einer lebensbedrohlichen Situation nicht in der Lage wäre, zu kochen.
Rosie mit Dons Augen betrachtet klingt dann so: "... die unkompatibelste Frau der Welt. Eine Barfrau.
Sie ist unpünktlich, Vegetarierin, unorganisiert, irrational, lebt ungesund, raucht - RAUCHT! - hat psychologische Probleme,
kann nicht kochen, nicht rechnen, färbt sich die Haare unnatürlich rot."

Damit hat sie so viele Punkte auf Dons Ehe-Ausschlußfragebogen, dass sie als mögliche Ehefrau eleminiert ist.
Aber als Freundin funktioniert Rosie.
Und da sie ihren biologischen Vater sucht, kann Don mit seinen Fähigkeiten als Genforscher brillieren.
Er brilliert aber auch beim Cocktailmixen auf einer riesigen Party.
Hier erwartet den Leser eine filmreife und - wie ich finde - die amüsanteste Szene dieser außergewöhnlichen Freundschaft.

Auch auf berührend romantische Szenen kann man sich freuen, beispielsweise wenn beide durch das New Yorker Museum der Geschichte des Universums streifen.
Für den Bruchteil weniger Sekunden geschieht hier etwas zwischen Rosie und Don, dass uns den Atem anhalten lässt.
Denn, wenn Don will, dann kann er sich tatsächlich auch mal auf "stereotyp männliche Weise verhalten" - wie eben auch in einer Bar Bier trinken, über Sport reden

Simsion erzählt diese Story so klug und humorvoll - man möchte einfach nicht aufhören, zu lesen.
Selten hat ein Roman mich so gepackt und komplett durchgeschüttelt, wie "Das Rosie-Projekt". Vielleicht, weil er all dies in sich vereint: Tragik, Komik, Lebensweisheit.
Und eben auch wegen der zwei ganz besonderen und unvergesslichen Hauptfiguren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 223 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Rosie-Projekt: Roman
Das Rosie-Projekt: Roman von Graeme Simsion (Gebundene Ausgabe - 20. Dezember 2013)
EUR 18,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen