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am 1. April 2012
Was für ein Buch!
Was für eine wunderschöne Sprache!

Nachdem ich mich 5 Tage durch die Tribute von Panem gelesen hatte, wollte mein Hirn nun etwas weniger dystopisches und so griff ich zu diesem Buch, welches laut meinen Vorschreibern auf zwei verschiedenen Zeitebenen spielt. Ein bißchen Krimi, ein bißchen Liebe, Shakespeare... eine gute Mischung, dachte ich, um wieder im hier und jetzt anzukommen.

Wie naiv von mir...

Ich fand mich in einem fantastischen Buch wieder, das vom Aufbau der Geschichte, vom Stil der Sprache und den Charakteren wirklich unglaublich ist.
Der Inhalt wurde hier schon so oft wiedergegeben, dass ich mir diese Wiederholung erspare.

Meine Meinung:

Anne Fortier hat hier ein zauberhaftes Debüt abgelegt, dass mich wirklich in allen Punkten überzeugt und schwer gefesselt hat!
Julia und Alessandro, sowie Giulietta und Romeo sind wunderbar ausgearbeitet. In beiden Zeitebenen fühlt man sich als Leser wohl und ich konnte gar nicht so schnell lesen, wie ich wissen wollte, wie es weitergeht.
Spannende Wendungen, nachvollziehbare Querschläge und Intrigen rundeten das Bild, das nach kurzer Zeit in meinem Kopf entstand, perfekt ab. Die Sprache ist humorvoll, spannend, die Beschreibungen von Siena in den verschiedenen Abschnitten so schön, das ich sofort losfahren wollte... so was nenne ich Kopfkino vom Feinsten.
Besonders angetan war ich von den Maestros in beiden Zeiten und Bruder Lorenzo... wirklich gut gemacht, Frau Fortier!

Fazit:
Volle Punktzahl, absolute Leseempfehlung und ein Platz im Lieblingsbuchregal. Ich hoffe, von der Autorin noch einiges geboten zu bekommen und kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der anspruchsvolle, spannende und gut durchdachte Romane liebt.
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.... Romeo und Julia wer hat nicht davon gehört und geträumt die ganz große Liebe zu finden? ;)

Hier nun die etwas "andere" Version von Anne Fortier, die hiermit ein unglaubliches gutes Erstlingswerk abliefert, zumal es noch auf historischen Fakten beruht, wie sie im Nachwort verdeutlicht.

Zur Geschichte an sich möchte ich mich nicht näher äußern, das muss man einfach selbst lesen und erleben. Nur soo viel:
Hauptfigur ist Julie Jacobs oder vielmehr Giulietta Tolomei, die mit Mitte 20 eine leicht verkrachte Existenz ist ... momentan arbeitet sie mal wieder in einem Ferienlager und studiert mit Kindern R&J ein, als sie die Nachricht erhält, dass ihre Tante Rose verstorben ist ... Rose hat sie und ihre Zwillingsschwester aufgezogen, nachdem ihre Mutter in Siena verstorben ist. Genaueres wissen die Zwillinge nicht über ihre Vergangenheit, außer dass sie ein großes Geheimnis umgibt. Blöderweise geht nun Gulietta leer aus, ihr ungeliebte Zwillingsschwester erbt alles. Sie erhält "nur" einen Brief, der sie wie damals ihre Mutter, schnurstracks nach Siena führt, mit der Hoffnung endlich ihre Existenz abzusichern ... Aber alles läuft anders, als geplant! Sie wird mitten in die alten Rivalitäten der Tolemeis und Salimbenis verstrickt und auch Julia und Romeo werden auf einmal höchst lebendig, als sie den Schatz ihrer Mutter in Form alter Dokumente findet ... Auf einmal ist ihr Leben nicht mehr sicher... dann taucht auch noch ihre Schwester auf um sich einen Teil des Kuchens zu sichern ... mehr wird nicht verraten ...

Mein Fazit:

Höchst temporeich, lebendig und gekonnt inszeniert zieht Fortier den Leser mitten ins sommerliche Siena und lässt auf 2 Zeitebenen die Gegenwart und Vergangenheit der realen Giulietta und Romeos den Leser miterleben. Dabei schafft sie es die Wechsel gekonnt zu vollziehen und keinen der beiden Handlungsstränge ins Hintertreffen geraten zu lassen, indem sie recht oft die Perspektiven wechselt. Vor allem die Geschichte im Hier und Jetzt hat mich fasziniert mit den unerwarteten Wendungen und Verstrickungen, den höchts lebendig und gut gezeichneten Hauptfiguren allem voran Julia und Alessandro ;), der sich langsam entwickelnden Romanze und der temporeichen Schatzjagd vor den historisch und atmosphärisch dichten Kulisse Sienas.
Spätestens jetzt wird man Siena auf den Wunschzettel der zu besuchenden Orte setzen;).
Auch die reale Geschichte und deren Verfremdung hin zu Shakespeares Capulets und Montagues bis hin zu Veronas ist interessant nach zu verfolgen ...

Ergo:
Ein absolutes Highlight dieses Sommers und alle, die einen guten Abenteuerroman mit einem Hauch von Liebesgeschichte kombiniert mit einer Story auf 2 Zeitebenen zu schätzen wissen werden um dieses Buch nicht herumkommen, genau so wie unerwartete Wendungen vor einer historischen Kulisse zu schätzen wissen: UNBEDINGT ZUGREIFEN- nach 2 Tagen hatte ich es auch schon leider wieder ausgelesen ... Wenn man eimal mitten drin ist, ist es schwierig es wieder aus der Hand zu legen.
Ich werde die Autorin auf jeden Fall weiter beobachten!

Tipp: Wer Geschichten auf zwei Zeitebenen mag sollte es vielleicht (auch wenn ganz andere Epoche und Ort) mal mit Kersleys: "susanna" und "Glanz und Schatten", sowie
Erskines Romanen allem voran die "Herrin von Hay" versuchen ... vor Jahren mal gelesen und bis heute in Erinnnerung geblieben ;)
55 Kommentare28 von 32 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2013
Fast jeder kennt Shakespeares Romeo und Julia. Viele standen sicher schon in Verona auf dem berühmten Balkon. Dabei war die Geschichte doch eigentlich eine ganz andere. Zumindest in diesem Buch.

Hier wird die Geschichte der Amerikanerin Julia erzählt, die auf der Suche nach ihrem Familieerbe in Siena auf die wahre Geschichte von Romeo und Julia stößt, so wie sie sich im Mittelalter zugetragen haben könnte. Es geht um die Geschichte von Romeo Marescotti und Giulietta Tolomei, ebenso wie um die Familie Salimbeni und den Palio in Siena. Es geht aber auch um die Geschichte der Amerikanerin Julia.

Es ist eine Liebesgeschichte in einer Liebesgeschichte. Es ist aber auch eine Liebeserklärung an Siena.
Dabei taucht der Leser tief in die Geheimnisse von Siena ein und landet dort in den unterirdischen Gängen. Nebenbei erfährt man viel über die Stadt und die Leute, über den Palio und über die italienische Lebensweise. Ich war beim Lesen mittendrin, begleitete Julia durch die Gassen von Siena. Und eins steht fest, Siena ist eine Reise wert!

"Julia" ist ein spannendes und trotzdem romantisches Buch. Mich hat dieses Buch unheimlich gefesselt, denn nichts ist so wie es auf den ersten Blick scheint. Denn, ein reiner Liebesroman ist es nicht, aber auch kein Krimi.

Fazit: LESEN!
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am 28. Mai 2013
Ach was bin ich froh und gleichzeitig traurig! Froh endlch mal wieder ein Buch gelesen zu haben was 5 Sterne verdient, traurig, weil es nun schon vorbei ist.

Zum Inhalt wurde genug gesagt.

Ich finde das hier eine absolut gelungene Mischung zwischen historischem Roman und Abenteuerroman vorliegt. Man möchte wissen wie es mit Romeo und Gulietta weiter geht, und fiebert entgegen was nun aus Julia und ihrem Romeo wird. Die abenteuerliche Schatzsuche und Spannung kommen dabei nicht zu kurz.

Rund herum ein Buch,welches mich völlig überzeugt hat, innerhalb von 2 Tagen hatte ich es ausgelesen. Schade das es nicht mehr Bücher von dieser Autorin gibt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. August 2013
Das Geheimnis über die größte Liebesgeschichte der Welt: Romeo und Julia.
Nach dem Tod ihrer Tante reist die 25jährige Amerikanerin Julia Jacobs nach Italien, um dort ihre Familiengeschichte zu erforschen und mehr über ihre verstorbene Mutter zu erfahren.
In Siena entdeckt sie ein altes Buch, das die Urfassung des Romeo-und-Giulietta-Stoffes enthält und von den verfeindeten Familien Tolomei und Salimbeni erzählt.
Julia merkt schnell, dass sie verfolgt wird und als sie den mysteriösen Alessandro kennen lernt, weiß sie nicht wem sie überhaupt vertrauen kann und gerät in höchste Gefahr.
Anne Fortier erzählt in „Julia“ eine Geschichte gemixt aus Fiktion und historischen Fakten.
Dabei gibt es immer wieder Rückblicke in das Jahr 1340, in dem Giulietta Tolomei und Romeo Marescotti gelebt haben. Diese Ausflüge in die Vergangenheit waren wie auch die Geschichte in der Gegenwart spannend und lebendig erzählt, wenn auch einige Längen vorhanden waren. Dennoch war es interessant zu lesen wie die Zustände zu dieser Zeit in Siena und die Hintergründe zu besagten Familien waren.
Die Gegenwartserzählung fand ich aber um einiges mitreißender und vor allem immer wieder sehr überraschend.
Julia ist eine eher schüchterne Person, die unter ihrer dominanten Zwillingsschwester Janice zu leiden hatte und nun in Siena die Geschichte ihres Ursprungs aufdecken will. Ich mochte Julia sehr, auch wenn ihre Passivität bezüglich ihrer „Terrorschwester“ nicht wirklich nachvollziehbar war.
Fortier hat ein sehr schönes, romantisches Buch geschrieben, das nicht zu kitschig oder unglaubwürdig ist. Die Verbindung zwischen historischen Details und Fiktion ist glaubwürdig und nachvollziehbar und besonders die Figuren sind mir schnell ans Herz gewachsen. Sie sind authentisch und eigenständig. Besonders das Zusammenspiel von Julia mit Alessandro war ein Highlight.
Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte entwickelt einen schnellen Sog, der einen bis zum Ende nicht mehr loslässt.
Die vielen überraschenden Wenden in der Handlung lassen die Geschichte bis zum Ende unvorhersehbar sein und sorgen für genug Abwechslung.
Das Ende war dann zwar etwas unspektakulär, aber im Gesamten hat mir das Buch außerordentlich gut gefallen und hat mich teilweise sehr aufgewühlt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Januar 2013
Sich schriftstellerisch an einen Shakespeare, insbesondere DIE Liebesgeschichte schlechthin, zu wagen, ist gewiss kein leichtes Unterfangen und mit etwas Risiko verbunden. Ja, die lieben Erwartungen! Die dänisch-kanadische Autorin Anne Fortier traute sich dennoch an William Shakespeares "Romeo und Julia" und landete mit ihrem Debüt "Julia" prompt einen weltweiten Bestseller. Seit dieses (Meister)Werk nun geraume Zeit in meinem Regal einstaubte (die von mir verschmähte Version Julia für immer von Stacy Jay war nicht ganz unschuldig), riskierte ich nun endlich einen erwartungsvollen Blick. Leider mit keinem glücklichen Ausgang für mich. Warum nur!?

Was "Julia" eingangs so faszinierend macht, ist wohl die Verschmelzung aus Gegenwart und Vergangenheit sowie Historie und (Action-)Thriller. Anne Fortier kreiert eine etwas andere Darstellung der tragisch Liebenden und verlegt die Kullisse unter anderem ins Siena des 14. Jahrhunderts, statt des bekannten Verona, infolge von (wie im Nachwort beschrieben) intensiven Recherchen. So sind es hier nicht die Capulets und die Montagues, die sich bis aufs Blut bekämpfen, sondern die Tomoleis und Salimbenis. Und mittendrin die nach Rache hungernde Giulietta Tomolei sowie Casanova Romeo Marescotti - Shakespeares einstige Inspiration, zumindest dem Roman nach. Eine komplett andere Version also, die nicht minder tragisch endet und mit netten Schmunzlern versehen wurde. Letzteres speziell in den historischen Szenen mittels Fortiers (gewollt oder ungewollt) humorvoll altertümlichem Schreibstil.

Vorab gilt es jedoch mit Vollwaisin Julia dem rätselhaften Brief ihrer verstorbenen wie geliebten Tante Rose auf den Grund zu gehen. Dieser befördert sie von ihrer habgierigen Zwillingsschwester Janice hinfort ins Siena der Gegenwart. Die Aussicht: ein Schatz, der die löchrige Geldbörse aufbessern soll, Julia auf die Spuren eines alten Familienfluchs bringt und in die Arme eines feindseligen wie attraktiven Italieners treibt. Wie nicht anders erwartend, ergeben beide Geschichten, die parallel zueinander angeschnitten werden (Ich-/allwissender Erzähler), schließlich ein Ganzes und es ist nur eine Frage der Zeit bis Julia ihrem "Romeo" (erneut) begegnet.

Also in etwa bis zur zweiten Buchhälfte war ich recht angetan und ließ die Seiten im Eiltempo an mir vorbeiziehen. Das Kennenlernen im 14. Jahrhundert sowie der heutigen Zeit gestaltete sich faszinierend, spannend und unterhaltsam, obgleich Fortier sich ebenfalls an der Liebe auf den ersten Blick orientiert und die Gefühle zwischen Romeo & Giulietta somit eher oberflächlichen Ursprungs sind - ähnlich wie bei Shakespeare. Gleiches kann man leider über die gegenwärtige Liebesgeschichte behaupten, die mich zu keiner Sekunde für sich gewinnen konnte. Das Hauptproblem: Ich-Erzählerin Julia und die auf etlichen Zufällen basierende Handlung. Spätestens ab Seite 300 wird es immer abstruser und ausufender. Selbst manch überraschende wie haarsträubende Wendung, konnte mich da nicht mehr aus dem ermüdenden Lesetief befreien.

Mit Julia zu harmonieren fiel mir ebenfalls zunehmend schwerer. Ihre snobistische Schwester Janice wird zwar um einiges unsympathischer dargestellt und Julia hat gewiss ihre guten Seiten, doch halten wir mal fest: Julias primäre Motivation besteht darin die gelobte Trophäe ausfindig zu machen, da sie sich stets auf das Erbe der Tante verlassen hat und somit keine Anstrengungen in die Zukunft/das eigene Konto legte. Das wird gerne wiederholt! Zudem gerät ihr freier Wille ständig in Gefahr und sie stolpert von einem Hinweis zum nächsten, beginnend am Flughafen in Richtung Siena. Verachtet sie eingangs den gegenwärtigen "Romeo" (er ist flott entlarvt), ändert sie ihre Denkweise sobald sie seine Hilfe benötigt und legt etwas naive Eigenschaften an den Tag.

Dann gibt es noch einen aufdringlichen Motorradfahrer, dessen wahre Identität durchaus überrascht, allerdings eher deplatziert wirkt und die schatzsuchende Julia ebenfalls zur willenlosen Marionette mutieren lässt. Ihr Protest schmilzt sozusagen wie Eis unter der heißen, toskanischen Sonne. Da fällt es nicht leicht das gutmütige Ende zu akzeptieren. Und der Fluch? Der ist eine ganz andere Sache und erzählt eine weitere - für mich eher verquere - Geschichte, die nicht ganz ins Gesamtkonzept passen mag. Trotz des actionlastigen letzten Drittels war die Luft einfach raus. Zu lieblos erzählt und weit ausgeholt erschien mir die Shakespeare-meets-Thriller-meets-Action-(Love)Story plötzlich. Nicht einmal der wahre Schurke, der überwiegend im Hintergrund agiert und auf den letzten Seiten die Bühne betritt, vermochte diesen Umstand zu ändern.

Kurz gesagt:

Manche Dinge sollte man einfach so lassen wie sie sind. Shakespeares "Romeo und Julia" gehört für mich eindeutig dazu! Leider schaffte es Bestsellerautorin Anne Fortier mit ihrem Debüt "Julia" nicht, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Nach einem packenden wie gut recherchierten Einstieg verstrickt sich die thrillerartige wie teils historisch angehauchte (Love)Story in seiner Komplexität. Für mich leider auf Kosten der Spannung sowie den Hauptcharakteren aus (vor allem) Gegenwart und Vergangenheit. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Romeo & Julia Interpretation seine Fans findet, meinen Geschmack traf Bestsellerautorin Anne Fortier bedauerlicherweise weniger.
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am 5. Januar 2013
Julia und Janice wachsen nach dem Tod der Mutter bei ihrer Tante Rose in Amerika auf. Als diese stirbt, hinterlässt sie Janice das Haus, Julia dagegen erhält einen Brief. In diesem wird ihr einiges von ihrer Herkunft offenbart – sie sei eine geborene Tolomei und damit eine direkte Nachfolgerin von Shakespeares berühmter Julia. Eine spannende Reise in die Vergangenheit und eine abenteuerliche Suche nach dem Familienerbe in Siena beginnt.
Die Idee der Geschichte ist klasse – auf zwei Zeitebenen erzählt Anne Fortier die Geschichte von Julia und Romeo: die wahre tragische Liebe von Romeo und Julia um 1340 und die Romanze ihrer Nachfahren in der Gegenwart. Dabei erfährt man viel über das historische Siena und die zerstrittenen Familien Tolomei und Salimbeni, vor allem die historischen Rückblenden haben mir gut gefallen. Insgesamt bin ich in die Geschichte jedoch nicht gut reingekommen: obwohl der Sprachstil flüssig ist, habe ich viele Passagen als langatmig und überflüssig empfunden, leider gab es nur wenige wirklich fesselnde Momente.
Julia – die Protagonistin – wirkte auf mich eher wie ein verschämtes Mädchen als wie eine gestandene 27jährige Frau, so dass ich mich mit ihr nicht identifizieren konnte. Dafür konnte mich der geheimnisvolle Alessandro, bei dem ich nie wusste, was er genau im Schilde führt, überzeugen, genauso wie die eher tatkräftige Zwillingsschwester von Julia – Janice, die durch ihre hartnäckige und ausdauernde Art Schwung in die Geschichte gebracht hat.
Die letzten 200 Seiten des Buches sind rasant und spannend, da endlich war ich in der Geschichte drin und habe es in einem Rutsch zu Ende gelesen. Die Auflösung der Rätsel und Familiengeheimnisse hat mir wirklich gefallen und mit einem Seufzer hab‘ ich das Buch geschlossen.
Von mir 3,5 Sterne für diesen Schmöker.
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am 4. Oktober 2012
Zum Inhalt:
Angestoßen vom Brief ihrer verstorbenen Großtante Rose reist die junge Amerikanerin Julia nach Italien, um endlich mehr über ihre Herkunft und das Schicksal ihrer Eltern zu erfahren. In Siena gerät sie schließlich in den Strudel eines großen Geheimnisses, das tief in die Vergangenheit führt und noch heute wirkt. Bei dem Geheimnis handelt es sich um die größte Liebesgeschichte der Welt: die Romanze von Romeo und Julia.

Meine Meinung:
Romeo und Julia – eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Welt ist wohl den meisten Menschen ein Begriff. Die Kernaussage kennt wohl jeder: die Sprösslinge der verfeindeten Familien Montague und Capulet verlieben sich im italienischen Verona ineinander und erleiden schließlich ein tragisches Schicksal. Auch Anne Fortiers Titelheldin Julia ist mit der Geschichte wohl vertraut und kennt viele Sätze des Shakespeare-Klassikers auswendig. Doch nachdem sie aufgrund des Briefes, den ihr ihre Großtante Rose hinterlassen hat, ins italienische Siena reist, merkt sie, dass Shakespeares Geschichte vielleicht sogar einen wahren Kern hat. Denn auch in Siena gab und gibt es zwei verfeindete Familien: die Salimbenis und die Tolomeis. Julia findet schließlich alte Tagebuchaufzeichnungen und kommt so der Geschichte von Guiletta Tolomei und Romeo Marescotti auf die Spur. Doch nicht nur in der Vergangenheit nehmen die Ereignisse einen rasanten Lauf, auch in der Gegenwart findet sich Julia auf einmal in einem wahren Strudel von Geheimnissen wieder und sie selbst scheint der Schlüssel zu sein, denn ihr wirklicher Name ist Guiletta Tolomei.

Auf zwei verschiedenen Zeitebenen, zum einen im Jahr 1340 und zum anderen in der Gegenwart, entwickelt die Autorin eine spannende Geschichte, wobei sich die zunächst unabhängigen Handlungsstränge immer mehr ineinander verwickeln und schließlich auch in der Gegenwart eine rasante Geschichte beginnt. Als Leser fühlt man sich auf beiden Zeitebenen sofort Zuhause, was vor allem daran liegt, dass Anne Fortier sehr bildhaft schreibt. Sie nimmt den Leser so im wahrsten Sinne des Wortes mit in die sonnigen Gassen Sienas, lässt ihn das aufregende Palio-Rennen hautnah miterleben und nimmt ihn mit auf eine Reise in die unheimlichen unterirdischen Gänge Sienas. Ich hatte alle diese Bilder unwahrscheinlich detailreich vor Augen, so dass man wirklich sagen kann, dass Anne Fortier es versteht, dass Kopfkino des Lesers in Gang zu setzen.

Die Geschichte von Romeo und Julia hat mir schon immer sehr gut gefallen und so gefiel mir auch Anne Fortiers Sichtweise sehr. Man merkt, dass die Autorin viel recherchiert hat, und so wirkt die Geschichte sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Mit vielen überraschenden Wendungen, Intrigen und vor allem sehr ausführlich und authentisch dargestellten Charakteren sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart versteht es die Autorin, den Leser mitzureissen und so konnte ich das Buch schließlich kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Nur zum Ende hin haben sich die Ereignisse meiner Meinung nach etwas zu sehr überschlagen und das Ende selbst ist mir eine Spur zu kitschig geraten. Das tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch, da es sich ansonsten wirklich um eine spannende, historisch verankerte und vor allem sehr umfassende Erzählung handelt, die ich sehr genossen habe.

Fazit:
Auf zwei Zeitebenen präsentiert Anne Fortier dem Leser eine ganz neue Sicht auf das Liebespaar Romeo und Julia. Spannend, mit bildgewaltiger Sprache und sehr authentisch entfacht die Autorin eine temporeiche Geschichte, die zugleich Liebes-, Abenteuer- und Historienroman ist. Lesenswert!
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am 21. Juni 2012
Ein altes Buch lockt die junge Amerikanerin Julia nach Italien: Es ist die längst vergessene erste Fassung der Romeo-und-Julia-Geschichte und handelt von den verfeindeten Familien Tolomei und Salimbeni in Siena. Völlig überrascht stößt Julia auch auf die Warnung ihrer verstorbenen Mutter: Bis heute liege ein Fluch auf den Familien - und damit auch auf ihr. Denn ihr wahrer Name ist Giulietta Tolomei... Auf der Suche nach ihrem Erbe spürt Julia, dass sie beobachtet und verfolgt wird. Wird der Fluch der Vergangenheit auch ihr zum Schicksal?

Zum Buch

Romeo und Julia mal anders.
Julia lebt bei seit ihrer Kindheit bei ihrer Tante in Amerika, denn ihre Eltern sind ums Leben gekommen. Mit ihrer Zwillingsschwester versteht sie sich gar nicht. Die beiden sind wie Tag und Nacht. Julia ist die stille graue Maus und ihre Schwester der Männer mordende Vamp und ein wenig oberflächlich. Zumindest scheint es am Anfang so.
Beide machen im laufe der Geschichte eine Wandlung durch und finden dann doch näher zueinander.
Nachdem die Tante gestorben war erbt die "böse" Zwillingsschwester alles und Julia geht leer aus, bis auf das kleine Kästchen mit Informationen, die ihr lange vorenthalten wurden. Mit diesem Kästchen geht die Geschichte richtig los. Julia reist nach Siena um mehr über ihre Familie herauszufinden und das erbe ihrer Mutter anzutreten. Julia heißt eigentlich nicht Julia, sondern Giulietta Tolomei und sie befindet sich in Gefahr. Auf ihrer Reise findet sie nicht nur alte und ihr unbekannte Verwandte wieder. Sie schlittert in eine Mysteriöse Geschichte eines alten Fluches ihrer Familie und bekommt einen Blick in ihr wahres ich - eine Zeitreise - denn sie ist Julia - Shakespeares Julia und Romeo ist natürlich auch nicht weit...

Fazit

Eine spannende Mischung aus Historie, Shakespeare, Krimi, Liebesgeschichte und irgendwie auch Reisebericht.
Der Schreibstil von Anne Fortier ist wirklich wunderbar. Die Art wie sie die Sprache nutzt ist wirklich toll zu lesen. Man findet sich schnell in den Roman ein und hat Italien bzw. Siena bildlich vor sich. Die Figuren sind interessant und vielseitig.Die Idee der Geschichte ist gut umgesetzt und es passieren immer wieder neue Wendungen. Auch die Beziehung zu "Romeo" ist anfangs nicht so rosa-rot, wie man vielleicht erst denken mag. Trotz Anziehungskraft; Sie traut ihm nicht und sie streiten. Das macht die Sache natürlich glaubwürdiger. Aufgrund der Länge der Geschichte geriet es zwar in der Mitte etwas in stocken und ich finde auch man hätte die Geschichte zwischen Romeo und Julia in der heutigen Zeit noch etwas mehr ausbauen können, aber das tut dem Buch keinen Abbruch, weil es wirklich sehr abwechslungsreich ist. Ich bin gespannt auf das neue Buch von Anne Fortier, denn sie schreibt wirklich toll.

Fazit

Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Die figuren sind alle gut ausgearbeitet und Anner Fortier beschreibt Siena sehr detailreich und Bildlich. Ich wurde gut unterhalten. Die Geschichte hat einiges zu bieten.Tolle Idee, gut umgesetzt.
Das Buch hat übrigens 650 Seiten. Für alle die gerne länger was davon haben.
Wegen ein paar kleiner Makel gibts
4 von 5 Sternen

****
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TOP 1000 REZENSENTam 10. August 2010
Die 25-jährigen Zwillingsschwestern Julia und Janice Jacobs könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Janice von Kindesbeinen an egoistisch und manipulativ war und sich zu einer jungen Frau entwickelte, die auch weiterhin so durch das Leben geht und zudem kein Kind von Traurigkeit ist, stand die verträumte und schüchterne Julia immer in ihrem Schatten und lebt(e) seit sie denken kann nur für Shakespeare. So auch wieder in diesem Sommer, in dem sie die Romeo-und-Julia-Aufführung in einem Camp leitet.

Durch den plötzlichen Tod ihrer Großtante Rose, die die Mädchen als Kleinkinder nach dem Unfalltod ihrer Eltern zu sich nach Amerika holte um sie dort aufzuziehen, wird Julia wieder mit der Realität konfrontiert. Vor allem als sie Rose's Testament in den Händen hält. Denn entgegen aller Erwartungen ist Janice Alleinerbin. Für Julia ist lediglich ein Brief hinterlassen worden, in dem ihre Tante sie darüber informiert, dass ihr richtiger Name Giulietta Tolomei lautet und sie sich umgehend nach Siena, Italien, begeben soll um sich dort vom Finanzberater ihrer Mutter deren Erbe aushändigen zu lassen, welches seit über 20 Jahren unangetastet in einem Schließfach auf sie wartet.

Völlig perplex ob dieser Entwicklung macht sich Julia/Guilietta auf in das Land ihrer Vorfahren. Während eines Zwischenstopps lernt sie Eva Maria Salimbeni kennen, eine nur so vor Lebensfreude und Energie sprühende Frau, die, kaum dass sich Julia ihr vorgestellt hat, sie sofort unter ihre fürsorglichen und mütterlichen Fittiche nimmt. In Siena angekommen macht sie die Bekanntschaft mit dem Patensohn Eva Maria's, Alessandro Santini, Sicherheitschef im Palazzo Salimbeni, und lässt sich das Erbe ihrer Mutter aushändigen, welches sich zu ihrer Überraschung, und auch Enttäuschung, als Holzkistchen entpuppt, deren Inhalt aus uralten Briefen, einem Stammbaum, einer Ausgabe von Shakespeares "Romeo und Julia" sowie älteren Fassungen der berühmtesten Liebesgeschichte der Welt, die anstatt in Verona in Siena spielt, besteht.

Völlig absurd klingt für sie das Begleitschreiben, in dem ihre Mutter ihr erklärt, dass sie eine direkte Nachfahrin DER Julia und deren Zwillingsschwester Giannozza Tolomei sei und ihr die Aufgabe anheimfällt, einen uralten Fluch zu brechen, der auf den Familien Tolomei, Salimbeni und Marescotti liegt. Sie allerdings dabei größte Vorsicht walten lassen und niemandem trauen soll. Während Julia sich, zwar neugierig geworden aber nicht sehr überzeugt, an die Arbeit macht und die alten Texte studiert, muss sie feststellen, dass die Warnungen ihrer Mutter wohl nicht ganz aus der Luft gegriffen waren, wird sie doch plötzlich von einem Unbekannten verfolgt und muss sogar um ihr Leben fürchten sowie sich fragen, ob der Tod ihrer Eltern wirklich nur ein Unfall war.

Zudem ist Julia vollkommen irritiert vom gegensätzlichen Verhalten ihrer neuen Bekannten. Im Gegensatz zu Alessandro, der sich Julia gegenüber äußerst zurückhaltend und argwöhnisch bis zuweilen regelrecht feindselig verhält, sucht Eva Maria bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Nähe. Als Julia auch noch anhand der Hinweise ihrer Mutter interessante Entdeckungen macht, spitzt sich die Lage für sie sowie Mitglieder ihrer Verwandten, die sie gleich noch mit dazu bekommen hat, zu und Julia fragt sich, wem sie noch vertrauen kann. Und wer ist eigentlich ihr geheimnisvoller, Motorrad fahrender, Retter in Schwarz? ... Romeo???

Anne Fortier's Erstlingswerk hat mich auf der ganzen Linie überzeugt. Gekonnt wechselt die Handlung zwischen Vergangenheit und der Gegenwart hin und her, sodass nicht einen Augenblick Langeweile beim Lesen aufkommt sondern man mit den Geschehnissen und allen Protagonisten, egal ob man sich im Jahr 1340 oder im heutigen Siena befindet, förmlich mitfiebert. Und selbst wider besseren Wissens dem historischen Paar ein glückliches Schicksal wünscht. Von Anfang an steigert sich die Spannung je tiefer man in die Handlung hineingezogen wird, fragt sich mit Julia, wer eigentlich Freund und wer Feind ist und steuert gemeinsam mit ihr auf einen überraschenden und äußerst aktionsreichen Showdown zu. Denn das letzte Drittel des Buches hat es wahrlich in sich.

Wer das Flair der Toskana und seiner herzlichen Bewohner liebt und sich nicht der Magie der Seelenverwandtschaft sowie -wanderung entziehen kann, macht mit der Lektüre von "Julia" garantiert nichts falsch sondern hat ein wunderbares Leseerlebnis vor sich, sodass man am liebsten augenblicklich die Koffer für den nächsten Flug Richtung Siena packen möchte um selber auf Julia's Spuren zu wandeln und diese wundervoll beschriebene Stadt für sich zu entdecken und für welches ich sehr gerne völlig verdiente 5 * vergebe. Ich hoffe, dass die Autorin noch recht viele solcher Ideen hat und diese auch veröffentlicht. Abschließend kann ich ebenfalls nicht umhin zu sagen, dass alleine schon die liebevolle Cover- und Innen-Gestaltung perfekt gelungen ist und noch mit einem Zusatzsternchen belohnt werden müsste.
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