Kundenrezensionen


6 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das die Seele des Menschen beruehrt, 30. April 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unsere nächsten Verwandten (Gebundene Ausgabe)
Wer davon ueberzeugt ist, dass der Mensch die Kroenung der Schoepfung ist und diese Ueberzeugung auf jeden Fall beibehalten moechte, sollte dieses Buch nicht lesen. Roger Fouts Beschreibung seines Kampfes fuer eine bessere, menschlichere Behandlung von Tieren in der Wissenschaft ist nicht nur sehr unterhaltsam und informativ zugleich, es ruehrt auch zu Traenen und kann jeden Leser veraendern. Dieses Buch regt dazu an, von neuem zu ueberdenken, ob es dem Menschen wirklich zusteht, Tiere fuer Forschungszwecke zu ge- und missbrauchen. Seine Antwort auf diese Frage ist radikal und unbequem, aber sie zeigt auf, was wahre Menschlichkeit bedeutet!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft, 16. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unsere nächsten Verwandten (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch wird nicht einfach irgend ein Affe beschrieben, sondern eine eigene Perönlichkeit mit ihrem eigenem Kopf und ihren eigenen Gefühlen. Roger Fouts berichtet von seiner innigen Freundschaft zu einem Schinpansen auf eine sehr einfühlsame Art und Weise. Als Leser muss man selber lachen, wenn er von den Streichen erzählt, die ihm Washoe spielt, aber es ist einem auch zum Heulen zumute, wenn er von dem dramatischen Tod von Washoes Kindern berichtet. Man bekommt Hass auf die, die diese Wesen quälen und für Experimente missbrauchen. Nach dem Lesen dieses Buches werden Sie nicht mehr der gleiche sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ergreifendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit gegenüber unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, 12. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Unsere nächsten Verwandten (Gebundene Ausgabe)
Im Gegensatz zu den meisten veröffentlichten Büchern zum Thema Menschenaffen, die informative Texte mit vielen Fotografien verbinden, hält der Leser bei Roger Fouts' Buch ein Werk in den Händen, das schon eher einem Roman gleicht.

Es wird die gemeinsame Lebensgeschichte des Forschers Fouts und der Schimpansin Washoe mit all seinen Höhen und Tiefen, Hoffnungen und Enttäuschungen, Erfolgen und Rückschlägen erzählt. Als Leser erlebt man diese tief ergreifenden Emotionen derart hautnah mit, dass man dieses Buch wohl kaum lesen kann, ohne dabei zu lächeln, tief betroffen und erschüttert zu sein oder manchmal vor Wut über zu schäumen.

Fouts diskutiert offen seine Sicht auf die Forschung, geht dabei auch interessanten Themen wie dem Ursprung der Sprache oder dem Umgang mit autistischen Kindern nach und bleibt dabei durchaus selbst kritisch. Er betreibt keine Schwarz-Weiß-Malerei und schafft es dabei die schwierige Position eines Wissenschaftlers mit Gewissen einzunehmen, der zwischen skrupellosen Forschern ohne Mitgefühl und naiv-radikalen Tierschützern steht.

In seinem Buch erzählt er immer wieder von der menschlichen Grausamkeit im Umgang mit Affen in Forschungslabors, die wohl keinen Leser kalt lässt. Fouts kämpft leidenschaftlich für bessere Lebensbedingungen gefangener Menschenaffen, den Arterhalt und die Aufhebung der menschlichen Klassifizierung in eine differenzierte "Mensch" und "Nicht-Mensch" Moral.

Löst man sich von der Arroganz des Menschen als Herrscher über alle Lebewesen, so kann man endlich Anerkennen, dass Schimpansen sowohl über Empfindungen, als auch über eine Sprache und Kultur verfügen. Jene Kriterien, die von Fouts eindeutig nachgewiesen werden können, sprechen für die Intelligenz der Tiere, die ihnen in wissenschaftlichen Diskussionen meist abgesprochen werden.

Heutzutage kann man immer noch Artikel zu diesem Thema lesen, die auf uralten Vorurteilen vor über 50 Jahren beruhen und die anscheinend nichts dazu gelernt haben oder wollen. Diesen Forschern möchte man Fouts' Buch wärmsten ans Herz legen. Gerade in Fouts' faszinierenden Schilderungen über die Gespräche zwischen Menschen und Schimpansen wird außerdem klar, dass viele moderne Versuche zur Verhaltensbiologie auf einem völlig falschen Ansatz beruhen. So konnte Fouts' verdeutlichen, dass Schimpansen in Experimenten, die auf dem üblich verwendeten Belohnung-Strafe-System basieren, weniger Motivation zeigten und weniger Zeichen lernten, als wenn das Lernen neuer Begriffe spielerisch und kreativ erfolgte.

Doch leider wird es wahrscheinlich noch lange dauern, bis der Mensch von seinem hohen Ross herunter steigt und die Ähnlichkeit zu seinen nächsten Verwandten respektvoll anerkennt. Fouts ist es mit seinem Buch zu verdanken, dieses Thema auf eindrucksvolle Weise der öffentlichen Diskussion ein Stück näher zu bringen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MUSS man gelesen haben!, 4. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Unsere nächsten Verwandten (Gebundene Ausgabe)
Gehört zu meinen absoluten Lieblingen... ein Buch aus dem Leben gegriffen. Zeigt wie nah wir mit dem Schimpansen verwandt sind und wie wir diese Wesen unterschätzen. Roger Fouts hat hier ein wahres Meisterwerk verfasst!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 500 Sterne wären nicht genug!, 9. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsere nächsten Verwandten (Gebundene Ausgabe)
Roger Fouts' Buch habe ich im Februar letzten Jahres gelesen und bisher habe ich mich buchstäblich außerstande gesehen, eine (hoffentlich) angemessene Rezension zu schreiben. Es ist ohne Frage eines der beeindruckendsten und aufwühlendsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Der Autor beschreibt im Kern seinen akademischen Werdegang und sein Leben von 1966 bis 1996. Beides wurde von Anfang an völlig unverhofft durch seine erste schicksalhafte Begegnung mit der Schimpansin Washoe geprägt. Fouts Bestreben am Ausgang seiner Karriere wurde es (eher unerwartet), Schimpansen die amerikanische Gebärdensprache für Taubstumme beizubringen. Seine Arbeit ließ ihn sehr schnell erkennen, wie unglaublich ähnlich Denken und Fühlen dieser Geschöpfe uns Menschen sind. Zum ersten Mal gelang es zwischen zwei Spezies in einer anerkannten, wenn auch nicht verbalen, Sprache zu kommunizieren.

Es ist sehr aufschlussreich zu lesen, wie der Autor in völliger Offenheit seine über Jahre gewachsene schrittweise Wandlung vom reinen Forscher zum Aktivisten beschreibt, der mehrmals überaus lukrative und verlockende Angebote ausschlug, um das beste für seine nichtmenschlichen 'Forschungsobjekte' herauszuholen. Diese wurden de facto zu Freunden und zum Teil seiner Familie.

Als Leser nehmen auch wir somit teil am Schicksal der Schimpansen, deren Schicksal immer auf Gedeih und Verderb von Menschen abhängig war. Dies zu lesen ist am besten mit einer Achterbahn von Gefühlen zu vergleichen. Es ist teils faszinierend und ließ mich ein großes Gefühl der Zuneigung und Gemeinsamkeit empfinden zu Lebewesen, die uns, nicht nur genetisch, derart ähnlich sind. Es lässt einen aber auch an der eigenen Spezies verzweifeln, wenn klar wird, welche Verbrechen Menschen imstande sind, den jeweils 'anderen' anzutun, selbst den nächsten biologischen Verwandten. Allzu offensichtlich wird, wie unwissenschaftlich und zutiefst amoralisch eine Ideologie ist, die den vermeintlichen Nutzen des Menschen über alles stellt.

Was Roger Fouts und seine Familie, die sich das Wohlergehen ihrer Schimpansenfreunde auf die Schulter geschrieben haben, in all den Jahren mitgemacht haben, bis sie ein Asyl für ihre Schützlinge gefunden hatten, ist buchstäblich unvorstellbar. Vor der Arbeit und Lebensleistung von Fouts habe ich jedenfalls, wie wohl alle Leser, den allerhöchsten Respekt.
Fazit: Für alle, die sich für 'Tiere' und unser Verhältnis zu ihnen in irgendeiner Weise interessieren, ist dieses Buch ein Muss. Ich bereue nur, es mit ungefähr 15-jähriger Verspätung gelesen zu haben.

Zwei Ergänzungen dazu :
1. In einem der letzten Kapitel ist noch von der berüchtigten Coulston Foundation zu lesen, zu einem Zeitpunkt, als diese wegen zahlreicher Verstöße gegen bestehende Tierschutzgesetze längst in der Kritik stand. Im Dezember 2001 wurde sie glücklicherweise endgültig geschlossen Im September 2002 dann wurde diese 'Stiftung' von der Tierschutzorganisation 'Save the Chimps' aufgekauft und die überlebenden Schimpansen wurden einem artgerechten Altersruhezustand zugeführt. Dieses Kapitel ist also zum Glück überholt!
2. Roger Fouts leitet immer noch das CHCI (Chimpanzee and Human Communication Institute), welches weiterhin die Kommunikation zwischen Menschen und Schimpansen erforscht.
Washoe starb am 30. Oktober 2007 im Alter von 42 Jahren. Sie beherrschte 250 Wörter der amerikanischen Gebärdensprache und nutzte diese nicht nur, um mit Menschen zu kommunizieren, sondern auch, um sie ihren eigenen Artgenossen beizubringen. Eines ihrer Adoptivkinder, Loulis, erwies sich als noch sprachbegabter.
Weitere Infos sind auf der Website "FriendsofWashoe" zu finden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen super gut, 18. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unsere nächsten Verwandten (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist wirklich empfehlenswert. Man merkt, in welcher Beziehung Roger Fouts zu den Schimpansen steht. Durch dieses Buch wird sicher vielen Menschen klar werden, wie eng wir mit den Menschenaffen wirklich verwandt sind und dass jeder Schimpansen seinen eigenen Charakter und seine eigene Persönlichkeit hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Unsere nächsten Verwandten
Unsere nächsten Verwandten von Stephen Tukel Mills (Gebundene Ausgabe - 1998)
Gebraucht & neu ab: EUR 5,39
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen