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VINE-PRODUKTTESTERam 28. November 2010
Harriet Rose - ein typischer Teenager oder doch ein Superstar? Durch Zufall habe ich dieses Buch entdeckt und habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Harriet himmelt keine Popstars und keine Schauspieler an. Harriet liebt die guten alten Philosophen. Sie macht sich Gedanken um das Leben, schreibt ihre Gedanken nieder. Als Überraschung überreichen ihre Mutter und ihre Oma ihr zu ihrem 14. Geburtstag eine gebundene Ausgabe ihrer Meditationen. Der Erfolg nimmt seinen Lauf. Das Buch wird ein Bestseller. Harriet, ihre Mutter und ihre Oma sind ein unschlagbares Team. Sie vermarkten und verkaufen das Buch. Schnell muss die zweite Auflage her. Harriet wird berühmt, ist im Fernsehen zu sehen, muss Interviews geben. Trotz alledem bleibt sie ein Teenager und weiß nicht, wie sie mit dem plötzlichen Erfolg klarkommen soll. Zudem verliebt sie sich zum ersten Mal. Ein wunderbarer Roman, wunderschön geschrieben. Ein bisschen verrückt manchmal, aber einfach toll! Unbedingt lesen!
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am 17. April 2012
Erster Satz:

"Dieses Jahr will ich keine Geburtstagsgeschenke - spendet das Geld lieber für einen wohltätigen Zweck."

Inhalt:
Warum, wo, weshalb, wieso und wo? In Harriets Kopf geistern viele Fragen umher und einige bereits seit 14 Jahren, denn seit sie denken kann, tut sie es auch. Sie denkt und fragt und frübelt. Wieso muss sich der Tod ausgerechnet ihren liebenden Familienvater mitnehmen? Warum ist Charlotte nur so begriffsstutzig? Muss man wissen, was man will, um etwas im Leben zu erreichen? Und wie um Gottes Willen bleibt man "ich selbst"? Harriet sammelt Fragen und sucht Antworten und die Gedanken dazwischen hebt sie sorgsam in einem kleinem Büchlein für sich selbst auf. Diese Texte nennt sie Meditationen. Und plötzlich gehören sie nicht mehr ihr selbst. Ihre Mutter hat gemeinsam mit Harriets Großmutter das kleine Werk veröffentlich. Und überraschenderweise schlägt es ein. Es reißt mit. Die Menschen wollen wissen, wer dahinter steckt. Was hat dieses Mädchen, was andere 14jährige Jugendliche nicht haben?!

Meine Meinung:
Dieses Buch ist keine Neuheit. Das meine ich aber gar nicht mal böse, denn meine Aussage bezieht sich keineswegs auf die Idee, die dahinter steckt. Ich spiele darauf an, dass es sich hierbei lediglich um eine Neuauflage handelt. Denn bereits 2010 brachte der Limes-Verlag das Buch mit einer ganz anderen - und wie ich finde nicht ganz so schönen - Covergestaltung heraus (siehe links).
Und selbst der Titel ist nicht neu. Denn wer kennt nicht den herrlichen Film mit Audrey Tautou "Die fabelhafte Welt der Amelié" ? Auch ich habe mich daran erinnert gefühlt und war gespannt worum es gehen würden. Wenn man einen billigen Abklatsch befürchtet, aber auch wenn man eine ebenso phantastische Liebesgeschichte erwartet, wird man eines besseren belehrt. Ja, der Titel ist in der Hinsicht vielleicht etwas ungünstig gewählt, tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Denn die Geschichte steht für sich und zwar ziemlich standfest. Genauso wie deren Protagonistin Harriet Rose. Eigentlich ist sie ein recht ruhiges und zurückhaltendes Mädchen, lebt für sich in einer großen Gedankenblase. Doch mit der Veröffentlichung ihrer Meditationen beginnt für sie der Trubel in der Öffentlichkeit. Von Seite zu Seite erlebt man mit, wie sie anspruchsvoller und fast schon hochnäsig wird. Einigen mag das säuerlich aufstoßen, aber mir gefällt diese langsame Entwicklung ganz fabelhaft.
Die Autorin ist ehrlich und zeigt die unschöne Seite des Erfolges und Ruhmes.
Und selbst Harriet muss feststellen, dass sie früher noch anders über Auswirkungen von Ansehen gedacht hat. Nun ist es ihr wichtig, dass der Hubschrauber, in dem sie mit ihrer Familie in den Urlaub fliegt, auch ja von ihrem Gesicht und dem Schriftzug Harriet Rose geziert wird. Ja, die Realität um das junge Mädchen herum scheint sich zu verzerren. Aber ich empfinde die Veränderung ihrer Persönlichkeit als durchaus realistisch, wenngleich auch nicht erstrebenswert. Dies ist nur eine Komponente, die "Die fabelhafte Welt der Harriet Rose" zu dem macht, was es ist: ein kleines Stück kostbares Gedankengut. Eine gute Portion Humor und die natürliche Naivität unserer 14jährigen tragen natürlich auch dazu bei. Die Familie ist für Harriet ein großes Thema und auch mit der Liebe muss sie sich zum ersten Mal auseinander setzen. Man merkt, dass Diana Janney durch das geschriebene Wort ihrer Figur aus der ich-Perspektive eine unglaubliche Nähe zu dieser heraufbeschwört. Man ist mitten im Trott ihres Lebens, das gerade dabei ist, sich auf wundersame Weise zu verändern.

Intelligente Impulse reihen sich an kindliche Ansichten
und bilden so helle Kontraste, die ein großes Ganzes ergeben.
Am besten haben mir persönlich natürlich die Auszüge und Rezitationen aus Harriets eigenen Meditationen gefallen. Nicht altklug, sondern nachdenklich wirken sie auf einen und regen manches Mal zum Überlegen an. Viele kleine philosophischen Gedankengänge erschienen auch mitten in der Geschichte aus dem Zusammenhang heraus und befindlich nur für diese eine Situation. Erst bei der Lektüre dieses Buches fällt auf, wieviel geistreiche Ideen einem auf den Tag verteilt in den Sinn kommen. Aber man selbst hat im alltäglichen Geschehen kaum noch Zeit und Muße dem nachzugehen und sich dadurch mit vielleicht augenscheinlich banalen Fragen auseinander zu setzen. Dies musste ich mir am Ende leider selbst eingestehen. Ich bin froh, dieses hübsche Buch gelesen zu haben, so nehme ich meine Umwelt wieder viel schärfer und aus einem anderen Blickwinkel wahr.

Mein Fazit:
Dieses wirklich schöne Buch betrachtet die Welt aus naiven Augen und weiß sämtliche Gedanken und Fragen zu sammeln, um uns auf die Suche nach den Antworten zu schicken. Eine bezaubernde Aufgabe kann eine Geschichte gar nicht erteilen, daher ~ 5 KSterne ~
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am 25. Januar 2014
Die fabelhafte Welt der Harriet Rose ist genau so wie ein Teenager sich fühlt (verwirrt, sexy, unsicher und doch manchmal sehr selbstbewusst). Ich habe das Buch mit viel Spass und Erinnerung an meine Teenagerzeit gelesen. Alle Jugendlichen, Eltern und auch Lehrer sollten es zum besseren Verständnis dieser memotional schwierigen Zeit gelesen haben. Nur Mut es macht viel Spaß !
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am 18. Juni 2011
Hat so gar nichts mit der fabelhaften Welt der Amelie zu tun. Das Buch verspricht mehr als es ist. Es soll sich um ein philosophisches Buch mit einer 14 jährigen Protagonistin handeln, die ihr eigenes Buch verlegt bekommt. Dabei entpuppt sie sich eher als eingebildet und oberflächlich. Am Ende driftet es sogar noch in einen Jane-Austen-Klamauk ab. Schade.
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