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am 5. Oktober 2012
Archie Sheridan erster Fall begann vor 10 Jahren. Als die ersten Leichen gefunden wurden, alle schrecklich verstümmelt, wurde die Vermutung schnell zur erschreckenden Erkenntnis, dass es sich hier um einen Serienkiller handeln musste.
Für Portland wurde die Mordserie zu einem Alptraum. Die Ermittler können keine Muster erkennen, zu unterschiedlich sind die Opfer in ihrer sozialen Herkunft, ihres Alters, ihrer Rasse und ihrer Vergangenheit. Nach welchen Details sucht sich der Mörder seine potentiellen Opfer aus?

Überall im Land findet man Opfer und die Polizei von Stadt und Staat unter Druck gesetzt, bilden um Archie Sheridan herum die Sonderkommission „Beauty Killer“. Profiler des FBI und die Soko fahnden fieberhaft nach de Täter um der Mordserie ein Ende zu machen, doch erst nach 10 Jahren weiß Archie wer der Täter ist. Die Psychologin Gretchen Lowell, die ebenfalls ein Mitglied der Soko-Einheit „Beauty Killer“ war, betäubt und entführt Archie und foltert diesen über zehn Tage hinweg. Gretchen Lowell bricht den Ermittler physisch wie auch psychisch, unter unvorstellbaren Qualen immer am Rande des Todes, retten die Psychopathin Archie, nur um ihn erneut zu foltern.

Letztlich ist es aber Gretchen selbst, die sich mit einem Telefonanruf den Behörden stellt und damit Archies Leben rettet. Doch nach diesen qualvollen Tagen in Gretchens Keller ist sein Leben ein Trümmerhaufen. Seine Frau Debbie und seine Kinder verliert Archie, er ist nicht mehr der gleiche. Gretchen hat etwas in ihm getötet und zugleich geweckt. Selbst zwei Jahre nach der Verhaftung der Psychopathin Gretchen, besucht Sheridan jeden Sonntag seine Peinigerin im Gefängnis unter strengster Aufsicht und Sicherheitsvorkehrungen. Gretchen spielt mit dem Mann den sie liebt und hasst, und gibt Archie immer wieder zur „Belohnung“ Hinweise wo sich weitere Opfer befinden und was sie mit ihnen gemacht hat, bevor sie sie grausam getötet hat. Ein makabres Katz-und-Maus-Spiel mit der schönen und faszinierenden Serienmörderin.

Als in Portland Jugendliche Mädchen verschwinden und wenig später tot aufgefunden werden, entscheidet sich Archie Sheridan zu seiner alten Einheit zurückzukehren um den Serientäter schnellstens zu finden. Archie übernimmt die Leitung seiner „Soko“ und obwohl er noch immer unter seelischen Qualen leidet, ist Arbeit und Ablenkung vielleicht die beste Therapie für ihn. Die Zeit drängt, drei Leichen junger Mädchen hat man schon ermordet aufgefunden, und ein viertes wurde gerade erst direkt vor der Highschool entführt.

Archies Team ist fast das gleiche wie vor zwei Jahren. Nur die junge Journalistin Susan Ward als ständige Vertreterin der Presse soll die Ermittlungen begleiten. Sie wittert eine große Story, die sie schnell berühmt machen könnte, denn neben den Ermittlungen soll sie ebenso eine Story über Archie schreiben und in seiner Vergangenheit graben.

In Laufe der Ermittlungen an ihrer alten Highschool und der ersten Begegnung mit der inhaftierten, wird aber ebenso ein Teil ihrer Vergangenheit ans Licht gebracht und das macht sie angreifbar und so mit wird sie zum Mittelpunkt von Gretchens grausamen Plänen...

Kritik

Man könnte meinen, dass Gretchen Lowell Verwandt ist mit Dr. Hannibal Lecter, doch Gretchen ist grausamer, intelligenter und raffinierter. Sie tötet weil sie es aufregend findet, weil sie Gefallen daran findet und so meint ihr Leben intensiver zu gestalten. Die Qualen ihrer Opfer, deren Ängste und auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf Rettung kostet sie vergnügt und genüsslich aus. Ihre Form von Sadismus und Brutalität ist einzigartig.

Perfide spielt die Serienmörderin nicht nur mit ihren „Patienten“. Sie verführt und manipuliert, nicht nur wunderschön, zudem auch intelligent ist Gretchen eine Soziopathin. Nur bei Archie bringt sie ein gewisses Maß Mitgefühl und Verständnis mit. Sie fühlt sich hingezogen zu dem Mann der sie jagt und nennt ihn gerne „Liebling“.

Die Autorin Chelsea Cain hat mit den Figuren „Gretchen“ und „Archi“ zwei sehr unterschiedliche Protagonisten geschaffen, die eine gewisse Abhängigkeit suggerieren. „Furie“ ist ein explosiver Thriller der schon nach den ersten Seiten des lesen zeigt, wohin es geht. Es gibt satte Gewaltszenen, gerade in den Rückblenden in denen Gretchen Archie foltert, ihm Nägel in den Brustkorb hämmert, oder ihm bei vollen Bewusstsein die Milz herausoperiert um sie Achies Partner Henry Sobol als Lebenszeichen zukommen zu lassen, sind drastisch erzählt. Doch „Gretchen“ wirkt faszinierend als „Person“, ähnlich morbide wie die Darstellung eines Dr. Lecters.

In den Rückblenden lässt Chelsea Cain Archie Sheridan die Folter aus seiner Perspektive erzählen und damit umgeht die Autorin die Haupthandlung und bewirkt damit den Effekt, dass sich der Roman immer spannender entwickelt.

„Furie“ ist in drei Teilen aufgebaut. Die Ermittlungen der Soko die das Ziel hat das Treiben des Serienmörders zu stoppen ist inhaltlich detailliert und sehr erzählt. Die Journalisten Susan Ward, ein Paradiesvogel im Nachrichtengeschäft wirkt anfangs in sich verloren, sehr unsicher, aber immer mit dem Ziel vor Augen mit ihrer Arbeit über Archie erfolgreich zu sein und damit Aufmerksamkeit und Annerkennung zu erhalten. Der dritte Teil sind die Rückblenden in denen „Gretchen“ den Ton angibt und das Martyrium Archies brutal erzählt wird. Auch wenn dieser Part inhaltlich am wenigsten Raum einnimmt, so wird sich der Leser mit absoluter Sicherheit primär daran erinnern. Exemplarisch für den Roman sind die Begriffe: Obsession und Kontrolle um die sich in allen Haupt- und Nebenhandlungen dreht.

Doch es gibt noch etwas anderes was faszinierend erzählt wird. „Manipulation“ aus dem Gefängnis heraus. Selbst aus der Zelle spielt „Gretchen“ mit ihren Schachfiguren auf ihrem Spielfeld und ist jedem immer einen Zug voraus, dass weiß und akzeptiert Archie, denn nur so kann er sich selbst und andere retten.

„Furie“ ist ein klassischer Thriller der es mit anderen ähnlichen Romanen absolut aufnehmen kann. Das Tempo ist durchschnittlich, die Gewalt und das Zusammenspiel Gretchens und Archies nicht ohne. Inhaltlich spannend und vielseitig gibt es nur wenig auszusetzen. Die Ermittlungsarbeit und Fahndung nach dem neuen Serienkiller wirkt ab und an etwas träge, doch da die verschiedenen Handlungsstränge abwechseln, lässt sich das wohl entschuldigen.

Der Leser wird wie es manchmal bei „Thrillern“ aber eher bei Kriminalromanen der Fall ist, mitermitteln können. Nach und Nach tauchen gleich mehrere Tatverdächtige auf, mehr und minder verdächtig. Die Lösung dieses Rätsels offenbart sich allerdings erst am Ende, jedenfalls glaubt man das, aber Gretchen ist immer für eine Überraschung gut und lässt ihre Marionetten sich gerne etwas verwirren.

Archie Sheridan als zweiter Hauptcharakter ist schwer zu analysieren. Im Grunde ist er tot, in Gretchen Keller gestorben und ähnlich wie Frankensteins Monster aus zahlreichen Bruchstücken zusammengesetzt. Seine Verlorenheit, seine tiefe Verletztheit münden in einer Traurigkeit die man mitfühlen kann. Anders verhält es sich mit seiner obsessiver Abhängigkeit gegenüber seiner Peinigerin. Ein Psychogramm, ein Verhältnis was faszinierend auf den Leser wirkt und man durchaus nachvollziehen kann.

Fazit

„Furie“ von Chelsea Cain ist ihr Debütroman und ein grandioses. Wenn die „Furie“ losgelassen wird, so gibt es kein halten mehr. Das Böse ist und bleibt vielschichtiger und faszinierender und hat in der Person „Gretchens“ sein Werkzeug gefunden.

Ich kann den Roman sehr empfehlen. Alleine das „Stockholm-Syndrom“ unter dem Archie leidet, ist zwar keine neue Idee, dafür aber die Figur „Gretchens“, die süchtig nach mehr machen kann.

Hochspannung ist hier garantiert, denn nicht zuletzt hat Chelsea Cain ihre Tochter gebeten den Roman erst zu lesen, wenn sie Erwachsen ist. Der Leser wird am Endes schnell feststellen das sie hier Recht hat.

Autorin

Chelsea Cain, geboren 1972, verbrachte ihre Kindheit auf einer Farm in Iowa. Sie studierte Politikwissenschaft und Journalismus und arbeitet als freie Autorin. Nach einigen preisgekrönten Jugendbüchern ist „Furie“ ihr Debüt im Thriller Genre, mit dem sie auf Anhieb die „New-York-Times“ Bestsellerliste eroberte. Chelsea Cain lebt mit ihrer Familie in Portland, Oregon.

Michael Sterzik
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am 7. Januar 2012
Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, indem er bruinetten 15 jährigen Mädchen nach der Schule auflauert und entführt. Er misshandelt und tötet sie, badet sie anschließend in Bleiche und legt sie an Orten ab, an denen man sie gut finden kann.

Archie Sheridan, der die Ermittlungen leitet und sein Team machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Begleitet werden sie von der Journalistin Susan, die in erster Linie nicht über die Ermittlungen schreibt, sondern ein Portrait von Archie erstellen soll.
Dieser tritt den Dienst nach zwei Jahren Zwangsurlaub wieder an und erregt aufgrund seiner Vergangenheit und der damit unfreiwilligen Berühmtheit großes Aufsehen bei den Menschen.
Er war Zehn Tage in der Gewalt der Serienmörderin Gretchen Lowell und somit auch 10 Tage ihren Folterungen hilflos ausgesetzt.
10 Jahre hatten er und sein Team an diesem Fall gearbeitet und Gretchen, die sich als Psychologin in die Ermittlungen schlich, hatte sie all die Zeit an der Nase herumgeführt.
Bis Archie in die Falle tappte...

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Archies und Susans

Archie ist ein extrem gebrochener, aber sehr interessanter Charakter. Einerseits ist er der absolute Prototyp des Stockholm - Syndroms.
Es vergeht kein Tag, an dem er nicht an Gretchen und seine Gefangenschaft denkt. Besonders abschreckend finde ich, dass er erotische Gedanken ihr gegenüber hegt.*Gänsehaut* ! Durch Rückblenden erfahren wir mehr über die Gefangenschaft und über Gretchen. Mit ihr kann ich überhaupt nichts anfangen. Ehrlich gesagt geht sie mir einfach nur auf die Nerven. Wenn von ihr die Rede ist, läuft es mir nicht eiskalt den Rücken herunter, da sie meiner Meinung nach einfach nur eine gestörte Psychopatin ist, die zu viel Zeit hat, aus langeweile Menschen als Zeichenblock benutzt und einen leicht schizophrenen Eindruck macht. Sie hat Archie soweit manipuliert, dass er nicht ohne sie kann und deswegen jeden Sonntag zu ihr ins Gefängnis kommt. Gretchen scheint durch ihre Arroganz jedoch nicht zu begreifen, dass es umgekehrt genauso ist.
Die Anziehungskraft, die sie auf Archie ausübt, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Er weiß, dass es krank ist. Trotzdem kommt er einfach nicht von ihr los. Anstatt es zu versuchen pumpt er sich lieber mit allen möglichen Pillen zu um dauerhigh zu sein.
Nichts desto trotz ist er ein sehr guter und kompetenter Detective, der auf seinem Tripp gute Arbeitet leistet. Das faszinierende an ihm ist, dass er seinen Humor nicht verloren zu haben scheint. Etwas trocken und schwarz, aber immerhin vorhanden.

Bei Ausan bin ich mir nocht nicht sicher, was ich von ihr halten soll. Man sollte meinen dass sie mit ihren 28 Jahren erwachsen ist, aber sie benimmt sich teilweise wirklich kindisch. Außerdem hat sie einen Vaterkomplex, der sie in ihrer Entwickling zu behindern scheint.Deswegen vllt die rosa Haare. Durch ihr vorlautes Mundwerk und ihre Schlagfertigkeit hat sie mir jedoch das ein oder andere Schmunzeln entlockt, was für sie spricht.

Archies bester Freund Henry dagegen ist echt cool. Er benimmt sich Archie gegenüber wie eine Löwenmutter und tut alles um ihn vor Gretchen und vorallem vor sich selbst zu schützen. Archie sollte das nicht überstrapazieren, denn ohne henry ist er hoffnungslos verloren.

Was den zu ermittelnden Fall angeht, kann ich nur sagen, dass er ganz ok war. Nichts Besonderes aber auch nicht schlecht. Was den Showdown betrifft, so hätte dieser ruhig ein bisschen länger gehen können. Der Täter wurde viel zu schnell gefunden und dingfest gemacht, als dass eine richtige Spannung hätte aufkommen können.

Trotzdem gebe ich Chelsea Cain noch eine Chance, da ich wissen will, wie es mit Archie weitergeht.

Ich vergebe nur 3,5 Sterne, da auf jeden Fall noch Luft nach oben besteht.
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am 3. Januar 2007
Vorab sei vielleicht noch gesagt, dass "Furie" zwar an "Hannibal" erinnert; jedoch keinesfalls diesen übertrumpft. (-"Hannibal ist einfach Hannibal"). Das Buch ist flüssig u. spannend geschrieben und an "schaurig, blutigen" Details spart die Autorin auch nicht. Der Psychofaktor kommt sehr gut an. Die "Beziehung" zwischen der Psychopatin Gretchen Lowell und Archie Sheridan erscheint zeitweise wirklich K-R-A-N-K. Das Ende stellt den Leser vor die Frage: "Hällt Archie das durch...oder hällt er es nicht durch....". - Wirklich ein gelungenes Buch, das wärmstens zu empfehlen ist.
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am 13. Februar 2007
Diese Buch wir Ihnen den Schlaf rauben! Spannend bis zuletzt und zudem auch noch mit mit ausgefeilten Charakteren.

Wer auf Bücher von Tess Gerritsen und Karen Slaughter steht wird hier wahrlich nicht enttäuscht.

Sicherlich sind manche Stellen aufgrund Ihere Brutalität nicht jedermanns

Sache, jedoch rutscht das ganze meines Erachtens nie unter die Ekelgrenze.

Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
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am 13. Mai 2011
Um es vorauszuschicken: die Folgebände werde ich mir nicht antun.

Die Geschichte ist in drei Teile aufgespalten. Jeder für sich ist ganz okay.

Es gibt eine aktuelle Ermittlung (Schülerinnen werden ermordet), die leider sehr vernachlässigt erzählt wird. Ich mag es z.B. gar nicht, wenn erst das ganze Team einer Soko namentlich vorgestellt wird, davon aber dann nur noch ca. drei Personen im weiteren Verlauf vorkommen. Von den anderen weiß man nicht, was sie tun. Polizeiliche Ermittlungsarbeit auf Sparflamme.

Der weitaus größere Teil der Erzählung gestaltet sich um die Vergangenheit des leitenden Ermittlungsbeamten und seiner Erfahrung mit der Serienmörderin Gretchen, die leider nichts als schön ist. Außerdem gibt es noch eine angehende Reporterin mit rosa gefärbten Haaren.

3 Sterne, weil die Story um Archie Sheridan und die Reporterin ganz ansprechend geschildert ist.

Die Serienmörderin ist allerdings so langweilig, daß ich nicht weiter neugierig bin und auf die Nachfolgebände gerne verzichte.
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am 16. Juni 2007
Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt, nachdem ich es begonnen hatte.

Die in Rückblenden erzählte Geschichte von Archie s Martyrium in der Gefangenschaft von Gretchen Lowell, sowie der neue Fall haben mich absolut in ihren Bann gezogen.
Für schwache Nerven allerdings nicht so geeignet. Was Gretchen so eingefallen ist, war schon ganz schön pervers.

Der nächste Roman um das psychologische Todesspiel zwischen Archie Sheridan und Gretchen Lowell heißt "GRAZIE".

Inhaltsangabe:
Nur der grausamen Willkür von Gretchen Lowell verdankt Archie Sheridan, dass er noch lebt. Nachdem er die eiskalte Serienmörderin jahrelang gejagt hat, wird der Detective selbst ihr Opfer und erleidet in ihren Händen unvorstellbare Qualen. Doch in letzter Sekunde rettet sie sein Leben und stellt sich der Polizei. Seitdem folgt Archie jeden Sonntag dem gleichen zerstörerischen Ritual: Er erhöht seine Dosis Psychopharmaka und fährt zu Gretchen, die ihm im Gefängnis nach und nach die Namen ihrer Opfer und die Leichenfundorte verrät. Doch da ist noch etwas, das ihn zu der aufregend schönen Frau treibt und weswegen er sogar seine Familie verlassen hat ... Als erneut ein Serienmörder in Portland auftaucht und Sheridan die Fahndung übernimmt, hofft er, dadurch seine Obsession in den Griff zu bekommen. Viel zu spät erkennt er: Gretchens Netz reicht weiter als vermutet.
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am 8. Juni 2008
Die Rezensionen taten kund, daß es sich bei den Büchern der Autorin um harte Thriller handeln würde. Dies ist keineswegs der Fall. Beide Bücher sind schwach. Die Serienmörderin Gretchen ist blaß gezeichnet, im ersten Band fragt man sich wieso, weshalb, warum und überhaupt. Dreißig Seiten am Stück, also 9% des Buches bekommen wir erläutert, daß die Hauptfigur Archie (der Name erinnert mehr an einen minderbemittelten englischen Adligen) Tabletten zu sich nimmt. Dreimal hätte auch gereicht. Warum Gretchen Archie am Leben läßt, nachdem sie 200 Morde begangen hat (200 Morde! Ein wenig übertrieben, die Anzahl, oder?) kann man sicherlich erahnen, aber es ist genauso wenig klar und psychologisch umrissen, wie der Rest der beiden Werke. Und überhaupt muß Archie ein ausgeprägter Masochist sein, wenn er nach dem Verzehr von Abflußreiniger, der ihm von Gretchen kredenzt wurde, eine tiefe sexuell stimmulierte Leidenschaft zu ihr hegt ...
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10 Jahre lang hat Detective Archie Sheridan die Serienkillerin Gretchen Lowell erfolglos gejagt. Bis er ihr selbst in die Hände fiel und diese ihn über Tage hinweg grausam folterte. Als Archie drohte, an diesen Folterungen zu sterben, rief Gretchen den Notarzt und sitzt seitdem im Gefängnis. Archie überlebte nur knapp und leidet heute noch stark unter den Folgen der Entführung. Nun treibt erneut ein Serienmörder sein Unwesen und nach 2 Jahren tritt Archie seinen Dienst als Leiter der Sonderkommission wieder an. An seiner Seite ist sein altes Team, aber auch die Journalistin Susan Ward, die eine Reportage über das Leben von Archie schreiben soll.

Eines vorneweg. Der Thriller ist wirklich nichts für zarte Gemüter, denn die Folterungen, welche Archie Sheridan durchleiden musste, sind wirklich sehr heftig und werden von Chelsea Cain durch regelmäßige Rückblenden beschrieben, und dies stellenweise sehr detailgenau. 10 Tage war Archie in der Gewalt der kaltherzigen Psychopathin Gretchen Lowell. Diese gab ihm Rohreiniger zu trinken, zertrümmerte ihm mehrere Rippen, entfernte ihm bei vollem Bewusstsein die Milz. Die hochintelligente Psychopathin liebt es, anderen Schmerzen zuzufügen, geht dabei aber auch äußerst liebevoll und umsichtig mit ihrem Opfer um. So nennt sie Archie nur Liebling, erklärt ihm fast schon zärtlich, was sie als nächstes tun wird und warum. So baut sich nach und nach eine Beziehung zwischen Opfer und Täter auf, die sich auch nach der Rettung von Archie fortsetzt. Es vergeht kein Tag, an dem Archie nicht an die wunderschöne Gretchen denken muss, er besucht sie jeden Sonntag im Gefängnis, seine Ehe ist hierüber gescheitert und er schluckt Unmengen von Tabletten, nicht nur, um seine körperlichen Beschwerden zu lindern. Die Gefühlswelt von Archie erzählt die Autorin sehr plastisch und einfühlsam und schnell ist klar, dass Archie wohl unter dem Stockholm-Syndrom leidet.

Nun treibt wieder ein Serienmörder sein Unwesen, entführt junge Mädchen auf ihrem Heimweg von der Schule, vergewaltigt und tötet sie kurz darauf und legt sie an gut besuchten Stellen ab, sodass sie schnell gefunden werden. Als das dritte Mädchen verschwindet, wird Archie Sheridan und sein altes Team mit dem Fall betraut. Begleitet wird Archie von der Journalistin Susan Ward vom Oregon Herald, die eine Reportage über ihn schreiben soll. Die Zusammenarbeitet funktioniert ziemlich gut, allerdings ergeben sich kaum Spuren zu dem Mörder, alle Ermittlungsansätze verlaufen anfangs im Sande.

Neben dem aktuellen Fall erfährt man durch gelegentliche Rückblenden immer mehr über das Martyrium, welchem Archie ausgesetzt war. Dies baut die Autorin zwar geschickt in den aktuellen Fall ein, doch irgendwie kam mir dies mit der Zeit alles etwas überladen vor. Allein die Entführung durch Gretchen und ihre heutige Beziehung zueinander bietet genug Stoff für eine spannende Geschichte und irgendwie nimmt diese mit der Zeit auch immer mehr Raum ein. Die eigentliche Story rund um den Serienmörder tritt dabei immer mehr in den Hintergrund, was mich auf Dauer etwas gestört hat.

Spannend ist der Thriller durchaus und auch der Schreibstil von Chelsea Cain ist flüssig und fesselnd. Allerdings ist es jetzt auch nicht unbedingt so, dass man wie gebannt an dem Buch hängt. Hier funktioniert es eher mehr so, dass man oftmals regelrecht schockiert ist, wie ein Mensch so vollkommen kaltblütig und gleichzeitig regelrecht liebevoll einem Menschen solch grausame Dinge antun kann. Es ist mehr das Makabre, das Unvorstellbare, der Gänsehauteffekt was einen an dem Thriller fesselt. Und auch, wie Archie heute damit umgeht, wie sich sein Leben seit damals entwickelt hat und wie er versucht, zurück ins Leben zu finden. Die eigentliche Story entwickelt sich jetzt nicht gerade überraschend, wobei Chelsea Cain schon einige falsche Fährten auswirft und man lange rätselt in Bezug auf Täter und Motiv. Aber wie gesagt, rückt der Serienmörder-Fall mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund und bald hat mich mehr interessiert, wie es Archie geschafft hat, sich aus den Klauen von Gretchen zu befreien als die Auflösung des aktuellen Falls.

Facettenreich sind die die Charakterbeschreibungen von Archie wie auch von Gretchen und Susan, allerdings sind alle Drei äußerst problembehaftet. Allen voran natürlich der seelisch gebrochene Detective, für den sein Leben eigentlich zu Ende ist, er nur noch mit Tabletten funktioniert und es ihm dennoch gut gelingt, dies zu überspielen und ausgezeichnete Arbeit abzuliefern. Ihm zur Seite steht die junge Susan Ward, die eindeutig einen Vaterkomplex hat, sich für ihr Alter ziemlich jugendlich kleidet, rosa Haare trägt, ziemlich forsch auftritt und eigentlich nie um eine Antwort verlegen ist. Und auch die gefühlskalte Gretchen beschreibt die Autorin sehr gut. Sie ist ein Todesengel, die mit ihrer Schönheit jeden verzaubert und völlig gefühllos einem Menschen die schlimmsten Schmerzen bereiten kann, einzig allein deswegen, weil sie es liebt.

Fazit: Ein durchaus spannender Thriller, der jedoch mit seinen beiden starken Erzählsträngen, welcher jeder für sich einen Thriller wert wäre, mit der Zeit etwas überladen wirkt. Die Charaktere beschreibt die Autorin detailreich und in ihren Handlungen zumeist nachvollziehbar, waren mir aber stellenweise etwas zu problembehaftet.
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am 25. Juli 2011
Zwei Jahre nach der 10-tägigen Gefangenschaft durch Gretchen Lowell, die er nur knapp überlebte, erhält Archie Sheridan einen neuen Auftrag. Ein Mörder und Vergewaltiger treibt sein Unwesen - seine Opfer: 15-jährige Mädchen. Er soll diesen, als Leiter der Ermittlungen, zur Strecke bringen. Doch Sheridan ist nicht mehr der Mann, der er vor zwei Jahren war. Mittlerweile ist er tablettenabhängig, geschieden und Gretchen beinahe verfallen, denn noch immer besucht er sie jede Woche im Gefängnis, denn nur ihm verrät sie die Fundorte von weiteren Leichen.

Mit an seiner Seite, sein altes Team, dass schon Jagd auf Gretchen machte und die Reporterin Susan Ward, die eine Reportage über Sheridan schreiben soll.

Bisher wurden 4 Mädchen entführt, ermordet und vergewaltigt - 3 tauchten als Leichen wieder auf. Obwohl wenig Hoffnung besteht, versuchen die Ermittler alles, um das 4. Mädchen zu retten. Als Sheridan sich jedoch entschließt an die Öffentlichkeit zu gehen, bekommt der Täter Panik und auch die Leiche des 4. Mädchens wird gefunden. Die Opfer weisen keinerlei Gemeinsamkeiten auf, außer dass sie alle im gleichen Alter sind und dem gleichen Typus entsprechen. Was verbindet sie?

Doch der Täter hat sich nicht unter Kontrolle und entführt ein 5. Mädchen. Wird es Sheridan, obwohl er mehr oder weniger ein körperliches Wrack und stark medikamentenabhängig ist, gelingen, dieses Mädchen zu retten?

Ein überaus blutrünstiges Buch, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe. Mich stört jedoch etwas der als schwach dargestellte Ermittler Sheridan, wohingegen mich das Wenige, dass ich bisher von Gretchen Lowell erfahren habe, mehr als fasziniert. Ich bin schon sehr auf die Nachfolgebände gespannt und erhoffe mir tiefere Einblicke in die Seele Gretchens.
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am 16. Mai 2010
Inhalt:

Dieses Buch hat zwei Hauptpersonen: Es gibt den Detective Archie, der vor zwei Jahren von der Serienmörderin Gretchen Lowell gekidnappt und gefoltert wurde. Gretchen wurde daraufhin gefasst und kam ins Gefängnis. Doch Archie besucht sie seit dem jeden Sonntag. Aktuell kehrt er, trotz mangelnder Gesundheit und Tablettenabhängigkeit in den Dienst zurück, um einen Serienmörder zu fassen, der junge Mädchen vergewaltigt und umbringt.
Dann ist da noch die junge Reporterin Susan, die beschlossen hat, ein Portrait des legendären Detectives zu schreiben, der aus den Fängen der Beauty-Killerin, wie Gretchen von der Presse genannt wird, entkam. Doch warum berichtet Archie ihr so bereitwillig von seiner damaligen Gefangenschaft und versucht noch nicht einmal, seine Tablettensucht vor ihr geheim zu halten?

Meine Meinung:

Dieses Buch ist anders. Interessant anders. Spannend anders. Nicht nur die Tatsache, dass einer Frau die Rolle der psychopathischen Serienmörderin zufällt, macht das Buch zu etwas besonderem, sondern auch, dass ein für die Handlung wichtiges Verbrechen in der Vergangenheit des Buches liegt, in der Gegenwart aber schon längst aufgeklärt ist. Nach und nach erfährt der Leser mehr von den Qualen, die Archie in den Händen von Gretchen durchmachen musste. Er versteht, wie Archie zu dem Menschen wurde, der er jetzt ist'.auf der anderen Seite erscheint die Entwicklung des Detectives auch absolut unverständlich.
Die andere Hauptfigur, Susan, erschreckt häufig durch eine derbe Ausdrucksweise, die selbst mir teilweise etwas zu derb war, aber auch das passt zu ihrem Charakter, der eigentlich liebenswert ist.
Erst auf den letzten Seiten eröffnet sich die Geschichte für den Leser, erst dann durchschaut er die wahren Hintergründe.

Dieses Buch ist nicht großartig geschrieben, aber es hat mich auf Grund seiner Andersartigkeit gefesselt. Es ist der erste Teil der Gretchen Lowell-Reihe und ich bin mir sicher, dass ich den zweiten Teil auch lesen werde.
Diesem Buch möchte ich 4 von 5 Sternen geben und bin gespannt, wie ich den zweiten Teil finden werde.
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