Fashion Sale Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Inspiration Shop Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
6
4,5 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
3
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 17. März 2007
Aus dem jugendlichen Alter bin ich schon länger draußen und bin auf das Buch durch eine Rezension in der Wochenzeitung "die Zeit" gestoßen.

Jan de Leeuw schreibt im Ich-Erzähler-Stil aus der Sicht des 13-jährigen Jungen Arnoud, dessen Ferien damit beginnen, dass er aus seiner geliebten Stadt in ein langweiliges Dorf in der belgischen Provinz landet, weil seine Großmutter gestorben ist. Während sein Vater und er das hinterlassene Haus leer räumen, stößt er immer wieder auf die Geschichte seines Großvaters, der im Krieg erschossen wurde und von dessen Schicksal das ganze Dorf betroffen scheint. Arnoud will dieser Geschichte auf den Grund gehen.

Der Eulen-verliebte Titus und das gleichaltrige Mädchen Rebecca lassen Arnouds Ferien abwechslungsreicher werden. Ihr Ziel ist es, wieder Eulen anzusiedeln, da das Dorf ein idealer Nistplatz für Eulen ist. Die Eulen waren - wie die Bewohner - immer schon da - aber alle schweigen über das was mitten im Dorf während des Krieges geschehen ist. Nur die eben verstorbene Großmutter hinterläßt Arnoud zwei Briefe, die er mit der Zeit entdeckt und die Hauptantriebsmotor der Handlung sind und dann ist da noch die allseits geächtete und bereits verwirrte Baroness...

Mein Fazit:
Es ist flüssig und locker, leicht geschrieben, manchmal stutzt man etwas ob der sprachlichen Intelligenz eines 13-jährigen, doch insgesamt passt alles gut zusammen. Das Buch hat mich überzeugt - guter Anfang und tolles Ende!
Es zeigt den Charme einer Dorf-Tratsch-Idylle mit samt den eigentümlichen Menschen und veranschaulicht mit viel Gefühl und ohne erhobenen Zeigefinger die Problematik des 2. Weltkriegs. Man hätte sich vielleicht noch wünschen können, dass die Familienprobleme Rebeccas (trinkender Großvater) und Arnouds (getrennte Eltern) mehr als nur in herausgehobenen Nebensätzen aufblitzen, aber möglicherweise wäre es dann zu umfangreich geworden. Eine Geschichte, die für Jugendliche perfekt und für Erwachsene absolut lesenswert ist. Deshalb fünf Sterne.
22 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Februar 2008
Als seine Großmutter stirbt, begleitet Arnoud seinen Vater in das verschlafene Kaff Deemstervelde. Im Dorf leben kuriose alte Leute. Arnoud fühlt sich schrecklich fehl am Platz. Eigentlich will er nur wieder zurück in die Stadt. Doch bald entdeckte er sein Erbe und ein großes Geheimnis. Als er versucht hinter das Geheimnis zu kommen, stößt er auf weitere Rätsel.

Eine Geschichte, die - trotz einiger Längen - fesselt. Ihre Stärke liegt in den Beschreibungen eines Ereignisses aus verschiedenen Blickwinkeln. Keiner kennt die ganze Wahrheit. Und so setzt Arnoud das Puzzle Stück für Stück selbst zusammen.

Für junge Leser empfehle ich das Buch nur mit Einschränkung. Das liegt weniger an den Themen, sondern eher daran, dass den Kindern Durchhaltevermögen abverlangt wird. Es gibt einfach zu viele Seiten auf denen wenig Spannendes passiert. Da wird so ein Buch schnell mal in die Ecke "gepfeffert". Leser ab 14 werden die Botschaften des Autors entdecken und umsetzen können.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Februar 2008
Den 14-jährigen Arnoud verschlägt es in das kleine Dorf Deemstervelde, da seine Oma gestorben ist. Er muss dort seine Ferien verbringen, damit sein Vater Zeit hat, dass Haus der Großmutter zu entrümpeln. Bei seinen Streifzügen durch die Landschaft trifft er Rebecca, in die er sich heimlich ein bisschen verknallt. Außerdem bekommt er einen Brief von seiner verstorbenen Oma, der eine unglaubliche Geschichte erzählt, über Liebe, den 2.ten Weltkrieg und einen Kunstraub.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und durchweg interessant. Es hat mir wirklich gut gefallen, weil es einfach mal was anderes ist. Ich habe, nachdem das Buch wieder im Regal stand, noch eine Weile darüber nachgedacht und das macht meiner Meinung nach ein gutes Buch aus.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der dreizehnjährige Arnoud fährt mit seinem Vater nach Demmstervelde. Seine Großmutter, mit der er und sein Vater seit Jahren keinen Kontakt mehr hatten, ist gestorben. Zum Entsetzen des Jungen will seine Vater die Ferien in dem gottverlassenen Dorf verbringen, um das Haus der Oma leer zu rüumen und es dann zu verkaufen.
Arnoud bemerkt bei der Beerdigung eine Gedenktafel auf dem Friedhof, auf der sein Name steht. Er erfährt, dass auf dem Kirchplatz am 15. Juni 1942 zehn Männer von den Deutschen erschossen wurden. Auch sein Großvater, der ebenfalls Arnoud hieß, starb an diesem Tag.
Arnoud erfährt, dass sein Großvater der "Don Juan" des Dorfes war und von zwei Frauen besonders begehrt wurde: von seiner Großmutter und von der Tochter des allmächtigen Barons, dessen Angestellter der Großvater war.
Dann findet Arnoud einen Brief seiner Großmutter. Sie schildert ihre Jugend, ihre große Liebe zu Arnoud und in einem zweiten Brief "beichtet" sie die dramatischen Ereignisse des Tages, an dem ihr Mann erschossen wurde.
Als Arnoud durch Zufall auch die mittlerweile fast achtzigjährige Baronin trifft, ist er völlig verwirrt. Sie liebte seinen Großvater abgöttisch, wird aber seit den Kriegszeiten und der Parteinahme ihrer Eltern für die deutschen Besatzer von den Dorfbewohnern gehasst wie die Pest.
Die alte Frau schildert die Ereignisse von damals völlig anders. Sie bittet Arnoud um Vergebung für ihre Taten in jener Nacht. Durch ihre Schuld sei Arnouds Großvater umgekommen. Nur ein Mensch kann Arnoud nun noch helfen, Licht in die Ereignisse zu bringen, die vierundfünfzig Jahre zurück liegen. Doch Robert, der Bruder seines Großvaters, schweigt hartnäckig.

Der Psychologe Jan de Leeuw schrieb 2004 "Vederland", einen Jugendroman, der sich mit der Besatzungszeit Flanderns im zweiten Weltkrieg beschäftigt. Eingebettet in eine Rahmenhandlung, in der ein dreizehnjähriger Junge versucht, die Vergangenheit und seine eigene Familiengeschichte aufzuhellen, beleuchtet de Leeuw die Generation, die tief verstärt weiterleben musste - ohne Vergeltung, ohne Rache oder Sühne.
Ihr stellt er die Fragen der Generation gegenüber, die den Weltkrieg nur noch von Hörensagen kennt und doch spürt, dass diese Zeit in den alten Menschen immer noch lebendig ist.
Ausgehend von eine fast krimireifen Tat im Juni 1942 entwirft Jan de Leeuw ein Puzzle, das aus völlig unterschiedlichen Perspektiven dargestellte Fragmente enthält, die - stellvertretend für den Leser - ein Dreizehnjähriger versucht zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.
Dies ist hochspannend, lehrreich, traurig, dramatisch und unterhaltsam, oft sogar sehr komisch. Dank der lockeren Sprache des Autors, die wunderbar zu unterscheiden weiß zwischen den Gedanken eines Jungen, dem Ton einer Siebzigjährigen und den Äußerungen des Vaters des Jungen, ist das Ergebnis für Jugendliche ab dreizehn Jahren (so die Empfehlung auf dem Buchrücken und der CD-Hülle) genauso gelungen wie für Erwachsene.

Die ungekürzte Lesung von Johannes Steck ist perfekt. Dank seiner variantenreichen Stimme, der gekonnten Intonierung der unterschiedlichen Hauptfiguren des Romans und der ruhigen Art und Weise, in der er die komplizierten Zusammenhänge vorträgt, ist jede einzelne der vierhundertfünf Minuten ein absoluter Hörgenuss.
Der erwachsene Zuhörer fragt sich allenfalls, ob ein Dreizehnjähriger derart reflektiert über die Vergangenheit zu philosophieren vermag, wie der Protagonist Arnoud. Doch genau diese Falle stellt der Autor bewusst. Er verführt den Hörer zu dieser Ansicht, indem er sehr geschickt suggeriert, der Junge würde zu diesen Ergebnissen gelangen, wo es doch der Hörer selbst ist, der diese vollzieht.

Dank einer meisterhaften Komposition verschiedenartigster Versatzstücke, einer leichten, lockeren Sprache und einem "Helden", der dem Hörer schnell ans Herz wächst, ist dieses Hörbuch höchst empfehlenswert.
Ein solch spannendes und gleichzeitig nachdenkenswerte Thematik beleuchtendes Hörbuch ist selten. Leider firmiert es unter "Jugendbuch/Hörbuch für Jugendliche" und entgeht vielleicht vielen Erwachsenen, für die es ein ebenso großer Gewinn wäre wie für Jugendliche ab dreizehn Jahren.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2009
Kann mich den vorhergehenden Rezensionen nur anschließen, ein tolles Buch! Bin schon aus dem Jugendalter raus, aber ich finde, hier passt alles. Die Sprache und Gedanken des Arnuod, die Aufarbeitung der Vergangenheit, die verschiedenen Generationen, alles sehr lesenswert! Habs in einem Rutsch durchgelesen, das Ende hat mich ein wenig enttäuscht, aber das lag wohl eher daran, das ich es wohl gerne anders gehabt hätte..
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juli 2009
Ich habe dieses Buch meiner 13-jährigen Schwester geschenkt, die sehr begeistert war. Nach kurzem Hineinlesen habe auch ich den Eindruck, dass das Buch seine Geschichte sehr eindringlich und fesselnd erzählt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden