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4.0 von 5 Sternen 20 Jahre Ötzi-Forschung
Schon der Titel ist ein Wortspiel, denn eine wirkliche Evolution der Ötziforschung von einer 1.0 zu einer 2.0 Version hat nicht stattgefunden, stattdessen sind nun eben schon 20 Jahre vergangen seit man den Mann aus dem Eis geborgen und damit eine einzigartige Tür in die Frühgeschichte des Alpenraums aufgestoßen hat. Und immer wieder sorgen durch den...
Veröffentlicht am 20. Juli 2011 von Mario Pf.

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3.0 von 5 Sternen Eher was für Hardcore-Fans...
Muss man sich dieses Buch zulegen ? Ja und nein: zum 20jährigen "Jubiläum" des Fundes von "Ötzi" enthält dieses Buch nichts wirklich entscheidend Neues, vieles kennt man schon aus früheren Veröffentlichungen. Auch stört mich die derzeit in vielen derartigen Büchern angesagte Platzverschwendung auf den Seiten, die man besser für...
Veröffentlicht am 9. Juli 2011 von Fernwehgeplagter


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 20 Jahre Ötzi-Forschung, 20. Juli 2011
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ötzi 2.0: Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos (Gebundene Ausgabe)
Schon der Titel ist ein Wortspiel, denn eine wirkliche Evolution der Ötziforschung von einer 1.0 zu einer 2.0 Version hat nicht stattgefunden, stattdessen sind nun eben schon 20 Jahre vergangen seit man den Mann aus dem Eis geborgen und damit eine einzigartige Tür in die Frühgeschichte des Alpenraums aufgestoßen hat. Und immer wieder sorgen durch den Iceman möglich gemachte Entdeckungen dafür dass Ötzi auch 20 Jahre danach immer noch für internationale Schlagzeilen sorgen kann. Kein Wunder also wenn unter der Herausgeberschaft der Direktorin des Südtiroler Archäologiemuseums Bozen, Dr. Angelika Fleckinger, 2011 der vorliegende populärwissenschaftliche Ötzi-Band auf den Markt gekommen ist. Und weil Jubiläen so schön sind wird es wohl nicht der letzte Jubiläumsband des Jahres bleiben.

Ötzi 2.0 trumpft vor allem mit einer bunten und nur in Einzeilern jeweils am Kapitelbeginn vorgestellten Beitragendenschar auf, die einen vielgestaltigen Blick auf das Phänomen Ötzi erlaubt. So ganz sachlich ist das ganze dabei nicht immer und so reichen die Beiträge von einer eher biederen Analyse der Medienberichte, über die Ausführungen des Pathologen und Konservators Eduard Egarter-Vigl zum Kriminalfall Ötzi, neuesten Forschungserkenntnis bis zur Fundgeschichte und dem "Fluch der Mumie aus dem Eis". Also wie der Untertitel "Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos" ein wenig von allem, wissenschaftliche Erkenntnisse, gepaart mit einer Untersuchung des Kults und klassischerweise auch des Mythos. Das lässt sich nun als von allem zu wenig oder eben auch nettes Panorama bezeichnen, letztes vor allem wenn man sich dem Phänomen Ötzi bisher eher nur durch Medienberichte angenähert hat.

Nach dem Vorwort der Herausgeberin ist es vor allem Beat Gugger, der es versteht mit seinen Ausführungen zur archäologischen Sensation die der Fund des Iceman bedeutet zu faszinieren. Ötzi ist nicht nur der älteste Kriminalfall der Weltgeschichte, sondern tatsächlich die älteste erhalten gebliebene Mumie, deren Besonderheit ist, dass er im Gegensatz zu vielen anderen "Besuchern" aus vergangener Zeit, direkt aus dem Alltag herausgerissen wurde. So sind uns gerade jene Alltagsgegenstände und Utensilien erhalten geblieben, die zu einer kleinen Revolution in der Erforschung der europäischen Frühgeschichte geführt haben. Welche Erkenntnisse durch Ötzi genau gefördert werden konnten beschreibt schließlich Andreas Putzer, wobei dieser auch beschreibt was man über die Mumie aus dem Eis selbst herausgefunden hat, wie seine Augenfarbe oder wo er wohl gelebt hat.

Ein anderes Streiflicht ist Elisabeth Elisabeth Rastbichler Zissernigs Präsentation der zufälligen Fundgeschichte, um die Frage zu beantworten wie der Ötzi überhaupt entdeckt wurde. Rastbichler Zissernig beschreibt dabei detailliert wie die Eismumie zuerst für einen erst kürzlich verstorbenen Alpinistin gehalten und daher auch nicht mit der sonst zu erwartenden größten Vorsicht behandelt wurde. Es war schließlich eine Verkettung glücklicher Zufälle, dass auch Reinhold Messner zugegen war und schon vor der sachgemäßen Altersbestimmung mit der Vermutung aufwarten ließ dass die gefundene Leiche ein weit größeres Alter aufzuweisen hat als zunächst angenommen. Durch Messners Prominenz angeregt setzte schließlich ein massives Rascheln im Blätterwald ein, dem sich Mark-Steffen Buchele gewidmet hat. Buchele untersucht vor allem auch die Medienberichte, auch hin auf Fragen mit welchen Namen Ötzi zunächst und schließlich in unterschiedlichen Kulturkreisen bekannt wurde (international ist der Ötzi vor allem als "Iceman" bekannt geworden).

Mit Eduard Egarter-Vigl kommt übrigens auch der Pathologe zu Wort (zum Kriminalfall Ötzi), der maßgeblich für die Konservierung der Mumie verantwortlich ist. Genau ein Kapitel danach setzt sich Hans Karl Peterlini dann mit Ötzis Entdecker Konrad Spindler und auch der Involvierung Egarter-Vigls auseinander. Aber auch deutlich trivialeres weiß Ötzi 2.0 zu berichten. So geht Cees Strauß auf die Geschichte der am Titelbild zu bestaunender Ötzi-Rekonstruktion der niederländischen Künstler-Brüder Kennis & Kennis ein und was wäre ein Buch über eine Mumie ohne etwas romantisch-mystisches wie einen Fluch? Auf "Ötzis Fluch" kommt schließlich Karl C. Berger zu sprechen und berichtet von den 8 Opfern die Ötzi bereits gefordert haben soll, das letzte war 2004 Entdecker Helmut Simon selbst.

Deutlich seriöser, wenn auch eher exkursorisch gestalten sich da Beitrage wie jener Reiner Sörries, über die nicht ganz in den populärwissenschaftlichen Rahmen zu passen scheinende Diskussion um das Totenrecht und die öffentliche Zurschaustellung toter Körper. Ob der Ötzi auch ein tauglicher Wirtschaftsfaktor für die Region ist, dieser Frage spüren gleich zwei Beiträge nach. Elisabeth Vallazza untersucht hierbei explizit den Wirtschaftsfaktor Ötzi, während Katharina Hersel und Vera Bedin dessen touristischen Wert einer eingehenden Untersuchung unterziehen.

- Resümee -
Ein Beitragssammelband der von allem ein wenig bietet und das ist für Leser entweder ein breiter Überblick oder von allem oder eben speziellem zu wenig. Und so würde man die einzelnen Beiträge wohl ganz unterschiedlich, je nach Interesse und eigener Informationslage bewerten, was es umso schwieriger macht dem Gesamtband eine faire Bewertung zuteil werden zu lassen.

Also die Empfehlung: Ötzi 2.0 ist ein Sammelband der eine breite Themenvielfalt zu Fundgeschichte, Erkenntnissen rundum Ötzi und allerlei mit ihm verbundene Themen bietet. Wer sich bisher nur oberflächlich mit dem Mann der aus der Kälte kam beschäftigt hat und nun einen unverbindlichen Überblick zu Ötzi sucht, dem sei das Werk empfohlen.
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3.0 von 5 Sternen Eher was für Hardcore-Fans..., 9. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Ötzi 2.0: Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos (Gebundene Ausgabe)
Muss man sich dieses Buch zulegen ? Ja und nein: zum 20jährigen "Jubiläum" des Fundes von "Ötzi" enthält dieses Buch nichts wirklich entscheidend Neues, vieles kennt man schon aus früheren Veröffentlichungen. Auch stört mich die derzeit in vielen derartigen Büchern angesagte Platzverschwendung auf den Seiten, die man besser für größere Fotos, ausführlichere Texte oder vollständige Kartenerläuterungen (z. B. auf S. 24) verwendet hätte. Und was soll die ganzseitige Abbildung eines Ötzi aus dem Überraschungsei (S. 113) - muss man hier Seiten füllen? Vieles wird immer noch nur kurz abgehandelt (z. B. gab es beim Fund und der Bergung viel Dilettantismus) oder angerissen (wer oder was war Ötzi eigentlich).

Als großer Fan der Gletschermumie interessieren mich jedoch auch die vielen neuen oder geänderten kleinen Details, z. B. hatte Ötzi nun doch keine blauen, sondern braune Augen. Andererseits wundere ich mich über diese gar nicht wenigen Revisionen der offensichtlich vorschnellen früheren Aussagen der Wissenschaftler.

Und was soll das Geschwafel vom "Fluch" der Mumie, hat man es etwa nötig, hier einen Mythos aufzubauen? Offensichtlich soll hier auch der Zeitgeist bedient werden, so wie nach 20 Jahren nun eine andere Ötzi-Rekonstruktion her musste. Aber warum nur passt das stark gealterte neue Gesicht nicht zu den nachgewiesenen grazilen Händen und den fehlenden Schwielen? Ob ich mir deshalb zu gegebener Zeit noch "Ötzi 3.0" zulegen werde, glaube ich eher nicht...

Wer sich mal eben auf die Schnelle bzw. in kompakter Form über Ötzi informieren will, ist nach wie vor mit dem Taschenbuch "Ötzi , der Mann aus dem Eis" wesentlich besser bedient.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Zusammenstellung der Ötzi-Forschung, 9. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ötzi 2.0: Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos (Gebundene Ausgabe)
Dieser Bildband mit den gesamten Informationen der gesicherten Forschungsergebnisse (Spekulationen wie z. B. seine Todesumstände werden nicht näher erörtert) ist ein Muss für jeden, der sich für den Mann aus dem Eis interessiert. 20 Jahre Ötzi-Forschung sind darin enthalten und auch die an dieser Arbeit massgeblichen wie Konrad Spindler werden vorgestellt. Man kann sich dadurch fast die Fahrt zum Museum in Bozen ersparen. Nichts dafür aber kann das Buch, dass den niederländischen Künstlern die neue Ötzi-Nachbildung vollkommen misslungen ist: so alt sah auch zu seiner Zeit kein noch nicht 50-Jähriger aus, vor allem, da er sehr gepflegte Hände hatte und nicht schwer arbeiten musste - sie haben aus ihm einen runzligen Greis gemacht mit viel zu grossen Händen, die nicht zu seiner zierlichen Figur passen. Das Bild auf dem Einband sollte also niemanden vom Kauf abhalten.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ötzi 2.0, 23. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Ötzi 2.0: Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist eine sehr schöne Vorbereitung auf den Besuch der Ausstellung in Bozen. Seit dem Buch von Konrad Spindler "Der Mann im Eis", 1993, hat sich doch eine Menge getan in allen möglichen beteiligten Wissenschaftszweigen. Also, das Buch nicht erst nach der Ausstellung kaufen.
Sonnenblicker
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Ötzi 2.0: Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos
Ötzi 2.0: Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos von Angelika Fleckinger (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2011)
EUR 12,95
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